Schlagwort: 3D-Druck

  • Hausbau aus Plastikmüll

    Hausbau aus Plastikmüll

    Die PET-Flasche von heute könnte morgen Teil eines Bodenbalkens sein, als tragendes Element. Am Massachusetts Institute of Technology untersucht ein Forschungsteam, wie sich recycelter Kunststoff im großformatigen 3D-Druck zu tragfähigen Bauteilen formen lässt. Im Fokus steht dabei ein Balkensystem, das speziell für den Einsatz im Wohnungsbau entwickelt und getestet wurde.

    Fachwerk aus Kunststoff statt Holz
    Die neuen Balken wirken auf den ersten Blick vertraut, denn sie orientieren sich an der Geometrie klassischer Holzfachwerke. Ein Rahmen mit diagonalen Streben nimmt Kräfte auf und verteilt sie, eine seit Jahrzehnten bewährte Bauweise. Neu sind Material und Fertigung. Gedruckt wird mit einem Verbund aus recyceltem PET und Glasfasern, der für Steifigkeit sorgt und das Druckverhalten stabilisiert. Jeder Balken misst rund 2,4 m Länge, etwa 30 cm Höhe und gut 2,5 cm Breit, bei nur etwa 6 kg Gewicht und damit deutlich weniger Masse als ein vergleichbarer Holzbalken. Die Fertigungszeit ist kurz, unter 13 Minuten pro Bauteil reichen für den Druck.

    Belastungstest unter Praxisbedingungen
    Um die Alltagstauglichkeit zu prüfen, montierte das Team vier Balken parallel und verschraubte sie mit einer Holzwerkstoffplatte zu einem Bodenrahmen von etwa 1,2 mal 2,4 m, ein in den USA gängiges Rastermass. Anschliessend wurde die Fläche mit Sandsäcken und Betongewichten schrittweise belastet, während die Durchbiegung kontinuierlich gemessen wurde. Bis rund 140 kg Last blieb die Verformung deutlich unter den in den US-Bauvorschriften zulässigen Grenzwerten. Erst bei über 1’800 kg Gesamtlast versagte die Konstruktion, die Balken knickten ein und brachen. Ein Hinweis darauf, dass die Steifigkeit grundsätzlich ausreicht, um einschlägige Anforderungen im Wohnungsbau zu erfüllen.

    Leicht, modular, schnell montiert
    Neben der Tragfähigkeit ist das geringe Gewicht ein entscheidender Vorteil des Systems. Die Kunststoffbalken lassen sich mit einem Pickup transportieren, was Logistik und Handling auf der Baustelle vereinfacht. Die Montage folgt dem Prinzip klassischer Holzrahmen. Die Elemente werden vor Ort verschraubt und zu einem tragenden Skelett gefügt. Perspektivisch zielt das Konzept auf modulare Hausrahmen, bei denen Boden, Wände und Dach aus standardisierten, gedruckten Bauteilen bestehen. Besonders interessant ist dieser Ansatz für Regionen, in denen Holz knapp oder teuer ist.

    Plastikabfall als Rohstoff für eine Milliarde Häuser
    Auslöser des Projekts ist die enorme weltweite Wohnraumnachfrage. AJ Perez von der MIT School of Engineering verweist darauf, dass bis 2050 rund eine Milliarde neue Häuser benötigt werden. Ein Bedarf, der sich mit Holz allein kaum decken lässt, ohne gigantische Waldflächen zu roden. Stattdessen sollen bestehende Abfallströme genutzt werden. Einwegkunststoffe wie Flaschen oder Lebensmittelverpackungen erhalten ein zweites Leben als Bauprodukt. Ziel sind Bauteile, die leichter, langlebiger und nachhaltiger sind als konventionelle Alternativen.

    Kosten, Normen, Langzeitverhalten
    Trotz der vielversprechenden Ergebnisse steht die Technologie noch am Anfang. Unklar sind bislang die tatsächlichen Kosten im industriellen Massstab, die Anpassung von Normen und Zulassungsprozessen sowie das Langzeitverhalten der Bauteile unter Witterung, UV-Strahlung und wechselnden Lasten. Für die Planung, Entwicklung und Bauindustrie eröffnet das Projekt dennoch spannende Perspektiven. 3D-gedruckte Tragwerke aus Recyclingkunststoff könnten den Materialmix im Hochbau verändern. Vorausgesetzt, Wirtschaftlichkeit und Dauerhaftigkeit lassen sich überzeugend nachweisen.

  • Zirkulär denken, Holz neu drucken

    Zirkulär denken, Holz neu drucken

    Strengere Vorgaben zur energetischen Nutzung von Altholz führen dazu, dass grosse Mengen Holzabfall nicht mehr einfach verbrannt werden dürfen, aber stofflich verwertbar bleiben. Das Fachgebiet «Experimentelles und Digitales Entwerfen und Konstruieren» der Universität Kassel entwickelt gemeinsam mit Buro Happold ein 3D-Druckverfahren, das Restholzpartikel in tragfähige Wandbauteile überführt. Gefördert wird das Vorhaben im Rahmen des Programms «Zukunft Bau» des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung.

    ​Im Fokus steht ein biobasierter Druckwerkstoff aus zerkleinerten Altholzpartikeln, die überwiegend aus sekundären Stoffströmen der Holzindustrie – also aus post-consumer-Holz – stammen. Industriepartner bereiten das Material auf und mischen es mit biogenen Bindemitteln zu einer pastösen Masse, die sich robotergestützt extrudieren lässt.

    Leichte Bauteile aus dem 3D-Drucker
    Das Ergebnis unterscheidet sich klar vom bekannten 3D-Betondruck. Die Masse aus Holzpartikeln und Bindemittel wird im Massstab 1:1 schichtweise aufgetragen und formt leichte, aber tragfähige Bauteile. Möglich sind flächige Wandstrukturen ebenso wie frei geschwungene Geometrien, die sich konstruktiv und architektonisch präzise anpassen lassen.

    ​Die aktuelle Projektphase Rafa 2.0 läuft über 18 Monate und baut auf dem Vorgängerprojekt Rafa auf, in dem die Forschenden die Eignung von Altholzpartikeln für die additive Fertigung grundlegend untersucht haben. Nun werden Materialrezepturen verfeinert, der Extrusionsprozess optimiert und die Bauteile unter Laborbedingungen getestet, mit dem Ziel eines durchgängigen digitalen Herstellungsprozesses bis hin zum vollmassstäblichen Prototyp.

    Tragfähig, brandschutzgerecht und zirkulär
    Damit das Konzept in der Praxis trägt, müssen die gedruckten Elemente mehr leisten als nur Form zu zeigen. Gefordert sind Tragfähigkeit, Steifigkeit und ein Brandschutzverhalten, das den Anforderungen im Innenausbau entspricht. Ein erstes Einsatzfeld sehen die Projektpartner in modularen Wandsystemen, die sich einfach montieren, demontieren und an anderer Stelle wiederverwenden lassen.

    ​Dieses Prinzip passt zu zirkulären Bauansätzen, bei denen Bauteile nicht am Ende ihres Lebenszyklus entsorgt, sondern in neue Nutzungen überführt werden. Die Bauteile lassen sich sortenrein Rückbauen, weil auf schadstoffhaltige Komponenten verzichtet wird . Eine Voraussetzung für geschlossene Materialkreisläufe im Holzbau.

    Digitale Planung als Schlüsseltechnologie
    Eine zentrale Rolle spielt die digitale Planung. Buro Happold verantwortet Computational Design und Tragwerksplanung und setzt Simulationen ein, um das strukturelle Verhalten der Bauteile zu prognostizieren. Geometrien werden so optimiert, dass Material nur dort eingesetzt wird, wo es statisch notwendig ist – Ressourceneffizienz wird zur Gestaltungsaufgabe.

    ​«Wir machen aus Abfall eine Chance, zurückgewonnenes Holz wird durch digitales Design und additive Fertigung zu leistungsfähigen Bauteilen», beschreibt Shibo Ren von Buro Happold den Ansatz. Weg vom linearen Verbrauch, hin zu einer zirkulären, datenbasierten Baupraxis, die Robotik, Ingenieurwesen und Gestaltung eng verzahnt.

    Perspektiven für die Praxis
    Kurzfristig zielt das Verfahren auf geringeren Materialeinsatz und niedrigere Emissionen gegenüber betonbasierten 3D-Drucktechnologien. Langfristig könnte es neue Märkte für biobasierte additive Bauweisen eröffnen. Insbesondere dort, wo geringes Gewicht, Rückbaubarkeit und architektonische Freiheit gefragt sind.

    ​Ob und wie schnell sich der Ansatz wirtschaftlich durchsetzt, hängt von Skalierung, Normen und der Akzeptanz in der Baupraxis ab. Technisch zeigt das Projekt jedoch bereits heute, Zirkuläres Bauen beginnt nicht erst beim Recycling, sondern beim Entwurf. Dort, wo Materialien, Prozesse und Lebenszyklen neu gedacht werden.

  • Nachhaltige Wandelemente entfeuchten Innenräume

    Nachhaltige Wandelemente entfeuchten Innenräume

    Ein Forscherteam der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) hat Bauelemente entwickelt, mit denen sich Räume entfeuchten lassen. Laut einer Mitteilung sind die Elemente in der Lage, Feuchtigkeit zu binden und damit temporär einzulagern. Die Wandelemente bestehen aus einem hygroskopischen Feuchtigkeit bindendem Material. Dieses ist in der Lage, bei Bedarf eine höhere Luftfeuchtigkeit in einem Innenraum aufzunehmen und anschliessend durch Lüften des Raumes wieder an seine Umgebung abzugeben. «Unsere Lösung empfiehlt sich für stark frequentierte Räume, für die die installierten Lüftungsanlagen ungenügend sind», wird der Betreuer des Forschungsprojekts, Guillaume Habert, Professor für Nachhaltiges Bauen an der ETH, in der Mitteilung zitiert.

    Die Bauelemente entstehen aus wiederverwendbaren Materialien, dabei kommen Abfälle aus Marmorsteinbrüchen zum Einsatz. Diese werden feinst vermahlen und mit einem Bindematerial, einem sogenannten Geopolymer, zu einem festen Baustoff verarbeitet. Das Geopolymer besteht dabei aus einer wässrigen Kaliumsilikatlösung und Metakaolin, welches traditionell bei der Herstellung von Porzellan verwendet wird. Produziert wird mittels 3D-Drucktechnik. Bei dieser Technik wird das Marmorpulver schichtenweise aufgetragen und mittels Geopolymer verbunden. «Mit diesem Verfahren lassen sich Bauteile in einem grossen Formenreichtum effizient herstellen», heisst es von Benjamin Dillenburger, Professor für Digitale Bautechnologien der ETH. Bisher konnte das Team so Prototypen eines 20 mal 20 Zentimeter grossen und 4 Zentimeter dicken Wand- und Deckenelements herstellen. Die Forschenden sehen nach diesem Machbarkeitsnachweis Chancen, die Technologie auf industriellen Massstab zu skalieren.

  • Pilzbatterien die Energiequelle

    Pilzbatterien die Energiequelle

    Die Komponenten der Pilzbatterie werden mittels 3D-Druck gefertigt. Hierbei werden die Pilzzellen direkt in die Drucktinte eingearbeitet. Diese besondere Tinte, auf Cellulose-Basis entwickelt, unterstützt das Wachstum der Pilze und ist gleichzeitig elektrisch leitfähig. Der Herstellungsprozess stellt hohe Anforderungen. Die Tinte muss biologisch abbaubar, leicht extrudierbar und nährstoffreich sein, ohne die empfindlichen Pilzzellen zu schädigen.

    Einsatzmöglichkeiten und Potenziale
    Die Pilzbatterie erzeugt zwar nur geringe Strommengen, doch sie reicht aus, um Sensoren in der Landwirtschaft oder Umweltforschung über mehrere Tage zu betreiben. Durch einfache Zugabe von Wasser und Nährstoffen kann die Batterie am Einsatzort aktiviert werden. Nach der Nutzung zersetzen sich die Materialien durch die Pilze selbstständig.

    Herausforderungen und Zukunftspläne
    Die Arbeit mit lebenden Materialien erfordert interdisziplinäres Wissen aus Mikrobiologie, Materialwissenschaft und Elektrotechnik. Die Forschenden planen, die Leistung und Lebensdauer der Pilzbatterie zu verbessern und weitere Pilzarten als Stromlieferanten zu erforschen. Das Ziel ist die Entwicklung einer noch effizienteren, nachhaltigen Energiequelle.

    Grüne Biotechnologie mit Holz und Pilzen
    Holz, ein nachwachsender Rohstoff, wird von Empa ebenfalls für innovative Anwendungen genutzt. Neben der Pilzbatterie entstehen hier Umweltsensoren und grüne Elektronik aus Cellulose-Fasern. Diese Projekte fördern eine nachhaltige Nutzung von Holz und Pilzen in der Materialwissenschaft und tragen zur Energiewende bei.

  • Forschung am ressourceneffizienten Bauen im NEST vorangetrieben

    Forschung am ressourceneffizienten Bauen im NEST vorangetrieben

    Das Modul STEP2 im Forschungs- und Innovationsgebäude NEST an der Empa hat am 29. August Einweihung gefeiert, informiert die Empa in einer Mitteilung. Im neuen Modul werden neue Technologien für ressourcenschonendes Bauen erprobt. Die im STEP2 installierten Ansätze wurden von der Empa in Zusammenarbeit mit Forschungs- und Industriepartnern entwickelt. Als Hauptpartner fungierten dabei BASF und das Architekturbüro ROK.

    STEP2 wartet unter anderem mit einer geräuschdämmenden Rippen-Filigrandecke aus Beton und einer im 3D-Druck gefertigten Betontreppe auf. Die Fassade mit integrierter Beschattung und kontrollierter natürlicher Lüftung ist als Versuchsplattform konzipiert. Als erstes wird hier ein Fensterelement mit 3D-gedruckter Struktur getestet. Alle Innovationen dienen dazu, den Material- und Energieverbrauch beim Bauen zu senken und die Kreislaufwirtschaft zu fördern.

    „Gleichzeitig ist es uns ein grosses Anliegen, dass wir Lösungen entwickeln, die marktfähig sind und in der Baubranche tatsächlich eine Zukunft haben“, wird Enrico Marchesi, Innovation Manager im NEST, in der Mitteilung zitiert. Hauptpartner BASF will STEP2 nutzen um „das breite Chemie-Know-how von BASF in Zusammenarbeit mit den anderen Partnern in konkrete, neue und nachhaltige Lösungen für den Bausektor einfliessen zu lassen“, erläutert Olivier Enger, Senior Innovation Manager bei BASF. „In der Praxis eines solchen Bauprojekts erfordert das engste Zusammenarbeit aller Beteiligten von der Konzeption bis zur Umsetzung“, meint Architekt Silvan Oesterle von ROK.

  • Grössste 3D-gedruckte Wohnsiedlung entsteht in Texas

    Grössste 3D-gedruckte Wohnsiedlung entsteht in Texas

    In der Wolf Ranch Community in Georgetown, Texas, entstehen 100 einstöckige Häuser, die mit dem Vulcan-Drucker des Unternehmens ICON gefertigt werden. Dieser 3D-Drucker baut die Häuser Schicht für Schicht aus einer speziellen Betonmischung auf, die robust und wetterbeständig ist. Der Bauprozess spart Zeit und Arbeitskräfte und erzeugt gleichzeitig Wände, die extremen Wetterbedingungen standhalten.

    Widerstandsfähigkeit und moderne Herausforderungen
    Die massiven Betonwände der Häuser bieten nicht nur hervorragenden Schutz vor extremen Wetterlagen, sondern sorgen auch für eine ausgezeichnete Isolierung. Diese Konstruktion bewährt sich besonders in heissen Sommermonaten, da die Innenräume kühl bleiben und die Klimaanlagen entlastet werden. Allerdings bringen die dicken Wände auch Herausforderungen mit sich: Die Signalstärke drahtloser Netzwerke wird beeinträchtigt, weshalb viele Bewohner auf vermaschte Router setzen.

    Revolution des Bauens
    Die Häuser der Wolf Ranch, bekannt als «Genesis Collection», sind zwischen 450.000 und 600.000 Dollar erhältlich, und ein Viertel der Einheiten ist bereits verkauft. Das Projekt zeigt das Potenzial des 3D-Drucks, die Bauindustrie nachhaltig zu verändern. ICON hat bereits 2018 in Austin sein erstes 3D-gedrucktes Haus errichtet und plant, die Technologie zukünftig sogar im Rahmen des Artemis-Programms der NASA auf dem Mond einzusetzen.

    3D-Druck weltweit im Aufschwung
    Auch in Deutschland nimmt der 3D-Druck im Bauwesen Fahrt auf. 2021 wurde in Beckum das erste 3D-gedruckte Einfamilienhaus eröffnet, und weitere Projekte, wie das öffentlich geförderte Mehrfamilienhaus in Lünen, sind in Planung. Diese Entwicklungen zeigen, dass der 3D-Druck weltweit an Bedeutung gewinnt und möglicherweise die Zukunft des Bauens prägen wird.

  • Eschbal nutzt 3D-Drucker von Sintratec

    Eschbal nutzt 3D-Drucker von Sintratec

    Die Eschbal AG hat sich bei der Herstellung von Verbindungselementen auf die von Sintratec entwickelte 3D-Drucktechnologie orientiert. Wie jetzt aus einer Medienmitteilung hervorgeht, hat der im Kanton Zürich ansässige Fensterbauer dafür einen 3D-Drucker Sintratec S2 in Betrieb genommen. Mit dem modularen SLS-System fertigt Eschbal Prototypenteile, Produktionshilfsmittel und Kleinserien aus robustem PA12 Nylon. Der Vorteil des selektiven Lasersinterns (SLS) liegt in der hohen Präzision der Bauteile bei nur geringen Toleranzen von 0,1 Millimeter. Mit dem Sintratec S2 lassen sich 100 Bauteile in 24 Stunden herstellen.

    „Konstruktiv gibt uns der 3D-Druck viel mehr Kreativität – wir können heute Dinge entwickeln, an die wir früher gar nicht erst gedacht hatten“, wird Michael Ebnöther, Leiter der Abteilung Technik bei Eschbal, in der Mitteilung zitiert. Da der Bedarf an 3D-Druckteilen kontinuierlich stiegt, hat sich das Unternehmen für den Erwerb eines eigenen Druckers entschieden. „Da wir ein Unternehmen sind, das ausschliesslich in und für die Schweiz produziert, war es für uns essentiell, auch einen Schweizer 3D-Drucker zu finden.“

  • Urma AG baut zweiten Firmenstandort in Mägenwil

    Urma AG baut zweiten Firmenstandort in Mägenwil

    Die Urma AG hat das Baugesuch für einen zweiten Firmenstandort eingereicht. Er liegt wie der Hauptsitz Rupperswil im Kanton Aargau. In Mägenwil soll laut Medienmitteilung des auf Werkzeugmaschinen und Additive Fertigung (3D-Druck) spezialisierten Unternehmens bis Sommer 2025 ein neues Experience Center entstehen. Der zweite Schweizer Geschäftssitz wurde für 30 Arbeitskräfte entwickelt, die von Rupperswil nach Mägenwil verlegt werden oder zusätzlich neu geschaffen werden, heisst es weiter. Seit über 60 Jahren ist das Familienunternehmen mit rund 130 Mitarbeitenden global tätig.

    Auf dem 3600 Quadratmeter grossen Grundstück in der Industrie- und Gewerbezone „Büntli“ in Mägenwil soll bis Sommer 2025 das neue Experience Center entstehen, mit Büroräumlichkeiten und einer grosszügigen Ausstellungsfläche für CNC-Maschinen, 3D-Drucker, die Nachbearbeitungsmaschinen sowie sämtlichen weiteren Produkten im Bereich Machining. Im Ausstellungsbereich haben Kunden die Möglichkeit, eine Vielzahl von Maschinen zu besichtigen und dabei einen umfassenden Einblick in die Additive Fertigung entlang der gesamten Fertigungskette zu erhalten, heisst es in der Firmenmitteilung weiter.

    „Der Kanton Aargau liegt mitten in der stärksten Wirtschaftsregion der Schweiz und befindet sich an den Hauptverkehrsachsen zwischen den Wirtschaftszentren Basel, Bern und Zürich. Nebst der guten Erreichbarkeit ist es uns wichtig, dass die beiden Firmensitze nahe beieinander liegen – Mägenwil eignet sich somit perfekt für URMA“, wird Urs W. Berner zitiert, Verwaltungsratspräsident und CEO der Urma AG.

    Entstehen solle das grösste Kompetenzzentrum für industrielles 3D-Drucken in der Schweiz.  Der Neubau ermögliche der Kundschaft einen „einmaligen Einblick in industrielle Innovationen“, so Berner weiter.

  • 14Trees baut mit 3D-Druck Schulen in Afrika

    14Trees baut mit 3D-Druck Schulen in Afrika

    14Trees nutzt 3D-Druck in grossem Massstab zum Bau erschwinglicher Wohn- und Schulgebäude in Afrika. Beginnend in Malawi sollen solche Bauten auf diese Weise in Rekordzeit realisiert werden. So seien die Wände der ersten Schule in Salima in nur 18 Stunden gedruckt worden, heisst es in einer Medienmitteilung. Zudem werde der CO2-Fussabdruck dabei durch „optimierten Materialeinsatz“ um bis zu 70 Prozent reduziert.

    14Trees ist ein Gemeinschaftsunternehmen des Baustoffkonzerns LafargeHolcim und des Londoner Impact-Investors CDC Group. „Ich bin von der Arbeit unseres Joint Ventures 14 Trees begeistert“, wird Miljan Gutovic, Leiter der Region Naher Osten und Afrika sowie Mitglied der Konzernleitung von LafargeHolcim, in der Mitteilung zitiert. „Beginnend in Malawi werden wir die Technologie in der gesamten Region einsetzen und haben auch für Kenia und Simbabwe schon Projekte in der Pipeline.“

    Tenbite Ermias, Managing Director Africa von CDC, ist überzeugt, dass „die breite Anwendung der bahnbrechenden Spitzentechnologie“ von 14Trees „gewaltige Entwicklungseffekte“ ermögliche. „Dies ist ein wunderbares Beispiel für unsere Investitionen in Unternehmen, die zu den UN-Nachhaltigkeitszielen beitragen.“

    Wie es in der Mitteilung weiter heisst, schätze UNICEF, dass in Malawi 36’000 Klassenzimmer fehlen. Mit herkömmlicher Technik seien dafür 70 Jahre nötig. 14Trees zufolge könne diese Lücke mit 3D-Druck bereits in zehn Jahren geschlossen werden. Zudem würden die Projekte vor Ort qualifizierte Arbeitsplätze schaffen.

  • Matériaux Sabag druckt Betonelemente

    Matériaux Sabag druckt Betonelemente

    Matériaux Sabag erweitert sein Angebot um eine 3D-Drucklösung für Betonelemente. Das Unternehmen mit Sitz in Delémont setzt seit Ende September einen Roboter ein, der den 3D-Druck im Betonspritzverfahren ermöglicht. Die Betonelemente können damit in der Vorfertigung massgeschneidert werden. Die Lösung erlaube die Verwendung von Rohstoffen aus lokaler Produktion, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Zudem könne der CO2-Ausstoss um 30 Prozent gesenkt werden. „Auf diese Weise werden wir in der Lage sein, dringende Aufträge anzunehmen und flexibel auf Kundenwünsche zu reagieren, sodass wir den Anforderungen der Baustellen gerecht werden“, wird Cédric Theubet, Betriebsleiter von Matériaux Sabag, in der Mitteilung zitiert.

    Der jurassische Spezialist für Baumaterialien verwendet damit als erstes Unternehmen in der Schweiz diese Lösung von Mobbot. Das Start-up aus Freiburg i.Ue. entwickelt Roboterplattformen für den 3D-Betondruck. Sein 3D-Druck von Betonteilen erlaubt den Verzicht auf Verschalungen und verringert die nötige Handarbeit. Mobbot wurde 2018 on Agnès Petit gegründet und hat heute elf Mitarbeitende.