Schlagwort: Abwärmenutzung

  • Fernwärme aus Abwasser soll Gemeinde dekarbonisieren

    Fernwärme aus Abwasser soll Gemeinde dekarbonisieren

    Das Energieunternehmen CKW, Teil der Axpo-Gruppe, erhält den Zuschlag bei der Präqualifikation des geplanten Fernwärmenetzes in Richterswil. Mit dem Fernwärmenetz, das zentral für das Energie- und Klimakonzept der Gemeinde ist, möchte das Energieunternehmen laut einer Mitteilung eine langfristige Partnerschaft zur Dekarbonisierung starten.

    Der Energieverbund soll hauptsächlich aus Abwärme der Abwasserreinigungsanlagen (ARA) Richterswil betrieben werden. Eine zusätzliche Wärmeproduktion für Spitzenlast- und Sicherheitsabdeckung wird zukünftig evaluiert. Ziel ist es, dass Gewerbebetriebe sowie Einwohnerinnen und Einwohner von einem wirtschaftlich attraktiven Angebot profitieren. «Wir freuen uns sehr über den Zuschlag und sind überzeugt, dass wir in Richterswil eine wirtschaftliche und nachhaltige Wärmeversorgung projektieren können», wird Angela Krainer in der Mitteilung zitiert, Leiterin Geschäftsbereiche Energie von CKW.

    Zukünftig übernimmt die CKW die gesamte Projektierung des Wärmeverbundes. Die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Unternehmen soll im Sommer konkretisiert und nächste Projektschritte sollen im Herbst 2025 unternommen werden.

  • Neues Rechenzentrum stärkt digitale Infrastruktur in Winterthur

    Neues Rechenzentrum stärkt digitale Infrastruktur in Winterthur

    Der Rechenzentrenbetreiber NorthC Schweiz AG hat am 20. März sein neues Rechenzentrum in Winterthur eingeweiht. Das neue Rechenzentrum befindet sich auf einer Fläche von rund 1100 Quadratmeter im Turm Areal. Es soll eine zentrale Rolle als Knotenpunkt für die regionale Datenkommunikation spielen, so heisst es in einer Medienmitteilung.

    Das Rechenzentrum bietet KMU und grossen Unternehmen in der Region individuelle Colocation-Lösungen, sichere und direkte Cloud-Verbindungen sowie garantierte Bandbreiten und Geschwindigkeiten für geschäftliche Anwendungen. Durch die Anbindung an die Rechenzentren in Münchenstein BL und Biel sollen zuverlässige Verbindungen zu einer Vielzahl von Cloud- und IT-Dienstleistern gewährleistet werden.

    Das Rechenzentrum verfügt über eine derzeitige Leistungskapazität von 1,8 Megawatt und wird vollständig mit erneuerbarer Energie betrieben. NorthC plant laut der Mitteilung mit seiner 2030 Strategie, Projekte zu initiieren, mit denen die entstehende Abwärme in Winterthur zukünftig sinnvoll genutzt werden kann.

    NorthC setzt laut Patrik Hofer auf regionale Rechenzentren mit internationaler Reichweite. „Mit unserem regionalen Ansatz können wir massgeschneiderte Lösungen für die Region Winterthur anbieten, die den hohen Ansprüchen an Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit gerecht werden“, wird der Managing Director Schweiz bei NorthC in der Medienmitteilung zitiert.

    In Winterthur sind nach Ralph Peterli, Geschäftsführer der Handelskammer und Arbeitgebervereinigung Winterthur, bereits viele führende Technologieunternehmen ansässig. „Es ist gut zu wissen, dass mit NorthC ein regionales Unternehmen stabile und sichere IT-Infrastrukturen auf Stadtgebiet anbietet“, äusserte sich Peterli der Medienmitteilung zufolge.

    NorthC Schweiz hat seinen Sitz in Biel und ist ein Tochterunternehmen der NorthC Group mit Sitz in Oude Meer in den Niederlanden.

  • Kooperation bei Optimierung von Rechenzentren

    Kooperation bei Optimierung von Rechenzentren

    Die BKW und das Jungunternehmen K51 aus Eschenz spannen in einem innovativen Projekt für Rechenzentren zusammen. K51 platziert Server und Rechenzentren an Orten wie Gewächshäusern, damit die Abwärme aus der Rechenleistung zum Heizen eingesetzt werden kann. «Wir liefern fossilfreie Wärme frei Haus und nutzen Rechenleistung als innovativen Brennstoff», wird Benoît Stroelin, Co-Gründer und CEO von K51, in einer Mitteilung der BKW zitiert. «Unser Ziel ist es, die Energieverschwendung im High Performance Computing (HPC) massgeblich zu reduzieren und so einen relevanten Beitrag zur Dekarbonisierung zu leisten.»

    In Zusammenarbeit mit der BKW hat das erste reguläre Rechenzentrum von K51 einen massgeschneiderten Bezugsvertrag für Strom bekommen. Dabei wird der Betrieb der Anlage über eine tägliche Spotpreisprognose von BKW Energy gesteuert, so dass die Rechenleistungen in den jeweils günstigsten Stunden durchgeführt werden.

    Darüber hinaus bindet die BKW die Rechenzentren von K51 an den Regelenergiemarkt an. Auf diese Weise kann die Berner Energieversorgerin die einzelnen Rechenzentren zum Erhalt der Netzstabilität bei Bedarf an- oder abschalten. «K51 erfüllt punkto Systemsteuerung und Flexibilität genau die Anforderungen, welche es für ein solches Modell braucht», wird Thomas Egli, Leiter Business Enabling bei BKW Energy, in der Mitteilung zitiert. «Wir arbeiten eng zusammen, um zusätzliches Potential beispielsweise bei der Ausgleichsenergie realisieren zu können.»

  • Fernwärmenetz im unteren Wiggertal rückt näher

    Fernwärmenetz im unteren Wiggertal rückt näher

    Die Energieunternehmen Primeo Energie aus Münchenstein und die StWZ Energie AG sind in den Planungen zum Fernwärmenetzwerk Fernwärme Unteres Wiggertal (FUWI). Gemäss einer Medienmitteilung sieht ihr Lösungsansatz vor, bereits bestehende Verbünde einzubringen.

    «Das Projekt ist ein wichtiger Beitrag zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung. StWZ und Primeo sind überzeugt, dass sich das Fernwärmenetz im unteren Wiggertal am effektivsten umsetzen lässt, wenn wir unsere Kräfte in einer gemeinsamen Gesellschaft bündeln», wird Michael Schneider, Geschäftsführer der Primeo Wärme AG, zitiert. Als erstes soll das Fernwärmenetz in Oftringen und Zofingen ausgebaut werden und in dem Zuge die bestehenden Fernwärmenetze beider Gemeinden eingebunden werden. Als klimaneutraler Wärmeenergieersatz sollen die Holzverbrennung in den StWZ-Energiezentralen und Abwärme der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) der Erzo (Entsorgung Region Zofingen) genutzt werden.

    Zu Beginn waren an dem Projekt neben der StWZ Energie AG Zofingen auch die EW Oftringen AG und EW Rothrist AG beteiligt. Entgegen der Planungen haben die beiden regionalen Energieversorger aus verschiedenen Gründen ihre Zusage zum Beitritt in die Gesellschaft vorerst zurückgezogen. Beide Unternehmen stehen laut Mitteilung aber hinter dem Vorhaben für CO2-neutrale Fernwärme. Eine Beteiligung zu einem späteren Zeitpunkt sei nicht ausgeschlossen.

    Offen ist zudem die Frage nach einer künftigen Aufstockung der Wärmeabnahme ab Sommer 2027. Für den Bau einer neuen KVA und das dafür benötigte zusätzliche Landstück soll das Oftringer Stimmvolk im November 2025 abstimmen.

  • Nachhaltige Wärmeversorgung in Bülach geplant

    Nachhaltige Wärmeversorgung in Bülach geplant

    Energie 360° und die Stadt Bülach beginnen mit dem Aufbau eines Energieverbunds, für den ab 2026 die Energiezentrale gebaut wird. Gemäss einer Medienmitteilung des Energieunternehmens ist vorgesehen, die Abwärme aus der Abwasserreinigungsanlage Furt für Heizung und Warmwasser zu nutzen.

    Die Anlage biete Potenzial für bis zu 300 Liegenschaften. Damit könnten rund 2600 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Wie die Energiedienstleisterin mitteilt, sollen ab Herbst 2028 die Bülacher Stadtteile Hinterbirch und Grampen sowie das Stadtzentrum mit regional erzeugter und CO2-neutraler Wärme beliefert werden. Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer sowie Liegenschaftsverwaltungen könnten schon jetzt auf einer Online-Plattform Anschlussmöglichkeiten an den Energieverbund prüfen und Richtpreise berechnen.

    In Bülachs Grundwasserschutzzonen seien Erdsonden nicht zugelassen, der Energieverbund sei „ein zentraler Puzzlestein“ der städtischen Energie- und Klimastrategie, heisst es zur Begründung. „Der Energieverbund passt zu unseren Bestrebungen, der Stadt Bülach eine moderne und zukunftsfähige Infrastruktur zu sichern“, wird Stadträtin Andrea Spycher zitiert.

    Die Investitionssumme für den Energieverbund wird von Energie 360° getragen. Nach Angaben des Energieunternehmens könnte das Projekt auch der Start für ein künftiges Fernwärmenetz sein. Energie 360° prüfe derzeit Chancen, weitere nachhaltige Energiequellen zu nutzen mit dem Ziel einer grossflächigen Versorgung mit lokaler Fernwärme.

  • Einfamilienhaus wird mit Bitcoin Mining geheizt

    Einfamilienhaus wird mit Bitcoin Mining geheizt

    Der erste RY3T ONE heizt ein komplettes Einfamilienhaus. Das hat die Firma RY3T aus dem Kanton St.Gallen jetzt mitgeteilt. Dabei handelt es sich um eine Serverheizung, die die Abwärme aus dem Bitcoin Mining nutzt. Sie wurde von einem Installationspartner samt Boiler und Pufferspeicher installiert.

    «Die Relevanz von Bitcoin nimmt täglich zu», so RY3T auf seiner Internetseite. «Damit Millionen von Menschen Zugang zu einem sicheren Zahlungssystem haben, braucht es Bitcoin Mining», heisst es dort weiter. «Die daraus entstehende Abwärme nutzen wir, um dein Zuhause zu heizen.»

    Solche Serverheizungen können laut RY3T ökologischer sein als Wärmepumpen. Erstens machten sie die Abwärme von Computern zu einer Ressource, statt sie einfach nur in die Luft zu entlassen. Zweitens seien Wärmepumpen zwar effizienter als Serverheizungen, doch verbrauchten sie anders als diese keinen zusätzlichen Strom, um Wärme zu erzeugen. Und drittens nutzten Serverheizungen vorhandene Technologie und bräuchten im Gegensatz zu Wärmepumpen keine zusätzlichen Komponenten und Kühlmittel.

    Einige der ersten RY3T ONEs werden zunächst als ergänzendes Heizsystem installiert. «Der Grund: Die Kunden möchten das Gerät erst einmal kennenlernen und die Wärme des Bitcoin Mining erleben.» Eine spätere Aufrüstung zur primären Heizquelle sei jedoch möglich. Die Installation selbst gestalte sich ähnlich der einer Wärmepumpe. In den auf die Erstinstallation folgenden Wochen werden den Angaben zufolge insgesamt zehn weitere Geräte in Privathäusern aufgestellt und angeschlossen.

  • Neue Rechenzentrum in Genf speist Abwärme ins Fernwärmenetz ein

    Neue Rechenzentrum in Genf speist Abwärme ins Fernwärmenetz ein

    INFOMANIAK, europaweit tätiger Cloud-Anbieter und Entwickler von Webtechnologien, hat im Beisein von Behördenvertretern und Projektpartnern ein neues Rechenzentrum am Unternehmensstandort Genf eingeweiht. Gemäss einer Medienmitteilung kann der von den dort 10’000 unterirdisch installierten Servern verbrauchte Strom per Fernwärmenetz als Heizenergie nochmals verwendet werden. Obgleich es sich um eine energieintensive Anlage handele, gilt das Rechenzentrum damit als «aktiver Akteur der Energierückgewinnung».

    Bereits im November 2024 wurde damit begonnen, den in diesem Rechenzentrum verbrauchten Strom zu 100 Prozent in Wärme umzuwandeln und in das kantonale Fernwärmenetz einzuspeisen. Aktuell nutze der Serverpark 25 Prozent seiner Kapazität, bis 2028 soll die Anlage mit voller Leistung laufen. Für das Fernwärmenetz wird dann eine Leistung von 1,7 Megawatt erwartet. «Mit so viel Energie können jährlich 6000 Minergie-A-Haushalte beheizt werden oder 20’000 Personen täglich fünf Minuten lang duschen», heisst es in der Mitteilung.

    Das neue Datacenter soll den bisherigen Verlust der Abwärme mit einem neuen Funktionsprinzip ändern. Es gibt die aus Strom gewonnene Wärme mit einer Temperatur von 40 bis 45 Grad an einen Luft-Wasser-Wärmetauscher ab, der einen Warmwasserkreislauf erwärmt. Wärmepumpen ermöglichen im Anschluss eine Erhöhung der Wassertemperatur, um die Abwärme in das Fernwärmenetz zu leiten.

    Zur positiven Klimawirkung trage zudem die Lage unter einem Wohngebiet bei. Dadurch seien keine Auswirkungen im Stadtbild zu befürchten. So würden mehrere bedeutende Herausforderungen der Cloud-Branche gelöst und Schritte für mehr technologische Unabhängigkeit in Europa getan, heisst es.