Schlagwort: Alpen

  • Gemeinschaften können alpine Destinationen stärken

    Gemeinschaften können alpine Destinationen stärken

    Das sogenannte Community Building ist ein Ansatz, mit dem saisonale Schwankungen in alpinen Destinationen gemindert und Tourismus mit Lebensraum verbunden werden kann, erläutert die Andermat Swiss Alps AG in einer Mitteilung. Sie hat gemeinsam mit Bregaglia Engadin Turismo und der Fachhochschule Graubünden ein von Innotour gefördertes Forschungsprojekt lanciert, mit dem Wege zur Bildung resilienter Gemeinschaften erforscht werden. In einem aktuellen Bericht stellen die Forschungspartner nun erste Ergebnisse vor.

    Communities werden im Bericht als Netzwerke mit einer Gruppenidentität verstanden. In Bergregionen bilden sie sich in unterschiedlichen Zusammensetzungen aus Einheimischen, Zweitheimischen, Gästen, Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden heraus. Den Erkenntnissen der Forschenden zufolge sind für die Entwicklung von Communities drei Bereiche ausschlaggebend. Dies ist erstens das im Zentrum jeder dieser Gemeinschaften stehende Identitätsverständnis. Als zweiter und dritter Bereich werden kollektive Erfahrungen und Struktur genannt.

    Auf- und Ausbau von resilienten Communities seien zeit- und kostenaufwendig, heisst es in der Mitteilung. Die Gemeinschaften «benötigen Koordination, Pflege und Moderation, was wiederum die zielgerichtete Aktivierung der einzelnen Community-Mitglieder unterstreicht».

  • EWN verzichtet auf alpine Solaranlagen

    EWN verzichtet auf alpine Solaranlagen

    Das Kantonale Elektrizitätswerk Nidwalden (EWN) hat in seinem Versorgungsgebiet insgesamt sechs Standorte auf eine Eignung für den Bau alpiner Solaranlagen geprüft. Zwei Standorte wurden in einem ersten Schritt als grundsätzlich geeignet beurteilt.

    Umfassende Abklärungen hätten aber ergeben, dass die Steilheit des Geländes an beiden Standorten besondere Herausforderungen an den Bau und die Finanzierung der Anlagen stelle, schreibt EWN in einer Mitteilung. EWN verweist auf den Druck des Schnees, Lawinen, Rutschprozesse und mögliche Steinschläge. Mögliche Schutzmassnahmen wären so teuer gewesen, dass die Anlagen nicht mehr wirtschaftlich gewesen wären.

    EWN verzichtet daher vorerst darauf, die beiden Projekte weiterzuverfolgen. Sollten sich die Rahmenbedingungen ändern, könnten sie wieder aktiviert werden.

    EWN betreibt unter anderem das Wasserkraftwerk Dallenwil und eine Solaranlage auf dem Länderpark Stans. Ausserdem ist es an der Repartner Produktions AG beteiligt, einer Gemeinschaftsfirma von Repower und anderen regionalen Energieversorgern zur gemeinsamen Beteiligung an Projekten der erneuerbaren Energie.

  • Das neuste Innovationszentrum im Alpenraum ab 2024

    Das neuste Innovationszentrum im Alpenraum ab 2024

    DnnoQube Switzerland nutzt die besondere Lage und Ressourcen von Graubünden, um Innovationen zu fördern, die sowohl lokal als auch global relevant sind. Der Hub wird voraussichtlich im April 2024 seine Türen öffnen. Alex Fries, CEO des Zentrums, betont die Bedeutung der lokalen Vorteile: «Es ist mehr als ein Innovations-Hub; es ist ein Beitrag, die Stärken von Graubünden global sichtbar zu machen.»

    Intensives Förderprogramm
    Das Zentrum bietet ein dreimonatiges, intensives Förderprogramm für Start-ups in der Frühphase. Die Teilnehmer erhalten Zugang zu einem weitreichenden Netzwerk und können ihre Produkte in Inkubatoren weltweit, von Dubai bis Silicon Valley, testen und verbessern.

    Kollaboratives Ökosystem
    Ein Hauptfokus liegt auf der Schaffung eines kollaborativen Umfelds. Partnerunternehmen haben die Möglichkeit, Innovationen voranzutreiben und von einem diversen Netzwerk von Experten und Innovatoren zu profitieren. Zudem werden Optionen für die Gründung von Spin-offs erörtert, um Innovationen intern zu fördern.

    Die Macher des Projekts
    Hinter InnoQube stehen bekannte Namen wie Alex Fries, Maren Lesche und Franco Quinter. Sie verbinden starke regionale Wurzeln mit globaler Erfahrung und Expertise. Franco Quinter, Verwaltungsratspräsident von InnoQube Switzerland: «Im Herzen der Alpen werden wir mit InnoQube Switzerland einen Ort schaffen, der Innovatoren aus der ganzen Welt zusammenbringt. Hier nutzen wir das einzigartige Potenzial von Graubünden, um die Zukunft der Innovation zu gestalten.»

    InnoQube Switzerland verspricht, die Innovationslandschaft der Alpen zu revolutionieren und bietet eine einzigartige Plattform für die nächste Generation von Unternehmern und Innovatoren.

  • Bergeller Bevölkerung befürwortet vorzeitige Erneuerung der ewz-Konzession

    Bergeller Bevölkerung befürwortet vorzeitige Erneuerung der ewz-Konzession

    Die Konzession von ewz zur Nutzung der Wasserkraft im Bergell ist noch bis Ende 2039 gültig. Seit einigen Jahren verhandelt ewz mit der Gemeinde Bregaglia über eine vorzeitige Rekonzessionierung, mit dem Ziel, diese im Jahr 2026 zu erteilen, um sie ab 2035 in Kraft treten zu lassen. In der konsultativen Gemeindeabstimmung vom 26. Oktober 2023 wurde dieses gemeinsame Vorhaben von der Bergeller Bevölkerung bestätigt.

    Stadtrat Michael Baumer, Vorsteher des Departements der Industriellen Betriebe, zu dem auch ewz gehört, äußerte sich erfreut über dieses Signal und betonte die langjährige Partnerschaft zwischen dem Bergell und der Stadt Zürich.

    Die Gemeinde Bregaglia und der Kanton führen derzeit Abklärungen im Hinblick auf den Heimfall und die Konzessionierung durch. ewz steht bereit, diese Bemühungen zu unterstützen und konkrete Verhandlungen aufzunehmen, um das Verfahren bis Ende 2026 abzuschließen.

    Die Vorbereitungen für die vorzeitige Rekonzessionierung laufen bereits seit 2014, einschließlich der Erstellung einer Schutz- und Nutzungsplanung in Zusammenarbeit mit einer Begleitgruppe. Für ewz ist eine optimierte Energieproduktion bei gleichzeitigem Schutz der Gewässer von großer Bedeutung.

    Seit 1959 produziert das Unternehmen Strom im Bergell und betreibt fünf Wasserkraftwerke sowie den Stausee Albigna. Diese Anlagen erzeugen jährlich etwa 440 GWh Strom, was dem Durchschnittsverbrauch von rund 168.000 Vierzimmer-Haushalten entspricht. Eine vorzeitige Rekonzessionierung würde die Arbeitsplätze sichern und ermöglichte es, sein Engagement im Bergell fortzusetzen, einschließlich Elektroladestationen und einer hochalpinen PV-Anlage auf der Albigna-Staumauer.

    Sie investiert in erneuerbare Energien, wo die natürlichen Ressourcen optimal genutzt werden können und die wirtschaftlichen, umweltverträglichen und akzeptablen Anforderungen erfüllt sind. Die Rekonzessionierung bestehender Wasserkraftanlagen spielt eine wichtige Rolle bei der Förderung dieser erneuerbaren Energiequelle in der Schweiz.

  • Schulhaus Feld in Azmoos gewinnt Architekturpreis

    Schulhaus Feld in Azmoos gewinnt Architekturpreis

    Das Schulhaus Feld in Azmoos hat den ersten Platz beim diesjährigen Architekturpreis Constructive Alps errungen, informiert das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) in einer Mitteilung. Es vertritt die Schweiz in dem gemeinsam mit Liechtenstein ausgerichteten Wettbewerb. Constructive Alps zeichnet nachhaltiges Bauen und Sanieren in den Alpen aus. Mit dem Wettbewerb wollen die beiden Länder die Umsetzung der Alpenkonvention für die nachhaltige Entwicklung der Bergregion fördern.

    Das Schulhaus Feld wurde an Stelle des alten Schulhauses in Azmoos errichtet. Es bietet auf derselben bebauten Fläche Platz für mehr als doppelt so viele Kinder wie das alte Schulhaus. Der sozial und ökologisch nachhaltig gestaltete Holzbau überzeugte darüber hinaus unter anderem mit der eigenen Photovoltaikanlage.

    Der zweite Preis wurde gemeinsam dem  Firmenhauptsitz des Heizungsspezialisten ÖkoFEN France in Saint-Baldoph und der Wohnüberbauung Ghiringhelli in Bellinzona verliehen. Der dritte Platz ging an die sanierte Falkenhütte in Hinterriss im österreichischen Karwendel-Gebirge.

    Die Schweiz hat in den Jahren 2021/22 den Vorsitz der Alpenkonvention inne. Das völkerrechtlich verbindliche Abkommen zwischen den acht Alpenstaaten und der europäischen Union hat sich zum Ziel gesetzt, die Alpen zu einer Modellregion für Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel zu entwickeln. Unter des Ägide der Schweiz wurde der Schwerpunkt dabei auf Klima, nachhaltige Mobilität, Alpenstädte, nachhaltiges Bauen und Verkehrsverlagerung gelegt.

  • Landwirtschaftliches Zentrum Salez gewinnt Architekturpreis

    Landwirtschaftliches Zentrum Salez gewinnt Architekturpreis

    Mit Constructive Alps werden Projekte ausgezeichnet, die im Hinblick auf nachhaltiges Bauen und Sanieren in den Alpen überzeugen können. Die Schweiz und Liechtenstein haben diesen Preis nun zum fünften Mal vergeben, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Insgesamt sind knapp 330 Projekte eingereicht worden. Eine Jury hat daraus zehn Beiträge ausgewählt, von denen die ersten drei insgesamt 50’000 Franken erhalten. Das Landwirtschaftliche Zentrum Salez hat den ersten Platz erreicht.

    Das Landwirtschaftliche Zentrum Salez ist damit eines der Projekte, welche zeigen, dass Architektur Ästhetik und Klimavernunft kombinieren kann, wie es in der Mitteilung des Bundesamtes für Raumentwicklung (ARE) heisst. Das Gebäude des Zentrums setze auf eine möglichst einfache Bauweise und eine lange Lebensdauer. Kanton und Architekt Andy Senn hätten somit im Hinblick auf die Klimaeffizienz neue Massstäbe gesetzt. Eine Montagehalle in Vorarlberg und ein Berggasthaus in Glarus haben es auf die Plätze zwei und drei geschafft. Neben sieben Anerkennungspreisen ist auch erstmals ein Publikumspreis ermittelt worden.

    Das Landwirtschaftliche Zentrum Salez besteht aus Tagungszentrum, Gutsbetrieb, Staatswingert und Obstanlage. Gemeinsam mit den Praxisversuchsparzellen in Flawil wird es vom Landwirtschaftlichen Zentrum SG (LZSG) betrieben. Dieses verfügt auch über Beratungsstellen in Kaltbrunn und Sargans.

  • Nachhaltige Bauten in den Alpen für Architekturpreis nominiert

    Nachhaltige Bauten in den Alpen für Architekturpreis nominiert

    Der Architekturwettbewerb «Constructive Alps» wird bereits zum 5. Mal von der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein durchgeführt. Ausgezeichnet werden Bauten in den Alpen, die klimafreundliches Bauen und Baukultur verbinden. In den Alpen verbrauchen private Haushalte genau so viel Energie wie der gesamte Verkehrssektor. Alte, schlecht isolierte Gebäude sind die grössten Energieverschwender.

    Für einen effektiven Klimaschutz ist das Sanieren und wenn nötig auch das Bauen von neuen Gebäuden mit regionalen und ökologischen Baustoffen essenziell. Mit dem Architekturpreis tragen die in der Alpenkonvention verbundenen Alpenländer (Die Schweiz, Frankreich, Deutschland, Österreich, Slowenien, Liechtenstein, Italien und Monaco) dazu bei, ihre klimapolitischen Ziele umzusetzen.

    Von 328 eingereichten Projekten kamen 28 Gebäude in die engere Auswahl, darunter neun Schweizer Projekte. So zum Beispiel das landwirtschaftliche Zentrum in Salez im Rheintal oder das Casa Mosogno in der Tessiner Gemeinde Onsernone. Unter den Auserwählten finden sich Wohnhäuser, Gewerbebauten, Berggasthäuser, Kindergärten, kulturelle Zentren sowie eine Kapelle. Davon handelt es sich bei einem Projekt um einen Ersatzneubau, elf Projekten sind Sanierungen und sechzehn Projekte Neubauten. Die achtköpfige Jury traf die Auswahl mittels Videokonferenzen.  

    Schweizer Projekte kommen gut an

    Jurypräsident Köbi Gantenbein sagt: «Die Jury hat grosse Freude an den 28 Perlen der Architektur, die ökonomische und soziale Zuversicht für den ländlichen Raum in den Alpen in eigensinnige und klimavernünftige Architektur übersetzen.» Die Jury wird nun die ausgewählten 28 Gebäude zwischen Slowenien und Frankreich vor Ort besichtigen und mit den Bauherrschaften, Architekturbüros und Nutzerinnen und Nutzern Gespräche führen. Die Universität Liechtenstein unterstützt die international besetzte Jury bei der qualitativen Prüfung der Objekte.

    Relevant für das Juryurteil ist nicht nur die Klimafreundlichkeit der Bauten, gemessen in Energiekennzahlen und grauer Energie für den Bau, sondern auch deren Beitrag für ein zukunftsgerichtetes Leben und Wirtschaften in den Alpen. Sinnliche Apsekte werden genauso bewertet wie Ökologie, Ökonomie, Kultur und Soziales. Es geht dabei auch um die Anbindung der Gebäude an das öffentliche Verkehrsnetz oder das Verwenden von ökologischen Baustoffen.

    Am 6. November wird im Alpinen Museum Bern das Preisgeld an drei Preisträger verliehen. Zudem werden der Katalog und die Ausstellung eingeweiht, welche anschliessend als Wanderausstellung zum nachhaltigen Bauen in den Alpen von Ljubljana bis Nizza unterwegs sein wird.