Kategorie: Zentralschweiz

  • Luzern stösst Zug vom Steuerthron

    Luzern stösst Zug vom Steuerthron

    Luzern senkt den effektiven Unternehmenssteuersatz 2026 von 11,91 auf 11,66 Prozent und überholt damit Zug, das neu bei 11,71 Prozent liegt. Damit ist Luzern laut PwC erstmals der Kanton mit den tiefsten Unternehmenssteuern der Schweiz.

    Die Differenz ist klein, die Botschaft umso grösser. Im Steuerwettbewerb zählt nicht nur die absolute Höhe, sondern auch die symbolische Wirkung. Wer an der Spitze steht, sendet ein klares Signal an mobile Unternehmen und Investoren.

    Die Schweiz bleibt in Bewegung
    Acht Kantone senken ihre Unternehmenssteuern leicht, vier erhöhen sie minimal. Insgesamt zeigt der Steuervergleich 2026 damit ein Land, das im internationalen Wettbewerb weiterhin aktiv bleibt und seine Attraktivität nicht einfach verwaltet.

    Auffällig ist dabei, dass die 2024 eingeführte OECD-Mindeststeuer die kantonalen Steuersätze bisher kaum verändert hat. PwC spricht von einer eher abwartenden Haltung gegenüber den neuen globalen Rahmenbedingungen. Gerade deshalb gewinnt der inner-schweizerische Wettbewerb weiter an Gewicht.

    Zürich und Bern geraten unter Druck
    Am anderen Ende der Skala stehen Bern und Zürich. Bern weist laut PwC einen effektiven Satz von 20,54 Prozent auf, Zürich liegt trotz leichter Senkung noch bei 19,47 Prozent. Beide Kantone zählen damit weiterhin zu den steuerlich teuersten Standorten für Unternehmen in der Schweiz.

    Das ist aus Standortsicht heikel. Denn hohe wirtschaftliche Qualität, gute Erreichbarkeit und starke Arbeitsmärkte reichen nicht immer aus, wenn die fiskalische Differenz fast doppelt so hoch ausfällt wie in Luzern. Der Steuerfaktor bleibt ein harter Hebel im Wettbewerb um Neuansiedlungen und Expansionen.

    Mehr als ein Steuerranking
    Die Zentralschweiz behauptet laut PwC ihre Rolle als besonders attraktiver Unternehmensraum. Luzern und Zug rangieren im internationalen Vergleich am unteren Ende der Steuerbelastung, in der EU besteuert nur Ungarn Unternehmen noch tiefer als Luzern.

    Damit wird klar, worum es wirklich geht. Nicht um einen reinen Zahlendreher zwischen zwei Kantonen, sondern um die strategische Positionierung ganzer Wirtschaftsräume. Luzern hat sich mit einem kleinen Schritt an die Spitze gesetzt. Im Standortwettbewerb kann genau das den Unterschied machen.

  • 270 Gründe für Stans

    270 Gründe für Stans

    Die gemeinnützige Wohnbaugesellschaft Logis Suisse AG plant im Westen von Stans eine neue Wohnsiedlung. Auf einem 12’700 m² grossen Areal, das die Gesellschaft bereits 2015 erworben hat, entstehen bis 2032 rund 270 preisgünstige Wohnungen, rund 1’000 m² Gewerbefläche sowie zwei Gemeinschaftsräume. Den Studienauftrag, an dem 2025 sieben Generalplanerteams teilnahmen, gewannen Studio Sintzel aus Zürich und die Uniola AG.

    Zwei Häuser, acht Höfe
    Das intern als «Acht Höfe für Stans» bezeichnete Projekt stützt sich auf zwei siebengeschossige Bauten. Trotz ihres Volumens erscheinen sie nach aussen als locker gesetzte Punkthäuser. Kopfelemente nehmen Bezug auf bestehende Gebäude und gliedern die Strassenfronten mit Vorgartenzonen. Offene Höfe mit Durchgängen strukturieren den Aussenraum und ermöglichen Ausblicke in die umliegenden Berge. Ein qualitätsvolles Gegengewicht zur angrenzenden Autobahnlage. Ein bestehender Altbau in der Siedlungsmitte bleibt erhalten und soll künftig als sozialer Treffpunkt dienen.

    Durchmischtes Quartier mit kurzen Wegen
    Das Areal liegt gegenüber dem Einkaufszentrum Länderpark, an einer mehrspurigen Strasse und in unmittelbarer Autobahnnähe. Velo- und Fusswege sollen das neue Quartier dennoch gut mit Stans und Stansstad vernetzen. Mit 0,8 Stellplätzen pro Wohnung liegt Logis Suisse unter dem üblichen Standard, ein klares Bekenntnis zu nachhaltiger Mobilität. Der Wohnungsmix reicht von kompakten 1,5-Zimmerwohnungen für Singles und ältere Menschen bis hin zu grosszügigen 5,5-Zimmerwohnungen für Familien und Wohngemeinschaften. Im Erdgeschoss beleben Atelierwohnungen, Betreuungseinrichtungen und Gewerbeflächen das Quartier.

    Ressourcenschonend gebaut
    Die Bauherrschaft setzte ein Vorbildprojekt in Sachen Ökologie, Sozialraum und Wirtschaftlichkeit als Ziel. Das Tragwerk ist materialeffizient konzipiert, die Grundrisse sind kompakt, und eine Photovoltaikanlage auf den Dächern deckt einen grossen Teil des Strombedarfs vor Ort. Eine eingeschossige Tiefgarage minimiert den Bodenaushub. Baustart ist für 2030 vorgesehen, die Fertigstellung für 2032.

  • Neue Stiftung soll KMU nach vorne bringen

    Neue Stiftung soll KMU nach vorne bringen

    In nationalen Rankings zur Wettbewerbsfähigkeit schneidet Luzern solide ab. Bei der Innovationskraft aber belegt der Kanton hintere Ränge. Wer diesen Rückstand nicht angeht, riskiert langfristig Verluste im Standortwettbewerb. Dieser Befund ist der Ausgangspunkt für die geplante Stiftung Luzern Innovation und für den Sonderkredit, den der Regierungsrat nun beantragt.

    Die Stiftung als Dreh- und Angelpunkt
    Die neue Stiftung soll keine parallele Struktur schaffen, sondern bestehende Partnerorganisationen koordinieren und deren Angebote besser vernetzen. Der Fokus liegt auf Unternehmen in frühen Entwicklungsphasen. Also dort, wo der Bedarf am grössten und die Ressourcen am knappsten sind. Neben der Koordination kann die Stiftung auch konkrete Umsetzungsprojekte wie Machbarkeitsstudien mitfinanzieren. Der Stiftungsrat soll aus mindestens fünf Mitgliedern bestehen, eine Leistungsvereinbarung auf vier Jahre sichert Planungssicherheit.

    24 Millionen mit klarer Zweckbindung
    Von den beantragten 24 Millionen Franken fliessen eine Million in das Stiftungskapital. Die verbleibenden 23 Millionen Franken sind für die Leistungen der Stiftung in den Jahren 2026 bis 2029 vorgesehen. Damit positioniert sich Luzern als Kanton, der nicht auf Bundesförderung wartet, sondern selbst handelt. Ergänzend zu nationalen Programmen wie jenen von Innosuisse, die KMU-Innovation schweizweit unterstützen.

    Teil eines grösseren Umbaus
    Die Stiftung ist eingebettet in das breitere Standortförderungspaket des Kantons. Im Januar 2026 beschloss der Kantonsrat ein Massnahmenpaket von jährlich rund 300 Millionen Franken. Dies als Reaktion auf die OECD-Mindestbesteuerung, die bisherige Steuervorteile abschwächt. Der Luzerner Innovationsbeitrag allein umfasst 110 bis 160 Millionen Franken jährlich für Unternehmen, die in Forschung und Entwicklung investieren. Die Stiftung Luzern Innovation ist damit nicht Einzelmassnahme, sondern Teil einer koordinierten Offensive.

    Volksabstimmung im September
    Das übergeordnete Standortförderungsgesetz hat der Kantonsrat bereits gutgeheissen. Das letzte Wort hat jedoch das Stimmvolk. Die Abstimmung ist für September 2026 vorgesehen, die Inkraftsetzung per Oktober 2026. Die Stiftung kann jedoch bereits auf Basis der aktuell gültigen Rechtsgrundlagen gegründet werden. Der Startschuss muss nicht auf das Volksvotum warten.

  • Horw wächst in die Höhe, 14 Stockwerke am Bahnhof

    Horw wächst in die Höhe, 14 Stockwerke am Bahnhof

    Zwischen Bahnhof und Ebenaustrasse entstehen drei markante Neubauten mit Innenhöfen. Am Kreisel plant die Gemeinde ein achtstöckiges Gebäude, südlich davon ein 14-stöckiges Hochhaus als vertikalen Akzent und eine achtstöckige Längsbaute zur Ebenaustrasse. Dazwischen erhält der neue Bushof seinen Platz, näher am Gleis als heute und deutlich komfortabler für alle, die täglich umsteigen.

    «Janus» setzt auf Grün und Glas
    Weiter östlich, entlang der Ebenau- und Ringstrasse, hat die Gemeinde einen Architekturwettbewerb durchgeführt. Das Siegerprojekt heisst «Janus» und sieht fünf weitgehend verglaste, sechs- bis siebenstöckige Mehrfamilienhäuser vor, umgeben von Bäumen und verbunden durch einen gemeinsamen Vorplatz. Die Häuser wirken hell und offen, das Ensemble schafft urbane Qualität ohne Anonymität.

    Gewerbe ja, aber wie viel?
    Mindestens 20 Prozent der Flächen in den Neubauten sollen gewerblich genutzt werden. Dies sieht die Gemeinde so vor und zwar nicht nur im Erdgeschoss, sondern bis ins dritte oder vierte Obergeschoss. Die Grundeigentümer sehen das kritisch. Sie verweisen auf mangelnde Nachfrage und stützen sich auf Erfahrungen mit dem bisherigen Freiraumkonzept «Horw Mitte». Der Gemeinderat zeigt sich gesprächsbereit, behält sich aber vor, notfalls weitere Geschosse draufzusetzen.

    Teil eines grossen Ganzen
    Das Bahnhofsprojekt ist eingebettet in das Gesamtvorhaben «Horw Mitte», das rund 12 Hektar umfasst und langfristig 1’000 neue Wohnungen sowie 800 neue Arbeitsplätze vorsieht. Westlich der Gleise ist ein grosser Teil bereits realisiert, der östliche Teil holt nun auf. Die Gemeinde entwickelt so über zwei Jahrzehnte ein ehemaliges Randgebiet zum kompakten, gut erschlossenen Zentrum.

    Einwohnerrat hat das Wort
    Den Bushof hat der Einwohnerrat am 27. März 2026 bereits genehmigt, ein Baubeginn ist frühestens 2028 möglich. Für den Bebauungsplan Teil Ost steht die Abstimmung noch aus. Danach braucht es das Ja des Regierungsrats Kanton Luzern sowie einen referendumsfreien Abschluss. Offen ist auch noch, wer die Planungskosten trägt. Bis die Baukräne auffahren, bleibt also noch einiges zu klären.

  • Ein Quartier ohne Einsprache

    Ein Quartier ohne Einsprache

    Der Luzerner Regierungsrat genehmigte den Bebauungsplan Schützenmatt im Januar 2026. Der Emmer Einwohnerrat hatte ihn bereits am 1. Juli 2025 in zweiter Lesung einstimmig verabschiedet. Nach Ablauf der Beschwerdefrist liegt nun Rechtskraft vor, kein einziger Rekurs wurde eingereicht. Das ist bei einem Projekt dieser Grössenordnung keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Zeichen breiter Akzeptanz.

    250 Wohnungen, 4000 Quadratmeter Leben
    Auf dem Areal entstehen rund 250 Wohnungen in verschiedenen Grössen sowie Gewerbe-, Gastronomie- und Dienstleistungsflächen von insgesamt rund 4000 Quadratmetern. Der Wohnungsmix reicht von kleineren Einheiten über Familienwohnungen bis zu Alterswohnungen . Bewusst konzipiert für alle Lebensphasen und verschiedene Einkommensstufen. Ein Teil der Wohnungen muss als preisgünstiger Wohnraum realisiert werden.

    Weniger Auto, mehr Velo
    Das Mobilitätskonzept setzt klare Prioritäten sodass Fuss, Velo und öffentlicher Verkehr Vorrang haben. Geplant sind über 970 Veloabstellplätze, darunter eine gedeckte, öffentlich zugängliche Velostation mit mindestens 300 Plätzen direkt an der Bahnhofunterführung. Für Autos stehen maximal 120 Parkplätze in der Tiefgarage bereit. Die Velohauptroute entlang der Gleise wird kreuzungsfrei geführt. Somit entfallen Konflikte mit dem Fussgängerverkehr.

    Die Stadt als Schwamm
    Das städtebauliche Konzept stammt von Fischer Architekten, deren Wettbewerbsbeitrag mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde. Im Zentrum steht das Schwammstadtprinzip. Sickerfähige Beläge, Bäume auf natürlichem Boden und begrünte Dachflächen speichern Regenwasser und geben es kontrolliert wieder ab. Mindestens 60 Prozent der Dachflächen werden intensiv begrünt. Das verbessert das Mikroklima und macht das Quartier klimaresilient.

    Ab 2027 wird gebaut
    Mit der Rechtskraft liegt die Umsetzung nun bei den Grundeigentümerschaften. Die Realisierung ist in vier Etappen geplant, ein Bezug der ersten Wohnungen ist ab rund 2030 realistisch. Christine Bopp, Leiterin Planung der Gemeinde Emmen, spricht von einem abgeschlossenen langen Planungsprozess, der nun Planungssicherheit für alle Beteiligten schafft. Emmenbrücke bekommt sein neues Herz und baut es mit Bedacht.

  • Wenn der Staat zum Komplizen wird

    Wenn der Staat zum Komplizen wird

    Zwei Häuser, rund 5000 Quadratmeter, direkter Seeanstoss am Ägerisee im Kanton Zug. Wüest Partner schätzte den Wert auf 27 Millionen Franken. Verkauft wurde die Liegenschaft 2017 für 16 Millionen, rund 3300 Franken pro Quadratmeter. Vergleichbare Objekte wechselten zur gleichen Zeit für 6000 bis 13’500 Franken den Besitzer.

    Ein Schnäppchen oder ein krummer Deal
    Die Eigentümerin hatte vorgesorgt. Ihre Liegenschaft steckte in einer Holdingstruktur. 45 Prozent je Kind, 10 Prozent der Enkelin. Doch der Bruder handelte hinter dem Rücken seiner Schwester. In weniger als 100 Tagen war der Verkauf besiegelt, ohne öffentliche Ausschreibung, ohne Bieterverfahren, ohne Zustimmung der Schwester.  Sie erfuhr davon einen Monat nach Vertragsunterzeichnung und reichte sofort eine Strafanzeige ein.

    Wenn 9 Millionen keine Erklärung finden
    Der Käufer bezahlte 16 Millionen und erhielt von der Zuger Kantonalbank einen Blankokredit von bis zu 25 Millionen, eine Different von 9 Millionen. Die Bank bewertete das Grundstück intern also deutlich höher, als es der Kaufpreis vermuten liesse.
    Heute sitzt der Käufer auf der Anklagebank wegen Geldwäscherei. Er soll gewusst haben, dass dem Verkauf schweres Unrecht zugrunde lag.

    Wenn eine Kommission schweigt
    Der Fall wuchs über den Gerichtssaal hinaus. Der Zuger Kantonsrat setzte im Sommer 2025 eine PUK ein, um die Rolle der Kantonsregierung zu untersuchen. Im Fokus standen fehlerhafte Grundbuchinspektionen. Die zuständige Notarin schob das Geschäft ohne gesetzlichen Ausstandsgrund weiter und wich bei der Befragung den entscheidenden Fragen aus.

    Wenn Gerechtigkeit Zeit braucht
    Neun Verhandlungstage bis Ende März. Geleitet von Richterin Svea Anlauf. Ein Urteil frühestens im Juni. Für alle Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

    Der Ägerisee glitzert. Was in diesen Wochen im Gerichtssaal ans Licht kommt, könnte den Kanton Zug noch lange beschäftigen.

  • «Insieme» Bildungszentren in Sursee

    «Insieme» Bildungszentren in Sursee

    Der Projektwettbewerb wurde als offenes, einstufiges und anonymes Verfahren für Generalplanerteams ausgeschrieben, acht Teams reichten fristgerecht Vorschläge ein. Das Preisgericht beurteilte sie nach Funktionalität, Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit sowie Städtebau und Architektur und sprach dem Projekt «Insieme» von Bob Gysin Partner aus Zürich den Zuschlag zu. Herzstück ist ein siebenstöckiger Neubau entlang der Bahnlinie, der einen klaren Beitrag zur städtebaulichen Verdichtung leistet und den Campus stärker zum Bahnhof orientiert.

    Helle Lernlandschaft
    Die neuen Hauptzugänge richten sich künftig verstärkt zum Bahnhof aus und entlasten so die bisherige Erschliessung durch das angrenzende Wohngebiet. Sämtliche Turnhallen werden über den neu definierten Eingangsbereich erreichbar, was Wegeführung und Orientierung vereinfacht. Die Anordnung von Klassenzimmern, Gruppenräumen, Lichthöfen und Begegnungszonen schafft eine helle, flexible Lernlandschaft, die unterschiedliche Unterrichtsformen und informelle Begegnungen gleichermassen unterstützt.

    Nachhaltig bauen, Freiräume aufwerten
    Konstruktiv setzt «Insieme» auf eine Kombination aus Bestand und Holzbau. Beim Trakt B wird, abgesehen vom Untergeschoss, der bestehende Bau rückgebaut und mit einer Holzrippendecke zu einem sechsgeschossigen Gebäude aufgestockt. Die Freiraumgestaltung reagiert auf die Klimaerhitzung, indem die bestehende Treppenanlage beschattet und durch zusätzliche Bepflanzung und Sitzangebote aufgewertet wird. Der Waldrand erhält neue Aufenthaltsbereiche und eine lockere Baumbepflanzung, was die Aufenthaltsqualität im Aussenraum deutlich erhöht.

    Nächste Schritte bis zur Inbetriebnahme
    Im ersten Quartal 2026 werden die Hinweise des Preisgerichts geprüft und das Wettbewerbsprojekt bei Bedarf optimiert. Die Inbetriebnahme der erweiterten Anlage ist derzeit ab 2035 vorgesehen. In der kantonalen Finanzplanung sind für die Erweiterung und teilweise Erneuerung des BBZG+W in Sursee rund 97,4 Millionen Franken eingestellt. Eine Investition in zukunftsfähige Berufsbildung und einen starken Bildungsstandort in der Region.

  • Urbaner Wandel auf dem Wellisareal

    Urbaner Wandel auf dem Wellisareal

    Zwischen Bahnhof und Altstadt liegt eines der spannendsten Transformationsgebiete der Region. Aus Hallen, Lagern und Werkhöfen wächst ein urbanes Quartier mit eigenem Charakter. Das Areal übernimmt damit eine Schlüsselrolle als Eingangstor nach Willisau.

    Die Fläche ist in etwa so gross wie die historische Altstadt. Aus dem vormals abgeschlossenen Produktionsstandort wird ein offenes Stück Stadt. Wege, Plätze und Freiräume verbinden künftig Bahnhof, Altstadt und Quartier. Die bisherige Barriere wird zur städtischen Nahtstelle.

    Mischung statt Monofunktion
    Die Entwicklung setzt klar auf Nutzungsmischung. Geplant sind mehrere hundert Wohnungen in unterschiedlichen Grössen und Typologien, ergänzt durch Flächen für Gewerbe, Dienstleistungen und quartiernahe Angebote. Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Freizeit rücken näher zusammen.

    Sie schafft über den Tag hinweg Frequenz, erhöht die Auslastung der Infrastruktur und reduziert Abhängigkeiten von einer einzigen Nutzungsart. Gleichzeitig öffnet sie Spielräume für neue Arbeitsformen, kleinteilige Dienstleister und lokale Anbieter.

    Identität aus der industriellen Vergangenheit
    Das Wellisareal bleibt als Ort erkennbar. Teile der bestehenden Bausubstanz werden erhalten und neu bespielt. Die industrielle Prägung liefert damit nicht nur Geschichte, sondern auch Identität. Sie unterscheidet das Quartier klar von grünen Wiesenentwicklungen am Ortsrand.

    Neue Bauten ergänzen den Bestand, ohne ihn zu überdecken. Ein Hochpunkt markiert das Areal in der Silhouette von Willisau. Entscheidend ist dabei nicht die Höhe allein, sondern die Wirkung im Stadtraum. So entsteht ein Bild, das auch in der Wahrnehmung von Bewohnern, Besuchern und Investoren verankert bleibt.

    Freiraum als Standortfaktor
    Das Projekt denkt Dichte konsequent mit Freiraum zusammen. Grosszügige Grünflächen, Bäume, Plätze und Wege strukturieren das Quartier und sorgen für Aufenthaltsqualität. Statt Innenhof als Restfläche rückt der Freiraum ins Zentrum der Konzeption.

    Für künftige Nutzer ist das mehr als ein Komfortthema. Beschattete Aufenthaltsbereiche, durchdachte Aussenräume und differenzierte Kleinklimate werden zu harten Standortfaktoren. Sie beeinflussen Vermietbarkeit, Image und langfristige Wertentwicklung. Ein robustes Freiraumkonzept unterstützt zudem die Anpassungsfähigkeit des Quartiers über den Lebenszyklus hinweg.

    Mobilität neu austariert
    Die Lage direkt am Bahnhof und nahe der Altstadt erlaubt einen verkehrsarmen Ansatz. Der Fuss- und Veloverkehr hat Vorrang, Angebote des öffentlichen Verkehrs liegen in Gehdistanz. Das Projekt reduziert bewusst die Zahl der Parkplätze und setzt auf alternative Mobilitätsformen.

    Für Kommunen und Investoren bedeutet das, weniger Flächenverbrauch für Autos, mehr Raum für Wertschöpfung und Lebensqualität. Gleichzeitig steigt der Druck, Mobilität als integriertes Angebot zu denken. Von Sharing-Lösungen über Logistik bis hin zu Quartierservices.

  • Neuer CKW-Hauptsitz stärkt Emmen

    Neuer CKW-Hauptsitz stärkt Emmen

    Mit dem Projekt «EnergiePark Emmen» will CKW ihren bestehenden Standort auf der Reussinsel weiterentwickeln. Herzstück ist ein neues Werkgebäude für die Geschäftsbereiche Netze und Gebäudetechnik, inklusive Netzstützpunkt für Bau, Betrieb und Unterhalt des Stromnetzes im Grossraum Luzern. Die bisher in Reussbühl angesiedelten Mitarbeitenden erhalten damit in Emmen moderne Arbeitsplätze, Abläufe werden räumlich und organisatorisch gebündelt.

    Bekenntnis zu Emmen und mehr Arbeitsplätze
    Die Reussinsel ist historischer Ursprungsort von CKW, hier nahm 1894 das erste Kraftwerk den Betrieb auf. Mit der geplanten Verlegung des Hauptsitzes knüpft CKW an diese Wurzeln an und bekennt sich langfristig zum Standort Emmen. Die Zahl der Mitarbeitenden auf der Reussinsel soll von heute rund 600 auf etwa 1’000 steigen, was zusätzliche Steuereinnahmen generiert und die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde stärkt.

    Sorgfältige Planung und Verdichtung nach innen
    Das Richtprojekt entstand in einem mehrjährigen Planungsprozess mit der Gemeinde Emmen und einem Studienauftrag mit fünf Planungsteams. Ausgewählt wurde das Projekt «Compakt» von Penzel Valier AG mit Maurus Schifferli Landschaftsarchitekten, das insbesondere mit seiner städtebaulichen Qualität und der sensiblen Einbettung in die Landschaft überzeugt. Das Vorhaben setzt konsequent auf Verdichtung nach innen. Der wertvolle Naturraum auf der Reussinsel bleibt unangetastet, zusätzliche Gebäude sind erst als langfristige Reserve vorgesehen.

    Verkehr, Erschliessung und nächste Schritte
    Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist die Erschliessung und Verkehrssteuerung. Gemeinsam mit Emmen und Ebikon sind Mobilitätsmassnahmen vorgesehen, darunter eine neue Bushaltestelle im Gebiet Rathausen, Anpassungen an der Strasseninfrastruktur sowie ein Mobilitätsmanagement mit Fahrtendeckeln und ausgewogener Verkehrsverteilung. Auf Basis des Richtprojekts erarbeitet die Gemeinde Emmen nun den Bebauungsplan unter aktiver Einbindung der Bevölkerung. Gemäss heutigem Fahrplan könnten ab 2030 konkrete Bauprojekte bewilligt und realisiert werden.

  • Luzern investiert 300 Millionen in seinen Standort

    Luzern investiert 300 Millionen in seinen Standort

    Ausgangspunkt der Vorlage ist die Sorge, dass der bisherige Standortvorteil der tiefen Unternehmensgewinnsteuern durch die OECD-Mindestbesteuerung wegfällt. Internationale Konzerne müssen künftig mehr Steuern bezahlen, womit die Gefahr besteht, dass Top-Steuerzahler und Arbeitsplätze abwandern. Das beschlossene Paket soll diese Effekte abfedern und den Standort Luzern über andere Hebel attraktiv halten.

    Der Kantonsrat hat dazu das Gesetz über die Wirtschaftsförderung und Regionalpolitik angepasst. Neu verankert ist ein jährliches Massnahmenvolumen von rund 300 Millionen Franken zugunsten der Standortförderung. Damit schafft der Kanton einen planbaren Rahmen, um strategische Projekte und strukturelle Verbesserungen gezielt zu finanzieren.

    Innovation, Steuern, Flächen, Verwaltung
    Die Massnahmen zugunsten der Wirtschaft konzentrieren sich auf mehrere Achsen. Im Zentrum steht die Innovationsförderung. Also die Unterstützung von Unternehmen, Projekten und Strukturen, die Wertschöpfung und Zukunftsfähigkeit erhöhen. Ergänzt wird dies durch eine Verbesserung der Steuerbelastung in anderen Bereichen, um den Verlust des Gewinnsteuer-Vorteils teilweise zu kompensieren.

    Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Erschliessung und Verfügbarkeit von Wirtschafts- und Wohnflächen. Luzern will sicherstellen, dass genügend geeignete Flächen für Unternehmen, Dienstleistungen und Wohnraum bereitstehen. Ebenso wichtig ist eine «kundenorientierte» Verwaltung. Prozesse sollen schneller, transparenter und wirtschaftsnaher werden, damit Investitionen nicht an bürokratischen Hürden scheitern. Für die Bevölkerung zielen zusätzliche Massnahmen auf Entlastungen bei der Steuerbelastung, bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie auf Kultur und Digitalisierung.

    Neue Regeln für Kleinstläden und Lade-Shops
    Teil der Vorlage sind auch Anpassungen im Detailhandel. Selbstbedienungsläden ohne Verkaufspersonal mit einer Fläche von maximal 30 Quadratmetern dürfen künftig täglich von 5 bis 22 Uhr öffnen. Eine Einschränkung auf Hofläden wurde knapp verworfen. Die Regelung gilt damit breiter und erleichtert neue, automatisierte Shop-Konzepte.

    Zudem werden Shops bei Schnellladestationen teilweise Tankstellenshops gleichgestellt. Wer mindestens vier Ladestationen mit je 150 Kilowatt und einer gleichzeitigen Gesamtladeleistung von mindestens 300 Kilowatt betreibt, kann von erweiterten Öffnungszeiten profitieren. Damit unterstützt der Kanton den Ausbau der E-Mobilität und verknüpft Ladeinfrastruktur mit Serviceangeboten vor Ort.

    Politische Auseinandersetzung ist programmiert
    Die Vorlage ist politisch umstritten. SVP und SP haben das Referendum angekündigt. Sowohl wegen der grundsätzlichen Ausrichtung des Pakets als auch wegen der erweiterten Ladenöffnungszeiten und der Standortpolitik zugunsten grosser Unternehmen. Damit dürfte die Stossrichtung der Luzerner Standortstrategie in eine öffentliche Debatte getragen werden.

    Für die Praxis heisst das, Unternehmen, Investoren und Gemeinden erhalten ein klares Signal, dass der Kanton bereit ist, substanzielle Mittel in die Standortentwicklung zu investieren. Ob und in welcher Form das Massnahmenpaket definitiv in Kraft tritt, wird jedoch auch von der politischen Auseinandersetzung und einem möglichen Urnengang abhängen.

  • Luzerner Wirtschaftsförderung Wermelinger übernimmt

    Luzerner Wirtschaftsförderung Wermelinger übernimmt

    Der Stiftungsrat der Wirtschaftsförderung Luzern hat den 54-jährigen Luzerner Patrik Wermelinger zum neuen Direktor gewählt. Er stammt aus dem Kanton Luzern, lebt mit seiner Frau in Meierskappel und kennt die regionale Wirtschaft seit vielen Jahren aus nächster Nähe. Fachlich bringt er ein betriebswirtschaftliches Studium sowie einen Executive MBA in General Management mit, den er an der Hochschule Luzern abgeschlossen hat.

    Aktuell wirkt Wermelinger als Chief Investment Promotion Officer und Mitglied der Geschäftsleitung bei Switzerland Global Enterprise. In dieser Funktion begleitet er internationale Unternehmen bei der Ansiedlung in der Schweiz und bewegt sich an der Schnittstelle von Standortmarketing, Investitionsentscheidungen und globaler Konkurrenz um Projekte. Dieses Profil prädestiniert ihn dafür, Luzern im Wettbewerb der Wirtschaftsstandorte sichtbar zu positionieren. Mit einem klaren Verständnis für die Anforderungen internationaler Investoren.

    Vertrauter Kopf mit Rückkehrerbonus
    Für Luzern ist Patrik Wermelinger kein Unbekannter. Bereits von 2006 bis 2016 leitete er bei der Wirtschaftsförderung Luzern die Bereiche Standortpromotion und Marketing. In dieser Zeit knüpfte er ein breites Netzwerk zu Unternehmen, Gemeinden, Institutionen und Partnern im In- und Ausland. Er kennt die Stärken, aber auch die Herausforderungen des Wirtschaftsraums aus der Praxis. Von der Industrie über den Tourismus bis zu wissensintensiven Dienstleistungen.

    Diese Rückkehr mit zusätzlicher internationaler Erfahrung ist für die Organisation ein strategischer Vorteil. Wermelinger bringt vertiefte Ansiedlungs- und Promotionserfahrung aus der Schweiz als Ganzes mit, kombiniert mit einem klaren Blick auf Luzern als eigenständige Marke im Standortwettbewerb. Das schafft gute Voraussetzungen, um bestehende Beziehungen zu pflegen und neue Unternehmen anzuziehen. Gerade in einem Umfeld, in dem Standortentscheide stärker umkämpft sind.

    Geordneter Übergang an der Spitze
    Patrik Wermelinger übernimmt die Direktion per 1. Juni 2026. Bis Ende Februar 2026 bleibt der bisherige Direktor, Ivan Buck, in der operativen Verantwortung. Er wird sich anschliessend mit einer eigenen Firma im Bereich Relationship Management selbständig machen. Für die Übergangsphase zwischen März und Ende Mai 2026 übernimmt der stellvertretende Direktor Andreas Zettel ad interim die Führung und stellt einen reibungslosen Übergang sicher.

    Damit setzt die Wirtschaftsförderung Luzern auf Kontinuität im laufenden Betrieb und eine klare Staffelübergabe. Die Kombination aus zeitlicher Überlappung, interner Interimslösung und früh kommunizierter Nachfolge stärkt die Planungssicherheit für Partner, Gemeinden und Unternehmen, die mit der Organisation zusammenarbeiten.

    Vertrauen in Kompetenz und Persönlichkeit
    Der Stiftungsrat zeigt sich überzeugt, mit Patrik Wermelinger die richtige Wahl getroffen zu haben. Präsident Erwin Steiger betont sowohl die hohe Fachkompetenz wie auch die internationale Erfahrung des designierten Direktors. Gleichzeitig hebt er dessen vertrauenswürdige und gewinnende Art hervor. Eine Kombination, die für die Arbeit an der Schnittstelle von Politik, Verwaltung und Wirtschaft zentral ist.

    Mit dieser Personalentscheidung positioniert sich die Wirtschaftsförderung Luzern für die kommenden Jahre regional verankert, international vernetzt und mit einem Direktor an der Spitze, der den Standort Luzern bereits kennt.

  • Das Spitalareal Sursee neue Perspektiven ab 2034

    Das Spitalareal Sursee neue Perspektiven ab 2034

    Der Neubau des LUKS Sursee und des Pflegezentrums Seeblick auf der Schwyzermatt in Schenkon macht an der Spitalstrasse in Sursee ein rund 47’000 Quadratmeter grosses Areal frei. Etwa sieben Fussballfelder, zentral gelegen, gut erschlossen und mit Aussicht bis in die Alpen. Wo heute noch Spitalgebäude stehen, kann ab 2034 ein neuer Stadtbaustein entstehen, der Sursee langfristig prägt. Der Kanton Luzern ist Haupteigentümer des Areals, angrenzende Flächen gehören ebenfalls dem Kanton und teilweise der Stadt und fliessen in die Planung ein.

    Das fast 50-jährige LUKS Sursee genügt den Anforderungen an einen modernen Spitalbetrieb nicht mehr. Mit dem Entscheid des Regierungsrats, bis 2033 in Schenkon ein neues Spital und ein Pflegezentrum zu realisieren, verlagert sich die Gesundheitsinfrastruktur und eröffnet in Sursee ein städtebauliches Entwicklungspotenzial mit Seltenheitswert.

    Wohnen, Leben, Begegnung
    Der Kanton Luzern und die Stadt Sursee verfolgen ein gemeinsames Ziel, ein gemischt genutztes, lebendiges Quartier, das Wohnen, Dienstleistungen und Aufenthaltsqualität verbindet. In einer Testplanung ab 2026 wird geprüft, welche Nutzungen und Bebauungsstrukturen auf dem Areal möglich und sinnvoll sind. Die Ergebnisse bilden die Basis für Umzonung, Architekturwettbewerbe und die ersten Bauetappen, die nach dem Wegzug von Spital und Pflegeheim starten sollen, mit dem Anspruch, Leerstände möglichst zu vermeiden.

    Klar ist bereits heute, dass das Areal besonders gut für Wohnnutzungen geeignet ist, für Familien, Paare, Singles und Seniorinnen und Senioren. Ergänzend sind Dienstleistungen, Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie denkbar, die das Quartier mit Leben füllen. Angestrebt wird ein sozial durchmischtes Umfeld mit einem Mix aus gehobenen und preisgünstigen Wohnungen, das Sursee als Wohnort stärkt und zugleich neue Angebote für unterschiedliche Lebensphasen schafft.

    Sursee im Wachstum
    Sursee wächst dynamisch und verzeichnet mit einer Leerwohnungsziffer von 0,26 Prozent einen äusserst knappen Wohnungsmarkt. Das neue Angebot auf dem Spitalareal soll helfen, den Druck zu mindern und zusätzliche Wohnqualität in zentraler Lage zu schaffen. Die Nähe zur Altstadt, die bestehende verkehrliche Erschliessung und der Seeblick machen das Areal zu einem Schlüsselstandort für die künftige Stadtentwicklung.

    Es ist eine Chance, einen neuen, identitätsstiftenden Stadtteil zu formen. Das Areal kann Impulse für die wirtschaftliche Weiterentwicklung der Region setzen, neue Arbeitsplätze im Dienstleistungsbereich ermöglichen und Sursee als regionales Zentrum weiter profilieren.

    Quartierentwicklung als Gemeinschaftsaufgabe
    Die Planung des Spitalareals ist bewusst als offener Prozess angelegt. Ab Frühling 2026 sind Workshops mit der Quartierbevölkerung und verschiedenen Interessengruppen vorgesehen. Bedürfnisse, Ideen und Erwartungen sollen früh einfliessen, damit ein Quartier entsteht, das nicht nur planerisch überzeugt, sondern von der Bevölkerung mitgetragen wird.

    Über die notwendige Teilzonenplanänderung entscheidet die Gemeindeversammlung. Damit ist klar, die Zukunft des Spitalareals wird nicht im stillen Kämmerlein entworfen, sondern in einem transparenten Prozess, der Fachplanung und lokale Perspektiven verbindet.

    Ein neuer Stadtbaustein mit Geschichte und Zukunft
    Langfristig könnte dort, wo heute noch ein Spitalbetrieb läuft, ein vielfältiger Wohn- und Lebensraum mit Grünflächen, Spiel- und Aufenthaltsräumen entstehen. Begegnungsorte im Freien, kurze Wege und eine gute Anbindung an die bestehende Stadtstruktur sollen das Areal zu einem integralen Teil von Sursee machen.

    Der Kanton Luzern will das Potenzial der privilegierten Lage mit Seeblick und historischer Nutzung gezielt nutzen. Ab 2034 bietet sich die Gelegenheit, ein Quartier zu realisieren, das die Geschichte des Standorts respektiert und gleichzeitig Antworten auf die Wohn- und Lebensbedürfnisse der kommenden Jahrzehnte gibt. Ein neues Kapitel für das Spitalareal und für Sursee.

  • Nidwalden bündelt seine Blaulichtkräfte

    Nidwalden bündelt seine Blaulichtkräfte

    Das 33’000 Quadratmeter grosse Areal an der Kreuzstrasse ist heute vollständig überbaut. Viele Gebäude weisen erheblichen Erneuerungsbedarf auf, darunter die Bauten der Kantonspolizei und des Gefängnisses. Hinzu kommen betriebliche Mängel wie fehlende Fluchtwege oder ungenügende Trennungen zwischen öffentlichen Zugängen und Personaleingängen.

    Auf Basis einer breit abgestützten Untersuchung hat der Regierungsrat entschieden, das Areal vollständig neu zu organisieren und mit Ersatzneubauten zu überbauen. Ziel ist ein modernes Sicherheitskompetenzzentrum, das funktionale Abläufe verbessert, die Sicherheit erhöht und langfristig wirtschaftlicher ist als punktuelle Sanierungen.

    Gebündelte Blaulichtorganisationen
    Heute sind auf dem Areal Polizei, Gefängnis, Verkehrssicherheitszentrum, Strasseninspektorat, Amt für Justiz und Staatsanwaltschaft angesiedelt. Aufgrund der zentralen Lage wird geprüft, ob zusätzliche Blaulichtorganisationen, insbesondere Stützpunktfeuerwehr und Rettungsdienst, an die Kreuzstrasse verlegt werden. So soll ein Standort mit kurzen Wegen, abgestimmten Prozessen und klaren Zuständigkeiten entstehen.

    Eine durchgeführte Testplanung hat gezeigt, dass diese Bündelung auf dem bestehenden Areal realistisch ist. Sie bestätigt, dass sich die räumlichen Anforderungen der heutigen Nutzungen und zusätzlicher Organisationen auf der Fläche umsetzen lassen, ohne die Entwicklungsmöglichkeiten des Standorts zu verbauen.

    Gefängnis mit Blick auf künftige Bedürfnisse
    Im Rahmen der Testplanung wurde auch die künftige Ausrichtung des kantonalen Gefängnisses vertieft analysiert. Die Nachfrage nach Haftplätzen in der Schweiz ist hoch, insbesondere für pflegebedürftige Insassen im Straf- und Massnahmenvollzug. Vor diesem Hintergrund prüft Nidwalden, wie das neue Gefängnisangebot dimensioniert und funktional ausgerichtet werden soll, um längerfristig bedarfsgerecht zu sein.

    Gestaltungsplan und Richtprojekt
    Der Landrat hat einen Planungskredit von 1,63 Millionen Franken für Gestaltungsplan und Richtprojekt bewilligt. Die Planung wird mit einem klar definierten Nutzerkreis weitergeführt das sind Kantonspolizei, Rettungsdienst, Stützpunktfeuerwehr, Amt für Justiz, Staatsanwaltschaft, Gefängnis, Strasseninspektorat, Verkehrssicherheitszentrum und ausgewählte Verwaltungseinheiten.

    Der Gestaltungsplan soll den rechtlich verbindlichen Rahmen für die nächsten Planungsschritte schaffen. Er legt fest, welche Nutzungen wo zulässig sind, wie Erschliessung, Freiräume und städtebauliche Einordnung zu gestalten sind und welche Etappierungen möglich sind.

    Anpassungen im Verfahren und offene Teilprojekte
    Im Studienauftrag für Gestaltungsplan und Richtprojekt waren zunächst mehrere Planerteams beteiligt. Im Verlauf des Jahres 2025 zeigte sich jedoch, dass die Erschliessung mit einem moderaten Ausbau des bestehenden Kreisels angesichts neuer Verkehrsprognosen nicht ausreichen wird. Gleichzeitig kam eine neue Option für das Verkehrssicherheitszentrum ins Spiel. Obwalden plant einen Neubau in Sarnen und es werden Synergien eines gemeinsam genutzten Standorts mit Prüfhallen und Teststrecken geprüft.

    Um flexibler auf diese Veränderungen reagieren zu können, wurde entschieden, den Studienauftrag in der bisherigen Form zu beenden und das Richtprojekt nur noch mit einem Planungsteam weiterzubearbeiten. Der Landrat verlangte im Oktober 2025 zudem mehr Planungssicherheit, insbesondere für die beiden Teilprojekte «Verkehrssicherheitszentrum» und «Gefängnis», bevor Gestaltungsplan und Richtprojekt definitiv abgeschlossen werden.

    Nächste Schritte und Zeitplan
    Der Gestaltungsplan wird sich über die drei Standortgemeinden Stans, Buochs und Oberdorf erstrecken. Die entsprechenden Gemeindeversammlungen oder Urnengänge zur Beschlussfassung sind nach aktuellem Stand für das Jahr 2027 vorgesehen.

    Erste Kreditanträge für Architekturwettbewerbe einzelner Bauten des Sicherheitskompetenzzentrums werden frühestens ab 2028 erwartet. Bis dahin geht es darum, die offenen Fragen zu Erschliessung, Gefängnisausrichtung und Verkehrssicherheitszentrum zu klären.

  • Engineers’ Day 2026

    Engineers’ Day 2026

    Gerade vor dem Hintergrund von Klimawandel, Digitalisierung und nachhaltiger Mobilität rücken Ingenieurinnen und Ingenieure in eine Schlüsselrolle. Sie entwickeln Lösungen für erneuerbare Energiesysteme, resiliente Infrastrukturen, smarte Mobilitätskonzepte, digitale Technologien, datenbasierte Anwendungen und eine ressourcenschonende Produktion.

    Nachwuchs im Fokus
    Der Engineers’ Day möchte junge Menschen früh für Technik begeistern, vom Primarschulkind bis zur Studienwahl. Firmen und Institutionen bieten Führungen, Workshops, Demo-Stationen und Dialogformate an, die Berufe erlebbar machen und direkte Begegnungen mit Fachleuten ermöglichen.

    ​Hintergrund ist ein anhaltender Fachkräftemangel, gerade in den Ingenieur- und MINT-Berufen, in denen Frauen weiterhin stark untervertreten sind. Unternehmen, Organisationen und Bildungsinstitutionen sind deshalb eingeladen, eigene Anlässe und Aktionen für den 4. März 2026 anzumelden und so aktiv zur Nachwuchsförderung beizutragen.

    National Conference of Engineers
    Neu findet am selben Tag erstmals die National Conference of Engineers statt. Rund 40 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden kommen an der Hochschule Luzern in Horw zusammen, um konkrete Massnahmen zur Stärkung des Ingenieur-Nachwuchses zu diskutieren.

    ​Ziel der Konferenz ist es, Kräfte über Branchen und Disziplinen hinweg zu bündeln und neue Wege zu finden, um mehr junge Menschen in ihrer Vielfalt für Ingenieur-, MINT- und Tech-Berufe zu gewinnen. Damit ergänzt die Tagung die dezentralen Aktivitäten des Engineers’ Day um eine strategische Plattform für Austausch und gemeinsame Initiativen.

    Von Muttenz nach Luzern
    Die Stabübergabe vom bisherigen Austragungsort Muttenz an Luzern im Oktober 2025 markiert einen weiteren Entwicklungsschritt des Formats. Mit der ersten National Conference of Engineers an der HSLU wird der Engineers’ Day 2026 nicht nur zum Erlebnistag für den Nachwuchs, sondern auch zum Treffpunkt für Entscheidungsträgerinnen der Ingenieur- und Bildungslandschaft.

  • Neue Rohrbrücke stärkt regionales Fernwärmenetz

    Neue Rohrbrücke stärkt regionales Fernwärmenetz

    BRUGG Pipes aus Kleindöttingen, Teil der in Brugg ansässigen BRUGG Group AG, hat vorisolierte Fernwärmerohre für eine Querung der Autobahn A4 geliefert. Das Brückenelement zwischen Holzhäusern und Rotkreuz wurde Ende Oktober eingehoben, heisst es in einer Mitteilung. Bei der Montage sind zwei für Brückenbauwerke taugliche Rohrleitungen mit einer Länge von 48 Metern montiert worden. Sie wiegen ohne Wasser 4,9 Tonnen.

    Die Rohrbrücke verbindet bereits bestehende mit neuen Abschnitten des Wärmeverbundes Ennetsee. Dabei sollen weitere Quartiere und Gewerbestandorte in Rotkreuz ZG, Cham ZG und angrenzenden Gebieten an das Fernwärmenetz angeschlossen werden. Bauherrin des Projekts ist die WWZ. Für die Planung und Bauleitung der Brücke war das Unternehmen B+S AG verantwortlich, unterstützt von der Hodel SHLK AG als Rohrbauer. „Ich bin begeistert, wie die WWZ, B+S, Hodel SHLK und die weiteren Partner dieses Projekt partnerschaftlich und mit grösster Präzision umgesetzt haben. Eine solche Verlegung unserer Rohre mit einer eigenen Brücke ist definitiv nicht alltäglich. Umso mehr freut es mich, dass die Installation erfolgreich verlief und unsere vorisolierten Rohrsysteme nun den Ausbau des Wärmeverbunds Ennetsee sowie die Dekarbonisierung unterstützen“, wird Martin Rigaud, CEO von BRUGG Pipes, in der Mitteilung zitiert.

    Als Wärmequelle nutzt die WWZ die Abwärme der Kehrichtverbrennungsanlage Renergia in Perlen LU. Bis Herbst 2026 soll auch Cham mit Fernwärme aus dem Projekt versorgt werden. Insgesamt rechnet man beim Ausbau des Verbunds mit einer Einsparung von etwa 12‘000 Tonnen Kohlendioxid jährlich.

  • Erste alpine Solaranlage der Zentralschweiz geht ans Netz

    Erste alpine Solaranlage der Zentralschweiz geht ans Netz

    energieUri hat laut einer Mitteilung auf der Sidenplangg in der Gemeinde Spiringen die erste alpine Solaranlage der Zentralschweiz ans Netz genommen. Die Anlage auf einer Höhe von 1800 bis 2000 Metern soll im Vollausbau bei einer Gesamtleistung von 8 Megawatt pro Jahr 12,5 Gigawattstunden Strom erzeugen. Davon soll knapp die Hälfte im Winter produziert werden.

    Derzeit liefert die Anlage 13 Prozent des anvisierten Stromes. Damit qualifiziert sie sich für die Förderung im Rahmen des Solarexpresses. Die Arbeiten sollen im Frühjahr wieder aufgenommen und bis Ende 2028 abgeschlossen sein.

    An der APV Sidenplangg AG beteiligen sich der Urner Energieversorger energieUri AG als Initiantin und die aventron AG mit Sitz in Münchenstein BL.  „Solche Kraftwerksprojekte schaffen und sichern hochqualifizierte Arbeitsplätze in der Region – sei es bei der Planung, Realisierung oder dem zukünftigen Betrieb sowie der Energiebewirtschaftung durch energieUri“, wird Werner Jauch. CEO von energieUri und Verwaltungsratspräsident der APV Sidenplangg AG, in der Mitteilung zitiert.

  • Vom Werkhof zum klimaresilienten Stadtquartier

    Vom Werkhof zum klimaresilienten Stadtquartier

    Ausgangspunkt der Entwicklung ist der Rückzug des CKW-Werkhofs im Kontext der grossräumigen Transformation rund um den Seetalplatz. Auf Basis eines zweistufigen Studienauftrags der CKW und der Stadt Luzern setzte sich 2022 das Projekt «Habitat – Quartier im Hain» durch. Entscheidend waren der sorgfältige Umgang mit Bestandesbauten. Insbesondere der Shedhalle sowie die konsequente Integration von Freiräumen und Regenwasserbewirtschaftung.

    Die Ideen des Siegerprojekts wurden anschliessend auf den gesamten Perimeter des Bebauungsplans übertragen und planungsrechtlich verankert. Damit entsteht eine koordinierte Gesamtfigur, die private Grundstücke und das ehemalige Werkhofareal zu einem städtebaulichen Ganzen verbindet.

    Städtebau, Nutzungsmischung und Schwammstadt
    Der nordöstliche Teil des Gebiets wird aus lärm- und stadträumlichen Gründen von grösseren, gemischt genutzten Baukörpern in geschlossener Bauweise geprägt. Hier bündeln sich Wohnen, Arbeiten, Dienstleistungen und Erdgeschossnutzungen entlang von Strassen und Plätzen. Der westliche Teil setzt auf offene Wohnbauten, zusammenhängende Grünräume und Wege, welche die angrenzenden Quartiere anbinden.

    Zentrales Element ist eine topographische Mulde im Westen, eine frühere Aue. Sie dient als Retentionsraum für Regenwasser und bildet die Grundlage des «Stadthains», der mit Baumbestand, Versickerungsflächen und kühlendem Mikroklima das Quartier prägt. Regenwassermanagement, klimaangepasste Freiraumgestaltung und das Schwammstadt-Prinzip werden so zu tragenden Bausteinen der Quartiersidentität.

    Soziale Durchmischung und Vielfalt
    Im Endausbau sind in Reussbühl West rund 700 bis 800 zusätzliche Wohnungen vorgesehen, mindestens 20 Prozent davon gemeinnützig. Ergänzt werden sie durch Mehrzweckräume und rund 15’000 bis 18’000 Quadratmeter Arbeitsflächen für Gewerbe und Dienstleistungen. Kurzzeitvermietungen bleiben auf die bereits heute vorhandenen Flächen beschränkt und sind nur im Baufeld C9 zugelassen. Ein bewusstes Signal zugunsten langfristiger Wohn- und Quartiersstrukturen.

    Die Bestandes-Shedhalle wird für publikumsorientierte Nutzungen geöffnet und fungiert als Adresse für Kultur, Freizeit oder kleinteiliges Gewerbe. Zusammen mit den Erdgeschossnutzungen der Neubauten entsteht ein nutzungsgemischtes, ganztägig belebtes Umfeld, das Wohnen, Arbeiten und öffentliche Angebote eng verzahnt.

    Planungsrechtliche Grundlage und zeitliche Perspektive
    Der Bebauungsplan «Reussbühl West» legt die wesentlichen Hauptelemente der städtebaulichen Figur und der Nutzungsverteilung grundeigentümerverbindlich fest und ermöglicht eine etappierte Umsetzung. Vom 24. November bis 23. Dezember 2025 liegt er öffentlich auf. Einsprachen und Verhandlungen fliessen in die weitere Bearbeitung ein, bevor der Plan dem Grossen Stadtrat vorgelegt wird.

    Gemeinsam mit dem bereits rechtskräftigen Bebauungsplan «Reussbühl Ost» entsteht damit ein planungsrechtlicher Rahmen für ein aufgewertetes, gemischt genutztes Quartier mit insgesamt rund 1’000 zusätzlichen Wohnungen und 15 bis 20 Prozent Gewerbeflächen. Die Verdichtung erfolgt schrittweise. Bereits heute sind in Reussbühl Ost erste gemeinnützige Wohnungen und neue Gewerbeflächen im Bau und markieren den Übergang vom industriell geprägten Areal zum urbanen Stadtbaustein der nächsten Generation.

  • Standortsuche für das ETH Swiss GeoLab

    Standortsuche für das ETH Swiss GeoLab

    Das ETH Swiss GeoLab soll in den kommenden zehn Jahren zu einem internationalen Zentrum für Erdbeobachtung und Datenanalyse werden. In Luzern entsteht damit ein Ort, an dem Daten aus dem All, der Luft und vom Boden zusammenfliessen. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz und Hochleistungsrechnern sollen Prognosen und Analysen zu Naturgefahren, Klima oder landwirtschaftlichen Entwicklungen ermöglicht werden. Strategisch leiten ETH-Professor Thomas Zurbuchen und ETH-Professorin Verena Griess das Projekt, während Felix Seidel Caprez die operative Führung des Zentrums übernimmt.

    Standortwahl mit klaren Kriterien
    Das Anforderungsprofil für den Standort wurde von der ETH Zürich definiert und öffentlich gemacht. Es legt grossen Wert auf optimale Bedingungen für Forschung, Kooperation und Innovation. Gesucht wird ein Ort mit moderner Infrastruktur, Nähe zu Hochschulen, Unternehmen und Behörden. Eingereichte Vorschläge werden im ersten Quartal 2026 evaluiert.

    Vernetzung und konkrete Perspektiven
    Schon vor dem Standortentscheid läuft die Vernetzung mit der Luzerner Bildungs- und Forschungslandschaft. Workshops zwischen ETH, regionalen Unternehmen und Verwaltungspartnern sollen Synergien aufzeigen und gemeinsame Projekte initiieren.
    «Diese Investition in Wissen und Technologie ist eine grosse Chance für den Kanton», sagt Regierungsrat Fabian Peter, für ihn ist das Projekt ein Meilenstein für den Innovationsstandort Luzern.

    Forschungsregion mit Signalwirkung
    Bis 2030 soll das Swiss GeoLab rund 100 Mitarbeitende beschäftigen und Start-ups sowie Industriepartner einbinden. Das Zentrum wird nicht nur die Erdbeobachtung neu definieren, sondern auch Luzerns Position als forschungsstarken Standort im internationalen Innovationsnetzwerk stärken.

  • Luzern stellt Richtplan öffentlich vor

    Luzern stellt Richtplan öffentlich vor

    Die Luzerner Bevölkerung wird laut Prognosen bis Mitte des Jahrhunderts um rund 120’000 Personen zunehmen und die Marke von 560’000 Einwohnerinnen und Einwohnern erreichen. Um dieses Wachstum geordnet zu bewältigen, verankert die Raumentwicklungsstrategie im Richtplan klare Ziele. Kompakte, effiziente und auf den öffentlichen Verkehr abgestützte Siedlungsstrukturen sollen Vorrang haben.

    Der Plan sichert den haushälterischen Umgang mit dem Boden und stimmt die Entwicklungsabsichten des Kantons mit jenen des Bundes und der Gemeinden ab. Er soll die Grundlage schaffen, um Wohnen, Arbeiten und Mobilität räumlich zu harmonisieren.

    Fokus auf Innenentwicklung und bezahlbaren Wohnraum
    Zentrales Element der Revision ist die Schaffung von Wohnraum, ohne wertvolles Kulturland zu gefährden. Der Richtplan setzt auf Verdichtung nach innen, etwa durch Mindestdichten und höhere Bebauungsgrade in verkehrsgünstigen Lagen und ermöglicht punktuelle Bauzonenerweiterungen dort, wo sie für preisgünstigen Wohnungsbau sinnvoll sind.

    Mit den sogenannten Zentrumsgebieten entstehen planerische Instrumente, um zentrale Standorte mit hoher Dichte gezielt zu entwickeln. Gemeinden sollen ihr Wohnraumangebot künftig verbindlich festhalten können. Ergänzend sind Massnahmen in anderen Politikbereichen nötig, etwa in der Bodenpolitik oder Förderprogrammen für gemeinnützigen Wohnungsbau.

    Arbeitszonen und wirtschaftliche Entwicklung
    Für Wirtschaftsflächen stärkt der Richtplan den lokalen Handlungsspielraum. Gemeinden erhalten die Möglichkeit, eigene Arbeitszonen zu erweitern, um Neuansiedlungen mit regionalem Bezug zu fördern und Wohnen und Arbeiten stärker zu verknüpfen.

    Der Kanton übernimmt mit dem Programm zu Entwicklungsschwerpunkten eine koordinierende Rolle. Zudem schafft der Richtplan Grundlagen für eine aktive Bodenpolitik, um Flächen im kantonalen Interesse. Wie strategische Arbeitsgebiete oder Infrastrukturprojekte gezielter zu steuern.

    Integration übergeordneter Nachhaltigkeitsziele
    Die Richtplanrevision verknüpft raumrelevante Themen mit übergeordneten Strategien. Aspekte zu Klimaschutz, Energieproduktion und Mobilitätsentwicklung aus kantonalen Projekten wie «Zukunft Mobilität Kanton Luzern» oder dem Planungsbericht Klima und Energie werden räumlich verankert. Damit greift die Planung ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen integrativ auf.

    Verfahren und politische Verantwortung
    Seit der Revision des Planungs- und Baugesetzes 2018 ist der Kantonsrat stärker in die Richtplanung eingebunden. Er legt die strategischen Ziele in der Raumentwicklungsstrategie fest, während der Regierungsrat die operative Koordination und die konkrete räumliche Festlegung in den Richtplankarten verantwortet.

    Die aktuelle Überarbeitung basiert auf Rückmeldungen aus der Mitwirkung 2023 sowie auf der Vorprüfung des Bundes 2024. Nach der öffentlichen Auflage werden alle Eingaben ausgewertet, bevor die bereinigte Fassung voraussichtlich im Sommer 2026 dem Kantonsrat zugeleitet und anschliessend dem Bundesrat zur Genehmigung vorgelegt wird.

  • «Zuger Mar-a-Lago»

    «Zuger Mar-a-Lago»

    Das Anwesen ist mit 5500 Quadratmetern das grösste private Seegrundstück und ein Unikat in Zug. Die Luxusvilla mit einem geforderten Preis von rund 50 Millionen Franken ist seit Ende Juni auf dem Markt. Sie wird wegen ihrer Pracht und Lage bereits als «Zuger Mar-a-Lago» bezeichnet, in Anspielung auf das bekannte Anwesen von Donald Trump in Florida. Laut Makler Robert Ferfecki gilt der Käufer dieser Villa als «König von Zug».

    Stadt mit strategischem Interesse
    Die Frist für Gebote ist mittlerweile abgelaufen und offiziell gehört die Stadt Zug zu den Mitbewerbern. Stadtrat und Finanzdirektor Urs Raschle bestätigte, dass die Eigentümerfamilie bereits im Frühling den Kontakt zur Stadt gesucht habe. Das Versprechen eines Angebots bis Ende September wurde eingehalten, Details zur Höhe bleiben indes geheim.

    Persönlicher Zugang als Trumpf
    Über das alleinige Gebot hinaus geht Raschle einen Schritt weiter. Er hat einen persönlichen Brief an die Eigentümerfamilie geschrieben. Obwohl der Kontakt grundsätzlich über die Makler läuft, soll dieser Brief die Bedeutung des Kaufvorhabens unterstreichen. Raschle hebt hervor, dass sogar das Zuger Parlament den Stadtrat beauftragt hat, den Kauf zu prüfen. Eine Botschaft mit Nachdruck, die Glaubwürdigkeit und Verhandlungsstärke vermitteln soll.

    Zukunftsperspektiven für Zug
    Ein Eigentumserwerb dieser Grössenordnung könnte dem öffentlichen Raum neue Impulse geben. Geplant ist, das Seebad und das Theater Casino zu erweitern. Projekte, die der Stadt gesellschaftliche und kulturelle Mehrwerte bringen würden. Die Entscheidung über den Kauf wird wegweisend für die zukünftige Entwicklung am Zugersee sein und bietet Zug die Chance, ein Statement als moderner und innovativer Standort zu setzen.

  • Grundstückserwerb in Meggen

    Grundstückserwerb in Meggen

    Das erworbene Grundstück am Neueggweg ist praktisch unbebaut und liegt gemäss Zonenplan in Wohnzone C. Die Lage ist ruhig, dennoch gut erschlossen, ein Vorteil für zukünftige Bewohner. Nach aktuellem Planungsstand wird Mobimo auf dem Areal eine Überbauung im Stockwerkeigentum mit etwa 70 Wohneinheiten realisieren. Das Projektvolumen beläuft sich auf rund 120 Millionen Franken. Der Baustart ist von einer zwingenden Gestaltungsplanpflicht abhängig. Die Fertigstellung der Überbauung ist für Ende 2032 vorgesehen.

    Entwicklungspipeline und Marktumfeld
    Mit dem Kauf des Areals baut das Unternehmen ihre Entwicklungspipeline für die kommenden Jahre substanziell aus. Die Nachfrage nach Wohneigentum an guten Lagen rund um Luzern bleibt stabil hoch. Die Gemeinde Meggen gehört zu den begehrtesten Wohnorten der Zentralschweiz und punktet neben der Nähe zur Stadt Luzern, mit attraktiver Lage und Lebensqualität. Der Vierwaldstättersee, das Naherholungsgebiet rund um Meggen und die städtische Infrastruktur stärken den Standort zusätzlich.

    Projektziele und Ausblick
    Die neue Überbauung bietet nicht nur neuen Wohnraum, sondern bringt durch den Gestaltungsplan auch städtebauliche Entwicklungsmöglichkeiten. Architekturbüros erhalten nach dem Verfahren die Chance, innovative Wohnlösungen und moderne, bedarfsgerechte Raumkonzepte einzubringen. Die Planung trägt sowohl dem Wunsch nach attraktiven Grünräumen als auch den Ansprüchen an Wohndichte und Nachhaltigkeit Rechnung.

    Bis zur geplanten Fertigstellung Ende 2032 sind noch mehrere Planungsschritte erforderlich. Der genaue Baustart hängt von der Entwicklung und dem Abschluss des Gestaltungsplans ab. Der Bezugstermin wird auf Basis der Behördenverfahren und der Vermarktung zeitnah kommuniziert.

    Das Projekt in Meggen bringt neuen Wohnraum, entwickelt den Standort weiter und erweitert das Engagement des Unternehmens für attraktives, zukunftsfähiges Wohnen in der Zentralschweiz.

  • Geplante Börsennotierung soll Marktpräsenz stärken

    Geplante Börsennotierung soll Marktpräsenz stärken

    Die Fondsleitung der Swiss Prime Site Solutions AG (SSPS), ein Asset Manager für Immobilienlösungen aus Zug, prüft laut einer Medienmitteilung eine Kotierung des SPSS Investment Fund Commercial (SPSS IFC) an der SIX Swiss Exchange. Der SPSS IFC investiert laut eigener Angaben mit Fokus auf Gewerbeimmobilien an wirtschaftlich etablierten Lagen in der ganzen Schweiz. Das Unternehmen plant eine Umsetzung bis Ende 2025 und möchte so seine Marktpräsenz stärken, den Zugang für neue Investoren öffnen und die Liquidität des Fonds langfristig fördern. Begleitet wird die Kotierung von der Zürcher Kantonalbank als Sole Lead Managerin.

    Laut Mitteilung erfolgt die Kotierung vorbehaltlich der Marktbedingungen, der Genehmigung der Fondsvertragsänderungen durch die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) sowie der Genehmigung des Kotierungsgesuchs durch die SIX Swiss Exchange. Mit der genehmigten Fondsvertragsanpassung als Publikumsfonds wird der SPSS IFC für alle Anleger offenstehen. Bis dahin ist er ausschliesslich für qualifizierte Anleger zugänglich. An der SIX Swiss Exchange soll der Fonds zukünftig in die Indizes SXI Real Estate Broad und SXI Real Estate Funds Broad aufgenommen werden.

    Im Vorfeld der geplanten Kotierung konnte das Unternehmen bereits sein Portfolio ausbauen und sich so auf die Weiterentwicklung des Fonds vorbereiten. „Mit den Mitteln aus der letzten Kapitalerhöhung haben wir das Portfolio mit zwei attraktiven Light-Industrial-Liegenschaften optimal ausgebaut, die Eigenkapitalbasis nachhaltig gestärkt und das Produkt konsequent auf die Anforderungen einer Börsenkotierung ausgerichtet“, so Maximilian Hoffmann, CIO Funds bei SPSS.

  • Neue Pflastersteine reduzieren CO2-Ausstoss im Bau

    Neue Pflastersteine reduzieren CO2-Ausstoss im Bau

    Das im Kanton Luzern ansässige Baustoffunternehmen CREABETON, eine Tochter der Müller-Steinag Baustoff AG, hat gemeinsam mit dem Start-up Oxara eine neue Serie zementfreier Pflastersteine entwickelt. Wie es in einer Mitteilung heisst, entwickeln die neuen Betonsteine eine um 30 Prozent geringere CO2-Emission als herkömmliche Pflastersteine.

    Das neue Produkt ist in drei Varianten erhältlich. Neben der Ausführung als Standardpflastersteine können auch wasserdurchlässige oder Rasenpflastersteine verlegt werden. Das Material nutzt anstelle herkömmlichen Zements das von Oxara, einer Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), entwickelte Oulesse-Bindemittel.

    „Mit diesen Produkten reagieren wir auf die wachsende Nachfrage nach klimafreundlichen Baulösungen“, wird Hendrix Müller, CEO der Müller-Steinag-Gruppe, in der Mitteilung zitiert. „Unsere Zusammenarbeit mit Oxara ermöglicht es uns, unseren Kunden nachhaltigere Alternativen anzubieten – heute, nicht erst in einigen Jahren.“ Martin Bodmer, Leiter Operations bei Oxara, zeigt sich überzeugt, dass die Zusammenarbeit mit CREABETON die nachhaltigen Entwicklungen seines Unternehmens skalieren kann.

  • JuCoin eröffnet europäischen Hauptsitz in Baar

    JuCoin eröffnet europäischen Hauptsitz in Baar

    Bis Ende 2025 will JuCoin das derzeit neunköpfige Team in Baar auf 100 Mitarbeitende vergrössern, mit Platz für insgesamt bis zu 400 Beschäftigte. Der Fokus liegt auf der Rekrutierung lokaler Talente, um sowohl kulturelle Nähe als auch tiefes Marktverständnis sicherzustellen. Geführt wird der Standort von CEO Kenny Dan und COO Hugo Teo, die umfassende Erfahrung im Fintech- und Kryptowährungssektor einbringen.

    Regulatorische Weichenstellung
    Ein zentrales Ziel ist die Erlangung der MiCA-Lizenz, welche die Einhaltung der EU-Vorschriften gewährleistet und die legale Aufnahme von Kundinnen und Kunden in der gesamten Union ermöglicht. Damit will die Firma ein sicheres, regelkonformes und vertrauenswürdiges Handelsumfeld für den europäischen Markt schaffen.

    Breit aufgestelltes Ökosystem
    Mit dem neuen Standort bringt das Unternehmen sein umfangreiches Service- und Produktportfolio nach Europa. Dazu zählen die Blockchain-Infrastruktur JuChain, die soziale Plattform JuChat, die Entertainment-Plattform JuGame sowie die Hardware-Lösung JuOne. Weltweit ist das Unternehmen bereits in über 30 Ländern aktiv und betreut mehr als 12 Millionen Nutzerinnen und Nutzer.

    Bedeutung für das Crypto Valley
    Die Ansiedlung unterstreicht die Rolle der Schweiz als globaler Innovationsstandort im Bereich Blockchain und Kryptowährungen. Baar erhält damit nicht nur einen neuen Arbeitgeber mit internationaler Strahlkraft, sondern auch einen Impuls für die Weiterentwicklung des Crypto Valley als führendes Kompetenzzentrum für digitale Finanztechnologien.

  • Zirkulär denken, gemeinsam bauen

    Zirkulär denken, gemeinsam bauen

    Das Circular Time Lab der Hochschule Luzern bringt Theorie und Praxis, Entwurf und Handwerk, Lehre und Stadtentwicklung zusammen. Es ist ein interdisziplinäres Projekt des Kompetenzzentrums Typologie & Planung in Architektur und des Architekturstudiengangs der HSLU. Gemeinsam mit Lernenden aus Holzbaubetrieben der Region entwickeln die Studierenden Strukturen, die nicht nur architektonisch ansprechend, sondern auch vollständig wiederverwendbar sind.

    Der Fokus liegt beim gemeinsamen Lernen und Gestalten. Die Studierenden gewinnen Einblick in handwerkliche Abläufe und technische Möglichkeiten, während die Lernenden an Entwurfsprozessen teilhaben. Das Resultat ist ein tiefes Verständnis für ressourcenschonendes Bauen, das Kreisläufe schliesst und Materialwert bewahrt.

    Architektur zum Erleben – mitten in Luzern
    Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit sind seit Juni 2025 an zwei zentralen Orten im Kanton Luzern erlebbar, auf dem Inseli beim Bahnhof und beim Viscosi-Areal in Emmenbrücke. Dort laden luftige Holzbauten mit farbenfrohen Stoffen zum Verweilen, Beobachten und Innehalten ein. Sie bieten Schutz vor Sonne und Regen und regen gleichzeitig zum Nachdenken an.

    Die Strukturen sind dabei mehr als nur ästhetische Interventionen im Stadtraum. Sie sind gebaute Statements für eine Baukultur, die Verantwortung übernimmt. Ihre offene Gestaltung lädt Menschen zum Dialog ein und macht Nachhaltigkeit sichtbar und greifbar. Der «Luzerner Sommer» wird damit zum Experimentierfeld für eine Architektur, die nicht auf Dauer zielt, sondern auf Wirkung.

    Kreislauf statt Rückbau
    Im Circular Time Lab steht die Wiederverwendung im Zentrum. Die Holzpavillons sind nicht als Einmalbauten konzipiert, sondern als temporäre Strukturen mit Zukunft. Bereits beim ersten Aufbau wurde auf bestehende Holzbauteile zurückgegriffen. Alle Verbindungen sind lösbar, alle Masse erhalten. Im Herbst 2025 folgt der Rückbau, 2026 entsteht aus denselben Elementen ein neuer Pavillon mit neuer Funktion.

    Dieser iterative Ansatz ist nicht nur ressourcenschonend, sondern schult auch das planerische Denken. Denn zirkuläres Bauen verlangt Kreativität und Präzision. Wie fügt sich ein alter Balken in einen neuen Entwurf? Wie schafft man Schönheit ohne Verschwendung? Diese Fragen begleiten die Teilnehmenden des Circular Time Labs während des gesamten Prozesses und stärken ihre Kompetenzen für das nachhaltige Bauen von morgen.

    Teil eines internationalen Netzwerks
    Das Luzerner Projekt ist in das europäische Forschungsprogramm BAUHALPS, Building Circular in the Alps eingebettet. 13 Partnerinstitutionen aus sechs Ländern entwickeln darin gemeinsam neue Strategien für zirkuläres Bauen im Alpenraum. Das Circular Time Lab dient dabei als lebendiges Reallabor. Ein Ort für Experimente, für Austausch, für angewandte Forschung.

    Die Kooperation eröffnet den Studierenden und Lernenden nicht nur neue Perspektiven, sondern auch internationale Netzwerke. So wird aus einem lokalen Holzbauprojekt ein Baustein für den transnationalen Wandel, ein Impuls, der weit über Luzern hinausstrahlt.

    Zukunft beginnt im Kleinen
    Die Holzstrukturen des Luzerner Sommers mögen auf den ersten Blick klein wirken. Doch sie tragen grosse Ideen in sich, Zusammenarbeit, Kreislaufwirtschaft, Bildung und Verantwortung. Das Circular Time Lab zeigt, wie nachhaltiges Bauen in der Ausbildung verankert und im öffentlichen Raum sichtbar gemacht werden kann. Denn wer Materialien wiederverwenden will, muss zuerst Ideen neu denken.

  • Alpine Solaranlage für Zentralschweiz entsteht in Spiringen

    Alpine Solaranlage für Zentralschweiz entsteht in Spiringen

    Die APV Sidenplangg AG, ein Partnerwerk des Urner Energiedienstleisters energieUri AG aus Altdorf und der Grünstromproduzentin aventron AG aus Münchenstein BL, bauen die erste alpine Solaranlage der Zentralschweiz, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Die Anlage befindet sich im Gebiet Sidenplangg oberhalb des Dorfes Spiringen im Urner Schächental.

    Die alpine Photovoltaikanlage bedeckt eine Fläche von 10,7 Hektar auf einer Höhe von 1800 bis 2000 Metern über dem Meeresspiegel. Die Energieeinspeisung erfolgt durch eine bestehende Trafostation. Die Anlage wird eine Leistung von 8 Megawatt haben und ab 2029 jährlich 12,5 Gigawattstunden erneuerbaren Solarstrom erzeugen. Die Investitionskosten betragen 40 Millionen Franken, davon bleiben laut Mitteilung 31 Millionen Franken in Form von Aufträgen für regionale Firmen im Kanton Uri.

    Projekte der nationalen Solarexpress-Initiative sind laut Mitteilung wesentlich für die Versorgungssicherheit und Unabhängigkeit der Schweizer Stromversorgung. Die Schweiz ist dafür insbesondere auf den Ausbau ihrer Winterstromproduktion angewiesen. Die Höhenlage und das Produktionsprofil machen alpine Solaranlagen wie in Spiringen für die Winterstromproduktion besonders geeignet, da sie im Winterhalbjahr dreimal so viel Strom erzeugen wie ihre Pendants im Flachland.

    «Wir freuen uns, zusammen mit unserer Partnerin energieUri die erste alpine Solaranlage der Zentralschweiz umzusetzen. Dieses Projekt unterstreicht die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem Mittelland und den Bergkantonen sowie das gemeinsame Engagement für die erneuerbare schweizerische Energieproduktion», wird Dominik Baier zitiert, Verwaltungsratspräsident der aventron AG.

  • Zuger Stadtparlament unterstützt Bebauungsplan Metalli

    Zuger Stadtparlament unterstützt Bebauungsplan Metalli

    Der Bebauungsplan Metalli ist in den politischen Bewilligungsprozess gegangen, informiert die Zug Estates Gruppe in einer Mitteilung. Die auf den Wirtschafts- und Lebensraum Zug konzentrierte Immobiliengesellschaft plant, die bestehende Einkaufsallee in einen lebendigen Stadtteil weiterzuentwickeln. Dabei sollen zusätzlicher Wohnraum und neue öffentliche grüne Aussenräume entstehen.

    Der Stadtrat der Stadt Zug hatte dem Bebauungsplan Metalli bereits am 8. April zugestimmt. Am 17. Juni fand der Bebauungsplan in erster Linie auch die Zustimmung des Grossen Gemeinderats der Stadt Zug. Nun gehen die Pläne in die öffentliche Auflage, bevor sie voraussichtlich im Frühjahr 2026 zur zweiten Lesung in den Grossen Gemeinderat zurückkehren. Danach kann Zug Estates den eigentlichen Planungsprozess mit einem Architekturwettbewerb einleiten.

    Der Bebauungsplan Metalli sieht die Schaffung von 160 neuen Wohnungen vor, von denen 130 zusätzlich zum bestehenden Wohnangebot entstehen. Dafür sind Aufstockungen bestehender Gebäude und ein neues Hochhaus geplant. Als Eingangstor der Metalli soll ein neuer Platz mit Verbindung zum Bahnhofsareal fungieren. Zudem will Zug Estates eine öffentliche und parkähnliche Dachterrasse anlegen.

    «Mit dem Vorhaben Lebensraum Metalli greifen wir bewährte Qualitäten auf und erhalten die charakteristische Architektur der Metalli mit ihren Glasdächern, Arkaden und der typischen Materialisierung», wird Peter Wicki, Leiter Projektentwicklung Zug Estates, in der Mitteilung zitiert. «Durch die gezielte Aufwertung und Modernisierung der Infrastruktur sowie durch die Attraktivitätssteigerung der Einkaufsallee ist der Lebensraum Metalli zudem eine Chance für den Erhalt und die Weiterentwicklung des Detailhandels sowie der Gastronomie.»

  • Denkmal wird Wohnhaus mit Geschichte

    Denkmal wird Wohnhaus mit Geschichte

    Neun Monate hat es nur gedauert, bis aus dem denkmalgeschützten Bauernhaus Gütsch in Lauerz SZ ein modernes Einfamilienhaus geworden ist. Darüber informiert nun Strüby in einer Medienmitteilung. Das Unternehmen hatte die Bauherrschaft zur Umsetzung der umfangreichen Umbau- und Sanierungsmassnahmen. Strüby habe seine Stärke und Erfahrung im Umgang mit denkmalgeschützten Bauten bei Projektentwicklung, Architektur, Engineering und Umsetzung einbringen können, heisst es.

    Dabei habe sich die frühe und enge sowie konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege und deren Vorsteherin Monika Twerenbold bewährt, „sodass das Resultat für alle Beteiligten äusserst zufriedenstellend herausgekommen ist“, wird Kilian Boog, Geschäftsfeldleiter Umbau bei den Strüby Unternehmungen, zitiert.

    Aussen und innen hat sich viel getan, wobei der spätmittelalterliche Blockbau aus dem Jahr 1492/93 den ursprünglichen Charakter „weitgehend zurück erhalten“ habe. In Kombination mit modernen Elementen sei ein architektonisches „Bijou“ entstanden, das „voller Geschichte und Geschichten steckt und durch seine Symbiose aus Alt und Neu fasziniert“. 

    Holzverschalung, Dach und Fenster wurden erneuert. Die Aussenhülle erhielt eine energetische Sanierung, innen wurde die Heiztechnik auf energetische Wärmepumpe und Photovoltaik umgestellt. Bei der Raumplanung wurde Wert darauf gelegt, vorhandene „kunsthandwerkliche Details, interessante Gebrauchsspuren, religiöse Symbole zum Schutz vor bösen Geistern und Dekorelemente“ hervorzuheben. Unverändert geblieben seien Grundriss und die Raumhöhen.

  • Regionale Unternehmen im Rampenlicht der Preisverleihung Zentralschweiz

    Regionale Unternehmen im Rampenlicht der Preisverleihung Zentralschweiz

    Obrist interior ist der Sieger des Prix SVC Zentralschweiz 2025. Das 1895 gegründete KMU aus Inwil ist auf hochwertigen Ladenbau und Innenausbau spezialisiert. Laut einer Mitteilung des Swiss Venture Club (SVC) realisiert es weltweit mit rund 120 Fachleuten aussergewöhnliche Interieurs für Luxusmarken, Geschäftsräume und private Wohnbereiche. Wie Urban Camenzind, Jurypräsident und Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Uri, bei der Preisverleihung hervorhob, war die Expertenjury «beeindruckt von der gelungenen Verbindung aus traditionellem Handwerk und modernster Technik. In enger Zusammenarbeit verarbeiten Kundenberater, Projektleiter, Planer und Produktionsfachleute verschiedenste Materialien wie Holz, Metall und Glas zu hochwertigen Laden- und Inneneinrichtungen – wahre Kunstwerke, geschaffen in der Zentralschweiz für den Weltmarkt.»

    Platz 2 ging an die Axon Active Gruppe aus Luzern. Sie unterstützt Unternehmen und Organisationen in verschiedenen Branchen mit skalierbaren digitalen Lösungen bei der Transformierung und der Optimierung ihrer Geschäftsprozesse. Das Unternehmen zeichnet sich durch Agilität, Nachhaltigkeit und Kundennähe aus, urteilt die SVC-Jury.

    Platz 3 ging an Schiltrac Fahrzeugbau. Das Unternehmen aus Buochs baut individuelle Spezialtransporter für unterschiedliche Anwendungen, von landwirtschaftlichen und Kommunalfahrzeugen bis hin zu Feuerwehrautos. Schiltrac, so der SVC, sei bekannt für hohe Fertigungsqualität und Flexibilität.

    Als weitere Preisträger wurden Stadler Form aus Zug und Impact Acoustic aus Luzern prämiert. Stadler Form optimiert mit seinen Luftbefeuchtern, Entfeuchtern und Aroma-Diffusern das Raumklima. Impact Acoustic entwickelt kreislauffähige Produkte, die die Raumakustik in Büros, Restaurants, Hotels und öffentlichen Gebäuden verbessern.

  • Business-Chancen im Urner Talboden

    Business-Chancen im Urner Talboden

    Die Werkmatt Uri ist eine der letzten grossen Landreserven im Urner Talboden. Bereits während des Ersten Weltkriegs entstanden hier erste industrielle Nutzungen mit direktem Bahnanschluss. Besonders prägend sind die denkmalgeschützten Getreidemagazine der Architekten Eduard Züblin und Robert Maillart aus den Jahren 1912/13. Diese Bauten bleiben als Wahrzeichen erhalten und werden als Ausstellungsort und Kunstlager umgenutzt. Der Kanton investiert in die Infrastruktur, um das Gebiet zwischen dem neuen Kantonsbahnhof Altdorf und dem künftigen Autobahn-Halbanschluss Altdorf Süd weiterzuentwickeln.

    Optimale Lage und wirtschaftliche Impulse
    Uri liegt strategisch an der wichtigsten europäischen Nord-Süd-Achse mit dem Gotthard-Basistunnel und der Autobahn A2. Die unmittelbare Nähe zum Intercity-Bahnhof Altdorf sowie ein modernes Buskonzept fördern die Erreichbarkeit der Werkmatt. Aus der besseren Erreichbarkeit entstehen Impulse für Wirtschafts- und Siedlungsprojekte. Mit «Vena», «Cubo» und der «Strickermatte» realisierten private Investoren moderne Wohnbebauungen in Gehdistanz.

    Entwicklung mit Weitblick
    Die Kässbohrer Schweiz AG hat den Mehrwert der Werkmatt bereits erkannt und verlegte ihren Hauptsitz 2019 nach Altdorf. Mit dem neuen Dienstleistungsgebäude entstanden 30 qualifizierte Arbeitsplätze in den Bereichen Verwaltung, Verkauf, Service, Schulung, Endmontagen und Produktion von Spezialfahrzeugen, hauptsächlich von Pistenfahrzeugen. Daneben entwickelt die Werkmatt AG auf den Baufeldern 9 und 13 ein innovatives Nutzungskonzept. Geplant ist ein multifunktionales Zentrum mit einem Business-Hotel mit 80 Zimmern, Co-Working-Spaces, Gewerbe- und Kulturräumen, Gastronomie sowie Fitness- und Erholungsbereichen.

    Gezielte Planung für nachhaltiges Wachstum
    Als Eigentümerin strebt der Kanton Uri eine Win-win-Situation mit den zukünftigen Besitzern, Nutzern und Investoren im Areal an. In den nächsten Jahren sollen die Parzellen schrittweise verkauft und bebaut werden. Der Kanton entwickelt das Areal Werkmatt Uri koordiniert, so dass nachhaltige wirtschaftliche Nutzungen im regionalen Gesamtinteresse entstehen. Darum stellt er Richtlinien auf – unter anderem bezüglich der Arbeitsplatzdichte. Der Quartiergestaltungsplan dient bauwilligen Investoren und Firmen als eigentümerverbindliches, parzellenscharfes Planungsinstrument. Er setzt Leitplanken hinsichtlich Nutzung, Gestaltung und Infrastruktur.

    Erfolg durch Zusammenarbeit
    Die Werkmatt Uri ist ein Beispiel für eine koordinierte und nachhaltige Standortentwicklung. Unternehmen profitieren von einer engagierten Verwaltung, kurzen Entscheidungswegen und bedarfsgerechten Lösungen. Die Region erwartet durch das Projekt langfristige wirtschaftliche Impulse und eine Schaffung von mehr als 1’000 Arbeitsplätzen.
    Die Werkmatt Uri ist somit weit mehr als ein Industriegebiet, sie ist Wirtschaftsmotor und ein attraktiver Standort für zukunftsweisende Unternehmen.