Der Aargauer Regierungsrat hat Verena Rohrer zur neuen Leiterin der kantonalen Standortförderung Aargau Services ernannt. Sie ist die Nachfolgerin von Annelise Alig Anderhalden, die im Frühling eine neue Herausforderung angenommen hat. Rohrer wird ihre neue Stelle am 1. Januar 2022 antreten.
Laut einer Mitteilung des Regierungsrats ist Rohrer sehr gut im Kanton Aargau verankert. Sie hat von 2011 bis 2017 bereits die regionale Standortförderung Brugg Regio geleitet. Daneben verfüge die 40-Jährige aber auch über mehrere Jahre Erfahrung in der Privatwirtschaft. So ist sie etwa Geschäftsleitungsmitglied beim Grosshändler Bio Partner Schweiz mit Sitz in Seon AG. Seit 2019 arbeitet Rohrer als Leiterin Zentrale Dienste bei Caritas Aargau.
„Aufgrund ihrer Kenntnisse der Standortförderung, ihrer Vernetzung im Kanton und ihrer Berufserfahrung verfügt Verena Rohrer über beste Voraussetzungen, um zusammen mit den erfahrenen Mitarbeitenden von Aargau Services die Standortförderung des Kantons Aargau entscheidend weiterzuentwickeln“, wird Regierungsrat Dieter Egli (SP), Vorsteher des Departements Volkswirtschaft und Inneres, in der Mitteilung zitiert.
Die Standortförderung Aargau Services trägt zur kontinuierlichen Verbesserung der unternehmerischen Rahmenbedingungen im Aargau bei. Sie unterstützt auch ausländische Unternehmen, die sich im Kanton ansiedeln wollen. Im Rahmen der Umsetzung des neuen kantonalen Entwicklungsleitbilds werde Aargau Services eigenen Angaben zufolge ebenfalls wichtige Aufgaben übernehmen. Das Entwicklungsleitbild sieht vor, den Wirtschaftsstandort weiter zu stärken sowie Wohnen und Arbeiten im Kanton stärker zu verknüpfen.
Der Biotechnologie- und Pharmakonzern Novartis hat Pläne bekanntgegeben, wonach er seinen Produktionsstandort in Stein öffnen und dort weitere Life Science-Firmen ansiedeln möchte. Demnach soll dort laut einer Medienmitteilung der Life-Science-Park Rheintal entstehen.
„Die Schweiz ist für unser Produktionsnetzwerk ein wichtiger Standort“, wird Steffen Lang, Leiter von Novartis Technical Operations und Mitglied der Konzernleitung, zitiert. Investitionen von mehr als 200 Millionen Franken in den Jahren 2020 und 2021 an den Standorten in Stein und in Schweizerhalle bekräftigten Novartis‘ Engagement in der Region. „Mit der Weiterentwicklung des Standorts Stein zum Life-Science-Park Rheintal setzen wir ein positives Signal für den Industrieplatz Schweiz und die Region Aargau.“
Der Standort biete ein ideales Umfeld, Zugang zu hochqualifizierten Mitarbeitenden aus der Region und hochmoderne Anlagen etwa zur Herstellung von Zell- und Gentherapien, heisst es in der Mitteilung weiter.
Die Novartis-Pläne finden auch die Zustimmung der kantonalen Standortförderung Aargau Services. Schliesslich, so deren Leiterin Annelise Alig Anderhalden, sei „das ganze Sisslerfeld“ ein „wichtiger Arbeitsplatzstandort und ein Entwicklungsschwerpunkt des Kantons. Das Gebiet verfügt über grosses Potenzial für wertschöpfungsstarke Betriebe.“
Eine bestens ausgebaute Infrastruktur, gezielte Fördermassnahmen, gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen und die Nähe zu führenden Ausbildungsorten machen den Kanton Aargau zu einem idealen Standort für innovative Unternehmen.
Die Hightech-Region Aargau bietet den Unternehmen die folgenden Vorteile: • Privilegierte Lage im Herzen Europas, gut ausgebautes Verkehrsnetz und Flughäfen in unmittelbarer Nähe • Einer der grössten Schweizer Industriekantone mit rund 35 Prozent der Beschäftigten im zweiten Sektor in über 6000 Betrieben • Renommierte, schweizweit führende Forschungs- und Ausbildungsinstitute: Paul Scherrer Institut (PSI), Universität & ETH Zürich, FHNW, ABB Forschungszentrum, ABB Technikerschule • Kostenvorteile wie moderate Löhne, niedrige Immobilien- und Grundstückspreise • Hightech-Programm mit dem Hightech Zentrum Aargau in Brugg, welches als Drehscheibe zwischen Industrie und Hochschulen wirkt
Die Standortförderung Aargau Services informiert zu Wirtschafts- und Standortfragen und unterstützt Unternehmen bei der Suche nach einer passenden Gewerbeimmobilie oder einem Areal im Kanton Aargau.
Eine Übersicht bezugsbereiter Immobilien Auf unserer Webseite finden Unternehmen eine Übersicht von bezugsbereiten Immobilien in den verschiedenen Regionen des Kantons. Unseren Netzwerkpartnern bieten wir die Möglichkeit, ihre Objekte in der kantonseigenen Datenbank für gewerbliche Liegenschaften und Immobilien kostenlos zu registrieren. Wir unterstützen sie auch bei der Entwicklung von gewerblichen Arealen im Aargau.
Reichholdareal: Das bedeutendste Entwicklungsgebiet im Kanton Ein aktuelles Beispiel ist das Reichholdareal, welches zu den bedeutendsten Entwicklungsgebieten im Kanton Aargau zählt. Seine ideale Lage nahe am Autobahndreieck Zürich / Bern / Basel kürt es zum attraktiven Standort für Industrie, Gewerbe und Hightech mitten in der Schweiz. Das Areal liegt im Birrfeld, in den Gemeinden Hausen und Lupfig. Durch seine Grösse von rund 75’000 Quadratmetern ist es prädestiniert für bedeutende Ansiedlungen, welche die Nähe zur Autobahn sowie zur Agglomeration Zürich suchen. Das Areal war einst Standort eines Zementwerkes, bevor es zu einem Chemiestandort wurde. 1990 wurde das Werk schliesslich stillgelegt. Seit der Übernahme durch die HIAG Immobilien im 2012 wird das Areal entwickelt und für eine neue Nutzung vorbereitet. Unter anderem wurde ein Masterplan erarbeitet, die Erschliessung geplant und der Boden saniert.
Die kantonale Standortförderung arbeitet zudem eng mit den regionalen Standortförderungen im Kanton Aargau bei der Entwicklung von Arealen zusammen. Aktuell entwickelt die Wirtschaftsförderung Oftringen Rothrist Zofingen den Industriepark «Alte Strasse» in Oftringen. Am zentralen Verkehrskreuz der Schweiz steht ein erstklassiges Stück Industriezone zur Ansiedlung frei.
Für arbeitsplatz- und wertschöpfungsintensive Unternehmen Der künftige Industriepark «Alte Strasse» in Oftringen umfasst insgesamt 43’000 Quadratmeter. Derzeit sind noch 24’000 Quadratmeter disponibel und können ab sofort als Ganzes oder parzelliert gekauft werden. Der Industriepark «Alte Strasse» steht produzierenden Industrie- und Gewerbeunternehmen zur Verfügung. Es sollen arbeitsplatz- und wertschöpfungsintensive Unternehmen aus den Bereichen Technologie, Pharma, Elektronik/ICT, Bau-Technik angesiedelt werden, um nur einige Beispiele zu nennen. Kleinere bis mittlere Industriefirmen sollen genauso Platz finden wie grössere Gewerbebetriebe. ■
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