Kategorie: Suisse Romandie

  • Standort Genf unter Druck

    Standort Genf unter Druck

    Genf gilt als Symbol für internationale Zusammenarbeit. 36’000 Arbeitsplätze in internationalen Organisationen, rund 250’000 Übernachtungen jährlich und ein starker lokaler Fussabdruck. Diese Zahlen verdeutlichen die Relevanz der internationalen Präsenz. Doch geopolitische Spannungen und der mögliche Rückzug von Grossakteuren wie den USA setzen dieses System unter Druck.

    Die Konsequenzen sind Haushaltskürzungen, Strukturveränderungen und Standortfragen, die weit über das politische Parkett hinausreichen. Auch Immobilienmärkte, lokale Dienstleister und die Stadtentwicklung sind unmittelbar betroffen. Was bislang als stabil galt, muss nun neu gedacht werden.

    Wenn Nachfrage neu verteilt wird
    Internationale Mitarbeitende prägen Genfs Wohnungsmarkt mit rund 9’500 bewohnten Einheiten, hoher Zahlungsbereitschaft und Fokus auf grosszügige, möblierte Wohnungen. Ein Rückgang von nur 20 % der Beschäftigten könnte die Angebotsquote spürbar erhöhen. Doch die Leerstandsquote dürfte kaum steigen. Die angespannte Wohnsituation sorgt dafür, dass frei werdende Wohnungen rasch durch lokale Haushalte belegt werden.

    Entscheidend wird sein, wie sich die Zusammensetzung des Angebots verändert, vor allem im hochpreisigen Segment. Der Markt könnte kurzfristig entspannter wirken, mittelfristig aber eine Verschiebung der Mietpreisdynamik erfahren.

    Stabilität auf dem Prüfstand
    Rund 650’000 m² Bürofläche sind heute durch internationale Organisationen belegt. Ein Rückgang um 20 % würde die Leerstandsquote auf über 10 % steigen lassen, mit besonders deutlichen Auswirkungen in Grand-Saconnex, Pregny-Chambésy und im Gebiet Jardin des Nations. Ein kompletter Rückzug würde über 140’000 m² leerstehende Flächen hinterlassen, eine Dimension, die etwa dem doppelten PAV-Projekt entspricht.

    Der Markt zeigt sich zwar bislang robust, doch der Rückgang internationaler Nachfrage könnte bestehende Ungleichgewichte verschärfen. Differenzierte Strategien für eine flexible, nutzerzentrierte Nutzung sind gefragt.

    Sichtbare, verletzliche Abhängigkeit
    Jährlich finden in Genf rund 2’500 Konferenzen statt. Der damit verbundene Tourismus stützt weite Teile des Hotelmarktes. Ein Wegfall dieser Veranstaltungen könnte die Auslastung der Hotels um bis zu 10 % reduzieren. Mit Dominoeffekten auf Zulieferer, Gastronomie und das internationale Renommee der Stadt.

    Gerade dieser Bereich zeigt, wie eng wirtschaftliche, städtebauliche und diplomatische Interessen verflochten sind und wie verletzlich dieser Knotenpunkt ist.

    Von der Gefahr zur Gelegenheit
    Der mögliche Rückzug internationaler Organisationen ist keine isolierte Krise, sondern Ausdruck eines globalen Strukturwandels. Die Herausforderung für Genf ist die Resilienz nicht nur als Widerstand, sondern als Wandel zu verstehen.

    Zukunftsstrategien für Genf
    Ein einzigartiges Ökosystem aus internationalen Organisationen, hoher Lebensqualität und institutioneller Stabilität spricht weiterhin für Genf. Gleichzeitig gilt es, strategisch auf Herausforderungen wie Bodenknappheit, hohe Grundstückspreise und hohe Lebenshaltungskosten zu reagieren.

    Transformation mit zwei Hebeln vorantreiben
    Neue Geschäftsmodelle entwickeln durch Diversifizierung von Finanzierung und Leistungen, hybride Formate, digitale Plattformen und lokal verankerte Partnerschaften.

    Immobilien intelligent und flexibel nutzen
    Unterausgelastete Flächen modular, nutzerzentriert und anpassungsfähig neu denken. Voraussetzung dafür ist nicht nur räumliche, sondern auch organisatorische Agilität.

    Synergien im Raum gezielt nutzen
    Wandel von klassischen Büros hin zu Orten des Wissens, der Begegnung und Innovation. Konferenz‑, Hotel- und Coworking-Infrastrukturen sollten stärker integriert geplant und genutzt werden.

    Planung flexibilisieren
    Stadtentwicklung muss reaktionsfähig und anpassbar sein. Mit visionären Konzepten, die Reversibilität und Nutzerorientierung ermöglichen, statt starrer Vorgaben.

  • Strategieanpassung bringt personelle Veränderungen

    Strategieanpassung bringt personelle Veränderungen

    Jacques Mauron zieht die Konsequenzen aus dem strategischen Umbau von Groupe E und tritt als Generaldirektor zurück. Der Verwaltungsrat hat laut einer Mitteilung Alain Sapin, den Direktor Elektrische Energie des Freiburger Energieversorgers, zum Generaldirektor ad interim ernannt. Mauron war seit 2004 bei der Groupe E tätig, seit November 2019 als Generaldirektor.

    Groupe E hatte im April mitgeteilt, dass es seine Aktivitäten im Bereich Photovoltaik und Wärmepumpen im eigenen Kanton und anderen Teilen der Westschweiz überprüfen will. Das Unternehmen reagierte damit auf einen seit 2023 anhaltenden Absatzrückgang in diesem Bereich. Es will nun die Struktur der Direktion Technik und Infrastruktur anpassen, so dass die einzelnen Niederlassungen mehr Selbstständigkeit erhalten.

    Dieser strategische Umbau ist mit einem Stellenabbau verbunden. Das Unternehmen ging im April noch von einer Entlassung von 188 der 2600 Mitarbeitenden aus. Die Zahl der Entlassungen konnte im Mai nach einer Konsultation mit den Sozialpartnern auf 168 verringert werden.

    Der bisherige Chef der Direktion Technik und Infrastruktur, Michel Beaud, hat die Groupe E inzwischen verlassen. Seine Nachfolge wird jetzt interimistisch von Johann Ruffieux übernommen, dem Leiter Beschaffung und Handel.

  • Neue Partnerschaft fördert Wasserstoff aus Holzabfällen

    Neue Partnerschaft fördert Wasserstoff aus Holzabfällen

    H2 Bois erhält einen neuen Minderheitsaktionär. Auf Januar 2025 steigt der Waadtländer Energieversorger Romande Energie laut einer Mitteilung mit einem Anteil von 33,7 Prozent ein. Die in der Holzwirtschaft tätige Groupe Corbat mit Sitz in Vendlincourt JU wird dann 50,3 Prozent und das Beratungsunternehmen Planair Vision SA mit Sitz in La Sagne NE 16 Prozent des 2021 von ihnen gegründeten Unternehmens halten.

    H2 Bois will 2025 eine Anlage zur Herstellung von Wasserstoff aus Holzabfällen bauen und 2026 in Betrieb nehmen. Bei der Herstellung entsteht auch Biokohle, welche das im Holz enthaltene CO2 zu einem Teil dauerhaft speichern kann. Im für 2030 geplanten Vollausbau sollen so aus 14‘000 Tonnen Holz und Holzabfällen insgesamt 450 Tonnen sauberer Wasserstoff hergestellt und 2500 Tonnen CO2 pro Jahr gespeichert werden können. H2 Bois nutzt eine Technologie der französischen Haffner Energy.

    Der Wasserstoff wird über eine 1,5 Kilometer lange Gasleitung in eine Industriezone im Ort transportiert. Dort wird er von Industrieunternehmen und über eine Tankstelle für die Mobilität genutzt. Die Biokohle wird in der Landwirtschaft verwendet.

    Für Romande Energie bildet die Beteiligung einen Schritt in Richtung einer dekarbonisierten Westschweiz. «Diese Beteiligung erlaubt uns, an einem kühnen Projekt mitzuarbeiten, das in der Nutzung einer innovativen Negativemissionstechnologie ein Pionier in der Schweiz ist», wird Jérémie Brillet in der Mitteilung zitiert, bei Romande Energie für den Bereich Wasserstoff zuständig.

    Benjamin Corbat, Generaldirektor der Groupe Corbat, begrüsst die Beteiligung von Romande Energie. «Wir freuen uns auf den Start der Produktion, aber auch darauf, neue Wege in der lokalen Holznutzung zu gehen.»

  • Neue Projekte für Dekarbonisierung der Gasbranche starten 2025

    Neue Projekte für Dekarbonisierung der Gasbranche starten 2025

    Die EPFL und der Westschweizer Gasversorger Gaznat haben laut einer Mitteilung eine Rahmenvereinbarung über den Ausbau ihrer Zusammenarbeit unterzeichnet. Diese sieht drei Ausschreibungen für Projekte der Forschung und Entwicklung vor, die einen erheblichen Beitrag zu einer sauberen Gasversorgung leisten können. Die erste Ausschreibung ist für Anfang 2025 vorgesehen.

    Die Siegerprojekte werden von einem wissenschaftlichen Beirat ausgewählt, dem jeweils vier Vertreter beider Seiten angehören.  Dazu gehören der Gaznat-CEO Gilles Verdan, Wendy Lee Queen und Yasmine Calisesi vom EPFL Energy Center sowie EPFL-Vizepräsident Edouard Bugnion. Ein Programmmanager wird die Ausschreibungen koordinieren und die ausgewählten Projekte begleiten.

    Die EPFL und Gaznat haben im Rahmen von drei Ausschreibungen bereits 17 Projekte gemeinsam finanziert. Gaznat eröffnete 2023 sein Innovationslabor in Aigle.

    Gaznat mit Sitz in Lausanne beschafft und transportiert Gas für Partnerunternehmen in der Westschweiz. Das Unternehmen will sein Angebot bis 2050 klimaneutral gemacht haben. „Dank unserer Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit mit der EPFL kommen wir unserem Ziel der Klimaneutralität näher und können unsere Branche dekarbonisieren“, werden Gaznat-Verwaltungsratspräsident René Bautz und CEO Gilles Verdan in der Mitteilung zitiert.

  • Grenzüberschreitende territoriale Vision 2050

    Grenzüberschreitende territoriale Vision 2050

    Die Agglomeration Genf steht vor der komplexen Aufgabe, effizient mit dem vorhandenen Raum umzugehen, während sie gleichzeitig ein kontinuierliches Bevölkerungswachstum bewältigt. Der ökologische Wandel erfordert eine innovative Herangehensweise, die die geografischen und zugänglichen Besonderheiten der Regionen berücksichtigt, um die Auswirkungen des Bevölkerungswachstums optimal zu steuern.

    In allen betroffenen Regionen müssen die Massnahmen präzise auf lokale Bedingungen abgestimmt und von der breiten Bevölkerung getragen werden, um den Umweltverpflichtungen gerecht zu werden. Diese Massnahmen sind adaptierbar und können durch fortlaufenden Dialog von einer Region zur anderen übertragen werden.

    Vor diesem Hintergrund haben die Kantone Genf und Waadt gemeinsam mit dem Pôle métropolitain Genevois français die Initiative ergriffen, unter dem Namen „Vision territoriale transfrontalière 2050“ einen ökologischen Umbau zu starten. Dieses umfangreiche explorative Verfahren soll die Raumplanung neu definieren und an die ökologischen Herausforderungen anpassen.

    Die Raumplanung spielt dabei eine zentrale Rolle, die Region für die Bedürfnisse von 400.000 zusätzlichen Personen zu entwickeln, die bis 2050 erwartet werden. Dies stellt eine Herausforderung dar, insbesondere angesichts des begrenzten Raums in Genf und der Notwendigkeit, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren.

    Derzeit werden in Genf Strategien entwickelt, um diese Zunahme zu bewältigen und gleichzeitig einen qualitativ hochwertigen und nachhaltigen Lebensraum zu erhalten. Die Ziele dieser Strategien umfassen die Reduzierung von Treibhausgasemissionen, die Anpassung an den Klimawandel und den Schutz der biologischen Vielfalt.

    Das Projekt „Vision Territoriale Transfrontalière 2050“ hat bereits zu einer partizipativen Roadmap geführt, die Ende 2021 vom Staatsrat verabschiedet wurde. Diese Roadmap basiert auf dem Klimanotstand, dem kantonalen Klimaplan und der Charta „Grand Genève en transition“ von 2022. Sie definiert die Schritte und Methoden für die vorbereitenden Arbeiten, die in die nächste Raumplanungsdokumente einfliessen werden.

    Dieser projekt- und praxisorientierte Ansatz bindet lokale Akteure, insbesondere Gemeinden und Vereine, stark ein und fördert eine tiefe lokale Verankerung, die die spätere Umsetzung erleichtert. Die durch transdisziplinäre Teams entwickelte raumbezogene Szenarien ermöglichen es, schrittweise eine gemeinsame Vision zu erarbeiten. Diese Vision wird lokal in Fokusgruppen auf ihre Relevanz geprüft und kann, falls erfolgreich, auf grösserer Ebene umgesetzt werden. Dieser iterative Ansatz führt zu einer dynamischen Entwicklung von Raumkonzepten, die fortlaufend verfeinert und an die regionalen Bedürfnisse angepasst werden. Dadurch entsteht aus der Gesamtvision ein kohärentes und gemeinsames Raumkonzept, das die lokalen Identitäten stärkt.

    Die finale Version der grenzüberschreitenden räumlichen Vision 2050 soll diesen Sommer 2024 vorliegen. Bereits jetzt ermöglicht eine Zwischenbilanz erste Rückschlüsse und die Konturierung der Vision. In den Raumplanungsstrategien sind Konzepte wie die „ökologische Decke“ und das „gesellschaftliche Fundament“, inspiriert von Kate Raworths Donut-Theorie, zentral. Dieser Perspektivwechsel stellt die lebendige Welt und ihre Ökosysteme in den Vordergrund der Planung. Weitere Aspekte wie die Verdichtung und die Neugestaltung urbaner Räume fördern kurze Wege und einen effizienten Ressourceneinsatz, was letztlich den Mobilitätsbedarf senkt und zu einer nachhaltigen städtischen Entwicklung beiträgt.

    Dieser ganzheitliche und regionsspezifische Ansatz stellt sicher, dass der Grossraum Genf nicht nur als Teil der Schweiz, sondern auch im grösseren europäischen Kontext eine führende Rolle in der nachhaltigen Raumplanung einnimmt. Die grenzüberschreitende Vision 2050 leistet somit einen entscheidenden Beitrag zur kontinuierlichen Anpassung und Verbesserung des schweizerischen Raumkonzepts.

  • Grenzgängerboom in Genf – Wachstum und Wohnungsnot

    Grenzgängerboom in Genf – Wachstum und Wohnungsnot

    Der Kanton Genf erlebt einen anhaltenden Anstieg der Grenzgängerzahlen, die in Frankreich wohnen und zur Arbeit nach Genf pendeln. Zwischen dem ersten Quartal 2021 und dem ersten Quartal 2024 ist die Zahl dieser Grenzgänger um 33.000 auf insgesamt 399.000 gestiegen. Diese Entwicklung wurde durch den Léman Express und die Liberalisierung der Homeoffice-Regeln 2023 begünstigt.

    Steigender Anteil der Grenzgänger im Arbeitsmarkt
    Die Anzahl der Grenzgänger aus Frankreich, die in der Genferseeregion arbeiten, ist in den letzten drei Jahren um 26 Prozent gestiegen. Der Anteil der Grenzgänger an den Beschäftigten stieg von 13,2 Prozent im ersten Quartal 2021 auf 14,9 Prozent im ersten Quartal 2024. Dies ist auf den boomenden Arbeitsmarkt, die Wohnungsknappheit in Genf und die attraktiveren Wohnkosten im grenznahen Frankreich zurückzuführen.

    Einfluss des Léman Express
    Der 2020 eröffnete Léman Express hat das grenzüberschreitende Pendeln erheblich erleichtert, indem er die Reisezeit zwischen Annemasse und dem Genfer Hauptbahnhof um rund 40 Prozent reduziert hat. Mittlerweile nutzen täglich 70.000 Pendler den Léman Express, der einen Marktanteil von 43 Prozent erreicht. Dies hat zu einem Bauboom rund um die neuen Bahnhöfe und einer verstärkten Attraktivität des Grenzgängertums geführt.

    Wohnungsmarkt in Genf und grenznahen Regionen
    Genf kämpft seit Jahren mit einer akuten Wohnungsknappheit. Die Leerwohnungsziffer lag 2023 bei lediglich 0,4 Prozent, während die Angebotsziffer von Mietwohnungen zwischen 2021 und 2023 von 5,3 Prozent auf 4,2 Prozent sank. Im Vergleich dazu sind die Wohnkosten im grenznahen Frankreich deutlich niedriger, was viele Arbeitnehmer dazu bewegt, dort zu wohnen. Dies hat die Preise in diesen Gebieten jedoch ebenfalls ansteigen lassen.

    Zukünftige Entwicklungen und Herausforderungen
    Der Trend des Bevölkerungswachstums im französischen Teil des Genfer Metropolraums wird sich voraussichtlich fortsetzen. Von 2024 bis 2030 wird ein jährliches Bevölkerungswachstum von 1 Prozent im Kanton Genf erwartet, während die angrenzenden französischen Arrondissements diesen Wert übertreffen dürften. Dies stellt weiterhin Herausforderungen für die Infrastruktur und den Wohnungsmarkt auf beiden Seiten der Grenze dar.

    Die Genferseeregion steht vor der Herausforderung, den dynamischen Arbeitsmarkt und die steigende Zahl der Grenzgänger mit der bestehenden Wohnungsknappheit in Einklang zu bringen. Innovative Verkehrslösungen wie der Léman Express und die Liberalisierung der Homeoffice-Regeln spielen eine zentrale Rolle, erfordern jedoch auch langfristige Strategien zur Bewältigung der Wohnungsmarktproblematik und zur nachhaltigen Entwicklung der gesamten Region.

  • Weiterer Etappensieg für Windpark Quatre Bornes

    Weiterer Etappensieg für Windpark Quatre Bornes

    Die Initianten des bi-kantonalen Windparks Quatre Bornes haben einen weiteren Etappensieg errungen. Das Bundesgericht hat laut einer Mitteilung die Beschwerde der Gegner einer Wiederholung der Abstimmung über den Windparks in Sonvilier abgelehnt.

    Die Gemeinde Sonvilier kann nun am 22. September erneut über den Quartierplan abstimmen. Dieser ist einer Baubewilligung für den Windpark gleichgestellt. Das Stimmvolk von Sonvilier hatte am 27. September 2020 den Windpark mit einer knappen Mehrheit von 289 Nein- zu 285 Ja-Stimmen den Windpark abgelehnt. Eine im Dezember 2021 lancierte kommunale Initiative verlangte eine Wiederholung der Abstimmung.

    Das Neuenburger Kantonsgericht hatte im August 2023 eine Einsprache gegen die geplanten Windräder im Neuenburger Teil des Windparks in der Gemeinde Val de Ruz abgelehnt.

    Der Windpark Quatre Bornes wird von den beiden Gemeinden sowie 23 Landwirten und anderen Personen geplant. Groupe E investiert über seine Tochter greenwatt in das Projekt. Die ersten Windmessungen wurden 2006 vorgenommen. Der Windpark soll mit drei Windrädern in Val de Ruz und sechs in Sonvilier 63 Millionen Kilowattstunden pro Jahr erzeugen.

  • Waadt plant Stromautonomie bis 2035

    Waadt plant Stromautonomie bis 2035

    Die von Isabelle Moret, Vorsteherin des Departements für Wirtschaft, Innovation, Beschäftigung und Kulturerbe (DEIEP), vorgestellte Studie, zeigt ermutigende Ergebnisse über das Photovoltaik-Potenzial der Dächer und Fassaden der Waadtländer Kantonsgebäude. In Anwesenheit von Pierre de Almeida, Generaldirektor für Immobilien und Kulturerbe, und Camille Orthlieb, Verantwortlicher für nachhaltiges Bauen bei der DGIP, wurde deutlich, dass die Kantonsverwaltung bis 2035 eine elektrische Autonomie erreichen kann, indem jährlich das Äquivalent von 23 GWh Strom produziert wird.

    Umfassende Photovoltaik-Installation
    Seit den frühen 2000er Jahren wurden fast 19.800 m² Solarpaneele auf den Dächern der Gebäude der Kantonsverwaltung installiert. Bis 2035 soll diese Fläche auf rund 100.000 m² erweitert werden. Alle neuen Gebäude werden mit Photovoltaikanlagen ausgestattet, sodass sie genauso viel oder sogar mehr Energie produzieren, als sie verbrauchen. Parallel dazu sieht ein Gebäudesanierungsprogramm vor, den Stromverbrauch durch Energieoptimierung um etwa 30 % zu senken.

    Verantwortung und Vorbildfunktion
    Isabelle Moret betont die Bedeutung dieser Massnahmen: „Dank der Anstrengungen unserer Teams für den massiven Ausbau der Photovoltaikanlagen sollten wir bis 2035 eine elektrische Autonomie erreichen. Damit zeigt der Waadtländer Staat seine Verantwortung gegenüber den Herausforderungen der Nachhaltigkeit und dient als Vorbild für den Energieverbrauch im Immobiliensektor.“

    Finanzierung und Projektkoordination
    Für die Umsetzung dieses Projekts werden über 18 Millionen Franken bereitgestellt, um sowohl den Ausbau der Solaranlagen als auch die Reduktion des Stromverbrauchs zu finanzieren. Die Umsetzung erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen der Generaldirektion für Immobilien und Kulturerbe (DGIP), der Abteilung Denkmalpflege, der Energiedirektion (DGE-DIREN) und der Direktion für Ressourcen und Naturerbe (DGE-DIRNA).

    Zukünftige Perspektiven
    Zusätzlich zur Kantonsverwaltung evaluieren auch die Universität Lausanne (UNIL) und das Universitätsspital Lausanne (CHUV) ihr Photovoltaik-Potenzial, um ihre Energieunabhängigkeit zu erhöhen. Diese Massnahmen unterstreichen das Engagement des Kantons Waadt, die Energiewende voranzutreiben und langfristige Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

  • Stabile Wirtschaftsentwicklung in Waadt

    Stabile Wirtschaftsentwicklung in Waadt

    Im Jahr 2023 unterstützte die Waadtländer Wirtschaftsförderung 733 Unternehmensprojekte finanziell. Die Unterstützung für die Internationalisierung nahm um fast 20% zu, während die Förderung des Cleantech-Sektors um 23,7% stieg, was die zunehmende Bedeutung von Innovationen im Bereich Energie und Klima verdeutlicht. Die Zahl der Niederlassungen ausländischer Unternehmen blieb mit 28 neuen Niederlassungen stabil.

    Netzwerk und Partnerschaften
    Isabelle Moret, Vorsteherin des Departements für Wirtschaft, Innovation, Beschäftigung und Kulturerbe (DEIEP), betont die Bedeutung eines starken Netzwerks: «Im Jahr 2023 haben mehr als tausend Unternehmen und Projektträger von den Unterstützungsmassnahmen der Waadtländer Regierung profitiert, insbesondere in den Bereichen Innovation und Nachhaltigkeit.» Durch diese Massnahmen wurden 3722 Arbeitsplätze unterstützt.

    Starkes Wachstum im Medtech-Sektor
    Waadtländer Start-ups sammelten 444 Millionen Franken ein, wobei 29 von ihnen zu den Top 100 der besten Start-ups der Schweiz zählen. Besonders bemerkenswert ist der Medtech-Sektor: 52% der schweizweiten Investitionen in Medizintechnik flossen in Waadtländer Start-ps.

    Attraktivität für ausländische Unternehmen
    Innovaud, die Agentur zur Förderung von Innovation und ausländischen Investitionen, unterstützte die Ansiedlung von 28 neuen Unternehmen im Kanton Waadt. Besonders der Bereich Life Sciences zeigte eine starke Präsenz, indem er mehr als ein Drittel der neuen Ansiedlungen ausmachte.

    Förderung von Forschung und Entwicklung
    Die Innovationsparks im Kanton Waadt beherbergten Ende 2023 insgesamt 661 Unternehmen und 8326 Arbeitsplätze. Der neue Campus unlimitrust und die Erweiterung des EPFL Innovation Park mit dem Projekt Ecotope sind Beispiele für das Wachstum und die Unterstützung von Forschung und Entwicklung.

    Unterstützung durch Innovationsförderungsfonds
    Der Innovationsförderungsfonds wurde 2023 mit zusätzlichen 50 Millionen Franken ausgestattet. Dieser Fonds unterstützt die Stiftung für technologische Innovation (FIT) und verschiedene Programme wie Tech4Trust, das führende Beschleunigungsprogramm des Trust Valley für Start-ups, sowie FIT Impact für junge Projekte im Bereich Impact Entrepreneurship.

    Nachhaltigkeit als zentrale Aufgabe
    Nachhaltigkeit spielt eine zentrale Rolle in der Legislaturplanung 2022-2027. Der Rahmenkredit «4-Saison-Tourismus» in Höhe von 50 Millionen Franken zielt darauf ab, die Qualität und Nachhaltigkeit der touristischen Infrastrukturen zu verbessern. 2023 wurden 84 Projekte mit insgesamt fast 4 Millionen Franken unterstützt, um Unternehmen bei ihrem Übergang zur Nachhaltigkeit zu helfen.

    Ein starkes wirtschaftliches Ökosystem
    Das SPEI unterstützte auch Organisationen wie Innovaud, die 328 Unternehmen begleitete und zur Gründung von 31 neuen Unternehmen beitrug. Genilem, spezialisiert auf Projektdiagnose und Beratung im Unternehmertum, unterstützte 24 Unternehmen. Die Stiftung für technologische Innovation (FIT) vergab über 4 Millionen Franken in Form von Stipendien und Darlehen an Start-ups.

    Regionale Wirtschaftsförderung und territoriale Werbung
    Die regionalen Wirtschaftsförderungsstellen unterstützten 712 Unternehmen und erbrachten über 1000 Dienstleistungen. Vaud Promotion förderte 165 lokale Produzenten, ihre Produkte mit dem Label VAUD CERTIFIES D’ICI zu kennzeichnen. Die Attraktivität für Touristen stieg um 8,6%, wobei die meisten Besucher aus der Schweiz, Frankreich und den USA kamen.

    Diese umfassenden Massnahmen und Partnerschaften unterstreichen die erfolgreiche Strategie der Waadtländer Wirtschaftsförderung, die auf Nachhaltigkeit, Innovation und starke Netzwerke setzt.

  • Großprojekt für darstellende Kunst und studentisches Wohnen in Vernier

    Großprojekt für darstellende Kunst und studentisches Wohnen in Vernier

    Die Fondation pour le Développement des Arts et de la Cultur aus Vernier hat HRS mit dem Bau von zwei Gebäuden in Vernier beauftragt. Der entsprechende Totalunternehmervertrag ist bereits unterzeichnet worden, informiert der Immobiliendienstleister mit Sitz in Frauenfeld in einer Mitteilung. Über den finanziellen Umfang des der darstellenden Kunst gewidmeten Grossprojekts werden dort keine Angaben gemacht.

    Das erste Gebäude soll als Kulturzentrum dienen. Es wird einen Veranstaltungssaal mit 492 Sitz- und 920 Stehplätzen bekommen, erläutert HRS. Im zweiten Gebäude sind 220 Wohnungen für Studierende geplant. Die beiden Gebäude sollen über eine Fussgängerbrücke miteinander verbunden werden.

    Der Komplex wird durch ein Hotel, eine Co-Working-Bereich, eine Brasserie und einen Catering-Service ergänzt. Sie sollen „das Angebot des Standorts bereichern und ihn zu einem dynamischen Ort des Lebens machen“, schreibt HRS. Ein Zeitplan für die Projektumsetzung wird in der Mitteilung nicht kommuniziert.

  • Erster Schweizer Wasserstoffkongress

    Erster Schweizer Wasserstoffkongress

    Am 28. März fand in Yverdon-les-Bains der erste Schweizer Wasserstoffkongress statt. Der Anlass brachte Unternehmerinnen und Unternehmer, Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie politische Entscheidungsträgerinnen und -träger zusammen. Die Vielfalt der Rednerinnen und Redner ermöglichte es, das Thema unter zahlreichen Aspekten abzudecken. Der erste Schweizer Wasserstoff-Kongress wurde in Zusammenarbeit mit Planair, CleanTech Alps und dem Westschweizer H2-Netzwerk organisiert und war ein voller Erfolg.

    Wasserstoff ist kein Allheilmittel, um alle Energieprobleme der Schweiz zu lösen, aber er bietet zahlreiche Möglichkeiten. Beim ersten Schweizer Wasserstoffkongress gab es einen fruchtbaren Austausch und eine starke Zusammenarbeit. Dies verdeutlicht die Bedeutung des Themas für die Schweiz, und alle Beteiligten sind bereit, gemeinsam zu arbeiten, um die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu stärken und eine nachhaltige Energiezukunft aufzubauen.

    Was von diesem Tag festgehalten werden muss
    Vertreter und Vertreterinnen aus der Energie-, Gas- und Industriebranche, Unternehmer und Unternehmerinnen sowie Politiker sind sich einig: Die Schweiz muss unbedingt an das europäische Netz angeschlossen werden. Es ist entscheidend, dass unser Land diese Chance nicht verpasst.

    Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Forderung nach einer klaren Strategie und geeigneten Rahmenbedingungen seitens des Bundes, um den Markt voranzutreiben.

    Trotz der bestehenden operativen Herausforderungen konnten beim Kongress positive Bilanzen von laufenden Projekten wie Green Gaz in Aigle und Hydrospider gezogen werden. Die Teilnehmer erhielten Einblicke in die Entwicklung von Wasserstoffprojekten wie H2 Bois, Gruyère Hydrogène Power und Prhysm.

    Zudem präsentierte aeesuisse ihre Positionierung zum Thema Wasserstoff mit der Veröffentlichung der Broschüre «10 Punkte zum Thema Wasserstoff».

    Eine Leidenschaft, die unsere Grenzen übersteigt
    Wasserstoff ist mehr denn je ein aktuelles Thema. Er bewegt die Fachwelt und die Politik über die Grenzen der Schweiz hinaus. In Europa werden die Diskussionen über seine Chancen und Risiken beschleunigt und in vollem Gang gehalten. Der Schweiz und ihrem Kompetenzpool kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. «Wir erleben derzeit eine starke Begeisterung für Wasserstoff, mit grossen Ankündigungen auf internationaler Ebene. Die Schweiz ist in vielen Bereichen führend in der Innovation, z. B. bei der Kompression oder der Speicherung. Wir müssen daher unsere Führungsposition ausbauen und dürfen uns nicht von der europäischen Konkurrenz überholen lassen», sagt Laurent Scacchi Direktor Westschweiz der aeesuisse.

  • Freesuns erhält 1 Million Franken

    Freesuns erhält 1 Million Franken

    Das auf innovative Solarziegel spezialisierte Start-up Freesuns SA aus Colombier gibt eine Kapitalerhöhung von 1 Million Franken bekannt. Darunter ist laut Medienmitteilung eine strategische Investition der PHIDA Groupe mit Sitz in Renens. Die Zusammenarbeit eröffne neue Perspektiven für die Zukunft der erneuerbaren Energien in der Westschweiz. Das Familienunternehmen PHIDA Groupe in Renens umfasst nach eigenen Angaben 20 Unternehmen in den vier Geschäftsbereichen: Bauwesen, Veranstaltungen, Dienstleistungen und Investitionen.

    Freesuns glaube an eine Welt, in der die Energieerzeugung nachhaltig, umweltfreundlich und ästhetisch sei, heisst es auf der Internetseite des Unternehmens. Aus diesem Grund hat Freesuns eine Reihe besonderer Solarziegel entwickelt, die für jede Dachform und jeden Dachstil eine maximale Abdeckung der Photovoltaikzellen ermöglichen. Bis heute wurden in der Schweiz rund 130 Dächer so gedeckt.

    „Diese Kapitalspritze wird es uns ermöglichen, unser Geschäft auszubauen, die Grenzen der gebäudeintegrierten Photovoltaik zu erweitern und unserer Vision näher zu kommen: Solardachziegel auf jedem Dach“, wird Deborah Learoyd in einem Artikel bei startupticker.ch zitiert, die  Geschäftsführerin von Freesuns. Das Start-up will das Kapital nutzen, um Forschung und Entwicklung im Bereich der Software- und Hardwarelösungen fortzusetzen und seinen Vertrieb auf neue Märkte auszuweiten.

    „Wir freuen uns sehr, mit Freesuns bei seiner Mission zusammenzuarbeiten, Dachmaterialien mit wunderschönen Solardachziegeln zu revolutionieren. Dadurch können wir unseren Kunden die neuesten Technologien für Solardachziegel anbieten und unsere Position als Marktführer im Bereich der Gebäudehülle in der Westschweiz behaupten“, wird Bastien Sauve zitiert, CEO der PHIDA Groupe.

  • Digitale Systemlandschaft CôtéGare

    Digitale Systemlandschaft CôtéGare

    Herr Simonot: Die Eigentümer haben sich frühzeitig zum Projekt CôtéGare Gedanken gemacht, wie der Betrieb optimal funktionieren wird: Warum?

    Simonot: Im Bau legt man die Grundlagen für einen effizienten Betrieb. Wenn man sich überlegt, dass die Betriebszeit 20–50x länger ist als die Bauzeit, ist klar, dass ein früher Fokus auf ein möglichst effizientes Umfeld im Betrieb wichtig ist. Die Tatsache, dass immer mehr Technologien auf Gebäuden verbaut werden, um neue Nutzungskonzepte, Nachhaltigkeitsanforderungen etc. umzusetzen, verschärft die Situation.

    Frau Moser und Herr Stäuble: Unter anderem wurden pom+ und Allthings jeweils beauftragt, das Projekt in der Planungs- und Bauphase zu begleiten. Welche Ziele haben sie dabei verfolgt?

    Walther: pom+ wurde mit der übergeordneten Planung des Arealbetriebs über alle Phasen des Gebäudelebenszyklus beauftragt. Dabei ist unser Ziel, einen nachhaltigen, wirtschaftlichen und reibungslosen Betrieb zu gestalten. Neben der Betriebskonzeption mit allen relevanten Prozessen wurde die Organisationsentwicklung, Kalkulation der Lebenszykluskosten sowie das Sourcing der für den Betrieb notwendigen Ressourcen durchgeführt. Vor dem Hintergrund der Digitalisierung wurde darauf geachtet, dass die Anforderungen an die Lösung auf Basis der verschiedenen betrieblichen Use Cases und Betriebsprozesse mit dem Eigentümer und späteren Betreiber abgestimmt werden.

    Moser: Grosse Neubau-Areale zeichnen sich heute dadurch aus, dass sehr viele verschiedene digitale und smarte Komponenten verbaut werden. Auf CôtéGare kommen 13 technische Lösungen zum Einsatz, u.a. eine digitale Lösung für das Parkplatzmanagement, digital zugängliche Paketboxen oder ein Buchungssystem für Gemeinschaftsräume mit passendem digitalem Zugangs- und Zahlungssystem. Die Herausforderung für den Eigentümer und den späteren Betreiber liegt in der schieren Menge der eingesetzten Lösungen. Denn diese sollten auch langfristig im Betrieb nahtlos miteinander funktionieren. Verbindet man diese Systeme nicht, dann muss ein Bewirtschafter bei jedem Mieterwechsel in 13 verschiedenen Systemen Anpassungen vornehmen oder vor Ort die entsprechende Hardware von Hand anpassen. Allthings wurde beauftragt, in der Planungsphase quer über sämtliche Technologiegruppen sicherzustellen, dass diese im Betrieb reibungslos miteinander funktionieren und nicht als Silo-Lösungen nebeneinander stehen.

    Herr Simonot: Was waren wesentliche Erkenntnisse aus diesen Arbeiten für das Projekt CôtéGare?

    Simonot: Der Beitrag von pom+ war notwendig, um das FM-Konzept des Projekts proaktiv umzusetzen: Wer nicht in planungs- und baubegleitendes FM (pbFM) investiert, riskiert bei der Inbetriebnahme Korrekturen, die das x-fache der Konzeptionskosten ausmachen. Die Plattform von Allthings integriert zusätzlich die vielen technische Komponenten, wie die Paketboxen, Parkschranken, Schliesssysteme oder Energieproduktionssysteme. Das ermöglicht allen Nutzern einen einfachen Zugang zu allen Dienstleistungen und Infrastrukturen und vereinfacht das Handling in der Bewirtschaftung. Sehr hilfreich war, dass Allthings die notwendige Unterstützung bei der Planung und Umsetzung flankierend zum Totalunternehmer anbietet; so können die entsprechenden Ausschreibungen von Anfang an auf ein nahtloses Zusammenspiel ausgerichtet werden. Die frequente Kommunikation zwischen pom+, Allthings, HRS und den Bauherren hat sich für CôtéGare als fruchtbar erwiesen.

    Frau Moser und Herr Walther:
    Können Sie quantifizieren, was eine planungs- und baubegleitende
    Flankierung eines Bauprojektes aus der FM-Perspektive und aus digitaler Sicht finanziell bringt?

    Moser: Pauschal gehen wir davon aus, dass rund 30% des Aufwands eingespart wird, wenn Systeme nahtlos miteinander vernetzt werden. Das ist nur möglich, wenn Interoperabilität in der Ausschreibung eine Anforderung ist. Der Gewinn schlägt sich dabei im Betrieb über 20–50 Jahre in echter Effizienz nieder, weil nicht bei jedem Mieterwechsel Stammdaten auf jedem System neu eingefügt oder gelöscht werden müssen. Mindestens so wichtig ist, dass sehr viel Ärger und Burn–out–Potenzial reduziert wird, wenn die Systeme bei der Inbetriebnahme und im Betrieb nahtlos miteinander funktionieren.

    Walther: Die frühzeitige Berücksichtigung der betrieblichen Anforderungen stellt sicher, dass beispielsweise die räumliche Koordination, die Materialisierung und die technischen Anlagen optimal geplant und bestellt werden, damit sie über den gesamten Lebenszyklus möglichst kosteneffizient sind. Neben den konventionellen pbFM-Anforderungen sind zunehmend die zukunftsgerichteten Anforderungen eines durch Systeme unterstützten Gebäudebetriebs zentral. Je nach Zielsetzung sind Anforderungen auf Basis der Use Cases (Betriebsprozesse) abzuleiten, einzelne Gewerke entlang den Anforderungen zu koordinieren und sicherzustellen, dass eine hohe Interoperabilität zwischen den Systemen erzielt wird, um Effizienzgewinne zu erzielen.

    Herr Simonot: Wie geht es nun weiter?
    Simonot: Wir freuen uns auf die Einweihung des neuen Stadtteils im Jahr 2024. In CôtéGare werden wir den Mietern ein modernes Zuhause bieten, in dem sie einfach von der Digitalisierung profitieren. Der nächste wichtige Schritt ist die schrittweise Implementierung der Prozesse, auf die wir uns gut mit HRS, pom+ und Allthings vorbereitet haben.

    Zur Person:
    Brigitte Moser ist seit der Gründung bei Allthings. Heute führt sie die Teams, die Kunden dabei unterstützen, die Allthings-Orchestrierungsplattform kunden- und liegenschaftsgerecht einzusetzen: von Experten in Digitaler Transformation, die Implementierungs-Spezialisten und Customer Success Team. Sie ist gesamtverantwortlich für den Produktbereich aus Business-Sicht. Brigitte Moser hat ein Sinologiestudium absolviert, was ihr heute noch dabei hilft, Kundenanforderungen in passende Software zu übersetzen – und umgekehrt.

    Zur Person:
    Florent Simonot ist im Fachbereich Development & Construction Management bei Pensimo Management AG als Projektleiter / Bauherrenvertreter für die Westschweiz tätig. Er hat in Paris und Dresden ein Ingenieurstudium absolviert sowie eine Weiterbildung MAS UZH in Real Estate (CUREM) der Universität Zürich abgeschlossen. Er war 10 Jahre in Total- und Generalunternehmen als Gesamtprojektleiter tätig und spezialisierte sich auf die Steuerung verschiedener Phasen grosser Immobilienprojekte aus Eigentümersicht.

    Zur Person:
    Benjamin Walther ist Senior Consultant bei pom+ und leitet Projekte mit dem Schwerpunkt digital-unterstütztes Immobilienmanagement, Smart Buildings und Lifecycle Data Management (LCDM). Dabei entwickelt er Strategien und Konzepte über alle SIA Phasen hinweg und begleitet diese bis zur Implementierung in den Gebäuden bzw. innerhalb der dazugehörigen Organisationen. Neben 10 Jahren Projekterfahrung kombiniert er das Wissen aus seinem Studium der Immobilienwirtschaft an der ISBA Freiburg mit einem MAS Digital Business der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ).

  • 94ème immoTable Suisse romande

    94ème immoTable Suisse romande

    Programme
    13h15 Ouverture des portes avec café de bienvenue
    14h00 Anne Cheseaux, allocution de bienvenue
    14h10 Mot de bienvenue de la représentation du canton de Vaud Qui vient vraiment ?
    14h20 Thierry Müller, HRS membre de la direction générale
    14h50 Stefan Zanetti, CEO et fondateur d’Allthings
    15h20 David Fähndrich et Dominique Perritaz Energie 360°
    dès 16h00 Buffet / apéritif avec beaucoup de temps pour des discussions personnelles


    Nous nous réjouissons de vous accueillir.

  • EPFL-Studentin macht aus Plastikabfall Steine für das Bauen

    EPFL-Studentin macht aus Plastikabfall Steine für das Bauen

    Für ihre Masterarbeit im Bauingenieurwesen hat Selina Heiniger eine Methode zur nachhaltigeren Herstellung von Baumaterial entwickelt. Dazu benutzt sie laut Medienmitteilung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) Plastikabfälle, schon einmal verwendeten Beton und klein gemachte Terrakotta-Ziegel.

    In ihrer Masterarbeit wollte Heiniger laut der Mitteilung der EPFL zwei miteinander verbundene Herausforderungen angehen: die Verringerung der Umweltverschmutzung durch Plastikabfälle und die Entwicklung von Bauweisen, die weniger Rohstoffe verbrauchen.

    Sie entwickelte Ziegel aus wiederverwertetem Kunststoff – Polypropylen (PP), Polyvinylchlorid (PVC) und Polyethylen hoher Dichte (HDPE) – sowie aus zerkleinerten Terrakotta-Ziegeln und wiederverwertetem Beton. Ihre Ziegel seien so konzipiert, dass sie ineinander greifen, so dass kein Mörtel erforderlich ist, heisst es weiter. Erste Tests seien ermutigend, aber die Erfindung befinde sich noch im Prototypenstadium. Bei Erfolg könne Heinigers Arbeit einen erheblichen Beitrag zur Verringerung des CO2-Fussabdrucks der Bauindustrie leisten.

    Heiniger hat im Kanton Bern die Matura gemacht und sich anschliessend an der EPFL für das Studium des Bauingenieurwesens eingeschrieben. Sie studierte zunächst nur in Teilzeit, da sie zusätzlich in einem Lausanner Tiefbauunternehmen arbeitete.

    Die Masterarbeit von Selina Heiniger wurde gemeinsam von Corentin Fivet, dem Leiter des EPFL-Labors für Strukturexploration in der Fakultät für Architektur, Bau- und Umweltingenieurwesen, und Yves Leterrier, einem leitenden Wissenschaftler des EPFL-Labors für die Verarbeitung fortgeschrittener Verbundwerkstoffe in der Fakultät für Ingenieurwissenschaften, betreut.

  • Groupe E beginnt mit Bauarbeiten für Standort Neuenburg

    Groupe E beginnt mit Bauarbeiten für Standort Neuenburg

    Groupe E hat die Bauarbeiten für ein neues Betriebszentrum  im Gewerbegebiet Sécherons II von Boudevilliers in der Gemeinde Val-de-Ruz begonnen, informiert der Freiburger Energieversorger in einer Mitteilung. Hier sollen ein Verwaltungsgebäude, eine Lagerhalle, eine Waschanlage, ein Hof für Wiederverwertung sowie eine Tiefgarage entstehen. Das Investitionsvolumen hatte das Unternehmen im Oktober 2020 auf rund 22 Millionen Franken beziffert.

    Groupe E will den Neubau als „Musterbeispiel für Nachhaltigkeit und Umweltschutz“ gestalten, heisst es in der Mitteilung. Dafür sind rund 950 Quadratmeter Solarmodule an Dach und Südfassade, Ladestationen für Elektrofahrzeuge und ein Fahrradverleihsystem geplant. Die Beheizung der Räume wird eine Wärmepumpe übernehmen, für die Kühlung setzt Groupe E auf ein Freikühlsystem (Free-Cooling-System). Auch das Regenwasser soll gesammelt und in der Waschanlage genutzt werden. Zudem wird ein 10 Meter breiter begrünter Randstreifen um die Gebäude als Rückzugsort für Tiere angelegt.

    Direkt nach Fertigstellung plant Groupe E, die derzeit im Neuenburger Corcelles-Cormondrèche ansässigen, für Betrieb und Ausbau des Stromnetzes im Kanton Neuenburg zuständigen Mitarbeiter des Unternehmens nach Boudevilliers zu verlegen. Hier beliefert Groupe E laut Mitteilung rund 33’000 Kunden und Kundinnen mit jährlich insgesamt 458 Gigawattstunden Strom. Über das in Boudry NE ansässige Tochterunternehmen Vuilliomenet Électricité AG bietet Groupe E im Kanton Neuenburg zudem auch Dienstleistungen in der Gebäudetechnik oder bei elektrischen Anlagen und der Hausautomatisierung an.

  • Wincasa expandiert nach Westen und Süden

    Wincasa expandiert nach Westen und Süden

    Nach den positiven Erfahrungen, die man mit dem kombinierten CMSM-Standort «Mittelland» machte, war die Eröffnung eines weiteren Hubs die logische Konsequenz, wie Thomas Hinderling, Leiter CMSM Wincasa sagt: « Dass Retail Spezialisten gemeinsam mit Areal Experten unterschiedliche Objektarten betreuen und weiterentwickeln, ist ein Erfolgsrezept. Alle Beteiligten profitieren einerseits vom grossen Know-how der anderen, zudem entstehen durch die Zusammenarbeit spannende neue Ideen, die es umzusetzen gilt. »

    Philippe Schroff ist Regionenleiter
    Die Leitung des CMSM Westschweiz & Ticino obliegt Philippe Schroff, als Retailexperte und mehrjähriger ehemaliger Leiter des Signy Centre bestens in der Region vernetzt. Das Team im CMSM Hub Romandie in Signy kümmert sich in erster Linie um zwei Grossprojekte: Das Einkaufszentrum Signy und dessen anstehendes Revitalisierungsprojekt sowie das A-One Business Center in Rolle. Zwei unterschiedliche Immobilien, bei denen sich die Spezialisten mit ihren verschiedenen Kompetenzen bestens ergänzen.
    Der Hub ist für Philippe Schroff die ideale Organisationsform: « Im Hub haben wir die komplette Expertise beider Bereiche lokal vereint. Das schafft Effizienzen und Synergien, spart Ressourcen und stärkt unsere Marktposition. Zudem ist in der Romandie nach wie vor viel Potential vorhanden, das es auszuschöpfen gilt. In mehreren Regionen der Westschweiz sind zahlreiche Projekte in Entwicklung oder stehen bevor. Die agile Hub-Organisation eignet sich daher ideal, um eine schnelle Anpassung an die neuen Kunden-Bedürfnisse zu ermöglichen. »

    Das Tessin schliesst den Kreis
    Der strategische Ausbau des Bereichs wird weiterhin aktiv vorangetrieben. Mit dem Mandatsgewinn des Centro Lugano Sud, dem ersten Center Mandat im Tessin, ist Wincasa im CMSM nun in allen Sprachregionen vertreten. Das bestehende Team vor Ort wird von Wincasa übernommen und von Philippe Schroff geführt. Das Center wurde vom Swiss Prime Site Solutions Investment Fund Commercial per 9. Mai 2022 erworben. Philippe Schroff sieht den Expansionskurs Richtung Tessin sehr positiv: « Durch die Übernahme dieses erfahrenen Teams haben wir nun die Möglichkeit, die grosse Kompetenz und das starke Netzwerk von Wincasa auch in der Region Tessin zu implementieren. Wir freuen uns sehr, in der Südschweiz präsent zu sein, da wir hier ebenfalls grosse Wachstumschancen ausmachen können. »

  • Privera ernennt neue Leitung der Region Westschweiz  

    Privera ernennt neue Leitung der Region Westschweiz  

    Die Bewirtschaftungsregion West wird seit dem 1. Mai 2022 von Gabriel Vonlanthen geleitet. Herr Vonlanthen ist Immobilienbewirtschafter mit eidg. Fachausweis und seit dem 18. Mai 2021 bei der PRIVERA als Niederlassungsleiter in Genf tätig.  

    Gabriel Vonlanthen bringt eine grosse Erfahrung und vertiefte Kenntnisse des Immobilienmarktes in der Region rund um den Genfersee und in der gesamten Romandie mit. Er verfügt sowohl in der Betreuung von institutionellen Immobilieneigentümern als auch in der Umsetzung von Unternehmensprojekten über einen beachtlichen Leistungsausweis.  

    «Mit Gabriel Vonlanthen haben wir einen neuen Regionenleiter für die Bewirtschaftung Westschweiz, welcher nicht nur über grosse Erfahrungen in der Immobilienbranche verfügt, sondern auch PRIVERA bestens kennt.», sagt Andrea Wegmüller, COO der PRIVERA. Die Bewirtschaftung der Region Deutschschweiz wird von Herr Wegmüller direkt geleitet. 

  • Messehalle wird zum Labor der Innovation

    Messehalle wird zum Labor der Innovation

    Beaulieu Circulaire erlebt am 9. Mai eine Premiere. Mit dem SHIFT Switzerland findet der erste Grossanlass in der umgewidmeten Halle 18 des alten Messegeländes im Norden von Lausanne statt. Beaulieu Circulaire soll in den kommenden Jahren nicht nur zu einem Begegnungsort, sondern auch zu einem Arbeitsort werden. Auf 3000 Quadratmetern Fläche wird hier Platz geboten für technologische und soziale Innovation.

    Beaulieu Circulaire versteht sich als eine Art Labordorf: Akteure aus verschiedenen Themenbereichen finden hier sowohl Raum für ihre eigene Tätigkeit als auch Platz für die Zusammenarbeit mit anderen. Vorgesehen sind etwa Labors für einzelne Handwerke, für die Arbeit an neuen Materialien und für die digitale Innovation, aber auch für die Herstellung von Lebensmitteln. 500 Quadratmeter sind für Co-Working-Arbeitsplätze vorgesehen.

    Der Umbau der Halle ist zu einem grossen Teil mit wiederverwerteten Materialien erfolgt. So bieten Schiffscontainer Büroräume. Auch alte Theatervorhänge, beschädigte Scheiben und Isoliermaterial aus alten Textilien wurden verwendet.

    Beaulieu Circulaire wurde vom Impact Hub Lausanne zusammen mit Mentor Energy und Atelier l’Eveil lanciert. Der Impact Hub zieht mit seinen Co-Working-Plätzen selbst in die Halle 18. Zu den Unterstützern von Beaulieu Circulaire gehören auch die MAVA Stiftung und Circular Economy Switzerland.

  • Implenia baut fünf Gebäude für die SBB

    Implenia baut fünf Gebäude für die SBB

    Implenia erstellt als Totalunternehmer im Auftrag der SBB Immobilien fünf Gebäude auf dem ehemaligen Industrieareal Malley westlich von Lausanne, davon ein Hochhaus mit 19 und ein zweites mit 24 Stockwerken. Wie das Unternehmen mitteilt, beläuft sich das Auftragsvolumen auf 200 Millionen Franken. Es umfasst den Bau von Wohn- und Geschäftshäusern für den ersten Bauabschnitt namens Central Malley. Dabei soll eine Fläche von 42’200 Quadratmetern erschlossen werden. 23’700 Quadratmeter seien als Bürofläche vorgesehen, 3800 Quadratmeter für Gewerbeeinheiten sowie 14’700 Quadratmeter für rund 200 Wohnungen.

    Das Bauprojekt Central Malley ist der erste Schritt zur Revitalisierung der Industriefläche Malley. Dabei soll das Areal den Angaben zufolge in ein nachhaltiges Stadtquartier mit Wohnungen, Büroräumen und Gewerbeeinheiten umgewandelt werden. Das Konzept für die Bebauung orientiere sich am ökologischen Bauen, zukünftigen Lebensweisen und dem Minergie P-Eco-Standard. Die Entwicklung des neuen Stadtteils füge sich in den Raumentwicklungsplan für den Ballungsraum Lausanne ein, der mehrere „ehrgeizige architektonische Entwürfe“ vorsehe. Implenia leiste damit einen Beitrag zur Gestaltung „vielversprechender zukünftiger Lebens- und Arbeitswelten“, wird Jens Vollmar, Leiter Division Buildings, in der Mitteilung zitiert.

    Dem Projekt waren zwei Architekturwettbewerbe vorausgegangen. Realisiert werden die Entwürfe der Büros Aeby Perneger & Associés SA und Pont 12 Architectes SA.

  • Grundsteinlegung für das Ökoquartier Osiris in Echallens

    Grundsteinlegung für das Ökoquartier Osiris in Echallens

    Das Ökoquartier wurde als Gemeinschaftsprojekt von Realtim, Equitim sowie ODS Investhome entwickelt. Angestrebt wird die Minergie-P-Eco-Zertifizierung, welche die Integration von Umweltaspekten im Bauprozess beinhaltet. Daher verwendet Steiner bei diesem Projekt mehr als 50 Prozent Recycling-Beton. Zudem müssen strenge Kriterien für die Reduzierung der grauen Energie und die Kennzeichnung der Materialien, wie etwa Holz, eingehalten werden. Die Teams von Steiner achten zudem sorgfältig auf eine effektive Abfall- und Abwasserbehandlung vor Ort. 
     Der Totalunternehmer ist sich der Bedeutung kurzer Transportwege bewusst und arbeitet bei allen Projekten möglichst mit lokalen Subunternehmern zusammen. Zurzeit stammen 75 % der Projektbeteiligten aus einem Umkreis von weniger als 50 Kilometern rund um die Baustelle Osiris.

    Gleichzeitig nah an der Natur und im Stadtzentrum
    Das geplante Ökoquartier umfasst 15 Gebäude mit insgesamt 410 Wohnungen. Es bietet eine naturnahe, grosszügige Aussenanlage und Fuss- und Velowege. Sowohl bei der Heizung (Wärmepumpen mit Erdsonden) als auch bei der Elektrizität (Photovoltaikmodule) wird auf erneuerbare Energien gesetzt. Ein weiterer ökologischer Vorteil: Das reversible Heizsystem wird im Sommer für die Oberflächenkühlung eingesetzt (Freecooling). Unweit des Zentrums von Echallens gelegen verfügt das Ökoquartier über die idealen Voraussetzungen für den Langsamverkehr; das Gelände wird mit für Velos zugänglichen Wegen und Velogaragen ausgestattet. 

    Nach Abschluss der Erdarbeiten durch den Bauherrn hat Steiner den Rohbau im Sommer 2021 in Angriff genommen. Da das Projekt in mehrere Bereiche unterteilt wurde, befinden sich die verschiedenen Bereiche in unterschiedlichen Bauphasen. Die Gebäude des ersten Bereichs befinden sich in einem fortgeschrittenen Stadium, während die Untergeschosse und die ersten oberirdischen Stockwerke der beiden anderen Bereiche derzeit erst gebaut werden. Die Gebäudeübergabe des Projekts Osiris findet im Frühling 2023 statt.

  • SV Hotel eröffnet neues Courtyard by Marriott-Hotel

    SV Hotel eröffnet neues Courtyard by Marriott-Hotel

    Die Gastronomie- und Hotelmanagement-Gruppe SV Group mit Sitz in Dübendorf betreibt seit dem 5. Juli ein neues Hotel der Marke Courtyard by Marriott. Es befindet sich in einem von Hadi Teherani designten Neubau an der Bismarckallee in Freiburg und bietet künftig Familien, Individual- und Geschäftsreisenden Übernachtungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten auf 5000 Quadratmetern, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Es ist das erste Courtyard by Marriott-Hotel in der Schwarzwaldregion und das vierte dieser Marke nach Hotels in Zürich, Basel und München. Mit einem durch die Schwarzwaldregion inspirierten Innendesign unterscheidet sich das Hotel von den anderen. „Angefangen bei der Beleuchtung im Eingang, über die Teppiche in den Fluren bis hin zu Wandtapeten mit dezentem Baummuster, treffen unsere Gäste immer wieder auf unser Thema“, wird Johannes Frank, Hotelleader bei SV Hotel, in der Medienmitteilung zitiert.

    Im hoteleigenen Restaurant werde den ganzen Tag internationale Küche mit saisonalen und regionalen Produkten aus dem Schwarzwald serviert. Des Weiteren gibt es einen Fitnessraum und eine Lobby, die rund um die Uhr geöffnet sind. Die Zimmer verfügen über WLAN, Flachbild-Fernseher, einen ergonomischen Arbeitsbereich und Marriott-Betten.

    Die SV Group arbeitet bereits seit 2004 als Franchise-Nehmerin mit Marriott International zusammen. Für den Betrieb des Hotels in dem Neubauprojekt an der Bismarckallee hat sie auch mit der Volksbank Freiburg zusammengespannt. „Mit SV Hotel haben wir einen erfahrenen und verlässlichen Partner gefunden, mit dem wir die gewerbliche Fläche des Areals attraktiv nutzen können“, wird Uwe Barth, Vorstandssprecher der Volksbank Freiburg, in der Medienmitteilung zitiert.

  • Swiss Prime Site Immobilien vermarktet Büros bei Genf

    Swiss Prime Site Immobilien vermarktet Büros bei Genf

    In direkter Nähe zum Bahnhof Lancy-Pont-Rouge entwickelt Swiss Prime Site Immobilien AG ein Gebäude mit 15 Obergeschossen. Auf 30‘000 Quadratmetern entstehen Büro- und Gewerbeflächen nach neuestem Standard für modernes Arbeiten. Für das Projekt namens Alto Pont-Rouge hat die Immobiliengesellschaft mit Sitz in Olten kürzlich den Grundstein gelegt, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Die Vermarktung habe bereits begonnen. Erste Mietverträge, unter anderem mit einem Co-Working-Anbieter, seien abgeschlossen. Für den Standort spreche die Nähe zu Genf. Vom Bahnhof Lancy-Pont-Rouge, der 2017 eröffnet wurde, fahren mehrmals in der Stunde Züge in die Metropole. Innert fünf Minuten erreichten Pendler den Genfer Hauptbahnhof Genève-Cornavin.

    Auch Frankreich sei schnell zu erreichen und mache das Stadtviertel zukünftig zu einem Verkehrs- und Wirtschaftsknotenpunkt, heisst es in der Medienmitteilung. In dem ehemaligen 230 Hektar grossen Industriequartier soll ein neuer Stadtteil entstehen. 50‘000 Menschen sollen sich dort in den kommenden 20 Jahren ansiedeln. Pont-Rouge ist laut Medienmitteilung die erste grosse Bauetappe des bedeutenden Genfer Entwicklungsgebiets Praille-Acacias-Vernets.

  • Genf baut Netz für Nutzung des Seewassers aus

    Genf baut Netz für Nutzung des Seewassers aus

    Die Genfer Stadtwerke SIG verlegen im Stadtteil La Jonction neue Fernwärmeleitungen. Bis 2025 sollen hier 90 Gebäude an das Fernwärmenetz Genilac angeschlossen werden, schreiben die SIG in einer Mitteilung. Davon werden 30 Gebäude von der Stadt und vom Kanton Genf genutzt. Genilac versorgt die angeschlossenen Gebäude vollständig mit Wärme und Kälte aus dem Genfersee. Die Erweiterung in La Jonction spart 10‘600 Tonnen CO2 ein.

    Insgesamt soll Genilac bis 2030 rund 1150 Gigawattstunden Kälte und 150 Gigawattstunden Wärme pro Jahr liefern. Bis 2050 soll Genilac helfen, den CO2-Ausstoss im Kanton um 70‘000 Tonnen zu senken. „Genilac ist eine wichtige Infrastruktur, mit welcher der CO2-Ausstoss im Kanton Genf reduziert und gegen die Klimaerwärmung vorgegangen werden soll“, wird SIG-Generaldirektor Christian Brunier in der Mitteilung zitiert.

  • Lausanne verbannt Verbrenner ab 2030

    Lausanne verbannt Verbrenner ab 2030

    Die Stadt Lausanne hat am Donnerstag ihren Klimaplan bis 2050 vorgestellt. Er steht unter dem Motto „0% CO2, 100% solidarisch“. Die Klimaziele sollen von starken sozialen Massnahmen etwa für Mieter und Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel flankiert werden. Wie es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung heisst, wolle sie „eine echte Debatte“ über die wichtigsten Ziele und Massnahmen mit „breitangelegten Konsultationen und partizipativen Prozessen“ führen.

    Ab 2030 wird Lausanne alle Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren aus dem Stadtgebiet verbannen. Im Zuge dessen schlägt die Stadtverwaltung eine deutliche Senkung der Tarife im öffentlichen Nahverkehr ebenso vor wie eine Erweiterung der Fussgängerzone im Zentrum und Hauptfahrradrouten aus jeder Himmelsrichtung in die Innenstadt.

    Zudem soll die jährliche Renovierungsrate bei Altbauten von 1 auf 3,3 Prozent angehoben werden. Gas- und Ölheizungen seien sukzessive zu ersetzen. Um bis 2050 eine CO2-Neutralität von Gebäuden zu erreichen, seien Investitionen in Höhe von 1 Milliarde Franken nötig. Gleichzeitig würden Studien durchgeführt, um etwa die Auswirkungen einer Politik der Gebäudesanierung auf die Mieten zu analysieren. Starke soziale Massnahmen müssten sicherstellen, dass die Klimapolitik von der gesamten Bevölkerung mitgetragen werde.

    Die Fläche der Blätter von Bäumen soll bis 2040 um 50 Prozent wachsen. „Die resiliente Stadt des 21. Jahrhunderts wird dann grosszügig begrünt sein“, heisst es in der Mitteilung. Insgesamt sollen die direkten Treibhausgasmissionen bis 2030 um 49 Prozent sinken, bis 2040 um 71 Prozent. 2050 soll das Null-Emissionen-Ziel erreicht sein.

    Die Umsetzung dieser Politik werde die Stadt radikal verändern, so die Stadtoberen. Um erfolgreich zu sein, müsse sie ein kollektives Projekt werden und dürfe keine Bevölkerungsgruppen aussparen.

  • Romande Energie steigt in französische Windparks ein

    Romande Energie steigt in französische Windparks ein

    Romande Energie France und der Windparkentwickler Calycé Développement sind laut einer Medienmitteilung der Walliser Energieversorgerin eine Entwicklungspartnerschaft eingegangen. Damit erweitert Romande Energie ihr Portfolio für erneuerbare Energien in Frankreich um 15 Windparks. Sie übernimmt hohe Beteiligungen an ihnen. Die meisten befinden sich noch in der Planungsphase.

    Der Vertrag zwischen beiden Unternehmen sieht vor, dass Romande Energie an sechs Projekten im Frühstadium eine Beteiligung von 50 Prozent erwirbt. Bei sieben Projekten im Spätstadium wird sie die hundertprozentige Eignerin. An einem gesicherten Projekt übernimmt sie 80 Prozent. Calycé Développement wird alle Projekte bis zur Baureife verwalten. Einen bereits in Betrieb befindlichen Windpark kauft Romande Energie zu 100 Prozent.

    Seit 2013 hat die Romande Energie Gruppe eine Reihe von Wasser-, Solar- und Windkraftanlagen in Frankreich erworben. Damit ergänzte sie ihr Wasserkraftportfolio in der Westschweiz. Diese Investitionen dienten nach Unternehmensangaben der Diversifizierung sowohl ihrer Standorte als auch ihrer Energiequellen. Die Transaktion werde in den kommenden Wochen abgeschlossen.

  • Implenia realisiert Grossüberbauung bei Genf

    Implenia realisiert Grossüberbauung bei Genf

    Rund um den Bahnhof Lancy-Pont-Rouge soll ein neues urbanes Zentrum entstehen. Hier habe Implenia bereits drei Gebäude als Totalunternehmer für Swiss Prime Site errichtet, informiert das Bau- und Immobilienunternehmen aus Dietlikon in einer Mitteilung. Nun soll Implenia ein weiteres Gebäude für die Solothurner Immobiliengesellschaft realisieren. Der Auftrag hat ein Volumen von rund 132 Millionen Franken.

    Konkret hat Implenia den Auftrag für die Überbauung Alto Pont-Rouge erhalten. Sie ist als 15-stöckiges Gebäude zuzüglich dreier Tiefgaragenebenen mit einer Nutzfläche von insgesamt 35’000 Quadratmetern angelegt. Die Flächen sind hauptsächlich für Büros vorgesehen, kleinere Flächen sollen als Lebensmittelläden und Restaurants genutzt werden. Kern des Gebäudekomplexes bildet ein zentrales Atrium mit Glasfassaden.

    Die Überbauung werde „höchste Nachhaltigkeitsansprüche erfüllen und mindestens nach SNBS Gold zertifiziert sein“, erläutert Implenia in der Mitteilung. Der Beginn der Bauarbeiten ist für diesen November vorgesehen, im Juni 2023 sollen die Arbeiten fertiggestellt sein. Für Jens Vollmar, Head Division Buildings, ist der neue Auftrag „auf Basis einer langjährigen und vertrauensvollen Beziehung zwischen Swiss Prime Site und Implenia zustande gekommen“.

  • Houzy expandiert in die Westschweiz

    Houzy expandiert in die Westschweiz

    Das Zürcher Jungunternehmen Houzy betreibt eine Plattform, die Daten intelligent verknüpft und daraus Empfehlungen für Wohneigentümer ableitet. Beispielsweise kann dort errechnet werden, wann die Heizung saniert und wie viel Geld dafür auf die Seite gelegt werden soll. Auch eine Immobilienbewertung gehört zum Angebot von Houzy.

    In den ersten beiden Jahren seit Gründung habe das Unternehmen seinen Schwerpunkt vor allem auf die Entwicklung von Produkten gelegt, informiert Houzy in einer Mitteilung. Dabei habe sich das Unternehmen in der Deutschschweiz bereits erfolgreich etablieren und die Zahl seiner Nutzer auf mehr als 18’000 steigern können. Erst im Juli war zudem die UBS bei Houzy eingestiegen. Die Zürcher Grossbank betreibt mit key4 eine eigene digitale Immobilienplattform, auf der Hypotheken für Immobilienkäufer vermittelt werden.

    Der nächste Schritt für Houzy sei nun die Expansion in die Romandie gewesen, heisst es in der Mitteilung weiter. Dafür stellt das Unternehmen alle Dienstleistungen und Funktionen der Plattform nun auch auf Französisch zur Verfügung. Die Einbindung der italienischsprachigen Schweiz ist für das erste Quartal kommenden Jahres geplant.

  • CBRE STÄRKT POSITION IN DER WESTSCHWEIZ

    CBRE STÄRKT POSITION IN DER WESTSCHWEIZ

    Das Immobilienberatungsunternehmen CBRE hat heute die Eröffnung ihres neuen Büros in Lausanne bekanntgegeben. Das neue Büro befindet sich im Herzen von Lausanne an der Rue Saint-Martin und wird zu einem strategischen Standort, um die bewährte Präsenz von CBRE im Immobilienmarkt in der Westschweiz zu stärken.

    Im Herbst 2019 hat CBRE den Kauf der i Consulting SA, einem renommierten Anbieter von Bewertungen, Marktanalysen und Beratungsdienstleistungen für Immobilien, bekannt gegeben. In dem neuen Büro in Lausanne werden nun rund 20 Mitarbeitende gemeinsam arbeiten. Dieser physische Zusammenschluss der beiden Teams ist ein wichtiger Schritt in der bereits erfolgreichen Integration. Das neue Büro in Lausanne setzt auf ein modernes Raumkonzept ‘New Ways of Working’, welches ein flexibles Arbeiten ermöglicht.

    Unter der Leitung von Vincent Leroux, berät das Büro in Lausanne Investoren, Immobiliennutzer und Entwickler in allen Immobilienfragen. In Verbindung mit der unmittelbaren Marktnähe sowie dem detaillierten Wissen über die Strukturen innerhalb der Region können so ideale Beratungsdienstleistungen vor Ort angeboten werden. CBRE beschäftigt heute mehr als 120 MitarbeiterInnen in der Schweiz mit Sitz in Zürich, Genf, Basel und Lausanne.

    Der Geschäftsführer von CBRE Schweiz, Florian Kuprecht, kommentiert die Eröffnung: „Das Verständnis der Markt- und Kundenbedürfnisse ist für unser Geschäft entscheidend. Die Eröffnung des neuen Büros in Lausanne ermöglicht es und die Kunden in diesem wichtigen Marktgebiet mit noch grösserer lokaler Kompetenz zu beraten. Die fortgesetzte Expansion und Diversifizierung von CBRE in der Schweiz spiegelt unseren Anspruch unser Dienstleistungsangebot immer breiter auf die Bedürfnisse unserer Kunden abzustimmen.“

  • Vom ehemaligen Pfarrhaus zur sanft renovierten Ferienwohnung

    Vom ehemaligen Pfarrhaus zur sanft renovierten Ferienwohnung

    Baukultur erlebbar zu machen, heisst die Maxime der Stiftung für Ferien im Baudenkmal. Ab 2021 sollen beispielsweise die Renovationsarbeiten eines ehemaligen Pfarrhauses im Wallis beginnen, das zu einer Ferienwohnung umgebaut wird. Das ehemalige Pfarrhaus – «Kaplanei» genannt – steht im Walliser 400-Seelen-Dorf Ernen. Es wurde 1776 gebaut und bis 1952 als Pfarrhaus genutzt. Seither steht das Anwesen grösstenteils leer und verfällt zusehends. Das wird sich nun ändern, da die Stiftung Ferien im Baudenkmal das Gebäude Ende 2018 im Baurecht übernehmen konnte.

    Durch den langen Leerstand habe die «Kaplanei» gelitten, sagt Nancy Wolf, Verantwortlich für Marketing und Kommunikation bei der Stiftung. Obwohl die Eigentümerschaft, in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege, die Aussenfassade samt Fenster und dem Dach restauriert hat, sind weder moderne Kücheneinrichtungen noch zeitgemässe Sanitär- und Heizungsinstallationen vorhanden.

    Gebäude mit eigener Hauskapelle
    Vorgesehen ist, sich bei den umfangreichen Sanierungsarbeiten – dazu gehört hauptsächlich die Instandsetzung der Innenräume – auf den Erhalt der bestehenden Substanz zu konzentrieren. Einzig die Einbauten in Küche und Bad sollen in einer zeitgenössischen Formensprache zurückhaltend umgesetzt werden. Das wohlproportionierte Vorschutz-Haus besteche besonders durch den Wechsel von Holz und Stein an seinen Traufseiten und durch die mit rotem Tuffstein gerahmten Türen und Fenster. Sie würden Reichtum und Würde ausstrahlen, betonen die Projektverantwortlichen. Charakteristisch für diesen Bautyp wurde der hintere Hausteil mit Küche aus Stein erstellt. Im Innern befindet sich zudem eine eigene Hauskapelle. Beim Betreten des Empfangszimmers, der Pfründstube, fällt das sauber bearbeitete, stark geschweifte Täfer mit den tief gebuchten Fasen auf, von denen es heute nicht mehr viele gibt, ist im Projektbeschrieb zu lesen. Der würfelförmige Ofen zeigt den Heiligen Georg auf dem Ross, den Patron der Kirche und der Pfarrei, sowie die Heilige Katharina mit dem Rad.

    Haus mit herrschaftlichem Charakter
    Im ersten und im zweiten Stock findet man religiöse Inschriften auf Lateinisch, mit denen man Bewohnern wohl praktische Lebensanweisungen geben wollte, vermuten die Denkmalschützer. Ein Raum im oberen Stock ist mit einer gewölbten Gipsdecke versehen. In der Mitte trohnen ein Gemälde. Gemalte, tulpenförmige Blumen an den Konsolen und die rundbogenartigen Portale zum Keller verleihen dem Haus seinen herrschaftlichen Charakter. Künftige Ferienwohnungsbesitzer können diese Schätze bald bestaunen. ■