Kategorie: Tessin

  • Der stille Aufstieg südlich des Gotthards

    Der stille Aufstieg südlich des Gotthards

    Das Regional Innovation Scoreboard 2025 der EU bestätigt dem Tessin den Status «Innovation Leader». Nur Zürich schneidet in der Schweiz besser ab. Hinter dem Rang stecken messbare Treiber. Die Hochschulen USI und SUPSI bilden das akademische Rückgrat, ergänzt durch Institute wie das IDSIA für künstliche Intelligenz und das nationale Hochleistungsrechenzentrum. Gleichzeitig investieren KMU im Kanton überdurchschnittlich in Forschung und Entwicklung.

    Drei Kompetenzzentren, ein Park
    Der Switzerland Innovation Park Ticino bündelt die Kräfte an drei Standorten. Das Swiss Drone Base Camp am Flughafen Riviera testet Drohnentechnologie im realen Luftraum. In Lugano treibt das Lifestyle Tech Competence Center die Digitalisierung von Mode, Food und Wellness voran. In Bellinzona forscht das Life Sciences Competence Center an Biomedizin und Onkologie. Ab 2032 zieht der Park in das Nuovo Quartiere Officine, ein 120’000 Quadratmeter grosses Stadtentwicklungsgebiet im Herzen der Kantonshauptstadt.

    Lugano setzt auf digitale Infrastruktur
    Die Stadt Lugano hat einen eigenen Weg eingeschlagen im Bereich Krypto. Über 400 Betriebe akzeptieren bereits digitale Zahlungsmittel, mehr als 100 Fintech- und Blockchain-Unternehmen haben sich angesiedelt. Im März 2026 startete Phase II in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Tether. Fünf Millionen Franken fliessen bis 2030 in digitale Resilienz, KI-Ökosysteme und dezentrale Stadtinfrastruktur. Lugano positioniert sich damit als drittgrösster Finanzplatz der Schweiz mit technologischem Ehrgeiz.

    60 Millionen Franken und ein klares Signal
    Der Grosse Rat hat Ende 2023 ein deutliches Zeichen gesetzt. Eine Kreditlinie von 60 Millionen Franken sichert die Innovationsförderung, die Forschungskooperation und die regionale Wirtschaftspolitik bis 2027. 25 Millionen fliessen direkt in Innovation und Forschungssynergien. Die Fondazione Agire, seit über 10 Jahren Innovationsagentur des Kantons, begleitet jährlich 20 Startup-Ideen über ihren Boldbrain-Accelerator und coacht KMU bei der Digitalisierung.

    Was die Immobilienbranche daraus lesen muss
    Standortförderung entfaltet ihren vollen Wert erst, wenn sie über Strategiepapiere hinauswächst. Das Tessin steht vor der Aufgabe, Flächenverfügbarkeit, Verfahrenssicherheit und urbane Qualität im gleichen Tempo zu entwickeln wie seine Innovationsprojekte. Für Investoren bedeutet das eine Region im Aufbruch mit hohem Potenzial und gleichzeitigem Bedarf an Geduld. Wer den Süden der Schweiz heute auf dem Radar hat, findet einen Standort, der liefern will und die Mittel dafür bereitstellt.

  • Bellinzona wagt den grossen Umbau

    Bellinzona wagt den grossen Umbau

    Innerstädtische Transformationsflächen dieser Grösse gibt es in der Schweiz kaum. Das FFS-Areal im Herzen von Bellinzona bietet eine Chance, die Städte wie Zürich oder Basel längst nicht mehr haben. Der neue Stadtteil soll nicht auf der grünen Wiese entstehen, sondern die historische Stadt mit dem Bahnhofsumfeld und neuen Entwicklungszonen verweben. Nutzungsdurchmischung, Biodiversität und grosszügige Freiräume stehen im Zentrum des Masterplans.

    Den internationalen Wettbewerb gewann das Team sa_partners, TAMassociati und Franco Giorgetta. Ihr Entwurf bricht das bisher geschlossene Industriegelände auf und organisiert es um die «Almenda». Einen 6,4 Hektaren grossen zentralen Grünraum, der als ökologisches und soziales Rückgrat das gesamte Quartier strukturiert. Die denkmalgeschützte «Cattedrale», seit 1919 Revisionsstandort für Lokomotiven, bleibt als identitätsstiftender Fixpunkt erhalten und wird zum Ankerbau des neuen Stadtteils.

    Innovation als Herzstück
    Das Quartier wird künftig auch Heimat des Switzerland Innovation Park Ticino sein. Der Park wurde im November 2024 offiziell als Standort des Switzerland Innovation Park Zurich anerkannt und wird von USI, SUPSI, BancaStato, der Tessiner Handelskammer sowie dem Arbeitgeberverband AITI mitgetragen. Ab 2032 zieht der Park mit seiner Zentrale auf eine 25 000 Quadratmeter grosse Fläche innerhalb des neuen Quartiers.

    Drei Kompetenzzentren sind bereits aktiv, Swiss Drone Base in Lodrino für Drohnentechnologie, ein Hub in Bellinzona für Life Sciences und ein Standort in Lugano für Lifestyle Tech. Zusammen mit postgradualen Ausbildungsangeboten von USI und SUPSI entsteht ein Innovationscluster mit überregionaler Strahlkraft. Bellinzona positioniert sich damit als Standort zwischen Verwaltung, Technologie und urbaner Lebensqualität und als ernstzunehmende Alternative zu den grossen Schweizer Technologiepolen.

    Rückschlag im Herbst 2025
    Der Weg ist nicht frei. Im Oktober 2025 annullierte das kantonale Verwaltungsgericht den Detailbebauungsplan des Gemeinderats von April 2023. Die finanziellen Aspekte waren unzureichend dargelegt, insbesondere die Kosten für den Erwerb der öffentlichen Flächen und die Altlastensanierung, die auf 30 bis 50 Millionen Franken geschätzt wird. Der Planungsprozess muss teilweise von vorne beginnen.

    Parallel laufen bereits die Bauarbeiten für die neue FFS-Werkstätte in Arbedo-Castione, ein Grossprojekt von 755 Millionen Franken mit geplanter Inbetriebnahme 2028. Erst mit dem Umzug der Officine wird das Areal frei. Die erste Realisierungsphase startet voraussichtlich frühestens zwischen 2030 und 2035. Die Gesamttransformation dürfte sich über 20 bis 40 Jahre erstrecken. Der Zeitdruck ist real, die Komplexität hoch.

    Modell für die mittlere Schweiz
    Porta del Ticino zeigt, wie mittelgrosse Zentren jenseits der Metropolräume mit grossen Industriearealen umgehen können. Nicht monofunktional überbauen, sondern als urbanen Transformationsraum mit langfristiger regionaler Wirkung entwickeln. Was in Bellinzona entsteht, kann Massstab sein für andere Städte im gleichen Grössenbereich. Von Aarau bis Chur, von Schaffhausen bis Sion.

    Ob die planerische Qualität über Jahre gesichert, Investitionen gebündelt und die Vision in eine belastbare Realisierungsperspektive umgesetzt werden kann, entscheidet sich in den nächsten Jahren. Der eigentliche Prüfstein hat gerade erst begonnen.

  • Wirtschaftsraum Ticino zwischen Energie, Wohnen und Investitionen

    Wirtschaftsraum Ticino zwischen Energie, Wohnen und Investitionen

    [smartslider3 slider=“52″]

    Am 108. immoTable Ticino in Savosa diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Immobilienwirtschaft, Energie, Planung und Investment über die Zukunft des Wirtschaftsraums Ticino. Im Zentrum standen dabei nicht nur einzelne Projekte, sondern die grundlegende Frage, wie sich das Tessin als moderner Wirtschafts- und Immobilienstandort weiterentwickeln kann.

    Die Diskussion machte deutlich, dass das Tessin heute weit mehr ist als Ferien- und Zweitwohnungsregion. Hohe Lebensqualität, strategische Lage und spannende Entwicklungspotenziale treffen auf Herausforderungen bei Verfahren, Wohnraum, Mobilität und regionaler Zusammenarbeit.

    Roberto Fantoni von Volta RE zeigte auf, wie stark sich der Energiemarkt verändert hat. Während die Einspeisevergütung für Photovoltaikstrom in den letzten Jahren massiv gesunken ist, entstehen mit Energiegemeinschaften, virtuellen Zusammenschlüssen und lokalen Stromgemeinschaften neue Modelle für Immobilienbesitzer, Gemeinden und Arealentwicklungen. Besonders die neuen CLE Modelle ab 2026 könnten den Immobilienmarkt nachhaltig verändern. Gleichzeitig wurde klar, dass Eigentümer und Verwaltungen zunehmend Lösungen suchen, welche Energiekosten senken, Gebäude energetisch aufwerten und Investitionen vereinfachen.

    Monique Bosco-von Allmen von CASSI rückte die Wohnfrage ins Zentrum. Sie machte deutlich, dass das Tessin im Bereich gemeinnütziger Wohnbau im schweizweiten Vergleich stark zurückliegt und die Diskussion um bezahlbaren Wohnraum, demografischen Wandel und nachhaltige Wohnformen dringend an Bedeutung gewinnt. Thematisiert wurden unter anderem Gentrifizierung, steigende Mietkosten, die geringe Quote gemeinnütziger Wohnungen sowie die Frage, wie Politik, Gemeinden und private Akteure gemeinsam neue Wohnmodelle fördern können. Gleichzeitig wurde betont, dass Wohnen weit mehr sei als nur ein Dach über dem Kopf, sondern eng mit sozialem Gleichgewicht, Generationendialog und Lebensqualität verbunden ist.

    Manuel Gamper von Leading Investors zeigte das Tessin aus Sicht nationaler und internationaler Investoren. Das Tessin bleibe attraktiv, befinde sich aber in einem anspruchsvolleren Marktumfeld, das deutlich mehr Professionalität, Datenkompetenz und strategisches Denken verlange. Besonders wichtig seien Planbarkeit, Geschwindigkeit, grössere Volumen und ein professionelles Ökosystem entlang der gesamten Immobilienwertschöpfungskette. Gleichzeitig wurde deutlich, dass das Tessin trotz seiner begrenzten Marktgrösse über interessante Renditen und erhebliches Entwicklungspotenzial verfügt, wenn Projekte qualitativ hochwertig, flexibel und langfristig ausgerichtet werden.

    Die Zukunft des Wirtschaftsraums Ticino entscheidet sich nicht allein über einzelne Bauprojekte oder Investments, sondern über Zusammenarbeit, Qualität, Innovation und die Fähigkeit, wirtschaftliche Entwicklung, Energie, Mobilität und Wohnen gemeinsam zu denken.

    Der nächste immoTable findet am 18. Juni 2026 im StartUp Space in Schlieren statt.

  • Norman Gobbi setzt auf Nachhaltigkeit im Tessin

    Norman Gobbi setzt auf Nachhaltigkeit im Tessin

    Herr Gobbi, Sie sind seit kurzem für das Bauwesen im Kanton Tessin zuständig. Was sind Ihre ersten Prioritäten in diesem Bereich?
    „In meiner neuen Funktion als Leiter der Bauabteilung, die ich seit dem 1. September innehabe, besteht die Priorität darin, Kontakte mit allen wichtigen Akteuren des Tessiner Bausektors zu knüpfen, um deren Sicht auf die aktuelle Situation und die Aussichten – kurz-, mittel- und langfristig – zu verstehen.“

    Wie wollen Sie die Raumplanung im Tessin nachhaltiger gestalten, insbesondere im Hinblick auf das empfindliche Gleichgewicht zwischen Verdichtung und Landschaftsschutz?
    „Der Kanton Tessin hat eine ganz andere geografische Beschaffenheit als die Kantone des Mittellandes. Alles konzentriert sich auf die wenigen Quadratmeter der Talsohlen, die bereits im 20. Jahrhundert stark anthropisiert wurden: Das macht es sehr schwierig, alle Funktionen, die das Gebiet erfüllen muss, unter einen Hut zu bringen und gleichzeitig ein Höchstmaß an Nachhaltigkeit und Lebensqualität zu gewährleisten. Der Schlüssel liegt in einer vorausschauenden Planung und in der Geduld, die Fehler der Vergangenheit Schritt für Schritt zu korrigieren.“

    Welche Rolle spielt der Klimawandel in Ihrer Baupolitik? Gibt es konkrete Pläne für klimaresilientes Bauen im Kanton?
    „Das Tessin erstreckt sich von 200 bis über 3.000 Meter über dem Meeresspiegel und ist daher den Auswirkungen des Klimawandels besonders ausgesetzt. Der Staatsrat ist sich dessen bewusst und hat die Abschwächung dieser Phänomene in die Ziele seines langfristigen Programms aufgenommen.“

    Wie stehen Sie zur Förderung des Einsatzes von Holz und modularer Bauweise in öffentlichen Gebäuden?
    „Mehr als 50 Prozent der Fläche unseres Kantons sind von Wäldern bedeckt. Es ist daher klar, dass wir ein Interesse daran haben, die Nutzung dieser reichlich vorhandenen und hochwertigen Ressource zu fördern. Der Staat ist da und wird seinen Teil dazu beitragen: Ich erwarte auch kreative Impulse von unserer Akademie für Architektur und natürlich eine wachsende Sensibilität seitens des Privatsektors.“

    Der Wohnraum im Tessin wird immer knapper und teurer. Welche Strategien wollen Sie anwenden, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen?
    „Unsere Verfassung überträgt die Verwaltung dieser Fragen in erster Linie den Gemeinden: Ich halte dies für eine kluge Entscheidung, denn die lokalen Behörden kennen das Geschehen vor Ort sehr genau und können daher rasch auf Veränderungen im Wohnungswesen reagieren. Abgesehen davon verfolgt der Kanton das Thema sehr genau und ist bereit, auf regulatorischer Ebene zu intervenieren, wenn es angebracht ist.“

    Wie gedenkt der Kanton mit den Gemeinden zusammenzuarbeiten, um eine kohärente und einheitliche Raumplanung zu gewährleisten?
    „Das neue Bundesgesetz hat einen völligen Paradigmenwechsel bewirkt, den das Tessin in seinen Masterplan aufgenommen hat: Es ist klar, dass das Thema der Verdichtung – aus Gründen, die mit der von mir erwähnten Beschaffenheit des Gebiets zusammenhängen – für unseren Kanton besonders heikel ist. Die Umsetzung dieser Strategie wird eine breite Debatte sowohl unter den Institutionen als auch in der Gesellschaft insgesamt erfordern.“

    In der deutsch- und französischsprachigen Schweiz ist die Wirtschaftsförderung sehr aktiv. Wie viel Energie investieren der Kanton bzw. die einzelnen Wirtschaftsbezirke in die Positionierung, und was tun sie konkret?
    „Das Tessin arbeitet ständig daran, sich als dynamische Region zu positionieren, die offen für Innovationen ist. Wir sind nur knapp zwei Stunden von den wirtschaftlichen Zentren Zürich und Mailand entfernt, und wir können in Zukunft danach streben, Realitäten zu beherbergen, die mit der Dynamik dieser Metropolen verbunden bleiben wollen, ohne notwendigerweise Nachteile in Bezug auf die Lebensqualität in Kauf nehmen zu müssen.“

    Welche Lehren ziehen Sie aus Ihrer Zeit als Sicherheitsdirektor für Ihre neue Rolle in der Bauindustrie?
    „Die Aufmerksamkeit für Sicherheit ist eine ‚Denkweise‘, und sie hilft in allen Lebenssituationen – besonders in Berufen, in denen Menschen dem Risiko schwerer oder sogar tödlicher Unfälle ausgesetzt sind. Daher wird es für mich eine Priorität sein, das Bewusstsein für diese Themen zu schärfen und eine Bauindustrie anzustreben, in der Menschen arbeiten können, ohne jemals um ihre Sicherheit fürchten zu müssen.“

    Wie schaffen Sie den Übergang von einem stark auf Sicherheit ausgerichteten Bereich zu einem eher technischen?
    „Unser Milizsystem ermutigt uns, ‚aufgeklärte Amateure‘ zu sein, eine Überspezialisierung zu vermeiden und das Bewusstsein zu bewahren, dass die Arbeit des Staates nicht aus wasserdichten Abteilungen besteht, sondern aus miteinander verbundenen Organen, die in ständigem Dialog arbeiten müssen.“

    Sehen Sie Ihre neue Rolle als eine langfristige Aufgabe oder eher als eine Übergangslösung bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2027?
    „Wie ich schon oft gesagt habe, ist die Landverwaltung meine große Leidenschaft nach den Institutionen.“

  • Junge Talente gestalten Zukunft mit Verantwortung und Kontext

    Junge Talente gestalten Zukunft mit Verantwortung und Kontext

    Die prämierten Projekte setzen auf Transformation statt Tabula Rasa. Bestehende Orte, Materialien und soziale Strukturen werden nicht ersetzt, sondern weitergebaut und neu kontextualisiert. Dieser Ansatz widerspiegelt einen Wandel im Berufsbild. Analyse, Forschung, Feldstudien und die Auseinandersetzung mit lokalen Realitäten sind integraler Bestandteil des Entwurfsprozesses. Architektur wird als präzise Reaktion auf komplexe Rahmenbedingungen verstanden, mit einem klaren Bewusstsein für gesellschaftliche Verantwortung und Ressourcenschonung.

    Neue Standortwahl, neue Perspektiven
    Mit der erstmaligen Austragung in der Südschweiz rückten regionale Identitäten und akademische Vielfalt in den Fokus. Gleichzeitig markiert die Auszeichnung eines Projekts der Università della Svizzera italiana einen Meilenstein für die Tessiner Architekturausbildung. Die Jury würdigte 31 Masterarbeiten, bewertet durch ausgewiesene Expertinnen und Experten. Die Entscheidungskriterien spiegelten fachliche Tiefe, räumliche Sensibilität und die Fähigkeit wider, aus komplexen Kontexten gestalterische Klarheit zu entwickeln.

    Projekte, die Räume öffnen und Gemeinschaften stärken
    Ob Hafengebiet in Basel, kontaminierte Industriezonen in Portugal oder Scheunen in alpinen Gemeinden, die ausgezeichneten Projekte greifen reale Herausforderungen auf und bieten nutzungsnahe, sozial verankerte Lösungen. Sie schaffen Begegnungsorte, stärken lokale Produktionskulturen, denken ländliche Räume neu und experimentieren mit temporären Nutzungen als Stadtstrategie. Bilder, Modelle und Zeichnungen dienen nicht nur als Darstellung, sondern als Forschungsmittel, um Entwurfsprozesse transparent und nachvollziehbar zu machen.

    Eine Generation mit Haltung und Weitblick
    Alle Arbeiten verbindet ein gemeinsames Ethos, Reparatur statt Ersatz, Kontext statt Icon, Kooperation statt Solitär. Diese Haltung steht für einen Architekturbegriff, der kollektive Zukunftsfähigkeit in den Mittelpunkt stellt. Die Preisverleihung machte deutlich, dass junge Architektinnen und Architekten bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und aktiv an der räumlichen Transformation unserer gebauten Umwelt mitzuwirken. Das Selbstverständnis des Berufs entwickelt sich damit weiter hin zu Moderation, Vermittlung und sozialem Engagement, ohne ästhetische Ambition einzubüssen.

  • Die Zukunft des Tessiner Immobilienmarktes im Zentrum des immoTable Ticino

    Die Zukunft des Tessiner Immobilienmarktes im Zentrum des immoTable Ticino

    Unter der Moderation von Natascia Valenta sprachen Michele Bertini (La Mobiliare), Nicolas Daldini (SVIT Ticino), Gian-Luca Lardi (Schweizerischer Verband der Bauunternehmer) und Sandro Montorfani (Abteilung Privates Baugewerbe, Stadt Lugano).

    Die Debatte berührte zentrale Fragen wie die Neuplanung und Verdichtung des Territoriums, die Vereinfachung der Verfahren für Baugenehmigungen und die Notwendigkeit, die Rechtsvorschriften zu straffen, um die Entscheidungsprozesse zu beschleunigen.

    Es wurde auch betont, dass die Investitionen im Tessin heute positiv sind, dank des Rückgangs der Leerstände, die sich hauptsächlich auf veraltete Immobilien konzentrieren.

    Zu den künftigen Herausforderungen gehörten auch die Frage der ÖPP (öffentlich-private Partnerschaften) und der schrumpfenden Mittel für die Erneuerung vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Bevölkerung und des zu erneuernden Gebäudebestands. Ein Thema, das in den kommenden Jahren von entscheidender Bedeutung sein wird.

    Erinnert wurde auch an die strategische Rolle Italiens als Wirtschaftspartner und Quelle für qualifizierte Arbeitskräfte sowie an die Auswirkungen der jüngsten Abstimmungen über den Eigenmietwert, die sich erheblich auf die Finanzen des Kantons und der Gemeinden auswirken werden.

    Trotz der Herausforderungen bleibt die Sonnenstube eine dynamische und attraktive Region für Immobilieninvestitionen, die bereit ist, die Chancen eines sich wandelnden Marktes zu nutzen.

    [smartslider3 slider=“50″]
  • Spatenstich für SBB-Werk in Arbedo-Castione

    Spatenstich für SBB-Werk in Arbedo-Castione

    Das neue SBB-Werk, offiziell Nuovo stabilimento industriale ferroviario (NSIF) genannt, ersetzt das bestehende Werk in Bellinzona, das den Anforderungen an den Unterhalt der modernen Triebzüge nicht mehr genügte. Die neue Anlage schafft Raum für 360 Vollzeitstellen und 80 Lehrstellen und ist auf die künftige Wartung und Instandhaltung von Giruno-, ETR- und FLIRT-TILO-Triebzügen spezialisiert. Der hohe Automatisierungsgrad und die Ausrichtung auf elektromechanische Arbeiten machen die Anlage zum modernsten SBB-Industriewerk Europas.

    Besonders stolz zeigte sich SBB-CEO Vincent Ducrot beim Spatenstich. Der Kanton Tessin sei eine äusserst wichtige Region für die SBB, die mit diesem Projekt in Arbeitsplätze, Know-how und Technik investiere. Der neue Standort umfasst eine Fläche von 150’000 Quadratmetern, das entspricht mehr als 20 Fussballfeldern und setzt mit einem Gründach und integrierten Solaranlagen auch ein Zeichen für Nachhaltigkeit.

    Nachhaltigkeit und grosser Baufortschritt
    Begonnen haben die Arbeiten bereits im Juni 2025 mit der Einrichtung der Baustelle, Aushub- und Fundamentarbeiten sowie ersten Massnahmen für die künftige Zugwaschanlage. Parallel läuft der Ausbau der Bahninfrastruktur. Neue Weichen, zusätzliche Gleise und moderne Steuerungstechnik sorgen für eine optimale Anbindung an das Netz. Die SBB legt Wert auf ökologische Kompensation, 8,4 Hektaren hochwertige Fruchtfolgeflächen werden an alternativen Standorten im Tessin ausgeglichen.

    Ab Mitte 2028 geht das neue Werk schrittweise in Betrieb. Mit dem Umzug des bisherigen Werks Bellinzona nach Arbedo-Castione, erhalten Region und Mitarbeitende eine zukunftsfähige Perspektive. Das neue SBB-Werk steht für Innovation, Wachstum und nachhaltige Entwicklung in einer für die Schweiz strategisch wichtigen Region.

  • Infrastrukturplanung schützt Magadinoebene

    Infrastrukturplanung schützt Magadinoebene

    Zwischen Bellinzona und Locarno gelegen, ist die Magadinoebene seit Jahrzehnten stark vom Ausbau der Infrastruktur geprägt. Geplante Projekte, von der Modernisierung des Schienennetzes bis zur Neuordnung der Stromversorgung, erfordern eine enge Koordination, um Eingriffe in die wertvolle Landschaft zu minimieren. Eine Arbeitsgruppe unter Leitung des ARE und mit Beteiligung von Bundesämtern, dem Kanton Tessin und Swissgrid erarbeitete dafür verbindliche Leitlinien.

    Gebündelte Infrastruktur statt Einzelprojekte
    Ein zentrales Ergebnis ist die Entscheidung, die Hochspannungsfreileitung All’Acqua–Vallemaggia–Magadino im Bereich der Moorlandschaft unterirdisch zu verlegen. Das Unterwerk Magadino wird im Rahmen einer Sanierung verkleinert. Für den Doppelspurausbau der Bahn zwischen Contone und Tenero prüfen die SBB Möglichkeiten zur Bündelung mit neuen Stromleitungen. Auch die geplante Bahnverbindung zur direkten Anbindung von Gotthard- und Ceneri-Basistunnel, die die Magadinoebene quert, ist Teil der übergeordneten Planung.

    Strassenprojekt in die Gesamtstrategie integriert
    Für die stark belastete A13 zwischen Bellinzona-Sud und Locarno liegt die Zuständigkeit seit 2020 beim Bund. Die neue Linienführung wird im Sachplan Verkehr integriert und eng mit den übrigen Projekten abgestimmt. Parallel dazu läuft die strategische Überprüfung im Rahmen der Studie «Verkehr ‘45».

    Modell für nachhaltige Raumplanung
    Das Vorgehen in der Magadinoebene gilt als Vorzeigebeispiel, wie nationale Infrastrukturziele und Naturschutz in Einklang gebracht werden können. Durch die enge Abstimmung von Energie-, Bahn- und Strassenbauprojekten sollen Eingriffe minimiert, Synergien genutzt und die einmalige Landschaft langfristig geschützt werden.

  • Tessin zählt zu Europas innovativsten Regionen

    Tessin zählt zu Europas innovativsten Regionen

    Laut dem Regional Innovation Scoreboard 2025 der Europäischen Kommission zählt der Kanton Tessin zu den zehn innovativsten Regionen Europas. In der Schweiz liegt er direkt hinter Zürich auf Platz zwei. Besonders hervorzuheben ist der hohe Anteil an kleinen und mittleren Unternehmen, die Prozess- oder Produktinnovationen einführen. Auch bei der Markenregistrierung belegt der Kanton national einen Spitzenplatz.

    Universitäre Exzellenz mit internationaler Vernetzung
    Die Università della Svizzera italiana (USI) stärkt mit über 20 spezialisierten Forschungsinstituten die akademische Innovationskraft der Region. Schwerpunkte sind u. a. Biomedizin, Computational Science und Finanzwissenschaften. Die enge Einbindung in nationale und internationale Fördernetzwerke macht die USI zu einem zentralen Akteur im Innovationssystem des Tessins.

    Praxisorientierte Forschung für Unternehmen
    Auch die Fachhochschule Südschweiz (SUPSI) ist ein Schlüsselakteur der Innovationslandschaft. Sie verfügt über hohe Fachkompetenz in Industrieautomation, Robotik und Materialwissenschaften und zeichnet sich durch die höchste Erfolgsquote beim Zugang zu europäischen Fördermitteln unter allen Schweizer Fachhochschulen aus. Unternehmen profitieren durch praxisnahe Kooperationen in angewandten Forschungsprojekten.

    Gesetzliche Innovationsförderung mit Breitenwirkung
    Der Kanton unterstützt Innovation gezielt über das Gesetz für wirtschaftliche Innovation. Dieses bietet umfassende Fördermöglichkeiten, von der Unterstützung bei Forschungsprogrammen über Investitionsvorhaben bis hin zur Teilnahme an Messen und Internationalisierungsprojekten. Die Umsetzung erfolgt über das Amt für wirtschaftliche Entwicklung.

    Switzerland Innovation Park Ticino als Drehscheibe
    Mit dem Switzerland Innovation Park Ticino fördert der Kanton den Transfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Die entstehenden Kompetenzzentren fokussieren sich auf Schlüsselbereiche wie Life Sciences, IKT, Drohnentechnologien und Freizeitindustrie. Ziel ist die Entwicklung technischer und technologischer Lösungen mit hoher Relevanz für die kantonale Wirtschaft.

    https://projects.research-and-innovation.ec.europa.eu/en/statistics/performance-indicators/european-innovation-scoreboard/eis#/ris?compare_year=2025&year=2025
  • Stimmvolk stoppt Bahnhofprojekt Locarno

    Stimmvolk stoppt Bahnhofprojekt Locarno

    Die Vorlage zur Neugestaltung des Bahnhofs Locarno-Muralto wurde bei einer Stimmbeteiligung von 31 Prozent knapp abgelehnt. 33’723 Nein-Stimmen standen 33’621 Ja-Stimmen gegenüber. Damit wurde das Projekt mit einem hauchdünnen Vorsprung von 102 Stimmen gestoppt . Ein Resultat, das zeigt, wie umstritten städtebauliche Eingriffe auch bei regional bedeutsamen Infrastrukturprojekten sein können.

    Geplante Investitionen für mehr Übersicht und Mobilität
    Das Projekt hätte eine umfassende Aufwertung des Verkehrsknotens mit einem Gesamtvolumen von 16 Millionen Franken umfasst. Der Kanton Tessin hätte davon rund 7 Millionen Franken getragen. Geplant war eine stärkere Fokussierung auf den Fuss- und Veloverkehr sowie eine effizientere Organisation der Busperrons. Ziel war es, die multimodale Anbindung des Bahnhofs zu verbessern und den öffentlichen Verkehr übersichtlicher und zugänglicher zu gestalten.

    Widerstand aus dem Gewerbeumfeld
    Gegenwind erhielt das Projekt insbesondere von Geschäfts- und Gastronomiebetrieben rund um die Viale Cattori. Diese befürchteten, dass die erhöhte Busfrequenz, mehr als 250 Busse pro Tag, die Aufenthaltsqualität an der Seepromenade beeinträchtigen würde. Auch der Wegfall direkter Zufahrten für den motorisierten Individualverkehr zu Läden und Restaurants wurde als erheblicher Nachteil gewertet. Die Gegner argumentierten, dass dies die wirtschaftliche Attraktivität der Zone gefährden könnte.

    Infrastrukturprojekt mit lokalem Zielkonflikt
    Die Ablehnung der Bahnhof-Neugestaltung in Locarno zeigt exemplarisch die Spannungsfelder zwischen Mobilitätswende, Stadtentwicklung und lokalem Wirtschaftsinteresse. Trotz klarer verkehrlicher und gestalterischer Vorteile konnte sich das Projekt nicht durchsetze. Vor allem wegen der befürchteten Nachteile für den bestehenden Gewerbestandort. Für künftige Infrastrukturprojekte mit städtebaulicher Wirkung wird dies als Mahnung dienen, betroffene Interessengruppen frühzeitig und umfassend in den Dialog einzubinden.

  • Innovation Park Ticino strategisches Zukunftsprojekt

    Innovation Park Ticino strategisches Zukunftsprojekt

    Der Switzerland Innovation Park Ticino wird sich auf einer 25’000 Quadratmeter grossen Fläche mitten im neuen Quartier ansiedeln. Die Nähe zum Bahnhof Bellinzona und die hervorragende Anbindung an die Wirtschaftszentren Zürich und Mailand machen den Standort besonders attraktiv. Im Zentrum des Quartiers wird die historische «Kathedrale» der ehemaligen Werkstätten bewahrt und als Wahrzeichen der industriellen Vergangenheit in das moderne Stadtbild integriert. 

    Förderung von Forschung und Entwicklung 
    Der Innovationspark wird zum Dreh- und Angelpunkt für hochmoderne Forschungsprojekte und Unternehmenskooperationen. Geplant sind Kompetenzzentren für Drohnentechnologie, Life Sciences und Lifestyle-Tech. Diese sollen die Innovationskraft der Region stärken und die Zusammenarbeit zwischen Start-ups, etablierten Unternehmen und akademischen Einrichtungen intensivieren. Das Life Sciences Competence Center beispielsweise wird neue Wege in der Biotechnologie erschliessen und an tierversuchsfreien Arzneimitteltests arbeiten. 

    Ein strategisches Gemeinschaftsprojekt 
    Die Finanzierung erfolgt durch eine breite Partnerschaft aus öffentlichen und privaten Akteuren, darunter der Kanton, die BancaStato, Industrie- und Wirtschaftsverbände sowie renommierte Hochschulen wie die Università della Svizzera italiana (USI) und die Fachhochschule SUPSI. Die Switzerland Innovation Park Ticino SA wurde als gemeinnützige Organisation gegründet und wird die Entwicklung des Parks leiten. 

    Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung des Tessins 
    Mit der offiziellen Anerkennung durch das nationale Innovationsnetzwerk Switzerland Innovation wird der Standort Ticino eng mit dem Innovationspark Zürich vernetzt. Diese Zusammenarbeit soll Synergien zwischen den beiden Regionen schaffen und den Wissensaustausch zwischen Forschung und Industrie fördern. Die Verbindung zum MIND Milano Innovation District unterstreicht die internationale Ausrichtung des Projekts und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des Tessins als Hightech-Standort. 

    Die Staatsräte Christian Vitta und Marina Carobbio Guscetti betonen die strategische Bedeutung des Innovationsparks für das Tessin. Für den Wirtschaftsstandort Tessin ist der Innovationspark ein strategisches Projekt für die wirtschaftliche Entwicklung des Kantons. Ziel ist es, die Region als Innovationshub zu etablieren, hochqualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen und Investitionen anzuziehen. Der Switzerland Innovation Park Ticino wird somit zu einem zentralen Motor der wirtschaftlichen und technologischen Entwicklung der Region und festigt die Position des Tessins als bedeutender Akteur im schweizerischen Innovationsökosystem.

  • Logistikzentrum in Bedano wird vollständig fossilfrei betrieben

    Logistikzentrum in Bedano wird vollständig fossilfrei betrieben

    Das Fleischverarbeitungsunternehmen Ernst Sutter AG aus Gossau betreibt sein Tessiner Logistikzentrum am Standort Bedano ohne Nutzung fossiler Energie. Die Stromversorgung aller notwendigen Anlagen wird zu 45 Prozent aus Solarenergie und zum Rest aus Wasserkraft gedeckt, heisst es in einer Mitteilung. Der Solarstrom entsteht durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Zentrums, auf dem die 271 Quadratmeter grosse Anlage jährlich 55‘000 Kilowattstunden Strom erzeugt.

    Das Heizungssystem wurde von Ölheizung auf Luft-Wasser-Wärmepumpenanlage umgestellt. Die von den Kühlsystemen abgezogene Wärme wird zur Aufbereitung von Warmwasser verwendet.

    Mit den Firmenstandorten in Gossau und in Bazenheid SG ist Bedano jetzt der dritte Standort des Unternehmens, der fossilfrei mit Energie versorgt wird. «Wir setzen uns ambitionierte Ziele, um unseren ökologischen Fussabdruck kontinuierlich zu verringern und so zu einer nachhaltigeren Zukunft beizutragen», wird Reto Sutter, Vorsitzender der Geschäftsleitung, in der Mitteilung zitiert. «Der Ausbau erneuerbarer Energien an unseren Standorten spielt dabei eine zentrale Rolle.»

  • Innovativer Sonnenschutz für modernes Hotelprojekt in Locarno

    Innovativer Sonnenschutz für modernes Hotelprojekt in Locarno

    Das Dorint Resort & Spa in Locarno/Riazzino ist nach dreijähriger Bauzeit im Spätsommer dieses Jahres eröffnet worden, informiert Griesser in einer Mitteilung. Der international aktive Entwickler von Sonnenschutz für Gebäude aus Aadorf hat zu dem Vier-Sterne-Hotel die Fassadenmarkisen beigetragen. Konkret wurden die Griesser-Produkte Solozip II und Soloscreen IV verbaut.

    «Nebst Zuverlässigkeit und geringer Wartungsintensität entschied ich mich aufgrund der Eleganz für die Solozip-Fassadenmarkisen», wird Simone Garofoli vom projektverantwortlichen Architekturbüro TIGESTIM in der Mitteilung zitiert. «Zudem passt dieses Produkt perfekt zur architektonischen Linearität der Fassade.» Bei der Wahl des Soloscreen überzeugte die Senkrechtmarkise von Griesser mit Farbgebung und dezenter Struktur: «Die Option der schwarzen Drahtseile macht die Trägerstruktur fast unsichtbar, wodurch das Gewebe des Stoffes in den Vordergrund gerückt wird», erläutert Garofoli.

  • Uri und Tessin betreiben das Kraftwerk Lucendro künftig gemeinsam

    Uri und Tessin betreiben das Kraftwerk Lucendro künftig gemeinsam

    Das Kraftwerk Lucendro in der Gotthardregion auf dem Gebiet der Gemeinde Airolo wird künftig von den Kantonen Uri und Tessin gemeinsam betrieben. Das ist laut einer Mitteilung das Ergebnis einer Vereinbarung, die am 1. November erzielt worden ist. Die Einigung wurde dank einer seit 2022 laufenden Mediation des Bundesamtes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation erzielt. Gemäss der Vereinbarung sind beide Kantone zu je 50 Prozent an der künftigen Gesellschaft beteiligt, die ihren Sitz in Airolo haben wird. Uri erhält einen Mehrheitsanteil am Strom. Der technische Betrieb und der Unterhalt werden wie bisher durch die Azienda Elettrica Ticinese (AET) sichergestellt. Uri übernimmt die kaufmännische Geschäftsführung.

    Das Kraftwerk wurde 1942 bis 1948 durch die damalige Atel errichtet, die später in Alpiq aufging. 2013 entschieden die beiden Kantone, nach dem Heimfall die Konzession für die Alpiq nicht mehr zu verlängern. 2015 erwarb AET das Werk.

    Das Kraftwerk nutzt das Wasser der Gotthardreuss und des Ticino, das in den Stauseen Lucendro und Sella aufgefangen wird. Es produziert rund 103 Gigawattstunden im Jahr.

  • Erste Züge fahren wieder durch die Weströhre des Gotthard-Basistunnels

    Erste Züge fahren wieder durch die Weströhre des Gotthard-Basistunnels

    Nach dem erfolgreichen Abschluss des Testbetriebs sind am 19. August 2024 die ersten Züge wieder durch die instandgesetzte Weströhre des Gotthard-Basistunnels gefahren. Der erste kommerzielle Zug, ein Frühzug von Chiasso nach Basel, markierte diesen wichtigen Meilenstein. Ein weiterer Güterzug folgte, geführt von SBB Cargo International. Die SBB führt in den kommenden Wochen weiterhin Probefahrten durch, um die vollständige Wiederinbetriebnahme am 2. September 2024 vorzubereiten.

    Schrittweise Rückkehr zur Normalität
    Im Vorfeld der vollständigen Wiederinbetriebnahme finden wiederholt Reinigungsarbeiten statt. Ab dem 2. September wird der Halbstundentakt für alle InterCity- und EuroCity-Züge zwischen der Deutschschweiz und dem Tessin wiederhergestellt. Dies ermöglicht den Reisenden eine deutlich schnellere Verbindung durch den Gotthard-Basistunnel, bei der die Fahrtzeiten um eine Stunde verkürzt werden.

    Wichtige Fortschritte auf dem Weg zur Normalisierung
    Mit dem Probebetrieb in der Weströhre und den erfolgreichen Tests stellt die SBB sicher, dass der Gotthard-Basistunnel bald wieder vollumfänglich zur Verfügung steht. Dies ist nicht nur für den Personenverkehr, sondern auch für den Güterverkehr von zentraler Bedeutung. Der Tunnel bleibt eine der wichtigsten Verkehrsachsen der Schweiz und Europas.

    Die Arbeiten am Tunnel werden planmässig fortgeführt, und die SBB ist zuversichtlich, dass der Regelbetrieb ab Anfang September 2024 wieder aufgenommen werden kann.

  • Grössten Ladepark für E-Autos mit 18 neuen Schnellladestationen

    Grössten Ladepark für E-Autos mit 18 neuen Schnellladestationen

    Energie 360° hat im Einkaufszentrum Serfontana den grössten Ladepark für Elektroautos im Kanton Tessin eröffnet. Der Park umfasst insgesamt 38 Ladepunkte, von denen 18 neu hinzugefügte Schnellladepunkte sind. Diese ermöglichen es Elektromobilist*innen, ihre Fahrzeuge innerhalb von 20 bis 40 Minuten von 10% auf 80% aufzuladen, während sie einkaufen oder eine Pause einlegen. Mit diesem Ausbau setzt Energie 360° einen weiteren Meilenstein in der Förderung der Elektromobilität in der Region.

    Schnellladung mit Ökostrom
    Die neuen Schnellladestationen im Centro Shopping bieten eine beeindruckende Ladeleistung von bis zu 400 Kilowatt, angetrieben durch 100% Ökostrom. Jörg Wild, CEO und Leiter Mobilität bei Energie 360°, betont die Bedeutung dieser Erweiterung: «Unser Ziel ist es, die Elektromobilität in der ganzen Schweiz rasch voranzutreiben. Mit dem neuen Ladepark bieten wir unseren Kund*innen einen der grössten und leistungsfähigsten Ladeparks der Schweiz.»

    Über 300 Ladestandorte in der Schweiz
    Energie 360° betreibt bereits über 300 Ladestandorte in der gesamten Schweiz und plant, baut und unterhält diese in Zusammenarbeit mit Partnern wie Coop, SBB und der Swiss Finance & Property Group. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, nachhaltige Energie- und Mobilitätslösungen zu schaffen und die Elektromobilität flächendeckend verfügbar zu machen. Mit dem neuen Ladepark in Chiasso setzt Energie 360° ein klares Zeichen für die Zukunft der Mobilität und den Ausbau der Ladeinfrastruktur in der Schweiz.

  • Helion realisiert grosses Solarprojekt bei Tensol Rail

    Helion realisiert grosses Solarprojekt bei Tensol Rail

    Tensol Rail SA hat eine Photovoltaikanlage mit 3082,18 Kilowatt-Peak in Betrieb genommen. Installiert wurde sie vom Chamer Unternehmen Helion, das sich als Schweizer Marktführer für Photovoltaik, Wärmepumpen, Stromspeicher und Ladestationen für E-Autos bezeichnet. Der Auftrag war durch den Energie Pool Schweiz (EPS) erteilt worden.

    Laut einer Mitteilung von Helion handelt es sich bei dieser Anlage sowohl um eines der grössten Projekte des Unternehmens als auch um eines der grössten in der Region. Insgesamt wurden 8111 Module und 18 Wechselrichter auf zwei verschiedenen Trafostationen installiert. Dadurch werden den Angaben zufolge jährlich 350 Tonnen CO2-Emissionen eingespart. Der gesamte Eigenstrom, der von der Photovoltaikanlage auf dem Dach von Tensol Rail erzeugt wird, wird für die interne Produktion benötigt.

    Die Geschäftsleitung des Tessiner Herstellers von Eisenbahnoberbaumaterial und von Zahnstangen für Zahnradbahnen hat sich den Angaben zufolge für diese umfangreiche Investition entschieden, weil sich die erhebliche Steigerung der Energiepreise im Jahr 2023 negativ auf die Geschäftsergebnisse ausgewirkt hat. CEO Roberto Ballina ist davon überzeugt, dass die neue Anlage schon bald Ergebnisse zeigen werde, „sicherlich dank der hervorragenden Arbeit von Helion und unserem Partner EPS. Wir sind sehr froh, in dieses Projekt investiert zu haben, das uns, so hoffen wir, eine vielversprechende Perspektive für die Zukunft bieten wird.“

  • Tessiner Solarspezialist IngEne wird Teil von Swiss Solar Group

    Tessiner Solarspezialist IngEne wird Teil von Swiss Solar Group

    Die auf Solarlösungen spezialisierte IngEne aus dem Tessin ist der Swiss Solar Group beigetreten. Wie die Unternehmensgruppe in einer Medienmitteilung schreibt, kann sie nun in der gesamten Schweiz nachhaltige Energie zur Verfügung stellen. Der Zusammenschluss ist eine Investition in den Solarausbau mit dem Ziel eines einfacheren Zugangs zu sauberen smarten Energielösungen im Bereich Photovoltaikinstallationen und Mobilität.

    Die Swiss Solar Group ist laut der Mitteilung seit Gründung im Jahr 2013 stetig gewachsen. Wie sie mitteilt, sind seither mehr als 1300 Photovoltaikanlagen in Betrieb gegangen.

    Mit IngEne wachse die Swiss Solar Group um das technische Know-how von einem der besten Solarspezialisten des Landes. „Dank der Expertise werden wir unsere Produkte für Kundinnen und Kunden nochmals verbessern können. Saubere und smarte Energie für die ganze Schweiz ist jetzt möglich. Wir danken dem Team von IngEne und freuen uns auf die Zusammenarbeit“, wird Marc Preusche, CEO der Swiss Solar Group, zitiert.

    Im Tessin seien integrierte Solarpanels auf Dächern und Fassaden weit verbreitet. IngEne bediene dort neben privaten Haushalten auch Industrieunternehmen. Auf Fabrikdächern seien Anlagen mit einer Leistung über 1 Megawatt im Einsatz. Für die 55 Mitarbeitenden der IngEne habe die Kooperation keine Auswirkungen: Sie werden weiterhin autonom arbeiten, aber zusätzlich von Synergieeffekten der Gruppe profitieren, heisst es.

    Der Beitritt von IngEne setzt das Wachstum fort. 2023 sind bereits Younergy Solar aus Ecublens VD und der Energieversorger Seetal Solar aus Hitzkirch LU der Gruppe beigetreten.

  • globale Partnerschaft für nachhaltige Architektur

    globale Partnerschaft für nachhaltige Architektur

    Das auf nachhaltige Energiespeicherlösungen orientierte Unternehmen Energy Vault mit Sitz in Lugano spannt mit dem Architektur- und Ingenieurbüro Skidmore, Owings & Merrill (SOM) aus Chicago im US-Bundesstaat Illinois zusammen. Laut einer Mitteilung soll bei dieser globalen Partnerschaft die von Energy Vault entwickelte Technologie der Speicherung von Energie durch Schwerkraft in die Gebäudeplanung eingefügt werden. Mit derartigen Schwerkraft-Energiespeichersystemen (GESS) in Gebäudearchitekturen wird zukünftig eine schnellere Amortisation von Kohlenstoff beim Bau und Betrieb von Gebäuden ermöglicht.

    Geplant ist, dass SOM als alleiniger Architekt und Bauingenieur für alle neuen Schwerkraft-Energiespeichersysteme fungiert. Unter dem Namen G-VAULT bietet Energy Vault schwerkraftbasierte Energiespeichersysteme für die Langzeitspeicherung an. Dabei achtet das Unternehmen auch auf die Verwendung umweltfreundlicher und recycelter Materialien für Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft mit sauberer Energie. Dabei soll G-VAULT zukünftig eine Einbindung in hohen Gebäuden, in städtischen Umgebungen sowie entfaltbaren Strukturen in natürlichen Umgebungen erhalten, heisst es in der Mitteilung. Energy Vault arbeitet bereits seit zwölf Monaten mit SOM zusammen und konnte so die Struktur, Architektur und Wirtschaftlichkeit seiner Technologie optimieren.

    „Wir freuen uns sehr über den Beginn dieser exklusiven globalen Partnerschaft mit Skidmore, Owings & Merrill, einer Firma mit einer beispiellosen Erfolgsbilanz bei der Entwicklung einiger der bemerkenswertesten Bauwerke der Welt“, wird Robert Piconi, Chairman und Chief Executive Officer von Energy Vault, in der Mitteilung zitiert. „Diese Partnerschaft mit Energy Vault ist nicht nur eine Verpflichtung, die Abkehr der Welt von fossilen Brennstoffen zu beschleunigen, sondern auch, gemeinsam zu erforschen, wie die Architektur der erneuerbaren Energien unsere gemeinsamen Naturlandschaften und städtischen Umgebungen verbessern kann“, ergänzt der Architekt und einer der drei leitenden SOM-Partner, Adam Semel.

  • Grundsteinlegung für das moderne Schwimmsportzentrum in Tenero

    Grundsteinlegung für das moderne Schwimmsportzentrum in Tenero

    Das neue Schwimmsportzentrum im CST, einer renommierten Institution für Jugendsport, wird das Zentrum des Schwimmsports in der Schweiz revolutionieren. Die bisherigen Aussenanlagen, einschliesslich des 50-Meter-Beckens und der Sprungtürme, die das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben, werden durch eine hochmoderne Schwimmhalle ergänzt. Dieses neue Zentrum wird nicht nur den aktuellen Bedürfnissen gerecht, sondern setzt auch neue Standards in der sportlichen Ausbildung und Wettbewerbsvorbereitung.

    Grundsteinlegung als symbolischer Moment
    Die feierliche Grundsteinlegung am 15. Mai 2024 markiert den Beginn der Bauarbeiten an der neuen Schwimmhalle. Diese Veranstaltung wird von wichtigen Persönlichkeiten wie der Tessiner Regierungsrätin Marina Carobbio Guscetti, BASPO-Direktor Matthias Remund und dem stellvertretenden BBL-Direktor Martin Frösch begleitet. Ebenfalls anwesend sein wird Noè Ponti, ein Olympiamedaillengewinner, der die Bedeutung dieser neuen Anlage für die Schweizer Schwimmgemeinschaft unterstreicht.

    Die Schwimmhalle, deren Fertigstellung für Mitte 2027 geplant ist, wird ein Olympiabecken mit Hubboden, ein Sprungbecken und einen Schwimmkanal umfassen. Ergänzende Einrichtungen wie Whirlpools, ein Eisbad und spezialisierte Bereiche für Regeneration und Krafttraining vervollständigen das Angebot. Nach der Inbetriebnahme der Schwimmhalle wird auch das bestehende Aussenbecken erneuert und um einen Landebereich für Ski-Freestyle erweitert.

    Visionäre Planung und langfristige Ziele
    Mit einem Investitionsvolumen von 91,8 Millionen Franken, bewilligt durch die eidgenössischen Räte Ende 2021, wird das Schwimmsportzentrum in Tenero zu einem zentralen Knotenpunkt für die Entwicklung des Schwimmsports in der Schweiz. Die geplanten Einrichtungen sind darauf ausgerichtet, Athleten optimal auf nationale und internationale Wettbewerbe vorzubereiten und gleichzeitig die wissenschaftliche Forschung und Leistungsdiagnostik zu unterstützen.

    Die Inbetriebnahme der Schwimmhalle und die darauffolgende Realisierung der Aussenanlage werden das CST in eine Top-Destination für Sportler und Teams aus aller Welt verwandeln und so die Position der Schweiz im internationalen Sportgeschehen stärken.

  • Wincasa expandiert nach Westen und Süden

    Wincasa expandiert nach Westen und Süden

    Nach den positiven Erfahrungen, die man mit dem kombinierten CMSM-Standort «Mittelland» machte, war die Eröffnung eines weiteren Hubs die logische Konsequenz, wie Thomas Hinderling, Leiter CMSM Wincasa sagt: « Dass Retail Spezialisten gemeinsam mit Areal Experten unterschiedliche Objektarten betreuen und weiterentwickeln, ist ein Erfolgsrezept. Alle Beteiligten profitieren einerseits vom grossen Know-how der anderen, zudem entstehen durch die Zusammenarbeit spannende neue Ideen, die es umzusetzen gilt. »

    Philippe Schroff ist Regionenleiter
    Die Leitung des CMSM Westschweiz & Ticino obliegt Philippe Schroff, als Retailexperte und mehrjähriger ehemaliger Leiter des Signy Centre bestens in der Region vernetzt. Das Team im CMSM Hub Romandie in Signy kümmert sich in erster Linie um zwei Grossprojekte: Das Einkaufszentrum Signy und dessen anstehendes Revitalisierungsprojekt sowie das A-One Business Center in Rolle. Zwei unterschiedliche Immobilien, bei denen sich die Spezialisten mit ihren verschiedenen Kompetenzen bestens ergänzen.
    Der Hub ist für Philippe Schroff die ideale Organisationsform: « Im Hub haben wir die komplette Expertise beider Bereiche lokal vereint. Das schafft Effizienzen und Synergien, spart Ressourcen und stärkt unsere Marktposition. Zudem ist in der Romandie nach wie vor viel Potential vorhanden, das es auszuschöpfen gilt. In mehreren Regionen der Westschweiz sind zahlreiche Projekte in Entwicklung oder stehen bevor. Die agile Hub-Organisation eignet sich daher ideal, um eine schnelle Anpassung an die neuen Kunden-Bedürfnisse zu ermöglichen. »

    Das Tessin schliesst den Kreis
    Der strategische Ausbau des Bereichs wird weiterhin aktiv vorangetrieben. Mit dem Mandatsgewinn des Centro Lugano Sud, dem ersten Center Mandat im Tessin, ist Wincasa im CMSM nun in allen Sprachregionen vertreten. Das bestehende Team vor Ort wird von Wincasa übernommen und von Philippe Schroff geführt. Das Center wurde vom Swiss Prime Site Solutions Investment Fund Commercial per 9. Mai 2022 erworben. Philippe Schroff sieht den Expansionskurs Richtung Tessin sehr positiv: « Durch die Übernahme dieses erfahrenen Teams haben wir nun die Möglichkeit, die grosse Kompetenz und das starke Netzwerk von Wincasa auch in der Region Tessin zu implementieren. Wir freuen uns sehr, in der Südschweiz präsent zu sein, da wir hier ebenfalls grosse Wachstumschancen ausmachen können. »

  • SUPSI hat neues Kompetenzzentrum für Klimawandel

    SUPSI hat neues Kompetenzzentrum für Klimawandel

    Die SUPSI hat ein neues Kompetenzzentrum eingeweiht, das sich mit Themen rund um den Klimawandel beschäftigen wird. Es wurde vom Departement für Umwelt, Bau und Design (DACD) in Mendrisio ins Leben gerufen. Laut einer Medienmitteilung soll es sich auf drei Hauptbereiche konzentrieren: Die Erforschung der wissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels, die Anpassung an den Klimawandel und die Eindämmung des Klimawandels.

    Am Centro competenze cambiamento climatico e territorio (CCCT) werden einer Mitteilung zufolge rund 50 Forschende arbeiten. Sie werden beispielsweise Massnahmen zur Mückenbekämpfung oder Überwachungssysteme für die Erwärmung von Permafrost in den Tessiner Alpen entwickeln. Viele der erforschten Themen drehen sich auch um erneuerbare Energien.

    Insgesamt soll das CCCT die interdisziplinären Kompetenzen an der SUPSI stärken und koordinieren. Dabei wird es auch mit kantonalen Einrichtungen und Verbänden zusammenarbeiten. Zu den Partnern des Zentrums gehört auch der Verein TicinoEnergia in Bellinzona, mit dem die SUPSI bereits an Projekten zu klimafreundlichen Gebäuden kooperiert.

  • Artisa Group restauriert Grand-Hotel von Locarno

    Artisa Group restauriert Grand-Hotel von Locarno

    Artisa Group will das Grand-Hotel von Locarno sanieren und erweitern. Ein entsprechender Bauantrag ist bereits eingereicht, informiert das auf Immobilieninvestitionen auf dem schweizerischen und europäischen Markt spezialisierte Zuger Unternehmen in einer Mitteilung. Für das Projekt spannt Artisa Group mit dem Architekten Ivano Gianola zusammen.

    Der Entwurf sehe den Erhalt der bestehenden Substanz und insbesondere die unter Denkmalschutz stehenden Fresken, Verzierungen und Fassaden des historischen Gebäudes vor, schreibt Artisa. Der grosse Saal, in dem 1925 die Friedenskonferenz stattfand, soll zeitgemäss restauriert werden. Neu wird ein SPA- und Wellness-Zentrum eingerichtet.

    „Das neue Grand-Hotel Locarno wird weltweit Massstäbe setzen in Exzellenz, Nachhaltigkeit und moderner Dienstleistung“, erläutert Stefano Artioli, Vizepräsident der Artisa Group, in der Mitteilung. „Darüber hinaus übernehmen wir die Verantwortung für 100 Mitarbeiter, die im Hotel arbeiten werden.“

    Im Aussenbereich sieht das Konzept eine Umgestaltung des über 4000 Quadratmeter grossen Parks vor. Gemeinsam sollen Hotel und Park das touristische Angebot des Tessins ergänzen, heisst es in der Mitteilung. „Das ganzheitliche Hotelkonzept passt perfekt zu der OTR-Strategie (Mendrisiotto und Basso Ceresio, Luganese, Bellinzonese und Hoch-Tessin sowie Lago Maggiore und Täler): Wellness, Essen und Wein, Veranstaltungen, Meetings, Nachhaltigkeit“, lässt sich Fabio Bonetti, Direktor der Tourismusorganisation des Lago Maggiore, dort zitieren.

  • Geplante SBB-Werkstätte im Tessin nimmt Hürde

    Geplante SBB-Werkstätte im Tessin nimmt Hürde

    Die SBB will in Bellinzonas Vorort Arbedo-Castione ein neues Werk bauen. Das Bundesamt für Verkehr hat dafür eine Projektierungszone von rund 150’000 Quadratmetern festgelegt. Dagegen wurden im März 2019 Beschwerden beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht. Die Beschwerdeführenden argumentierten mit einer zu hohen Opferung von Fruchtfolgeflächen und wollten zudem einen anderen Standort im Gebiet Bodio/Giornico TI besser geprüft haben.

    Das Bundesverwaltungsgericht hat die Beschwerden nun wegen „mangelnder Legitimation der Beschwerdeführenden“ für unzulässig erklärt, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Das Urteil kann noch beim Bundesgericht angefochten werden.

    Nach den Plänen der SBB soll das Tessiner Werk bis 2027 fertiggestellt werden. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf 580 Millionen Franken. Insgesamt sollen 360 Mitarbeitende und 80 Auszubildende im Werk beschäftigt werden.

  • HRS schliesst Projekt in Locarno ab

    HRS schliesst Projekt in Locarno ab

    Vor wenigen Tagen habe HRS den Residenza Step Tower in Locarno an die CS Asset Management (Schweiz) AG als Bauherrin übergeben, informiert die Immobiliendienstleisterin aus Frauenfeld in einer Mitteilung. Das Projekt umfasst ein neunstöckiges und ein dreistöckiges Gebäude, in denen insgesamt 44 Wohnungen, die Filiale des Detailhändlers Lidl sowie Büros und Lagerräume untergebracht sind. HRS freue sich, „dass hier eine kompakte Struktur realisiert werden konnte, die das Raumangebot optimal ausnutzt und sich selbstbewusst, aber auch harmonisch in die Nachbarschaft eingliedert“, schreibt die Immobiliendienstleisterin.

    Alle Einheiten im Step Tower verfügen über eine digitale Steuerung, die Wohnungstüren sind mit digitalen Schlössern versehen. Auch die Kommunikation mit der Hausverwaltung könne digital erfolgen, erläutert HRS. Beide Gebäude erfüllen die Standards Minergie und Greenproperty.

  • Arbed Smart Center – eine Drehscheibe für die Vernetzung in den Vororten

    Arbed Smart Center – eine Drehscheibe für die Vernetzung in den Vororten

    Als innovatives Projekt, das auf eine neue Art der Raumkonzeption reagiert, entsteht das Arbed Smart Center von Castione im Zentrum des Tessins, an der Achse Mailand-Zürich, nur einen Steinwurf vom Bahnhof und den Autobahnanschlüssen sowie 10 Minuten von der 'Fahrt von Bellinzona.

    Das ASC ist ein futuristisches Projekt, weil es technologische Innovation mit dem Angebot des Wohnens und Arbeitens verbindet. Das Projekt richtet sich speziell an Geschäftsreisen und wird von Unternehmern und Fachleuten wie Ingenieuren, Forschern oder Ärzten durchgeführt, die ins Tessin reisen, um ihr Wissen zu erweitern oder neue Projekte zu starten.

    Drei Blöcke zum Arbeiten und Wohnen
    Das ASC besteht aus 2 Hauptblöcken, deren Bau auf einer Fläche von 10'000 Quadratmetern im Gange ist. Ein Arbeitsplatz mit technologisch ausgestatteten modularen Besprechungsräumen und einem intelligenten Wohnbereich mit etwa 70 Einheiten und Grünflächen, in denen Veranstaltungen, Konferenzen, Geschäftstreffen usw. organisiert werden können.
    Der dritte Block wird für ein Hotelangebot genutzt: rund siebzig Zimmer, davon 34 Suiten, für insgesamt 80 Betten.

    Das Zentrum ist für alle zugänglich, auch für diejenigen, die nicht drinnen bleiben, und möchte ein Bindeglied zwischen Touristen und lokalen Behörden sein.

    Technische Innovation
    Der Gast des Zentrums wird in allen Phasen seines Aufenthalts durch eine "kundenorientierte" Anwendung unterstützt, mit der er das Restaurant, das Spa und die verschiedenen Dienstleistungen buchen kann, sich in Echtzeit über alle Aktivitäten im Gebiet und im ganzen Tessin.

    Darüber hinaus können Sie über die App die Check-in- und Check-out-Phasen einfach durchführen. In den Suiten hingegen ermöglicht die Hausautomation in Kombination mit der Highspeed-WLAN-Verbindung eine einfache und sofortige Verbindung mit allen Geräten im Raum wie Smart-TVs und Haushaltsgeräten.

  • «Bellinzona: eine Stadt mit vielen Projekten»

    «Bellinzona: eine Stadt mit vielen Projekten»

    Wer ist Mario Branda?
    Seit April 2012 im Amt, ist Mario Branda (PS) der erste sozialistische Bürgermeister einer Tessiner Stadt. Da es sich in diesem Fall um die Kantonshauptstadt handelt, verdoppelt sich der Rekord. Eine Leistung, die Herrn Branda, der keine große Fanfare mag, sicherlich stolz macht. 2011 legte er sein Amt als Staatsanwalt nieder, um für den Staatsrat zu kandidieren, wurde jedoch nicht gewählt. Er ließ sich nicht unterkriegen und kandidierte im folgenden Jahr für das Amt des Bürgermeisters in Bellinzona und sammelte eine Lawine an Stimmen. Geboren 1960, Rechtsanwalt von Beruf, arbeitet Mario Branda bei der Anwalts- und Notariatskanzlei MLaw in Bellinzona.

    Sie sind das Oberhaupt der Stadt Bellinzona, die in den letzten Jahren mit der Zusammenlegung mehrere Veränderungen erfahren hat. Sie haben kürzlich das PAC, das Kommunale Aktionsprogramm, entwickelt. Worum geht es?
    Um zu verstehen, warum die Notwendigkeit des Erwerbs des PAC entstanden ist, müssen wir zwei wichtige Aspekte berücksichtigen, die Entwicklung von Bellinzona war geboren.

    Mit der Aggregation 2017 vereinte das neue Bellinzona 13 Gemeinden und wuchs von 18.000 auf knapp 45.000 Einwohner und eine Fläche, die mit 164 km2 die grösste der Schweiz für eine Gemeinde mit gleicher Einwohnerzahl ist.

    Die wirtschaftliche, kulturelle und ökosoziale Entwicklung zu managen und die Erhaltung und Sicherheit eines so großen Territoriums zu gewährleisten, ist mit erheblichem Aufwand verbunden. Mit der Aggregation musste die Verwaltung aller Gemeinden vereinheitlicht werden, ein mühsamer Vorgang, da wir über ausgedehnte landwirtschaftliche und halblandwirtschaftliche Flächen verfügen – 1/3 des Magadino-Plans gehört nun zum neuen Zuständigkeitsbereich – die im Vergleich unterschiedliche Bedürfnisse und Anforderungen haben zu urbanen Zentren.

    Der zweite wichtige Aspekt ist AlpTransit: Die Eröffnung der Basistunnel Gotthard und Monte Ceneri stellt einen grundlegenden und strategischen Aspekt dar, der dem ganzen Kanton Tessin zugute kommt und vor allem die Stadt Bellinzona wird im Laufe der Zeit wichtige Veränderungen im Stadtgefüge erfahren . . Transformationen, die in 10-15 Jahren ausgewertet werden können, auch wenn wir schon jetzt Bewegungen beobachten können, die es bis vor einiger Zeit nicht gab.

    Es entstand daher die Notwendigkeit, ein Dokument zu erstellen, das der jetzigen Gemeinde und denjenigen, die sich weiterhin orientieren und die Entwicklungspolitik in dieser neuen Realität ausrichten werden, helfen würde. Es wurde ein Wettbewerb veröffentlicht, an dem verschiedene Gruppen teilnahmen, mit dem Ziel, zukünftige Entscheidungen in Bezug auf die Planung und Entwicklung der Stadt in den nächsten 15-20 Jahren zu unterstützen und die aktuellen Regulierungspläne in einem einzigen Dokument zusammenfassen zu können.

    Was enthält das PAC?
    Das PAC ist ein Programmierwerkzeug, das aus einem beschreibenden Dokument und anschaulichen Karten und Plänen besteht. Es enthält einige kodifizierte Grundsätze, an denen wir uns in Zukunft orientieren werden und berücksichtigt die folgenden zwei wichtigen Aspekte:

    – Polyzentrische Identität. Das neue Bellinzona hat andere Realitäten und es ist wichtig, die Identität der einzelnen Gemeinden, ihr soziales Leben und ihre Entwicklung zu bewahren. Die ehemaligen Gemeinden haben den neuen Status des Bezirks Bellinzona akzeptiert, solange Dienstleistungen, Kapillarverbindungen und Sicherheit im gesamten Gebiet gewährleistet sind.

    -Der Fluss Tessin. Landschaftlich prägt der Fluss, der das Gebiet von Moleno bis Gudo durchquert, das neue Gebiet und bildet das Rückgrat der neuen Gemeinde.

    Sind diese beiden Grundprinzipien festgelegt, folgen Entwicklungsprojekte, die auf eine zentripetale Qualitätsentwicklung ausgerichtet sind und sich auf den Aufbau und die Entwicklung wirtschaftlicher Aktivitäten in bereits dicht besiedelten Zentren konzentrieren, um den Druck einer weiteren Ausbeutung des Territoriums zu verringern.

    Es wurden zwei Bereiche identifiziert, die sich für die Bautätigkeit und die wirtschaftliche Entwicklung besonders eignen: der Sektor des ehemaligen Ferriere Cattaneo und der Raum der ehemaligen Werkstätten in Bellinzona, im zentralen Bereich.

    Können Sie mir etwas über das ehrgeizige Projekt des Ex-Officine-Raums erzählen? Es wäre interessant, auch ein paar Details zum Zeitpunkt zu haben.
    Das Projekt für den Ex-Officine-Bereich umfasst tatsächlich verschiedene Projekte. Die erste grosse Aufgabe besteht darin, alles, was sich auf dem Gelände der SBB Werkstätten befindet, nach Castione zu bringen. Hier wurde eine Fläche von über 150’000 Quadratmetern identifiziert, die für den Bau des neuen SBB-Produktionsstandortes geeignet erscheint, in einem gut erreichbaren Gebiet für eine Gesamtinvestition von rund 400 Millionen Franken. Ein Teil der Kosten wird vom Kanton (80 Millionen Franken) und der Stadt Bellinzona (20 Millionen Franken) getragen. Die Prämissen sind gut, um zu denken, dass das Projekt beginnen kann, sobald die administrativen und wiederkehrenden Praktiken geklärt sind.

    Sollte diese Operation wie zu hoffen durchgehen, wird das bisherige Areal der SBB Werkstätten, eine Fläche von rund 120’000 Quadratmetern im Herzen der Stadt, geräumt. Um zu verstehen, was damit zu tun ist, wurde ein Masterplan mit einem internationalen Wettbewerb ins Leben gerufen. Die Daten sind bereits veröffentlicht und sehen den Bau eines neuen teilweise Wohnquartiers vor, die jetzige Lokomotiv-Reparatur-Kathedrale könnte in ein kulturelles und soziales Zentrum umgewandelt werden; schliesslich ein Teil für die Ausbildung bei einem Swiss Innovation Park, einer Unterseite der Swiss Innovation Parks.

    Es wird eine Variante des Masterplans sein, die ebenfalls auf dem neuen Masterplan basiert, um die Etappen und Prozesse dieses neuen Stadtteils zu definieren. Es ist ein Projekt mit einer Vision und einem Horizont von 30-40 Jahren, es wird einem definierten Weg folgen und es wird gehofft, dass es in Lose und Sektoren unterteilt werden kann und erst eröffnet wird, wenn das vorherige bereits abgeschlossen ist und besetzt. Teile-
    30.000 Quadratmetern ist für öffentliches Grün gedacht, ein echter Park, um den sich die verschiedenen Gebäude entwickeln werden.

    Das Grundstück, auf dem heute dieses neue Quartier entsteht, befindet sich zu 100 % im Eigentum der SBB und wurde im Dezember 2017 unterzeichnet und zur Hälfte an den Kanton Tessin und die Stadt Bellinzona verkauft, um eine gemeinsame Projekt.

    Welche anderen Baustellen haben Sie in Arbeit oder planen Sie, in naher Zukunft zu aktivieren?
    Der neue Hauptsitz des IRB wird in Kürze im November eingeweiht. Der derzeitige Hauptsitz könnte von der Stadt erworben werden, um nach einigen Renovierungsarbeiten neue biomedizinische Forschungsaktivitäten aufzunehmen. Die Idee ist, die Stadt Bellinzona als Zentrum für biomedizinische Forschung zu festigen.

    Im Jahr 2030 soll mit einem weiteren wichtigen Projekt begonnen werden: dem Bau des neuen Krankenhauses, das im Raum Saleggina entstehen wird. Der erste Schritt – die Vergabe des Kredits von 16 Millionen Franken durch die Kommission für die Verwaltung des Grossen Rates, für den Erwerb der Grundstücke im Besitz der Armasuisse – ist gemacht.

    Ein weiteres großes Projekt, das in den nächsten vier Jahren entwickelt werden soll, ist die Verbesserung des kulturellen Angebots der Stadt und der Attraktivität der drei Burgen: im Wesentlichen die Förderung der Festung Bellinzona, ein UNESCO-Weltkulturerbe.

    Schließlich bin ich neugierig, was der Traum von Bürgermeister Mario Branda ist?
    Tatsächlich gibt es zwei: die Konsolidierung der biomedizinischen Forschungspole des IRB und dasjenige, das in das vom IRB leer gelassene Gebäude zurückkehrt und sich gleichzeitig um das Projekt kümmert, das Unesco-Erbe der Burgen zu verbessern, die einen kulturellen und touristischen Wendepunkt in Bellinzona geben.

    Und ein Slogan: für ein Bellinzona, ein Forschungspol, aber mit Kunst!

  • Blockchain-Anwendungen für die Immobilienbranche

    Blockchain-Anwendungen für die Immobilienbranche

    Der Begriff Blockchain dürfte mittlerweile bekannt sein. Die meisten Leute verbinden es mit Kryptowährungen wie Bitcoin und es ist teilweise richtig, obwohl Blockchain die Technologie ist, während Bitcoin eine Anwendung davon ist. Die Technologie mag kompliziert erscheinen, sagt der Schweizer Blockchain-Experte Michael Trübestein, aber er ist überzeugt, dass „die Blockchain-Technologie mit dem Debüt des Internets vergleichbar ist und nicht aufhören wird. Vorerst ist nur ungewiss, wie es sich entwickeln wird».

    Zunächst einmal müssen Sie verstehen, wie es funktioniert: Eine Blockchain besteht aus einzelnen Blöcken, auf denen jeweils Datensequenzen, beispielsweise Transaktionen, gespeichert sind. Eine Blockchain ist ein dezentrales Netzwerk. Das bedeutet, dass jeder, überall auf der Welt, natürlich mit einem Computer an einer Blockchain teilnehmen kann. Jeder an einer Blockchain teilnehmende Computer speichert dieselben einzelnen Blöcke in der exakten Reihenfolge, die die Kette bildet. Jeder Block hat seine eigene "DNA". Ein neuer Computer ist nur erlaubt, wenn er von allen anderen geprüft und verifiziert wurde. Was auf einer Blockchain programmiert wurde, kann von einem Computer nicht nachträglich verändert werden. Um eine Änderung vorzunehmen, müssten alle anderen Computer im Netzwerk eingebunden werden, und genau deshalb ist die Blockchain so sicher. Wenn ein einzelner Computer versucht, die Blockchain zu ändern, wird die Kette sofort unterbrochen und der Täter wird rausgeschmissen.

    In Baar ist «Hello World» die erste Immobilie der Welt, die tokenisiert wird
    Die Möglichkeiten, die die Blockchain-Technologie in der Immobilienbranche bietet, sind enorm, sagt Michael Trübestein, Professor für Immobilienverwaltung an der Universität Luzern mit den Schwerpunkten Real Estate Investment und Real Estate Asset Management. Zahlreiche Unternehmen forschen derzeit nach möglichen Anwendungsgebieten. „Aktuell gibt es nur vereinzelte Anwendungen, etwa im Grundbuch oder im Anlage-/Finanzierungsbereich. Ein konkretes Beispiel ist die weltweit erste Tokenisierung einer Immobilie, Baars ‚Hello World‘-Eigenschaft“, sagt Trübestein. 20 Prozent (3 Millionen Franken) des Wertes von "Hello World" wurden von der Zuger Firma "Blockimmo" tokenisiert und an vier Investoren verkauft.

    Auch Crowdlitoken ist auf Immobilien spezialisiert: Das 2018 gegründete Start-up versteht sich als digitales Immobilienunternehmen. „Anleger können ab einem Betrag von 100 Franken / Euro Beteiligungen an ausgewählten Schweizer Immobilien erwerben. Sie dürfen dann ihr Immobilienportfolio aufbauen, indem sie die gekauften Anleihen (Crowdlitokens ‹CRTs›) individuell auf die verschiedenen Crowdlitoken-Objekte verteilen“, erklärt Domenic Kurt, CEO von Crowdlitoken. Durch die Beteiligung an den Immobilien können Anleger eine jährliche Rendite von 7 Prozent erzielen und sich entscheiden, ob sie monatlich auf ihr Bankkonto oder digital als CRT-Token ausbezahlt werden soll.

    Der Zugang zum Finanzmarkt ist liberalisiert
    Für eine digitale Anleihe wird keine Zwischenbank benötigt und ist daher für den Anleger bequemer. Crowdlitoken hat über 630 Investoren mit einem Volumen von 18 Millionen CRTs und sein Immobilienportfolio wächst stetig. Zu ihren prominenten Nutzern zählen der Schweizer Profifußballer Diego Bena-
    Sohn. Kurt definiert den Unterschied zwischen Crowdlitoken und anderen auf Blockchain-Technologie basierenden Unternehmen so: «Es gibt keine Konkurrenten, die eine so geringe Investition für eine Beteiligung an verschiedenen Immobilien akzeptieren würden. Um Investitionen zu verwalten, können Benutzer mit ihrem Smartphone auf das Portal zugreifen ».

    Dass Blockchain disruptives Potenzial hat, ist sowohl Trübestein als auch Kurt klar. Crowdlitoken-CEO fügt hinzu: „Banken werden für Anlageprodukte wie unseres obsolet. Neue Vertriebswege entstehen und der Zugang zum Finanzmarkt wird liberalisiert ». Einerseits ist die Digitalisierung des Kapitalmarktes völlig disruptiv, da sie zu einer Öffnung des Finanzmarktes führt. "Es gibt keine Barrieren und die Mindestmengen, um darauf zuzugreifen, sind gesunken." Destabilisierend sei dagegen die Digitalisierung von Titeln: „Das bedeutet, dass sie nicht mehr übertragen werden“
    Werte durch Dritte übertragen und – da sie auf der Blockchain-Technologie basieren – können ohne vorherige Duplizierung versendet werden“, erklärt Kurt.

    Trübestein ergänzt: «Kryptowährungen haben bereits die Welt und das Denken der verschiedenen Marktteilnehmer beeinflusst. Niemand weiß, wie sie sich in Zukunft entwickeln werden, aber die Vorteile sind jetzt schon klar ». Auch in der Schweiz gibt es Voraussetzungen: «Wir haben zielorientierte Rahmenbedingungen und innovative Unternehmen», sagt Trübestein. Bei der Umsetzung von Innovationen ist es wichtig, dass Unternehmen zusammenarbeiten. So ist es zum Beispiel bei «Hello World» passiert: Der Betrieb ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von Block-immo, Elea Labs und Swiss Crypto Tokens.

    WAS IST EIN TOKEN?
    Domenic Kurt, Crowdlitoken: ist ein digitales Asset (Token) basierend auf der Blockchain. Es ist die digitale Darstellung eines Titels. Sie enthält die Eigentumsrechte der Anleihe sowie das Rückgaberecht und stellt eine Rückzahlungspflicht dar.

    WAS IST BLOCKKETTE?
    Michael Trübestein, Experte: eine Kette (=Kette) von Informationen (=Block). Sie werden mit einem Zeitstempel versehen und auf verschiedenen Computern gespeichert. Dies gewährleistet eine hohe Fälschungssicherheit. Blockchain-Systeme unterscheiden auch zwischen öffentlichen Netzwerken und privaten Netzwerken. Sie können rund um die Uhr genutzt werden.

    WAS KANN BLOCKCHAIN-TECHNOLOGIE BESSER MACHEN ALS EINE BANK?
    Domenic Kurt, Crowdlitoken: Mit Wertpapieren auf Basis der Blockchain-Technologie ist es möglich, Werte zu senden, ohne sie zu duplizieren. Es ersetzt das Kreditorenbuch und sorgt dafür, dass Transaktionen schlanker, bequemer und effizienter ablaufen.

    Michael Trübestein

    Domenic Kurt
  • Immobilienverwaltung wird digital

    Immobilienverwaltung wird digital

    Die Digitalisierung verändert immer mehr Branchen, denken Sie nur an den Bankensektor, der das Konzept des E-Bankings und die Möglichkeit, Zahlungen unabhängig direkt vom PC oder Smartphone aus zu verwalten, längst eingeführt hat. Wenn es um die digitale Transformation geht, halten sich Immobilien bei der Implementierung neuer Technologien zurück. Schaut man sich das Schweizer PropTech-Szenario an, findet man jedoch über 100 innovative Unternehmen und Start-ups im Bereich Property Management, Construction und Smart Building. Dies ist ein Beweis dafür, dass es an Immobilieninnovationen nicht mangelt. Was hingegen zu fehlen scheint, ist die Neigung der Unternehmer, sie zu begrüßen, zu oft kurzsichtig und an Routineprozesse gebunden. Diese Mechanismen müssen sich daher in den kommenden Jahren anpassen, um zunehmend auf die Bedürfnisse eines digitalen Marktes zu reagieren. Die Mieter von morgen sind die Teenager von heute, "mit dem Smartphone in der Hand geboren", und sie werden wahrscheinlich nicht die gleiche Art der Kommunikation haben wie die derzeitigen Mieter. Aus diesem Grund ist es wichtig, von Anfang an proaktiv mit neuen Technologien umzugehen und diese sukzessive zu implementieren, damit sich einerseits bestehende Mieter und Mitarbeiter anpassen können und andererseits rechtzeitig für die Bedürfnisse der Mieter von morgen.

    Wir von FlatMan begleiten Unternehmen bei diesem digitalen Transformationsprozess und ermöglichen ihnen, sich dem Wandel schrittweise zu stellen. In einer ersten Phase schlagen wir vor, unsere digitalen Anzeigetafeln am Eingang der Gebäude zu installieren, über die es möglich ist, jede Art von Anzeige an die Mieter direkt von Ihrem Büro aus zu veröffentlichen. So sparen Sie Papier- und Reisezeiten und generieren durch optionale Inserate zusätzliche finanzielle Einnahmen. In einer zweiten Phase ermöglicht Ihnen die von FlatMan entwickelte Plattform die Kommunikation zwischen Mietern, Immobilienagenturen und Handwerkern via App (www.flatman.ch). Dies ermöglicht es, die meisten Prozesse im Zusammenhang mit der Immobilienverwaltung zu optimieren und ihre Effizienz und Rückverfolgbarkeit zu erhöhen.

    Roberto Fantoni, Mitbegründer FlatMan Sagl.
    Rocco Vicenzi, Mitbegründer FlatMan Sagl.

  • Flaneur D’Or 2020

    Flaneur D’Or 2020

    Riqualifica Comparto S. Simone a Vacallo
    Valutazione della giuria: Il nuovo spazio pubblico si fonda su un progetto solido, che comprende interfacce per i pedoni nelle vicinanze della chiesa. Il piazzale antistante l’edificio può avere nuove destinazioni d’utilizzo dato che i parcheggi sono stati sostituiti da un piccolo parco. La superficie della chiesa è pianeggiante e accessibile anche alle persone disabili. Gli arredi fissi disposti all’ombra degli alberi invitano a sedersi e a fare due chiacchiere, mentre un bar all’aperto offre la possibilità di ristorarsi. La presenza appena accennata di queste «piccole oasi» è comunque visibile dall’altro lato della strada. Sul marciapiede basso si può camminare in sicurezza grazie a colonnine che, se da un lato impediscono agli automobilisti di parcheggiare sul marciapiede, d’altro lato non sono ottimali per le persone ipovedenti e neanche dal punto di vista estetico.

    Davanti alla fermata riqualificata ci si può sedere sul muretto. Le strisce pedonali, dotate di isola centrale, forniscono una protezione sufficiente per attraversare la strada.

    L’intervento pragmatico e localmente molto efficace denota qualità di accesso e di sosta. Dimostra come, con un dispendio proporzionato di mezzi e con pochi ma raffinati provvedimenti, sia possibile conferire al paese un «decisivo valore aggiunto».

    Committente:
    Comune di Vacallo

    Progettazione:
    Inches Geleta Architetti Sagl;
    Studio Ing. Fabio Bianchi

    Tappe:
    2012: La Parrocchia incarica l’arch. Inches di uno studio preliminare per la riqualifica della piazza
    2013: Il Comune decide di appoggiare il progetto ma coordinandolo con la riqualifica del sedime stradale adiacente
    2016: Il progetto viene presentato alla popolazione
    2017 – 2019: Inizio e fine cantiere

    Costo complessivo: CHF 716’200