{"id":21978,"date":"2021-07-14T12:00:00","date_gmt":"2021-07-14T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.immo-invest.ch\/per-mausklick-zum-baugesuch\/"},"modified":"2022-02-13T20:09:27","modified_gmt":"2022-02-13T19:09:27","slug":"per-mausklick-zum-baugesuch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stage.immo-invest.ch\/fr\/per-mausklick-zum-baugesuch\/","title":{"rendered":"Per Mausklick zum Baugesuch"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit rund drei Jahren erm&ouml;glicht der Kanton Aargau mit &laquo;eBau&raquo; das digitale Einreichen von Baugesuchen. Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt setzt diesen Digitalisierungsschritt im Rahmen der eGov-Strategie von Bund und Kanton um. Die Vorteile liegen auf der Hand: &laquo;So kann der gesamte Baubewilligungsprozess vom Gesuchstellenden &uuml;ber die Gemeinde bis zum Kanton durchgehend elektronisch abgewickelt werden&raquo;, erkl&auml;rt Reto K&auml;ch, Leiter Support und Schulung eBau, vom Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau. Der Einsatz von solchen Online-Dienstleistungen erm&ouml;gliche effiziente und weniger personalintensive Prozesse, eine schlankere Arbeitsorganisation, mehr Transparenz und eine bessere Vernetzung der Beteiligten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stand heute sind insgesamt 22 Gemeinden an eBau Aargau angeschlossen. &laquo;Mit dem schrittweisen Roll-Out und den Schulungen machen wir die Gemeinden sukzessive mit dem digitalen Baubewilligungsprozess vertraut&raquo;, sagt K&auml;ch. Das Fehlen der Mehrheit der insgesamt 213 Aargauer Gemeinden begr&uuml;ndet der Supportleiter so: &laquo;50 Prozent arbeiten mit eigenen Bauverwaltungssoftwares. Diese Gemeinden m&uuml;ssen sich noch bis zum zweiten Quartal 2022 gedulden.&raquo; Ab dann sei der medienbruchfreie Anschluss via eigens initiierter eCH-Schnittstelle m&ouml;glich. Die Umstellung auf die elektronische Bearbeitung von Baugesuchen l&auml;sst den Zahlen nach aber auch noch Gemeinden z&ouml;gern, die die Voraussetzungen bereits erf&uuml;llen. &laquo;M&ouml;glicherweise haben die einen oder anderen in der Coronakrise andere Priorit&auml;ten. Manche tun sich vielleicht auch mit dem Abl&ouml;sen von alten Prozessen schwer. Wir &uuml;ben keinen Druck aus. Wir sind gerne bereit, interessierte Gemeinden diesbez&uuml;glich zu begleiten und zu schulen&raquo;, sagt K&auml;ch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die R&uuml;ckmeldungen der Beteiligten, die mit eBau arbeiten, seien durchwegs positiv. &laquo;Vor allem der einfache Aufbau des Online-Formulars zur Eingabe des Gesuches &uuml;berzeugt. Pflichtfelder verhindern, dass etwas bei der Eingabe vergessen geht. Der Zeitverlust wird deutlich reduziert&raquo;, weiss K&auml;ch. Und auch die Gemeinden profitieren: &laquo;Im eGov-Bereich werden insbesondere die standardisierten Arbeitsprozesse gesch&auml;tzt. Die aufeinanderfolgenden Arbeitsschritte f&uuml;hren sukzessive durch den Prozess. So k&ouml;nnen auch Verwaltungsangestellte ohne spezifische Branchenkenntnisse ein Baugesuch bearbeiten.&raquo; Weniger administrative Aufw&auml;nde, eine bessere Datenqualit&auml;t und das papierlose Arbeiten seien die gr&ouml;ssten Tr&uuml;mpfe f&uuml;r die Verwaltungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ein Thema, das alle Kantone besch&auml;ftigt<\/strong><br>Gemeinden, die eBau einf&uuml;hren, arbeiten ab diesem Datum ausschliesslich elektronisch. &laquo;Nur noch wenige Antragsteller reichen die Gesuche in physischer Form ein&raquo;, erkl&auml;rt K&auml;ch. In so einem Fall w&uuml;rde das Gesuch anschliessend von der <span class=\"glossaryLink\" aria-describedby=\"tt\" data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Verwaltung&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;vgl. &laquo;Bewirtschaftung&raquo;&lt;\/div&gt;\" data-mobile-support=\"0\" data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]' tabindex=\"0\" role=\"link\">Verwaltung<\/span> digitalisiert. eBau Aargau soll gem&auml;ss der eGov-Strategie einen Mehrwert f&uuml;r alle bringen und Kosten einsparen, da der Verwaltungsaufwand reduziert wird. Erste Kantone erm&ouml;glichen bereits die Online-Auflage eines publikationspflichtigen Projekts. Laut K&auml;ch nehme das geltende Gesetz in Bezug auf Digitalisierung keine Stellung. &laquo;Das Verwaltungsrechtspflegegesetz (VRPG) des Kantons Aargau regelt lediglich, wann eine &ouml;ffentliche Publikation erforderlich ist, wie lange und mit welchen Inhalten das Bauvorhaben &ouml;ffentlich aufzulegen hat und wer in welchem Publikationsorgan dar&uuml;ber in Kenntnis zu setzen ist&raquo;, erkl&auml;rt der Schulungsleiter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Kanton Luzern zum Beispiel handhabt die digitale Auflage so: Die Gemeinden haben das Gesuchsformular mit s&auml;mtlichen Beilagen im Internet w&auml;hrend der &ouml;ffentlichen Auflage zur Einsicht bereitzustellen, wenn das Baugesuch elektronisch eingereicht wurde und die Gemeinde &uuml;ber die n&ouml;tige Infrastruktur verf&uuml;gt. &laquo;Wir leiten daraus ab, dass eine Online-Auflage m&ouml;glich ist und es keine bundesrechtlichen Grundlagen gibt, die dagegen sprechen&raquo;, schlussfolgert K&auml;ch. Im Sinne der Gleichbehandlung m&uuml;ssten in so einem Fall aber B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern ohne Internetzugang die M&ouml;glichkeit haben, die Baugesuche im Gemeindeb&uuml;ro einzusehen.<br>Der Kanton Aargau habe bei der elektronischen Einreichung von Baugesuchen nicht bewusst eine Vorreiterrolle eingenommen. &laquo;Heute befassen sich wohl s&auml;mtliche Kantone mit der Umsetzung einer Software, Webapplikation oder Plattform, die das elektronische Einreichen von Baugesuchen unterst&uuml;tzt&raquo;, ist K&auml;ch &uuml;berzeugt. Und erg&auml;nzt: &laquo;Es ist ein Zeichen der Zeit, dass man sich schweizweit mit diesem Thema auseinandersetzt.&raquo; Architekten, Vermessungs- und Ingenieurb&uuml;ros sowie Fachplaner w&uuml;rden schon seit Jahrzehnten mit 2D-Zeichnungen, begehbaren 3D-Modellen, fotorealistischen Visualisierungen oder digitalen Geb&auml;ude- und Terrainmodellierungen arbeiten. &laquo;Mit dem elektronischen Baubewilligungsprozess wandelt sich das Grundverst&auml;ndnis von einer verwaltungsorientierten Dienstleistung zu einer kundenorientierten&raquo;, sagt K&auml;ch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie wichtig die fortschreitende Digitalisierung sei, mache nicht zuletzt die Coronapandemie nochmals deutlich: &laquo;Auch auf Verwaltungen wurde w&auml;hrend des Lockdowns ein Teil der Belegschaft ins Homeoffice geschickt. Eine Herausforderung war dabei nicht die Organisation rund um das Equipment, sondern die Tatsache, dass viele Dossiers in den Verwaltungen nur in physischer Form vorhanden sind&raquo;, erkl&auml;rt K&auml;ch. Die Kundinnen und Kunden wechselten ebenso vermehrt auf digitale Kan&auml;le: &laquo;So k&ouml;nnten sich die Herausforderungen, die Covid-19 mit sich bringt, als Chance f&uuml;r eine dauerhaft erh&ouml;hte Akzeptanz einer digitalen <span class=\"glossaryLink\" aria-describedby=\"tt\" data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Verwaltung&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;vgl. &laquo;Bewirtschaftung&raquo;&lt;\/div&gt;\" data-mobile-support=\"0\" data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]' tabindex=\"0\" role=\"link\">Verwaltung<\/span> erweisen.&raquo;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Investitionskosten f&uuml;r die Entwicklung von eBau wurden vom Kanton &uuml;bernommen. F&uuml;r Gemeinden, die mit der digitalen L&ouml;sung arbeiten m&ouml;chten, fallen keine Initialkosten an. Der Betrieb, die Datenarchivierung und der Support werden mit einer Jahrespauschale abgegolten. Die Gesamtkosten f&uuml;r die Anwendung schlagen im Jahr mit insgesamt 50&rsquo;000 Franken zu Buche. Dieser Betrag wird auf die Anwender-Gemeinden aufgeteilt. W&uuml;rden alle Aargauer Gemeinden eBau einsetzen, ergebe dies einen marginalen Beitrag pro Jahr und Gemeinde. Die ersten drei Betriebsjahre (2018&ndash;2020) wurden vom Kanton vorfinanziert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rund zwei Dutzend Aargauer Gemeinden haben das digitale Einreichen von Baugesuchen bereits eingef\u00fchrt. Reto K\u00e4ch, Leiter Support und Schulung eBau, vom Departement Bau, Verkehr und Umwelt, zieht eine positive Bilanz.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":19107,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_surecart_dashboard_logo_width":"180px","_surecart_dashboard_show_logo":true,"_surecart_dashboard_navigation_orders":true,"_surecart_dashboard_navigation_invoices":true,"_surecart_dashboard_navigation_subscriptions":true,"_surecart_dashboard_navigation_downloads":true,"_surecart_dashboard_navigation_billing":true,"_surecart_dashboard_navigation_account":true,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[22357],"tags":[1999,4078,1647,11219,4110],"class_list":["post-21978","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-industrie-du-batiment","tag-aargau-fr","tag-digital-fr","tag-digitalisierung-fr","tag-ebau-fr","tag-kantone-fr"],"acf":{"bild_mit_ki_erstellt_worden":[],"lead":"Rund zwei Dutzend Aargauer Gemeinden haben das digitale Einreichen von Baugesuchen bereits eingef\u00fchrt. Reto K\u00e4ch, Leiter Support und Schulung eBau, vom Departement Bau, Verkehr und Umwelt, zieht eine positive Bilanz.","autor":"Text und Bild: Linda von Euw","ort":"Aargau","bildunterschrift":"","bild_im_grid":false,"gallerie":null,"newsim":"","zusammenfassung":""},"featured_image_src":"https:\/\/stage.immo-invest.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/ebaufotovorschlag-1-150x150.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/stage.immo-invest.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21978","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/stage.immo-invest.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/stage.immo-invest.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stage.immo-invest.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stage.immo-invest.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21978"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/stage.immo-invest.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21978\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stage.immo-invest.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media\/19107"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/stage.immo-invest.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21978"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/stage.immo-invest.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21978"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/stage.immo-invest.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21978"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}