Kategorie: Facility Management

Facility Management – Immobiliennews zu FM-Strategien, Betriebskonzepten & Services in der Schweizer Immobilienbranche.

  • BIM und digitale Zwillinge die digitalen Partnern der Gebäude

    BIM und digitale Zwillinge die digitalen Partnern der Gebäude

    BIM, Building Information Modeling ersetzt statische 2D-Pläne durch ein gemeinsames, digitales Gebäudemodell, in dem Architektur, Technik und Kosten in Echtzeit zusammenspielen. Alle Bauteile werden als BIM-Objekte mit Abmessungen, Leistungen, Preisen, Gewährleistung und Wartungsinfos erfasst, vom Mauerwerk bis zur Tür, vom Sensor bis zur Pumpe.

    Statt Pläne hin- und herzuschicken, arbeiten alle Beteiligten im selben 3D-Modell, erkennen Kollisionen früh und erleben das Gebäude virtuell, bevor der erste Bagger anrollt. Das senkt Fehlerrisiken, macht Termine planbarer und legt die Basis für klare Budgets statt späterer Nachträge.

    Vom BIM-Modell zum Building Twin
    Aus dem BIM-Modell entsteht im Betrieb der digitale Zwilling. Der Building Twin, der bis zu 95 Prozent der Planungsinformationen übernimmt und mit Live-Daten aus dem Gebäude verknüpft. Er bildet die «Single Source of Truth» für Flächen, Technik und Sensorik und macht Performance, Belegung und Komfortzustände in Echtzeit sichtbar.

    Cloudbasierte Building-Twin-Plattformen ermöglichen es, Gebäude virtuell zu überwachen, Szenarien zu simulieren und neue Anwendungen schnell zu skalieren, vom Energiemonitoring bis zur nutzerzentrierten Service-Suite mit KI-Analytik. So wird aus dem starren Plan ein lernendes System, das sich mit den Anforderungen von Betreibern, Mietern und Städten weiterentwickelt.

    Wertschöpfung im Betrieb statt nur auf der Baustelle
    Rund 80 Prozent der Lebenszykluskosten eines Gebäudes fallen im Betrieb an. Genau dort entfaltet BIM im Zusammenspiel mit digitalen Zwillingen den grössten Hebel. Facility Manager greifen im 3D-Modell auf Wartungszyklen, Bedienungsanleitungen, Hersteller- und Garantiedaten zu, planen Umbauten präzise und reduzieren Ausfallzeiten und Fahrten.

    Strukturiert hinterlegte Produkt- und Live-Daten erlauben vorausschauende Instandhaltung, gebündelte Beschaffung oder automatisierte Reaktionen wie das Schliessen von Storen bei Unwetterwarnungen. Gleichzeitig unterstützt die transparente Datenbasis ESG-Ziele, Dekarbonisierung und Kreislaufwirtschaft, vom Energie- und Wasser-Tracking bis zur werthaltigen Wiederverwendung von Materialien im Rückbau.

    Digitale Ökosysteme als Zukunftsmodell
    Digitale Zwillinge verbinden Gebäude, Campus und Quartiere zu intelligenten Ökosystemen, in denen Energie, Nutzung und Mobilität aufeinander abgestimmt werden. Sie liefern Einblicke in Komfort, Gesundheit, Auslastung und Emissionen und helfen, Netto-Null-Strategien, neue Arbeitswelten und gemischt genutzte Stadtbausteine datenbasiert zu steuern.

    Für Eigentümer und Betreiber werden BIM und digitale Zwillinge damit zum Marktdifferenzierer. Wer den eigenen Bestand digital versteht, kann Investitionen besser priorisieren, Risiken steuern und den «Return on Investment» von Sanierungen, Umbauten und Services belegen. In einer Branche zwischen Dekarbonisierungsdruck und Nutzererwartungen werden sie zum Schlüssel, um Immobilien von statischen Objekten zu lernfähigen, zukunftsfähigen Infrastrukturen zu machen.

  • Hybrid ist die neue Normalität

    Hybrid ist die neue Normalität

    77 Prozent der Schweizer Unternehmen setzen heute auf hybride Arbeitsmodelle. Das ist mehr als doppelt so viel wie vor der Pandemie. In Deutschland bieten 79 Prozent der Unternehmen hybrides Arbeiten an, der Anteil der Beschäftigten mit Homeoffice pendelt stabil zwischen 23 und 24 Prozent. Gleichzeitig zeigt die Analyse von Stellenanzeigen, einem zuverlässigen Seismografen für mittelfristige Unternehmensentscheidungen, dass hybrides Arbeiten seit 2023 konstant in rund 20 Prozent der deutschen und 15 Prozent der Schweizer Ausschreibungen als Arbeitsmodell kommuniziert wird.

    Rekalibrierung, keine Kapitulation
    Ja, die durchschnittliche Homeoffice-Zeit ist leicht gesunken. In der Schweiz von 1,36 auf 1,15 Tage pro Woche, in Deutschland von 1,0 auf 0,85 Tage. Wer darin das Ende der Flexibilisierung sieht, liest die Daten falsch. Nur 4 bis 5 Prozent der deutschen Unternehmen erwägen, das Homeoffice vollständig abzuschaffen. 74 Prozent planen, hybride Modelle beizubehalten, 11 Prozent wollen die Flexibilität sogar ausweiten. Unternehmerisches Denken justieren, es dreht nicht zurück.

    Das Büro neu denken
    Die eigentliche Frage lautet nicht, wie viele Tage jemand im Büro verbringt. Sie lautet, warum jemand ins Büro kommen soll. 75 Prozent der Mitarbeitenden sehen das Büro als besseren Ort für sozialen Austausch, 58 Prozent für Networking und Karrierepflege, 49 Prozent für kreative Interaktion. Das Büro wandelt sich vom Pflichtort zum Anlaufpunkt für das, was remote nicht funktioniert. CBRE spricht vom «Office als Attraktor», ein Ort, der einen erlebbaren Mehrwert bieten muss, um die Anreise zu rechtfertigen. Global hat sich die Büroauslastung inzwischen auf 53 Prozent erholt, dem höchsten Wert seit März 2020.

    Was Unternehmen jetzt tun müssen
    Die Daten sind klar, die Handlungsfelder auch. 72 Prozent der befragten Unternehmen haben sich zum Ziel gesetzt, die Büroraumnutzung zu verbessern. 66 Prozent wollen das Office-Erlebnis nachhaltig steigern. Sprich, Flächen die Zusammenarbeit ermöglichen statt verhindern. Konzepte, die Teamtage sinnvoll gestalten und eine Unternehmenskultur, die Präsenz nicht erzwingt, sondern attraktiv macht. Wer das Büro als blosses Kostenproblem betrachtet, verpasst die eigentliche strategische Frage. Welchen Wert schafft es für Mensch und Organisation?

    Flexibilität als Wettbewerbsfaktor
    Hybrides Arbeiten ist längst mehr als ein HR-Thema. Es ist ein Faktor im Kampf um Fachkräfte. Unternehmen, die Flexibilität glaubwürdig leben, haben im Recruiting einen messbaren Vorteil. Die ISG-Studie zur Zukunft des Arbeitsplatzes Schweiz zeigt, Employee Experience ist zum zentralen Hebel geworden, von der Zusammenarbeit über das Onboarding bis zur Raumverfügbarkeit. Hybrides Arbeiten ist das neue Normal und wer es jetzt strategisch gestaltet, positioniert sich als Arbeitgeber der Zukunft.

  • Saubere Entsorgungssysteme als Erfolgsfaktor im Immobilienbetrieb

    Saubere Entsorgungssysteme als Erfolgsfaktor im Immobilienbetrieb

    Funktionierende Entsorgungssysteme sind ein zentraler Bestandteil moderner Liegenschaften. Unterflur- und Abfallcontainer müssen nicht nur entleert, sondern regelmässig fachgerecht gereinigt werden, um Hygiene, Betriebssicherheit und Werterhalt sicherzustellen. Gerade in dicht genutzten Wohn- und Mischarealen wachsen die Anforderungen an Geruchsmanagement, Sauberkeit und dokumentierte Serviceprozesse.

    Für Bewirtschaftungen und Eigentümer bedeutet dies, Containerreinigung zunehmend als integralen Bestandteil der Arealbewirtschaftung zu verstehen. Moderne Verfahren mit geschlossenen Wasserkreisläufen und standardisierten Abläufen ermöglichen heute eine effiziente und nachhaltige Umsetzung.

    Praxisbeispiel aus Ascona
    Wie sich professionelle Containerreinigung in der Praxis präsentiert, zeigte ein kürzlich durchgeführter CleanTech Day in Ascona. Vertreterinnen und Vertreter aus Gemeinden und Facility Management nutzten die Gelegenheit, Live-Reinigungen zu verfolgen und sich direkt mit Fachpersonen auszutauschen. Das positive Echo bestätigt die wachsende Bedeutung strukturierter Containerpflege im Immobilienbetrieb.