Kategorie: Retail

  • Der Sonnenhof soll Bülachs Mitte neu erfinden

    Der Sonnenhof soll Bülachs Mitte neu erfinden

    Das Sonnenhof-Areal liegt zentral zwischen Bahnhof- und Schaffhauserstrasse und umfasst gut 20’000 Quadratmeter. Heute prägen ein Einkaufszentrum aus den 1970er-Jahren, weitere Gewerbe- und Wohngebäude sowie eine grosse versiegelte Parkplatzfläche das Bild. Genau diese Struktur soll nun grundlegend verändert werden.

    Geplant ist ein neuer, gemischt genutzter Quartierteil mit einer öffentlichen Passage, begrünten Höfen und Plätzen, Gewerbe, Gastronomie und einem Kultur- und Begegnungszentrum. Das bestehende Einkaufszentrum soll dabei nicht verschwinden, sondern modernisiert und in das neue Gefüge eingebunden werden.

    Verdichtung mit urbanem Anspruch
    Kern des Projekts sind rund 240 Mietwohnungen in unterschiedlichen Preisklassen und mit verschiedenen Grundrissen. Dazu kommen rund 12’000 Quadratmeter für gewerbliche, kulturelle und öffentliche Nutzungen in den Erdgeschossen und an den Passagen.

    Städtebaulich setzt das Projekt auf Dichte und Orientierung. Vier höhere Gebäude sollen das Areal markieren und ihm eine klar erkennbare Adresse geben. Im Gestaltungsplan ist an der nordöstlichen Ecke eine maximale Gebäudehöhe von 55 Metern möglich. Das zeigt, wie deutlich sich der Sonnenhof vom bisherigen Massstab abheben wird.

    Freiraum statt Asphalt
    Besonders stark ist die Botschaft im Aussenraum. Wo heute Hitze speichernder Belag dominiert, sollen künftig entsiegelte Flächen, Bäume, Höfe und klimaresistente Bepflanzung das Mikroklima verbessern. Regenwasser soll versickern und verdunsten können, Dächer werden begrünt und mit Photovoltaik ergänzt.

    Auch verkehrlich will sich das Projekt neu ausrichten. Die oberirdischen Parkplätze wandern grösstenteils in die Tiefgarage, während Wege und Plätze vor allem auf Fuss- und Veloverkehr ausgerichtet werden. Trotzdem bleiben auf dem gesamten Areal rund 450 Auto-Parkplätze vorgesehen.

    Kultur als Teil der Entwicklung
    Auffällig ist die Verbindung von Immobilienentwicklung und öffentlicher Nutzung. Mit dem geplanten Kultur- und Begegnungszentrum KUBEZ soll am Sonnenhof nicht nur gebaut, sondern auch ein regionaler Treffpunkt für Kultur, Bildung und Freizeit geschaffen werden. Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit mit der Stadt Bülach und umliegenden Gemeinden.

    Gerade das macht den Sonnenhof mehr als zu einer klassischen Überbauung. Das Areal soll nicht nur Wohnraum liefern, sondern eine neue Mitte schaffen, die den Alltag der Stadt erweitert und die Verbindung zwischen Bahnhof, Zentrum und Quartier stärkt.

    Ein langer Weg zur neuen Mitte
    Noch ist der Sonnenhof ein Planungsprojekt. 2026 soll der private Gestaltungsplan eingereicht werden, 2027 wäre die Genehmigung vorgesehen. Die erste Etappe könnte 2029 starten und 2031 fertig sein, die Gesamtfertigstellung ist gemäss Projektstand für 2034 vorgesehen.

    Das zeigt die eigentliche Dimension solcher Vorhaben. Die Transformation eines zentralen Areals braucht nicht nur Kapital und Entwurfskraft, sondern vor allem Zeit, Verfahren und politische Abstimmung. Wenn der Sonnenhof gelingt, gewinnt Bülach nicht einfach neue Wohnungen. Die Stadt gewinnt ein neues Stück Urbanität.

  • Neue Überbauung kombiniert Wohnen, Gewerbe und Nahversorgung

    Neue Überbauung kombiniert Wohnen, Gewerbe und Nahversorgung

    Die Schlieremer Halter AG hat laut einer Mitteilung Ende März die Überbauung AuPark plannmässig abgeschlossen und an die Bauherrschaft Swiss Life Asset Managers übergeben. Im Rahmen des Projekts entstanden fünf Mehrfamilien- und Geschäftshäuser mit Blick auf den Zürichsee und die Halbinsel Au.

    Die Überbauung AuPark umfasst insgesamt 300 Wohnungen, darunter 111 Stockwerkeigentumseinheiten, heisst es in der Projektbeschreibung. Dazu kommen Gewerbeflächen und ein Coop, der als Nahversorger für das Quartier dienen soll. Der namensgebende AuPark liegt im Herzen des Projekts und dient mit weitläufigen Rasenflächen als zentraler Treffpunkt und Erholungsraum für die Bewohnerschaft.

    „Im Rahmen unserer Totalunternehmerleistung wurde das Projekt gezielt verdichtet und der Wohnungsmix optimiert“, so das Unternehmen in der Mitteilung. „Das Ergebnis: eine nachhaltige, marktfähige Entwicklung mit hoher Wohnqualität – auch im Segment des preisgünstigen Wohnungsbaus.“ 

  • Neues Verkaufskonzept setzt auf Erlebnis und Begegnung

    Neues Verkaufskonzept setzt auf Erlebnis und Begegnung

    Rohner gestaltet seine Verkaufsfläche in Balgach um. Der Standort wird laut einer Mitteilung von CEO Hermann Lion um eine neue Verkaufsfläche erweitert und soll im September 2026 eröffnet werden. Das Ziel sei „ein Raum, der Marken und Menschen verbindet. Der inspiriert, überrascht und zeigt, dass moderner Handel weit mehr ist als nur Verkauf.“

    Damit reagiert die 1873 gegründete Traditionsfirma auf ihre Wahrnehmung, „dass Menschen wieder bewusster einkaufen und echten Kontakt suchen – nach Jahren, in denen vieles digital geworden ist“, so Lion auf Anfrage. „Der stationäre Handel hat dann Zukunft, wenn er mehr bietet als reine Transaktion.“ Deshalb investiere das Textilunternehmen „gezielt in ein Konzept, das Erlebnis, Qualität und Begegnung verbindet. Es ist ein Statement für die Stärke des physischen Handels – und für unsere Region“.

    Die neue Verkaufsfläche wird vom Zürcher Büro Susanne Fritz Architekten gestaltet: „Klare Linien. Natürliche Materialien. Licht, das Geschichten erzählt“, so Lion. Susanne Fritz hat bereits den kompletten Gebäudekomplex in Balgach saniert, erweitert und einer neuen Nutzung zugeführt. Dabei wurde der gesamte Markenauftritt der Rohner AG modernisiert und auch architektonisch neu gestaltet, inklusive des vorhandenen Ladenraums. „Trotz geringerer Dichte der Warengestelle konnte damit der Umsatz pro Quadratmeter gesteigert werden“, heisst es in einer Präsentation dieser Arbeiten.

    Nun entsteht laut Lion auf der neuen Verkaufsfläche etwas, „das wir so in unserer Region noch nicht gesehen haben“. An diesem Ort sollen verschiedene Marken gemeinsam sichtbar werden. Geplant seien Shop-in-Shop-Konzepte für andere Textilmarken, aber auch für Accessoires, Lifestyle-Produkte, Outdoor- oder Designmarken. „Wichtig ist uns, dass die Partner eine Geschichte erzählen können und ins Gesamterlebnis passen, ob lokale Manufaktur oder internationale Brand mit klarer Haltung.“

  • Modernisiertes Einkaufszentrum stärkt Nutzung und Energieeffizienz

    Modernisiertes Einkaufszentrum stärkt Nutzung und Energieeffizienz

    Die in Schlieren ansässige Halter AG hat die Modernisierung und Neugestaltung des Signy Centre in Signy-Avenex abgeschlossen. Die Renovation umfasste zwei Gebäude mit Verwaltungs- und Geschäftsflächen, drei Etagen mit rund 50 Geschäften sowie fünf Parkdecks mit insgesamt etwa 1100 Stellplätzen. Wie Halter mitteilt, startete das Projekt im Jahr 2023 und wurde nun mit der offiziellen Übergabe an die Kunden abgeschlossen.

    Im Rahmen der Renovation wurden die technischen Anlagen und Sicherheitseinrichtungen im Signy Centre modernisiert. Darüber hinaus gestaltete Halter das Einkaufszentrum und dessen Aussenanlagen neu. Die abgeschlossenen Umbauten erhöhen laut dem Unternehmen den Komfort und die Sicherheit der Arbeitnehmenden sowie der Kundinnen und Kunden im Einkaufszentrum. Darüber hinaus konnte die Energie- und Umweltbilanz des Standorts verbessert werden.

    Teil des Projekts waren darüber hinaus die Unternehmen Burckhardt und ARFOLIA, die jeweils die Architektur und Landschaftsarchitektur übernommen haben. Während sd ingénierie als Bauingenieur beteiligt war, übernahm Caeli Ingénierie die Rolle des technischen Ingenieurs. Brandschutzingenieur war zuletzt srg engineering.