Schlagwort: Abwasserreinigung

  • Modernisierte Abwasseranlage stärkt Gewässerschutz und Energieeffizienz

    Modernisierte Abwasseranlage stärkt Gewässerschutz und Energieeffizienz

    Erneuerung und Ausbau der ARA Basel sind abgeschlossen. Am 17. April wurde die Abwasserreinigungsanlage offiziell eingeweiht. Eine der wichtigsten Infrastrukturanlagen der Region war seit 2019 im laufenden Betrieb grundlegend modernisiert und erweitert worden. Damit zählt sie nun europaweit zu den modernsten Anlagen ihrer Art. Am Wochenende vom 18. und 19. April kann sich die Bevölkerung bei den Tagen der offenen Tür ein Bild davon machen.

    Ziel des Projekts war es laut einer Mitteilung des Kantons Basel-Stadt, die Reinigungsleistung deutlich zu verbessern, die Anlage an zukünftige Anforderungen anzupassen und einen langfristigen Beitrag zum Gewässerschutz zu leisten. Sie befindet sich nun auf dem neuesten Stand der Technik und gewährleistet einen gesetzeskonformen Betrieb für mehrere Jahrzehnte. Ausgelegt ist sie auf eine bis 2050 hinreichende Kapazität von 520’000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Zudem kann sie vorgereinigtes Industrieabwasser der ARA Chemie aufnehmen.

    Durch die Modernisierung ist die ARA Basel nun auch für den Stickstoffabbau ausgerüstet und verfügt über eine Reinigungsstufe zur Reduktion von Mikroverunreinigungen. Ergänzt wird sie durch eine Schlammfaulung und Photovoltaikanlagen. Zudem wird aus der Klärschlammvergärung Biogas gewonnen und mehr Abwärme ins Fernwärmenetz abgegeben.

    Betreiberin der ARA Basel ist die Prorheno AG. Für die Erneuerung der Anlage wurden von den Parlamenten der beiden Basel 325,1 Millionen Franken bewilligt. Die Schlussabrechnung liegt noch nicht vor.

  • Energiezukunft im Limmattal

    Energiezukunft im Limmattal

    Das Limmattaler Regiowerk Limeco steht vor einem Jahrhundertprojekt. Bis 2034 soll eine neue Kehrichtverwertungsanlage entstehen, bis 2050 folgt die Neuorganisation der Abwasserreinigung. Damit wird sichergestellt, dass Abfall und Abwasser aus dem Limmattal auch künftig umweltgerecht aufbereitet und als Energiequelle genutzt werden.

    Die bestehende KVA wird durch einen Neubau weiter westlich ersetzt. Am bisherigen Standort soll eine grössere ARA realisiert werden, die den Bedarf des wachsenden Limmattals langfristig abdeckt. Die heutige ARA wird bis 2050 aufgehoben. Sie liegt in einem national geschützten Natur- und Vogelschutzgebiet.

    Ein Projekt mit Weitblick
    Das Limmattaler Energiezentrum steht exemplarisch für den Wandel im Entsorgungs- und Energiesektor. Aus reiner Abfallverwertung entsteht ein multifunktionaler Energieknoten, der Wärme, Strom und Gas bereitstellt – ressourcenschonend, lokal verankert und klimaneutral gedacht.

    Gestaltungsplan legt Rahmen fest
    Die planungsrechtliche Grundlage bildet ein kantonaler Gestaltungsplan. Er definiert verbindlich, wie die Anlagen etappiert, erschlossen und eingebettet werden. Vorgaben zu Baufeldern, Umwelt- und Gewässerschutz, Naturräumen sowie zu öffentlichen Grünflächen schaffen Planungssicherheit.

    Parallel läuft eine Umweltverträglichkeitsprüfung. Sie prüft, wie sich die Bau- und Betriebsphasen auf Umwelt, Anwohner und Ökosysteme auswirken. Ziel ist ein Energiezentrum, das Klima- und Ressourcenschonung verbindet. Dies mit Strom-, Fernwärme- und Gasproduktion aus erneuerbaren Quellen sowie Konzepten zur direkten Abscheidung von CO₂-Emissionen.

    Beteiligung und Information
    Der Gestaltungsplan wird ab dem 20. Januar 2026 für 60 Tage öffentlich aufgelegt. Bürgerinnen, Verbände und Behörden können sich in dieser Zeit zum Entwurf äussern. Die Eingaben werden durch die kantonalen Fachstellen geprüft und in einem Einwendungsbericht dokumentiert.

    Am Mittwoch, 21. Januar, lädt Limeco zu einem öffentlichen Informationsanlass ein, bei dem Vertreterinnen des Kantons und des Unternehmens Details zum Projekt vorstellen und Fragen beantworten. Informationen zum Termin finden sich unter www.lez.ch/gestaltungsplan.

    Die vollständigen Unterlagen sind auf www.zh.ch/raumplanung abrufbar sowie bei der Gemeinde Dietikon und im kantonalen Amt für Raumentwicklung einsehbar.