Kategorie: Genferseeregion

  • Neuausrichtung eines ehemaligen Waffenplatzes nimmt Form an

    Neuausrichtung eines ehemaligen Waffenplatzes nimmt Form an

    Mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Abtretung des Waffenplatzes Moudon kann der Kanton Waadt seinen Planungsprozess für die künftige Nutzung starten. Wie der Bund in einer Mitteilung bestätigt, räumt die Armee den Standort ab Ende 2027, um Platz zu machen für die Waadtländer Polizeiakademie. An der Absichtserklärung beteiligt sind der Kanton, armasuisse Immobilien als Immobilienkompetenzzentrum des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) und das Staatssekretariat für Migration (SEM). Basis für diesen Schritt ist der Beschluss des Waadtländer Staatsrats aus dem Mai 2022, die Polizeiakademie vom heutigen Standort in Savatan nach Moudon zu verlegen. 

    Die Fläche und Infrastruktur des Waffenplatzes Moudon bietet laut der Mitteilung grosses Potenzial, um ein interdisziplinäres Ausbildungszentrum aufzubauen. Schon heute prüfe der Kanton, ob der Standort nicht nur von der Polizeiakademie, sondern auch von weiteren Partner aus dem Sicherheitsbereich genutzt werden könnte. Zur Debatte stehen insbesondere sogenannte Blaulichtdienste, Leistungen im Bereich des Umweltschutzes oder im Bereich des Strafvollzugs. Ein Projektierungskredit soll es ermöglichen, hier alle Optionen auszuloten.

    Klar ist schon heute, dass die Fläche nach dem Abzug der Armee schrittweise umgestaltet wird. Das in Moudon stationierte Kommando der Spitalschulen 41 wird ab dem zweiten Halbjahr 2027 gestaffelt auf den Waffenplatz Chamblon zügeln. Die Notfallkapazitäten des SEM in Moudon bleiben bestehen. Somit können in der dortigen Mehrzweckhalle im Fall eines Anstiegs von Asylsuchenden Unterkunftsplätze bezogen werden. „Kommt das Projekt planmässig voran, könnten die ersten Ausbildungen zwischen 2030 und 2032 beginnen“, heisst es von Seiten des Bundes.

  • Modernisiertes Einkaufszentrum stärkt Nutzung und Energieeffizienz

    Modernisiertes Einkaufszentrum stärkt Nutzung und Energieeffizienz

    Die in Schlieren ansässige Halter AG hat die Modernisierung und Neugestaltung des Signy Centre in Signy-Avenex abgeschlossen. Die Renovation umfasste zwei Gebäude mit Verwaltungs- und Geschäftsflächen, drei Etagen mit rund 50 Geschäften sowie fünf Parkdecks mit insgesamt etwa 1100 Stellplätzen. Wie Halter mitteilt, startete das Projekt im Jahr 2023 und wurde nun mit der offiziellen Übergabe an die Kunden abgeschlossen.

    Im Rahmen der Renovation wurden die technischen Anlagen und Sicherheitseinrichtungen im Signy Centre modernisiert. Darüber hinaus gestaltete Halter das Einkaufszentrum und dessen Aussenanlagen neu. Die abgeschlossenen Umbauten erhöhen laut dem Unternehmen den Komfort und die Sicherheit der Arbeitnehmenden sowie der Kundinnen und Kunden im Einkaufszentrum. Darüber hinaus konnte die Energie- und Umweltbilanz des Standorts verbessert werden.

    Teil des Projekts waren darüber hinaus die Unternehmen Burckhardt und ARFOLIA, die jeweils die Architektur und Landschaftsarchitektur übernommen haben. Während sd ingénierie als Bauingenieur beteiligt war, übernahm Caeli Ingénierie die Rolle des technischen Ingenieurs. Brandschutzingenieur war zuletzt srg engineering.

  • Restaurierung bringt Eaumorte-Brücke zurück ins Ortsbild

    Restaurierung bringt Eaumorte-Brücke zurück ins Ortsbild

    Das Bauunternehmen MAULINI SA mit Sitz in Satigny informiert in einem LinkedIn-Beitrag über den Abschluss der Restaurierung der Eaumorte-Brücke. Die Brücke zwischen Avully und Cartigny wurde Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut und gilt als eine der ältesten des Kantons Genf. Die Arbeiten begannen am 2. Juni 2025 und wurden Ende Oktober abgeschlossen. Die Gemeinde Avully beschreibt die Brücke vor Beginn der Restaurierung als in einem „fortgeschrittenen Zustand der Zerstörung“.

    MAULINI führte sämtliche Arbeiten aus, darunter die Instandsetzung, die Entfernung der Vegetation, den Nachbau der Steine gemäss dem Original und die Gestaltung des Zugangs zur Brücke. Laut dem Unternehmen bestanden „die Arbeiten darin, die Steine mit historischem Mörtel neu zu verfugen, einen neuen Überbau zu erstellen und eine Brüstung aus einheimischem Holz anzubringen, um der Brücke ihre ursprüngliche Stabilität und ihren Charme zurückzugeben“. Ziel der Restaurierung war es, die Brücke für Fussgänger, Velos und Pferde wieder zugänglich zu machen. MAULINI arbeitete für dieses Projekt mit dem Ingenieurbüro EDMS aus Petit-Lancy GE zusammen.

    Die 1910 gegründete MAULINI SA ist auf Hochbau und Tiefbau spezialisiert. Dazu gehören insbesondere Projekte zum Bau von Mehrfamilienhäusern, Industrie- und Verwaltungsgebäuden sowie Restaurierungsprojekte wie das des Conservatoire de Musique de Genève. Das Unternehmen ist einer der fünf Finalisten des Prix SVC Genève 2025, der am 27. November 2025 im Bâtiment des Forces Motrices in Genf verliehen wird.

  • La Rasude Lausanne

    La Rasude Lausanne

    La Rasude gehört zu den sechs städtischen Transformationspolen Lausannes und liegt direkt am Bahnhof sowie an einem der wichtigsten ÖV-Knoten der Romandie. Aus Sicht der Stadt ist dies der ideale Ort für eine Verdichtung, die kurze Wege, hohe Nutzungsdichte und bessere Lebensqualität verbindet. Der Plan d’affectation definiert hierfür die zulässigen Nutzungen, Gebäudevolumen und Anforderungen an Umwelt, Mobilität und Denkmalschutz.​

    Weiterbauen im Bestand statt Tabula rasa
    Rund 70 Prozent der bestehenden Bauten werden erhalten, darunter das markante, von Alphonse Laverrière entworfene Gebäude an der Avenue de la Gare, dessen Schutz nach Kritik von Bund und Fachleuten in einem überarbeiteten Projekt ausdrücklich gesichert wurde. Einzelne Gebäude wie «Gare 45» und «Horizon» dürfen um zwei Geschosse erhöht werden, dazu kommen zwei neue Baukörper. Einer entlang der Gleise, einer im Quartierzentrum, deren Höhen so definiert sind, dass die bestehende Skyline und Sichtbezüge respektiert bleiben und der Edipresse-Turm nicht überragt wird.​

    Wohnen, Arbeiten und soziale Mischung
    Etwa 30 Prozent der Geschossflächen sind für Wohnen vorgesehen, mindestens 20 Prozent davon als logements d’utilité publique, also gemeinnützige Wohnungen. Insgesamt sollen so knapp 500 Personen in einem heute nicht bewohnten Quartier leben können. Parallel entsteht ein vielfältiger Nutzungsmix mit Büros, einem Hotel, Läden, frühkindlicher Betreuung, Kultur- und Freizeiträumen sowie quartiernahen Dienstleistungen. Rund 500 Quadratmeter werden zu kontrollierten, günstigen Mieten für Kulturschaffende und öffentliche Nutzungen reserviert.​

    Öffentlicher Raum, Begrünung und Mobilität
    Der heute geschlossene, stark versiegelte Komplex wird in ein offenes, fussgängerorientiertes Quartier überführt. Etwa die Hälfte des Areals soll künftig als öffentlicher Raum zur Verfügung stehen, ein grosser Teil davon mit Bäumen und Grünflächen, ergänzt durch begrünte Dächer, Photovoltaikanlagen und den Anschluss an erneuerbare Wärmequellen, um die CO₂-Bilanz deutlich zu verbessern. Die Erschliessung an der Oberfläche erfolgt primär zu Fuss und mit dem Velo, während eine Tiefgarage mit rund 275 Autoparkplätzen und rund 1200 Velostellplätzen die notwendigen Mobilitätsangebote unterirdisch bündelt.​

    Politischer Prozess und Ausblick
    Der Plan liegt bis zum 18. Dezember zur öffentlichen Einsicht auf. Einwendungen und Einsprachen fliessen in die weitere Überarbeitung ein, bevor der Beschlussweg über den Gemeinderat zum Kanton führt. Parallel sind Wettbewerbe für Architektur und öffentliche Räume mit partizipativen Formaten vorgesehen, um die Qualität der Umsetzung zu sichern. Der Baubeginn wird derzeit ab etwa 2029 anvisiert, mit einer gestaffelten Inbetriebnahme des neuen Quartiers zwischen 2031 und 2033. Vorausgesetzt, allfällige politische Referenden ändern den Zeitplan nicht.

  • Digitaler Zwilling macht Unsichtbares sichtbar

    Digitaler Zwilling macht Unsichtbares sichtbar

    Im Herzen des Projekts steht ein digitaler Co-Pilot, der als intelligenter Assistent agiert und restauratorische Entscheidungen unterstützt. Mittels Laserscans und photogrammetrischer Aufnahmen entsteht ein präziser 3D-Zwilling der Kathedrale, ergänzt um detaillierte Daten zu jedem Stein. Alter, Materialzusammensetzung und Zustand werden wissenschaftlich dokumentiert.​

    Gleichzeitig werden die mechanischen Lasten im Bauwerk mit Methoden wie Thrust Network Analysis simuliert. Schäden werden nicht nur sichtbar, sondern im Raum verortet und in ihrer Entwicklung nachvollziehbar. Die XR-Technologien zeigen Restauratoren, Ingenieuren und Architekten interaktive Hologramme direkt am Originalbauwerk.​

    Klima als Herausforderung
    Das Team der ETH Zürich korreliert lokale Wetterextreme wie windgetriebenen Regen mit den realen Schadensbildern an den Sandsteinen. Sensoren messen Feuchtigkeit und Mikroklima; die daraus gewonnenen Daten fliessen in Modelle, die künftige Entwicklungen bei zunehmender Klimaänderung prognostizieren. So entstehen Strategien für den langfristigen Erhalt der Bausubstanz, angepasst an die individuellen klimatischen Belastungen am Standort.​

    Neue Standards für Bauwerke weltweit
    Das Projekt «Heritage++» ist ein Vorbild für die Digitalisierung im Denkmalschutz. Die Kombination aus digitalem Zwilling, XR und KI ist übertragbar auf Brücken, Schlösser und weitere historische Bauten. Die öffentliche App zum Jubiläum der Kathedrale vermittelt Restaurierung transparent und partizipativ an die Besucher. Der Denkmalschutz wird nicht nur effizienter, sondern für alle erlebbar.

  • Genfer Wohnraumpolitik unter Druck

    Genfer Wohnraumpolitik unter Druck

    Seit 1983 kontrolliert das Gesetz über den Abriss, die Umwandlung und die Renovation von Wohnhäusern in Genf den Wohnungsmarkt rigoros. Mit dem Ziel Mieter schützen, Lebensqualität sichern und Spekulation eindämmen. Die Mietpreise nach Umbauten und Renovationen werden per Dekret gedeckelt, genehmigungspflichtige Projekte sind eng reguliert.​

    Die Studie von Ters (FHNW) und Kholodilin (DIW Berlin) analysiert erstmals dynamisch, wie diese Eingriffe wirken. Das Ergebnis zeigt Wohnungsrationierung und Mietkontrollen bremsen den Neubau signifikant. Private und institutionelle Investoren verlagern Kapital vermehrt in Renovationen. Kurzfristig steigen die Ausgaben für Modernisierungen, während echte Wohnflächenzuwächse ausbleiben. Gleichzeitig nehmen Leerstände weiter ab, die Auslastung steigt, der Markt wird noch enger. Insbesondere für neue Mieter steigen die Einstiegskosten, Bestandsmieter profitieren von stabilen, oft günstigen Mieten und langen Mietdauer.​

    Neue Dynamik im Bestand
    Institutionelle Investoren sind besonders stark betroffen. Projektverzögerungen, sinkende Restwerte und komplexe Genehmigungsverfahren machen den Neubau unattraktiv. Die Studie zeigt, dass ein regulatorischer Schock das Volumen neuer Investitionen um bis zu 600 Millionen CHF reduziert. Das entspricht rund 1% des gesamten Genfer BIP. Für den städtischen Bestand bedeutet dies in erster Linie, Investitionen gehen vor allem in kurzfristige, compliance-getriebene Upgrades statt in Tiefenerneuerungen oder neue Einheiten.​

    Die Mietkontrolle wirkt primär über den Preiskanal. Sie schützt bestehende Mieter vor Erhöhungen, drückt aber die Rendite für Eigentümer und dämpft neue Projekte. Renovierungen werden attraktiver als Neubauten, was die Modernisierung fördert, aber kaum neue Wohnungen schafft.​

    Lock-in-Effekt und Chancenungleichheit
    Ein unerwarteter Nebeneffekt der Regulierung ist der sogenannte Lock-in-Effekt. Mieter bleiben aus Kostengründen deutlich länger in ihren Wohnungen, was die Mobilität einschränkt und die Fehlverteilung von Wohnraum verstärkt. Gleichzeitig verschärfen sich die Mietdifferenzen im Markt. Neuankömmlinge zahlen hohe Marktmieten, während Langzeitmieter profitieren. Qualität und Zustand der Wohnungen bleiben oft auf niedrigem Niveau, da tiefgreifende Sanierungen wirtschaftlich schwer darstellbar sind.​

    Balance zwischen Schutz und Angebot gesucht
    Die Studie zeigt, dass die Genfer Regulierungen die Mieter vor Preissprüngen schützen, belasten aber den Neubau und verschärfen so mittelfristig die Wohnungsnot. Investoren weichen auf Bestandserhalt und punktuelle Modernisierungen aus, während Wachstumsimpulse durch Neubauten ausbleiben. Für die Politik bedeutet das, eine nachhaltige Balance zwischen Schutz und Markterneuerung ist unerlässlich. Neue Verdichtungsgenehmigungen und eine differenzierte Mietregelung könnten Abhilfe schaffen.

  • Standort Genf unter Druck

    Standort Genf unter Druck

    Genf gilt als Symbol für internationale Zusammenarbeit. 36’000 Arbeitsplätze in internationalen Organisationen, rund 250’000 Übernachtungen jährlich und ein starker lokaler Fussabdruck. Diese Zahlen verdeutlichen die Relevanz der internationalen Präsenz. Doch geopolitische Spannungen und der mögliche Rückzug von Grossakteuren wie den USA setzen dieses System unter Druck.

    Die Konsequenzen sind Haushaltskürzungen, Strukturveränderungen und Standortfragen, die weit über das politische Parkett hinausreichen. Auch Immobilienmärkte, lokale Dienstleister und die Stadtentwicklung sind unmittelbar betroffen. Was bislang als stabil galt, muss nun neu gedacht werden.

    Wenn Nachfrage neu verteilt wird
    Internationale Mitarbeitende prägen Genfs Wohnungsmarkt mit rund 9’500 bewohnten Einheiten, hoher Zahlungsbereitschaft und Fokus auf grosszügige, möblierte Wohnungen. Ein Rückgang von nur 20 % der Beschäftigten könnte die Angebotsquote spürbar erhöhen. Doch die Leerstandsquote dürfte kaum steigen. Die angespannte Wohnsituation sorgt dafür, dass frei werdende Wohnungen rasch durch lokale Haushalte belegt werden.

    Entscheidend wird sein, wie sich die Zusammensetzung des Angebots verändert, vor allem im hochpreisigen Segment. Der Markt könnte kurzfristig entspannter wirken, mittelfristig aber eine Verschiebung der Mietpreisdynamik erfahren.

    Stabilität auf dem Prüfstand
    Rund 650’000 m² Bürofläche sind heute durch internationale Organisationen belegt. Ein Rückgang um 20 % würde die Leerstandsquote auf über 10 % steigen lassen, mit besonders deutlichen Auswirkungen in Grand-Saconnex, Pregny-Chambésy und im Gebiet Jardin des Nations. Ein kompletter Rückzug würde über 140’000 m² leerstehende Flächen hinterlassen, eine Dimension, die etwa dem doppelten PAV-Projekt entspricht.

    Der Markt zeigt sich zwar bislang robust, doch der Rückgang internationaler Nachfrage könnte bestehende Ungleichgewichte verschärfen. Differenzierte Strategien für eine flexible, nutzerzentrierte Nutzung sind gefragt.

    Sichtbare, verletzliche Abhängigkeit
    Jährlich finden in Genf rund 2’500 Konferenzen statt. Der damit verbundene Tourismus stützt weite Teile des Hotelmarktes. Ein Wegfall dieser Veranstaltungen könnte die Auslastung der Hotels um bis zu 10 % reduzieren. Mit Dominoeffekten auf Zulieferer, Gastronomie und das internationale Renommee der Stadt.

    Gerade dieser Bereich zeigt, wie eng wirtschaftliche, städtebauliche und diplomatische Interessen verflochten sind und wie verletzlich dieser Knotenpunkt ist.

    Von der Gefahr zur Gelegenheit
    Der mögliche Rückzug internationaler Organisationen ist keine isolierte Krise, sondern Ausdruck eines globalen Strukturwandels. Die Herausforderung für Genf ist die Resilienz nicht nur als Widerstand, sondern als Wandel zu verstehen.

    Zukunftsstrategien für Genf
    Ein einzigartiges Ökosystem aus internationalen Organisationen, hoher Lebensqualität und institutioneller Stabilität spricht weiterhin für Genf. Gleichzeitig gilt es, strategisch auf Herausforderungen wie Bodenknappheit, hohe Grundstückspreise und hohe Lebenshaltungskosten zu reagieren.

    Transformation mit zwei Hebeln vorantreiben
    Neue Geschäftsmodelle entwickeln durch Diversifizierung von Finanzierung und Leistungen, hybride Formate, digitale Plattformen und lokal verankerte Partnerschaften.

    Immobilien intelligent und flexibel nutzen
    Unterausgelastete Flächen modular, nutzerzentriert und anpassungsfähig neu denken. Voraussetzung dafür ist nicht nur räumliche, sondern auch organisatorische Agilität.

    Synergien im Raum gezielt nutzen
    Wandel von klassischen Büros hin zu Orten des Wissens, der Begegnung und Innovation. Konferenz‑, Hotel- und Coworking-Infrastrukturen sollten stärker integriert geplant und genutzt werden.

    Planung flexibilisieren
    Stadtentwicklung muss reaktionsfähig und anpassbar sein. Mit visionären Konzepten, die Reversibilität und Nutzerorientierung ermöglichen, statt starrer Vorgaben.

  • Parlament bewilligt Neubau IOM-Hauptsitzes in Genf

    Parlament bewilligt Neubau IOM-Hauptsitzes in Genf

    Mit 166 zu 2 Stimmen hat der Nationalrat am 14. Juni 2025 ein zinsloses Bundesdarlehen für die Erneuerung des Hauptsitzes der Internationalen Organisation für Migration bewilligt. Der Entscheid folgte auf ein bereits im März gefälltes Ja des Ständerats. Die IOM, als Teil des UNO-Systems, spielt eine führende Rolle in der globalen Migrationspolitik. Der aktuelle Standort im Genfer Morillons-Quartier stammt aus den frühen 1980er-Jahren und entspricht weder energetischen, funktionalen noch sicherheitsrelevanten Standards.

    Ivestition mit strategischer Bedeutung
    Die Zustimmung des Parlaments erfolgte, obwohl die IOM kürzlich angekündigt hatte, rund 20 Prozent der rund 1000 Stellen in Genf abzubauen. Hintergrund ist ein Hilfsstopp der USA, einer der Hauptgeldgeber der Organisation. Aussenminister Ignazio Cassis betonte jedoch im Rat, dass das Bauprojekt auch mit reduziertem Personalstand, künftig rund 600 Mitarbeitende, sinnvoll dimensioniert sei. Die Schweiz verfolge mit dem Engagement eine klare gaststaatpolitische Strategie zur langfristigen Stärkung des internationalen Genf.

    Finanzierungsstruktur und Zeitplan
    Das vom Bund gewährte Darlehen über 44,7 Millionen Franken ist zinslos und soll innerhalb von 50 Jahren zurückgezahlt werden. Die Gelder fliessen an die FIPOI (Immobilienstiftung für internationale Organisationen), welche das Projekt verantwortet. Der Kanton Genf beteiligt sich zusätzlich mit 21,6 Millionen Franken. Damit tragen Bund und Kanton etwa zwei Drittel der Gesamtkosten. Bereits 2022 hatte das Parlament ein Vorprojekt mit 5,7 Millionen Franken für Planungsarbeiten unterstützt. Der Baustart ist für Januar 2026 vorgesehen, der Bezug für 2029.

    Genf als strategischer Standort internationaler Organisationen
    Die Unterstützung des Bundes ist als Teil der übergeordneten Gaststaatenpolitik zu verstehen. Genf beherbergt heute mehr als 40 internationale Organisationen und gilt weltweit als einer der bedeutendsten multilateralen Standorte. Die Schweiz verfolgt das Ziel, diese Rolle weiter zu festigen. Nicht zuletzt in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Umfeld um internationale Sitze. Die Modernisierung der Infrastruktur ist ein zentrales Mittel, um Organisationen wie die IOM dauerhaft an Genf zu binden.

    Signal für Kontinuität trotz Unsicherheiten
    Mit der klaren Zustimmung zum Neubau der IOM-Zentrale bekennt sich die Schweiz einmal mehr zu ihrer Rolle als Gaststaat internationaler Organisationen. Trotz geopolitischer Unsicherheiten und interner Kürzungen bei der IOM wird mit dem Projekt ein starkes Signal für die Standortattraktivität und die Verlässlichkeit der Schweiz gesetzt. Ein Aspekt, der für Fach- und Führungskräfte in Diplomatie, internationalen Organisationen und Bauwesen gleichermassen von Bedeutung ist.

  • Mehr Zuzüge ins Wallis, Verluste in Zürich und Waadt

    Mehr Zuzüge ins Wallis, Verluste in Zürich und Waadt

    Im vergangenen Jahr sind insgesamt 37’816 Unternehmen innerhalb der Schweiz umgezogen, informiert die CRIF AG in einer Mitteilung. Die Wirtschaftsauskunftei hat die entsprechenden Wanderbewegungen der Firmen innerhalb der Schweiz untersucht. Ihren Erhebungen zufolge haben 80,6 Prozent der Unternehmen ihren Sitz innerhalb des Kantons verlegt. Nur 7470 Firmen wanderten in einen anderen Kanton ab.

    Bei den Zuzügen aus anderen Kantonen rangiert das Wallis mit einer Nettozuwanderung von 88 Firmen an erster Stelle. Dabei konnte der Kanton Wallis vor allem Firmen aus den Kantonen Waadt und Genf gewinnen. Die Kantone Appenzell Ausserrhoden und Freiburg verzeichneten ebenfalls hohe Nettozuwanderungen von 65 beziehungsweise 39 Firmen. In den Kanton Appenzell Ausserrhoden zog es vor allem Firmen aus St.Gallen, Zürich und Zug. Nach Freiburg siedelten vorrangig Firmen aus den Kantonen Waadt, Bern und Genf um.

    Am anderen Ende der Skala stehen die Kantone Zürich, Waadt und Luzern. Der Kanton Zürich verlor netto 133 Unternehmen an andere Kantone der Schweiz. Aus den Kantonen Waadt und Luzern wanderten 87 beziehungsweise 61 Unternehmen in andere Kantone ab.

    Von den Abwanderungen aus dem Kanton Zürich konnten vor allem die Kantone Zug, Aargau und Schwyz profitieren. Aus Waadt wanderten viele Firmen in die Kantone Genf, Wallis und Freiburg ab. Firmen aus Luzern verlegten ihren Sitz hauptsächlich in die Kantone Zug, Zürich und Aargau.

  • Historische Kurhäuser im Kanton Waadt nachhaltig renoviert

    Historische Kurhäuser im Kanton Waadt nachhaltig renoviert

    Die renovierten Gebäude in Bière, Dommartin, Romainmôtier, Rougemont und Vufflens-le-Château stammen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Die Restaurierung erfolgte mit höchster Sorgfalt, um die historische Substanz zu bewahren. Gleichzeitig wurden Fassaden, Dächer, Fenster, Isolierungen und technische Installationen modernisiert, um die Energieeffizienz zu steigern, ohne den ursprünglichen Charakter der Bauwerke zu verändern.

    «Jeder restaurierte Stein, jedes renovierte Dach vermittelt eine Botschaft an die kommenden Generationen, die eines Kantons, der auf die Bewahrung seines Erbes achtet. Mit der Modernisierung dieser fünf Kuren verbinden wir Denkmalpflege mit nachhaltiger Entwicklung», betonte Isabelle Moret, Leiterin der Abteilung für Kulturerbe, bei ihrem Besuch vor Ort.

    Stärkung der lokalen Wirtschaft durch traditionelles Handwerk
    Die Renovationen wurden in enger Zusammenarbeit mit regionalen Handwerkern durchgeführt. Damit stärkt der Kanton nicht nur die lokale Wirtschaft, sondern erhält auch wertvolles handwerkliches Know-how. Das Projekt zeigt, dass Denkmalschutz und Nachhaltigkeit keine Gegensätze sind, sondern gemeinsam eine zukunftsweisende Strategie für die Baukultur bilden.

  • Neue Rechenzentrum in Genf speist Abwärme ins Fernwärmenetz ein

    Neue Rechenzentrum in Genf speist Abwärme ins Fernwärmenetz ein

    INFOMANIAK, europaweit tätiger Cloud-Anbieter und Entwickler von Webtechnologien, hat im Beisein von Behördenvertretern und Projektpartnern ein neues Rechenzentrum am Unternehmensstandort Genf eingeweiht. Gemäss einer Medienmitteilung kann der von den dort 10’000 unterirdisch installierten Servern verbrauchte Strom per Fernwärmenetz als Heizenergie nochmals verwendet werden. Obgleich es sich um eine energieintensive Anlage handele, gilt das Rechenzentrum damit als «aktiver Akteur der Energierückgewinnung».

    Bereits im November 2024 wurde damit begonnen, den in diesem Rechenzentrum verbrauchten Strom zu 100 Prozent in Wärme umzuwandeln und in das kantonale Fernwärmenetz einzuspeisen. Aktuell nutze der Serverpark 25 Prozent seiner Kapazität, bis 2028 soll die Anlage mit voller Leistung laufen. Für das Fernwärmenetz wird dann eine Leistung von 1,7 Megawatt erwartet. «Mit so viel Energie können jährlich 6000 Minergie-A-Haushalte beheizt werden oder 20’000 Personen täglich fünf Minuten lang duschen», heisst es in der Mitteilung.

    Das neue Datacenter soll den bisherigen Verlust der Abwärme mit einem neuen Funktionsprinzip ändern. Es gibt die aus Strom gewonnene Wärme mit einer Temperatur von 40 bis 45 Grad an einen Luft-Wasser-Wärmetauscher ab, der einen Warmwasserkreislauf erwärmt. Wärmepumpen ermöglichen im Anschluss eine Erhöhung der Wassertemperatur, um die Abwärme in das Fernwärmenetz zu leiten.

    Zur positiven Klimawirkung trage zudem die Lage unter einem Wohngebiet bei. Dadurch seien keine Auswirkungen im Stadtbild zu befürchten. So würden mehrere bedeutende Herausforderungen der Cloud-Branche gelöst und Schritte für mehr technologische Unabhängigkeit in Europa getan, heisst es.

  • Waadtländer Wirtschaft zwischen Erholung und Unsicherheit

    Waadtländer Wirtschaft zwischen Erholung und Unsicherheit

    Die weltweiten wirtschaftlichen Spannungen haben in den letzten Monaten zugenommen. Die OECD und das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) verweisen auf Risiken, insbesondere durch die neue US-Regierung und die unklaren Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU. Während die US-Wirtschaft stärker als erwartet wächst, bleibt die europäische Konjunktur durch strukturelle Herausforderungen geschwächt. Der starke Schweizer Franken bremst exportorientierte Branchen, während die Inlandsnachfrage weiterhin eine stabile Säule der Wirtschaft darstellt.

    Bauwirtschaft profitiert von Zinssenkungen
    Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat ihre Geldpolitik gelockert und den Leitzins von 1,75 % auf 0,5 % gesenkt. Diese Massnahme schafft ein vorteilhaftes Investitionsklima, insbesondere im Baugewerbe, das von sinkenden Finanzierungskosten profitiert. Die Prognosen für die gesamte Schweiz gehen von einem Wachstum von 1,5 % in diesem Jahr und einer Beschleunigung auf 1,7 % im kommenden Jahr aus.

    Branchenentwicklung uneinheitliches Bild
    Während die Industriekonjunktur weiterhin herausgefordert ist, zeigen sich in anderen Bereichen gemischte Entwicklungen. Der Einzelhandel und das Gastgewerbe kämpfen mit einem schwachen Geschäftsklima, während der Dienstleistungssektor positive Impulse verzeichnet. Besonders starkes Wachstum wird für die Chemie- und Pharmaindustrie, Unternehmensdienstleistungen sowie die Finanzbranche prognostiziert. Auch die Maschinen- und Uhrenindustrie könnte mittelfristig von der wirtschaftlichen Erholung profitieren.

    Stabilisierung mit Unsicherheiten
    Die Waadtländer Wirtschaft blickt auf ein Jahr der Chancen, jedoch auch der Herausforderungen. Während zentrale Branchen von einer anhaltenden Erholung profitieren dürften, bleiben geopolitische und währungspolitische Unsicherheiten als Risikofaktoren bestehen. Entscheidend wird sein, wie sich internationale Handelsbeziehungen und die Binnenkonjunktur entwickeln und inwiefern Unternehmen in der Lage sind, auf Veränderungen flexibel zu reagieren.

  • Kraftwerk in Saas Almagell soll mit höherem Staudamm allen Strom im Winter erzeugen

    Kraftwerk in Saas Almagell soll mit höherem Staudamm allen Strom im Winter erzeugen

    Die Kraftwerke Mattmark AG haben laut einer Mitteilung die Machbarkeit der Erhöhung ihres Staudamms um 3 und 10 Meter prüfen lassen. Gemäss einer Vorstudie kann eine Erhöhung um 10 Meter die gesamte bisherige Stromproduktion von 60 Gigawattstunden in den Winter verlagern. Das Stauvolumen des Sees steigt dabei um 18 Prozent. Es braucht keine neuen Wasserfassungen oder Zuleitungen.  Die Investitionen betragen 83 Millionen Franken. Die Arbeiten würden vier Jahre in Anspruch nehmen.

    Mitaktionär Axpo aus Baden hat die Vorstudie im Auftrag des Betreiberunternehmens erarbeitet. Nun erarbeitet Axpo auch das technische Vorprojekt und den Umweltverträglichkeitsbericht. Parallel dazu sollen Vertreter von Anspruchsgruppen aus der Bevölkerung, dem Umweltschutz und dem Tourismus in Begleitgruppen einbezogen werden.

    An der Kraftwerke Mattmark AG sind ausser Axpo mit 38,88 Prozent auch die Axpo-Tochter CKW mit 27,78 Prozent, die BKW und die Stadt Sitten mit je 11,11 Prozent sowie die ewl und die Stadt Siders mit je 5,56 Prozent beteiligt. Der vollständige Betrieb des ab 1958 errichteten Kraftwerks im Saastal wurde 1969 aufgenommen.

    Derzeit werden rund 33 Gigawattstunden Strom im Winterhalbjahr und 28 Gigawattstunden im Sommerhalbjahr erzeugt.

  • Neue Projekte für Dekarbonisierung der Gasbranche starten 2025

    Neue Projekte für Dekarbonisierung der Gasbranche starten 2025

    Die EPFL und der Westschweizer Gasversorger Gaznat haben laut einer Mitteilung eine Rahmenvereinbarung über den Ausbau ihrer Zusammenarbeit unterzeichnet. Diese sieht drei Ausschreibungen für Projekte der Forschung und Entwicklung vor, die einen erheblichen Beitrag zu einer sauberen Gasversorgung leisten können. Die erste Ausschreibung ist für Anfang 2025 vorgesehen.

    Die Siegerprojekte werden von einem wissenschaftlichen Beirat ausgewählt, dem jeweils vier Vertreter beider Seiten angehören.  Dazu gehören der Gaznat-CEO Gilles Verdan, Wendy Lee Queen und Yasmine Calisesi vom EPFL Energy Center sowie EPFL-Vizepräsident Edouard Bugnion. Ein Programmmanager wird die Ausschreibungen koordinieren und die ausgewählten Projekte begleiten.

    Die EPFL und Gaznat haben im Rahmen von drei Ausschreibungen bereits 17 Projekte gemeinsam finanziert. Gaznat eröffnete 2023 sein Innovationslabor in Aigle.

    Gaznat mit Sitz in Lausanne beschafft und transportiert Gas für Partnerunternehmen in der Westschweiz. Das Unternehmen will sein Angebot bis 2050 klimaneutral gemacht haben. „Dank unserer Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit mit der EPFL kommen wir unserem Ziel der Klimaneutralität näher und können unsere Branche dekarbonisieren“, werden Gaznat-Verwaltungsratspräsident René Bautz und CEO Gilles Verdan in der Mitteilung zitiert.

  • Energieeinsparung durch KI

    Energieeinsparung durch KI

    Romande Energie stärkt seine Positionierung im Immobilienbereich. Der Waadtländer Energieversorger beteiligt sich laut einer Mitteilung an der yord GmbH. Das Unternehmen mit Sitz in Freiburg hat eine Anwendung entwickelt, mit welcher der Wärmeverbrauch in Gebäuden optimiert werden kann.

    Sensoren im gesamten Gebäude messen die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit, die Helligkeit und die Luftqualität. Die Daten werden mit Künstlicher Intelligenz analysiert und dafür genutzt, die Wärmeversorgung an den tatsächlichen Bedarf der Nutzenden anzupassen. Die Lösung kann an alle bestehenden Heizungssysteme andocken. Die Optimierung des Wärmeverbrauchs erlaubt eine Energieeinsparung um bis zu 40 Prozent.

    Yord erwartet mit der Beteiligung von Romande Energie eine Beschleunigung seiner technischen und kommerziellen Entwicklung. „Als engagierter Akteur im Bereich Cleantech bildet Romande Energie einen strategischen Partner für unser Wachstum“, wird Sébastien Bron in der Mitteilung zitiert, CEO und einer der vier Mitgründer des 2021 gegründeten Unternehmens.

    Romande Energie will mit der Lösung von yord einen Mehrwert für die Kunden erzielen. „Der Ansatz von yord, den Energieverbrauch zu optimieren und dabei den Komfort zu erhalten oder sogar zu erhöhen, entspricht unserer Vision einer positiven Energiewende, bei welcher die Nutzenden im Mittelpunkt stehen“, wird Thibaud Weick zitiert, Leiter von RE Ventures, dem Beteiligungsarm von Romande Energie.

  • Enerdrape gewinnt Nachhaltigkeitspreis von AMAG

    Enerdrape gewinnt Nachhaltigkeitspreis von AMAG

    Enerdrape hat eine Bestätigung für ihr Pilotprojekt zur Energieeffizienz in Gebäuden erhalten. Laut einer Medienmitteilung wurde das in Renens ansässige Jungunternehmen von der Autohändlerin AMAG Group für eine innovative Paneellösung zum Gewinner der ersten AMAG Sustainability Challenge ernannt.

    Die Fachjury war überzeugt von dem weltweit ersten, geothermischen Paneel, welches unterirdische Räume wie etwa Tiefgaragen oder Tunnel in erneuerbare Wärme- und Kältequellen verwandelt. Die dort entstehende Abwärme könne zum Beheizen und Klimatisieren der darüber liegenden Räume genutzt werden, ohne dass gebohrt werden muss und ohne direkten Kontakt mit dem Boden, heisst es in der Begründung.

    Auf den Plätzen zwei und drei landeten die Start-ups 8inks und Exnaton. Weitere Finalisten waren CarDust und Grensol.

    Helmut Ruhl, CEO der AMAG Group, war voll des Lobes für die gezeigten Lösungen. „Auf unserem Weg, unser Geschäftsmodell bis 2040 zu dekarbonisieren, setzen wir auf Elektromobilität und Photovoltaik und auf Unternehmertum und Innovation. Dazu bedarf es neuer Technologien und Geschäftsmodelle. 2024 haben wir deshalb erstmalig die AMAG Sustainability Challenge durchgeführt. Von der Resonanz bin ich überwältigt und von den Ideen inspiriert und begeistert“, wird er zitiert.

    Für ihren Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstosses erhält Enerdrape 50’000 Franken aus dem AMAG Climate Fund sowie einen gebrandeten VW ID.3 für ein Jahr.

  • Neue Netzplattform erleichtert Eigenverbrauch von Solarstrom und Batteriespeicherung

    Neue Netzplattform erleichtert Eigenverbrauch von Solarstrom und Batteriespeicherung

    Evaarist startet laut einer Mitteilung eine Netzplattform «zur Demokratisierung der Energieautarkie». Das Start-up mit Sitz in Sitten will mehr Besitzern von bestehenden Solaranlagen ermöglichen, ihre Solarproduktion stärker selbst zu verbrauchen. Evaarist bietet dazu neben der Plattform autarcie.ch zur Steuerung des Solarstroms vom Dach auch einfach zu installierende Batteriesätze an.

    «Die Energieautarkie ist unser Herzensanliegen», wird Loïc Viret zitiert. Er hat mit Julien Morard und Stéphane Curchod Evaarist 2023 gegründet. Das Ingenieurbüro ist auf erneuerbare Energien und Energieautarkie spezialisiert und hat im Rahmen des Espace Innothèque der Messe Foire du Valais 2024 die Plattform autarcie.ch lanciert, heisst es in der Mitteilung.

    Die Überlegungen von Evaarist basierten auf der Feststellung, dass fast 98 Prozent der rund 240‘000 bestehenden Solaranlagen in der Schweiz nicht mit Batterien ausgestattet sind. Evaarist bietet universell einsetzbare Batteriesysteme für Solardächer an. Parallel zum Stromnetz, den Solarmodulen und den vorhandenen Wechselrichtern wird ein Batteriesatz installiert. «Das wird es ermöglichen, zusätzliche Energie zu speichern und mit ihr zu arbeiten. Und vor allem kann der Autarkiegrad auf 65 bis 85 Prozent erhöht werden, während er ohne Batterien bei 20 bis 30 Prozent liegt», wird Viret zitiert.

    Weiter will Evaarist das Material direkt vom Hersteller zum Kunden bringen und die Installation wird weitgehend als «Do it yourself» durchgeführt. Dank einer Vereinbarung mit einem deutschen Importeur bietet autarcie.ch Batteriesätze ab 5800 Franken  für 10 Kilowattstunden an.

    Autarcie.ch ist kein Anti-Blackout-System. «Aber unsere Systeme können so ausgestattet werden, dass sie funktionieren, wenn das Netz ausfällt», wird Viret zitiert.

  • Erste Niederdruckturbine der Schweiz in Martigny-Bourg in Betrieb genommen

    Erste Niederdruckturbine der Schweiz in Martigny-Bourg in Betrieb genommen

    Die Forces Motrices de Martigny-Bourg (FMMB) haben die erste Niederdruckturbine der Schweiz in Betrieb genommen. Wie Alpiq in einer Mitteilung schreibt, können so im Unterwasserkanal des Flusskraftwerks an der Dranse pro Jahr 850‘000 Kilowattstunden Strom erzeugt werden. Die bisherigen drei Produktionseinheiten des Kraftwerks erzeugen 89 Millionen Kilowattstunden pro Jahr.

    Die Niederdruckturbine kann je nach Durchfluss zwischen 1,25 und 10,2 Kubikmeter Wasser pro Sekunde turbinieren. Sie ist für eine Fallhöhe von bis zu 2,5 Metern ausgelegt. Sie stellt keine zusätzliche Belastung für die Umwelt dar und beeinträchtigt nicht die bestehende Stromproduktion. «Die Installation dieser neuen Niederdruckturbine ermöglicht es, die verfügbaren Wasserressourcen bestmöglich zu nutzen und gleichzeitig Rücksicht auf die Umwelt zu nehmen», wird Kraftwerksleiter Georges-Alain Zuber in der Mitteilung zitiert.

    Die Planung der Anlage hat 2011 begonnen. Sie wird mit Mitteln aus der kostendeckenden Einspeisevergütung gefördert.

    Das Kraftwerk wurde 1908 als Stromerzeuger der Electro-Chimie de Paris errichtet. Heute sind an den FMMB die Gemeinden Bovernier mit 23,04 Prozent, Sembrancher mit 18,72 Prozent, Martigny mit 17,22 Prozent, Martigny-Combe mit 15,58 Prozent und Vollèges mit 1,64 Prozent sowie Alpiq mit 18 Prozent und der Walliser Energieversorger FMV mit 5,8 Prozent beteiligt.

  • Procimmo baut Immobilienfonds aus

    Procimmo baut Immobilienfonds aus

    Procimmo plant, mehrere Immobilien für seinen Residential Lemanic Fund zu erwerben. Die auf die Entwicklung und Verwaltung von Immobilienanlageprodukten spezialisierte Firma aus Renens will daher Ende September eine Kapitalerhöhung im Umfang von 30 Millionen bis 40 Millionen Franken durchführen. Der genaue Betrag sowie die Zeichnungsfrist sollen zu einem späteren Zeitpunkt kommuniziert werden, informiert Procimmo in einer entsprechenden Mitteilung.

    Der Procimmo Residential Lemanic Fund umfasst aktuell ein Bruttovermögen von rund 510 Millionen Franken. Drei Viertel des Kapitals sind in Immobilien in Lausanne und Genf investiert. Procimmo will den Fonds wachsen lassen „und gleichzeitig seine inneren Qualitäten“ bewahren, schreibt das Unternehmen.

    Die 2007 gegründete Procimmo SA ist als Real Estate Asset Manager am Hauptsitz in Renens sowie in Zürich und Genf aktiv. Seit 2017 gehört das Unternehmen zur Procimmo Group AG. Die an der BX Swiss kotierte Unternehmensgruppe mit Sitz in Zug bietet Investment und Dienstleistungen im Immobilienbereich an.

  • ZIMEYSAVER – eine Zukunft für Meyrin, Satigny, Vernier

    ZIMEYSAVER – eine Zukunft für Meyrin, Satigny, Vernier

    Dieses wichtige Entwicklungsprojekt wird in enger Zusammenarbeit zwischen den betroffenen Gemeinden, der Stiftung für Industriegelände sowie verschiedenen Verbänden, Unternehmern und Bewohnern der Region durchgeführt. Diese Partnerschaft garantiert die Berücksichtigung der verschiedenen Interessen und die Schaffung eines harmonischen Zusammenlebens von Gewerbe- und Wohnflächen.

    Attraktive und erschwingliche Flächen
    Eine der grössten Herausforderungen des Projekts ist die Schaffung von attraktiven und diversifizierten Grundstücken und Immobilien zu erschwinglichen Preisen für produktive Aktivitäten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der geschickten Integration von Gewerbe- und Wohnflächen, um eine kohärente und angenehme Umgebung für alle Beteiligten zu schaffen.

    Optimierung der Verkehrsinfrastruktur
    Die Verbesserung des Gütertransports und der Mobilität von Personen ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Die geplanten Verkehrswege und die neuen Autobahnanschlüsse werden die Zugänglichkeit des Gebiets erheblich verbessern. Zwei Buslinien mit hohem Servicegrad werden ab 2024 eine bessere Verbindung zwischen dem Norden und dem Süden der Region ermöglichen.

    Umweltqualität und Wohnraum
    Der Schwerpunkt wird auf der Verbesserung der Umweltqualität durch die Schaffung von offenen und qualifizierten Räumen und der Bereitstellung neuer Einrichtungen für Unternehmen und Angestellte, wie Kindergärten, Restaurants und kleine Geschäfte, liegen.
    Die nächsten Schritte
    2024 wird die Entwicklung des Masterplans für gemischte Aktivitäten fortgesetzt und die Baugenehmigung für die „Bar de Montfleury“ sowie den neuen Autobahnanschluss eingereicht. Im nächsten Jahr ist geplant, eine öffentliche Übersicht über die Zonenänderungen und den Masterplan für das Industriegebiet Tuilire zu erstellen und mit den Arbeiten am Siedlungsweg am rechten Ufer zu beginnen. Bis 2031 sollen die Umsetzung des „Montfleury-Riegels“ und der Autobahnkreuz realisiert werden.

    Bisherige Erfolge
    Das Projekt hat bereits viele Meilensteine erfolgreich umgesetzt, darunter die Verabschiedung mehrerer Masterpläne und Investitionskredite sowie die Vorbereitung künftiger Entwicklungsphasen. So wurde der Masterplan für die Industrie- und Gewerbegebiete bereits im Mai 2022 vom Staatsrat verabschiedet.

  • Neuer unterirdischer Bahnhof in Genf – das grösste Bahnprojekt des 21. Jahrhunderts

    Neuer unterirdischer Bahnhof in Genf – das grösste Bahnprojekt des 21. Jahrhunderts

    Das endgültige Design des unterirdischen Bahnhofs in Genf wurde kürzlich festgelegt. Nach langen Beratungen einigten sich die beteiligten Partner – das Bundesamt für Verkehr (BAV), der Kanton Genf, die Stadt Genf und die SBB – auf die letzten Details, die eine erhebliche Kapazitätserweiterung ermöglichen werden. Der neue Bahnhof wird nicht nur zwei zusätzliche Unterführungen für Passagiere umfassen, sondern auch einen zweigleisigen Tunnel in Richtung Flughafen, was eine deutliche Verbesserung gegenüber dem ursprünglichen Projekt darstellt.

    Der Bahnhof Genf-Cornavin, der drittgrösste Bahnhof der Schweiz, spielt eine entscheidende Rolle im täglichen Pendlerverkehr, sowohl innerhalb des Landes als auch auf internationaler Ebene. Jeden Tag nutzen 156.000 Reisende und Passagiere den Bahnhof. Der neue unterirdische Teil, der Teil des Programms „Léman 2030“ ist, wird die Effizienz des Verkehrs im Genferseebecken und im Grossraum Genf erheblich verbessern. Es ist vorgesehen, mindestens drei zusätzliche Fernverkehrszüge pro Stunde und Richtung zu verkehren und die Taktung auf der Strecke La Plaine – Genf auf einen Viertelstundentakt auszubauen.

    Neben den neuen Durchgangsbereichen, die den Durchgang durch den Bahnhof erleichtern und den Zugang zu den Bahnsteigen vereinfachen, wurden auf Wunsch der Auftraggeber zusätzliche Studien durchgeführt. Diese Studien führten zu Lösungen, die die Kapazität des bestehenden Bahnhofs nach der Inbetriebnahme des unterirdischen Bahnhofs erhöhen. Es wird eine neue zentrale Unterführung und eine östliche Unterführung entlang der Rue des Alpes geschaffen. Die Planung der Modernisierung des bestehenden oberirdischen Bahnsteigs bleibt jedoch für ein späteres unabhängiges Projekt vorgesehen.

    Die Kosten und der Zeitplan für den neuen unterirdischen Bahnhof sind noch nicht endgültig festgelegt und werden voraussichtlich im Laufe des Jahres 2024 bekannt gegeben, wobei die öffentliche Ausschreibung voraussichtlich Ende 2027 erfolgen kann. Die Bauzeit für den unterirdischen Bahnhof wird auf etwa neun Jahre geschätzt, mit einem Budget von etwa 1,9 Milliarden Franken, die vom Bund, dem Kanton Genf und der Stadt Genf finanziert werden. Die angestrebte Inbetriebnahme ist für 2038 vorgesehen.

    Die Partner begrüssen den Fortschritt der Planung und erkennen die Fortschritte an, die im Rahmen ihrer Zusammenarbeit erzielt wurden. Gleichzeitig sind sie sich der zahlreichen Herausforderungen bewusst, die noch bewältigt werden müssen, um den Erfolg des Projekts sicherzustellen. Eine ausführliche Präsentation des Projekts ist für die zweite Hälfte des Jahres 2024 geplant, um einen detaillierten Überblick über die Fortschritte und die noch zu erledigenden Aufgaben zu geben.

  • Grossprojekt Bernex ein städtischer Knotenpunkt mit Wohnungen und Arbeitsplätzen

    Grossprojekt Bernex ein städtischer Knotenpunkt mit Wohnungen und Arbeitsplätzen

    Das Bernex-Grossprojekt erstreckt sich entlang der Strassenbahnverlängerung und umfasst eine Fläche von fast 120 Hektar. Die erste Phase, die bis 2030 abgeschlossen sein soll, sieht den Bau von 1.600 Wohnungen und 1.600 Arbeitsplätzen in Bernex und 200 Wohnungen in Confignon vor.Die Planung und Umsetzung dieses Projekts erfolgt in verschiedenen Sektoren und Phasen, um ein dynamisches und integriertes städtisches Umfeld zu schaffen.

    Sektoren und Bereiche des Projekts
    Die Hauptsektoren des Projekts sind der Sektor Bernex-Est mit den Stadtteilen Saint-Mathieu und Grouet, dem Agro-Stadtpark Les Molliers, den öffentlichen Einrichtungen von La Goutte de Saint-Mathieu und dem Industriegebiet Les Rouettes. Andere Sektoren sind Vailly und Vuillonnex. Diese Sektoren werden durch zwei städtische Boulevards, den „Boulevard de Chancy“ und den „Boulevard des Abarois“, strukturiert, die die zukünftigen Viertel parallel zur Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs erschliessen werden.
    Ziele in Bezug auf Wohnraum und Arbeitsplätze
    Der Plan sieht die Planung von ca. 2800 neuen Wohneinheiten und 2550 neuen Arbeitsplätzen im Sektor Ost und Vailly vor. Der kantonale Richtplan zielt darauf ab, Bernex zu einem regionalen Knotenpunkt mit insgesamt 5700 Wohneinheiten und Arbeitsplätzen zu machen. Zusätzlich zu den Wohnungen werden Plätze für Bildung und Kultur geschaffen, um den Bedürfnissen der zukünftigen Bewohner und Arbeitnehmer gerecht zu werden.

    Bewahrung der landwirtschaftlichen Identität
    Das Projekt wird sich auch auf landwirtschaftliche Flächen erstrecken, um die lokale und regionale landwirtschaftliche Aktivität zu bewahren und zu fördern. Der Agro-Stadtpark Les Molliers spielt in dieser Hinsicht eine zentrale Rolle bei der Erhaltung und Verbesserung der landwirtschaftlichen Identität der Region.

    Mobilitätskonzept
    Mehrere Massnahmen werden umgesetzt, um eine nachhaltige Mobilität zu fördern. Dazu gehören ein grüner Weg für die sanfte Mobilität und zwei Park-and-Ride-Parkplätze, um die Verlagerung vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel, das Fahrrad und das Gehen zu fördern. Diese Massnahmen sind von entscheidender Bedeutung für die Reduzierung des Durchgangsverkehrs und die Verbesserung der Erreichbarkeit der neuen Stadtviertel.

    Umweltmassnahmen und öffentliche Räume
    Ein grosser Teil der neuen Stadtteile wird öffentlich sein und über ausgedehnte Grünflächen verfügen. Besondere Aufmerksamkeit wird Umweltmassnahmen wie dem vernetzten Energiemanagement, der Regenwassernutzung und der Entwicklung der Biodiversität gewidmet. Ein Netz von Fusswegen wird von der Gemeinde Bernex geschaffen, um die offenen und öffentlichen Flächen für alle zugänglich zu machen.
    Nächste Schritte und Zeitplan
    Wichtige Meilensteine des Projekts sind die Gemeindeabstimmung über den lokalen Nachbarschaftsplan in Vailly am 9. Juni 2024, die Fortsetzung des Projektverfahrens für das Gewerbegebiet Les Rouettes und die Übergabe der letzten Wohneinheiten im Stadtteil Saint-Mathieu im Jahr 2024. Die Genehmigung für den Bau des Boulevard des Abarois und der Caran d’Ache Fabrik wird ebenfalls für 2024 erwartet. Bis 2030 sollen die verschiedenen Phasen des Projekts abgeschlossen sein, einschliesslich der ersten Häuser in Vailly und der Fertigstellung der öffentlichen Einrichtungen des Ausbildungszentrums La Goutte in Saint-Mathieu.
    Das Grossprojekt Bernex ist ein integrales Stadtplanungsprojekt, das die Region zu einem dynamischen und nachhaltigen städtischen Knotenpunkt machen soll. Durch die Schaffung neuer Wohnungen und Arbeitsplätze, die Förderung nachhaltiger Mobilität und die Bewahrung der landwirtschaftlichen Identität wird das Projekt einen bedeutenden Beitrag zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Region leisten.

  • Gewinner des Architekturwettbewerbs für die Schule in Confignon

    Gewinner des Architekturwettbewerbs für die Schule in Confignon

    Das Siegerprojekt „Cé Qu’É Lainô“ zeichnet sich durch eine innovative Strategie der Fragmentierung des umfangreichen Schulprogramms aus. Dieser Ansatz ermöglicht eine große Flexibilität in den Phasen der zukünftigen Nutzung der Klassenzimmer, der Turnhallen und des Jugendbereichs. Die geschickte Anordnung der Gebäude erleichtert den Zugang zu den verschiedenen Aktivitäten, die in dieser Schule vorgesehen sind und trägt zur Belebung des zukünftigen zentralen Platzes des Viertels bei, der als sozialer Treffpunkt dienen wird.

    Integration und Standortbedingungen
    Das Projekt integriert die verschiedenen Einschränkungen des Standorts auf optimale Weise, einschließlich der Notwendigkeit, eine markante architektonische Präsenz im Herzen des Viertels zu schaffen. Die teilnehmenden Büros mussten Aspekte wie die interne Organisation des Programms, die Wahl der Bauweise, die Integration in den zukünftigen Stadtteil Cherpines und den Dialog mit den wichtigsten öffentlichen Räumen berücksichtigen. Das Mobilitätsmanagement und die Landschaftsgestaltung waren ebenfalls von besonderer Bedeutung. Darüber hinaus galt es, eine große Anzahl von Schülern und Lehrern unterzubringen und ihnen ein Lebensumfeld zu bieten, das die Vermittlung von Wissen fördert.

    Ehrgeizige Energieziele und Nachhaltigkeit
    Das Programm der neuen Schule ist Teil eines ehrgeizigen Energiekonzepts, das auf den Anschluss an Fernwärme setzt, die aus erneuerbaren Energiequellen gespeist wird. Natürliche Belüftung und eine großflächige photovoltaische Solaranlage auf dem Dach, kombiniert mit Begrünung, sollen den Standard einer sehr hohen Energieeffizienz (THPE) erfüllen. Diese Maßnahmen unterstützen die nachhaltige Entwicklung des gesamten Projekts.

    Ein vollständiger Wettbewerb
    Gemäß der SIA-Norm 142 wurde der Architekturwettbewerb in einem zweistufigen, offenen Verfahren durchgeführt. In der ersten Phase lag der Schwerpunkt auf dem Konzept für die Gestaltung des Perimeters, einschließlich der Definition der Außenbereiche, der Nachhaltigkeitsprinzipien und der funktionalen Organisation der Programmkomponenten. In der zweiten Phase wurde der architektonische Entwurf für das Bildungs- und Sportprogramm sowie für die Außenanlagen festgelegt. Insgesamt wurden 46 Entwürfe eingereicht.

    Zukunftsperspektiven für den Stadtteil Cherpines
    Nach der ersten Bauphase in Rolliet und der Ankunft der ersten Unternehmen im Ökopark Cherpines wird die Sekundarschule II von Confignon den Grundstein für die zweite Phase des Cherpines-Projektes legen. Die Schule wird dem Place des Cherpines Gestalt verleihen und den Platz ab seiner Eröffnung mit 1.400 Schülern und Lehrern beleben. Der Bau der Schule wird die erste bebaute Front dieses öffentlichen Platzes bilden, während die anderen Blöcke des Wohnviertels nach und nach errichtet werden.

    Kontinuierliche Entwicklung
    Der Wettbewerb fand parallel zur Entwicklung des Entwurfs für einen lokalen Stadtteilplan (PLQ) statt, der sich zwischen dem industriellen Ökopark und den Sportplätzen befindet. Der PLQ soll dem Staatsrat Anfang 2025 vorgelegt werden.

  • Projekt Grands Esserts in Veyrier

    Projekt Grands Esserts in Veyrier

    Das Herzstück des Projekts ist die Esplanade Jean-Piaget, die zusammen mit der Promenade des Cirses die Grün- und Freiflächen des Standorts charakterisiert. Diese gut durchdachte Anordnung unterstreicht den Wert der hohen Umweltstandards und dient der städtischen Strategie zur Bekämpfung des Klimawandels. Die Planung berücksichtigt strikt die Prinzipien der ökologischen Nachhaltigkeit, um einen Lebensraum zu schaffen, der sowohl für die Bewohner als auch für die Umwelt von Vorteil ist.

    Partizipativer Planungsansatz
    Eine umfassende Konsultation der lokalen und kantonalen Akteure sowie der zukünftigen Nutzer stellt die Weichen für die Urbanisierung, die Mobilität und die Umweltgestaltung des neuen Stadtteils. Diese kooperativen Planungsprozesse gewährleisten, dass alle Beteiligten in die Entscheidungsfindung einbezogen werden und tragen zur Akzeptanz des Projekts bei.

    Förderung der sanften Mobilität und optimale Erreichbarkeit
    Die Förderung der sanften Mobilität steht im Mittelpunkt der Verkehrsplanung für Les Grands Esserts. Ein attraktives Netz von Rad- und Fußwegen verbindet den neuen Stadtteil mit wichtigen Punkten wie dem Stadtzentrum von Genf, Carouge und Veyrier. Diese Infrastruktur wird durch eine bessere Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz, insbesondere an den Léman Express, ergänzt, was die autofreie Mobilität innerhalb des Gebietes erleichtert.

    Erhaltung und Aufwertung der natürlichen Umwelt
    Besondere Aufmerksamkeit wird der Erhaltung und Aufwertung der natürlichen Ressourcen wie dem Waldrand und der Landschaftsgestaltung der Promenade des Cirses gewidmet. Diese Maßnahmen dienen nicht nur dem Erhalt der Biodiversität, sondern bieten den Bewohnern auch qualitativ hochwertige Erholungsräume.

    Das Projekt Grands Esserts setzt neue Maßstäbe in der Wohn- und Geschäftsentwicklung durch die vollständige Integration ökologischer Prinzipien und die Schaffung einer inklusiven und nachhaltigen Gemeinschaft. Mit der Fertigstellung der ersten Bauphase bis 2030 wird Les Grands Esserts zu einem Modell für urbanes Leben in Harmonie mit der Umwelt werden.

  • Eislaufbahn in Tréfle Blanc von den Architekten des Büros Chabanne

    Eislaufbahn in Tréfle Blanc von den Architekten des Büros Chabanne

    Die Eislaufbahn Tréfle Blanc wurde als herausragendes Projekt im Rahmen des internationalen Architekturwettbewerbs ausgewählt. Die Architekten von Chabanne arbeiteten an diesem ehrgeizigen Projekt in Zusammenarbeit mit Partnern wie Architech SA, WSP-BG Ingénieurs Conseils, Ingeni, Oxalis und RR-A.
    Das Projekt „Tréfle Blanc“ umfasst eine Vielzahl von Attraktionen, darunter eine Hauptbahn mit über 8.600 Sitzplätzen, eine zusätzliche Eisbahn und großzügige Bereiche für VIPs, Catering und Ausstellungen auf einer Gesamtfläche von 2.700 m². Die Gestaltung der Außenanlagen und der umliegenden Bereiche wurde ebenfalls sorgfältig geplant, um eine nahtlose Integration zu gewährleisten.

    Besondere Aufmerksamkeit wurde der Ästhetik des Gebäudes gewidmet, insbesondere den skulpturalen Fassaden, die das dynamische Volumen des Gebäudes betonen. Die Architektur des Projekts spiegelt auch die Identität des Geneva-Servette Hockey Clubs wider, der symbolisch als Club des Adlernestes aufgenommen wurde.

    Nachhaltigkeit spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Das Projekt setzt auf die Verwendung von umweltfreundlichen Materialien, wie Holz, das nicht nur für den Bau der Hauptbahn, sondern auch für die Rahmen der Eisbahnen verwendet wird. Darüber hinaus wird Energie aus erneuerbaren Quellen erzeugt, wie z.B. durch die Nutzung von Bodenenergie und Photovoltaikanlagen, um einen großen Teil des Energiebedarfs des Projekts zu decken.

    Das Projekt wurde auch durch die Integration von Grünflächen und 150 gepflanzten Bäumen bereichert, die nicht nur die Atmosphäre verbessern, sondern auch zur Förderung der Biodiversität und zur Schaffung angenehmer öffentlicher Räume rund um die Eisbahn beitragen.
    Mit „Trèfle blanc“ setzen die Architekten von Chabanne einen beeindruckenden Meilenstein in der Welt der Eisbahnen und bieten sowohl den Sportlern als auch den Besuchern ein außergewöhnliches Erlebnis.

  • Neues Kinderkrankenhaus in Genf

    Neues Kinderkrankenhaus in Genf

    Die Integration der Familien der jungen Patienten ist ein zentrales Anliegen des neuen Kinderkrankenhauses. Es wird spezielle Bereiche geben, die auf die Bedürfnisse von Familien zugeschnitten sind, wie Einzelzimmer mit integrierten Badezimmern für die Patienten und getrennte Tag- und Nachtbereiche für die Eltern. Ein weiterer Bereich für Eltern oder Begleitpersonen mit Aufenthaltsräumen, Küchen und Badezimmern. Ebenso Zimmer für Eltern, deren Kinder von weit her ins Krankenhaus kommen und die daher nicht jeden Tag ins Krankenhaus gehen können.

    Förderung von Forschung und Ausbildung
    Das neue Krankenhaus wird auch die Bedürfnisse des medizinischen Personals und der Ausbildung erfüllen. Es wird die Arbeitsbedingungen des medizinischen Personals verbessern und Medizinstudenten ermutigen, sich auf Pädiatrie zu spezialisieren. Darüber hinaus wird das Krankenhaus Raum für Forschungsaktivitäten bieten.

    Demographische und wirtschaftliche Grundlagen
    Dieses Bauprojekt ist Teil der kantonalen Krankenhausplanung und basiert auf demographischen Prognosen und wirtschaftlichen Erwägungen. Ziel ist es, das Universitätskrankenhaus Genf in die Lage zu versetzen, Kindern und ihren Familien eine umfassende und qualitativ hochwertige Versorgung in einer modernen und funktionalen Umgebung zu bieten.

    Architektur und Bauphasen
    Die Architektur des neuen Kinderkrankenhauses verbindet Komfort und Funktionalität, um eine Umgebung zu schaffen, die der Genesung förderlich ist. Der Architektenwettbewerb wurde gemäß der SIA 142 Ordnung in einem selektiven Verfahren für ein multidisziplinäres Team durchgeführt. Architecturestudio, ein internationales Büro mit Niederlassungen in Paris, Shanghai und Zug, gewann den Wettbewerb.

    Nachhaltiges und modernes Bauen
    Das neue Gebäude wird den höchsten energetischen und funktionalen Standards entsprechen. Neben patientenfreundlichen Einrichtungen wird auch die Nachhaltigkeit im Mittelpunkt stehen. Der Bau wird in mehreren Phasen erfolgen. Der stationäre Teil des Gebäudes soll Ende 2030 in Betrieb genommen werden, während das ambulante Gebäude Mitte 2035 fertiggestellt sein soll.

  • Stadtentwicklung für das Grossprojekt Les Communaux d’Ambilly

    Stadtentwicklung für das Grossprojekt Les Communaux d’Ambilly

    Das Grossprojekt Communaux d’Ambilly, jetzt bekannt als Belle-Terre Viertel, umfasst die Urbanisierung eines 36 Hektar grossen Gebietes in der Gemeinde Thônex. Bis 2030 sollen hier ca. 2400 neue Wohnungen gebaut werden.
    Diese Urbanisierungsmassnahme bietet eine der wenigen grossen Grundstücksmöglichkeiten im ersten Ring des linken Ufers des Genfer Ballungsraums. Dank der Nähe zu den Bahnhöfen des Léman Express in Chêne-Bourg und Annemasse wird das Gebiet perfekt mit der gesamten Agglomeration und der Region verbunden sein.

    DieEntwicklungsphasen
    Die erste Phase des Projekts, die auf einem 2011 verabschiedeten Plan localisé de quartier (PLQ) basiert, ermöglichte den Bau von ca. 670 Wohnungen sowie Geschäften, lokalen Dienstleistungen, einer Schule und weitläufigen öffentlichen Bereichen. Diese Phase beinhaltete auch die Schaffung einer zentralen Baumreihe mit 180 hochstämmigen Bäumen. Der Zugang zum Gelände erfolgt über zwei neue Strassen: Chaussée des Cornouillers und Allée Belle-Terre.
    Derzeit wird die zweite Phase vorbereitet, in der bis 2028 weitere 1.000 Wohnungen und neue Dienstleistungen entwickelt werden sollen. Die dritte Phase soll bis 2030 die Entwicklung von weiteren 1000 Wohneinheiten ermöglichen. Diese Entwicklungen werden durch den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel, insbesondere einer BHNS-Linie (Bus mit hohem Dienstleistungsniveau), und durch die Erweiterung der Schulinfrastruktur unterstützt.

    Partizipative Planung
    Ein zentraler Aspekt des Belle-Terre-Projekts ist der partizipative Planungsprozess. Dieser ermöglicht es den derzeitigen und zukünftigen Bewohnern und Nutzern des Viertels, ihre Erfahrungen und Ideen in die Entwicklung des Projekts einzubringen. Dieser partizipative Ansatz fördert das gute Zusammenleben und die nachhaltige Entwicklung des Viertels.

    Ein umweltfreundlicher Ansatz
    Das Belle-Terre-Viertel legt grossen Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz. 50% der Flächen sind der Natur gewidmet, mehr als 450 neue Bäume werden gepflanzt und ein partizipativer Wald wird eingerichtet. Geothermie und Sonnenkollektoren decken 90% des Energiebedarfs, während Gräben, Dachbegrünungen und wasserdurchlässige Oberflächen den Wasserkreislauf optimieren. Beeindruckende 95% des Aushubmaterials wurden vor Ort wiederverwendet, was die Umweltauswirkungen erheblich reduziert.
    Die Gestaltung des Viertels umfasst eine harmonische Mischung aus ländlichen Höfen und bepflanzten Promenaden, die landschaftliche Kontinuitäten schaffen und das Viertel mit dem Fluss Seymaz und dem Rand des Waldes von Belle-Idée verbinden.

  • Pictet de Rochemont Campus

    Pictet de Rochemont Campus

    Das PAV-Projekt erstreckt sich über drei zentrale Stadtteile und umfasst 230 Hektar – eine Fläche, die in etwa der Distanz zwischen dem Bürkliplatz und dem Letten in Zürich entspricht. Bis 2050 sollen hier 12.400 Wohnungen und 6.200 Arbeitsplätze geschaffen werden. Der Bau des neuen Hauptsitzes von Pictet wird im Herbst 2021 beginnen und die Eröffnung ist für 2025 geplant. Das neue Gebäude wird 2.500 Arbeitsplätze und 100 Wohnungen umfassen.

    Innovatives und nachhaltiges Design
    Der neue Hauptsitz von Pictet wird nach den modernsten Standards gebaut. Das „Feng Shui“-Projektdesign betont die Verbindung mit der Natur, mit Elementen wie Wasser, Luft, Licht und Grün. Das Gebäude wird 23 Stockwerke haben, einschließlich einer Panorama-Restaurantterrasse und weitläufigen Grünflächen. Ein öffentlicher Park und die Freigabe des Flusses Drize sind ebenfalls Teil des Projekts.

    Umweltfreundliches Bauen
    Ein zentraler Aspekt des Projekts ist die Umweltfreundlichkeit. Der Bau wird so konzipiert, dass der Energieverbrauch minimiert und die Nutzung von erneuerbaren Energien maximiert wird. Auch bei der Entsorgung des Bodens wird ein innovativer Ansatz verfolgt. 80.000 m³ Erde werden mit dem Zug transportiert, um den CO2-Fußabdruck erheblich zu reduzieren.

    Integration und Entwicklung des Viertels
    Das PAV-Projekt zielt darauf ab, die industrielle Vergangenheit des Gebiets in ein lebendiges Viertel mit gemischter Nutzung umzuwandeln. Neben neuen Wohnungen und Arbeitsplätzen werden auch zahlreiche Grünflächen und Begegnungszonen geschaffen.
    Bekenntnis zur Stadt Genf
    Renaud de Planta, Seniorpartner der Privatbank, betont, dass der neue Campus ein klares Bekenntnis zur Stadt Genf sei. Trotz der Konkurrenz von Finanzmetropolen wie London und New York bleibe Genf der zentrale Standort von Pictet. Auch die Genfer Bevölkerung habe durch politische Entscheidungen zu dieser Standortentscheidung beigetragen.

    Ein Blick in die Zukunft
    Mit der Fertigstellung des Pictet Campus Rochemont wird Genf nicht nur über ein neues architektonisches Wahrzeichen verfügen, sondern auch über ein wichtiges Arbeits- und Lebenszentrum im Herzen der Stadt. Das Projekt ist ein Symbol für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung, die sich auf Nachhaltigkeit und Modernität konzentriert und die Lebensqualität der Einwohner und Arbeitnehmer von Genf verbessern wird.

  • Das Naturhistorische Museum in Genf enthüllt seine Energievision

    Das Naturhistorische Museum in Genf enthüllt seine Energievision

    Der neue Erweiterungsbau für die Sammlungen, der von MAK Architecture entworfen wurde, wird die bestehenden Flügel aus den 1960er Jahren ergänzen. Mit über 15 Millionen Ausstellungsstücken, darunter Tiere, Gesteine und Mineralien aus der ganzen Welt, ist das MHNG das größte naturhistorische Museum der Schweiz und eines der zehn wichtigsten in Europa. Die Erweiterung wird nicht nur eine bessere Organisation und Präsentation der Sammlungen ermöglichen, sondern auch neue Arbeitsräume schaffen, die Besucherbereiche verbessern und einen neuen Raum für temporäre Ausstellungen einrichten.

    Energieeffizienz als zentrales Element
    Eines der zentralen Ziele des Projekts ist die Verbesserung der Energieeffizienz des Museums. Der historische Teil des Gebäudes wurde bereits 2012 energetisch saniert und die neue Erweiterung wird nach dem Standard der sehr hohen Energieeffizienz gebaut. Dies entspricht der Strategie der Stadt Genf, bis 2050 100% erneuerbare Energien zu nutzen und die CO²-Emissionen zu eliminieren.

    Photovoltaikanlage und nachhaltige Beleuchtung
    Einer der Höhepunkte der Renovierung ist die Installation des zweitgrößten Photovoltaiksystems der Stadt Genf. Darüber hinaus wird das gesamte Gebäude mit hocheffizienten LED-Leuchten ausgestattet und nutzt die natürliche Beleuchtung, um den Energieverbrauch weiter zu senken.

    Heizungs-und Klimasysteme
    Der Heizbedarf der neuen Erweiterung wird vollständig durch erneuerbare Energien gedeckt und insgesamt wird der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Standort schrittweise auf 80% erhöht. Eine Wärmepumpe wird die Hauptenergiequelle für die Heizung sein und 70 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr im Vergleich zu herkömmlichen Systemen einsparen. Im Notfall wird eine Gasheizung als Notfalllösung zur Verfügung stehen.

    Optimierte Belüftung und Klimatisierung
    Besondere Aufmerksamkeit wurde der Belüftung und Klimatisierung gewidmet, um die empfindlichen Sammlungen vor schädlichen Feuchtigkeitsschwankungen zu schützen. Dies wird es dem Museum ermöglichen, wertvolle Leihgaben von anderen Institutionen zu erhalten, die hohe Anforderungen an die Konservierungsbedingungen stellen.

  • Green Village Genf: ein Modell für nachhaltige Stadtentwicklung

    Green Village Genf: ein Modell für nachhaltige Stadtentwicklung

    Das Green Village ist ein beeindruckendes Projekt, das die Vision einer nachhaltigen Stadtentwicklung in die Tat umsetzt. Das Green Village liegt im Zentrum Europas, in der internationalen Stadt Genf, und kombiniert verschiedene Gebäudetypen wie Wohnungen, Büros, ein Hotel und ein Konferenzzentrum. Diese vielseitige Nutzung fördert eine starke Interaktion zwischen Bewohnern, Arbeitnehmern und Besuchern. Technologische Innovationen und integrierte Räume bieten eine hohe Lebensqualität und fördern die sanfte Mobilität durch den einfachen Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln.

    Historische Integration und moderne Nutzung
    Das Green Village umgibt das bestehende Weltökumenische Zentrum des Ökumenischen Rates der Kirchen, das in den 1960er Jahren von den Brüdern Honegger, renommierten Genfer Architekten, erbaut wurde und vom Kanton als historisches Denkmal eingestuft wurde. Der ÖRK, der seit über 70 Jahren Impulse für Frieden und Gerechtigkeit in der ganzen Welt gibt, fördert den Dialog und Austausch zwischen verschiedenen Kulturen. Dieses Erbe spiegelt sich im architektonischen Konzept des Green Village wider, das aktiv die Vielfalt und den bedeutenden Austausch unterstützt.

    Symbolische Gebäude und innovative Konzepte
    Die Gebäude des Green Village sind nach Städten benannt, die Gastgeber wichtiger Klimakonferenzen waren, wie Montreal, Kyoto und Stockholm. Diese Namenswahl stärkt das Gemeinschaftsgefühl und unterstreicht die ökologische Ausrichtung des Projekts. Insgesamt besteht das Green Village aus sieben Gebäuden, die sich um das zentrale ökumenische Zentrum gruppieren und ein gut durchdachtes Netzwerk von Arbeits- und Lebensräumen schaffen.

    Nachhaltigkeit und Umweltschutz
    Ein zentrales Element des Green Village ist die Umsetzung der Philosophie „One Planet Living“, die auf einem nachhaltigen Ressourcenmanagement und der Förderung der Biodiversität beruht. Das Projekt umfasst umfassende Umweltmaßnahmen wie das Management des Energienetzes, die Regenwassernutzung und die Entwicklung von Naturgärten. Diese Maßnahmen tragen nicht nur zur Umweltleistung des Projekts bei, sondern schaffen auch eine gesunde und lebenswerte Umgebung für alle Nutzer.

    Zukunftsweisende Mobilitätslösungen
    Die Lage des Green Village ist ideal für eine umweltfreundliche Mobilität. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe des Genfer Flughafens, der Autobahn, des Bahnhofs und der Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel. Zwei städtische Boulevards, der „Boulevard de Chancy“ und der „Boulevard des Abarois“, werden die neuen Stadtviertel strukturieren und den Zugang zu ihnen erleichtern. Sie werden durch grüne Wege für die sanfte Mobilität und Park-and-Ride-Parkplätze ergänzt, um den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel zu fördern.

    Renovierung und Erhaltung historischer Gebäude
    Das unter Denkmalschutz stehende Ökumenische Zentrum wird im Rahmen des Projekts renoviert und erweitert, um hochmoderne Konferenzeinrichtungen und Arbeitsräume zu schaffen. Die Renovierung ist für den Zeitraum 2023-2027 geplant und wird die historische Bedeutung des Gebäudes bewahren und es gleichzeitig an zukünftige Anforderungen anpassen.