Schlagwort: Abbruchbeton

  • Neue Anlage zur Mineralisierung von CO2 in Deutschland

    Neue Anlage zur Mineralisierung von CO2 in Deutschland

    Neustark hat gemeinsam mit Partner Heinrich Feess GmbH & Co. KG in Kirchheim unter Teck eine Anlage zur permanenten Speicherung von CO2 in Abbruchbeton in Betrieb genommen. Die Anlage beim baden-württembergischen Bauschuttrecycler ist bereits die zweite von neustark in Deutschland realisierte Anlage, informiert das ClimateTech aus Bern in einer Mitteilung. Jährlich können hier etwa 1000 Tonnen CO2 in Abbruchbeton gebunden werden.

    Die Technologie von neustark arbeitet mit bei lokaler Biomethanproduktion anfallendem CO2. Es wird direkt abgeschieden und für den Transport verflüssigt. In der Anlage nahe Stuttgart wird das CO2 dem Abbruchbeton in einem luftdicht verschlossenen Silo zugeführt. In kurzer Zeit verbinde es sich dort in Form von Kalkstein im Aggregat, schreibt neustark. Die Technologie verkürzt den in der Natur mehrere Jahrzehnte dauernden Mineralisierungsprozess auf wenige Stunden.

    «Wir haben uns für diese neuartige Technologie entschieden, weil sie sich hervorragend in unseren Ablauf zum Betonrecycling und -produktion vor Ort integriert», wird Walter Feess, Senior-Chef des Bauschuttrecyclers, in der Mitteilung zitiert. Für Valentin Gutknecht, Mitgründer und Co-CEO von neustark, ist die neue Anlage ein weiterer Schritt Richtung Ziel des ClimateTechs, 2030 jährlich rund 1 Million Tonnen CO2 dauerhaft binden zu können. «Jetzt braucht es dringend die Nachfrage der öffentlichen Hand nach karbonatisierten Baumaterialien im Hoch- und Strassenbau und entsprechende gesetzliche Regularien, um die Bestrebungen nach mehr Nachhaltigkeit zu unterstützen», meint Gutknecht.

  • Berner Kantonalbank kooperiert mit Neustark

    Berner Kantonalbank kooperiert mit Neustark

    Die Berner Kantonalbank (BEKB) fördert CO2-Speicheranlagen in der Region Bern-Solothurn. Dazu hat sie laut ihrer Medienmitteilung eine Kooperation mit dem Berner Start-up Neustark vereinbart. Sie soll dessen innovative Technologie zur dauerhaften Speicherung von CO2 in Abbruchbeton unterstützen. Damit sollen in den nächsten zehn Jahren rund 1000 Tonnen CO2 im Wirtschaftsgebiet der BEKB aus der Atmosphäre entfernt werden.

    Neustark, eine 2019 gegründete Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, ist laut der Mitteilung das erste Unternehmen weltweit, das die Kohlenstoffentfernung durch Mineralisierung in Abbruchbeton in die kommerzielle Praxis umgesetzt und ein Netz von Speicheranlagen eingerichtet hat. Im Sommer 2023 wurde im Solothurnischen Biberist die bis anhin grösste Anlage im Wirtschaftsgebiet der BEKB in Betrieb genommen. Weitere Anlagen in der Region sind in Planung. „Durch unsere Zusammenarbeit fördern wir nicht nur innovative Technologien zur Erreichung der Klimaziele, wir tragen auch zur Kreislaufwirtschaft in der Region bei und ermöglichen es, CO2-Emissionen im eigenen Wirtschaftsraum permanent zu entfernen“, wird BEKB-CEO Armin Brun zitiert.

    Im Jahr 2022 betrugen die betrieblichen CO2-Emissionen der BEKB 1153 Tonnen. Diese sollen mittels verschiedener Massnahmen weiter reduziert werden. Durch diese Kooperation mit Neustark wird die Bank ab 2024 jährlich 100 Tonnen CO2 der Betriebsemissionen im eigenen Wirtschaftsgebiet dauerhaft aus der Atmosphäre entfernen. Dabei handelt es sich den Angaben zufolge um die geschätzten Restemissionen, die für die BEKB unvermeidbar sind und auch in Zukunft nicht reduziert werden können.