Kategorie: Espace Mittelland

  • Kanton Bern plant Grossbau im Berner Seeland

    Kanton Bern plant Grossbau im Berner Seeland

    Am Schermenweg in Bern hat das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt seit Jahrzehnten seinen Hauptsitz. Die Gebäude dort zeigen statische Mängel und sind in einem Zustand, der eine Totalsanierung unter laufendem Betrieb verunmöglicht. Hinzu kommt ein zweiter Standort in Ostermundigen, wo der Kanton jährlich über eine Million Franken Miete bezahlt.

    Dreimal umziehen oder einmal bauen
    Der Entscheid fiel zugunsten eines Neubaus. Alle drei Standorte werden aufgelöst, die rund 400 Mitarbeitenden an einem einzigen Ort zusammengeführt. Das neue Gebäude auf der Buechlimatt in Münchenbuchsee bietet auf einer Grundstücksfläche Platz für Büros, Prüfstellen und den gesamten Kundenbetrieb. Fahrzeugzulassungen, Führerprüfungen, administrative Abläufe: Alles unter einem Dach, erstmals seit Jahrzehnten.

    Ein Wettbewerb, ein Sieger, ein Holzbau
    2021 schrieb der Kanton einen offenen Projektwettbewerb aus. Dreissig Teams reichten Entwürfe ein, das Zürcher Planerteam aus Studiomori Architektur und KNTXT Architekten überzeugte die Jury. Ihr Projekt trägt den programmatischen Namen «Einer für alle». Es setzt auf einen unterhaltsarmen Holzbau, der sich organisch in den ländlichen Dorfrand von Münchenbuchsee einfügt. Kein Statement aus Beton und Glas, sondern ein Gebäude, das die Klimastrategie des Kantons Bern sichtbar macht. Holz als Baustoff reduziert die CO2-Bilanz über den gesamten Lebenszyklus.

    Die Politik entscheidet
    Die Berner Regierung hat im April 2026 den Verpflichtungskredit von 132,9 Millionen Franken beim Grossen Rat beantragt. Dieser entscheidet voraussichtlich im Herbst 2026. Dass der Betrag seit der Wettbewerbsphase 2021 von damals rund 104 Millionen Franken auf 132,9 Millionen gestiegen ist, dürfte im Parlament Fragen aufwerfen. Bauteuerung und gestiegene Planungsanforderungen gelten als Hauptgründe. Wer die Mietkosten und den Sanierungsstau gegenrechnet, kommt auf einen klaren betriebswirtschaftlichen Befund zugunsten des Neubaus.

    Einzug frühestens 2031
    Verläuft die parlamentarische Beratung planmässig, folgen Baueingabe Mitte 2026 und Baubeginn 2028. Die Inbetriebnahme ist für 2030 bis 2031 geplant. Für Münchenbuchsee bedeutet das ein neues Arbeitsplatzzentrum mit mehreren hundert Beschäftigten am Dorfrand. Für den Kanton Bern bedeutet es das Ende eines langen Verwaltungsumbaus. Und für die Schweizer Bauwirtschaft steht das Projekt exemplarisch für einen Trend, der 2026 an Fahrt gewinnt. Öffentliche Bauten aus Holz, gebaut für die nächste Generation.

  • Bauen neu denken, Freiburg sucht Pioniere

    Bauen neu denken, Freiburg sucht Pioniere

    Ab 2029 gelten in der Schweiz neue Grenzwerte für Treibhausgasemissionen und Vorgaben zur grauen Energie im Bauwesen. Festgelegt durch die Revision der Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich. Der Druck auf die Baubranche wächst. Wer heute nicht in neue Prozesse und Materialien investiert, riskiert morgen teure Anpassungen unter Zeitdruck. Der Kanton Freiburg hat dies erkannt und handelt vorausschauend. Bereits 2023 hat er eine Roadmap zur Kreislaufwirtschaft verabschiedet, die strukturelle Veränderungen im Bauwesen als Priorität setzt.

    Innovation entlang der ganzen Wertschöpfungskette
    Das Thema des diesjährigen Aufrufs lautet «Bauen neu denken, hin zu kreislauforientierten und umweltgerecht konzipierten Systemen». Gesucht sind Projekte, die den ökologischen Fussabdruck von Gebäuden bereits in der Planungsphase reduzieren, durch lokale biobasierte Materialien, rückbaubare Konstruktionssysteme oder digitale Werkzeuge zur Materialnachverfolgung. Die Schweizer Charta Kreislauforientiertes Bauen, die von zwölf führenden Organisationen aus der Bau- und Immobilienbranche getragen wird, formuliert das Ziel klar: «Bis 2030 soll der Anteil nicht erneuerbarer Primärrohstoffe auf 50 Prozent der Gesamtmasse sinken.»

    Kollaboration als Bedingung
    Einzelkämpfer haben hier keine Chance. Jedes eingereichte Projekt muss mindestens drei Unternehmen umfassen, wobei die Mehrheit ihren Sitz im Kanton Freiburg haben muss. Akademische Partner wie die Hochschule für Technik und Architektur HTA-FR können beigezogen werden, um Wissenstransfer und Reproduzierbarkeit der Lösungen sicherzustellen. Nicolas Huet von INNOSQUARE betont, dass die Herausforderungen die Zirkularität zu bewältigen, die Innovation gemeinsam erfolgen muss.

    Finanzierung mit Eigenverantwortung
    Die NRP-Förderung deckt maximal 65 Prozent des Gesamtbudgets, der Rest liegt bei den beteiligten Unternehmen, 10 Prozent in bar, 25 Prozent als Eigenleistung. Diese Struktur ist kein Hindernis, sie ist Programm. Sie stellt sicher, dass nur Projekte eingereicht werden, hinter denen die Unternehmen wirklich stehen. Alain Lunghi, stellvertretender Direktor der WIF, sieht Vorausschau als entscheidenden Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit der Freiburger Unternehmen.

    Jetzt einreichen
    Projekte können einzeln oder im Konsortium über www.promfr.ch/de/nrp  eingereicht werden. Der Aufruf wird getragen von der Wirtschaftsförderung WIF, der Handels- und Industriekammer Freiburg, der HTA-FR sowie der Innovationsplattform INNOSQUARE. Die Frist läuft am 9. September 2026 ab. Wer die Bauwende als Chance begreift, hat noch Zeit zum Handeln.

  • 47 Millionen für ein neues Herz im Berner Oberland

    47 Millionen für ein neues Herz im Berner Oberland

    Das Gesamtprojekt kostet 47 Millionen Franken. Die Finanzierung läuft über eine neu zu gründende Arealentwicklungsgesellschaft, an der sich vier Partner beteiligen. Die Stadt Thun gewährt ein grundpfandgesichertes, zinloses Darlehen über 16 Millionen und bürgt zusätzlich für ein Kantonsdarlehen von 10 Millionen Franken im Rahmen der Neuen Regionalpolitik. Die Empa selbst investiert 16 Millionen in Labore und Technikzentrale, die Halter AG als Entwicklungspartnerin steuert 5 Millionen bei. Nach Projektabschluss soll die Gesellschaft an Investoren übertragen werden.

    Baubewilligung liegt vor
    Der Weg war nicht frei. Einsprachen haben das Verfahren um rund ein Jahr verzögert. Jetzt liegt die Baubewilligung für das Baufeld B5 in Thun Nord vor, der Baubeginn ist auf Frühling 2027 gesetzt, die Fertigstellung auf Ende 2029. Das Stadtparlament entscheidet am 30. April 2026 über das Darlehen. Damit der Zeitplan hält, braucht es ein klares Ja.

    Empa seit 1994 in Thun
    Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt forscht seit 1994 in Thun im Bereich Hochtechnologie und Werkstoffe. Der Neubau ist keine Verlagerung, sondern eine Erweiterung. Stadtpräsident Raphael Lanz bringt es auf den Punkt. Die Empa sichere langfristig hochqualifizierte Arbeitsplätze in Forschung und Entwicklung, generiere regionale Wertschöpfung und stärke Thun als Technologie- und Innovationsstandort im Kanton Bern.

    Vom Kasernenareal zum Stadtquartier
    Thun Nord ist das grösste Stadtentwicklungsprojekt im Berner Oberland. Auf dem 60 Hektar grossen Areal lösen Forschungsbetriebe, Unternehmen und Wohnraum die militärische Nutzung ab. 6’500 Arbeitsplätze sollen langfristig entstehen, heute sind bereits rund 2’300 dort angesiedelt. Eine neue S-Bahn-Haltestelle Thun Nord ist im Ausbauschritt 2035 des Bundesparlaments aufgenommen und soll das Quartier direkt an den Fernverkehr anbinden.

    Halter als Hebel
    Dass die Halter AG als Entwicklungspartnerin von Baufeld B5 mit 5 Millionen Franken ins Projekt einsteigt, ist kein Zufall. Das Unternehmen gewann 2022 den Projektwettbewerb zusammen mit Bauart Architekten und Balliana Schubert Landschaftsarchitekten. Die Zusammensetzung zeigt das Konzept. Privates Kapital und öffentliche Hand ziehen gemeinsam, der Standort trägt das Risiko mit, weil er am Ertrag mitdenkt.

    Was jetzt zählt
    Der 30. April ist das Datum, das alles entscheidet. Stimmt das Stadtparlament dem Darlehen zu, rollt die Planung. Scheitert der Kredit, gerät der gesamte Zeitplan ins Wanken. Für Thun Nord wäre das ein Rückschlag, für die Empa eine Standortfrage. Die Stadt hat ihren Teil der Rechnung bereits aufgemacht. Jetzt liegt es am Parlament.

  • Neue Produktionsanlage stärkt internationalen Industriestandort

    Neue Produktionsanlage stärkt internationalen Industriestandort

    Das neue globale Toblerone-Kompetenzzentrum in Bern deckt ab sofort 90 Prozent der weltweiten Nachfrage nach der ikonischen Dreiecksschokolade ab. Guy Parmelin hat das dafür ausgebaute Werk am 10. März offiziell eingeweiht. „Wir sind unglaublich stolz auf die neue Toblerone-Produktionslinie sowie auf die Modernisierung der Logistik und der Infrastruktur“, wird Werksleiter Thomas Kauffmann in einer Mitteilung zitiert.

    Mondelēz International, die in Chicago ansässige Konzernmutter der Berner Mondelez Schweiz Production GmbH und der Mondelez Schweiz GmbH in Opfikon, hat sich die Installation dieser neuen, hochmodernen Produktionslinie 65 Millionen Franken kosten lassen. Dabei handelt es sich um eine der grössten Investitionen der vergangenen zehn Jahre in das Schokoladenproduktionsnetzwerk des Unternehmens.

    „Wenn es ein Produkt gibt, das die Schweiz weltweit repräsentiert, dann ist es Schokolade“, sagte Parmelin laut der Mitteilung in seiner Rede. „Und Toblerone nimmt unter den Schweizer Schokoladen einen ganz besonderen Platz ein.“ Sie sei „ein Symbol schweizerischer Identität und Qualität par excellence. Identität und Qualität. Als Bundespräsident und Wirtschaftsminister freut es mich daher besonders, dass circa 90 Prozent der Toblerone-Produktion auch weiterhin hier in Bern auf dieser neuen Produktionslinie hergestellt werden.“

    Die Toblerone wird von der Schweiz aus in mehr als 120 Länder der Welt exportiert. Wie Mondelēz betont, sei die ikonische, 118 Jahre alte Marke gut positioniert, weltweit im Premiumsegment zu wachsen und dabei von ihrem hohen Bekanntheitsgrad und ihrer Führungsposition im World Travel Retail-Geschäft zu profitieren. „Wir waren schon immer stolz darauf, hier in der Schweiz zu produzieren“, so Iain Livingston, Präsident für Toblerone und World Travel Retail. „Die Investition unterstreicht unser starkes Engagement für den Standort und ist ein entscheidender Meilenstein auf unserem Weg, das weltweite Wachstum im Premium-Schokoladensegment anzuführen.“

  • Tour Invictus neues Gesicht für Fribourg

    Tour Invictus neues Gesicht für Fribourg

    Die Tour Invictus markiert einen Wendepunkt in der städtischen Entwicklung Fribourgs. Sie verdichtet Wohnraum in die Höhe, statt weiter in die Fläche zu wachsen. Das Projekt reagiert damit auf knappen Boden, veränderte Haushaltsstrukturen und eine alternde Bevölkerung.

    Gleichzeitig stellt der Turm die Frage nach Identität. Wie viel «Hochhaus» verträgt eine mittelgrosse Schweizer Stadt? Das Gebäude wird sichtbar sein, aus der Stadt und von weitem. Damit wird es zum Symbol für eine neue Phase der Stadtentwicklung, die Dichte, Mobilität und Lebensqualität neu austariert.

    Neue Wohnformen statt klassischer Blockrand
    Die Nutzungsmischung ist klar auf Wohnen ausgerichtet, aber intern fein abgestuft. In den unteren Geschossen entstehen altersgerechte Wohnungen mit betreutem Umfeld. In den oberen Etagen finden sich frei finanzierte Eigentumswohnungen mit weitem Ausblick und hoher Aufenthaltsqualität.

    Diese vertikale Mischung ersetzt den klassischen Blockrand mit separaten Häusern für verschiedene Zielgruppen. Sie bringt Menschen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen im selben Gebäude zusammen. Für Betreiber, Eigentümer und Stadtplanung eröffnet das neue Optionen für Services, Quartierbezug und Community‑Bildung.

    Aufenthaltsqualität schaffen soll
    Ein Turm dieser Höhe provoziert immer die gleiche Frage. Wird Dichte zur Belastung oder zur Qualität? Entscheidend ist die Gestaltung der Übergänge. Strassenniveau, Erdgeschoss und Umgebung müssen den Massstab für Fussgänger halten. Begrünte Aussenräume, klare Adressbildung und gut lesbare Eingänge entscheiden darüber, ob der Turm als Fremdkörper oder als selbstverständlicher Teil des Quartiers wahrgenommen wird.

    Im Innern zählt die erlebte Grosszügigkeit. Tageslicht, Raumhöhen, private Aussenräume und Sichtbezüge sind das Gegengewicht zur hohen Anzahl Einheiten. Wo Freiräume bewusst ins Haus verlegt werden, etwa mit Gemeinschaftsräumen, Dachterrassen oder nutzbaren Laubengängen, entsteht Identifikation statt Anonymität.

    Chancen für die Stadt
    Für die Stadt Fribourg ist die Tour Invictus Chance und Testfall zugleich. Sie zeigt, wie Investoren, Planende und Behörden mit Verdichtungszielen umgehen. Der Umgang mit Verkehr, Erschliessung, Beschattung und Nachbarschaft wird genau beobachtet werden. Gelingt das Projekt, stärkt es die Akzeptanz weiterer vertikaler Verdichtungen.

    Gleichzeitig bleibt das Spannungsfeld sichtbar. Ein Hochhaus löst Diskussionen über Skyline, Charakter und soziale Durchmischung aus. Führungskräfte in Verwaltung und Immobilienwirtschaft sind gefordert, diese Debatte aktiv zu moderieren. Es braucht klare Erzählungen, warum Dichte nicht Verzicht bedeutet, sondern neue Formen von Urbanität ermöglicht.

  • Kanton Jura aktualisiert Verzeichnis sanierungsfähiger Industriebrachen

    Kanton Jura aktualisiert Verzeichnis sanierungsfähiger Industriebrachen

    Der Kanton Jura setzt sich für die Revitalisierung seiner Industriebrachen ein. In Rahmen des Projekts SwissRenov hat er nun das kantonale Verzeichnis der sanierungsfähigen Industriebrachen aktualisiert, heisst es in einer Mitteilung. Mit diesem ersten Schritt sollen Unternehmen und Investoren, die sich auf der Suche nach Gewerbeflächen befinden oder an der Sanierung und Modernisierung von Industrieanlagen interessiert sind, aktuell und qualifiziert informiert werden.

    In einer ersten Projektphase konnten 2019 rund 90 Industriebrachen erfasst werden, von denen bis heute etwa die Hälfte saniert wurden. Nun kommen 30 weitere Brachen hinzu. In der aktualisierten Karte, die online einzusehen ist, sind gegenwärtig 70 Industrieflächen erfasst. 60 Prozent von diesen befinden sich im Bezirk Porrentruy, 36 Prozent im Bezirk Delèmont und der Rest in den Bezirken Franches-Montagnes und Moutier. In der aktuellen Phase soll das Projekt SwissRenov im Jura bis 2028 abgeschlossen sein.

    Das Projekt SwissRenov wird von der Haute École Arc in Zusammenarbeit mit der kantonalen Raumplanung geleitet und von der Creapole SA in Delèmont vorangetrieben. Es wird vom Bund über das Innosuisse-Flaggschiff-Programm sowie durch den Westschweizer Cleantech-Förderer CleantechAlps unterstützt.

    Das in der Schweiz einzigartige Projekt soll die Sanierung und Instandsetzung von Industriegebäuden nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft fördern, heisst es in der Mitteilung.

  • Renovation verbindet Funktionalität, Komfort und alpine Lage

    Renovation verbindet Funktionalität, Komfort und alpine Lage

    Die Heller Gastro AG eröffnet am 19. Dezember 2025 ihre frisch renovierte und umgebaute Eiger Lodge Grindelwald. Im Zentrum der Arbeiten stand die Sanierung der Eiger Lodge „Easy“, dem älteren der beiden Gebäude, die zur Eiger Lodge gehören. Es wurde zwischen April und Dezember modernisiert. Das Investitionsvolumen beläuft sich laut einer Mitteilung auf 4,5 Millionen Franken. Die beiden direkt unter der Eiger Nordwand gelegenen Hotelteile „Easy“ und „Chic“ bieten insgesamt 220 Betten.

    70 Prozent des Auftragsvolumen wurden den Angaben zufolge mit ortsansässigen Unternehmen ausgeführt, die restlichen 30 Prozent mit Firmen aus Bern und dem Berner Oberland. Der neue Frühstücksbereich bietet neu mehr Platz und grosse Fensterfronten mit Bergblick. Neue Küchenräumlichkeiten sollen die Abläufe hinter den Kulissen vereinfachen. Ausserdem wurde der Rezeptions- und Eingangsbereich vollständig saniert. Im Obergeschoss wurde eine Sauna eingerichtet. Eine angrenzende Terrasse wird noch gebaut. Zudem wurden die Gemeinschaftsduschen, die zu den Mehrbett-, Doppel- und Familienzimmern „Easy“ gehören, vollständig erneuert.

    Das Hotel war seit den 90er Jahren unter dem Namen Mountain Hostel die Basis für zahlreiche Bergpassionierte. 2015 wurde es durch die Heller Gastro übernommen und in Eiger Lodge umbenannt. Das Unternehmen betreibt am Ort ausserdem das Eiger Mountain & Soul Resort Grindelwald.

  • Bahnmodernisierung im sensiblen Alpenraum

    Bahnmodernisierung im sensiblen Alpenraum

    Die STRABAG AG realisiert den noch ausstehenden Sanierungsschritt auf der Zentralbahnstrecke zwischen Meiringen und Brienzwiler im Berner Oberland. Die Schmalspurtstrecke verläuft einspurig entlang der Hasliaare, die zum Hochwassergebiet Aare gehört. Aus Rücksicht auf mehrere Naturschutzgebiete gelte laut einer Mitteilung für den Neubau „höchste Präzision für Logistik und Koordination“. Die Vorarbeiten waren im März 2025 gestartet, seit Oktober 2025 läuft die zehnwöchige Intensivphase.

    Immer wieder war es in dem Gebiet zu Starkregenereignissen gekommen, bei denen der Bahndamm inklusive Oberbau überflutet wurden, was zu Schäden an der Bahninfrastruktur und am angrenzenden Kulturland führe. Bereits 2022 und 2023 hat die STRABAG dort Gleisbauarbeiten (Los 1 und Los 3) vorgenommen. Nun folge mit einem Totalumbau des anspruchsvollen Mittelabschnitts Los 2 über eine Länge von 2600 Metern und mitten im Naturschutzgebiet Sytenwald der Abschluss des Modernisierungsvorhabens. Dabei muss der Bahndamm angehoben werden. Damit Oberflächen- und Hangwasser abfliessen kann, wird eine durchgehende Planungsentwässerung der Strecke realisiert. Der Bereich entlang der Hasliaare erhält eine neue Hochwasserschutzmauer. 

    Als bautechnische Besonderheit gelten laut Mitteilung die „engen Platzverhältnisse und lokal fehlenden redundanten Baupisten in gewissen Abschnitten zwischen Hasliaare, Bahntrassee und mehrerer Naturschutzgebiete“, was besondere Vorkehrungen für Ökologie und Landschaftsschutz erfordere. Zum einen errichtet STRABAG 30 neue Fundamente für die Fahrleitungsmasten auf der flussabgewandten Seite, zum anderen sollen 37 Übergänge die ökologische Durchgängigkeit des Geländes sichern. Das bedeute Schutz für Wild- und Kleintiere beim Queren des Streckenabschnitts.

    Ein besonders anspruchsvoller Bestandteil ergibt sich beim Neubau der Hüsenbachbrücke aus ultrahochfestem und langlebigem Faserbeton (UHFB). Beim Brückenbau werde auf die dort zur Laichzeit vorhandene Forellenpopulation besondere Rücksicht genommen.

  • Moderner Logistikbau setzt auf Effizienz und Nachhaltigkeit

    Moderner Logistikbau setzt auf Effizienz und Nachhaltigkeit

    Die zu Pestalozzi gehörende Transstahl AG soll künftig die Transporte von Lang- und Sperrgut noch effizienter und flexibler schweizweit durchführen können. Deshalb baut die Pestalozzi Gruppe in Pieterlen ein neues Logistikzentrum, für welches nun laut einer Mitteilung der feierliche Spatenstich gesetzt wurde. Daran haben neben Vertretern von Pestalozzi und Transstahl auch Beat Rüfli, Gemeindepräsident von Pieterlen, und Simon Enderli, Leiter Standortförderung Kanton Bern, sowie weitere Gäste teilgenommen.

    Das Logistikzentrum wird 100 Meter lang, 30 Meter breit und 12 Meter hoch sein. Eine energieeffiziente Heizung ist ebenso geplant wie eine Photovoltaikanlage sowie Ladestationen für Elektro-Last- und Personenwagen. Ein Grossteil der verbauten Materialien stammt aus dem Sortiment der auf Stahltechnik und Haustechnik spezialisierten Pestalozzi Gruppe.

    „Mit diesem Spatenstich investieren wir in die Entwicklung unserer Unternehmensgruppe und bekennen uns klar zum Werkplatz Schweiz und zur partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Gemeinden und Regionen“, wird Matthias Pestalozzi in der Mitteilung zitiert. Er ist Inhaber und Delegierter des Verwaltungsrates der Pestalozzi Gruppe.

  • Doppelte Flächennutzung steigert Solarstromproduktion

    Doppelte Flächennutzung steigert Solarstromproduktion

    Die ARA Thunersee hat laut einer Mitteilung das grösste bewegliche Solarfaltdach der Welt, HORIZON, eingeweiht. Realisiert wurde es vom Cleantech-Unternehmen dhp Technology aus Zizers. Mit einer installierten Leistung von 3,6 Megawatt Peak und rund 3 Gigawattstunden Strom soll die Anlage 700 Haushalte versorgen.

    Wie ARA Thunersee mitteilt, basiert die mehr als 20’000 Quadratmeter grosse Anlage auf einer Technologie der Firma dhp Technology. dhp-CEO Gian Andri Diem sieht grosses Potenzial darin, Energie auf bestehenden Flächen zu erzeugen. „So schaffen wir Fortschritt, ohne zusätzlichen Raum zu beanspruchen“, wird er zitiert.

    Um bei der Energiewende durch Photovoltaik voranzukommen, ist laut dem Projektbeschrieb von dhp eine effiziente Flächennutzung relevant. Speziell Kläranlagen, Logistikareale, Wasserwerke und Parkflächen eignen sich durch bisher ungenutzte Flächen besonders gut für die Solarstromproduktion. Nach den Worten von Ingo Schoppe, Geschäftsführer der ARA Thunersee, leiste eine „intelligente Flächennutzung“ einen aktiven Beitrag zu Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz“.

    Das Solarfaltdach überspanne mehrere Klärbecken und nutze bestehende Infrastrukturflächen doppelt – zur Abwasserreinigung am Boden und zur Solarstromerzeugung darüber. Der dort erzeugte Strom sei für die Abwasserreinigung und Nahversorgung bestimmt.

    Angelehnt an Schweizer Seilbahntechnik sei das Dach imstande, auf extreme  Wetterbedingungen zu reagieren. So falte es sich bei Sturm, Schnee oder Hagel automatisch zusammen. Damit lassen sich Betriebssicherheit und Energieproduktion erreichen, ohne dass in laufende Prozesse eingegriffen werden muss.

  • Neue Impulse für die Region Schwarzbubenland

    Neue Impulse für die Region Schwarzbubenland

    Das Forum Schwarzbubenland hat die Standortförderung für die Bezirke Dorneck und Thierstein neu besetzt. Wie die Vereinigung mitteilt, hat es den Nationalrat Christian Imark mit dem Mandat betraut. Sie wolle damit den Bedürfnissen einer dynamischen Wirtschaftslage noch besser gerecht werden.

    Der Standortförderer soll zum einen neue Unternehmen ansiedeln helfen, um die Wirtschaftsbasis zu stärken. Zum anderen soll er lokale Unternehmen bei der Bewältigung aktueller Herausforderungen und beim Wachstum unterstützen. Schliesslich soll Imark die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Bildung und Politik intensivieren.

    „Christian Imark bringt als erfahrene Persönlichkeit aus Politik und Wirtschaft das ideale Rüstzeug mit, um unsere Region bekannter zu machen, erfolgreich zu positionieren und neue Impulse zu setzen“, wird Dieter Künzli, Präsident des Forums Schwarzbubenland, in der Mitteilung zitiert.

    Christian Imark (Jahrgang 1982) gehört seit 2015 für die Schweizerische Volkspartei (SVP) dem Nationalrat an. Er ist zugleich Inhaber der Airboxx GmbH, einem auf die Vermietung von Festzelten spezialisierten Unternehmen mit Sitz in Fehren SO. Das Mandat Standortförderung umfasst ein Pensum von 30 Prozent.

    Imark tritt an die Stelle von Karoline Sutter, welche die Standortförderung 2022 übernommen hat. Damals bestand das Mandat noch aus der Standortförderung des Schwarzbubenlandes und des angrenzenden Baselbieter Laufentals. Sutter hatte das Mandat zusammen mit Rita Stoffel-Meury übernommen.

  • Neubau stärkt die Kantonspolizei Solothurn

    Neubau stärkt die Kantonspolizei Solothurn

    Die Aufgaben der Polizei sind vielfältiger geworden. Technik und Gesellschaft wandeln sich rasant. Gesetzliche Vorgaben werden immer komplexer. Um darauf reagieren zu können, braucht die KAPO Solothurn neue Strukturen. Gut ausgebildete Mitarbeitende und laufende Weiterbildung sind wichtiger denn je. Auch eine ausreichende Ausstattung ist heute eine Grundvoraussetzung für effizientes Arbeiten.

    Platzmangel, veraltete Infrastruktur
    Die bestehende Infrastruktur erfüllt die aktuellen Ansprüche nicht mehr. Viele Dienste arbeiten in beengten und ungeeigneten Mietobjekten. Spezielle Räume für Ausbildung und moderne Untersuchungen fehlen. Besonders betroffen sind die Kriminaltechnik sowie der Dienst für Aus- und Weiterbildung. Die Mitarbeitenden müssen deshalb auf externe Räume ausweichen. Das erschwert Abläufe und kostet Zeit.

    Der Neubau als Lösung
    Am Standort Oensingen entsteht eine zentrale Einheit für die Polizei. Mehr als 150 Mitarbeitende aus elf verschiedenen Diensten werden künftig unter einem Dach arbeiten. Das schafft bessere Kommunikation und kürzere Wege. Auch die Zusammenarbeit mit dem Schwerverkehrskontrollzentrum in der Nähe wird einfacher. Der Neubau bietet genügend Platz für heutige und zukünftige Teams. Moderne Arbeits- und Ausbildungsbedingungen sorgen für mehr Effizienz und Motivation.

    Ausbildung und Qualität stehen im Vordergrund
    Ein neues Ausbildungszentrum vor Ort vereinfacht die Schulung der Polizeikräfte. Die Kriminaltechnik bekommt zeitgemässe Labore und Untersuchungsräume. Das steigert die Qualität der Arbeit und verbessert die Bedingungen für alle.

    Mehr Effizienz, geringere Kosten

    Durch die neuen Strukturen werden Abläufe vereinfacht und Kosten gesenkt. Die internen Synergien und die Nähe zum SVKZ führen zu kürzeren Einsatzzeiten. Das macht die Arbeitsplätze für die Polizei attraktiver und steigert die Effektivität.

    Zahlen, Fakten und Ausblick
    Der Bau ist für rund 85 Millionen Franken geplant. Die Nutzfläche beträgt gut 10’400 m². Das Gebäude bietet Räume für alle wichtigen Polizeidienste. Es verfügt über spezielle Trainingsbereiche, Labore und 204 Parkplätze. Die Fertigstellung und der Bezug sind für 2031 vorgesehen. Luna Productions aus Deitingen hat das Siegerprojekt im Wettbewerb geliefert. Die Kosten werden laufend überprüft und optimiert.

    Der Neubau stellt die Kantonspolizei Solothurn für die Zukunft auf. Bessere Arbeitsbedingungen, effizientere Abläufe und moderne Technik sorgen dafür, dass die Polizeiarbeit sich flexibel weiterentwickeln kann.

  • Diskussion um Versorgungssicherheit und Abhängigkeit von Atomkraft

    Diskussion um Versorgungssicherheit und Abhängigkeit von Atomkraft

    Das Kernkraftwerk Gösgen (KKG) modernisiert sein Speisewassersystem. Seit Ende Juni ist es deshalb vom Netz genommen. Die Wiederaufnahme der Stromproduktion verzögere sich nun um weitere sechs Monate, heisst es in einer Mitteilung

    Das KKG macht dafür die steigenden Sicherheitsanforderungen verantwortlich. Es brauche punktuelle Verstärkungen des Systems. Auch die Nachweisführung gegenüber den Behörden brauche mehr Zeit. Das KKG kann erst wieder angefahren werden, wenn das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) die Freigabe erteilt. Das KKG könne daher voraussichtlich Ende Februar 2026 wieder ans Netz gehen, heisst es in der Mitteilung.

    Die Betreiber erwarten einen Produktionsausfall während dieser acht Monate in Höhe von fast 6 Terawattstunden und einen entgangenen Ertrag von 500 Millionen Franken, schreibt Alpiq in einer Mitteilung

    Alpiq ist mit 40 Prozent der grösste Einzelaktionär und erwartet einen Ertragsausfall von 200 Millionen Franken. Axpo ist mit 25 Prozent der zweitgrösste Aktionär, gefolgt von der Stadt Zürich mit 15 Prozent, der Axpo-Tochter CKW mit 12,5 Prozent und Energie Wasser Bern (ewb) mit 7,5 Prozent. Die Aktionäre müssen den fehlenden Strom nun obendrein am freien Markt beschaffen, um ihren Lieferverpflichtungen nachzukommen.

    Das KKG deckt gut ein Zehntel des Schweizer Stromverbrauchs. Kernkraftkritiker wie die Schweizerische Energie-Stiftung SES weisen auf die Risiken der zentralisierten Stromerzeugung hin. „Die Abhängigkeit von einzelnen Atomkraftwerken stellt für die sichere Stromversorgung ein Klumpenrisiko dar“, wird Geschäftsleiter Nils Epprecht in einer SES-Mitteilung zitiert. „Wir tun gut daran, unsere Stromproduktion so rasch wie möglich auf viele dezentrale, erneuerbare Anlagen zu verlagern.“

  • Fribourg.swiss Marke stärkt internationale Position

    Fribourg.swiss Marke stärkt internationale Position

    Der Kanton Freiburg schärft sein Profil im globalen Wettbewerb. Mit fribourg.swiss setzt die Wirtschaftsförderung auf eine klarere und international verständliche Marke. Die neue Plattform richtet sich gezielt an Unternehmen, Investoren und Innovationsakteure im In- und Ausland. Dank der offiziellen Domain-Endung «.swiss» wird die Zugehörigkeit zu Schweizer Qualitätsstandards unterstrichen, kompakt, zugänglich und markenstark.

    Exzellenz sichtbar machen
    «fribourg.swiss ist unser strategisches Schaufenster nach aussen», sagt WIF-Direktor Jerry Krattiger. Im Zentrum stehen Unternehmen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie Kompetenzzentren, die den Kanton Freiburg wirtschaftlich prägen. Themen wie Biowirtschaft, Industrie 4.0, Life Sciences oder Technologietransfer zeigen die Vielfalt und Zukunftsfähigkeit des Standortes.

    Multikanal-Kommunikation für maximale Reichweite
    Die neue Marke ist bereits auf allen extern ausgerichteten Kanälen aktiv, von der Website über Newsletter bis hin zu internationalen LinkedIn-Aktivitäten. Über Botschaften, Konsulate und Fachnetzwerke findet der Inhalt weltweite Verbreitung. Gleichzeitig stärkt die neue Markenidentität auch die interne Wahrnehmung der wirtschaftlichen Stärken und schafft ein gemeinsames Bewusstsein innerhalb des Kantons.

    Sichtbarkeit und Identifikation
    Mit fribourg.swiss schlägt der Kanton Freiburg ein neues Kapitel in der Standortvermarktung auf. Eines, das auf digitale Klarheit, internationale Reichweite und regionale Verankerung setzt. Die wirtschaftliche Dynamik des Kantons wird damit stärker sichtbar und breiter anerkannt, innerhalb wie ausserhalb der Schweiz.

  • Neue Broschüren fördern Nutzung von Berner Holz

    Neue Broschüren fördern Nutzung von Berner Holz

    Die kantonale Plattform der Berner Wald- und Holzwirtschaft, Lignum Holzwirtschaft Bern, will das Bewusstsein für den Wald fördern und die Nachfrage nach einheimischem Holz fördern. Um Behörden und Verwaltungen die nachhaltige Waldnutzung zu ermöglichen, hat der der Zusammenschluss aus Berner Waldbesitzern, dem Bernischen Sägereiverband, der Holzbau Schweiz Sektion Bern und Berner Oberland, dem Schreinermeisterverband Bern und Berner Oberland und Holzenergie Kanton Bern unter dem Titel «Wald und Holz Kompass» eine Reihe von Broschüren publiziert. Die praxisnahen Unterlagen wurden mit Unterstützung der Wyss Academy for Nature erarbeitet, informiert Lignum Holzwirtschaft Bern in einer Mitteilung.

    Die Reihe «Wald und Holz Kompass» ist in eine Übersichtsbroschüre und drei themenspezifische Broschüren gegliedert. Die Übersichtsbroschüre trägt den Titel «Wald und Holz Kompass für Berner Regionen». Die drei themenspezifischen Broschüren setzen sich mit regionalem Holz in öffentliche Bauten, effizienten Strukturen der Waldwirtschaft und finanziellen Anreizen zur Sicherstellung gewisser Waldleistungen auseinander. Alle Broschüren können unter lignumbern.ch/wald-holz-kompass/ heruntergeladen werden.

    Das Mandat für Lignum Holzwirtschaft Bern wird von Volkswirtschaft Berner Oberland betreut.

  • Denkmalschutz und Technik im Einklang

    Denkmalschutz und Technik im Einklang

    Das in Schlieren ansässige Bauunternehmen STRABAG AG übernimmt mit seiner Abteilung Hochbau laut einer Mitteilung „zentrale Aufgaben bei der umfassenden Sanierung des Landhauses Solothurn“. Neben Massnahmen zur Modernisierung der haustechnischen Infrastruktur aus Sanitär, Lüftung, Beleuchtung und Bühnentechnik stehe die Modernisierung des Heizsystems im Fokus.

    Dieses wird mittels einer Wärmepumpe auf eine ressourcenschonende Energiegewinnung umgestellt. Wasser der Aare soll als Wärmequelle sowohl das Landhaus als auch angrenzende öffentliche Gebäude wie Jugendherberge, Schulhaus Kollegium und Stadttheater versorgen.

    Die Lage zwischen Altstadt und dem Fluss Aare erfordere logistische Aufmerksamkeit. So müssten Materialanlieferungen und Entsorgungen vormittags erfolgen, damit die Uferpromenade ab dem Mittag als Flaniermeile genutzt werden kann.

    Zudem gelte es, hohe Anforderungen des Denkmalschutzes zu berücksichtigen. Das denkmalgeschützte Landhaus gleiche einem „verwinkelten Baukunstwerk mit sechs Ebenen, jede mit eigenem Sanierungsbedarf“. Die Vorgehensweise verlange „Fingerspitzengefühl“, um den historischen Charakter und die Bausubstanz zu erhalten. Insbesondere die originalen Solothurner Kalksteintreppen sollen in ihrer Einzigartigkeit erhalten bleiben, heisst es. Dafür seien spezielle Schutzvorrichtungen geschaffen worden.

    Das Solothurner Stimmvolk hatte im Oktober 2023 der Instandsetzung zugestimmt. Seit Januar 2025 laufen die Baustellenarbeiten. Bauende ist für Oktober 2026 geplant. Im Januar soll aus Rücksicht auf die Solothurner Filmtage 2026 der Baustellenbetrieb ruhen.

  • Campus in Biel/Bienne feiert Grundsteinlegung

    Campus in Biel/Bienne feiert Grundsteinlegung

    Am 6. Mai ist der Grundstein für den neuen Campus Biel/Bienne der Berner Fachhochschule auf dem ehemaligen Feldschlösschen-Areal beim Bahnhof Biel gelegt worden. Bis 2028 soll hier ein Bildungs- und Forschungsstandort für rund 2350 Studierende und Dozierende entstehen, informiert die Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern in einer Mitteilung. Der Kanton Bern bringt gemeinsam mit dem Bund und einem privaten Partner die rund 400 Millionen Franken für den Bau des neuen Campus auf.

    Die Fachhochschule Bern wird am Campus Biel/Bienne ihre Departemente Technik und Informatik sowie Architektur, Holz und Bau vereinen. Fachübergreifender Austausch und kreative Zusammenarbeit sollen durch die offene Architektur des neuen Standorts gefördert werden, heisst es in der Mitteilung. Der Campus ist als Kleeblatt aus drei Gebäudeflügeln rund um ein gemeinsames Zentrum angelegt.

    «Hier entsteht ein inspirierendes Umfeld, das auf Offenheit, Interdisziplinarität und hohe Standards in Infrastruktur und Qualität setzt», wird Regierungsrat Christoph Neuhaus, Bau- und Verkehrsdirektor des Kantons Bern, in der Mitteilung zitiert. «Der neue Campus entsteht als moderner Holzbau – ein Projekt, das für nachhaltiges, klimafreundliches Bauen steht.» Glenda Gonzalez Bassi, Stadtpräsidentin Biel, sieht den zukünftigen Campus «als einen zentralen Ort für die Entwicklung unserer Region, für die Ausbildung unserer jungen Generation und für die Gewinnung von Talenten, die unsere Wirtschaft heute mehr denn je braucht.»

  • Freiburg trotzt globalen Unsicherheiten

    Freiburg trotzt globalen Unsicherheiten

    Trotz weltweiter Turbulenzen, verstärktem Protektionismus und neuen Zöllen der US-Regierung behauptet sich die Freiburger Wirtschaft mit beeindruckender Stabilität. Die Wirtschaftsförderung Kanton Freiburg begleitete 2024 insgesamt 32 Unternehmensprojekte, darunter 16 Neuansiedlungen. Diese Projekte sichern über 1000 Arbeitsplätze und schaffen mittelfristig 527 neue Stellen, verbunden mit Investitionen von 116 Millionen Franken.

    Das Beschäftigungswachstum im Kanton übertrifft mittlerweile das Bevölkerungswachstum. Das Bruttoinlandprodukt von Freiburg ist zwischen 2011 und 2024 um 27,5 % gestiegen. Ein klares Zeichen nachhaltiger Wertschöpfung trotz globaler Unsicherheiten.

    Erfolgreiche Standortentwicklung und Investitionen
    Die Neuansiedlungen verteilen sich gleichermassen auf Schweizer und internationale Unternehmen, unter anderem aus Belgien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Irland, Italien und den USA. Parallel dazu startete das neue kantonale Umsetzungsprogramm 2024–2027 der Neuen Regionalpolitik, das mit 19 geförderten Projekten strategische Schwerpunkte in Biowirtschaft, digitaler Transformation, Industrie 4.0, Tourismus und Unternehmertum setzt.

    Für Olivier Curty, Staatsrat und Volkswirtschaftsdirektor, unterstreichen diese Ergebnisse die Relevanz einer konsequent verfolgten Wirtschaftsstrategie, die den Standort Freiburg auch in anspruchsvollen Zeiten stärkt.

    bluefactory und die EPFL als Wachstumsmotoren
    Das Innovationsquartier bluefactory entwickelt sich rasant. Mit der Einweihung des Gebäudes B und der nahezu vollständigen Belegung durch 17 Unternehmen und 340 Arbeitsplätze wird Freiburg als Technologie-Hub weiter gestärkt. Gleichzeitig baut die EPFL ihr Engagement aus – sechs neue Lehrstühle im Bereich nachhaltiges Bauen sollen bis 2030 entstehen. Der Baubeginn für das neue Experimentalgebäude des Smart Living Lab ist für 2025 vorgesehen.
    Diese Dynamik festigt Freiburgs Positionierung im Bereich der gebauten Umwelt und unterstreicht das Engagement des Kantons für Nachhaltigkeit und Innovation.

    Strategische Erfolge im Bereich Life Sciences
    Ein Meilenstein 2024 war die Ansiedlung von Cellap Laboratoire AG in Châtel-Saint-Denis. Mit mehr als 4000 m² Produktionsfläche und ambitionierten Wachstumszielen auf internationalen Märkten setzt das Unternehmen neue Impulse im Sektor der Zellkosmetik. Die Life Sciences entwickeln sich zur tragenden Säule der Freiburger Wirtschaft und machen bereits 10 % des kantonalen BIP aus – ein Ergebnis, das durch eine Studie von BAK Economics bestätigt wird.

    Jerry Krattiger, Direktor der WIF, betont, dass die Biowirtschaft und die Life Sciences strategische Prioritäten bleiben. Gleichzeitig werden weitere Schlüsselbereiche wie Industrie 4.0 aktiv gefördert, um die wirtschaftliche Vielfalt und Resilienz des Kantons weiter auszubauen.

    Wachsamkeit und Anpassungsfähigkeit als Erfolgsfaktoren
    Die Volkswirtschafts- und Berufsbildungsdirektion bleibt angesichts der weltweiten Unsicherheiten wachsam. Mit bewährten Instrumenten wie der Kurzarbeitsentschädigung ist Freiburg in der Lage, rasch auf konjunkturelle Schwankungen zu reagieren und die Stabilität des Wirtschaftsgefüges zu sichern.

  • Historische Technik trifft moderne Forschung

    Historische Technik trifft moderne Forschung

    Forschende der Abteilung Mechanical Systems Engineering der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in Dübendorf beteiligten sich am Bau eines Wasserschöpfrades in Steffisburg. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, wurde der Bau erforderlich, nachdem die Zulg wegen Hochwasserschutzes des Ortes um zwei Meter abgesenkt wurde. Der Mühlebach, der jahrhundertelang die Betriebe von Steffisburg mit Wasserenergie versorgt hatte, drohte ebenso wie das umliegende Ökosystem auszutrocknen.

    Die Herausforderung war, die Anlage den Erfordernissen bei Steffisburg anzupassen. „Sie muss bei einem minimalen Abfluss der Zulg von einem Kubikmeter pro Sekunde mindestens 125 Liter Wasser in den Mühlebach speisen“, wird Silvain Michel, Projektleiter der Empa, in der Mitteilung zitiert, „und selbst bei geringeren Zuflüssen müssen noch mindestens 100 Liter pro Sekunde gefördert werden, um die Biotope zu erhalten“.

    Vorbild für die Wasserschöpfanlage war das 1849 von Walter Zuppinger entwickelte Schöpfrad. Das Wasserrad, dessen Effizienz 2016 in aufwendigen Versuchen wissenschaftlich bestätigt wurde, ist bereits im von der Empa installierten Glattfelden-Projekt verwendet worden.

    Im aktuellen Projekt in Steffisburg wurde das Wasserschöpfrad nochmals modifiziert und mit einem separatem Antriebsrad versehen. Beteiligt an der technischen Umsetzung waren neben der Empa das Konstruktionsbüro EKZ in Thun sowie die CFD-Schuck GmbH.

  • Tourismusforum beleuchtet Wandel der Gastfreundschaft

    Tourismusforum beleuchtet Wandel der Gastfreundschaft

    Das diesjährige Tourismusforum Berner Oberland stand unter dem Motto Gastfreundschaft im Wandel, informiert die Volkswirtschaft Berner Oberland in einer Mitteilung. Sie hat den Branchenanlass am 2. April im Kultur- und Kongresszentrum Thun gemeinsam mit dem Hotelier-Verein Berner Oberland und der Made in Bern AG organisiert. Rund 150 Teilnehmende, hauptsächlich aus Tourismus und Hotellerie, tauschten sich über theoretische und praktische Fragen zur Gastfreundschaft aus.

    Im theoretischen Teil stellte Adrian Müller von der Forschungsstelle Tourismus der Universität Bern das Projekt Monitoring und Stärkung der Interaktionsqualität im Schweizer Tourismus vor. Hier wird Künstliche Intelligenz zur Analyse der Qualität von Interaktionen zwischen Gast und Gastgebenden eingesetzt. Konkret sollen mittels natürlicher Spracherkennung Inhalte, Stimmungen und Themen in Beiträgen auf Bewertungsportalen erkannt und ausgewertet werden.

    Im eher praktischen Teil legte David Romanto von den Hauenstein Hotels die Herangehensweise der Hotelgruppe an das Thema dar. Für den General Manager der Hotels stellt Gastfreundlichkeit eine zu trainierende Kompetenz dar. Inwieweit dazu auch die Vermittlung von kulturellen Kompetenzen gehört, legte Alice Leu von der Höheren Fachschule für Tourismus in Thun dar.

    Die Podiumsdiskussion am Forum setzte sich mit der Einbindung der Bevölkerung auseinander. Dabei habe sich gezeigt, „dass ein differenzierter Umgang mit diesem Thema nötig ist und dass die Sorgen und Ängste der lokalen Bevölkerung im Hinblick auf die Tourismusentwicklung ernst zu nehmen sind“, heisst es in der Mitteilung.

  • Wärme aus 2000 Metern Tiefe geplant

    Wärme aus 2000 Metern Tiefe geplant

    Das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) hat eine Erkundungsbohrung für ein geplantes Geothermie-Projekt in Magglingen angekündigt. Sofern die erforderliche Kreditbewilligung der Eidgenössischen Räte und die Bohrbewilligungen der Kantonalen Behörden vorliegen, soll in einer Tiefe von rund 1’500 bis 2’300 Metern ein Nachweis von Tiefenwasser gelingen.  

    Laut einer Medienmitteilung werden dort „mehrere potenzielle Tiefenwasserreservoire“ vermutet, welche für eine Geothermieanlage im Nationalen Sportzentrum Magglingen des Bundesamtes für Sport (BASPO) genutzt werden sollen. Die Anlage könnte ab 2029 Wärme dorthin liefern.

    Vorausgegangen waren Untergrunduntersuchungen im Jahr 2023 durch das BBL. Diese sollten helfen, um ein „möglichst präzises geologisches Abbild des Untergrunds“ zu erhalten. Mit dem jetzt bekanntgegebenen Erkundungsschritt soll weiter geklärt werden, ob im Falle eines positiven Nachweises das Tiefenwasser für die wirtschaftliche Nutzung einer Geothermieanlage infrage kommt.

    Seismische Untersuchungen seien Grundlage vieler Geothermie-Vorhaben, zur Klärung der exakten Lage des Tiefenwassers und weil Kennzahlen wie Wassertemperatur, Wassermenge und Fliessrate fehlten. Die vorgesehene Erkundungsbohrung reduziere Unsicherheiten und Projektrisiken.

  • Immobilienmonitor schafft Markttransparenz im Kanton Freiburg

    Immobilienmonitor schafft Markttransparenz im Kanton Freiburg

    Der Immobilienmonitor Freiburg ist ein wegweisendes Beispiel dafür, wie datenbasierte Analysen den Mietwohnungsmarkt transparenter und steuerbarer machen. In den Städten Freiburg, Bulle und Estavayer ermöglicht das neue Monitoring-System erstmals detaillierte Einblicke in Verfügbarkeit, Mietpreisentwicklung und Fluktuationsraten. Differenziert nach Wohnungstyp und Quartier.

    Erarbeitet wird der Monitor von der Hochschule für Wirtschaft Freiburg, was eine unabhängige wissenschaftliche Fundierung garantiert. Damit entsteht ein Instrument, das Investoren, Planungsbehörden, Standortförderer und Immobilienentwickler gleichermassen nutzen können, um fundierte Entscheidungen zu treffen.

    Partnerschaftlich zur Datenqualität
    Die Stärke des Immobilienmonitors liegt in seiner öffentlich-privaten Trägerschaft. 18 Akteure der regionalen Immobilienwirtschaft haben sich unter dem Motto «Mehr Wissen, besser agieren» zusammengeschlossen. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es, Marktdaten direkt aus der Vermietungspraxis zu erheben. Ein Novum in dieser Detailliertheit.

    Die Ergebnisse werden quartalsweise aktualisiert und öffentlich zugänglich gemacht. Ihre flexible Aufbereitung erlaubt individuelle Analysen für verschiedenste Nutzergruppen. Dieses Vorgehen schafft nicht nur Transparenz, sondern fördert Vertrauen, Standortentwicklung und zukunftsgerichtete Investitionen.

    Wohnungsmarkt im Wandel erkennen
    Seit dem zweiten Quartal 2022 zeigt der Monitor einen Rückgang der Verfügbarkeit von Mietwohnungen in allen drei Pilotregionen. Besonders auffällig sind Unterschiede je nach Wohnungsgrösse und Quartier. Während in Freiburg kleinere Wohnungen noch relativ gut verfügbar sind, wird es bei grösseren Objekten enger, insbesondere im Quartier Schönberg. In Bulle wiederum liegen die Mieten bei grösseren Wohnungen über dem Niveau von Freiburg, begleitet von höheren Fluktuationsraten.

    Diese detaillierte Datentiefe ermöglicht es, nicht nur aktuelle Entwicklungen nachzuvollziehen, sondern auch künftige Trends frühzeitig zu erkennen. Ein entscheidender Vorteil für Akteure, die in einem sich wandelnden Markt agieren.

    Modell für die Schweiz
    Mit Unterstützung des Bundesamts für Wohnungswesen zeigt das Projekt, wie regionale Märkte datenbasiert analysiert und transparent gestaltet werden können. Ein auf dem Projekt basierender Leitfaden steht bereits zur Verfügung und bietet anderen Regionen eine strukturierte Vorlage zur Nachahmung.

    Der Immobilienmonitor Freiburg ist damit mehr als ein technisches Werkzeug, er ist ein strategisches Instrument für nachhaltige Standortentwicklung und professionelles Immobilienmanagement in der Schweiz.

  • Automatisierte Produktion für nachhaltige Energienutzung

    Automatisierte Produktion für nachhaltige Energienutzung

    Die in Opfikon ansässige Libattion AG hat in Biberist ein neues Werk für die Aufbereitung ausgedienter Batterien aus Elektroautos in Betrieb genommen. Hier werden aus den Batterien modulare stationäre Energiespeicher gefertigt. Laut Unternehmensangaben handelt es sich dabei um Europas grösste Anlage dieser Art. Die Produktionsstätte wurde auf dem Gelände eingerichtet, das auch vom Batterierecylingunternehmen Librec genutzt wird.

    Die neue Anlage verfügt über einen hohen Automatisierungsgrad. „Unsere neue Produktionshalle ermöglicht es uns, flexibel auf die Marktanforderungen zu reagieren und dabei einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung in Europa zu leisten“, wird Stefan Bahamonde, CEO und Mitgründer von Libattion, in der Mitteilung zitiert. „Durch die Automatisierung unserer Produktion können wir nicht nur effizient, sondern auch wirtschaftlich agieren und unsere Kapazitäten präzise an die Nachfrage anpassen.“

    Im Jahr 2022 hat Libattion stationäre Speicher mit einer Gesamtkapazität von 7 Megawattstunden hergestellt, im vergangenen Jahr wurden bereits 27 Megawattstunden Gesamtkapazität erreicht. Bis 2026 will das Unternehmen die Gesamtkapazität auf 500 Megawattstunden steigern. Die Speichersysteme von Libattion sind modular aufgebaut und können Kapazitäten von 97 Kilowattstunden bis zu 60 Megawattstunden aufweisen. Sicherheit stehe dabei an erster Stelle, erklärt Bahamonde: „durch die automatisierte Produktion und strenge Qualitätskontrollen können wir für jeden Speicher höchste Sicherheitsstandards garantieren“.

  • Wärmeverbund Bern-Wabern fördert Energiewende und CO2-Reduktion

    Wärmeverbund Bern-Wabern fördert Energiewende und CO2-Reduktion

    Das Energieunternehmen Energie Wasser Bern (ewb) und die Gemeinde Köniz wollen mit dem Energieverbund Bern-Wabern einen Beitrag zur CO2-Reduktion und zur Erreichung der klimapolitischen Ziele von Köniz und Bern leisten, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Der Verwaltungsrat von ewb hat den Bau des Wärmeverbunds Bern-Wabern am 7. März 2025 und getragen von einem per Umfrage ermittelten „grossen Interesse“ der Bevölkerung beschlossen. Der Bau der Produktionsanlagen soll 2027 starten. Ab 2028 sei mit der ersten Wärmelieferung zu rechnen.

    Das Wärmeproduktionskonzept sieht konkret vor, die Energie aus Überschusswasser der Pumpstation Schönau zur thermischen Nutzung zu verwenden. Die Produktionsanlagen werden in die bestehende Heizzentrale der Wohnüberbauung Morillon an der Bondelistrasse eingebaut, heisst es.

    Mit dem jetzt unterzeichneten Zusammenarbeitsvertrag geht die Wärme- und Kälteversorgung in Wabern in die Zuständigkeit der ewb, die auch verantwortlich ist für die operative und finanzielle Verantwortung beim Bau.

    Der Wärmeverbund könne helfen, die Energiewende und den Klimaschutz zu fördern. Durch das nachhaltige Energieprojekt werde ein Ersatz geschaffen für viele Öl- und Gasheizungen in Wabern und in den angrenzenden Quartieren von Bern. „Ein Wärmeverbund ist in dicht bebauten Gebieten oft die einzige Lösung, um die Gebäude CO2-frei und wirtschaftlich mit erneuerbarer Energie zu heizen“, wird der Könizer Gemeinderat Hansueli Pestalozzi zitiert.

  • Unternehmen aus Rapperswil BE gewinnt renommierten Wirtschaftspreis

    Unternehmen aus Rapperswil BE gewinnt renommierten Wirtschaftspreis

    Gasser Ceramic hat den diesjährige Prix SVC Espace Mittelland gewonnen. Das in Rapperswil im Berner Seeland ansässige Familienunternehmen stellt Ziegel für Dächer und Fassaden sowie Backsteine und in Dachziegel integrierte Photovoltaiksysteme her. Mit rund 200 Mitarbeitenden, zehn Produktionslinien und sechs Brennöfen an vier Standorten ist die Siegerfirma laut einer Mitteilung des Swiss Venture Club (SVC) einer der führenden Schweizer Betriebe in diesem Bereich.

    «An Gassers kommt keiner vorbei», wird Jurypräsident Jürg Schwarzenbach in einer Mitteilung aus seiner Laudatio zitiert. «Während dem Jurybesuchstag spürten wir die Begeisterung für die Produkte und den Stolz der Mitarbeitenden, für das Traditionsunternehmen tätig zu sein.»

    Auf Platz 2 folgt die Platit AG aus Selzach. Die Firma stellt Hightech-Anlagen für die PVD-Beschichtung her. Mit ihren Maschinen werden Fünfliber und Goldmedaillen geprägt sowie Hüftgelenke und Zifferblätter von Luxusuhren beschichtet. Weltweit sind über 650 Beschichtungssysteme von Platit installiert. Zudem unterhält das Unternehmen Niederlassungen in Europa, Amerika und Asien.

    Der dritte Platz ging an die Schwob AG aus Burgdorf. Das Traditionsunternehmen entwickelt und fertigt mit rund 240 Mitarbeitenden in seiner eigenen Jacquard-Weberei hochwertige Tisch- und Bettwäsche für Hotellerie, Gastronomie, Kliniken und Residenzen. Für deren Reinigung verfügt Schwob über fünf eigene und 30 lokale Partnerwäschereien. Schwob exportiert an Einrichtungen rund um den Globus. Megasol Energie aus Deitingen SO, Entwickler von Solarmodulen und Montagesystemen, und Olwo, Produktions-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen der Holzbranche aus Worb BE, wurden mit einem Diplomrang ausgezeichnet.

    Die Preisverleihung fand vor 1300 Gästen im Kursaal Bern statt. «Der Prix SVC ist weit mehr als eine Auszeichnung», wird der Präsident des SVC-Organisationskomitees, Reto Portmann, zitiert. «Diese renommierte Veranstaltung symbolisiert Unternehmergeist, Innovationskraft und den Mut, den es braucht, um in unserer dynamischen und wettbewerbsorientierten Welt erfolgreich zu sein.»

  • Bernapark stärkt Unterstützung für KMU

    Bernapark stärkt Unterstützung für KMU

    Das Zentrum für Innovation und Digitalisierung (ZID) der ZID Bernapark AG stellt sich neu auf. Ursprünglich als Impulsgeber für Early-Stage-Start-ups gegründet, soll der Handlungsradius künftig KMU und Jungunternehmen aller Stadien umfassen, informiert das ZID in einer Mitteilung. «Die neue Strategie ist ein wichtiger Schritt für das ZID», wird Hans-Ulrich Müller, Präsident des Verwaltungsrates der ZID Bernapark AG, dort zitiert. «Sie schafft die Basis für nachhaltiges Wachstum und stärkt unsere Position als Innovationshub für KMU im Espace Mittelland.»

    Die Angebote des ZID sind darauf ausgelegt, praxisnahe Lösungen für aktuelle Herausforderungen in Unternehmen zu bieten. Inhaltlich wird der Schwerpunkt dabei auf Künstliche Intelligenz, digitale Transformation und Nachfolgeregelung gelegt. Im ersten Schritt der Transformation werden die beiden Formate KMU Update und KMU Upgrade eingeführt. Dabei bietet KMU Update kostenlose Netzwerkformate wie Skill Share Lunches und Input-Workshops an. KMU Upgrade ist als kostenpflichtiges Format für konkrete Umsetzungen angelegt.

    Anfang Jahr hat zudem der Swiss Venture Club seine Geschäftsstelle ins ZID verlegt. Damit erweitere das ZID «den Zugang zu einem der grössten KMU-Netzwerke der Schweiz», heisst es in der Mitteilung. «Wir schaffen eine Plattform, die KMU und Jungunternehmen nicht nur vernetzt, sondern ihnen auch konkrete Werkzeuge zur digitalen Transformation in die Hand gibt», erläutert Martin Hofer, Interim Geschäftsführer des ZID. «Unsere Programme sind darauf ausgelegt, Innovationen praxisnah und effizient umzusetzen.»

  • Biogas aus Utzenstorf versorgt 400 Haushalte in Solothurner Gasnetz

    Biogas aus Utzenstorf versorgt 400 Haushalte in Solothurner Gasnetz

    Seit dem 6. März fliesst im Gasnetz von Regio Energie Solothurn auch Gas, das bei der Kompogas Utzenstorf AG produziert wird, informiert Regio Energie Solothurn in einer Mitteilung. Dafür hat der Regionalversorger eine 2,3 Kilometer lange Gasleitung zwischen Utzenstorf und Gerlafingen verlegen lassen. Mit dem zusätzlichen regionalen Biogas können rund 400 Einfamilienhäuser beheizt werden, heisst es in der Mitteilung.

    Die Kompogas Utzenstorf AG wandelt seit 2007 organische Abfälle über Trockengärung in Biogas um. Nach der Schliessung der Papierfabrik Utzenstorf 2017 habe das Gas aus technischen Gründen nicht mehr eingespeist werden können und wurde daher in einem Blockheizkraftwerk verstromt, erläutert Regio Energie Solothurn. Für die Einspeisung des Biogases in das Netz des Regionalversorgers hat die Kompogas Utzenstorf AG eine neue Aufbereitungsanlage gebaut. Das Unternehmen wird von der Axpo Biomasse AG, Regio Energie Solothurn, der Gast AG Utzenstorf und der Kikom GmbH Burgdorf gehalten.

  • Ihre Meinung zählt! – Gemeinsam Wohnraum Schaffen

    Ihre Meinung zählt! – Gemeinsam Wohnraum Schaffen

    Eine der Massnahmen «B 2.1» zielt darauf ab, den Wissensstand über die Verbreitung und Art von Einsprachen sowie deren Wirkung auf den Bewilligungsprozess von Bauvorhaben zu erhöhen. Um eine empirische Grundlage zu schaffen, wie offensichtlich missbräuchliche Einsprachen reduziert und Verfahren beschleunigt werden können, beauftragte das Bundesamt für Raumentwicklung und das Bundesamt für Wohnungswesen Dr. Joëlle Zimmerli (Zimraum GmbH) und Dr. Christian Brütsch (Stratcraft GmbH) mit der Befragung.

    Zielgruppen der Befragung

    • JuristInnen, die Bauherrschaften beraten oder an einem Gericht bzw. in einer Bewilligungsbehörde tätig sind.
    • Bauherrschaften, EntwicklerInnen, ArchitektInnen und PlanerInnen mit Erfahrung in informellen Forderungen, Einsprachen und Beschwerden.
    • Bauherrschaften, EntwicklerInnen, ArchitektInnen und PlanerInnen, die bereit sind, Fallbeispiele beizutragen.

    Links zur Teilnahme

    Die Links zur Befragung und den Fallbeispielen finden Sie hier:

    Befragung: https://zimraum.limequery.com/267822?lang=de
    Fallbeispiele: https://zimraum.limequery.com/681486?lang=de

    Für das Ausfüllen der Befragung rechnen Sie bitte mit ca. 20 Minuten, pro Fallbeispiel rechnen Sie mit ca. 15 Minuten. Die Befragung und die Fallbeispiele können anonym ausgefüllt werden und sind bis am 31. März 2025 geöffnet.

    Ihre Unterstützung ist gefragt
    Wir freuen uns über Ihre Teilnahme und danken Ihnen im Voraus für Ihre wertvolle Zeit und Ihr Engagement. Mit Ihrer Hilfe schaffen wir eine empirische Grundlage für Massnahmen zur Beschleunigung von Bewilligungsprozessen und zum Umgang mit missbräuchlichen Einsprachen.

    Gemeinsam können wir den Weg für mehr Wohnraum ebnen! Vielen Dank.

  • Neuer Investor für Fenster- und Türenhersteller

    Neuer Investor für Fenster- und Türenhersteller

    Die Nuavo Holdings AG hat zusammen mit Schweizer Unternehmerinnen und Unternehmern ihre erste Investition getätigt und die in Courgenay ansässige Domofen AG übernommen. Das von Claude Beynon 1999 gegründete Unternehmen stellt Fenster und Türen aus PVC her und wird seit 2018 von seinem Sohn Fabrice geleitet. Unter dessen Ägide hat Domofen laut einer Mitteilung von Nuavo in den vergangenen fünf Jahren erheblich expandiert und in neue Produktionsanlagen und modernste Ausrüstung investiert.

    Fabrice Beynon will mit dieser Partnerschaft das Familienerbe weiter ausbauen: «Die Wahl von Nuavo als Partner war eine natürliche Entscheidung», wird er zitiert. «Neben ihrem finanziellen Engagement machen sie ihr unternehmerisches Denken und ihren praktischen Ansatz zum idealen Partner für Domofen. Sie respektieren unser Erbe, unser Team und unsere Zukunftsvision und ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihnen.» Als Mitaktionär und wichtiges Mitglied des Führungsteams wird Fabrice Beynon weiterhin aktiv in das Tagesgeschäft der Firma eingebunden sein.

    «Domofen ist genau die Art von Unternehmen, für die wir Nuavo gegründet haben», so Mitgründer Philipp Ries. «Wir sehen in Domofen ein solides Unternehmen mit unglaublichem Potenzial und unser Ziel ist es, gemeinsam mit dem Team neue Möglichkeiten zu schaffen und gleichzeitig die einzigartige Identität des Unternehmens zu bewahren.»

    Zum dreiköpfigen Gründerteam von Nuavo zählt auch Raphael Gindrat, Gründer und Ex-CEO von Bestmile. Die Plattform des Start-ups zur Orchestrierung autonomer Fahrzeugflotten wurde vom Technologiekonzern ZF 2021 übernommen. Wie Gindrat nun in einer eigenen Meldung betont, wird Domofen seinen Betrieb «mit demselben Team, denselben Werten und derselben Exzellenz» weiterführen. Und er betont: «Bei Nuavo machen wir die Dinge anders. Wir sind nicht nur Investoren – wir sind Unternehmer, die in Unternehmer investieren.»

  • Berner Kantonalbank setzt auf klimafreundliche Hypotheken

    Berner Kantonalbank setzt auf klimafreundliche Hypotheken

    Die Berner Kantonalbank will die Treibhausgasemissionen aus ihrem Hypothekarportfolio bis 2030 deutlich senken. Dafür unterstützt die BEKB energetische Sanierungen mit der Einführung von myky-Hypotheken, informiert die BEKB in einer Mitteilung. Sie beruhen auf dem Sanierungsrechner der Online-Plattform myky.

    «Unsere Kundinnen und Kunden profitieren beim ökologischen Sanieren ihrer Eigenheime von Vorzugskonditionen», wird BEKB-CEO Armin Brun in der Mitteilung zitiert. «Gleichzeitig fördern wir als Bank die Reduktion der CO2-Emissionen in unserem Marktgebiet.» Bis 2030 sollen die Emissionen aus finanzierten Wohnliegenschaften um 45 und die aus anderen Liegenschaften um 35 Prozent gesenkt werden.

    Die Plattform myky wurde Ende 2021 von der BEKB gemeinsam mit Energie Wasser Bern und Gebäudeversicherung Bern lanciert. Das Jungunternehmen ist auf praktische Tipps und Werkzeuge zur Unterstützung von Eigenheimbesitzenden spezialisiert. Aktuell sind neben der BEKB 16 weitere Kantonalbanken beteiligt, die von der NNH Holding AG vertreten werden.