Schlagwort: aargau

  • Neuer Schulterschluss für internationales Standortmarketing

    Neuer Schulterschluss für internationales Standortmarketing

    Der Kanton Aargau bereitet eine erneute Mitgliedschaft in der Greater Zurich Area vor. Der Kanton hatte sich der Organisation für das Standortmarketing erstmals von 2007 bis 2010 angeschlossen, erläutert die Kantonsverwaltung in einer Mitteilung. Auch aufgrund von unterschiedlichen Schwerpunkten konnte der Kanton Aargau damals aber kaum Ansiedlungserfolge verbuchen. Heute dagegen passten die strategische Ausrichtung von GZA und Wirtschaftsstandort Aargau „sehr gut zusammen“, heisst es in der Mitteilung. Anfang Jahr hat sich der Kanton daher auf eine erneute Mitgliedschaft in der GZA beworben.

    Konkret konzentriert sich die Standortförderung aktuell auf innovationsstarke Branchen, die auch für den Kanton Aargau wichtig sind. Als Beispiele werde in der Mitteilung Life Sciences, Automation und Digital Tech genannt. Der laut Mitteilung bisher in der Auslandsvermarktung kaum aktive Kanton Aargau hat sich für den Beitritt zur GZA entschieden, da dieser „kosteneffizienter und risikoärmer als der Aufbau einer eigenen Auslandsvermarktung ist“.

    Für die erste Periode einer neuen Mitgliedschaft in der GZA von 2027 bis 2032 sind Mittel in Höhe von 8,5 Millionen Franken erforderlich. Sie decken den Mitgliedsbeitrag und die Ausgaben für zwei erforderliche zusätzliche Stellen bei der GZA. Weitere 4,5 Millionen Franken will der Kanton zudem in den Jahren 2028 bis 2032 in die Standortförderung sogenannter Potenzialräume investieren. Hier sollen Zusammenschlüsse von Gemeindegruppen mit wirtschaftlichem Potenzial bei einer gemeinsamen professionellen Standortförderung unterstützt werden.

  • Pionierprojekt: Gewächshaus-Solaranlage nutzt Licht doppelt

    Pionierprojekt: Gewächshaus-Solaranlage nutzt Licht doppelt

    Das Start-up Voltiris aus Epalinges hat laut einer Mitteilung des Kanton Aargau seine bisher grösste Solaranlage auf einem Gewächshaus der Meier Gemüse AG in Rütihof installiert. Die Solaranlage basiert auf einer Filtertechnologie, bei der für die Stromerzeugung genutzte Lichtwellen herausgefiltert und auf ein Solarpanel umgeleitet werden, während das für die Photosynthese benötigte Licht ungehindert ins Gewächshaus gelangen kann. Auf diese Weise können Pflanzen ohne Ertragseinbussen angebaut und gleichzeitig erneuerbare Energie erzeugt werden. Der Kanton Aargau unterstützte die Solaranlage mit 50’000 Franken.

    Die Solaranlage in Rütihof erstreckt sich über eine Fläche von rund einem Hektar und liefert mit etwa 1730 Solarpaneele rund 234 Kilowatt Strom. «Als Schweizer Startup sind wir stolz, dass die erste und weltweit grösste Anlage mit unserer Spektral-AGRI-PV Anlage hier im Kanton Aargau ihren Betrieb aufgenommen hat», wird Dominik Blaser, Chefproduktingenieur und Mitgründer von Voltiris, in der Mitteilung zitiert.

    Durch die Filtertechnologie können die Photovoltaik-Module von Voltiris, anders als herkömmliche Solaranlagen, innerhalb von Gewächshäusern eingesetzt werden, ohne Schatten zu werfen. Durch eine konkave Anordnung des Filters wird das Licht ausserdem gebündelt und kann so mit einer vierfachen Intensität auf das Photovoltaik-Modul treffen. Auf diese Weise kann ein höherer Energieertrag erzielt werden als bei herkömmlicher Sonneneinstrahlung.

    Die Solaranlage steht zudem vor dem Hintergrund der kantonalen Energiestrategie, welche vorsieht das Netto-Null-Ziel 2050 zu erreichen und die Versorgungssicherheit zu stärken.

    «Die vorliegende Anlage zeigt beispielhaft, wie Landwirtschaft und Energieproduktion sinnvoll kombiniert werden können», wird Markus Dieth, Regierungsrat und Landwirtschaftsdirektor, in der Mitteilung zitiert.

  • Neues Innovationszentrum für thermische Beschichtungslösungen

    Neues Innovationszentrum für thermische Beschichtungslösungen

    Die OC Oerlikon Corporation AG, ein Unternehmen im Bereich thermischer Spritzverfahren und Beschichtungslösungen mit Hauptsitz in Pfäffikon, hat 40 Millionen Franken in sein neues Innovations- und Produktionszentrum auf dem Campus Reichhold im Kanton Aargau investiert. Nun feiert das Unternehmen die Grundsteinlegung für den neuen Standort, dessen Bau laut Medienmitteilung in Kürze beginnen soll. Die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2027 angesetzt. Mit zukünftig 250 Mitarbeitenden soll die Anlage Forschung und Entwicklung, Engineering, Produktion und Vertrieb in einem Gebäudekomplex zusammenführen.

    Oerlikon plant auf dem Campus Reichhold die Entwicklung moderner thermischer Spritztechnologien und laserbasierter Technologien sowie die Bereitstellung von verschiedenen Dienstleistungen. «Der neue Campus Reichhold wird eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung unserer Geschäftsbereiche in der Luft- und Raumfahrt sowie in der allgemeinen Industrie spielen, indem er die gesamte Wertschöpfungskette in einem kollaborativen Umfeld vereint», wird Prof. Dr. Michael Süss, Executive Chairman von Oerlikon, in der Mitteilung zitiert.

    Die im Campus Reichhold entwickelte Technologie soll die Hitzebeständigkeit, Langlebigkeit und den Korrosionsschutz in industriellen Hochleistungskomponenten verbessern. Diese soll zukünftig vor allem bei Kunden aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Automobil und allgemeine Industrie eingesetzt werden. Ein Prüfstand für Turbinenkomponenten der Luft- und Raumfahrt soll zudem die Validierung von thermischen Spritzbeschichtungen unter realen Bedingungen ermöglichen.

    Darüber hinaus plant Oerlikon die Implementierung umfassender Massnahmen, um die Umweltbelastungen in den Bereichen Energieverbrauch, Mobilität und Ressourcenmanagement am neuen Standort zu reduzieren.

  • Bergdietikon erteilt Baubewilligung für Alters- und Pflegezentrum  

    Bergdietikon erteilt Baubewilligung für Alters- und Pflegezentrum  

    Der Gemeinderat Bergdietikon gibt laut einer Mitteilung der Oase Gruppe grünes Licht für den Bau eines Alters- und Pflegezentrums im Gebiet Hintermatt. Dort sollen Alterswohnungen und Pflegeplätze entstehen. Die Baubewilligung tritt voraussichtlich Ende Mai in Rechtskraft, heisst es in der Mitteilung der Gemeinde.

    Die Planung für das Alters- und Pflegezentrum Hintermatt im Bergdietiker Ortsteil Kindhausen dauere bereits rund zwölf Jahre, heisst es in der Mitteilung. Sie startete mit einer Gemeindeversammlung und dem Verkauf des Landes in der Hintermatt an die Oase Holding AG in Baar ZG. Im November 2023 reichte Oase das Baugesuch ein.

    Die Oase Gruppe mit Sitz in Dübendorf ZH betreibt schweizweit an derzeit acht Standorten verschiedenste Wohnkonzepte im Bereich Wohnen im Alter, betreutes Wohnen, Pflege von betreuungsbedürftigen Personen sowie in der Langzeit- und Palliativpflege, heisst es vom Unternehmen. Weitere sieben Projekte, darunter Bergdietikon, sind in Planung.

    Gemäss dem Richtprojekt, welches dem Gestaltungsplan zugrundegelegt wurde, wird Oase ein Zentrum mit rund 64 Alterswohnungen und 45 Pflegeplätzen erstellen. Gegen das Baugesuch hatten sieben Parteien Einwendung erhoben. Nachdem die öffentliche Auflage im Sommer 2024 abgeschlossen wurde, fanden mehrere Einwendungsverhandlungen zwischen der Bauherrschaft und den Einwendenden statt. Die Verhandlungen konnten vor Ostern beendet werden und der Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 22. April die Baubewilligung erteilt, heisst es in der Mitteilung der Gemeinde.

    Nach der Planung der Gemeinde und der Oase Gruppe soll das neue Alters- und Pflegeheim ab dem 4. Quartal 2027 in Betrieb gehen.

  • Ausbau des Fernwärmenetzes in Ober- und Unterentfelden

    Ausbau des Fernwärmenetzes in Ober- und Unterentfelden

    Mit dem Wärmeverbund in Ober- und Unterentfelden wird die Eniwa AG den nächsten Verbund an ihr Netz anschliessen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Nun bekam der Energieversorger mit Sitz in Buchs die Bewilligung zum Bau einer Energiezentrale und den ersten Teil des Netzes. Ab 2026 soll Abwärme aus der Kehrichtverbrennungsanlage Buchs (KVA Buchs) CO2-neutrale Wärmeenergie an die ersten Kunden liefern.

    Die erste Etappe soll 2026 in Betrieb gehen. Sie ermöglicht laut Mitteilung das Einspeisen von Wärmeenergie für einen Bedarf in Höhe von 20’000 Megawattstunden. Für den Transport der Abwärme aus der Abfallverwertung nach Entfelden erweitert laut Mitteilung die Fewag das Leitungsnetz von Suhr bis zur Energiezentrale in Unterentfelden.

    Die Abwärme werde in Form von Heisswasser zur Energiezentrale gebracht und über das Verteilnetz mit 65 Grad Celsous in die Gebäude verteilt. Den damit eingeleiteten Kreislauf vergleicht Aleksandar Dunjic, Projektleiter Wärme/Kälte, am Beispiel einer Zentralheizung. Nach der Umwandlung in Wärmeenergie für Heizung und Warmwasseraufbereitung werde demnach das wieder abgekühlte Wasser zurück zur Wärmequelle befördert.

    Nach der ersten Realisierungsphase bis 2028 peilt Eniwa der Mitteilung zufolge eine Erhöhung der Energiemenge per Fernwärme auf 60’000 Megawattstunden durch eine Erweiterung des Netzes in Ober- und Unterentfelden an. «Die Wärmeverbundprojekte bieten den Kundinnen und Kunden langfristig eine hohe Versorgungssicherheit zu stabilen Preisen», wird CEO Hans-Kaspar Scherrer zitiert. Als Ausbauziele seien 12 Trassenkilometer in den nächsten 15 bis 20 Jahren vorgesehen.

  • Fortschrittliche Logistiklösung: Eröffnung des neuen Zentrums in Möhlin

    Fortschrittliche Logistiklösung: Eröffnung des neuen Zentrums in Möhlin

    Die Rhenus Logistics AG wird im Januar  in Möhlin nach anderthalb Jahren Bauzeit ihr neues Schweizer Logistikzentrum eröffnen. Dieses soll laut einer Mitteilung auf einer Gesamtfläche von 2000 Quadratmetern insgesamt 30‘000 Lagerplätze umfassen.

    Das Logistikzentrum wird von rund 80 Mitarbeitenden bedient, die mit 30 P40-Robotern des chinesischen Herstellers Geek+ und sieben RoboShuttles zusammenarbeiten. Diese Zusammenarbeit soll eine Zeitersparnis von 70 Prozent ermöglichen. Das Gebäude wird auch über spezielle Lagerräume etwa für temperaturgeführte Güter und für die Aufbewahrung von Gefahrenstoffen verfügen.

    Die Stromversorgung wird über eine Photovoltaikanlage auf dem Dach sichergestellt. Diese soll 1 Million Kilowattstunden pro Jahr erzeugen.

    „Unser neues Logistikcenter in Möhlin zeigt eindrucksvoll, wie moderne Logistik aussieht: mehr Automatisierung und erhöhte Effizienz bei gleichzeitiger Förderung von Arbeitsplätzen, Nachhaltigkeitszielen und Qualitätsansprüchen“, wird Andreas Stöckli, CEO Rhenus Alpina und Mitglied des Vorstands der Rhenus Gruppe, in der Mitteilung zitiert.

    Die Rhenus Gruppe mit Hauptsitz im nordrhein-westfälischen Holzwickede und Schweizer Sitz in Basel ist an 1320 Standorten in über 70 Ländern präsent und erzielt einen Umsatz von 7,5 Milliarden Euro pro Jahr.

  • Starker Immobilienmarkt im Aargau zeigt hohe Preise und niedrige Leerstände

    Starker Immobilienmarkt im Aargau zeigt hohe Preise und niedrige Leerstände

    Der aktuelle Immobilienbarometer der Aargauischen Kantonalbank (AKB) attestiert dem Aargauer Immobilienmarkt ein «starkes Momentum». Die hohe Anziehungskraft des Kantons als Wohnort äussere sich «in weiterhin überdurchschnittlich steigenden Immobilienwerten», schreiben die Fachleute der AKB im Barometer. Konkret haben sie eine Zunahme der Preise für Wohneigentum um 4,6 Prozent im Jahresvergleich festgestellt.

    Unter den einzelnen Regionen des Aargau stechen dabei Aarau/Seetal mit um 5,1 Prozent gestiegenen Hauspreisen und Rheinfelden/Fricktal mit um 6,1 Prozent teureren Eigentumswohnungen hervor. In der Mehrheit der 230 Gemeinden des Kantons müssen den Recherchen der Fachleute zufolge mehr als 1 Million Franken für ein freistehendes Einfamilienhaus mit Umschwung auf den Tisch gelegt werden. Noch höher fallen die Preise in den Einzugsmärkten der umliegenden Grosszentren aus.

    Bei den Angebotsmieten haben die Fachleute der AKB eine Steigung von 4,7 Prozent Jahresvergleich festgestellt. Für eine moderne 4,5-Zimmer-Wohnung beträgt die Miete damit im Mittel rund 2200 bis 2300 Franken ohne Nebenkosten. Die Leerstandsquote liegt aktuell kantonsweit bei 1,3 Prozent.

    Die Immobilienfachleute der Kantonalbank gehen auch für die Zukunft von steigenden Preisen bei Wohneigentum und Angebotsmieten aus. Sie stützen sich dabei auf ein anhaltend starkes Bevölkerungswachstum bei gleichzeitig weiterhin stockender Bautätigkeit. Zudem erwarten sie weitere Leitzinsreduktionen, die sich positiv auf die Rendite von Investitionen in Immobilien gegenüber Vergleichsanlagen wie Bundesobligationen auswirken.

  • Immobilienpreise im Aargau steigen weiterhin überdurchschnittlich

    Immobilienpreise im Aargau steigen weiterhin überdurchschnittlich

    Der Immobilienmarkt im Kanton Aargau verzeichnet weiterhin eine überdurchschnittliche Wertsteigerung. Wie der aktuelle Immobilienbarometer der Aargauischen Kantonalbank zeigt, sind die Preise für Wohneigentum um 4,6 Prozent und die Angebotsmieten um 4,7 Prozent gestiegen. «Die hohe Anziehungskraft des Kantons als Wohnort spiegelt sich in stark steigenden Immobilienwerten wider», so die Experten der AKB.

    Aarau/Seetal und Rheinfelden/Fricktal vorne
    Besonders deutliche Preissteigerungen wurden in den Regionen Aarau/Seetal mit einem Anstieg der Hauspreise um 5,1 Prozent und Rheinfelden/Fricktal mit einem Zuwachs von 6,1 Prozent bei Eigentumswohnungen festgestellt. In den meisten Gemeinden des Kantons müssen Käufer inzwischen mehr als 1 Million Franken für ein freistehendes Einfamilienhaus aufbringen, in den Einzugsgebieten der umliegenden Grosszentren fallen die Preise sogar noch höher aus.

    Erhöhtes Niveau bei sinkendem Leerstand
    Auch die Angebotsmieten sind stark gestiegen. Für eine moderne 4,5-Zimmer-Wohnung liegen die durchschnittlichen Mietpreise zwischen 2200 und 2300 Franken, exklusive Nebenkosten. Die kantonsweite Leerstandsquote ist mit 1,3 Prozent vergleichsweise niedrig, was auf eine hohe Nachfrage bei begrenztem Angebot hinweist.

    Weiter steigende Preise
    Die AKB-Immobilienfachleute gehen davon aus, dass sowohl die Preise für Wohneigentum als auch die Angebotsmieten weiter steigen werden. Gründe dafür sind:

    • Starkes Bevölkerungswachstum im Kanton Aargau
    • Stockende Bautätigkeit, die das Angebot begrenzt
    • Erwartete Leitzinsreduktionen, die Immobilieninvestitionen attraktiver machen

    Die Kombination aus hoher Nachfrage, begrenztem Angebot und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sorgt dafür, dass der Aargauer Immobilienmarkt auch in Zukunft dynamisch bleibt. Sowohl Käufer als auch Mieter sollten sich auf weiter steigende Preise einstellen.

  • Aargauer Energie-Förderprogramm bis 2026 begrenzt

    Aargauer Energie-Förderprogramm bis 2026 begrenzt

    Das Aargauer Energie-Förderprogramm wird bis 2026 mit einem Bruttokredit von 97,2 Millionen Franken fortgeführt. Dieser Beschluss des Grossen Rats, der mit 89 zu 47 Stimmen verabschiedet wurde, weicht vom ursprünglichen Vorschlag des Regierungsrats ab. Die Regierung hatte eine Verlängerung bis 2028 und ein Gesamtbudget von 176,5 Millionen Franken vorgesehen. Der kürzere Zeitraum wurde aufgrund möglicher Sparmassnahmen des Bundes gewählt, die die kantonale Mitfinanzierung erschweren könnten.

    Kontroverse um die Fördermittel
    Während SP, Mitte, GLP und Grüne die Erhöhung des Kredits begrüssten, zeigten sich FDP und SVP skeptisch. Die FDP forderte ein Budget von 88,25 Millionen Franken, das die Hälfte der ursprünglich vorgeschlagenen Gesamtkosten für vier Jahre decken würde. Die SVP lehnte das Programm grundsätzlich ab und kritisierte staatliche Eingriffe.

    Schwerpunkte des Programms
    Das Förderprogramm unterstützt Massnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Reduzierung von CO₂-Emissionen. Gefördert werden unter anderem:

    • Verbesserungen der Gebäudehülle
    • Holzheizungen und Wärmepumpen
    • Anschlüsse an Wärmenetze
    • Solarthermische Anlagen
    • Projekte zur Entwicklung von Wärmenetzen

    Zudem stehen Mittel für Pilotprojekte zur Verfügung. Laut der kantonalen Botschaft haben frühere Programme gezeigt, dass die Energieeffizienz gesteigert und der CO₂-Ausstoss signifikant gesenkt werden konnten.

    Finanzierung aus CO₂-Abgaben
    Der grösste Teil der Fördermittel stammt aus Bundesbeiträgen, darunter aus der CO₂-Teilzweckbindung und dem Impulsprogramm des Bundes. Der Kanton selbst trägt rund 25 % der Gesamtkosten.

    Perspektiven für Hauseigentümer
    Die Begrenzung auf zwei Jahre wirft Fragen zur langfristigen Planung auf. Hauseigentümer und Bauherren betonten die Notwendigkeit von Kontinuität bei Förderprogrammen, um Investitionen in nachhaltige Gebäudetechnologien zu fördern.

    Das Energie-Förderprogramm des Kantons Aargau bleibt ein wichtiges Instrument zur Reduzierung von CO₂-Emissionen und zur Steigerung der Energieeffizienz. Die begrenzte Laufzeit bis 2026 reflektiert jedoch die Unsicherheiten über die Bundesfinanzierung und stellt Planungsherausforderungen für die Zukunft dar.

  • InCube Challenge kommt zur FHNW in den Aargau

    InCube Challenge kommt zur FHNW in den Aargau

    Die InCube Challenge 2023 kommt auch in den Aargau: Vom 9. bis 13. Oktober wird eine 25 Quadratmeter grosse gläserne Box auf dem Campus Brugg-Windisch der FHNW stehen. Darin wird eine Gruppe von Studierenden in 100 Stunden essen, schlafen und an einer innovativen Lösung für eine reale Herausforderung arbeiten, die von ABB, Microsoft und der Standortförderung des Kantons Aargau gestellt wird.

    Wie es in einer Mitteilung der FHNW heisst, werde den Teilnehmenden die genaue Problemstellung am ersten Tag des Wettbewerbs bekanntgegeben. Bis dahin bleibe sie geheim. Der Würfel könne jederzeit besucht werden und auch die Studierenden würden sich mit der Umgebung austauschen, etwa durch das Einholen von Rückmeldungen zu ihren Ideen. Laut einer Mitteilung der Standortförderung Aargau wird es im Würfel auf dem FHNW-Campus um die Entwicklung von ressourcenschonenden Innovationen, Produkten und Dienstleistungen gehen. Der InCube helfe dabei, Innovation sichtbar zu machen.

    InCube ist ein internationaler Innovationswettbewerb des ETH Entrepreneur Club. Die zweiwöchige Challenge beginnt in diesem Jahr am 2. Oktober. In der PrepCube-Phase treffen sich die Teilnehmenden zum ersten Mal online. Während OutCube kommen sie in die Schweiz an einen Rückzugsort, um dort zu trainieren und sich mit den anderen zu verbinden. Während InCube leben sie im Team fünf Tage lang in einem gläsernen Würfel. In diesem Jahr werden vier in der Schweiz stehen, einer wird in China aufgestellt.

  • Aargauer Departement wird für Mediation ausgezeichnet

    Aargauer Departement wird für Mediation ausgezeichnet

    Der Mediationspreis des Schweizerischen Dachverbandes Mediation (SDM) geht zum ersten Mal an einen Kanton. Das Aargauer Departement für Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) wird für seine konsensorientierten Verfahren bei Infrastrukturvorhaben geehrt. Das Vorgehen des BVU zeige, „dass gelebte Demokratie mit Mediation und mediationsähnlichen Partizipationsinteressen verschiedene Formen bietet, die weit über Mehrheitsentscheide hinaus gehen“, heisst es in der Begründung des SDM. Wo sich Kontroversen und unterschiedliche Interessen abzeichneten, würden die Möglichkeiten der Mediation genutzt. Das BVU unter seinem Generalsekretär Markus Büsser nehme eine Vorreiterrolle bei der Mediation im öffentlichen Bereich ein.

    Das BVU ist erfreut über die Auszeichnung. „In den Aufgabenbereichen des BVU gehören Zielkonflikte, Differenzen und unterschiedliche Perspektiven zum Tagesgeschäft“, wird Büsser in einer Mitteilung des Kantons zitiert. „Die Departementsleitung macht sich deshalb regelmässig Überlegungen, wie sie eine Kommunikations- und Konfliktkultur fördern kann, die eine dialogorientierte und nachhaltige Zusammenarbeit ermöglicht.“ Das BVU verweist etwa auf die Runden Tische bei der Erweiterung des Steinbruches Mellikon, den Auen im Rietheimer Feld und die Verrechnung der Netznutzungspreise für den Strom.

    Der Schweizer Mediationspreis wird 2023 zum dritten Mal verliehen. Ausgezeichnet wurde auch das Alterszentrum Haus Tabea in Horgen ZH. Der Preis wird im Rahmen des SDM-Kongresses übergeben, der am 16. und 17. Juni in Lausanne stattfindet.

  • SUIXX Immobilien AG stärkt Gewerbestandort Dättwil-Baden

    SUIXX Immobilien AG stärkt Gewerbestandort Dättwil-Baden

    Die Aargauer SUIXX Immobilien AG vermietet seit Januar im Gewerbegebiet Dättwil-Baden Büros, Bürokombinationen und ganze Bereiche. Das Geschäftshaus Terzo bietet auf einer Grundfläche von rund 2600 Quadratmetern moderne, mit ergonomischen Büromöbeln und WLAN ausgestattete Büros, sowie Entspannungsbereiche und Konferenzräume, informiert das Unternehmen aus Untersiggenthal in einer Mitteilung. SUIXX wolle mit dem Angebot „den Gewerbestandort Dättwil-Baden stärken und regionalen, wie auch internationalen Unternehmen einen attraktiven Firmensitz anbieten“, heisst es dort weiter.

    Seit Lancierung sind bereits über 20 Aargauer Unternehmen ins Terzo eingezogen, weitere Firmen nutzen das Angebot wöchentlich, erläutert die Immobilienfirma. „Unser Büro wurde trotz umfangreichen Anpassungswünschen innert zehn Tagen nach dem Erstkontakt betriebsbereit und voll ausgerüstet übergeben“, lässt sich Angebotsnutzerin Comexis GmbH in der Mitteilung zitieren. Angebotsnutzerin rmDATA AG weist auf die verkehrstechnisch sehr gute Lage und die Möglichkeit der Nutzung von Konferenz- und Besprechungsräumen hin. Für Nadler Architektur war entscheidend, dass „die Räume wie versprochen“ von der ersten Minute an zur produktiven Arbeit taugten.

    Nachhaltigkeit gehört zum Geschäftsmodell von SUIXX Immobilien. Alle Liegenschaften des Unternehmens sollen schrittweise mit eigenen Solaranlagen ausgestattet werden. Nach Möglichkeit werden Wärmepumpen installiert und wird Regenwasser genutzt. Vorhandene Tiefgaragen erhalten E-Ladestationen.

  • Hächler produziert eigenen Solarstrom

    Hächler produziert eigenen Solarstrom

    Das Bauunternehmen Hächler-Gruppe setzt auf Photovoltaik zur eigenen Stromversorgung. Die erste Solarstromanlage ist auf dem Dach des Bürogebäudes in Wettingen in Betrieb genommen worden und produziert laut Medienmitteilung rund zwei Drittel des aktuellen Stromverbrauchs am Standort. Hächler mache jetzt erste Erfahrungen, prüfe aber bereits die Eignung seiner weiteren Standorte im Aargau, in Basel und in Zürich.

    Energetische Sanierung von Gebäuden sei eine wichtige Dienstleistung innerhalb der Hächler-Gruppe, heisst es in der Firmenmitteilung. Damit werden der Energiebedarf und die Kosten deutlich gesenkt und zum Umweltschutz beigetragen. Nicht nur im Kundebereich, sondern auch bei eigenen Betriebsliegenschaften wolle Hächler seinen  Beitrag zur Energiewende leisten. Aus diesem Grund habe man sich schon letztes Jahr entschieden, am Standort Tägerhardstrasse in Wettingen eine Photovoltaikanlage zu realisieren.

    Auch wegen der stetig wachsenden Flotte an Elektrofahrzeugen mache es Sinn, den dafür benötigten Strom selbst zu produzieren. Die Solaranlage von rund 150 Quadratmetern Fläche ist laut der Mitteilung auf eine Jahresproduktion von 31’820 Kilowattstunden ausgelegt. Damit könnten rund zwei Drittel des Stromverbrauchs von Hächler am Standort Wettingen aus eigener Produktion gedeckt werden.

  • Shoppi Tivoli übernimmt Bahnhof der Limmattalbahn

    Shoppi Tivoli übernimmt Bahnhof der Limmattalbahn

    Mit einer feierlichen „Schlüsselübergabe“ ist die Haltestelle „Shoppi Tivoli“ der Limmattalbahn (LTB) am Montag von der Betreiberin Aargau Verkehr (AVA) an das Einkaufzentrum Shoppi Tivoliübergeben worden. Laut Medienmitteilung von Shoppi Tivoli nahmen daran die Geschäftsleitungen der Aargau Verkehr AG sowie der Shoppi Tivoli Management AG und weitere Gäste teil, darunter der Gemeindepräsident von Spreitenbach, Markus Mötteli.

    Für Severin Rangosch, CEO Aargau Verkehr, ist die Realisierung der Limmattalbahn ein Bekenntnis zur Region. Man glaube an ihr Potenzial, wird Rangosch zitiert.

    Patrick Stäuble, Centerleiter und CEO von Shoppi Tivoli, wird zitiert, das Management sei „stolz, heute den Shoppi Tivoli-Bahnhof präsentieren zu können“. Für das Einkaufzentrum sei dies extrem wichtig, aber auch für die anliegenden Einrichtungen, darunter die Umwelt Arena und das gesamte Quartier Tivoli Garten mit seinen Angeboten fürs Wohnen, einem Ärztezentrum, Shopping-Angebote oder einem Kindergarten.

    Das Shoppi Tivoli bereite sich auf den Bahnhof vor, in dem es seinen Service auf die besonderen Bedürfnisse der Reisenden erweitere. So gibt es schon jetzt fünf neue Schnell-Restaurants am Eingang zum LTB-Bahnhof. Und sie sind auch nach dem offiziellen Ladenschluss noch zugänglich. Dazu wird nach Angaben von CEO Stäuble auch ein Restaurant gehören, das sieben Tage die Woche offen ist.

    „Die Haltestelle entsteht direkt unter der CenterMall. Man steigt also aus der Bahn, nimmt die Rolltreppe und ist schon im Shoppi Tivoli. Diese Anbindung wird für uns ein grosser Meilenstein, denn entlang der Limmattalbahn findet Entwicklung statt“, wurde Stäuble in einem Interview mit dem regionalen Standortförderer Limmatstadt AG zitiert.

  • Neue Dienstleistungs- und Gewerbearena in der Werkmatt Uri geplant

    Neue Dienstleistungs- und Gewerbearena in der Werkmatt Uri geplant

    Die Franz Kempf AG will ihre Tätigkeit in ein neues Gebäude in der Werkmatt Uri verlegen, das sie zu bauen gedenkt. Da sie jedoch nur einen kleinen Teil des Gebäudes auf der 7000 Quadratmeter grossen Parzelle nutzen wird, sucht Geschäftsführer und Firmeninhaber Franz Kempf Betriebe, die Bedarf an Eigentums- oder Mietfläche haben.

    Das Unternehmen für Gips-, Stuckatur- und Plattenarbeiten hat an seinem jetzigen Standort zu wenig Platz. Zudem sieht Kempf im neuen Standort grosses Potenzial. Er ist gut erschlossen und bietet Mitarbeitenden einen Arbeitsort mit hoher Lebensqualität in der Nähe der Natur. Durch die Kooperation mit anderen Unternehmen entstehen ausserdem neue Arbeitsplätze im Kanton Uri.
    Um Interessenten aus der ganzen Schweiz anzusprechen, hat Kempf in verschiedenen Medien in Basel, Zürich, der Innerschweiz, dem Aargau und dem Tessin inseriert. Im Moment ist er an der Auswertung der Interessenten, die sich gemeldet haben. Was für Unternehmen das sind, will er noch nicht verraten: «Es ist sehr spannend, aber aus Diskretionsgründen kann ich darüber noch keine Angaben machen.»

    Das neue Gebäude soll nach den Bedürfnissen der Interessenten entwickelt werden. Kempf hofft auf einen baldigen Projektstart und den Bezug der Gewerbeflächen ab 2024. Die Parzelle, in der Kempf seine Dienstleistungs- und Gewerbearena bauen möchte, ist die südlichste der Werkmatt. Sie befindet sich direkt neben dem neuen Autobahnanschluss.

    Franz Kempf, Geschäftsführer und Inhaber der Franz Kempf AG.
  • Preise am Aargauer Immobilienmarkt sind im Höhenflug

    Preise am Aargauer Immobilienmarkt sind im Höhenflug

    Der von der Aargauischen Kantonalbank (AKB) herausgegebene Aargauische Immobilienbarometer stellt eine anhaltende starke Steigerung bei den kantonalen Immobilienpreisen fest. Als Haupttreiber dieser Entwicklung nennt der Bericht über die Entwicklung in den vergangenen zwölf Monaten vor allem tiefe Zinsen und knappe Baulandreserven. Zusammen mit der robusten wirtschaftlichen Entwicklung im Nachgang der Corona-Krise habe das zu dem „Boom“ bei den Preisen geführt.

    Der AKB-Immobilienbarometer zeigt die Entwicklung am Markt für Wohneigentum und liefert auch Informationen zu Mieten, Leerstand und Renditen. Das gesamte Dokument kann auf der AKB-Seite heruntergeladen werden.

    Zur regionalen Entwicklung heisst es im Barometer, das Preiswachstum am Aargauer Immobilienmarkt sei „nicht zu bremsen“. In den vergangenen Monaten habe die Entwicklung sogar nochmals deutlich an Tempo gewonnen. Einfamilienhäuser würden zu 5,4 Prozent höheren Preisen gehandelt als vor einem Jahr. Auch beim Stockwerkeigentum liege der Zuwachs bei 4,7 Prozent innert Jahresfrist.

    Über alle 243 Gemeinden im Marktgebiet betrachtet ist laut dem Barometer für den Kauf eines typischen Objekts mit 140 Quadratmetern Wohnfläche, 450 Quadratmetern Grundstück und Garagenplatz mit einem Betrag zwischen 800‘000 und 900‘000 Franken zu rechnen. Die Spannweite der Preise sei jedoch beträchtlich. An begehrten Standorten wie Baden, Rheinfelden und Aarau werde dasselbe Objekt teils mit weit über einer Million Franken gehandelt.

    Die Wohnungsmieten zeigten sich schweizweit innert Jahresfrist unverändert, wie die Auswertung der publizierten Inserate ergeben haben. In der gleichen Periode haben Vermieter in der Region Nordwestschweiz ihre Preisvorstellungen mit 1,4 Prozent etwas erhöht.

  • Aargau will mehr Firmen ansiedeln

    Aargau will mehr Firmen ansiedeln

    Der Aargauer Regierungsrat hat den Aufgaben- und Finanzplan für die Jahre 2022 bis 2025 vorgelegt. Darin sieht er auch Massnahmen zur Erhöhung der Attraktivität des Wirtschaftsstandorts vor, darunter zur Ansiedlung neuer Unternehmen. Der Aargau solle mit seinen Vorzügen bei Unternehmen im Ausland bekannter gemacht werden, heisst es in der Botschaft der Regierung. „Darum sollen in diesem Bereich zusätzliche Massnahmen geprüft und umgesetzt werden, um die Unternehmensdichte im Aargau langfristig zu erhöhen.“

    Der Kanton will sich bei den Ansiedlungen vor allem auf die Branchen konzentrieren, bei denen er schon heute stark ist, namentlich auf die Life Sciences und die Energiewirtschaft. Im Vordergrund ständen Industrieunternehmen und industrienahe Dienstleister, die auf hochqualifizierte Arbeitskräfte angewiesen sind. Ziel ist es, jährlich zwischen zwölf und 14 Unternehmen anzusiedeln, darunter sechs bis acht in den beiden Fokusbranchen. Im vergangenen Jahr wurden fünf Firmen angesiedelt, davon drei in den Fokusbranchen. Die Akquisitionsstrategie soll im nächsten Jahr erarbeitet und ab 2023 in einem ausgewählten Markt angewendet werden.

    Bereits 2022 soll laut der Botschaft geprüft werden, ob der Kanton einer bestehenden überkantonalen Organisation des Standortmarketings beitreten soll. Der Kanton hat 1999 zu den Gründern der Greater Zurich Area (GZA) gehört, ist später aber wieder ausgetreten. Die GZA ist heute die grösste Organisation des Standortmarketings mit neun deutsch- und italienischsprachigen Mitgliedskantonen, darunter die drei Aargauer Nachbarkantone Solothurn, Zug und Zürich. Der Aargau grenzt auch an die Basel Area Business & Innovation, der die beiden Basler Kantone und der Jura angehören.

    Der Aargau ist mit Luzern, Nidwalden und Obwalden nur einer von vier Kantonen, die keiner überkantonalen Organisation des Standortmarketings angehören. Die Westschweiz ist in der Greater Geneva Bern area organisiert, die vier Kantone der Ostschweiz in der St.GallenBodenseeArea.

  • Per Mausklick zum Baugesuch

    Per Mausklick zum Baugesuch

    Seit rund drei Jahren ermöglicht der Kanton Aargau mit «eBau» das digitale Einreichen von Baugesuchen. Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt setzt diesen Digitalisierungsschritt im Rahmen der eGov-Strategie von Bund und Kanton um. Die Vorteile liegen auf der Hand: «So kann der gesamte Baubewilligungsprozess vom Gesuchstellenden über die Gemeinde bis zum Kanton durchgehend elektronisch abgewickelt werden», erklärt Reto Käch, Leiter Support und Schulung eBau, vom Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau. Der Einsatz von solchen Online-Dienstleistungen ermögliche effiziente und weniger personalintensive Prozesse, eine schlankere Arbeitsorganisation, mehr Transparenz und eine bessere Vernetzung der Beteiligten.

    Stand heute sind insgesamt 22 Gemeinden an eBau Aargau angeschlossen. «Mit dem schrittweisen Roll-Out und den Schulungen machen wir die Gemeinden sukzessive mit dem digitalen Baubewilligungsprozess vertraut», sagt Käch. Das Fehlen der Mehrheit der insgesamt 213 Aargauer Gemeinden begründet der Supportleiter so: «50 Prozent arbeiten mit eigenen Bauverwaltungssoftwares. Diese Gemeinden müssen sich noch bis zum zweiten Quartal 2022 gedulden.» Ab dann sei der medienbruchfreie Anschluss via eigens initiierter eCH-Schnittstelle möglich. Die Umstellung auf die elektronische Bearbeitung von Baugesuchen lässt den Zahlen nach aber auch noch Gemeinden zögern, die die Voraussetzungen bereits erfüllen. «Möglicherweise haben die einen oder anderen in der Coronakrise andere Prioritäten. Manche tun sich vielleicht auch mit dem Ablösen von alten Prozessen schwer. Wir üben keinen Druck aus. Wir sind gerne bereit, interessierte Gemeinden diesbezüglich zu begleiten und zu schulen», sagt Käch.

    Die Rückmeldungen der Beteiligten, die mit eBau arbeiten, seien durchwegs positiv. «Vor allem der einfache Aufbau des Online-Formulars zur Eingabe des Gesuches überzeugt. Pflichtfelder verhindern, dass etwas bei der Eingabe vergessen geht. Der Zeitverlust wird deutlich reduziert», weiss Käch. Und auch die Gemeinden profitieren: «Im eGov-Bereich werden insbesondere die standardisierten Arbeitsprozesse geschätzt. Die aufeinanderfolgenden Arbeitsschritte führen sukzessive durch den Prozess. So können auch Verwaltungsangestellte ohne spezifische Branchenkenntnisse ein Baugesuch bearbeiten.» Weniger administrative Aufwände, eine bessere Datenqualität und das papierlose Arbeiten seien die grössten Trümpfe für die Verwaltungen.

    Ein Thema, das alle Kantone beschäftigt
    Gemeinden, die eBau einführen, arbeiten ab diesem Datum ausschliesslich elektronisch. «Nur noch wenige Antragsteller reichen die Gesuche in physischer Form ein», erklärt Käch. In so einem Fall würde das Gesuch anschliessend von der Verwaltung digitalisiert. eBau Aargau soll gemäss der eGov-Strategie einen Mehrwert für alle bringen und Kosten einsparen, da der Verwaltungsaufwand reduziert wird. Erste Kantone ermöglichen bereits die Online-Auflage eines publikationspflichtigen Projekts. Laut Käch nehme das geltende Gesetz in Bezug auf Digitalisierung keine Stellung. «Das Verwaltungsrechtspflegegesetz (VRPG) des Kantons Aargau regelt lediglich, wann eine öffentliche Publikation erforderlich ist, wie lange und mit welchen Inhalten das Bauvorhaben öffentlich aufzulegen hat und wer in welchem Publikationsorgan darüber in Kenntnis zu setzen ist», erklärt der Schulungsleiter.

    Der Kanton Luzern zum Beispiel handhabt die digitale Auflage so: Die Gemeinden haben das Gesuchsformular mit sämtlichen Beilagen im Internet während der öffentlichen Auflage zur Einsicht bereitzustellen, wenn das Baugesuch elektronisch eingereicht wurde und die Gemeinde über die nötige Infrastruktur verfügt. «Wir leiten daraus ab, dass eine Online-Auflage möglich ist und es keine bundesrechtlichen Grundlagen gibt, die dagegen sprechen», schlussfolgert Käch. Im Sinne der Gleichbehandlung müssten in so einem Fall aber Bürgerinnen und Bürgern ohne Internetzugang die Möglichkeit haben, die Baugesuche im Gemeindebüro einzusehen.
    Der Kanton Aargau habe bei der elektronischen Einreichung von Baugesuchen nicht bewusst eine Vorreiterrolle eingenommen. «Heute befassen sich wohl sämtliche Kantone mit der Umsetzung einer Software, Webapplikation oder Plattform, die das elektronische Einreichen von Baugesuchen unterstützt», ist Käch überzeugt. Und ergänzt: «Es ist ein Zeichen der Zeit, dass man sich schweizweit mit diesem Thema auseinandersetzt.» Architekten, Vermessungs- und Ingenieurbüros sowie Fachplaner würden schon seit Jahrzehnten mit 2D-Zeichnungen, begehbaren 3D-Modellen, fotorealistischen Visualisierungen oder digitalen Gebäude- und Terrainmodellierungen arbeiten. «Mit dem elektronischen Baubewilligungsprozess wandelt sich das Grundverständnis von einer verwaltungsorientierten Dienstleistung zu einer kundenorientierten», sagt Käch.

    Wie wichtig die fortschreitende Digitalisierung sei, mache nicht zuletzt die Coronapandemie nochmals deutlich: «Auch auf Verwaltungen wurde während des Lockdowns ein Teil der Belegschaft ins Homeoffice geschickt. Eine Herausforderung war dabei nicht die Organisation rund um das Equipment, sondern die Tatsache, dass viele Dossiers in den Verwaltungen nur in physischer Form vorhanden sind», erklärt Käch. Die Kundinnen und Kunden wechselten ebenso vermehrt auf digitale Kanäle: «So könnten sich die Herausforderungen, die Covid-19 mit sich bringt, als Chance für eine dauerhaft erhöhte Akzeptanz einer digitalen Verwaltung erweisen.»

    Die Investitionskosten für die Entwicklung von eBau wurden vom Kanton übernommen. Für Gemeinden, die mit der digitalen Lösung arbeiten möchten, fallen keine Initialkosten an. Der Betrieb, die Datenarchivierung und der Support werden mit einer Jahrespauschale abgegolten. Die Gesamtkosten für die Anwendung schlagen im Jahr mit insgesamt 50’000 Franken zu Buche. Dieser Betrag wird auf die Anwender-Gemeinden aufgeteilt. Würden alle Aargauer Gemeinden eBau einsetzen, ergebe dies einen marginalen Beitrag pro Jahr und Gemeinde. Die ersten drei Betriebsjahre (2018–2020) wurden vom Kanton vorfinanziert.

  • «Wir rechnen mit einem Trend nach urbanem Wohnen»

    «Wir rechnen mit einem Trend nach urbanem Wohnen»

    Zur Person
    Stephan Attiger (FDP) leitet seit 2013 das Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau. Auf nationaler Ebene vertritt der 54-Jährige als Präsident der Bau- und Umweltdirektorenkonferenz (BPUK) und als Vorstandsmitglied der Energiedirektorenkonferenz (ENDK) die Anliegen des Kantons. Der gebürtige Badener arbeitete lange Zeit in den Führungsetagen verschiedener Schweizer Unternehmen, bevor er in die Politik wechselte. Er war unter anderem von 2006 bis 2013 Stadtpräsident der Stadt Baden und von 2009 bis 2013 Grossrat des Kantons Aargau.

    Sie leiten das Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau. Wie muss man sich einen typischen Arbeitstag bei Ihnen vorstellen?
    In den letzten Monaten waren meine Arbeitstage covidbedingt eher untypisch: Ich war häufig im Homeoffice, physische Treffen waren selten, und offizielle Anlässe fanden fast gar nicht statt. Aber auch sonst ist nicht jeder Tag gleich, und der Ablauf hängt stark vom Terminkalender ab. Grundsätzlich bespreche ich am frühen Morgen mit meinen engsten Mitarbeitenden die kurzfristig anstehenden Themen und was mittel- und langfristig ansteht. Danach folgen Meetings auf verschiedenen Stufen: Regierungsrat, Departement, Abteilungen, bilaterale Gespräche und Sitzungen mit Externen. Zwischendurch studiere ich Akten.

    Welche Meilensteine haben Sie in Sachen Bau bislang erreicht?
    Da gibt es einerseits zahlreiche grössere und kleinere Bauten, die ich einweihen durfte – nicht nur im Strassenbau, sondern auch im Umweltbereich wie etwa Hochwasserschutz- und Renaturierungsprojekte. Auch Letztere wirken sich direkt und positiv auf die Wohn- und Standortattraktivität aus. Daneben haben wir wichtige Grundlagen für die Planung und spätere Umsetzung von Mobilitätsvorhaben geschaffen. Mit der letzten Revision des Richtplans und der neuen kantonalen Mobilitätsstrategie mobilitätAARGAU wollen wir die Siedlungs- und die Verkehrsentwicklung aufeinander abstimmen. Sie setzt deshalb gezielt räumliche Akzente und differenzierte Ziele pro Raumtyp für die einzelnen Verkehrsmittel. Das wiederum wirkt sich auf den Tief- und den Hochbau aus. Als Kanton nehmen wir auch eine Vorbildfunktion ein.

    Inwiefern?
    Wir fördern zum Beispiel in den Aussenräumen unserer Liegenschaften vermehrt Biodiversität und Aufenthaltsqualität. Wir suchen nach guten Lösungen, wie Biodiversitätsthemen bei Neubauten und bei der Pflege bestehender Liegenschaften berücksichtigt werden können. Klimaanpassungs-Massnahmen an Gebäuden und in deren Umfeld leisten einen Beitrag, unsere klimapolitischen Ziele zu erreichen. Ein gutes Beispiel ist zudem der Neubau des Amtes für Verbraucherschutz, bei dem wir als nachhaltigen Baustoff Holz aus den Aargauer Wäldern einsetzen wollen.

    Welches sind aktuell die bedeutendsten Bauprojekte im Hochbau?
    Ein zurzeit laufendes grosses Projekt im Bereich der kantonalen Immobilien ist der Neubau des Polizeigebäudes im Telliquartier in Aarau. Hier sollen die auf zahlreiche Standorte verteilten Einheiten der Kantonspolizei zusammengeführt werden. Die Baubewilligung ist bereits vorhanden. Auch startete der Kanton Ende März das Anhörungsverfahren für den neuen Standort einer Kantonsschule im Fricktal. Die Anhörungen zum erwähnten Neubau für das Amt für Verbraucherschutz und das Projekt zum Zusammenzug der Informatik Aargau in einem Gebäude in Unterentfelden konnten abgeschlossen werden. Alle Baumassnahmen werden nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit umgesetzt. Bei der Planung liegt jeweils ein besonderes Augenmerk auf die im Gebäude gebundene graue Energie, und der Zeitpunkt für neue Nutzeranforderungen wird auf den Instandsetzungszeitpunkt abgestimmt.

    Der Aargau hat eine grosse Anzahl Entwicklungsareale, die Platz für zusätzliche Einwohner bieten könnten. Wie sehen hier die Pläne aus?
    Der kantonale Richtplan bezeichnet 21 Wohnschwerpunkte mit Arealen, die für eine hochwertige Siedlungsentwicklung prädestiniert sind. Diese sollen einen namhaften Beitrag dazu leisten, das erwartete Bevölkerungswachstum der nächsten 10 bis 20 Jahre an geeigneten, gut erreichbaren Orten aufzufangen. Die Areale sollen nicht nur mit einer angemessenen Dichte den haushälterischen Umgang mit dem Boden unterstützen, sondern auch im Interesse einer nachhaltigen Entwicklung zu qualitativ hochstehenden und attraktiven Wohnstandorten werden. Dies ist die Aufgabe der Gemeinden, die in der Nutzungsplanung die geeigneten Rahmenbedingungen und Anforderungen bestimmen. Der Kanton unterstützt sie dabei.

    Arealentwicklungen stolpern häufig über die Verkehrsproblematik. Helfen Sie hier aktiv bei der Lösungssuche?
    Es ist effektiv so, dass gerade bei Arealentwicklungen hohe Anforderungen an die Verkehrsplanung gestellt werden. Dies, weil viele Unbekannte bestehen bezüglich zukünftiger Ansprüche. Hier muss die Verkehrsplanung ein flexibles Gerüst bereitstellen, um auf die verschiedenen Anforderungen der Investoren reagieren zu können. Soweit der Kanton betroffen ist, übernimmt er einen aktiven Part oder setzt an den Schnittstellen die Rahmenbedingungen.

    Das Projekt zur Verlängerung der Limmattalbahn von Killwangen-Spreitenbach bis Baden schlägt derzeit hohe Wellen. Mit welchen Argumenten versuchen Sie, die Gegner der Verlängerung umzustimmen?
    Die Berichterstattung in den Medien vermittelt leider ein verzerrtes Bild von der allgemein grossen Akzeptanz zu diesem Projekt. In der öffentlichen Anhörung haben die Regionalplanungsverbände und alle Gemeinden im Perimeter der neuen Tramstrecke sowie die meisten Verbände der Limmattalbahn zugestimmt. Eine breite Zustimmung hat auch die konkret vorgeschlagene Linienführung erhalten. Die Vorbehalte aus der Bevölkerung, die aus der Anhörung hervorgegangen sind, nehmen wir sehr ernst. Zum Beispiel haben wir zusätzliche Varianten für die Linienführung aufgenommen. Diese und weitere beanstandete Punkte werden wir bis zur Festsetzung im Richtplan genauer untersuchen und mit den übrigen kantonalen Interessen sowie mit den erwähnten Vorbehalten abwägen.

    Die Zersiedelung ist auch im Aargau ein Problem. Haben die Gemeinden bei der Raumentwicklung Fehler gemacht?
    Wichtig ist, dass der Blick in die Zukunft geht. Im heutigen Bestand sollen die Potenziale erkannt werden, die für eine nachhaltige Entwicklung besser genutzt werden können. Die Revision des Raumplanungsgesetzes von 2013 hat gezeigt, dass mit der Siedlungsentwicklung nach innen, also der Nutzung der bestehenden Reserven, die Entwicklungsbedürfnisse der nächsten 20 Jahre abgedeckt werden können. Die Eindämmung der Zersiedelung nehmen wir sehr ernst. Der Richtplan 2015 legt das Siedlungsgebiet abschliessend fest. Der Verbrauch von Fruchtfolgeflächen ist bereits stark zurückgegangen.

    Wie gut oder schlecht funktioniert die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit bei der Raumentwicklung?
    Bei dieser Zusammenarbeit kommt vor allem den Regionalplanungsverbänden eine wichtige Rolle zu. Sie haben auch gemäss Baugesetz die kommunalen Nutzungsplanungen regional abzustimmen. Die Koordination entlang der Gemeindegrenzen funktioniert.

    Wie sieht für Sie eine optimale Bodenressourcennutzung aus?
    Der haushälterische Umgang mit dem Boden ist ein zentrales Anliegen. Das Bauen in die Höhe kann aber nicht schrankenlos erfolgen. Die Siedlungsqualität und das Ortsbild sind immer zu berücksichtigen. Und bei unterirdischen Bauten ist darauf zu achten, dass genügend Flächen bleiben, wo man grosse Bäume pflanzen und Wasser versickern kann. Das ist entscheidend zur Vermeidung von Wärme-Inseln im Siedlungsgebiet und für das Grundwasser. Der Klimawandel stellt uns vor grosse Herausforderungen. Eine optimale Nutzung der Ressource Boden, eine nachhaltige Siedlungsentwicklung und hochwertige Wohn- und Arbeitsplatzgebiete sind keine Gegensätze.

    Der Kanton Aargau ist bereits heute in Sachen Digitalisierung gut aufgestellt. Wie sehen hier die Zukunftspläne im Baubereich aus?
    Die Digitalisierung von Bauprojekten mit Building Information Modeling (BIM) ist bei uns ein grosses Thema. Momentan beschäftigen wir uns mit rund 20 BIM-Pilotprojekten. Anfang Jahr wurde so auch die erste Baumeistersubmission als Teil eines Pilotprojekts im Einladungsverfahren ausgeschrieben. Unser Ziel ist, dass BIM ab 2025 bei allen neu startenden Projekten der Abteilung Tiefbau standardmässig für die Projektabwicklung eingesetzt wird. Den gleichen «Fahrplan» haben Astra und SBB.

    Pandemien hatten schon früher Einfluss auf die Stadtplanung. Wird Corona die Stadtplaner in Zukunft vor neue Herausforderungen stellen?
    Unsere Dörfer und kleinen Städte sind als Orte der kurzen Wege bestens geeignet für den Fuss- und Veloverkehr. Das ist eine sehr gute Ausgangslage, auch in Pandemiezeiten. An immer mehr Orten gibt es die Möglichkeit, in Co-Working-Spaces zu arbeiten. So lassen sich lange Reisezeiten vermeiden, auch wenn der Platz für Homeoffice knapp ist. Wichtig sind attraktive öffentliche Räume und gut erreichbare Naherholungsmöglichkeiten. Diese sind nicht erst seit Corona sehr gesucht. Dass diese Pandemie die Stadtplanung völlig auf den Kopf stellt, glaube ich nicht.

    Laut einer Analyse von Wüest & Partner hat der Kanton Aargau neben Genf, Waadt und Zürich das höchste Potenzial an neuem Wohnraum und Entwicklungsarealen. Was wird sich im Aargau in 10 Jahren verändert haben?
    Gemäss unserer Prognose werden wir besonders an gut erreichbaren Lagen, in Bahnhofsnähe, in den Zentren unserer Dörfer und Städte mehr attraktiven Wohnraum erhalten. Bestehende Bauten werden umgenutzt, zum Teil wird neu gebaut. Wir rechnen mit einem Trend nach urbanem Wohnen, nicht zuletzt wegen der demografischen Entwicklung. Mehr ältere Leute zieht es an zentrale Lagen, wo sie von Dienstleistungen, kurzen Distanzen und vom kulturellen Angebot profitieren können. Aber auch das Wohnen im Grünen wird attraktiv bleiben. Viele der rund 100’000 Einfamilienhäuser im Aargau werden saniert und energetisch auf den neusten Stand gebracht oder sogar durch Neubauten ersetzt werden.

  • Kanton genehmigt Gestaltungsplan Rai in Bergdietikon

    Kanton genehmigt Gestaltungsplan Rai in Bergdietikon

    Der vom Gemeinderat eingereichte Gestaltungsplan für das Gebiet Rai in Bergdietikonist vom Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau genehmigt worden. Das gibt der Gemeinderat in einer Mitteilung bekannt. Enthalten darin ist ein Rückblick auf die 40-jährige Geschichte um das Land Rai. Sie begann mit dem Kauf von vier Parzellen Land im Gebiet Rai zwischen 1980 und 1990, um das mögliche Bauland nicht Spekulanten zu überlassen.

    Nach der Genehmigung des Kantons wird es in einem nächsten Schritt an die konkrete Umsetzung des Bauvorhabens gehen. Laut der Mitteilung des Gemeinderats sind als erster Schritt Massnahmen zur Stabilisierung des an einem Hang gelegenen Geländes zu realisieren. Die Implenia Immobilien AG muss dazu ein Baugesuch für die geplanten Arbeiten bei der Gemeinde Bergdietikon einreichen. Das von der Heinrich Jäckli AG und Basler & Hofmann AG erarbeitete Konzept schlägt dabei vor, die Hangbewegungen durch tiefe, in der Fallrichtung des Hanges angeordnete Sickergräben deutlich zu verlangsamen. Für die künftige Erschliessung und Bebauung des Gebiets Rai wurden zwischen 1991 und 2005 Baugrunduntersuchungen und Bewegungsmessungen durchgeführt. Aus ihnen folgt, dass die Hangbewegungen soweit reduziert werden können, dass Erschliessung und Bebauung möglich werden.

    In den Jahren seit Erwerb des Gebietes Rai durch die Gemeinde habe das Thema der Nutzung die politische Debatte immer wieder bestimmt, schreibt Gemeindeschreiber Patrick Geissmann in dem Bericht über das Land Rai. Zu Wort kommen Pius Achermann, Gemeindeammann von 1994 bis 2005. Er wird zitiert: „Die Bedeutung des Rai-Gebietes erreichte während meiner Amtszeit einen hohen Stellenwert. Kaum eine Gemeinderatssitzung verging, ohne das Thema Rai zu behandeln. Rai wurde zu einem Dauerthema.“

    Für Paul Meier, Gemeindeammann von 2006 bis 2009, war das Land Rai „ein Reizwort während meinen 16 Jahren im Gemeinderat.“ Und Gerhart Isler, Gemeindeammann 2010 bis 2017, wird zitiert, dass das Thema mit dem Einbeziehen der Implenia Development AG und konkreten Planungsarbeiten versachlicht wurde. Ralf Dörig, Gemeindeammann seit 2018, wird zitiert: „Es freut mich natürlich sehr, dass die rund 40-Jährige Geschichte rund um das Land ‚Rai‘ nun mit einem rechtskräftigen Gestaltungsplan abgeschlossen werden kann.“ Über viele Legislaturen sei mit Hochdruck und Engagement an Lösungen gearbeitet worden, aber es habe auch Rückschläge gegeben. Jetzt liege ein erfolgreicher Abschluss der gesamten Planung vor.

  • BKW erneuert Unterstationen im Oberaargau

    BKW erneuert Unterstationen im Oberaargau

    Die BKW erneuert ihre in die Jahre gekommenen Umspannwerke in den Berner Gemeinden Huttwil, Niederbipp und Bannwil, informiert die Energiedienstleisterin in einer Mitteilung. Als Hintergrund wird dort der steigende Energiebedarf im Oberaargau genannt. Hier planten diverse Unternehmen eine Erweiterung ihrer Kapazitäten, schreibt die BKW.

    In die Erneuerung der drei Unterstationen will die BKW rund 11 Millionen Franken investieren. Die Arbeiten werden gemeinsam mit den Tochterunternehmen AEK und onyx durchgeführt, da die Anlagen auch die Gebiete dieser Tochterfirmen versorgen, heisst es in der Mitteilung. Bis 2023 sollen die Gebiete rund um Niederbipp, Densingen, Bannwil, Herzogenbuchsee und Huttwil „mit hochmoderner Netztechnik“ ausgestattet werden, schreibt die BKW.

    Die Arbeiten in Huttwil stehen bereits kurz vor Fertigstellung, informiert die Energiedienstleisterin in der Mitteilung weiter. Hier wurde die 50-Kilovolt-Anlage erneuert und in einem neuen Gebäude untergebracht. In Niederbipp laufen die Arbeiten seit August letzten Jahres. Dabei wird die alte 16-Kilovolt-Anlage durch ein leistungsfähigeres neues Exemplar ersetzt. In Bannwil soll eine neue 50-Kilovolt-Schaltanlage installiert werden.

  • Aargau treibt Weiterführung von Limmattalbahn voran

    Aargau treibt Weiterführung von Limmattalbahn voran

    Der Regierungsrat hat eine Botschaft zuhanden des Grossen Rates verabschiedet, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Demnach soll die Fortführung der Limmattalbahn von Killwangen nach Baden nun auf die Stufe Zwischenergebnis angehoben werden. Bislang wird das Projekt im kantonalen Richtplan als Vororientierung geführt.

    Der Kanton verweist in der Mitteilung auf die enge Verknüpfung der Limmattalbahn und des regionalen Gesamtverkehrskonzepts Ostaargau (rGVK OASE) im Raum Baden. Demnach sollen Massnahmen im Raum Baden „vorerst im Richtplan auf Stufe Zwischenergebnis verbleiben“. „Die Massnahmen für das rGVK OASE im Raum Brugg-Windisch sollen dagegen durch den Beschluss des Grossen Rats noch vor Ende 2020 auf die Stufe Festsetzung angehoben werden.“

    Die Limmattalbahn sei „ein zentraler Baustein für die Bewältigung der zukünftigen und wachsenden Mobilitätsbedürfnisse im Korridor Killwangen-Neuenhof-Wettingen-Baden“. Durch sie könne die hohe Standortgunst und der Erhalt der wirtschaftlichen Funktionsfähigkeit der Region sichergestellt werden. In der Botschaft des Regierungsrates werden auch die neuen Haltestellen in Wettingen und Spreitenbach behandelt. „Die zukünftige SBB-Haltestelle Wettingen Tägerhard soll S-Bahn, Bus und Limmattalbahn miteinander verknüpfen und den geplanten Wohnschwerpunkt Tägerhard-Ost optimal an den öV anbinden.“ Sie soll daher ebenso als Zwischenergebnis in den kantonalen Richtplan aufgenommen werden wie die künftige Haltestelle der Limmattalbahn im Osten von Spreitenbach, welche „langfristig eine dichte, urbane Wohn- und Gewerbenutzung ermöglichen“ soll.