Schlagwort: Agri-Photovoltaik

  • Thurgauer Agri-Photovoltaik und Energiespeicher Projekte erhalten Förderung

    Thurgauer Agri-Photovoltaik und Energiespeicher Projekte erhalten Förderung

    Vier Projekte erhalten Unterstützung durch die EKT Energiestiftung. Im Rahmen der zweiten Vergaberunde lagen dem Stiftungsrat laut einer Mitteilung 20 Gesuche zur Prüfung vor. Alle Projekte arbeiten an einer sicheren nachhaltigen Energieversorgung und an der Umsetzung der Klimaziele. Überzeugt hätten sie durch eine hohe Praxisorientierung und ihren Bezug zum Kanton Thurgau. Zudem seien es „gute Beispiele dafür, wie sowohl die Thurgauer Wirtschaft als auch die Thurgauer Landwirtschaft von der EKT profitieren können“, wird Stiftungsratspräsident Fabian Etter zitiert.

    Eines der Forschungsprojekte ist im Bereich Agri-Photovoltaik angesiedelt. Untersucht werden Wege zur Doppelnutzung landwirtschaftlicher Flächen, sowohl zur Erzeugung von Kulturpflanzen als auch von Solarstrom. Eine Versuchsanlage mit halbtransparenten Photovoltaikmodulen des Landwirtschaftlichen Kompetenzzentrums Arenenberg soll Erkenntnisse zu Sorteneignung, Witterungsschutz, Bewässerung und Lichtmanagement liefern.

    Als weitere Projekte werden zwei Vorhaben rund um Energiespeicherung gefördert, da diese zentral beim Umbau der Energieversorgung sind. Das eine wird bei der Tierkörpersammelstelle in der Stadt Frauenfeld durchgeführt, die an dem Pilotprojekt beteiligt ist. Untersucht wird der Prototyp einer Sorptionswärmepumpe. Damit lasse sich während der Sommermonate die beim Kühlen entstehende Abwärme zusammen mit der elektrischen Energie der Photovoltaikanlage thermochemisch speichern. Beim zweiten Energiespeicherprojekt handele es sich um eine Vorstudie, die Chancen und Rahmenbedingungen beim Einsatz von modularen Sandbatterien als Wärmespeicher erforscht.

    Weitere innovative Ansätze für die Energiewende sieht die EKT Energiestiftung in dem Projekt Thurgauer Energienutzung aus dem Untergrund 2023. Die Fördersumme werde in Kombination mit einem Darlehen vergeben und soll Grundlagen und Planungsarbeiten unterstützen, welche zur Beantragung von Fördermitteln beim Kanton und beim Bund benötigt werden. Forschungsziel seien Erkenntnisse zur Nutzung von geothermischen Energiequellen.

  • Insolight startet erste Agri-Photovoltaikanlage in Frankreich

    Insolight startet erste Agri-Photovoltaikanlage in Frankreich

    Das auf Agri-Photovoltaiklösungen spezialisierte Unternehmen Insolight aus Lausanne hat in Frankreich seine erste Agri-Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Laut einer Medienmitteilung steht das Photovoltaikgewächshaus für die Erdbeerproduktion auf dem landwirtschaftlichen Anwesen La ferme Etchélécu in Sames im französischen Département Pyrénées-Atlantiques.

    Die Anlage mit 15‘000 Erdbeerpflanzen bedeckt 3000 Quadratmeter mit halbtransparenten Photovoltaikpaneelen und dynamischen Schattierungsschirmen. Reguliert wird so die Lichtdurchlässigkeit: Wird das Licht an den Solarzellen vorbeigeleitet, kommt es dem Wachstum der Pflanzen zugute. Bei der optischen Fokussierung der Lichtstrahlen auf die Solarzellen dagegen wird elektrischer Strom erzeugt.

    Mit einer installierten Kapazität von 190 Kilowatt können etwa 260 Megawattstunden saubere Energie erzeugt werden, was ausreicht, um etwa 50 Haushalte zu versorgen, heisst es in der Mitteilung. „Durch die Kombination von Solartechnologie und Landwirtschaft ermöglichen wir es den Produzenten, zur Energiewende und nachhaltigen Landwirtschaft beizutragen und gleichzeitig ihren Energiebedarf zu decken“, wird Mathieu Ackermann zitiert, Technischer Direktor von Insolight.

    Nach Angaben der Eigentümer des Agrarbetriebs, Jacques und Nathalie Etchélécu, ermöglicht die Insolight-Lösung, Beschattungsschirme zu haben, die zwei zusätzliche Monate pro Jahr für die Erdbeerproduktion möglich machen.

    Neben dem Bau von Produktionsanlagen für erneuerbare Energien und einem Katalog von Pflanzenschutzoptionen bietet Insolight laut der Firmenmitteilung Komplettlösungen an, von der Projektentwicklung und administrativen Unterstützung, zu Systemen zur Wasserrückgewinnung, Ad-hoc-Geschäftsmodellen und Früchteverwertung.