Schlagwort: Agglomerationen

  • Eigentumswohnung verkaufen? In der Agglomeration top, auf dem Land Geduld

    Eigentumswohnung verkaufen? In der Agglomeration top, auf dem Land Geduld

    Die neueste Ausgabe der Online Home Market Analysis der Immobilienportale Homegate und ImmoScout24 in Zusammenarbeit mit dem Swiss Real Estate Institute (SwissREI) analysiert die Inseratedaten von Eigentumswohnungen für das Jahr 2022. Die ausgewerteten Inserate stammen von mehreren grossen Immobilienportalen der Schweiz und umfassen damit die Mehrheit aller Online-Inserate für den Untersuchungszeitraum.

    Anzahl und Laufzeit von Inseraten geht zurück
    Während die Inseratedauer von Eigentumswohnungen während der Covid19-Pandemie auf über 80 Tagen verharrte, ist sie für 2022 nun wieder um acht auf schweizweit 77 Tage zurückgegangen. Gleichzeitig zeigte sich eine fünfprozentige Abnahme des Angebots auf gut 70’000 Objekte. Die Kombination dieser beiden Werte zeigt: über die ganze Schweiz betrachtet ist die Nachfrage nach Eigentumswohnungen im Jahr 2022 gestiegen.

    Für Martin Waeber, Managing Director Real Estate der SMG Swiss Marketplace Group, zeigen die Resultate der aktuellen Analyse die Robustheit des Schweizer Immobilienmarktes: «Wohneigentum ist und bleibt ein begehrtes, aber begrenztes Gut in der Schweiz. Denn ungeachtet von deutlich höheren Finanzierungskosten verkauften sich Eigentumswohnungen im letzten Jahr wieder schneller als im Vorjahr». Mit Ausnahme der Regionen Tessin und Genf hat sich die Inseratedauer von Eigentumswohnungen in der Mehrheit der untersuchten Regionen teilweise deutlich verkürzt. «Dies zeigt einerseits die anhaltende und sogar gestiegene Nachfrage nach Eigentumswohnungen. Andererseits sind Immobilienplattformen wie Homegate und ImmoScout24 der bestmögliche Weg, um in einem hart umkämpften Markt kein Angebot zu verpassen und einen oftmals zeitkritischen Vorsprung zu erhalten», so Waeber weiter.

    Inseratedauer der Regionen gleichen sich an – ausser im Tessin
    Mit Blick auf die einzelnen Regionen der Schweiz hat sich die Spanne bei der Inseratedauer im letzten Jahr verringert. Mit anderen Worten: der Schweizer Immobilienmarkt wird ausgeglichener, was den Verkauf von Eigentumswohnungen angeht. Am schnellsten liessen sich Eigentumswohnungen nach wie vor in der Region Zürich verkaufen, nämlich innerhalb von 43 Tagen. Dieser Wert blieb gegenüber 2021 unverändert. In sechs weiteren Regionen ging die Ausschreibungsdauer gar zwischen fünf und 17 Prozent zurück. Anders in Genf, wo die Inseratedauer auf durchschnittlichem Niveau um knapp zwei Prozent leicht anstieg. Entkoppelt von den restlichen Regionen zeigt sich nach wie vor das Tessin. Hier hat sich die ohnehin bereits längste Inseratedauer im letzten Jahr nochmals deutlich um sieben Prozent verlängert.

    Nahezu flächendeckend gestiegene Nachfrage nach Eigentumswohnungen
    Die Kombination der Veränderungen bei der Inseratedauer sowie der Anzahl Inserate lässt Rückschlüsse auf die Nachfrage in der Gesamtschweiz und den einzelnen Regionen zu. So wurde in der Region Zürich eine 13-prozentige Zunahme der Anzahl Inserate gegenüber dem Vorjahr registriert. Da trotz dieser Angebotsausweitung die Inseratedauer in Zürich nicht im selben Masse zugenommen hat – sondern im Gegenteil zwischen 2021 und 2022 unverändert blieb – kann daraus eine gestiegene Nachfrage nach Eigentumswohnungen in dieser Region abgeleitet werden.

    Dasselbe Bild zeigt sich mit einer Ausnahme – dem Tessin – auch für die restlichen Regionen der Schweiz: Sie alle verzeichnen für 2022 eine Kombination aus Inseratedauer und -anzahl, welche sie im Bereich zunehmender Nachfrage verortet. Im Tessin hingegen mussten Eigentumswohnungen im vergangenen Jahr bei einer fast unveränderten Angebotsmenge bis zum Verkauf neun Tage länger ausgeschrieben werden. Daher kann für diese Region auf eine abnehmende Nachfrage geschlussfolgert werden.

    Agglomerationen deutlich stärker im Trend als ländliche Gemeinden
    Nicht nur in Bezug auf die Regionen zeigen sich Unterschiede in der Nachfrage nach Eigentumswohnungen, auch beim Vergleich der Gemeindetypen zeichnet sich ein klares Bild ab: während in den Gemeinden im ersten Agglomerationsgürtel («suburbane Gemeinden») sieben der acht untersuchten Regionen eine gestiegene Nachfrage nach Wohneigentum aufweisen, wurde hingegen in den «ländlichen Pendlergemeinden» häufig eine sich abschwächende Nachfrage festgestellt. Eine besonders stark abnehmende Nachfrage mussten dabei die ländlichen Gemeinden in den Regionen Espace Mittelland und Tessin hinnehmen. Nachfragesteigerungen zeigten sich hingegen lediglich noch in Zürich und der Zentralschweiz. Ganz anders bei den suburbanen Gemeinden: hier ist es ausschliesslich das Tessin, in dem die Nachfrage auch in der Agglomeration leicht zurückging.

    Für Peter Ilg, Leiter des Swiss Real Estate Instituts, ist es erstaunlich, wie schnell sich die Immobilienmärkte nach der Covid19-Pandemie wieder «zurück zur Normalität» entwickelt haben: «Während der Pandemie wurde oft behauptet, dass ein irreversibler Trend zu einer neuen Arbeitswelt begonnen hätte. Schon ein Jahr später sehen wir, dass dem kaum mehr so ist. Homeoffice wird in den meisten, insbesondere kleineren Firmen, bereits wieder deutlich reduziert. Dies zeigt sich auch in der Nachfrageveränderung von Eigentumswohnungen: ländliche Gemeinden sind erneut weniger nachgefragt, solche um die Zentren hingegen wieder deutlich mehr».

    Quelle: https://swissmarketplace.group/de/

  • Neue NEXPO-Führung wirbt für Landesausstellung

    Neue NEXPO-Führung wirbt für Landesausstellung

    Statt sich auf eine Region zu konzentrieren, soll die nächste Landesausstellung bis zu ihrem Höhepunkt im Jahr 2028 im ganzen Land stattfinden: in allen Sprachregionen, in Städten, Agglomerationen und auf dem Land. Sie soll nachhaltig sein und zukunftsgerichtet. Das ist die Vision einer Initiative, der die zehn grössten Städte des Landes angehören. Nun hat sich der eigens dafür gegründete Verein „NEXPO – die neue EXPO“ laut einer Medienmitteilung eine neue Leitung gegeben. Sie soll jetzt eine entsprechende Bewerbung beim Bund vorantreiben.

    Der neue Vereinsvorstand besteht aus Christina Hanke, Fredi Fischli und Niels Olsen. Hanke, die seit 2019 die kaufmännische Leitung des Zurich Film Festivals innehat, übernimmt die kaufmännische Leitung auch im Verein. Fischli und Olsen leiten die gta Ausstellungen am Departement Architektur der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH). Sie unterrichten an der ETH sowie an der Kunsthochschule HEAD in Genf und der Zürcher Hochschule der Künste.

    Wie es auf der Internetseite der Initiative heisst, sollen die Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz auf einer digitalen NEXPO-Plattform neue Ideen und Projekte des Zusammenlebens in Zeiten von Globalisierung, Digitalisierung, Klimawandel und Migration entwickeln. „Die besten werden zu neuen Wahrzeichen der Schweiz des 21. Jahrhunderts gekürt und sollen Bestand haben.“

    Über diese und andere Ideen diskutiert die neue Geschäftsführung mit Interessierten bei einem Online-Gespräch am 10. Mai um 17.30 Uhr. Es wird aus dem leerstehenden Genfer Kino Le Plaza übertragen. Anmeldungen sind per E-Mail möglich.