Kategorie: Trends

Trends – Immobiliennews zu Innovationen, Marktentwicklungen & Zukunftsthemen der Schweizer Immobilienbranche.

  • Schweizer Holz soll Pflicht werden

    Schweizer Holz soll Pflicht werden

    Die Schweizer Wälder produzieren jährlich 10,4 Millionen Kubikmeter Holz, verbraucht werden davon gerade einmal 5 Millionen. Insgesamt landen aber 10 Millionen Kubikmeter Holz auf Schweizer Baustellen. Der Rest kommt aus dem Ausland, weil er deutlich günstiger ist. Ein Ressourcenpotenzial, das brach liegt, obwohl die Nachfrage vorhanden wäre.

    Was der Nationalrat fordert
    Nationalrat Daniel Ruch (FDP/VD), von Beruf Waadtländer Forstunternehmer, hat eine Motion eingereicht, die das Waldgesetz ändern soll. Bei Bauten, die mit Bundesgeldern subventioniert werden, soll künftig Schweizer Holz eingesetzt werden, ohne dass den Bauherrschaften dadurch Mehrkosten entstehen. Der Nationalrat hat die Motion angenommen, jetzt liegt der Ball beim Ständerat.

    Der Bundesrat bremst
    Bundesrat Martin Pfister, der den rekonvaleszenten Umweltminister Albert Rösti an der Debatte vertrat, stellte sich gegen eine direkte Subventionierung. Der Bund fördere nachhaltiges Holz bereits bei eigenen Bauten und Anlagen. Eine gesetzliche Grundlage dafür besteht seit der Waldgesetz-Revision von 2017. Für neue Subventionen fehle angesichts der angespannten Bundesfinanzen der Spielraum, und Wettbewerbsverzerrungen seien zu vermeiden.

    Kein neues Thema, aber neuer Druck
    Bereits 2021 nahm der Nationalrat eine ähnliche Motion zur vollständigen Wertschöpfungskette der Holzwirtschaft mit 151 zu 29 Stimmen an, ebenfalls gegen den Willen des Bundesrats. Einzelne Kantone wie Thurgau und Zug haben auf kantonaler Ebene schon Holzförderung in ihre Gesetzgebung integriert. Der Handlungsdruck wächst.

    Was auf dem Spiel steht
    Holz ist der einzige vollständig erneuerbare Baustoff der Schweiz. Wer ihn konsequent einsetzt, stärkt die regionale Wertschöpfung, reduziert Transportemissionen und schützt den Wald vor Überalterung. Ob der Ständerat die Motion stützt oder abbremst, entscheidet, ob diese Logik endlich auch rechtlich verankert wird.

  • Elektrobus markiert neuen Abschnitt im regionalen Verkehr

    Elektrobus markiert neuen Abschnitt im regionalen Verkehr

    Die STI Bus AG mit Sitz in Thun hat ihren ersten Elektrobus in Betrieb genommen. Dieser wird laut einer Mitteilung seit dem 15. April in Grindelwald eingesetzt.

    Das Unternehmen hat sein Personal intensiv auf den Einstieg in die Elektromobilität vorbereitet. Das Personal wurde in die technischen Grundlagen, in die Hochvoltsysteme und in das energieeffiziente Fahren mit Elektrobussen eingeführt. Diese Schulungen werden kontinuierlich weitergeführt.

    Die STI Bus AG will noch in diesem Jahr in Grindelwald drei weitere Elektrobusse in Betrieb nehmen, in Thun zwei Elektrobusse. Bis November werden auch alle STI-Standorte für die Depotladung ausgerüstet. Im nächsten Jahr folgen 16 weitere Elektrobusse. Bis 2036 soll die gesamte Flotte mit über 100 Linienfahrzeugen elektrifiziert sein.

    „Der erste Elektrobus ist ein wichtiger Meilenstein – vor allem aber ein Versprechen“, wird Jürg Lehmann, Geschäftsführer der STI Service AG und Projektleiter E-Mobilität, in der Mitteilung zitiert. Das Unternehmen verspreche Mitarbeitenden, Fahrgästen und der Region, „Mobilität verantwortungsvoll weiterzuentwickeln“.

    Der Umstieg in die Elektromobilität zeigt laut Patrick Fankhauser, wie das Unternehmen die Mobilität der Zukunft gestalten wolle. „Die Elektromobilität ist eine bewusste Investition in die Umwelt und in die Lebensqualität unserer Region für heutige sowie künftige Generationen“, wird der Direktor der STI Holding AG zitiert.

  • Die Stadt formt den Verkehr und der Verkehr formt die Stadt

    Die Stadt formt den Verkehr und der Verkehr formt die Stadt

    Forschende der ETH Zürich und der University of Wisconsin-Madison haben Geoinformationsdaten von 30 Grossstädten weltweit mit Staudaten in Beziehung gesetzt. Erstmals gelang es ihnen, nicht nur Korrelationen, sondern echte Ursache-Wirkung-Beziehungen zwischen Stadtveränderungen und Verkehrsfluss nachzuweisen. Die Studie ist im April 2026 in der Fachzeitschrift «Nature Communications» erschienen.

    Drei Faktoren, ein Stau
    Das Forscherteam um Erstautor Yatao Zhang unterschied drei Dimensionen. Die Struktur des Strassennetzes, die räumliche Form der Stadt und die Funktion einzelner Flächen, also ob dort gewohnt, eingekauft oder gearbeitet wird. Überraschenderweise entscheidet nicht allein das Strassennetz über den Verkehrsfluss. Eine zersiedelte Stadt erzeugt strukturell mehr Verkehr. Die Konzentration von Freizeitangeboten in einem Quartier treibt den Wochenendverkehr hoch. Mischnutzungen hingegen , Wohnen und Arbeiten nah beieinander, verkürzen Pendlerstrecken und reduzieren das Verkehrsaufkommen. «Verkehr entsteht durch das, was Menschen tun, nicht allein durch die Existenz von Strassen», bringt es Zhang auf den Punkt.

    Singapur versus Zürich
    Der internationale Vergleich zeigt starke Unterschiede. In Singapur sind Wohngebiete klar vom Dienstleistungszentrum getrennt und bauliche Veränderungen schlagen direkt auf die Pendlerströme durch. In Zürich ist diese Kopplung deutlich schwächer, weil Wohnungen über die gesamte Stadt verteilt sind und Arbeitswege kürzer und diverser verlaufen. Solche Unterschiede lassen sich jetzt erstmals systematisch messen und vergleichen.

    Was das für die Planung bedeutet
    ETH-Professor Martin Raubal, der die Studie betreut hat, sieht grosses Potenzial für die Stadt- und Verkehrsplanung. Die neue Methode erlaubt Prognosen darüber, wie sich ein Eingriff, etwa der Bau eines grossen Einkaufszentrums, mittelfristig auf den Verkehr auswirkt. Städte könnten damit Massnahmen besser simulieren, bevor sie umgesetzt werden. Für konkrete Empfehlungen in Zürich oder anderen Städten braucht es allerdings noch vertiefende Detailanalysen.

    Daten aus offenen Quellen
    Als Datenbasis diente hauptsächlich Open Street Map, ergänzt durch Verkehrsstaudaten von Here Technologies, die weltweit alle fünf Minuten aktualisiert werden. Allein für Los Angeles flossen die Stauwerte von über 18’000 Strassenabschnitten in die Auswertung ein. Dass eine solche Studie auf öffentlich zugänglichen Geodaten basiert, macht den Ansatz reproduzierbar und skalierbar.

  • Zürich bündelt Wirtschaftsförderung in einem Gesetz

    Zürich bündelt Wirtschaftsförderung in einem Gesetz

    Der Weg war lang. Die Volkswirtschaftsdirektion entwickelte die Gesetzesgrundlage seit 2020, die Vernehmlassung lief 2022, im Herbst 2025 stimmte der Kantonsrat mit 114 zu 59 Stimmen zu. Am 30. April 2026 setzt der Regierungsrat das Standortförderungs- und Unternehmensentlastungsgesetz per 1. Juli 2026 in Kraft. Was vorher Stückwerk war, hat jetzt eine klare gesetzliche Heimat.

    Was das Gesetz bündelt
    Das Gesetz fasst sechs zentrale Aufgabenbereiche unter einem Dach zusammen, die Standortentwicklung, Stärkung der Innovationsfähigkeit, Pflege ansässiger Unternehmen, Ansiedlung neuer Betriebe, Standortpromotion und wirtschaftliche Aussenbeziehungen. Zugleich wird das bisherige Gesetz zur administrativen Entlastung aufgehoben und vollständig integriert. Damit endet ein Doppelspurrennen zwischen zwei separaten Regelwerken.

    Der Druck dahinter
    Energieknappheit, Fachkräftemangel, die OECD-Mindeststeuer und das ungeklärte Verhältnis zur EU setzen den Wirtschaftsstandort Zürich unter Druck. Eine gesetzlich verankerte Standortförderung soll die Reaktionsfähigkeit des Kantons erhöhen und sicherstellen, dass Massnahmen schnell und zielgerichtet umgesetzt werden können. Das Gesetz enthält auch eine Grundlage, damit sich der Kanton rasch an Bundesprogrammen zur Krisenunterstützung beteiligen kann.

    Unternehmensentlastung als Kernstück
    Die bisherige Koordinationsstelle wird zur Fachstelle Unternehmensentlastung aufgewertet. Sie prüft künftig systematisch alle neuen und geänderten kantonalen Gesetze und Verordnungen auf ihre Auswirkungen auf Unternehmen. Die sogenannte Regulierungsfolgenabschätzung hat ein klares Ziel, unternehmensfreundliche Regulierungen und ein digital abgewickelter Vollzug, der Zeit und Aufwand spart.

    Zürich als Vorbild
    Damit positioniert sich Zürich als Kanton, der wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit nicht dem Zufall überlässt. Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh hat das Gesetz massgeblich geprägt, es ist eines der letzten grossen Projekte ihrer zwölf Amtsjahre. Der Startschuss fällt am 1. Juli 2026, in dem Moment, in dem Walker Späh ihr Regierungspräsidialjahr bereits läuft.

  • Modernisierte Abwasseranlage stärkt Gewässerschutz und Energieeffizienz

    Modernisierte Abwasseranlage stärkt Gewässerschutz und Energieeffizienz

    Erneuerung und Ausbau der ARA Basel sind abgeschlossen. Am 17. April wurde die Abwasserreinigungsanlage offiziell eingeweiht. Eine der wichtigsten Infrastrukturanlagen der Region war seit 2019 im laufenden Betrieb grundlegend modernisiert und erweitert worden. Damit zählt sie nun europaweit zu den modernsten Anlagen ihrer Art. Am Wochenende vom 18. und 19. April kann sich die Bevölkerung bei den Tagen der offenen Tür ein Bild davon machen.

    Ziel des Projekts war es laut einer Mitteilung des Kantons Basel-Stadt, die Reinigungsleistung deutlich zu verbessern, die Anlage an zukünftige Anforderungen anzupassen und einen langfristigen Beitrag zum Gewässerschutz zu leisten. Sie befindet sich nun auf dem neuesten Stand der Technik und gewährleistet einen gesetzeskonformen Betrieb für mehrere Jahrzehnte. Ausgelegt ist sie auf eine bis 2050 hinreichende Kapazität von 520’000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Zudem kann sie vorgereinigtes Industrieabwasser der ARA Chemie aufnehmen.

    Durch die Modernisierung ist die ARA Basel nun auch für den Stickstoffabbau ausgerüstet und verfügt über eine Reinigungsstufe zur Reduktion von Mikroverunreinigungen. Ergänzt wird sie durch eine Schlammfaulung und Photovoltaikanlagen. Zudem wird aus der Klärschlammvergärung Biogas gewonnen und mehr Abwärme ins Fernwärmenetz abgegeben.

    Betreiberin der ARA Basel ist die Prorheno AG. Für die Erneuerung der Anlage wurden von den Parlamenten der beiden Basel 325,1 Millionen Franken bewilligt. Die Schlussabrechnung liegt noch nicht vor.

  • Umzüge der Generation 55+ können Wohnungsmarkt entlasten

    Umzüge der Generation 55+ können Wohnungsmarkt entlasten

    Das Umzugsverhalten der Best Ager, also der Generation der 55- bis 74-Jährigen, gewinnt an Bedeutung für einen funktionierenden Wohnungsmarkt in der Schweiz, wie der neue Helvetia Wohnreport laut einer Mitteilung der Helvetia Baloise zeigt. Die Studie wurde vom Versicherer in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Sotomo aus Zürich erhoben.

    Zieht diese Altersgruppe um, verlagert sie ihren Wohnort meist in weniger zentrale Lagen oder vermehrt ins Ausland. Dadurch werden grössere, zentral gelegene Wohnungen frei, die anschliessend deutlich häufiger von Familien genutzt werden. Laut Studie trägt dies dazu bei, bestehenden Wohnraum über verschiedene Lebensphasen hinweg effizienter zu verteilen.

    Ausserdem hat die Abwanderung ins Ausland zwischen 2014 und 2024 um fast 50 Prozent zugenommen. Gleichzeitig bleiben Umzüge innerhalb der eigenen Gemeinde vergleichsweise selten. Erst ab einem Alter von 75 Jahren kehrt sich der Trend um: Dann ziehen ältere Menschen bei einem Umzug häufiger wieder in gut erschlossene, zentrale Lagen.

    „Zusätzliche Umzüge dieser Altersgruppe leisten einen wichtigen Beitrag zur besseren Nutzung des Wohnraums“. wird Michael Hermann, Geschäftsführer von Sotomo, zitiert. Gefördert wird diese Dynamik insbesondere durch das Umzugsverhalten ausländischer Best Ager, deren Umzugswahrscheinlichkeit verglichen mit Schweizerinnen und Schweizern um 50 Prozent höher liegt. Gebremst wird diese Dynamik jedoch durch den sogenannten Lock-in-Effekt: Wohneigentümer ziehen deutlich seltener um – ihre Umzugswahrscheinlichkeit liegt über 60 Prozent unter jener von Mietenden. Der oft diskutierte Einfluss günstiger Bestandsmieten fällt laut Report hingegen deutlich geringer aus als angenommen und ist nicht der entscheidende Faktor für die geringe Mobilität älterer Haushalte.

  • Energiegenossenschaft stärkt Marke und erhöht Investitionen

    Energiegenossenschaft stärkt Marke und erhöht Investitionen

    Der Wandel von der EBM zur Primeo Energie ist endgültig abgeschlossen: Die Delegierten haben auf ihrer ordentlichen Versammlung am 15. April 2026 die Namensänderung der EBM in Primeo Energie Genossenschaft beschlossen. Das Unternehmen tritt bereits seit 2019 unter der Marke Primeo Energie auf. Mit der Namensänderung soll die Dachmarke künftig auch im Namen der Genossenschaft sichtbar werden und Missverständnisse vermeiden, heisst es in einer Mitteilung.

    Zuvor hatten die Delegierten die Jahresrechnung und den Lagebericht der Primeo Energie-Gruppe genehmigt. Das operative Ergebnis (EBIT) war 2025 auf 127 Millionen Franken gestiegen. Im Vorjahr hatte es 124 Millionen Franken betragen. Der Gewinn wuchs im gleichen Zeitraum von 91 auf 109 Millionen Franken. Insgesamt investierte Primeo Energie 187 Millionen Franken in die Energieinfrastruktur. Im laufenden Jahr soll diese Summe auf 220 Millionen Franken steigen.

    Die Einlage in den Energiefonds wurde von 2 auf 4 Millionen Franken verdoppelt. 3,1 Millionen Franken aus dem Fonds wurden für Förderanträge vergeben, vor allem für Anschlüsse an Fernwärmeverbünde. Neu wird auch die Umstellung von Photovoltaikanlagen mit Direkteinspeisung auf Eigenverbrauch unterstützt. Daher rechnet das genossenschaftlich organisierte Unternehmen mit einer Zunahme der Anträge. Weitere 500’000 Franken wurden für Vergabungen an gemeinnützige Institutionen zur Verfügung gestellt.

    Gilbert Fuchs und Carmen Gerber-Balmelli wurden für eine weitere Amtsperiode bis 2030 im Verwaltungsrat bestätigt. Neu in das Gremium gewählt wurde Thomas Ernst. Der langjährige Vizepräsident Urs Grütter wurde verabschiedet.

  • Eigentumswohnungen bleiben selbst bei Rekordangebot gefragt

    Eigentumswohnungen bleiben selbst bei Rekordangebot gefragt

    Die aktuelle Online Home Market Analysis von ImmoScout24, in Zusammenarbeit mit dem Hauseigentümerverband Schweiz und dem Swiss Real Estate Institute, analysiert die Inserate für Eigentumswohnungen im Jahr 2025. Mit rund 101’000 inserierten Objekten wird laut einer Mitteilung ein neuer Höchststand erreicht – der höchste seit Beginn der Erhebung im Jahr 2016. Gleichzeitig hat sich das Angebotswachstum deutlich verlangsamt. Parallel dazu verkürzt sich die durchschnittliche Insertionsdauer um acht Tage auf 84 Tage, was darauf hindeutet, dass die Nachfrage nach Eigentumswohnungen im Vergleich zum Vorjahr wieder zunimmt.

    Als Gründe nennt die Studie insbesondere das veränderte Zinsumfeld: Sinkende Finanzierungskosten und eine teilweise erleichterte Vergabe von Hypotheken erhöhen die Attraktivität von Wohneigentum gegenüber Mietobjekten. Zudem gewinnt das Bedürfnis nach einer langfristig gesicherten Wohnsituation wieder an Bedeutung.

    „Dass Eigentumswohnungen trotz des grossen Angebots wieder schneller verkauft werden, ist ein deutliches Zeichen. Schweizer:innen wollen in den eigenen vier Wänden wohnen. Erfreulicherweise ist der Traum vom Wohneigentum für viele Menschen nach wie vor realisierbar“, wird Markus Meier zitiert, Direktor des Hauseigentümerverbandes Schweiz.

    Auch regional zeigt sich eine einheitliche Entwicklung: In allen Grossregionen verkürzt sich die Insertionsdauer gegenüber 2024. Besonders schnell werden Eigentumswohnungen weiterhin in der Zentralschweiz (61 Tage), in Zürich (64 Tage) sowie in der Region Genf (65 Tage) verkauft. Eine besonders dynamische Nachfrageentwicklung zeigt sich im Tessin: Dort verkürzt sich die Insertionsdauer bei stark steigendem Inseratangebot (+10 Prozent) deutlich um 22 Prozent.

    ImmoScout24 ist ein Online-Immobilienmarktplatz, der von der SMG Swiss Marketplace Group betrieben wird. In der SMG Swiss Marketplace Group AG sind die digitalen Marktplätze von TX Group, Ringier und Mobiliar vereint.

  • Grenzüberschreitende Wärmeversorgung rückt in greifbare Nähe

    Grenzüberschreitende Wärmeversorgung rückt in greifbare Nähe

    Das Basler Versorgungsunternehmen IWB und die Stadtwerke Weil am Rhein prüfen die Optionen einer gemeinsamen, grenzüberschreitenden Wärmeversorgung. Eine Machbarkeitsprüfung zeigt bereits die technische Umsetzbarkeit auf, die Stadt aus dem deutschen Bundesland Baden-Württemberg ab Mitte 2028 mit Wärme aus Basel zu versorgen, heisst es in einer Mitteilung.

    Die Machbarkeitsprüfung läuft bereits seit Mai 2025. Seit März 2026 sondieren die Unternehmen bei den potenziellen Verbrauchern das mögliche Interesse an einem solchen Wärmeverbund. Die benötigte Wärme in dem Areal zwischen Rhein und der Autobahn A5 würde von IWB geliefert, die bis zum Lieferzeitpunkt bereits zu 80 Prozent CO2-neutral erzeugt werden sollte. Nach Vorliegen der Ergebnisse zur Mitte Jahr wird über eine Realisierung und mögliche Investitionspläne entschieden, heisst es in der Mitteilung.

  • Vom Baukonzern an die Bahnspitze

    Vom Baukonzern an die Bahnspitze

    Monika Ribar hinterlässt nach zwölf Jahren im Verwaltungsrat, zehn davon als Präsidentin, eine Institution, die sich verändert hat. Die Amtszeitbeschränkung beendete ihr Engagement, nicht der Wille. Zusammen mit ihr scheiden Vizepräsident Pierre-Alain Urech, Georg Kasperkovitz und Clara Millard Dereudre aus dem Gremium aus.

    Ein Quereinsteiger mit System
    André Wyss ist 1967 geboren, hat nach einer Lehre als Chemikant berufsbegleitend ein Wirtschaftsstudium absolviert und sich an der Harvard Business School weitergebildet. Bevor er 2018 als CEO zu Implenia wechselte, trug er bei Novartis Verantwortung für rund 40 000 Mitarbeitende. Damit bringt er 40 Jahre Führungserfahrung in der Bau-, Immobilien- und Pharmaindustrie in sein neues Amt. Seit August 2024 ist er bereits Mitglied des SBB-Verwaltungsrats, die Übergabe lief also geordnet.

    Bau trifft Bahn
    Was auf den ersten Blick wie ein ungewöhnlicher Karriereschritt wirkt, ergibt bei näherer Betrachtung Sinn. Die SBB ist nicht nur Bahnbetreiberin, sie ist auch eine der grössten Immobilieneigentümerinnen der Schweiz. Wyss kennt komplexe Infrastrukturprojekte, nachhaltige Baudurchführung und die politischen Rahmenbedingungen in der Schweiz aus erster Hand. Der Bundesrat sah in ihm genau deshalb den richtigen Kandidaten.

    Stabiler Kurs, neue Impulse
    Wyss hat klar kommuniziert, was er will, die SBB als modernes und nachhaltiges Rückgrat der Schweiz weiterentwickeln, mit Fokus auf Stabilität und Innovation. Die SBB verfolgt ihrerseits das Ziel, bis 2030 klimaneutral zu sein. Wyss und die neue Verwaltungsrats-Zusammensetzung setzen genau dort an.

    Vier Neue stärken das Gremium
    Gleichzeitig mit Wyss wurden vier neue Mitglieder in den Verwaltungsrat gewählt, Anna Barbara Remund, Dino Cauzza, Dominique Pierre Locher und Maria-Antonella Bino. Sie sollen das Gremium fachlich ergänzen und neue Impulse einbringen, ohne den Kurs zu verlassen. Die Konstituierung des Verwaltungsrats erfolgte direkt im Anschluss an die Generalversammlung in Bern.

  • Forschungsprojekt entwickelt globalen Korrosionsindex für Bauanwendungen

    Forschungsprojekt entwickelt globalen Korrosionsindex für Bauanwendungen

    Sky-Frame aus Frauenfeld und das WITG untersuchen gemeinsam, ob auf Basis verfügbarer Wetter- und Klimadaten ein globaler Korrosionsindex entwickelt werden kann. Dieses Projekt wird mit einem Innovationsscheck von Innosuisse unterstützt. Die Fördersumme von maximal 15’000 Franken der Schweizerischen Innovationsagentur ist eine Gutschrift für eine Vorstudie. Sie ermöglicht es, Ideen, Ideenstudien und Analysen zum Innovations- und Marktpotenzial bei einem Schweizer Forschungspartner zu beauftragen und die Zusammenarbeit mit diesem zu testen.

    In das Projekt mit Sky-Frame bringt das WITG seine Expertise bezüglich Korrosion und Bewertung von Werkstoffeigenschaften ein. In einem ersten Schritt werden laut einer Mitteilung reale Projektstandorte mit verfügbaren Klimadatenbanken verknüpft und bestehende Erfahrungswerte aus der Anwendung systematisch ausgewertet. Daraus entsteht unter Berücksichtigung von Faktoren wie Meeresnähe, Windrichtung und projektspezifischen Mikroklimabedingungen ein erster, wissenschaftlich fundierter Ansatz zur Risikoklassifizierung. 

    „Dieses Projekt zeigt exemplarisch, dass sich Innovationsideen nicht im Bereich von ,Rocketscience‘ bewegen müssen, um gefördert zu werden“, so das WITG. Stattdessen sollen sie dem Unternehmen einen nachhaltigen Nutzen und zukünftigen Mehrwert bieten und dabei eine Risikokomponente bei der Umsetzung und damit die Möglichkeit des Scheiterns beinhalten. 

  • Bundesrat will Regeln für Immobilienkäufe aus dem Ausland verschärfen

    Bundesrat will Regeln für Immobilienkäufe aus dem Ausland verschärfen

    Der Bundesrat hat am 15. April die Vernehmlassung zur Revision des Bundesgesetzes über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland (BewG) eröffnet. Diese dauert gemäss einer Mitteilung bis zum 15. Juli. Ziel ist es, den Zugang zum Schweizer Immobilienmarkt weiter zu begrenzen.

    Die Verschärfung der sogenannten Lex Koller begründet der Bundesrat unter anderem mit der angespannten Situation auf dem Wohnungsmarkt. So sollen Drittstaatenangehörige, also Angehörige von Staaten ausserhalb von EU und EFTA, künftig beim Kauf von Hauptwohnungen in der Schweiz eine Bewilligung benötigen. Ziehen sie weg, sollen sie ihre Immobilie innert zwei Jahren wieder verkaufen müssen.

    Auch beim Erwerb von Geschäftsimmobilien sind strengere Regeln vorgesehen. Während der Kauf für den Eigengebrauch weiterhin ohne Bewilligung möglich bleibt, sollen reine Kapitalanlagen – etwa zur Vermietung oder Verpachtung – nicht mehr zulässig sein.

    Zusätzlich will der Bundesrat den Kauf von Ferienwohnungen und Wohneinheiten in Apparthotels durch Personen im Ausland weiter einschränken. Dazu sollen die kantonalen Bewilligungskontingente reduziert und künftig alle entsprechenden Transaktionen auf diese Kontingente angerechnet werden.

    Weiter ist vorgesehen, dass Personen im Ausland keine börsenkotierten Anteile an Wohnimmobiliengesellschaften sowie keine regelmässig gehandelten Anteile an Immobilienfonds und Immobilien-SICAV mehr erwerben dürfen.

  • Infrastrukturprojekt stärkt Effizienz und Sicherheit im Flugbetrieb

    Infrastrukturprojekt stärkt Effizienz und Sicherheit im Flugbetrieb

    Am Flughafen Zürich startete am 14. April der Bau einer neuen Infrastruktur für die General Aviation in der Zone West. Geplant sind ein Terminalgebäude mit Hangar sowie ein eigener Vorfeldbereich. Die Inbetriebnahme ist für Frühjahr 2028 vorgesehen, wie es in einer Mitteilung heisst.

    Die neue Anlage soll grössere Flugzeugtypen aufnehmen können und bietet zudem Flächen für Passagierabfertigung und Büros. Durch die Nähe zum Heliport sollen sich auch die Umsteigezeiten verkürzen. Ergänzend entstehen Parkplätze für Mitarbeitende und Passagiere sowie eine Erschliessung über eine verlängerte Rohrstrasse.

    Die Flughafen Zürich AG investiert rund 100 Millionen Franken in das Projekt. Der Neubau ist Teil der Entwicklung der rund 16,8 Hektaren grossen Zone West, die unter anderem für Vorfelderweiterungen, Logistik sowie Flugzeug- und Flughafenunterhalt vorgesehen ist.

    Mit dem Neubau reagiert der Flughafen auf veränderte Anforderungen im Bereich der General Aviation. Die bestehende Infrastruktur im Osten hat das Ende ihres Lebenszyklus erreicht und kann den Bedarf an Hangarflächen, insbesondere für grössere Flugzeuge, nicht mehr decken.

    Zudem steht das Projekt im Zusammenhang mit der geplanten Umrollung am Flughafen Zürich. Diese soll die Zahl der Pistenkreuzungen von landenden und startenden Flugzeugen reduzieren und damit die Sicherheit im Flugbetrieb erhöhen.

  • Tessin im Überblick – Chancen, Druck und Dynamik

    Tessin im Überblick – Chancen, Druck und Dynamik

    Der Kanton, rund 360 000 Einwohner, 100 Gemeinden, 2812 km² Fläche, hat sich als forschungs- und innovationsnahe Region positioniert. Im Regional Innovation Scoreboard 2025 der EU belegt das Tessin Rang 6 unter 241 europäischen Regionen, schweizweit direkt hinter Zürich. Das kantonale BIP wuchs gemäss BAK Economics 2024 um 0,6 Prozent. Für 2025 wird ein Plus von rund 1,1 Prozent erwartet. Die Arbeitslosenquote lag per Januar 2026 bei 3,3 Prozent, leicht über dem Schweizer Schnitt von 3,2 Prozent.

    Für die Immobilienwirtschaft ist diese Entwicklung wichtig, weil Innovation allein noch keine Standortattraktivität garantiert. Entscheidend ist, ob Forschung, Unternehmertum und urbane Qualität räumlich zusammenfinden. Der Kanton verfügt mit USI, SUPSI, dem Switzerland Innovation Park Ticino und dem Accelerator Boldbrain, über eine solide Innovationsinfrastruktur. Gleichzeitig stehen Bauwirtschaft und Marktentwicklung unter Druck. Die Bauproduktion sank schweizweit im Dezember 2025 um 0,2 Prozent, im Tessin überdurchschnittlich. Steigende Baukosten, politische Unsicherheiten und komplexe Bewilligungsverfahren verschärfen mittelfristig den Druck auf Angebot und Projektkalkulationen.

    Der Immobilienmarkt zeigt ein differenziertes Bild. Die Leerwohnungsziffer sank im Tessin von 2,08 Prozent  im 2024, auf 1,92 Prozent im Juni 2025. Der stärkste Rückgang aller Grossregionen, aber weiterhin fast doppelt so hoch wie der Schweizer Schnitt von 1,0 Prozent. Gleichzeitig sanken die Angebotsmieten laut ReMPA 2024/2025 um 5,6 Prozent. Als einzige Region der Schweiz rückläufig, während der nationale Schnitt um 2,4 Prozent stieg.

    Die räumliche Struktur bleibt eine Herausforderung. Lugano mit 63’600 Einwohner, Bellinzona mit 45’300, Locarno mit 16’400 und Mendrisio mit 15’100 bilden unterschiedliche Teilräume mit eigenen Profilen. Hinzu kommen Topografie, knappe Flächen und demografischer Druck. Das BFS prognostiziert bis 2050 einen Rückgang der Erwerbsfähigen um 45’000 Personen. Die rund 78’800 Grenzgänger stützen den Arbeitsmarkt, doch ihre Zahl sank erstmals leicht. Gegen den nationalen Trend von 411’000 Grenzgängern gesamtschweizerisch. Wer im Tessin investieren will, kommt mit reiner Fernanalyse aus Zürich oder Basel nicht weit. Man braucht lokale Partner, Marktkenntnisse und ein Verständnis für die spezifischen Teilräume.

    Gleichzeitig bietet diese Gemengelage Potenzial. Die Nähe zu Norditalien, der Gotthard-Basistunnel, die Rolle als Südportal des Gotthardkorridors und die hohe Lebensqualität. Mit 85,2 Jahren weist das Tessin die europaweit zweithöchste Lebenserwartung auf und schaffen Voraussetzungen, die anderswo kaum zusammenkommen. Wenn es gelingt, Innovationsstrategie, Flächenpolitik, Mobilität und Projektentwicklung enger abzustimmen, kann das Tessin seine Stellung als Wirtschafts- und Immobilienraum deutlich stärken. Nicht ob das Potenzial vorhanden ist, sondern wie konsequent es in die Realität übersetzt wird.

  • BIM und digitale Zwillinge die digitalen Partnern der Gebäude

    BIM und digitale Zwillinge die digitalen Partnern der Gebäude

    BIM, Building Information Modeling ersetzt statische 2D-Pläne durch ein gemeinsames, digitales Gebäudemodell, in dem Architektur, Technik und Kosten in Echtzeit zusammenspielen. Alle Bauteile werden als BIM-Objekte mit Abmessungen, Leistungen, Preisen, Gewährleistung und Wartungsinfos erfasst, vom Mauerwerk bis zur Tür, vom Sensor bis zur Pumpe.

    Statt Pläne hin- und herzuschicken, arbeiten alle Beteiligten im selben 3D-Modell, erkennen Kollisionen früh und erleben das Gebäude virtuell, bevor der erste Bagger anrollt. Das senkt Fehlerrisiken, macht Termine planbarer und legt die Basis für klare Budgets statt späterer Nachträge.

    Vom BIM-Modell zum Building Twin
    Aus dem BIM-Modell entsteht im Betrieb der digitale Zwilling. Der Building Twin, der bis zu 95 Prozent der Planungsinformationen übernimmt und mit Live-Daten aus dem Gebäude verknüpft. Er bildet die «Single Source of Truth» für Flächen, Technik und Sensorik und macht Performance, Belegung und Komfortzustände in Echtzeit sichtbar.

    Cloudbasierte Building-Twin-Plattformen ermöglichen es, Gebäude virtuell zu überwachen, Szenarien zu simulieren und neue Anwendungen schnell zu skalieren, vom Energiemonitoring bis zur nutzerzentrierten Service-Suite mit KI-Analytik. So wird aus dem starren Plan ein lernendes System, das sich mit den Anforderungen von Betreibern, Mietern und Städten weiterentwickelt.

    Wertschöpfung im Betrieb statt nur auf der Baustelle
    Rund 80 Prozent der Lebenszykluskosten eines Gebäudes fallen im Betrieb an. Genau dort entfaltet BIM im Zusammenspiel mit digitalen Zwillingen den grössten Hebel. Facility Manager greifen im 3D-Modell auf Wartungszyklen, Bedienungsanleitungen, Hersteller- und Garantiedaten zu, planen Umbauten präzise und reduzieren Ausfallzeiten und Fahrten.

    Strukturiert hinterlegte Produkt- und Live-Daten erlauben vorausschauende Instandhaltung, gebündelte Beschaffung oder automatisierte Reaktionen wie das Schliessen von Storen bei Unwetterwarnungen. Gleichzeitig unterstützt die transparente Datenbasis ESG-Ziele, Dekarbonisierung und Kreislaufwirtschaft, vom Energie- und Wasser-Tracking bis zur werthaltigen Wiederverwendung von Materialien im Rückbau.

    Digitale Ökosysteme als Zukunftsmodell
    Digitale Zwillinge verbinden Gebäude, Campus und Quartiere zu intelligenten Ökosystemen, in denen Energie, Nutzung und Mobilität aufeinander abgestimmt werden. Sie liefern Einblicke in Komfort, Gesundheit, Auslastung und Emissionen und helfen, Netto-Null-Strategien, neue Arbeitswelten und gemischt genutzte Stadtbausteine datenbasiert zu steuern.

    Für Eigentümer und Betreiber werden BIM und digitale Zwillinge damit zum Marktdifferenzierer. Wer den eigenen Bestand digital versteht, kann Investitionen besser priorisieren, Risiken steuern und den «Return on Investment» von Sanierungen, Umbauten und Services belegen. In einer Branche zwischen Dekarbonisierungsdruck und Nutzererwartungen werden sie zum Schlüssel, um Immobilien von statischen Objekten zu lernfähigen, zukunftsfähigen Infrastrukturen zu machen.

  • Bauen neu denken, Freiburg sucht Pioniere

    Bauen neu denken, Freiburg sucht Pioniere

    Ab 2029 gelten in der Schweiz neue Grenzwerte für Treibhausgasemissionen und Vorgaben zur grauen Energie im Bauwesen. Festgelegt durch die Revision der Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich. Der Druck auf die Baubranche wächst. Wer heute nicht in neue Prozesse und Materialien investiert, riskiert morgen teure Anpassungen unter Zeitdruck. Der Kanton Freiburg hat dies erkannt und handelt vorausschauend. Bereits 2023 hat er eine Roadmap zur Kreislaufwirtschaft verabschiedet, die strukturelle Veränderungen im Bauwesen als Priorität setzt.

    Innovation entlang der ganzen Wertschöpfungskette
    Das Thema des diesjährigen Aufrufs lautet «Bauen neu denken, hin zu kreislauforientierten und umweltgerecht konzipierten Systemen». Gesucht sind Projekte, die den ökologischen Fussabdruck von Gebäuden bereits in der Planungsphase reduzieren, durch lokale biobasierte Materialien, rückbaubare Konstruktionssysteme oder digitale Werkzeuge zur Materialnachverfolgung. Die Schweizer Charta Kreislauforientiertes Bauen, die von zwölf führenden Organisationen aus der Bau- und Immobilienbranche getragen wird, formuliert das Ziel klar: «Bis 2030 soll der Anteil nicht erneuerbarer Primärrohstoffe auf 50 Prozent der Gesamtmasse sinken.»

    Kollaboration als Bedingung
    Einzelkämpfer haben hier keine Chance. Jedes eingereichte Projekt muss mindestens drei Unternehmen umfassen, wobei die Mehrheit ihren Sitz im Kanton Freiburg haben muss. Akademische Partner wie die Hochschule für Technik und Architektur HTA-FR können beigezogen werden, um Wissenstransfer und Reproduzierbarkeit der Lösungen sicherzustellen. Nicolas Huet von INNOSQUARE betont, dass die Herausforderungen die Zirkularität zu bewältigen, die Innovation gemeinsam erfolgen muss.

    Finanzierung mit Eigenverantwortung
    Die NRP-Förderung deckt maximal 65 Prozent des Gesamtbudgets, der Rest liegt bei den beteiligten Unternehmen, 10 Prozent in bar, 25 Prozent als Eigenleistung. Diese Struktur ist kein Hindernis, sie ist Programm. Sie stellt sicher, dass nur Projekte eingereicht werden, hinter denen die Unternehmen wirklich stehen. Alain Lunghi, stellvertretender Direktor der WIF, sieht Vorausschau als entscheidenden Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit der Freiburger Unternehmen.

    Jetzt einreichen
    Projekte können einzeln oder im Konsortium über www.promfr.ch/de/nrp  eingereicht werden. Der Aufruf wird getragen von der Wirtschaftsförderung WIF, der Handels- und Industriekammer Freiburg, der HTA-FR sowie der Innovationsplattform INNOSQUARE. Die Frist läuft am 9. September 2026 ab. Wer die Bauwende als Chance begreift, hat noch Zeit zum Handeln.

  • Wer blockiert, zahlt

    Wer blockiert, zahlt

    Die Mehrheit der Baubewilligungsverfahren in der Schweiz läuft innerhalb angemessener Fristen ab. Doch es gibt Ausreisser und die wirken sich gravierend aus. Einsprachen und Rekurse können Projekte jahrelang blockieren oder ganz verhindern. Heute kann sogar Einsprache erheben, wer von einem Projekt gar nicht direkt betroffen ist, etwa weil die geplante Fassadenfarbe des Nachbarn missfällt. Das ist einer der strukturellen Schwachpunkte, den der Bundesrat nun adressiert.

    Wohnungsbau wird zum Staatsziel
    Der stärkste Hebel des Reformpakets liegt im Raumplanungsgesetz. Wohnungsbau im Rahmen der Siedlungsentwicklung nach innen soll dort als nationales Interesse verankert werden. Das klingt technisch, hat aber konkrete Wirkung. Bei der Interessenabwägung erhielte der Wohnungsbau mehr Gewicht gegenüber dem Ortsbildschutz oder dem Denkmalschutz. Projekte, die heute an lokalen Schutzinteressen scheitern, hätten damit bessere Realisierungschancen.

    Einsprachen mit Konsequenzen
    Wer missbräuchlich Einsprache erhebt, also mit dem einzigen Ziel, ein Projekt zu verzögern, soll künftig die Verfahrenskosten tragen. Der Bundesrat prüft, die Kantone gesetzlich zu verpflichten, solche Kosten den Einsprechenden aufzuerlegen. Gleichzeitig soll die Beschwerdelegitimation für Privatpersonen vor Bundesgericht eingeschränkt werden. Pauschale Gebühren für abgewiesene Einsprachen lehnt der Bundesrat hingegen ab. Der Zugang zum Rechtsschutz soll nicht vom Portemonnaie abhängen.

    Die Grenzen des Bundes
    Trotz des politischen Willens sind die Eingriffsmöglichkeiten des Bundes begrenzt. Baubewilligungsverfahren liegen in der Hoheit der Kantone. Verbindliche Fristen für kantonale Verfahren oder die Pflicht zur Einführung digitaler Bewilligungsprozesse kann der Bund nicht verordnen. Er empfiehlt den Kantonen, solche Massnahmen eigenverantwortlich einzuführen, da sie langfristig nachweislich beschleunigend wirken. Der Branchenverband Bauenschweiz unterstützt diese Stossrichtung und fordert schlankere Prozesse bei gleichzeitig hoher Planungsqualität.

    Vernehmlassung
    Der Reformbericht erfüllt fünf Postulate aus National- und Ständerat und ist Teil des Aktionsplans Wohnungsknappheit des Bundes. Das UVEK erhält nun den Auftrag, bis Ende 2026 eine Vernehmlassungsvorlage auszuarbeiten. Bis konkrete Gesetzesänderungen in Kraft treten, dürften noch Jahre vergehen.

  • Hybrid ist die neue Normalität

    Hybrid ist die neue Normalität

    77 Prozent der Schweizer Unternehmen setzen heute auf hybride Arbeitsmodelle. Das ist mehr als doppelt so viel wie vor der Pandemie. In Deutschland bieten 79 Prozent der Unternehmen hybrides Arbeiten an, der Anteil der Beschäftigten mit Homeoffice pendelt stabil zwischen 23 und 24 Prozent. Gleichzeitig zeigt die Analyse von Stellenanzeigen, einem zuverlässigen Seismografen für mittelfristige Unternehmensentscheidungen, dass hybrides Arbeiten seit 2023 konstant in rund 20 Prozent der deutschen und 15 Prozent der Schweizer Ausschreibungen als Arbeitsmodell kommuniziert wird.

    Rekalibrierung, keine Kapitulation
    Ja, die durchschnittliche Homeoffice-Zeit ist leicht gesunken. In der Schweiz von 1,36 auf 1,15 Tage pro Woche, in Deutschland von 1,0 auf 0,85 Tage. Wer darin das Ende der Flexibilisierung sieht, liest die Daten falsch. Nur 4 bis 5 Prozent der deutschen Unternehmen erwägen, das Homeoffice vollständig abzuschaffen. 74 Prozent planen, hybride Modelle beizubehalten, 11 Prozent wollen die Flexibilität sogar ausweiten. Unternehmerisches Denken justieren, es dreht nicht zurück.

    Das Büro neu denken
    Die eigentliche Frage lautet nicht, wie viele Tage jemand im Büro verbringt. Sie lautet, warum jemand ins Büro kommen soll. 75 Prozent der Mitarbeitenden sehen das Büro als besseren Ort für sozialen Austausch, 58 Prozent für Networking und Karrierepflege, 49 Prozent für kreative Interaktion. Das Büro wandelt sich vom Pflichtort zum Anlaufpunkt für das, was remote nicht funktioniert. CBRE spricht vom «Office als Attraktor», ein Ort, der einen erlebbaren Mehrwert bieten muss, um die Anreise zu rechtfertigen. Global hat sich die Büroauslastung inzwischen auf 53 Prozent erholt, dem höchsten Wert seit März 2020.

    Was Unternehmen jetzt tun müssen
    Die Daten sind klar, die Handlungsfelder auch. 72 Prozent der befragten Unternehmen haben sich zum Ziel gesetzt, die Büroraumnutzung zu verbessern. 66 Prozent wollen das Office-Erlebnis nachhaltig steigern. Sprich, Flächen die Zusammenarbeit ermöglichen statt verhindern. Konzepte, die Teamtage sinnvoll gestalten und eine Unternehmenskultur, die Präsenz nicht erzwingt, sondern attraktiv macht. Wer das Büro als blosses Kostenproblem betrachtet, verpasst die eigentliche strategische Frage. Welchen Wert schafft es für Mensch und Organisation?

    Flexibilität als Wettbewerbsfaktor
    Hybrides Arbeiten ist längst mehr als ein HR-Thema. Es ist ein Faktor im Kampf um Fachkräfte. Unternehmen, die Flexibilität glaubwürdig leben, haben im Recruiting einen messbaren Vorteil. Die ISG-Studie zur Zukunft des Arbeitsplatzes Schweiz zeigt, Employee Experience ist zum zentralen Hebel geworden, von der Zusammenarbeit über das Onboarding bis zur Raumverfügbarkeit. Hybrides Arbeiten ist das neue Normal und wer es jetzt strategisch gestaltet, positioniert sich als Arbeitgeber der Zukunft.

  • Solarzellen, die sich tarnen

    Solarzellen, die sich tarnen

    Die Natur zeigt uns, wie es geht. Der Morpho-Schmetterling erzeugt seinen intensiv blauen Flügelglanz nicht durch Pigmente, sondern durch dreidimensionale Mikrostrukturen, die Licht brechen und reflektieren. Forscher des Fraunhofer ISE haben dieses Prinzip auf Photovoltaikmodule übertragen. Ein Vakuumprozess bringt eine ähnliche Oberflächenstruktur auf das Deckglas oder auf flexible Folien auf. Je nach Feinstruktur entstehen so Module in unterschiedlichsten Farben, von Ziegelrot bis Anthrazit. Das Ergebnis trägt den Namen MorphoColor®.

    Muster direkt ins Modul
    Neu ist nun die «ShadeCut»-Technik, die farbige Folien mit transparenten Aussparungen versieht und so komplexe Muster und Motive direkt in Solarmodule integriert. Ein Laser oder ein CAD-gesteuerter Schneidprozess bringt das gewünschte Motiv in die Folie ein, ob Ziegelstruktur, Mauerwerk oder ein Firmenlogo. Die Technik funktioniert mit allen gängigen Photovoltaik- und Solarthermie-Modulen und lässt sich sowohl als flexible Einbettungsfolie wie auch als Rückseitenfolie einsetzen. Die farbigen Module erreichen rund 95 Prozent der Leistung eines vergleichbaren unbeschichteten Moduls.

    Das Ende des Denkmalschutz-Dilemmas
    Gebäudeintegrierte Photovoltaik war bisher oft an ästhetischen Anforderungen gescheitert. Gerade denkmalgeschützte Bauten und Ortsbildschutzzonen stellten in der Schweiz und Deutschland hohe Hürden auf. In mehreren deutschen Bundesländern wurde der Denkmalschutz bereits gelockert, sofern Module farblich zur Gebäudehülle passen. Module können Mauerwerk oder Dachziegel täuschend echt imitieren und sich farblich perfekt einpassen, sagt Dr. Martin Heinrich, Gruppenleiter am Fraunhofer ISE. An der HSLU wurde mit einem Innosuisse-Projekt in der Viscosistadt Emmenbrücke bereits eine Demofassade in 78 Farbnuancen realisiert.

    BIPV vor dem Durchbruch
    Der Markt für gebäudeintegrierte Photovoltaik wächst rasch. Global wird er bis 2034 auf rund 85,9 Milliarden Dollar geschätzt, gegenüber 28,3 Milliarden im Jahr 2026. In der Schweiz vereinfacht seit diesem Jahr das Meldeverfahren für Fassadenanlagen die Bewilligungspraxis, was ästhetischen Fassadenlösungen einen klaren Nachfrageschub verleiht. Erste kommerzielle Tandem-Module mit BIPV-Fokus werden 2026 für Nischenmärkte erwartet. Fraunhofer ISE schätzt das Gesamtpotenzial von PV auf Gebäuden bis 2045 auf rund 1 000 GWp.

    Was in Freiburg im Labor entstand, kommt nun über einen Schweizer Partner auf Dächer und Fassaden.

  • Zürich erfindet sich neu

    Zürich erfindet sich neu

    Regierungsrätin Carmen Walker Späh sprach es offen aus, viele gute Ideen schaffen es nie in den Markt. Es fehlt nicht an Kreativität, sondern an der richtigen Unterstützung zur richtigen Zeit. Der Kanton Zürich hat deshalb dieses Jahr den Schritt gemacht und sich dem internationalen Programm «MIT REAP» angeschlossen. Ziel ist es, Finanzierung gezielter zu lenken, Akteure enger zu vernetzen und Skalierung systematisch zu fördern. Denn Zürich hat sich in den Bereichen KI, Robotik, Life Sciences und New Space Economy bereits als Hotspot etabliert. Nun geht es darum, diesen Vorsprung zu sichern.

    Ohne Leute geht gar nichts
    Markus Müller, Co-Leiter der Standortförderung, brachte es auf den Punkt mit einem Zitat des Medtech-Unternehmers Andy Rihs: «Ohni Lüt gaht nüt.» Kapital allein baut keine Zukunft. Was Zürich stark macht, ist die Fähigkeit, neue Ideen mit dem richtigen Know-how und den passenden Kapazitäten zusammenzubringen. Zürich soll eine führende Rolle in der New Space Economy übernehmen. Denn Innovation ist laut Müller das, was aus «gut» langfristig «führend» macht.

    Zukunft denkt man nicht allein
    Zukunftsforscherin Martina Kühne gab den Gästen drei Impulse mit auf den Weg. Weiter denken als bis morgen, Zukunftsbilder in der Mehrzahl entwickeln und Zukunft gemeinsam gestalten. Jedes Zukunftsbild sei wie ein Turngerät, an dem man sich gedanklich austoben kann. Wer das tut, kann Ideen für eine mögliche und wünschbare Zukunft entwickeln. Denn Zukunft, so Kühne, passiert nicht einfach.

    Kollaboration als Katalysator
    Was diese Theorie in die Praxis übersetzt, zeigt das ETH-Spin-off Sevensense. 2021 überzeugte das junge Start-up ABB mit seiner 3D-Vision-Technologie für autonome Roboter. Heute stammen rund 80 Prozent der von ABB verkauften autonomen Roboter von Sevensense. Ein Beweis dafür, wie wirkungsvoll das Zusammenspiel von etabliertem Kapital und frischem Erfindergeist ist.

    Organe im All, Muskeln im Labor
    Noch wagemutiger denkt «Prometheus Life Technologies». Das Start-up nutzt Schwerelosigkeit im All, um Organe dreidimensional wachsen zu lassen. Ermöglicht hat das ein Parabelflugprogramm im Innovationspark, in enger Zusammenarbeit mit dem Center for Space and Aviation der Universität Zürich. Nicht weniger ambitioniert ist Muvon, das gemeinsam mit der ZHAW an einer automatisierten Methode zur Muskelregeneration mit körpereigenen Zellen arbeitet. Gelingt die Skalierung, könnte damit Belastungsinkontinenz behandelt werden, von der ein bedeutender Anteil der Frauen über 40 in Europa betroffen ist.

    Eine Plattform, die selbst innoviert
    Samuel Mösle, Co-Leiter der Standortförderung, zog im Abschlussgespräch eine klare Linie. Die drei vorgestellten Start-ups bewegen sich an den Grenzen der vorstellbaren Zukunft. Die Innovations-Plattform wird künftig mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz interaktiver und vernetzender. Nach fünf Jahren ist die Initiative am Ende ihrer eigenen Start-up-Phase angelangt. Samuel Mösles Fazit trifft es präzise: «Es steht nicht nur Innovation drauf, es steckt auch Innovation drin.»

  • Mehr KI löst keine Datenprobleme

    Mehr KI löst keine Datenprobleme

    Der Irrtum beginnt mit der Investition
    Es ist ein vertrautes Muster: Ein Unternehmen erkennt das Potenzial von Künstlicher Intelligenz, sichtet Lösungen, wählt ein Tool – und startet. Die Erwartung: Die neue Technologie räumt bestehende Datenprobleme irgendwie aus dem Weg. Die Realität: Sie tut es nicht. Sie macht sie sichtbarer.

    Das ist kein Zufall. Es ist die Konsequenz einer falschen Reihenfolge.

    Daten werden gesammelt – aber nicht nutzbar gemacht
    In den meisten Immobilienunternehmen sind Daten vorhanden. Objektdaten, Mieterdaten, Betriebskennzahlen, Wartungshistorien – sie existieren. Das Problem ist nicht ihre Abwesenheit, sondern ihre Verfassung. Sie liegen verteilt über Systeme, sind inkonsistent gepflegt, widersprüchlich definiert oder schlicht nicht miteinander verknüpfbar. Für dieselbe Kennzahl existieren mitunter drei verschiedene Versionen – in drei verschiedenen Systemen.

    Wer unter diesen Bedingungen ein KI-Modell aufsetzt, bekommt keine Antworten. Er bekommt Ausgaben, die bestehende Unschärfen verstärken – automatisiert und in hoher Geschwindigkeit. KI erkennt Muster in Daten. Sind die Daten inkonsistent, lernt das Modell aus Inkonsistenz. Sind sie unvollständig, operiert es auf lückenhafter Grundlage.

    Eine neue Schicht Komplexität
    Was in der Praxis entsteht, ist kein Effizienzgewinn. Es ist eine neue Schicht Komplexität: KI-Outputs, denen niemand vertraut. Fachabteilungen, die Ergebnisse manuell nachprüfen. Projekte, die ins Stocken geraten. Viel Aufwand, wenig Wirkung, wachsende Frustration.

    Das Fatale: Viele Unternehmen reagieren darauf mit dem nächsten Tool-Upgrade. Der Kreislauf beginnt von vorn.

    Ein Data Hub ist kein Tool – er ist eine Struktur
    Der Ausweg liegt nicht in besseren Modellen. Er liegt in einer strukturellen Entscheidung: der Schaffung einer gemeinsamen, harmonisierten Datenbasis. Ein Data Hub ist dabei kein weiteres System, das zur bestehenden IT-Landschaft hinzukommt. Er ist das Gegenteil – er ersetzt Fragmentierung durch zentrale Verfügbarkeit. Er integriert verteilte Datenquellen, löst Silos und Inkonsistenzen auf und schafft die Grundlage für skalierbare KI-Anwendungen und automatisiertes Reporting.

    Entscheidend ist dabei nicht, wo Daten liegen. Entscheidend ist, wie sie nutzbar werden: einheitlich definiert, qualitätsgesichert, für unterschiedliche Anwendungsfälle zugänglich. Erst auf dieser Grundlage kann KI leisten, was sie verspricht.

    Datenqualität ist keine Vorarbeit – sie ist Daueraufgabe
    Selbst mit einem Data Hub bleibt eine zentrale Herausforderung bestehen: Datenqualität ist kein einmaliges Bereinigungsprojekt vor dem Go-live. Sie ist ein kontinuierlicher Prozess. Wer Datenqualität als Vorprojekt versteht, wird nach dem Launch feststellen, dass das eigentliche Problem erst beginnt.

    Ergänzt wird die Datenbasis durch einen Datenkatalog: Er dokumentiert transparent, welche Daten existieren, woher sie stammen und wie verlässlich sie sind. Er schafft die gemeinsame Sprache, die Fachabteilungen und Technologie verbindet – und gibt der Organisation die Kontrolle zurück.

    Im Webinar: Von der Datenbasis zur skalierbaren KI
    Wie Immobilienunternehmen diese Transformation konkret angehen können – von der Datenarchitektur über Qualitätssicherung bis zum produktiven KI-Einsatz – zeigen wir in unserem kostenlosen Webinar «Die optimale AI-Architektur: Wie Data Hub, Datenqualität und Datenkatalog den Unterschied machen». Mit Praxiseinblicken, konkreten Lösungsansätzen und Zeit für Ihre Fragen.

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  • 300 Wohnungen werden fit gemacht – niemand muss ausziehen

    300 Wohnungen werden fit gemacht – niemand muss ausziehen

    Zwischen 1974 und 1990 in drei Etappen erbaut, prägt das «Untere Bühl» den alten Ortskern von Oberwinterthur bis heute. Die Anlage gilt als schützenswert, einige Gebäude befinden sich noch weitgehend im Originalzustand. Ein Teil wurde bereits 2015 saniert, die übrigen holen diesen Schritt nun nach. Das Baugesuch wurde bewilligt, der Baustart ist für Anfang 2027 vorgesehen.

    Niemand muss das Feld räumen
    Was das Projekt auszeichnet, ist seine soziale Konsequenz. BNP Paribas hat die Sanierung als Asset Manager der AXA Anlagestiftung von Beginn an so konzipiert, dass alle Mieterinnen und Mieter in ihren Wohnungen bleiben können. Die Mieterschaft wurde früh eingebunden, mit Workshops zu Aussenraum und Gestaltung inklusive. «Unsere Mieterinnen und Mieter sind seit Jahren ein fester Bestandteil der Siedlung», sagt Pascal Messmer, Asset Manager bei BNP Paribas. Diese Haltung zieht sich durch das gesamte Projekt.

    Anbauten, die sich nicht aufdrängen
    Für die Erweiterung setzt die AXA auf bernath+widmer Architekten, die aus einer kooperativen Testplanung als Sieger hervorgingen. Die An- und Neubauten werden mehrheitlich aus Holz gebaut und nehmen den Charakter der bestehenden Gebäude bewusst auf. Es entstehen rund 80 schwellenfreie Wohnungen mit 1 bis 3 Zimmern. Eine Ergänzung zu den heute mehrheitlich grossen Bestandswohnungen. Im Erdgeschoss sind Wohnateliers, Gemeinschaftsflächen und eine Gewerbefläche geplant.

    Park bleibt und wird lebendiger
    Der parkähnliche Aussenraum mit Gemeinschaftsgärten, Spielplätzen und dem Kindergarten von 1977 bleibt erhalten. Das Landschaftsarchitekturbüro ghiggi paesaggi greift das ursprüngliche Freiraumkonzept von Fred Eicher auf und entwickelt es weiter. Neue Bepflanzung und begrünte Dachflächen stärken die Biodiversität und schaffen Lebensraum für Kleintiere und Insekten. Auf den Dächern der Neubauten ist teilweise eine Begrünung geplant. Der zentrale Pavillon soll künftig öffentlich genutzt werden, etwa als Kita.

    Etappenweise in die Zukunft
    Die Umsetzung erfolgt in Etappen bis voraussichtlich 2028. Ihr Ziel ist ein Immobilienportfolio mit Netto-null-Emissionen bis 2050. Winterthur gewinnt nicht nur sanierten Bestand, sondern 80 neue Wohnungen in einer gewachsenen Siedlung, die weiss, wer sie ist.

  • Akquisition macht Innenausbauprojekte effizienter und regionaler

    Akquisition macht Innenausbauprojekte effizienter und regionaler

    Die Obrist interior AG aus Luzern hat die Übernahme der amerikanischen Display Craft Manufacturing Co. aus Baltimore im US-Bundesstaat Maryland in einer Mitteilung bekanntgegeben. Mit der Akquise wachse die Produktionskapazität für den nordamerikanischen Markt.

    Durch die Fertigung vor Ort werden Projektabwicklungen nachhaltiger und effizienter, teilt das im hochwertigen Laden- und Innenausbau tätige Unternehmen mit. Das bedeute weniger Transport- und Frachtwege, einfachere Logistik und Verpackung sowie kürzere Projektlaufzeiten. Die Ausweitung der Marktaktivität in den USA sei eine Reaktion auf die hohe Nachfrage dort stark vertretener Luxus- und Premiummarken nach kurzen Lieferzeiten, schnellen Reaktionszeiten und einer engen Zusammenarbeit mit lokalen Produktionspartnern.

    Die operative Leitung übernimmt Corrado Tona, der CEO der Obrist interior America Inc.: „Wir gewinnen ein starkes lokales Team, erweitern unsere Manufakturkompetenz und sind noch näher bei unseren Kunden. Das stärkt unsere Wettbewerbsfähigkeit und ermöglicht uns, den US-Markt, den wir in den letzten Jahren aktiv entwickelt haben, noch gezielter zu bedienen“, wird er zitiert. Nach Worten von Inhaber Stefan Slamanig werde die bestehende Präsenz in den USA vertieft und der Name Obrist entlang der gesamten Wertschöpfungskette gestärkt.

    Display Craft Manufacturing Co. ist seit mehr als 75 Jahren Anbieter von Retaildisplays und Lösungen für Ladenbau und Innenausbau. Das Produktionsunternehmen hat 40 Mitarbeitende, die „in die Werte- und Qualitätswelt von Obrist interior“ integriert werden.

    Die Übernahme gehe einher mit einer Kapazitätserweiterung, verbunden mit weniger Abhängigkeit von externen Zulieferanten, höherer Flexibilität, Kostenoptimierung und mehr strategischer Resilienz. Lösungen für Kunden sowie Projekte lassen sich wirtschaftlich und ökologisch effizienter realisieren. Der neue Produktionsstandort biete zudem Perspektiven für Mitarbeitende an den Schweizer Standorten.

  • Starker Franken belastet Quartalszahlen trotz Marktanteilsgewinnen

    Starker Franken belastet Quartalszahlen trotz Marktanteilsgewinnen

    Der Bauchemiekonzern Sika meldet seine Finanzkennzahlen für das erste Quartal 2026 in einer Mitteilung. Der Konzern verzeichnet im ersten Quartal einen Umsatz von 2,49 Milliarden Franken, was einem  Umsatzwachstum von 0,9 Prozent in Lokalwährungen und einen Rückgang in Franken um 7 Prozent entspricht. Der Rückgang in Franken ist auf den starken Schweizer Franken gegenüber asiatischen Währungen und dem Dollar zurückzuführen, so das Unternehmen.

    Haupttreiber des Wachstums in Lokalwährungen waren Marktanteilsgewinne in allen Regionen trotz eines verhaltenen weltweiten Baumarktes. In der Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) verzeichnete Sika im ersten Quartal einen Umsatzanstieg in Lokalwährungen von 3,6 Prozent (Vorjahr: 0,7 Prozent) In der Region Americas verzeichnete Sika einen leichten Umsatzrückgang von 0,8 Prozent in Lokalwährungen. Während in den USA wirtschaftliche Unsicherheiten die Bauaktivität belasteten, wuchs die Nachfrage im Bereich Rechenzentren  zweistellig, informiert Sika. Kanada entwickelte sich positiv und auch Lateinamerika setzte die Erholung der Baumärkte fort. In der Region Asien/Pazifik ging der Umsatz in Lokalwährungen um 2,2 Prozent zurück. Belastend wirkte insbesondere das weiterhin schwache chinesische Baugeschäft mit zweistelligen Rückgängen. Positive Beiträge kamen vor allem aus Indien, Südostasien sowie dem Bereich Automotive & Industry.

    Zur Steigerung des Marktanteils haben im ersten Quartal die abgeschlossene Akquisition des Mörtelherstellers Finja (Schweden) sowie die Ankündigung der Akquisition von Klebstoffhersteller Akkim (Türkei) beigetragen. Mit neuen Werken in den USA, Tansania, Argentinien, Kolumbien, und Bangladesch stärkt Sika ausserdem seine Produktionskapazitäten.

    Sika bestätigte seine strategische Ausrichtung und erwartet für das Gesamtjahr 2026 ein Umsatzwachstum von 1 bis 4 Prozent in Lokalwährungen sowie eine EBITDA-Marge von 19,5 bis 20 Prozent.

  • Fehlende Klarheit bei gesetzlichen Vorgaben bremst Kreislaufwirtschaft

    Fehlende Klarheit bei gesetzlichen Vorgaben bremst Kreislaufwirtschaft

    Die Kreislaufwirtschaft wird noch immer durch eine Reihe von Hindernissen ausgebremst. Ein Bericht, den ecos mit Sitz in Basel und Rytec mit Sitz in Münsingen für die Baudirektion des Kantons Zürich erarbeitet haben, hat 71 solcher Hemmnisse zusammengetragen. Von ihnen gehen 28 Hemmnisse auf gesetzliche Vorgaben zurück, während 43 erst im tatsächlichen Vollzug der regulatorischen Vorgaben entstehen. Oft entstehen sie auch erst im Vollzug von Vorgaben.

    Besonders betroffen von regulatorischen Hemmnissen ist die Bau- und Immobilienwirtschaft mit ihrer hohen Regulierungsdichte. Hier sind Kriterien der Nachhaltigkeit oft zu wenig verbindlich oder werden unzureichend gewichtet. Gerade bei der Wiederverwendung werden Spielräume bei der Abweichung von Normen noch nicht ausgenutzt. Die Prozesse richten sich noch an der linearen statt der zirkulären Wirtschaft aus.

    Beim Handel und der Logistik fehlen oft noch die Infrastruktur für die Rückgabe gebrauchter Güter und Anreize für den Aufbau der entsprechenden Logistik. Private Sammelinitiativen werden durch unklare Umsetzungsspielräume gebremst. Die Kreislaufwirtschaft in Gewerbe und Industrie leidet unter anderem unter fehlenden Anreizen für Reparaturen und Wiederverwendung.

    Der Bericht teilt die Hemmnisse in vier Kategorien ein. Zu den ersten drei gehören diejenigen, die bei ihrer Beseitigung eine hohe Wirkung erzielen würden. Sie sind abgestuft nach der Möglichkeit des Kantons, auf sie Einfluss zu nehmen. Die vierte Kategorie vereint Massnahmen mit geringer Wirkung und geringer Einflussmöglichkeit.

    Der Kanton will sich in den nächsten Schritten auf die beiden Kategorien von Hemmnissen  konzentrieren, deren Aufhebung eine hohe Wirkung erzielt und auf die der Kanton hohe Einflussmöglichkeiten hat. Das betrifft 33 Hemmnisse. Die Hemmnisse mit der geringsten Relevanz werden nicht weiterverfolgt.

    Der Bericht stützt sich auf die Befragung von 122 Personen und auf Workshops mit insgesamt 80 Teilnehmenden.

  • Innovationsprojekt wird Ausgangspunkt für neue Bauindustrie

    Innovationsprojekt wird Ausgangspunkt für neue Bauindustrie

    Das BioHaus am Waldsee im amerikanischen Bundesstaat Minnesota ist 20 geworden. Das Haus auf dem Waldsee-Campus der Concordia Language Villages ist das erste Gebäude, das jemals in Amerika vom deutschen Passivhaus Institut als Passivhaus zertifiziert wurde. Das Projekt wurde damals von Stephan Tanner und seinem Team von der Integrale Planung GmbH (Intep) aus Zürich realisiert. Es war zudem der Ausgangspunkt für TANNER Building Products und seinen verwandten Unternehmungen, heisst es in einer Mitteilung.

    Das BioHaus zeichnet sich durch Materialien und Technologien wie von Passivhaus zertifizierte Fenster und Türen, Hochleistungslüftungssysteme, aussenliegende Beschattungselemente und Vakuumdämmplatten aus, die damals für das Projekt von Europa in die USA importiert wurden. Es wurde zu einer Zeit errichtet, als der Passivhausstandard in Nordamerika noch weitgehend unbekannt war und die benötigten Materialien, Technologien und das bautechnische Know-how vor Ort fehlten.

    Das Projekt wurde von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt unterstützt und sollte zeigen, dass fortschrittliche Umwelttechnologien auch im Ausland erfolgreich sein können. „BioHaus hat nicht nur bewiesen, dass Passivhäuser in Amerika funktionieren können. Es hat auch dazu beigetragen, dass andere diesem Beispiel folgen konnten“, heisst es in der Mitteilung.

    Aus dem Projekt entstand zudem Stephan Tanners Unternehmen TANNER Building Products. Das Unternehmen aus Watertown in Minnesota startete 2006 als Peak Building Products und lieferte die fortschrittlichen Materialien für das BioHaus. „Was als Notwendigkeit begann – der Import von Komponenten, die sonst niemand hatte –, entfachte eine ganze Branche“, erklärt das Unternehmen in der Mitteilung.

  • Gebäudetechnikgruppe steigert Ergebnis und setzt Wachstum fort

    Gebäudetechnikgruppe steigert Ergebnis und setzt Wachstum fort

    Die Burkhalter Gruppe hat das Geschäftsjahr 2025 laut einer Mitteilung mit einem „hervorragendem Ergebnis“ beendet. Sämtliche relevanten Kennzahlen konnten gegenüber dem Vorjahr erneut gesteigert werden. Die Anbieterin für Gebäudetechnik verzeichnete ein Umsatzwachstum von 1,8 Prozent auf 1,2 Milliarden Franken, sowie ein Plus beim EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) von 6 Prozent auf 73,8 Millionen Franken und ein Konzernergebnis von 61,3 Millionen Franken (Vorjahr: 57,2 Millionen Franken, plus 7,3 Prozent). Der Gewinn pro Aktie stieg auf 5,78 Franken und lag damit 7,2 Prozent über dem Vorjahr. Die positive Entwicklung führt dazu, dass der Verwaltungsrat der Generalversammlung eine erhöhte Dividende von 5,20 Franken pro Aktie beantragt.

    Treiber des Wachstums sind eine anhaltend hohe Nachfrage nach Gebäudetechnikdienstleistungen sowie Effizienzgewinne aus optimierten und digitalisierten Prozessen. Zusätzlich trugen gezielte Akquisitionen zur positiven Entwicklung bei. 2025 übernahm die Gruppe die Mathieu Ingenieure AG in Visp VS sowie die Gattiker Elektro GmbH in Uster ZH. Anfang 2026 folgten vier weitere Zukäufe: BZ-Dépannage Sàrl in Lonay VD, Enplan AG in Herisau AR, Elektro Gasser AG in Lalden VS und Caotec SA in Brusio GR. Damit stärkt die Burkhalter Gruppe ihre regionale Präsenz, erweitert ihre Kompetenzen und baut Marktanteile aus, so das Unternehmen. Die Akquisitionsstrategie bleibe ein zentraler Bestandteil des Wachstums.

    Für das Geschäftsjahr 2026 zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich. Getrieben durch staatliche Förderprogramme und eine weiterhin hohe Bautätigkeit bleibe die Nachfrage nach energieeffizienten Gebäudetechniklösungen stark. Die Gruppe erwartet, den Gewinn pro Aktie auch für das Geschäftsjahr 2026 moderat steigern zu können.

  • PropTech-Start-up treibt Digitalisierung der Immobilienverwaltung voran

    PropTech-Start-up treibt Digitalisierung der Immobilienverwaltung voran

    Bewy erhält laut einer Mitteilung 150’000 Franken an Fördermitteln von Venture Kick. Das Proptech-Start-up aus Zürich entwickelt eine auf Künstliche Intelligenz (KI) gestützte Softwarelösung für die Immobilienverwaltung, die Prozesse effizienter gestaltet und sowohl Eigentümern als auch Mietern einen besseren Service bietet.

    Hintergrund sei eine weit verbreitete Ineffizienz in der Immobilienverwaltung im DACH-Raum, wie der Mitteilung zu entnehmen ist. Schlechte Kommunikation, vernachlässigte Instandhaltung, unerwartete Kosten sowie unzureichender Mieterservice führen demnach häufig zu Unzufriedenheit bei Eigentümern und Mietern. Bewy schafft dabei mit automatisierten internen Abläufen, verbesserter Kommunikation und Echtzeit-Transparenz Abhilfe. Dadurch sollen Verwaltungskosten um bis zu 30 Prozent gesenkt und die Nutzererfahrung deutlich verbessert werden. Die frischen Mittel sollen die Weiterentwicklung der Plattform sowie die Skalierung innerhalb der Schweiz vorantreiben. Bei der Expansion verfolgt Bewy eine M&A (Merger & Acquisition)-Strategie, die auf die Übernahme kleiner und mittlerer Immobilienverwaltungen ohne Nachfolgelösung abzielt.

    „Als führendes Start-up-Programm der Schweiz ist Venture Kick ein bedeutender Beschleuniger für Bewy. Der Förderungsprozess  ist schlank und effizient, eröffnet aber gleichzeitig Zugang zu einem wertvollen Netzwerk und steigert die Glaubwürdigkeit“, wird Mitgründer Luca Serratore in der Mitteilung zitiert.

    Aktuell ist Bewy in Zug, Zürich, Aargau und Luzern tätig und betreut eine zweistellige Anzahl an Kunden, darunter Privatpersonen, Single Family Offices sowie Immobilienunternehmen wie Swiss Prime Site. Das Gründerteam um Luca Serratore, Marcandrea Hunkeler, Gilles Baumann und Katrin Leuppi vereint Erfahrung aus den Bereichen Start-ups, Beratung und Immobilienwirtschaft. Der Start-up-Förderer Venture Kick ist eine Initiative der Kick Foundation for Innovation & Entrepreneurship und wird von einem privatwirtschaftlichen Konsortium getragen.

  • Neues Pflegeheim erweitert Angebot im urbanen Quartier

    Neues Pflegeheim erweitert Angebot im urbanen Quartier

    Die Schlieremer Halter AG hat im Wylerquartier von Bern ein neues Domizil für pflegebedürftige Menschen übergeben. Das von Domicil Bern als Generalmieterin betriebene Pflegeheim stellt 112 neue Pflegezimmer zur Verfügung, heisst es in einer Mitteilung auf LinkedIn.

    Jedes Zimmer ist mit einer eigenen Nasszelle und einem Balkon versehen. Zusätzlich verfügt die Einrichtung über Aufenthalts- und Betriebsräume sowie öffentlich zugängliche Bereiche. Den Mitarbeitenden wurde ein modernes Arbeitsumfeld mit optimalen Rahmenbedingungen zur Verfügung gestellt. Die fertige Anlage wurde Ende März an die Anlagestiftung Swiss Life übergeben.

    Wie es in der Mitteilung weiter heisst, wurde mit der Domicil Immobilien AG ein weiterer Vertrag über die Errichtung eines Pflegeheims mit 75 Zimmern, einer Demenzabteilung sowie einem Restaurant vereinbart. 

  • Modernisierung einer Betriebszentrale sichert langfristige Kapazitäten

    Modernisierung einer Betriebszentrale sichert langfristige Kapazitäten

    Migros Ostschweiz hat mit dem Umbau und der Modernisierung der Betriebszentrale in Gossau begonnen. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, beabsichtigt die Geschäftsführung der Migros Ostschweiz, mit der Rekonstruktion das Gebäude fit „für Betrieb und die Expansion in den nächsten 40 Jahren“ zu machen, wie Sandro Feltscher, Leiter der Direktion Logistik und Informatik bei der Migros Ostschweiz, zitiert wird.

    Die Arbeiten werden im Wesentlichen am Gebäude C der Betriebszentrale vorgenommen. Dieses dient seit 1979 der Produktion und dem Vertrieb von Fleisch- und Charcuterieprodukten sowie für die Kommission und Spedition gekühlter Lebensmittel. In einem ersten Bauabschnitt wird an der südlichen Seite ein Ergänzungsbau mit zusätzlichen Andockstellen für Lieferfahrzeuge errichtet. Im kommenden Jahr sollen Abstellplätze für Lastanhänger sowie Parkplätze für Mitarbeiter saniert werden. In den Jahren 2028 und 2029 sollen neue zeitgemässe Räume für Mitarbeitende errichtet werden. Parallel zu den gesamten Baumassnahmen sollen die Kühlstrecken für Kommissionierung durch moderne ersetzt werden. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten wird für 2030 gerechnet.

    „Die grösste Herausforderung im Bauprojekt sind der Anlagenersatz und die Sanierung der Produktion unter laufendem Betrieb. Auch während des Austauschs benötigen unsere Supermärkte und Restaurants täglich Lieferungen mit Milchprodukten, Fleisch und anderen gekühlten Waren“, heisst es von Feltscher.