Kategorie: Trends

Trends – Immobiliennews zu Innovationen, Marktentwicklungen & Zukunftsthemen der Schweizer Immobilienbranche.

  • Neues Whitepaper: «Gebäude effizient kühlen»

    Neues Whitepaper: «Gebäude effizient kühlen»

    Auch wenn sich die klimatischen Veränderungen je nach Standort und Gebäudenutzung unterschiedlich bemerkbar machen, wird künftig in fast allen Wohn- und Bürogebäuden eine Kühlung nötig sein. Wer einen Neubau plant, sollte eine Analyse des Aussen- und Innenraumkomforts vornehmen, Anforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz sowie maximal akzeptierbare Innenraumtemperaturen definieren und einen Nachweis für den thermischen Komfort anfordern. Entspricht der Klimakomfort von Bestandsbauten im Sommer nicht mehr den aktuellen oder künftigen Anforderungen, können weitere sinnvolle Massnahmen umgesetzt werden.

    Für Eigentümerschaften lohnt es sich, in den Klimakomfort ihrer Immobilien zu investieren, denn behagliche Raumtemperaturen gelten zunehmend als Kriterium für die Vermietbarkeit. Gebäude mit hohem Klimakomfort sind zukunftssicher, ihr Marktwert steigt und es ist mit höheren Mieteinnahmen zu rechnen.

    Das neue Whitepaper «Gebäude effizient kühlen» (23 Seiten) zeigt, wie Immobilien heute gebaut oder saniert werden können, damit sie auch im Klima der Zukunft einen hohen Komfort bieten.

  • Urbaner Wandel auf dem Wellisareal

    Urbaner Wandel auf dem Wellisareal

    Zwischen Bahnhof und Altstadt liegt eines der spannendsten Transformationsgebiete der Region. Aus Hallen, Lagern und Werkhöfen wächst ein urbanes Quartier mit eigenem Charakter. Das Areal übernimmt damit eine Schlüsselrolle als Eingangstor nach Willisau.

    Die Fläche ist in etwa so gross wie die historische Altstadt. Aus dem vormals abgeschlossenen Produktionsstandort wird ein offenes Stück Stadt. Wege, Plätze und Freiräume verbinden künftig Bahnhof, Altstadt und Quartier. Die bisherige Barriere wird zur städtischen Nahtstelle.

    Mischung statt Monofunktion
    Die Entwicklung setzt klar auf Nutzungsmischung. Geplant sind mehrere hundert Wohnungen in unterschiedlichen Grössen und Typologien, ergänzt durch Flächen für Gewerbe, Dienstleistungen und quartiernahe Angebote. Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Freizeit rücken näher zusammen.

    Sie schafft über den Tag hinweg Frequenz, erhöht die Auslastung der Infrastruktur und reduziert Abhängigkeiten von einer einzigen Nutzungsart. Gleichzeitig öffnet sie Spielräume für neue Arbeitsformen, kleinteilige Dienstleister und lokale Anbieter.

    Identität aus der industriellen Vergangenheit
    Das Wellisareal bleibt als Ort erkennbar. Teile der bestehenden Bausubstanz werden erhalten und neu bespielt. Die industrielle Prägung liefert damit nicht nur Geschichte, sondern auch Identität. Sie unterscheidet das Quartier klar von grünen Wiesenentwicklungen am Ortsrand.

    Neue Bauten ergänzen den Bestand, ohne ihn zu überdecken. Ein Hochpunkt markiert das Areal in der Silhouette von Willisau. Entscheidend ist dabei nicht die Höhe allein, sondern die Wirkung im Stadtraum. So entsteht ein Bild, das auch in der Wahrnehmung von Bewohnern, Besuchern und Investoren verankert bleibt.

    Freiraum als Standortfaktor
    Das Projekt denkt Dichte konsequent mit Freiraum zusammen. Grosszügige Grünflächen, Bäume, Plätze und Wege strukturieren das Quartier und sorgen für Aufenthaltsqualität. Statt Innenhof als Restfläche rückt der Freiraum ins Zentrum der Konzeption.

    Für künftige Nutzer ist das mehr als ein Komfortthema. Beschattete Aufenthaltsbereiche, durchdachte Aussenräume und differenzierte Kleinklimate werden zu harten Standortfaktoren. Sie beeinflussen Vermietbarkeit, Image und langfristige Wertentwicklung. Ein robustes Freiraumkonzept unterstützt zudem die Anpassungsfähigkeit des Quartiers über den Lebenszyklus hinweg.

    Mobilität neu austariert
    Die Lage direkt am Bahnhof und nahe der Altstadt erlaubt einen verkehrsarmen Ansatz. Der Fuss- und Veloverkehr hat Vorrang, Angebote des öffentlichen Verkehrs liegen in Gehdistanz. Das Projekt reduziert bewusst die Zahl der Parkplätze und setzt auf alternative Mobilitätsformen.

    Für Kommunen und Investoren bedeutet das, weniger Flächenverbrauch für Autos, mehr Raum für Wertschöpfung und Lebensqualität. Gleichzeitig steigt der Druck, Mobilität als integriertes Angebot zu denken. Von Sharing-Lösungen über Logistik bis hin zu Quartierservices.

  • Neuer Präsident für regionalen Energieversorger gewählt

    Neuer Präsident für regionalen Energieversorger gewählt

    Der Verwaltungsrat von Limeco hat sich laut einer Mitteilung am 25. Februar für die Amtsperiode bis 2027 neu konstituiert. Dabei hat er Rolf Schaeren zu seinem neuen Präsidenten gewählt. Schaeren wird sein Amt am 1. Mai antreten. Schaeren war von 2006 bis 2022 Finanzvorstand der Stadt Dietikon.

    Er ist Professor für Rechnungswesen und Finanzmanagement an der Hochschule für Wirtschaft der Fachhochschule Nordwestschweiz. Er gehört seit 2014 dem Verwaltungsrat der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) an. Seit 2021 präsidiert er ihn.

    Schaeren folgt auf Stefano Kunz. Der Schlieremer Bauvorstand hat dem Verwaltungsrat während zwölf Jahren angehört.

    „Limeco übernimmt für die Region eine zentrale Rolle in der Energie- und Entsorgungsversorgung“, wird Schaeren in der Mitteilung zitiert. „Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen im Verwaltungsrat die erfolgreiche Entwicklung von Limeco weiterzuführen und die zukünftigen Herausforderungen im Sinne der Trägergemeinden anzupacken.“

  • Solarprojekt verbindet Eigenstrom und regionale Investitionen

    Solarprojekt verbindet Eigenstrom und regionale Investitionen

    Die Stiftung Schloss Turbenthal ermöglicht Privaten und Unternehmen laut einer Mitteilung die Beteiligung an ihrer neuen Solaranlage. Diese Anlage entsteht auf den Dächern des Gehörlosendorfes. Mit 150 Solarmodulen soll sie pro Jahr 66‘000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Die Hälfte des Stromes soll von der Stiftung selbst verbraucht werden.

    Eine Grossbatterie mit einer Leistung von 100 Kilowatt erlaubt die Speicherung des Stroms an Tagen mit viel Sonne und wenig Bedarf. Dieser Strom kann später sowohl von der Stiftung als auch von der Netzgesellschaft Swissgrid als Regelenergie abgerufen werden.

    Private und Unternehmen können sich über die Plattform solarify.ch an der Anlage beteiligen. Sie erhalten vierteljährlich Zahlungen auf ihre Investition. „Mit diesem Projekt leisten wir einen konkreten Beitrag zur Nachhaltigkeit und ermöglichen die Beteiligung der Bevölkerung aus der Region“, wird Marc Basler, Gesamtleiter der Stiftung Schloss Turbenthal, in der Mitteilung zitiert.

    Die Solarify GmbH mit Sitz in Bern übernimmt auch das Projektmanagement, den Betrieb, die Versicherung und den Unterhalt der Anlage sowie die Stromvermarktung.

  • Gesellschaft für erschwingliches Wohnen will dauerhaft bezahlbaren Wohnraum schaffen

    Gesellschaft für erschwingliches Wohnen will dauerhaft bezahlbaren Wohnraum schaffen

    Die neue Immobiliengesellschaft GEW soll privates Kapital für dauerhaft bezahlbaren Wohnraum für Menschen mit tiefem bis mittlerem Einkommen in der Schweiz schaffen. Die GEW wurde im Dezember 2025 vor dem Hintergrund des zunehmend fehlenden bezahlbaren Wohnraum in der Schweiz gegründet, wie es nun in einer Mitteilung heisst. Demnach wird sie Wohnliegenschaften mit Mietpreisen im günstigen Segment des lokalen Marktes entwickeln, bauen, erwerben und betreiben, welche unter dem 50-Prozent-Quantil der jeweiligen Gemeinde liegen sollen.

    Die GEW möchte mit ihrer Arbeit einen Beitrag zur sozialen Stabilität in der Schweiz leisten. Steigende Mieten, fehlende Baulandreserven, restriktive Regulierungen und hohe Land- und Baukosten haben dazu geführt, dass die Wohnungsproduktion nicht länger mit der Nachfrage Schritt halten kann. „Wenn Wohnen zur Sorge wird, braucht es neue Antworten“, so Reto Brüesch, Geschäftsführer der GEW, in der Mitteilung. „Wir sind überzeugt: Die Privatwirtschaft kann und muss mit unternehmerischem Denken und klarem Gemeinwohlfokus einen Teil der Verantwortung übernehmen.“

    Das GEW-Modell basiert auf drei Säulen: Effizientes Entwickeln und Bauen, kostengünstiges Betreiben und tiefe Kapitalkosten durch geringes Risiko. Dadurch entstehe ein wirtschaftlich tragfähiger Ansatz, der erschwingliche Mieten mit unternehmerisch verantwortungsvollen Investitionen vereint. „Mit einer Investition in die GEW wird bezahlbarer Wohnraum in der Schweiz geschaffen und gleichzeitig eine faire Verzinsung sowie eine positive gesellschaftliche Wirkung erzielt“, erklärt Daniel Kusio, Verwaltungsratspräsident der GEW. Er wird im Verwaltungsrat von Immobilienökonom Donato Scognamiglio und Balz Halter, Verwaltungsratspräsident der Halter Gruppe, unterstützt.

    Während Gemeinden mit der GEW bezahlbaren Wohnraum ohne übermässige finanzielle Belastung realisieren können, profitieren Eigentümerinnen und Eigentümer von transparenten Modellen wie Verkauf, Baurecht oder Sacheinlage. Investoren erhalten wiederum Zugang zu einer langfristigen Anlage mit stabiler Ertragsstruktur.

  • Immobilienportfolio wächst trotz stabilem Ertrag

    Immobilienportfolio wächst trotz stabilem Ertrag

    Das Immobilienunternehmen PSP Swiss Property informiert in einer Mitteilung über sein Geschäftsergebnis 2025. Der Liegenschaftsertrag erreichte 349,2 Millionen und lag damit um 0,2 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Auf vergleichbarer Basis (like-for-like) resultierte jedoch ein Wachstum von 1,3 Prozent, vor allem durch Indexanpassungen. Der Gewinn ohne Liegenschaftserfolge belief sich auf 225,4 Millionen, beziehungsweise 4,91 Franken pro Aktie. Der Reingewinn stieg um 8,9 Prozent auf 408,5 Millionen Franken, massgeblich infolge höherer Portfolioaufwertungen von 231,1 Millionen Franken. Der Gewinn pro Aktie erhöhte sich auf 8,91 Franken, die Dividende pro Aktie auf 3,95 Franken.

    Der Portfoliowert stieg per Ende 2025 auf 10,1 Milliarden Franken  mit 150 Anlageliegenschaften und zehn Entwicklungsliegenschaften. Die Neubewertung wurde vor allem durch Vermietungserfolge im High-Street-Retail in Zürich sowie steigende Marktmieterwartungen in Toplagen getragen. Die Leerstandsquote lag bei 3,5 Prozent. Die durchschnittliche Restlaufzeit der Mietverträge (WAULT) betrug 4,9 Jahre, bei den grössten Mietern 5,3 Jahre.

    Insgesamt bliebt der Schweizer Markt für Geschäftsliegenschaften stabil, so die Mitteilung. 2025 waren demnach besonders hochwertige Büroflächen in zentralen Lagen gefragt. In Genf und Zürich blieb die Nachfrage nach Innenstadtlagen hoch, während die Märkte in Bern und Lausanne stabil verliefen. In Basel hielt das Überangebot an Büroflächen an. Der Investitionsmarkt belebte sich im Jahresverlauf dank moderat sinkender Zinsen und verbesserter Finanzierungskonditionen.

    PSP erwartet für 2026 eine weiterhin positive Marktentwicklung mit stabiler Mietnachfrage im Kerngeschäft. Niedrige Zinsen dürften den Transaktionsmarkt nach Unternehmensangaben stützen, während hochwertige Objekte knapp bleiben. Das Unternehmen will daher selektiv investieren, Chancen mit langfristigem Wertsteigerungspotenzial nutzen und seine aktionärsfreundliche Dividendenpolitik fortsetzen.

  • Thun Nord entwickelt sich zum neuen Stadtteil

    Thun Nord entwickelt sich zum neuen Stadtteil

    Der künftige neue Stadtteil Thun Nord ist einer der vier wichtigsten kantonalen Entwicklungsschwerpunkte und der wichtigste im Berner Oberland, so eine Mitteilung der Stadt Thun. Auf einem Gelände von 60 Hektaren soll hier ein zukunftsgerichtetes Stadtquartier und ein Wirtschaftsstandort von überregionaler Ausstrahlung entstehen. Das Areal soll durch eine neue S-Bahnhaltestelle erschlossen werden.

    Das Gelände gehört je zur Hälfte Armasuisse Immobilien und der RUAG Real Estate AG. Die Stadt Thun hat 2025 mit ihnen sowie der BLS ein sogenanntes Werkstattverfahren für das Kerngebiet rund um die geplante Bahnhaltestelle durchgeführt. Drei interdisziplinäre Teams entwickelten zusammen mit Expertinnen und Experten und den verschiedenen Anspruchsgruppen Vorschläge. Aus diesen hat ein Begleitgremium Eckwerte für die weitere Entwicklung abgeleitet.

    Das Grundgerüst des neuen Stadtteils soll durch die Freiräume gebildet werden. Dieser wird geprägt durch die Aare, die Strassen, den Bahnraum und das Ortsbild. So soll die bestehende Sheddachhalle das Rückgrat der Anlage bilden. Die beiden Grundeigentümerinnen wollen ihre geschlossenen Betriebsareale auf das Gebiet westlich der Alpenbrücke und auf die Flächen des Textilcenters konzentrieren. Ausserhalb von ihnen sind gemischte Nutzungen vorgesehen. Zu den prägenden Akteuren wird auch die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) mit ihrem neuen Campus gehören.

    Die Ergebnisse des Werkstattverfahrens werden bis zum 6. März im Rathaus Thun ausgestellt.

  • Transformationsprogramm zeigt Wirkung beim Zugangstechnikspezialisten

    Transformationsprogramm zeigt Wirkung beim Zugangstechnikspezialisten

    Dormakaba hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26, also bis zum 31. Dezember 2025, einen Gesamtumsatz von 1,362 Milliarden Franken erzielt, ein Rückgang um 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Während die Volumen rückläufig waren, hatten „konsequente Preisrealisierungen“ laut einer Mitteilung ein organisches Wachstum von 2,0 Prozent zur Folge. Beim bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) wurden 211,9 Millionen Franken erwirtschaftet, 1,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die EBITDA-Marge konnte hingegen von 15,2 auf 15,6 Prozent gesteigert werden.

    „Im ersten Halbjahr 2025/26 haben wir unsere Transformation konsequent weiter umgesetzt und unsere bereinigte EBITDA-Marge gesteigert. Wir liegen bei der Umsetzung unserer Strategie auf Kurs und haben die vorgesehenen Kosteneinsparungen aus unserem Transformationsprogramm vorzeitig realisiert“, wird CEO Till Reuter in der Mitteilung zitiert.

    Das Unternehmen bestätigt die Prognose für das Gesamtjahr 2025/26. So erwartet dormakaba ein organisches Nettoumsatzwachstum zwischen 3 und 5 Prozent, eine bereinigte EBITDA-Marge von mehr als 16 Prozent und eine bereinigte operative Cashflow-Marge zwischen 11,5 Prozent und 12,5 Prozent. Diese Marge hat im ersten Halbjahr noch 4,5 Prozent betragen, nach 7,4 Prozent im Vorjahreszeitraum.

  • Gemeinden am Zürichsee stärken wirtschaftliche Vernetzung

    Gemeinden am Zürichsee stärken wirtschaftliche Vernetzung

    Die Standortförderung Goldküste hat ihr erstes Jahresprogramm veröffentlicht. Der Verein wurde im September 2025 von den elf Gemeinden des Bezirks Meilen und dem Amt für Wirtschaft des Kantons Zürich gegründet.

    Wie es in einer Mitteilung heisst, profitieren die Mitglieder von kostenfreier Teilnahme an Veranstaltungen, Exkursionen und Hintergrundgesprächen, direktem Zugang zu Entscheidungsträgerinnen und -trägern sowie erhöhter Sichtbarkeit. Die erste Mitgliederversammlung findet am 15. April in Stäfa ZH statt. Dort wird als Gastreferent Dr. Moritz Lechner sprechen, Co-Gründer und Co-Verwaltungsratspräsident von Sensirion.

    Als weitere Programmpunkte nennt die Mitteilung einen Mitglieder-Lunch mit Werkstattbesuch bei der Micro Mobility Systems AG in Küsnacht und einen Mitglieder-Znüni in der Gemeindeverwaltung Zumikon. Im August folgt eine After-Work-Exkursion in den Seepark Uetikon, wo auf dem ehemaligen Areal der chemischen Fabrik Wohnungen für gut 600 Personen entstehen. Zudem steht eine Exkursion zum Zürcher Kantonsrat auf dem Plan.

  • Forschung entwickelt klimafreundliche Alternative zu Zement

    Forschung entwickelt klimafreundliche Alternative zu Zement

    Die Herstellung von Zement als Bindemittel für Beton verantwortet 8 Prozent des weltweiten Kohlendioxidausstosses. Forschende verschiedener europäischer Universitäten und Institute arbeiten unter Führung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) aus Deutschland an der Entwicklung von Zementalternativen. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, ist der Zuger Baustoffproduzent Holcim in diesen Forschungsarbeiten des europäischen Projekts C-SINK engagiert.

    Im Fokus der Forschungen stehen magnesiumhaltige Silikate, die in einem gezielten, beschleunigten Mineralisierungsprozess mit CO₂ zu Magnesiumcarbonat reagieren. Dieser Zusatzstoff könnte als Ersatz für Portlandzementklinker das neue Bindemittel für Beton sein. Derzeit wird das Material unter Mitwirkung aller Beteiligten in den Laboren des KIT getestet. Dabei kommt eine enge Verzahnung von Simulation, experimenteller Forschung und grossmassstäblichen realitätsnahen Prüfungen an der Materialprüfungsanstalt in Karlsruhe zum Tragen. „Wir können mit Simulationen und Maschinellem Lernen vorhersagen, welche Betonrezepturen funktionieren“, wird Frank Dehn, Leiter des Instituts für Massivbau und Baustofftechnologie sowie der Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Karlsruhe am KIT, in der Mitteilung zitiert. „Experimente setzen wir dann gezielt ein, um diese Prognosen zu überprüfen. So wollen wir belastbare Kennwerte erarbeiten, die zeigen, dass Beton mit dem neuen Bindemittel klimafreundlich ist und die Anforderungen an Tragfähigkeit, Dauerhaftigkeit und Sicherheit erfüllt.“

    Das Projekt wird vom Europäischen Innovationsrat (EIC) innerhalb des Pathfinder-Programms „Towards cement and concrete as a carbon sink“ gefördert. Beteiligt sind neben dem KIT und dem koordinierenden PAEBBL AB (Schweden) die Technische Universiteit Delft (Niederlande), die Katholieke Universiteit Leuven (Belgien), die Agencia Estatal Consejo Superior de Investigaciones Científicas und PREFABRICADOS TECNYCONTA S.L. (beide Spanien) sowie unterstützend Holcim Technology. Das Projekt wird mit 4 Millionen Euro über eine Laufzeit von vier Jahren gefördert.

  • Neue Technik verlängert Lebensdauer alter Brücken

    Neue Technik verlängert Lebensdauer alter Brücken

    Die in den 80er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts erbauten Brücken zeigen zunehmend Ermüdungserscheinungen und müssen repariert werden. Forschende und Techniker der Abteilung Structural Engineering an der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in Dübendorf arbeiten an neuen Methoden, wie diese Brücken saniert werden können. Für ihre Experimente nutzen sie einen Brückenbelag aus ultrahochfestem faserbewehrtem Beton (UHPFRC), armiert mit Formgedächtnisstahl, heisst es in einer Mitteilung. Bei diesem Stahl handelt es sich um einen eisenbasierten Stahl aus einer Legierung, die unter anderem Mangan, Silizium und Chrom enthält. Mit diesem Stahl wird der Faserbeton verbunden. Nach einem Erhitzen zieht sich der Stahl zusammen und verschliesst aufgetretene Risse im Beton.

    Die Forschenden um Angela Sequeira Lemos und Christoph Czaderski haben entsprechende Experimente in der Bauhalle der Empa durchgeführt. Fünf Betonplatten mit jeweils fünf Metern Länge simulieren Brückenelemente. Von diesen blieb eine unverstärkt, während die anderen mit herkömmlichen Armierungsstahl beziehungsweise mit Formgedächtnisstahl armiert wurden. Für den Test wurden den Platten Risse zugefügt, um die realen Verschleissbedingungen zu simulieren. Im Ergebnis zeigte sich die Kombination aus faserbewehrtem Beton und Formgedächtnisstahl als funktionsfähiger. Mit ihr konnten Risse verschlossen und durchhängende Brückenteile gehoben werden. „Wir konnten zeigen, dass unser System nicht nur funktioniert, sondern bestehende Brücken tatsächlich wiederbeleben kann“, wird Angela Sequeira Lemos in der Mitteilung zitiert.

    Das Forschungsprojekt wurde von Innosuisse gefördert und von der OST – Ostschweizer Fachhochschule sowie von re-fer, einer Ausgliederung der Empa aus Seewen, und dem Verband der Schweizer Zementindustrie cemsuisse unterstützt. Ein Praxistest an einer echten Brücke könnte das Interesse der Industrie wecken. „Und mit zunehmender Nachfrage dürften auch die Materialkosten sinken – dann könnte diese Technologie die Brückensanierungen nachhaltig verändern“, zeigt sich Sequeira Lemos überzeugt.

  • Baustelle für Alterszentrum in Schlieren wird im März eingerichtet

    Baustelle für Alterszentrum in Schlieren wird im März eingerichtet

    Ab Anfang März 2026 wird die Baustelle für das neue Schlieremer Alterszentrum „Wohnen am Stadtpark“ für die Bevölkerung sichtbar. Dann beginnen dort die Vorbereitungsarbeiten. Zu dem einen Jahr Verspätung hatten zwei Rekurse geführt, die jedoch im Dezember 2025 zurückgezogen wurden. Nun sind die rechtlichen Verfahren abgeschlossen. Deshalb kann laut einer Mitteilung der Stadt Schlieren die Baustelle jetzt eingerichtet werden, und auch mit ersten Bau- und Vorbereitungsarbeiten wird begonnen. Der offizielle Spatenstich soll im April 2026 erfolgen. Die Bauarbeiten sollen Ende 2028 abgeschlossen sein.

    Im Zuge des Baustarts wird auch der Spielplatz am westlichen Rand des Stadtparks ab Anfang März zurückgebaut. Wie die Stadt weiter mitteilt, entsteht dafür beim Stürmeierhuus bereits eine neue städtische Spielinsel. Sie soll im April fertig sein.

    Bei der Volksabstimmung vom 12. März 2023 war ein Kredit über 44,32 Millionen Franken für den Bau des neuen Alterszentrums mit einem Ja-Anteil von 76,6 Prozent deutlich angenommen worden. Wie die Stadt betont, leistet es „einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung einer zeitgemässen, bedarfsgerechten und wohnortnahen Betreuung und Pflege im Alter“.

  • Kooperation soll Deponiekapazitäten langfristig sichern

    Kooperation soll Deponiekapazitäten langfristig sichern

    Die Kantone St.Gallen, Thurgau und Schaffhausen arbeiten bei der Planung neuer Deponien für Schlacke aus Kehrichtverbrennungsanlagen zusammen, informiert das Bau- und Umweltdepartement des Kantons St.Gallen in einer Mitteilung. In den nächsten zwei Jahren erarbeiten die Abfallfachstellen der drei Kantone eine koordinierte Planung, die den Bedarf an Deponievolumen sowie Deponiestandorten ausweist. Ziel ist es, die Entsorgungssicherheit für die nächsten 30 Jahre zu gewährleisten und wirtschaftliche und ökologische Vorteile zu nutzen.

    Ausgangspunkt der Zusammenarbeit ist der absehbare Mangel an geeignetem Deponievolumen. Bei der Verbrennung von Abfällen in Kehrichtverbrennungsanlagen entsteht nicht weiter verwertbare KVA-Schlacke, die auf speziell gesicherten Deponien des Typs D gelagert werden muss. Solche Anlagen sind sowohl in den beteiligten Kantonen als auch in der gesamten Schweiz knapp. Ohne zusätzliche Kapazitäten drohen mittelfristig Engpässe bei der Entsorgung.

    Die koordinierte Planung soll bereits bestehende über kantonale Abfallströme optimieren, wirtschaftliche und ökologische Vorteile nutzen und eine rationale Nutzung einzelner Standorte ermöglichen. Damit wollen die drei Kantone langfristige Planungs- und Entsorgungssicherheit sowohl für Abfallverursacher als auch KVA und Deponien bieten.

    Die Kantone erfüllen mit dem Projekt ihren gesetzlichen Auftrag zur Abfallplanung. Dieser umfasst die Ermittlung des künftigen Deponiebedarfs sowie die Festlegung geeigneter Standorte. Die gemeinsam erarbeitete Planungsgrundlage dient anschliessend als Basis für kantonale Planungsinstrumente wie Richtpläne und weitere Verfahren.

  • Kanton Zürich schafft Schnittstelle zum Innovationspark

    Kanton Zürich schafft Schnittstelle zum Innovationspark

    Der Kanton Zürich hat laut einer Mitteilung die Fachstelle Innovationspark Zürich geschaffen. Damit setzt er einen Regierungsratsbeschluss von April 2025 um, der die Überführung der bisher durch ein externes Mandat geführten Koordinationsstelle in eine Regelorganisation vorsieht. Die Fachstelle ist im Amt für Wirtschaft angesiedelt und hat ihren operativen Betrieb Anfang Jahr aufgenommen.

    Die Fachstelle soll die Umsetzung der Aufgabenteilung zwischen der Volkswirtschaftsdirektion, der Stiftung Innovationspark, der IPZ Property AG und der IPZ Operations AG sicherstellen. Sie soll die kantonalen Projekte koordinieren und die verschiedenen Anspruchsgruppen in den Standortgemeinden, beim Bund, in der Wirtschaft und anderen Partnern einbeziehen.

    Die Fachstelle soll sich zusätzlich zum Innovationspark als dem wichtigsten Arealentwicklungsprojekt im Kanton auch mit der aktiven Entwicklung von Wirtschaftsflächen als einem zentralen Standortfaktor beschäftigen. Dabei geht es um Flächen für das Wachstum, die Transformation und die Ansiedlung von Unternehmen namentlich im oder im Umfeld des Innovationsparks, aber auch im gesamten Kanton.

    Benjamin Grimm ist der erste Leiter der Fachstelle. Der Geograf hat einen Master in Raumentwicklung und Infrastruktursysteme der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich sowie einen Master of Advanced Studies in Real Estate der Universität Zürich. Er hat unter anderem beim Bundesamt für Raumentwicklung und beim Amt für Raumentwicklung des Kantons Zürich gearbeitet.

  • Forschungsprojekt setzt auf saisonale Energiespeicherung

    Forschungsprojekt setzt auf saisonale Energiespeicherung

    Die Hochschule für Wirtschaft und Ingenieurwissenschaften des Kantons Waadt (HEIG-VD) und das Ingenieurbüro Planair haben laut einem LinkedIn-Beitrag das Projekt BIG4HEAT lanciert. BIG4HEAT hat eine Laufzeit von zwei Jahren und wird vom Bundesamt für Energie (BFE) unterstützt. Die Services Industriels de Genève (SIG), die Groupe Eaus Granges-Paccot FR und Cadcime mit Sitz in Eclépens VD sind ebenfalls industrielle Partner des Projekts.

    Das Hauptziel des Projekts besteht in der Entwicklung eines unterirdischen saisonalen ärmespeichers (Chemical Thermal Energy Storage, CTES). Die Wärmeenergie soll im Sommer gespeichert und dann im Winter genutzt werden. HEIG-VD und Planair wollen dafür alte Zisternen nutzen, die nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft und des Retrofittings, also der Umrüstung älterer Anlagen, zu Wärmespeichern umgebaut werden. Laut HEIG-VD könnte „die saisonale Speicherung das Stromdefizit im Winter um fast 20 Prozent reduzieren“. Mit diesem Projekt wollen die HEIG-VD und Planair die CO2-Emissionen reduzieren und ab 2030 durch die Nutzung unterirdischer Speicherräume Platz in städtischen Gebieten schaffen.

    Die 1956 gegründete HEIG-VD mit Sitz in Yverdon betreibt Forschung in Zusammenarbeit mit Unternehmen, Kommunen und nationalen sowie internationalen Partnern in verschiedenen Bereichen wie Energie und nachhaltige Entwicklung. Planair mit Sitz in La Sagne NE ist in den Bereichen Energiewende und erneuerbare Energien tätig.

  • Neue Kooperation verbessert Präzision bei Vermessung und Bau

    Neue Kooperation verbessert Präzision bei Vermessung und Bau

    Fixposition hat an der Messe Geo Week 2026 eine Zusammenarbeit mit Topcon Positioning Systems bekanntgegeben. Sie findet noch bis 18. Februar 2026 in Denver im US-Bundesstaat Colorado statt. Laut einer Mitteilung wird der Schlieremer Spezialist für visuelle Echtzeitkinematik (Real Time Kinematic, RTK) und visuell unterstützte Positionierung dem kalifornischen Unternehmen seine Lösungen bereitstellen. Die Technologien der 2017 gegründeten Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich sollen in die hochpräzisen satellitengestützten Positionierungssysteme des kalifornischen Unternehmens Topcon integriert werden.

    Topcon bietet weltweit hochpräzise GNSS (Gloval Navigation Satellite System)-Positionierungstechnologien für Geomatik-, Bau- und Landwirtschaftsanwendungen, so Ron Oberlander, Leiter der Geomatics-Plattform von Topcon. Die Integration von Fixpositions visuellen Positionierungstechnologien helfe seinem Unternehmen, einen Mehrwert für seine Kunden zu schaffen.

    „Fixposition hat eine Technologie entwickelt, die die Satellitenortung verbessert und für Anwender selbst bei Arbeiten innerhalb von Gebäuden und beim Übergang zwischen Innen- und Aussenbereichen von Vorteil ist, ohne den Arbeitsablauf zu stören, indem RTK-GNSS mit Künstlicher Intelligenz kombiniert wird, um die Positionsgenauigkeit zu gewährleisten. Wir sehen diese KI-gestützte Technologie als innovative Integration in unsere GNSS-Lösungen der nächsten Generation.“

    Zhenzhong Su, CEO und Mitgründer von Fixposition, äussert sich „stolz darauf, die xFusion-, Vision- und multimodale Fusionspositionierungstechnologie von Fixposition zur Unterstützung der GNSS-Lösungen der nächsten Generation von Topcon liefern zu können. Wir freuen uns darauf, diese neue Lösung auf den Markt zu bringen und Vermessungsfachleuten in Geomatik, Bauwesen und Landwirtschaft dabei zu helfen, schnellere Ergebnisse zu erzielen und mehr zu erreichen, ohne Kompromisse bei der Qualität einzugehen, selbst in Umgebungen, in denen GNSS-Verbindungen schwierig sind.“

  • Standortwechsel markiert neuen Entwicklungsschritt

    Standortwechsel markiert neuen Entwicklungsschritt

    HKG hat sich für einen Umzug innerhalb von Baden-Dättwil entschieden. Ab dem 1. März 2026 ist das Ingenieur- und Beratungsunternehmen in der Täfernstrasse 14A in Baden-Dättwil zu finden, heisst es in einer Mitteilung. Am neuen Standort sei das Platzangebot grösser als an der bisherigen Adresse Im Langacker 20.

    Für die HKG beginne „ein neues Kapitel für die Weiterentwicklung des Standorts“, heisst es vom Unternehmen. Der Standortwechsel schaffe Raum für weiteres Wachstum und die Zukunft des eigenen Angaben zufolge 1978 gegründeten Anbieters für Elektroengineering, Gebäudetechnik und Energieberatung.

    Mit dem Zugewinn an Platz sei ein besseres Arbeitsumfeld verbunden „für kreative Ideen, effiziente Zusammenarbeit und zukunftsorientiertes Arbeiten“. Mitarbeitende könnten sich in einem „modernen Zuhause“ optimal entfalten und Projekte noch erfolgreicher umsetzen.

  • Walliser Gemeinden starten auf online.vs.ch

    Walliser Gemeinden starten auf online.vs.ch

    In vier Pilotgemeinden des Wallis, steht die Wohnsitzbestätigung als digitaler Service zur Verfügung, einfach, ortsunabhängig und rund um die Uhr. Die Leistung wird über das Portal online.vs.ch erbracht, das seit Januar 2025 als gemeinsamer Zugangspunkt für digitale Dienste von Kanton, Gemeinden und halbstaatlichen Institutionen aufgebaut wird. Bis Ende Jahr sollen alle 122 Walliser Gemeinden diese Online-Leistung anbieten und ihre Einwohnerdienste damit einen weiteren Schritt in Richtung durchgängig digitaler Prozesse führen.

    Ein Portal für moderne Behördenleistungen
    Mit der Lancierung der Dienstleistun reagieren Kanton und Gemeinden auf steigende Erwartungen von Bevölkerung und Unternehmen an einfache, jederzeit zugängliche Behördenkontakte. Der Staat Wallis übernimmt als Projektträger die Finanzierung und steuert in enger Zusammenarbeit mit den Pilotgemeinden die Ausgestaltung und Einführung der Angebote. Ziel ist es, Behördengänge konsequent zu vereinfachen, Medienbrüche zu vermeiden und die digitale Interaktion zur bevorzugten Variante im Kontakt mit der Verwaltung zu machen.

    Elektronische Identifikation erhöht Sicherheit
    Bisher stützten sich viele Online-Anträge auf Webformulare mit anschliessender manueller Identitätsprüfung. Über online.vs.ch erfolgt die Identifikation nun elektronisch, was das Ausfüllen von Formularen vereinfacht, die Bearbeitung beschleunigt und die Datensicherheit erhöht. Nutzerinnen und Nutzer können zwischen zwei Verbindungsarten wählen, darunter das vom Bund bereitgestellte Behörden-Login AGOV, das ohne Passwort auskommt und auf modernen Authentifizierungstechnologien basiert. Damit werden persönliche Informationen besser geschützt und gleichzeitig der Zugang zu digitalen Verwaltungsleistungen komfortabler gestaltet.

    Ausbau des Angebots
    Seit der Aufschaltung Anfang 2025 wurden bereits über 40 Leistungen der kantonalen Verwaltung integriert. Weitere Angebote aus Kanton, Gemeinden und halbstaatlichen Einrichtungen folgen schrittweise. Langfristig soll das Portal zum zentralen Einstieg für sämtliche digitalen Dienste der Walliser Behörden werden und so die kantonale Digitalisierungsstrategie konkret erlebbar machen.

  • Start up beschleunigt Ingenieurssimulationen mit KI

    Start up beschleunigt Ingenieurssimulationen mit KI

    Hardwareentwicklung und Materialtests stützen sich heute stark auf physikbasierte Simulationen für Design, Validierung und Fertigung. Diese Berechnungen dauern oft Stunden oder Tage und verursachen hohe Kosten, was Projekte verzögert und Serienstarts nach hinten schiebt. Ingenieure reduzieren deshalb häufig die Modellkomplexität, um Rechenzeiten zu verkürzen, auf Kosten der Genauigkeit und Nähe zu realen Betriebsbedingungen.

    Physikbewusste KI für schnellere Workflows
    Fainite entwickelt eine physikbewusste KI-Plattform, die bestehende Simulationsworkflows beschleunigt und vereinfacht. Die Engine lernt aus physikbasierten Simulationen und kann daraus präzise Vorhersagen ableiten, ohne auf grosse historische Datensätze angewiesen zu sein. Ingenieure richten neue Workflows in wenigen Minuten ein, führen Simulationen deutlich schneller aus und können frühere Ergebnisse intelligent wiederverwenden, selbst bei begrenzten Datenmengen. Ein integrierter KI-Agent begleitet sie durch komplexe Schritte, schlägt Einstellungen vor und macht erweiterte Analysen für breitere Teams nutzbar.

    150’000 Franken für Skalierung und Markteintritt
    Die 150’000 Franken aus dem Venture-Kick-Programm fliessen in die Erweiterung der Technologie auf zusätzliche Ingenieursdisziplinen und Anwendungsfälle sowie in den Aufbau einer skalierbaren Plattform mit Next-Generation-Funktionalitäten. Gleichzeitig stärken die Mittel Teamstruktur und Go-to-Market-Aktivitäten, um den Einsatz bei Industrieunternehmen zu beschleunigen. Das Unternehmen adressiert damit weltweit rund 9 Millionen Hardwareingenieure, deren Arbeit heute von langsamen, komplexen Simulationsprozessen gebremst wird.

    Gründungsteam mit Physik- und KI-Expertise
    Das Start-up wurde von Forschenden und Ingenieuren aus Caltech, ETH Zürich, Universität Cambridge und Google gegründet, darunter CEO Alex Donzelli, Chief Scientist Prof. Burigede Liu und ML Lead Matthias Bonvin. Ergänzt wird das Team durch frühere Führungskräfte etablierter Simulationssoftware-Hersteller, was fundiertes Know-how in Deep Learning, Computational Physics und industriellen Simulationsplattformen bündelt. Laut Alex Donzelli hat Venture Kick mit Finanzierung, Feedback und Netzwerk entscheidend dazu beigetragen, schnell von der technischen Validierung zu ersten industriellen Anwendungen zu gelangen.

  • Thun Nord formt ein neues Stadtquartier

    Thun Nord formt ein neues Stadtquartier

    Der kantonale Entwicklungsschwerpunkt Thun Nord gilt als bedeutendster Wirtschaftsstandort des Berner Oberlands und zählt zu den vier Premium-Standorten des Kantons Bern. Das Areal zwischen Selve und Lerchenfeld, heute noch stark militärisch geprägt, soll Schritt für Schritt für neue Nutzungen geöffnet werden. Damit entsteht Raum für Arbeiten, Wohnen und Mobilität, verbunden durch eine neue öffentliche Erschliessung.

    Werkstatt-Verfahren als Meilenstein
    Im Jahr 2025 führte die Stadt Thun gemeinsam mit Armasuisse Immobilien, Ruag Real Estate AG und der BLS ein Werkstatt-Verfahren durch. Es markiert einen wichtigen Etappenschritt in der Transformation des Gebiets. Die Aufgabe war, Wege aufzeigen, wie sich der Standort zu einem modernen, vernetzten Stadtteil entwickeln kann. Neben der künftigen S-Bahn-Haltestelle Thun Nord steht die Schaffung eines lebendigen urbanen Umfelds im Zentrum.

    Freiräume als Grundgerüst
    Im Fokus der planerischen Überlegungen stehen Freiräume als verbindendes Element zwischen den geschlossenen Militärarealen südlich des Areals. Die drei interdisziplinären Teams entwickelten im Dialog mit Fachleuten, Eigentümerschaft und Interessengruppen mehrere Ansätze. Trotz unterschiedlicher Konzepte entstand ein gemeinsamer Kern. Freiraum, Aare, Alpenbrücke und Allmendstrasse bilden das tragende Gerüst, an das künftige Quartierstrukturen anschliessen. Auch die neue Bahnhaltestelle nimmt Bezug auf den Bestand. Die markanten Sheddachhalle soll dabei als Rückgrat und Identitätsträger dienen.

    Von der Idee zur Umsetzung
    Nun startet die nächste Phase. In einer sogenannten Synthese arbeiten Stadt, Eigentümerschaft und Projektpartner an der weiteren Präzisierung von Freiraum und Quartierstruktur. Sie bildet die Grundlage für die nächsten, aufeinander abgestimmten Planungen, etwa Infrastrukturvorhaben oder die nötigen Planungsinstrumente. Damit nimmt Thun Nord Gestalt an, als zukunftsweisendes Quartier, das wirtschaftliche Stärke und räumliche Qualität verbindet.

  • Orientierung im angespannten Immobilienmarkt

    Orientierung im angespannten Immobilienmarkt

    Bilanz erinnert daran, dass es im Schweizer Immobilienmarkt weiterhin «brodelt». Die Kluft zwischen Angebot und Nachfrage bleibt gross, die Bautätigkeit reicht vielerorts nicht aus, um den Bedarf an Wohneigentum zu decken. Laut Immobilienumfragen erwarten Fachleute auch für 2026 weiter steigende Preise, insbesondere bei Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen, während Bodenpreise in Zentren wie Zürich neue Höchstwerte erreichen. Parallel dazu warnen Marktindikatoren wie der UBS Swiss Real Estate Bubble Index vor zunehmenden Überbewertungsrisiken, auch wenn Expertinnen und Experten eine akute Blasengefahr derzeit noch als moderat einstufen.

    Warum Bilanz die «Top Immobilienexperten 2026» kürt
    Gerade in diesem Umfeld gewinnen lokale Marktkenntnis und professionelle Unterstützung an Gewicht. Bilanz und das Marktforschungsinstitut Statista haben deshalb erneut die «Top Immobilienexperten in der Schweiz 2026» identifiziert. Ausgezeichnet wurden 125 Unternehmen, die in Bereichen wie An- und Verkauf, Vermietung, Bewirtschaftung, Immobilienbewertung, Bauherrenvertretung, Finanzierung und Proptech überdurchschnittlich oft empfohlen wurden. Die Bestenliste soll Eigentümern wie auch Käufern helfen, geeignete Partner zu finden, von der Vermarktung eines Eigenheims bis zur Finanzierung eines Neukaufs.

    Empfehlungen von Profis und Kunden
    Für das Ranking hat Statista Branchenexperten sowie Kunden befragt, die in den letzten Jahren Immobilienleistungen in Anspruch genommen haben. Auf Basis von über 2’000 Teilnehmenden wurden die 125 meistempfohlenen Unternehmen identifiziert und alphabetisch in die Liste aufgenommen. Zusätzliche Kennzahlen wie Unternehmensgrösse flossen ergänzend ein. Bilanz betont, dass das Ranking keine vollständige Marktübersicht ersetzt, aber eine fundierte Orientierungshilfe in einem komplexen Markt bietet.

  • Neuer Investor für Werkmatt Uri

    Neuer Investor für Werkmatt Uri

    Am 25. Februar 2026 haben Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind und die Risa Immobilien SA den Kaufvertrag für das Baufeld 11 auf der Werkmatt Uri unterzeichnet. Grundlage bildet ein 2024 abgeschlossener Kaufrechtsvertrag zwischen dem Kanton Uri und der IG Innovationspark Gotthard. Die IG hat in den vergangenen Jahren die Projektidee für ein funktionales, nachhaltig gebautes und architektonisch überzeugendes Gewerbe- und Dienstleistungsgebäude entwickelt. Im Oktober 2025 erteilte die Gemeinde Altdorf die Baubewilligung für ein viergeschossiges Gebäude mit rund 4’000 Quadratmetern Nutzfläche und Platz für etwa 140 Arbeitsplätze.

    Marcus Weber setzt auf den Standort Uri
    Hinter der Risa Immobilien SA steht mit Marcus Weber ein in der Schweiz profiliert auftretender Investor in den Bereichen Immobilien, Tourismus und alpine Infrastruktur. Er engagiert sich seit Jahren in Sedrun/Disentis und ist dort als Verwaltungsratspräsident und Hauptaktionär der Bergbahnen Disentis AG in den Ausbau des touristischen Angebots involviert. Auch im Kanton Uri ist Weber bereits präsent, etwa mit Investitionen auf dem Brüsti in Attinghausen in Skilift, Bergrestaurant und begleitende Infrastrukturen. Mit dem Einstieg auf der Werkmatt Uri erweitert er sein Engagement um ein weiteres zukunftsgerichtetes Projekt im Alpenraum.

    Projekt geht in die Umsetzungsphase
    Das geplante Büro- und Gewerbegebäude entsteht am nördlichen Rand der Werkmatt Uri, in Gehdistanz zum Kantonsbahnhof Altdorf und nahe dem künftigen Autobahnhalbanschluss A2. Der Baustart ist für Herbst 2026 vorgesehen, der Bezug auf 2028. Dere Investor will die Umsetzung rasch vorantreiben. In zentraler Lage entstehen damit attraktive, flexibel nutzbare Flächen für Unternehmen, die die Standortvorteile von Uri nutzen wollen.

    Werkmatt Uri bietet weiteres Potenzial
    Die Werkmatt Uri ist mit rund zwölf Hektaren die letzte grosse Landreserve im Urner Talboden und hervorragend erschlossen zwischen Kantonsbahnhof und Autobahn A2. Der Standort soll langfristig über 1’000 Arbeitsplätze ermöglichen und gezielt für Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe entwickelt werden. Neben Baufeld 11 stehen weiterhin rund acht Hektaren für Verkauf oder Baurechtsvergabe zur Verfügung, abgewickelt durch den Kanton Uri. Unternehmen, die sich für Flächen interessieren, finden weitere Informationen online auf der Plattform der Werkmatt Uri.

  • Mehrfachnutzung private Parkplätze effizient genutzt

    Mehrfachnutzung private Parkplätze effizient genutzt

    Viele private Parkplätze bleiben stundenweise ungenutzt, tagsüber in Wohnquartieren, nachts bei Arbeits- oder Einkaufsstandorten. Bei der Mehrfachnutzung stellen Eigentümer ihre Parkplätze dann zur Verfügung, wenn sie diese selbst nicht brauchen. So sinkt der Druck auf den öffentlichen Parkraum, während Städte Platz für mehr Grün, Veloverbindungen und Aufenthaltsqualität gewinnen. Grundlage bildet ein vom Bau- und Verkehrsdepartement in Auftrag gegebenes Bewirtschaftungskonzept, das auf eine effizientere Nutzung privater Parkierungsanlagen zielt.

    Vier Pilotprojekte zeigen das Potenzial
    Seit Anfang dieses Jahres laufen vier Projekte, bei denen Eigentümer mit den Parkplatzvermittlern ShareP und Parcandi zusammenarbeiten. PSP Swiss Property stellt an der Hochstrasse 16 rund fünfzig Tiefgaragenplätze für die Mehrfachnutzung bereit. Die Lonza AG öffnet ihre Firmenparkplätze auf dem Lindenhofareal nachts und am Wochenende für Anwohnende. Weitere Angebote bestehen in der St. Alban‑Vorstadt beim Goldenen Löwen sowie an der Dornacherstrasse 8/10, mit Lösungen für Anwohnende und Pendelnde gleichermassen. Die Projekte werden während zwei Jahren begleitet, ausgewertet und bilden die Basis für weitere Umsetzungen.

    Flexible Angebote für unterschiedliche Bedürfnisse
    Die neuen Parkiermodelle richten sich an verschiedene Nutzergruppen. Pendlerinnen und Pendler können tagsüber unter der Woche fixe oder wiederkehrende Plätze buchen. Anwohnende profitieren von sicheren Parkplätzen in der Nacht und am Wochenende. Für regelmässige Nutzer stehen Abonnemente zur Verfügung, für spontane Fahrten gibt es Kurzzeitangebote. So entsteht ein Parksystem, das sich an den Alltag der Menschen anpasst, statt zusätzlichen Flächenbedarf zu erzeugen.

    Beratung für Eigentümer und ergänzende Quartierparkings
    Eigentümer von Parkierungsanlagen können sich neu kostenlos beraten lassen. Die Erstberatung zeigt auf, wie sich Anlagen ohne grossen Aufwand effizienter bewirtschaften lassen. Mehrfachnutzungsmodelle können auch ohne Beratung und ohne Bewilligungsverfahren genutzt werden. Parallel dazu fördert der Kanton zusätzliche Quartierparkings. Mit der Übernahme des Parkhauses Horburg schafft er ab April 2026 über 300 mietbare Parkplätze für Anwohnende und stärkt so das Gesamtangebot im Quartier.

  • Holzbau als Investment

    Holzbau als Investment

    Holz- und Hybridbauten haben sich als ernstzunehmende Alternative zum energetisch hochwertigen Massivbau etabliert. Studien von Wüest Partner und Durable im Auftrag von Lignum und BAFU zeigen, dass Holzbauten bei Erstellungskosten und Performance mit Massivbauten mithalten können, obwohl sie im Median leicht teurer sind. Für Investoren wird Holzbau damit zu einem Baustein, um Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, ohne auf wirtschaftliche Solidität zu verzichten.

    Kosten, Lebenszyklus und Risikoprofil
    Im Kostenvergleich liegen die Baukosten von Holzbauten im Median rund 10 Prozent über jenen von Massivbauten. Im unteren Preissegment nähern sich die Werte jedoch stark an. Die energetische Standards wie Minergie-P beeinflussen die Kosten stärker als die Wahl der Tragstruktur. Kurz- bis mittelfristig profitieren Holzbauten von hoher Kostensicherheit, tieferen Betriebs- und Wartungskosten sowie einem besseren Rückbau- und Reuse-Profil. Über sehr lange Zeiträume von 80 Jahren wirken sich die höhere Dauerhaftigkeit mineralischer Bauweisen kostenseitig positiv aus, sodass deren Lebenszykluskosten tiefer liegen.

    Ökologischer Vorsprung und Green Premium
    Ökologische Auswertungen zeigen, dass Holzbauten die grauen Treibhausgasemissionen gegenüber einem mineralischen Zwilling im Mittel um etwa 20 Prozent reduzieren, bei einzelnen Bauteilen gar deutlich mehr. Besonders gross ist der Effekt bei Aufstockungen, wo Holzbau gegenüber Ersatzneubauten markante CO₂-Einsparungen ermöglicht und gleichzeitig zusätzliche Flächen schafft. Internationale Metastudien zu zertifizierten Green Buildings weisen zudem auf Preis- und Mietprämien sowie tiefere Kapitalisierungsraten hin.Ein Indiz dafür, dass der Markt Nachhaltigkeit als Risikopuffer honoriert.

    Zeit als Renditetreiber
    Der Green Premium im Holzbau entsteht vor allem durch Prozessvorteile. Hoher Vorfertigungsgrad, modulare Systeme und digitale Planung verkürzen die Bauzeit erheblich. Für Investoren bedeutet dies früheren Ertragseingang und eine Reduktion der Bau- und Projektkosten über den Faktor Zeit. Modellrechnungen veranschlagen bei sechs Monaten Zeitgewinn Einsparungen im Bereich von rund 200 Franken pro Quadratmeter. Gleichzeitig sinken Termin-, Koordinations- und Witterungsrisiken, was sich in stabileren Budgets und kalkulierbareren Cashflows niederschlägt.

    Strategische Rolle im Portfolio
    Institutionelle Investoren wie spezialisierte Nachhaltigkeitsfonds sehen den Hauptmehrwert des Holz- und Hybridbaus weniger in Mieten als in ökologischen Vorteilen, der Reduktion von Stranded-Asset-Risiken und einer robusten ESG-Positionierung. Im Bestand punktet Holzbau insbesondere bei Aufstockungen und Nachverdichtung, wo seine Leichtigkeit und Vorfertigung zu überlegenen Gesamtwirtschaftlichkeiten führen. Für renditeorientierte Anlegerinnen und Anleger lohnt sich Holzbau daher vor allem dort, wo Prozessvorteile, ESG-Strategie und Standortqualität zusammenwirken.

  • Warum die Immobilienbranche ihre Digitalisierung angeht

    Warum die Immobilienbranche ihre Digitalisierung angeht

    Herr Caspar, pom+ gilt als eines der tonangebenden Consulting-Unternehmen in den Bereichen Digitalisierung, Transformation und nachhaltige Immobilienentwicklung. Wie würden Sie Ihre Rolle innerhalb dieses Ökosystems beschreiben?
    Wir verstehen uns bei pom+ als Intermediär zwischen Forschung, Entwicklung und der Praxis der Immobilienwirtschaft. Unsere Rolle ist es, neue Themen frühzeitig zu erkennen, Trends einzuordnen und ein Verständnis dafür zu entwickeln, was die Branche künftig bewegen wird. Dieses Wissen übersetzen wir in konkrete Anwendungsfälle, Empfehlungen und Entscheidungsgrundlagen für unsere Kunden. Dabei helfen wir Unternehmen, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen und sich gezielt auf jene Methoden, Technologien und Daten zu fokussieren, die tatsächlich einen Mehrwert für ihre Rolle in der Immobilienwirtschaft schaffen.

    Welche Themen beschäftigen Ihre Kunden aktuell am stärksten: Daten, Prozesse, Organisation oder Technologie?
    Eine einfache Antwort gibt es darauf nicht. In den vergangenen Jahren lag der Fokus stark auf Technologie. Viele Unternehmen haben neue Systeme eingeführt und zahlreiche Digitalisierungsprojekte gestartet. Das hat durchaus Fortschritte gebracht, gleichzeitig aber auch zu einer gewissen Ernüchterung geführt. Projekte waren aufwendiger, teurer und komplexer als erwartet. Oft lag das daran, dass Daten und Prozesse unterschätzt wurden. Wir beobachten aktuell einen klaren Wandel: weg von rein technologiegetriebenen Projekten hin zu stärker daten- und prozessorientierten Ansätzen. Der aktuelle KI-Hype verstärkt diese Entwicklung zusätzlich.

    pom+ betont, dass Daten das Fundament moderner Immobilienbewirtschaftung sind. Wo stehen Schweizer Unternehmen heute in der Data Readiness?
    Grundsätzlich stehen Schweizer Immobilienunternehmen nicht schlecht da. Die meisten verfügen über eine ausreichende Data Readiness, um ihre Kernprozesse zuverlässig zu betreiben und relevante Stakeholder-Fragen zu beantworten.Entwicklungsbedarf sehen wir insbesondere bei der Automatisierung. Dafür müssen Daten strukturiert, konsistent und unternehmensweit verfügbar sein. Spätestens bei datenintensiven Themen wie ESG zeigt sich, wo die Grenzen liegen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg. Die Immobilienwirtschaft war schon immer stark vernetzt. Eine höhere Data Readiness ist entscheidend, um diese Zusammenarbeit künftig effizienter, digitaler und automatisierter zu gestalten.

    Was sind die häufigsten Missverständnisse bei der Digitalisierung von Immobilienportfolios?
    Oft werden Aufwand und Komplexität unterschätzt. Insbesondere die Bereitstellung und Aufbereitung der benötigten Daten wird zu optimistisch eingeschätzt. Zwar sind Daten vorhanden, aber häufig nicht in der notwendigen Qualität oder Struktur. Das führt zu Verzögerungen, Mehrkosten und zusätzlicher Belastung der Fachabteilungen, die eigentlich ihr Kerngeschäft erledigen sollten. Ein weiteres Missverständnis ist, dass Digitalisierungsprojekte «nebenbei» umgesetzt werden können. Häufig fehlen professionelle Projektstrukturen und entsprechendes Know-how. Das wirkt sich negativ auf Motivation, Akzeptanz und letztlich den Projekterfolg aus.

    Welche technologischen Entwicklungen werden die Immobilienbranche in den nächsten 5–10 Jahren am stärksten verändern?
    Grundsätzlich unterscheiden wir zwei Ebenen: die Digitalisierung der Immobilie selbst und die Digitalisierung der Unternehmen, die diese Immobilien betreiben. Auf Gebäudeebene sehen wir grosse Fortschritte bei Cloud, IoT und digitalen Modellen. Die digitale Abbildung von Immobilien, oft als Digital Twin bezeichnet, wird zunehmend zum Standard und ermöglicht neue Formen der Automatisierung.Auf Unternehmensebene wird die Entwicklung stark durch KI und Prozessdigitalisierung geprägt sein. Wenige Kernapplikationen, kombiniert mit flexiblen Low-Code-Plattformen, werden es ermöglichen, Prozesse effizient und auch unternehmensübergreifend zu automatisieren.

    Viele Unternehmen experimentieren mit KI. Wo sehen Sie realistische Einsatzfelder in den nächsten 24 Monaten?
    Kurzfristig liegt grosses Potenzial in der Analyse und Auswertung von Dokumenten und unstrukturierten Daten. Inhalte können schneller zusammengefasst, ausgewertet und erstellt werden. Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Integration von KI-Tools in den Arbeitsalltag, etwa als Assistenzlösungen. In einem nächsten Schritt werden diese Systeme zunehmend mit unternehmensspezifischen Daten verknüpft. Auch Reporting und Analyse werden sich verändern: Statt fix definierter Reports werden Informationen situativ und bedarfsgerecht zusammengestellt.

    Welche Risiken sehen Sie beim Einsatz von KI in der Immobilienwirtschaft?
    Die grössten Herausforderungen sehen wir weniger im regulatorischen Bereich, sondern eher auf kultureller und technologischer Ebene. Viele Unternehmen verfügen noch nicht über die notwendigen Kompetenzen und Strukturen im Umgang mit Daten und Technologie. Zudem ist der Schweizer Markt stark fragmentiert und heterogen, was die Einführung standardisierter Lösungen erschwert. Die Immobilienwirtschaft funktioniert projektorientiert und mit wenig Serienlogik. Das verlangsamt die Einführung neuer Technologien zusätzlich.

    Rate of Adoption statt Technologie: Wo liegen die grössten kulturellen Hürden?
    Eine zentrale Hürde ist, dass Digitalisierung in vielen Unternehmen noch nicht als strategisches Thema verankert ist. Fehlende Kompetenzen, unklare Verantwortlichkeiten und die Erwartung, Digitalisierung «nebenbei» umzusetzen, bremsen die Umsetzung. Zudem fehlt oft die Bereitschaft, bestehende Arbeitsweisen konsequent zu hinterfragen und zu verändern.

    Wie verändert Digitalisierung die Rollen in Immobilienunternehmen?
    Digitale Kompetenzen werden künftig Teil der Grundqualifikation vieler Rollen sein. Der Fokus liegt dabei weniger auf tiefem Technikverständnis, sondern auf sicherem Anwenderwissen. Gleichzeitig entstehen neue Rollen, etwa für das Management von Digitalisierungsprojekten und digitalen Plattformen. Diese Funktionen sorgen dafür, dass Systeme sinnvoll eingesetzt, weiterentwickelt und betrieben werden.
    So können sich Asset-, Property- und Facility-Manager weiterhin auf ihr Kerngeschäft konzentrieren.

    Was macht ein digital reifes Unternehmen aus?
    Ein digital reifes Unternehmen verankert Digitalisierung, Technologie und Daten auf oberster Führungsebene. Es gibt eine klare strategische Haltung, definierte Ziele und Verantwortlichkeiten. Digitalisierung wird nicht an die IT delegiert, sondern als unternehmerische Aufgabe verstanden.
    Zudem verfügt ein solches Unternehmen über die notwendigen Rollen, Prozesse und Kompetenzen, um digitale Lösungen kontinuierlich weiterzuentwickeln und an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen.

    ESG und PropTech wachsen zusammen. Welche Technologien schaffen bereits echten Impact?
    ESG ist ein stark datengetriebenes Thema. Entlang der gesamten Datenkette, von der Messung bis zur Kennzahl, gibt es heute funktionierende Lösungen. Smart Meter, automatisierte Auswertungen von Energieabrechnungen und die Zusammenführung von Daten über mehrere Gebäude hinweg sind technisch gut lösbar. Die Herausforderung liegt weniger in einzelnen Bausteinen, sondern in der durchgängigen Integration und Automatisierung innerhalb der Unternehmen. Eine umfassende All-in-One-Lösung sehen wir derzeit noch nicht.

    Wo sehen Sie die grössten Lücken zwischen Anforderungen und Realität am Markt?
    Die grössten Lücken entstehen dort, wo Anforderungen nur punktuell umgesetzt werden, ohne die gesamte Wertschöpfungskette mitzudenken. Gerade bei datengetriebenen Themen zeigt sich, dass technische Möglichkeiten vorhanden sind, organisatorische und strukturelle Voraussetzungen jedoch oft fehlen.

    Wie beurteilen Sie den Reifegrad des Schweizer PropTech-Markts im internationalen Vergleich?
    Die Schweiz verfügt über eine sehr lebendige und innovative PropTech-Szene. Viele Lösungen sind international erfolgreich. Die grösste Herausforderung liegt in der Skalierbarkeit aufgrund der Marktgrösse und der föderalen Strukturen. Insgesamt ist der Reifegrad jedoch hoch und konkurrenzfähig.

    Welche PropTech-Bereiche sind unterentwickelt, welche überhitzt?
    Der Bereich ESG ist aktuell stark überhitzt. Es gibt eine Vielzahl von Lösungen, was zu einer gewissen Ernüchterung führt. Unterentwickelt ist im internationalen Vergleich insbesondere die konsequente Nutzung von BIM über den gesamten Lebenszyklus von Immobilien. Andere Länder sind hier weiter, insbesondere wenn es um institutionelle Investoren geht.

    Wo sehen Sie Potenzial für Partnerschaften zwischen etablierten Unternehmen und Startups?
    Partnerschaften bieten grosses Potenzial, sind aber anspruchsvoll. Etablierte Unternehmen denken langfristig, Startups agieren dynamisch und innovationsgetrieben. Erfolgreich sind Kooperationen dort, wo gegenseitiges Verständnis besteht und klare Erwartungen definiert werden, sei es in Projekten, Partnerschaften oder gezielten Fördermodellen.

    Welche Entwicklungen überraschen Sie aktuell besonders, positiv wie negativ?
    Der KI-Hype wirkt gleichzeitig positiv und herausfordernd. Positiv, weil er Innovation, Effizienz und neue Denkweisen fördert. Negativ, weil Erwartungen kurzfristig oft überschätzt werden. Nachhaltiger Erfolg erfordert eine vertiefte Auseinandersetzung mit Daten, Prozessen und Governance.

    Wenn Sie ein Thema in der Branche sofort verändern könnten, welches wäre das?
    Ich würde mir mehr Durchgängigkeit über den gesamten Lebenszyklus von Immobilien wünschen.
    Die projektbasierte, stark individualisierte Arbeitsweise erschwert den Einsatz skalierbarer digitaler Lösungen. Ansätze wie Vorfertigung und standardisierte Bauweisen könnten hier helfen, technologische Sprünge zu ermöglichen, ohne die Qualität und Gestaltungsfreiheit zu verlieren.

    Was treibt Sie persönlich an, die Transformation der Branche voranzutreiben?
    Mich motivieren Veränderung, neue Projekte und die Möglichkeit, Dinge weiterzuentwickeln.
    Die Immobilie ist dabei ein besonders spannendes Feld, weil sie unser tägliches Leben prägt, vom Wohnen bis zum Arbeiten. Digitalisierung und Transformation in diesem Kontext zu gestalten, empfinde ich als sinnstiftend und hoch relevant.

  • Wo steht die Schweizer PropTech-Branche?

    Wo steht die Schweizer PropTech-Branche?

    In der Schweiz sind heute rund 430 PropTech-Unternehmen aktiv, viele davon mit Wurzeln an ETH oder EPFL. Dies ist ein Hinweis auf den ausgeprägten DeepTech- und Forschungsfokus. Ein grosser Teil der Firmen befindet sich noch in frühen Entwicklungsphasen, etwa die Hälfte erwirtschaftet weniger als 0.5 Millionen Franken Jahresumsatz. Dennoch erwarten Mehrheiten der Unternehmen steigende Erlöse, was die Mischung aus jungen Startups, wachsenden Scale-ups und etablierten Technologiefirmen prägt.

    Funding, Segmente und Nachhaltigkeitsdruck
    Duch die hohe Zahl abgeschlossenere Finanzierungsrunden im 2024 und Schätzungen zufolge flossen in den letzten Jahren mehrere hundert Millionen Franken in Schweizer PropTechs. Besonders gefragt sind Lösungen für Smart Buildings, Energieeffizienz, digitale Transaktionen, Datenanalyse und KI-basierte Services. Rund ein Fünftel der Unternehmen bewegt sich im Digital Brokerage, gefolgt von Smart-Building-Lösungen und Daten- beziehungsweise KI-Produkten. Stark an Bedeutung gewinnt der Bereich Sustainability und Lifecycle Management, getrieben von ESG-Vorgaben und Netto-Null-Strategien. Ein signifikanter Anteil der PropTechs integriert ökologische Nachhaltigkeit heute als Kernfunktion ihrer Angebote.

    Internationalisierung und Sichtbarkeit im Startup-Ökosystem
    Zwischen 30 und 40 Schweizer PropTech-Unternehmen sind bereits in europäischen oder globalen Märkten aktiv, exportieren ihre Technologien oder testen sie in internationalen Pilotprojekten. Parallel tauchen PropTechs regelmässig in Rankings der vielversprechendsten Schweizer Startups auf und gehören dort zu den wachstumsstärksten Jungunternehmen. Damit verschiebt sich das Bild von der Nische hin zu einem sichtbaren Wachstumssegment im nationalen Innovationsökosystem.


    Langsame Adoption trifft steigenden Digitalisierungsdruck
    Trotz skalierbarer Produkte bleibt die Kundengewinnung anspruchsvoll. Entscheidungs- und Beschaffungsprozesse in der Immobilienwirtschaft dauern oft ein bis anderthalb Jahre, was Markteintritte verzögert und Roll-outs streckt. Gleichzeitig nimmt der Druck zu, Prozesse zu digitalisieren, Daten besser zu nutzen und Gebäude nachhaltiger zu betreiben. Von regulatorischen Anforderungen bis zu steigenden Energiepreisen. Für PropTechs entsteht daraus ein Spannungsfeld zwischen langen Zyklen auf Kundenseite und hohem Tempo bei Technologie- und Kapitalanforderungen.

    Europa als Wachstumshebel und Chance für die Schweiz
    Der europäische PropTech-Markt wächst dynamisch und soll sein Volumen bis zum Ende des Jahrzehnts deutlich ausbauen, angetrieben von Investitionen in KI, Smart Buildings und nachhaltige Sanierungstechnologien. Europa hält heute einen substanziellen Anteil am globalen PropTech-Markt, wovon die Schweiz mit ihrer hohen Innovationsdichte, starken Hochschullandschaft und exportfähigen Lösungen überproportional profitieren kann. Insgesamt zeigt sich, die Szene ist klein, aber hochgradig innovationsstark. Sie ist dabei, sich zu professionalisieren, international auszurichten und die Immobilienbranche langfristig zu verändern.

    Fact & Figures PropTech Schweiz 2025

  • Industrieareal weicht Hotel und modernen Büroflächen

    Industrieareal weicht Hotel und modernen Büroflächen

    Die schweizweit tätige Baustoffhändlerin HGC stellt sich an ihrem Standort Luzern laut einer Mitteilung neu auf. Sie reagiert damit auf die Entwicklung des einstigen Industriegebiets Tribschen hin zu einem Stadtquartier in Zentrumslage.

    Bereits im vergangenen September hat die HGC ihr regionales Transportgeschäft an den neuen Standort Inwil verlegt. Von dort wird das Unternehmen in den nächsten beiden Jahren auch alle regionale Kunden bedienen.

    Der alte Standort in Tribschen wird umgebaut. Auf dem Grundstück Tribschenstrasse 7/9 wurde bereits im vergangenen Jahr das alte Gebäude abgerissen. Hier entsteht das neue Boutiquehotel 6000. Im Dachgeschoss wird der neue Sitz der Zentralschweizer Baumeisterverbände eingerichtet.

    Das Gebäude auf dem benachbarten Grundstück Tribschentrasse 11 wird unter Nutzung der bestehenden Tragkonstruktion umgebaut. Die oberen fünf Geschosse sollen künftig unter dem Namen Tribschen Office als Büros vermietet werden. Die Hälfte der Fläche hat bereits Abnehmer gefunden. Im Erdgeschoss wird ein Gewerbebetrieb sowie das HGC-Abholgeschäft eingerichtet.

    Die HGC hat den Standort in Tribschen seit Anfang der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts genutzt. Die Totalsanierung und die Umnutzung erlauben es ihr, von der Quartierentwicklung zu profitieren.

    Die HGC wurde 1899 als Genossenschaft gegründet und hat ihren Hauptsitz in Zürich. Sie handelt mit Baumaterialien und verwandten Produkten. Sie gehört ihren über 3000 Genossenschaftern in allen Bausparten.

  • Direkte Immobilienstrategien für Family Offices und Investoren

    Direkte Immobilienstrategien für Family Offices und Investoren

    Blacklake hat in Zug die  Blacklake Investment Partners AG gegründet. Sie soll Immobilieninvestoren und Family Offices direkten Zugang zu Immobilien-Opportunitäten in Europa erschaffen, die jenseits klassischer Marktangebote ermittelt werden. „Blacklake Investment Partners konzentriert sich auf Immobilien-Opportunitäten in ganz Europa, die aufgrund ihrer Komplexität oder aufgrund von Spezialsituationen nicht einem breiten Markt zugänglich sind“, wird Christoph Schumacher, der Gründungspartner und neue CEO von Blacklake Investment Partners, in einer vom Anlegerportal „Trading View“ veröffentlichten Mitteilung zitiert.

    Das Geschäftsmodell deckt sämtliche Phasen des Investmentzyklus ab, von der Analyse über die Transaktion bis zur Umsetzung von Exit-Szenarien. Die Zielgruppe umfasst Schweizer, deutsche und internationale Privatkundschaft, Single- und Multi Family Offices sowie (semi-)professionelle Investoren. Das Gründerteam vereint internationale Investment-, Beratungs- und Unternehmensführungsexpertise, unter anderem bei Credit Suisse, Swissair, Union Investment, KPMG und Ernst & Young Real Estate.

    Das in Zug domizilierte Unternehmen ist über die Hamburger Blacklake GmbH an die Blacklake-Gruppe angeschlossen und positioniert sich dabei gezielt als Schnittstelle zwischen Investmentopportunität und Kapital. Die Gruppe hat den Angaben zufolge seit Ende 2022 für deutsche Kundschaft Immobilien und Immobilienfinanzierungen mit einem Transaktionsvolumen von rund 3 Milliarden Euro reorganisiert, repositioniert, refinanziert und transaktioniert.

  • Angebotsmieten steigen im Januar nur verhalten

    Angebotsmieten steigen im Januar nur verhalten

    Der Homegate-Mietindex für Angebotsmieten, der vom Immobilienmarktplatz Homegate in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank (ZKB) erhoben wird, misst die monatliche, qualitätsbereinigte Veränderung der Mietpreise anhand der aktuellen Marktangebote. Für den Januar 2026 zeigt der Index eine leichte Steigerung von 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat. Verglichen mit Januar 2025 konnten die Angebotsmieten schweizweit um 2,2 Prozent zulegen.

    Auf kantonaler und städtischer Ebene zeigt sich dabei ein ungewohnt differenziertes Bild. Zum Jahresauftakt waren die Mieten in der Hälfte der Kantone rückläufig, insbesondere in Nidwalden (minus 2,7 Prozent) und Schwyz (minus 2 Prozent). In mehreren Kantonen folgte diese Entwicklung auf eine Phase von ein bis drei Monaten mit zuvor starken Zunahmen. Im Vorjahresvergleich legten die Angebotsmieten jedoch in allen Kantonen zu, besonders in Graubünden (plus 7,7 Prozent), Glarus (plus 6,4 Prozent) und dem Wallis (plus 6,2 Prozent).

    Auch in den Städten zeigten sich im Januar rückläufige Tendenzen. Gegenüber Dezember 2025 weisen alle Städte gleichbleibende oder gesunkene Werte auf. Besonders stark sanken Mieten in Genf (minus 1,2 Prozent) und Lugano (minus 1 Prozent). Allein Zürich verzeichnete auch im Januar einen Mietzuwachs (plus 0,5 Prozent). Wie auch in den Kantonen liegen allerdings die Angebotsmieten in allen Städten über dem Vorjahresspiegel. Besonders in Lugano (plus 7,6 Prozent) und Luzern (plus 3,8 Prozent) sind die Mieten 2025 höher geworden.

    Bei Homegate handelt es sich um eine Plattform der SMG Swiss Marketplace Group. In dieser sind die digitalen Marktplätze von TX Group, Ringier und Mobiliar vereint.

  • Wie Basel-Landschaft Räume für Innovation und Leben schafft

    Wie Basel-Landschaft Räume für Innovation und Leben schafft

    Basel-Landschaft baut an der Zukunft. Ehemalige Industrieareale werden zu innovativen Campus, flexiblen Gewerbeparks und urbanen Quartieren transformiert. Der Dreispitz verbindet Kunst, Bildung und Hightech an der Kantonsgrenze und schafft Raum für 4’000 Arbeitsplätze, Forschung und nachhaltige Architektur auf Spitzenniveau. Uptown Basel in Arlesheim positioniert sich als Hotspot für Industrie 4.0 und MedTech mit Quantencomputing-Pionieren und ökologischem Leuchtturmcharakter. Neue Quartiere in Muttenz, BusinessCity und AM SCHÄNZLI verbinden Wohn- und Arbeitsräume, grüne Freiräume und klimafreundliche Mobilität, wodurch der Standort als Wissens- und Innovationszentrum weiter profiliert wird.

    In Pratteln entstehen mit Bredella, dem Campus der Wirtschaft und Zentrale Pratteln moderne urbane Lebensräume, die auf nachhaltige Entwicklung, smarte Infrastruktur und flexible Nutzungskonzepte setzen. In Allschwil entwickelt sich der Bachgraben mit dem Switzerland Innovation Park Basel Area zu einem führenden Life-Sciences-Standort, an dem BioTech-, MedTech- und Pharmaunternehmen modernste Forschung und Hightech-Innovationen vorantreiben. Der Industriepark Laufen und die Ziegelei Ost in Allschwil schaffen Impulse für regionale Produktion, Handwerk und Gemeinschaft, mit Fokus auf Kreislaufwirtschaft und CO²-Reduktion. GETEC PARK ist Wachstumsmotor für Chemie und Life Sciences, getrieben von Dekarbonisierung und ESG-Standards.

    Basel-Land demonstriert so, wie Vielfalt, Nachhaltigkeit und Innovationskraft die Transformation antreiben.

    Dreispitz
    Dreispitz in Münchenstein (Basel-Landschaft) ist eines der vielfältigsten Areale der Region Basel. Hier verbinden sich Kunst, Bildung und Wirtschaft. Über 380 Unternehmen und rund 4000 Arbeitsplätze prägen das Wirtschaftspark Dreispitz, flankiert von Hochschulen wie der FHNW und kreativen Clustern. Das interkantonale Areal bietet Raum für innovative Firmen, Start-ups, Kultur und moderne Bildungsinstitutionen. Ein vitaler Zukunftsstandort für die ganze Region.

    uptownBasel
    uptownBasel baut gerade die Zukunft. Seit 2019 entsteht ein hochmoderner Innovationscampus für die Arbeitsplätze der nächsten Jahrzehnte. Der weltbekannte Zahnimplantate-Hersteller Straumann verlegt bis 2028 total 1’000 Arbeitsplätze auf das in die Zukunft weisende Entwicklungsareal. Arlesheim wird so zum bedeutendsten Hotspot für die Medizintechnologie der Schweiz. Der von der Familie Staehelin und von Fankhauser Arealentwicklungen in hohem Tempo realisierte Campus zeichnet sich durch mehrere, sich bereits im Bau befindende Gebäude mit nachhaltiger Architektur auf Spitzenniveau aus. Das Roofdeck hat mittlerweile weltweit Beachtung gefunden und dient zusammen mit den Seminar- und Eventräumen dazu, dass das Areal zum hochmodernen Herstück des Industriestandorts Baselland wird.

    Industriepark Laufen
    Der Industriepark Laufen befindet sich auf dem ehemaligen Plattenwerk der Keramik Laufen AG am südöstlichen Rand der Stadt und ist seit 2017 Eigentum der Stiftung Abendrot. Nach dem Grossbrand 2020, der rund 80% der Substanz zerstörte, wird das Gewerbeareal von 2025 bis 2027 als eingeschossige Holzsystembauten neu aufgebaut. Ziel ist ein modernes, preisgünstiges Angebot für regionale Kleinunternehmen, Handwerk und Kreative, mit flexiblen Mietflächen und individuellen Ausbauoptionen. Ein Netz von Gewerbegassen sorgt für gute Erschliessung, Belichtung und fördert die Vernetzung der Nutzer. Verdichtungen und mehrgeschossige Ausbauten sind möglich, um auf regionale Nachfrage flexibel zu reagieren. Nachhaltigkeit steht im Fokus. Re-Use von Bauteilen, Holz statt Beton und erneuerbare Energie prägen das Konzept. Ein Arealverein soll den Zusammenhalt stärken. Insgesamt entsteht ein regional relevantes, vielseitiges und zukunftsfähiges Gewerbezentrum.

    AM SCHÄNZLI
    Das neue Quartier AM SCHÄNZLI in Muttenz markiert eine urbane Neuinterpretation von Wohnen, Arbeiten und Freizeit am Eingangstor zu Basel. Auf dem 74’000 m² grossen Areal «Hagnau Ost» entstehen bis 2029 drei Hochhäuser mit 385 Wohnungen und 14’000 m² Gewerbe. Ein zentraler Platz sowie intensive Begrünung verleihen urbaner Dichte Aufenthaltsqualität direkt am Birs-Erholungsraum. Der Fokus liegt auf ressourcenschonender Bauweise, Energieeffizienz (SNBS Gold), Photovoltaik und optimierter Mobilität für Fussgänger sowie Velofahrende. AM SCHÄNZLI steht für moderne Standortentwicklung und nachhaltige Integration von Stadt und Natur.

    BaseLink-Areal
    Das Areal Bachgraben in Allschwil hat sich zum Basler Innovationsmotor entwickelt. Der Standort verbindet internationale Life-Science-Firmen, hochmoderne Forschung und nachhaltigen Städtebau. Mit Projekten wie dem BaseLink-Areal und neuen ÖV sowie Veloinitiativen entstehen attraktive Arbeitsplätze und ein urbanes Umfeld. Enge Zusammenarbeit von Kanton, Gemeinde und Wirtschaft sorgt für Dynamik und macht das Gebiet zum Vorzeigeprojekt im trinationalen Raum.

    Campus der Wirtschaft
    Der neue Campus der Wirtschaft liegt direkt beim Bahnhof in Pratteln und entwickelt sich zu einem der bedeutendsten Event- und Arbeitsstandorte im Baselbiet. Bis 2028 entsteht mit dem Gebäude H² ein hochmodernes Herzstück. Sechs Geschosse bieten über 10’000 m² flexibel nutzbare Labor-, Event- und Büroflächen, ergänzt durch eine Kongresshalle für bis zu 1’900 Personen und insgesamt mehr als 6’000 m² Eventfläche. Der Campus adressiert Unternehmen aus Industrie, Forschung und Dienstleistung, mit nachhaltiger Architektur, optimaler Erreichbarkeit, Infrastruktur aus einer Hand sowie Synergien zum Stadtquartier Bredella. Die Entwicklung stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Region und positioniert Pratteln als internationales Zentrum für Innovation, Austausch und Grossveranstaltungen.

    GETEC PARK.MUTTENZ
    GETEC PARK.MUTTENZ ist das führende Industrie-Cluster der Nordwestschweiz für Chemie, Pharma und Life Sciences. Auf 50 Hektar bündeln sich modernste Infrastruktur, sichere Labor- und Logistikflächen sowie nachhaltige Energie- und Ressourcenkonzepte. Der Park, entstanden aus Infrapark Baselland und Schweizerhalle, beherbergt globale Konzerne und zahlreiche KMU. Innovative Lösungen wie Waste2Value und ESG-basierte Prozesse machen GETEC zum Wachstumsmotor der Branche.

    Zentrale Pratteln
    Das Projekt Zentrale Pratteln transformiert das ehemalige Coop-Areal nördlich des Bahnhofs in ein lebendiges, ökologisch und sozial ausgerichtetes Quartier. Bis 2026 entstehen rund 480 genossenschaftliche Wohnungen für 1’200 Menschen, ergänzt durch eine neue Schule, rund 15’000 m² Gewerbefläche und vielfältige Freiräume. Bau und Planung setzen konsequent auf Bestandserhalt, Wiederverwendung von Bauteilen und nachhaltige Energieversorgung. Historische Industriebauten wie das Zuckersilo bleiben erhalten. Die Kooperation von sechs Bauträgern und das innovative Nutzungskonzept machen Zentrale Pratteln zu einem Vorzeigeprojekt der gemeinnützigen und nachhaltigen Quartiersentwicklung in der Region Basel.

    Bredella in Pratteln
    Bredella in Pratteln steht für die grossmassstäbliche Transformation eines zentralen Industrieareals zum innovativen Stadtquartier. In unmittelbarer Bahnhofsnähe entstehen auf 87’000 m² vielfältige Wohn-, Arbeits- und Freizeitangebote, durchmischt mit begrünten Plätzen und sanierter Industriebaukultur. Masterplan und Quartierpläne setzen auf stufenweise Entwicklung, nachhaltige Mobilität und hohe Aufenthaltsqualität. Mit Blockrand, Hochhäusern, Gewerbe- und Atelierflächen, autofreien Bereichen und lebendigen Erdgeschossen wird ein Modell für urbanes Leben im Baselbiet geschaffen. Bredella verbindet mutig Moderne, Geschichte und nachhaltige Entwicklung.

    Ziegelei Ost
    Die Ziegelei Ost in Allschwil erfährt eine umfassende Transformation zu einem lebendigen, durchmischten Quartier. Historische Gebäude werden sorgfältig erhalten und mit neuen Nutzungen für Wohnen, Arbeiten und Erholung kombiniert. Kennzeichnend sind grosse Grünflächen, vielfältige öffentliche Räume und ein feinmaschiges Wegenetz, das drei zentrale Plätze, den Kulturplatz, Quartierplatz und die Lettenwiese verbindet. Die industrielle Tradition bleibt durch den Erhalt der Ziegeleihallen und deren Integration in moderne Strukturen spürbar. Das Projekt setzt auf Zirkularität, die Wiederverwendung von Bauteilen und flexible Neubauten, um Klimaschutz, Nachhaltigkeit und eine hohe Lebensqualität zu sichern.