Schlagwort: Altdorf

  • Ein Kanton schafft sich Erreichbarkeit

    Ein Kanton schafft sich Erreichbarkeit

    Im neuen Kantonsbahnhof in Altdorf werden die Bahn- und Busverbindungen der südlichen Zentralschweiz gebündelt. Neue Zugshalte und zusätzliche Verbindungen steigern das Fachkräftepotenzial deutlich. Wissensbasierte Dienstleister auf der Nord-Süd-Achse profitieren vom Direktzugang in die Arbeitsmärkte der Greater Zurich Area sowie des Grossraums Mailand und treffen auf Technologien in den Sektoren Präzisionstechnik, Alpintechnik, Verkehrs- und Sicherheitstechnik und Umwelttechnologien. Auf der Werkmatt Uri hat sich der Kanton Uri mit Weitsicht Entwicklungsflächen gesichert, die er exklusiv für hochwertige Arbeitsplätze zu attraktiven Konditionen abgibt. Mit dem Neubau der Urner Kantonalbank direkt an der Perronkante des neuen Kantonsbahnhofs wird eine Arbeitswelt mit bezugsfertigen Büros angeboten. Am Bahnhofplatz eröffnete erst kürzlich das deutsche IT-Unternehmen Essendi IT seinen neuen Schweizer Sitz.

    Der Kanton Uri ist auch ein fantastischer Lebens- und Freizeitraum mit seiner Seenlandschaft (Wasser- und Segelsport), den Bergen und Flüssen (Outdoor, Klettern, Wandern, Resort Andermatt), einem authentischen, ungekünstelten Erfahrungsraum mit der Ur-Geschichte und Tradition der Schweiz. So entstehen Inspirationen für neue Geschäftsideen.

  • Post-NEAT: Auf zu neuen Ufern!

    Post-NEAT: Auf zu neuen Ufern!

    Zwei Gewerbebauten sind im Gebiet Grund der einstigen NEAT-Baustelle bereits realisiert worden. Weitere Projekte nehmen Form an und verbreiten Aufbruchstimmung von Amsteg aus über Silenen bis nach Bristen. Andermatt hat das Tourismusresort, Altdorf ist stolz auf den Kantonsbahnhof. Um den gesamten Kanton und alle Regionen ins beste Licht zu rücken, brauche es aber noch weitere Leuchttürme, findet der Silener Gemeindepräsident Hermann Epp: «Von 1999 bis 2016 nutzte die AlpTransit Gotthard diese Fläche zwischen Gotthardstrasse und Reuss als Installationsplatz für den Bau des Neat-Basistunnels. Nun wollen wir auf dem freigewordenen Boden gemeinsam mit Partnern und Investoren neue Chancen für Wirtschaft, Freizeit, Wohnen und Tourismus realisieren», sagt Epp.

    Neben dem Werkhof eines Bauunternehmens sind bereits mehrere Projekte aus den umfassenden Plänen für den Grund in den Betrieb übergegangen. Der Gemeinde ist das regionale Ärzte- und Sportzentrum inklusive Restaurant besonders wichtig. Uri hat nach wie vor die tiefste Ärztedichte der Schweiz. Auch zeichnet sich eine Überalterung der Urner Bevölkerung ab. Der Bedarf an hausärztlichen Leistungen nimmt zu. Hingegen wird es zunehmend schwierig, junge Ärztinnen und Ärzte zu bewegen, in einem Bergkanton eine Praxis zu führen. Es zeigt sich, dass Gemeinschaftspraxen mit der Möglichkeit von Teilzeitpensen und flexiblen Beteiligungsoptionen einem Bedürfnis der jungen Ärzteschaft entsprechen. Das Ärztezentrum ist daher gut geeignet, die hausärztliche Versorgung für die Gemeinde Silenen sowie das mittlere und obere Reusstal langfristig und nachhaltig sicherzustellen und zu erhöhen. Am 13. August 2022 findet ein Tag der offenen Tür statt.

    Mehr Informationen:
    www.silenen.ch
    www.az-silenen.ch
    www.grundimmobilienag.ch

  • Generationenübergreifendes Wohnen

    Generationenübergreifendes Wohnen

    Entlang der Gründligasse und des Allenwindenwegs erstreckt sich die neue und moderne Überbauung, welche sich präzise und subtil in die bestehende Umgebung integriert. Im Auftrag der TMA Immobilien AG haben die hts architekten + partner ag aus Altdorf eine dichte und doch kleinteilige Überbauung realisiert, welche modernen Wohnraum, neue Gassen, Plätze und Freiräume schaffte, welche sowohl privat als auch öffentlich sind und individuell genutzt und bespielt werden können. Zwischenräume ermöglichen Durchblicke in die Umgebung und Ausblicke in die umgebende Bergwelt. Das identitätsstiftende Element der für Altdorf typischen Almausa-Mauern wurde an mehreren Orten aufgenommen. Es begleitet einen durchs ganze Quartier.

    Das differenzierte Wohnungsangebot, bestehend aus Reiheneinfamilien-, Doppeleinfamilien- und kleinen Mehrfamilienhäusern, generiert eine gute Durchmischung mit Bewohnern unterschiedlicher Altersgruppen. Gesamthaft wurden 51 neue Wohneinheiten (Geschosswohnungen und Maisonettewohnungen) erstellt. Als Abschluss der Bauarbeiten wird der an der Trögligasse stehende Stall in ein Einfamilienhaus umgebaut. Trotz der verschiedenen Gebäudevolumen und der langgezogenen und verwinkelten Grundstücksituation überzeugt die Überbauung durch ein einheitliches Erscheinungsbild. Die in Massivbauweise erstellten Häuser genügen erhöhten energetischen Ansprüchen und sind an das Fernheizungsnetz angeschlossen. Der beige Besenstrichputz und die als Sichtschutz und Absturzsicherung dienenden perforierten Metallbleche verleihen der Fassade der Neubausiedlung einen besonderen Charakter.

    Während die äussere Erscheinung durch den Quartiergestaltungsplan definiert wurde, erfolgte der Innenausbau jeweils individuell nach Käuferwünschen. Alle Wohneinheiten haben einen privaten Aussenraum, und gemeinsam teilen sie sich die Parkanlage im Zentrum des Quartieres. Viel Wert wurde dabei auf eine naturnahe und mit einheimischen Pflanzen gestaltete Umgebung gelegt. Im öffentlichen Park wurden alle Wege und Plätze mit unbefestigten Materialien ausgebildet, um der Natur möglichst viel Raum zu lassen. Hochstammbäume bieten natürlichen Schatten und laden zum Aufenthalt ein.

    Ausser den sieben Reiheneinfamilienhäusern entlang der Gründligasse haben alle Wohneinheiten ihre Abstellplätze in 2 Einstellhallen. Dadurch entsteht möglichst wenig zusätzlicher Verkehr im Quartier, und es kann viel Aussenraum angeboten werden. Die autofreien Gassen und Plätze laden die Kinder der Überbauung und der umliegenden Quartiere zum sorgenfreien Spielen draussen ein.

  • Untere Turmmatt: Neues urbanes Quartier mit acht Mehrfamilienhäusern

    Untere Turmmatt: Neues urbanes Quartier mit acht Mehrfamilienhäusern

    In Altdorf entsteht mit der Wohnüberbauung «Untere Turmmatt» ein neues urbanes Quartier. Acht Mehrfamilienhäuser mit 108 Wohnungen sollen sich über die Höhenstaffelung sorgfältig in das Ortsbild einfügen und den Übergang von der Wohnzone zur Industriezone bilden.

    Zwischen den Mehrfamilienhäusern entsteht als Begegnungszone ein neuer parkähnlicher Innenhof mit einheimischen Bäumen und Gräsern. Spielplätze, Spielgassen, Aufenthaltsbereiche und Sitzmöglichkeiten laden die Bewohnerinnen und Bewohner zum Verweilen ein und fördern den Austausch innerhalb der Überbauung.

    Die klar strukturierte Fassade der Wohnüberbauung erhält durch Details wie Abrundungen, textiler Putz und französischen Fenstern einen wohnlichen Charakter. Auf den Dächern der Überbauung entstehen intensiv begrünte Dachgärten.

    Die Wohnüberbauung soll in drei Etappen entstehen. Momentan ist die erste Etappe im Abschluss. Sie umfasst vier Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 64 Wohneinheiten, bestehend aus Geschoss-, Attika- und Maisonettewohnungen. Die Wohnungen variieren in der Grösse von 3.5 bis 6.5 Zimmern. Alle Wohnungen verfügen über einen witterungsgeschützten privaten Aussenraum in Form eines Balkons oder einer Loggia. Manche Wohnungen haben zudem direkten Zugang zu den Dachgärten. Im März 2022 wurden die ersten 20 Wohnungen an ihre Käufer übergeben. Im Juni folgen die nächsten 15 und im Oktober weitere 11 Wohnungen. Die restlichen Wohnungen sollen im April 2023 bezugsbereit sein.

    Die zweite Bau-Etappe ist in Vorbereitung. Sie umfasst zwei Mehrfamilienhäuser, in einem davon entstehen Mietwohnungen. Der Baubeginn der zweiten Etappe ist auf den Herbst 2022 geplant. Die dritte Bau-Etappe mit weiteren zwei Mehrfamilienhäusern ist auf 2024 und 2025 geplant.

    Die Erschliessung des neuen Quartiers erfolgt über die Fabrikstrasse und über Fussgängerwege von der Hellgasse und vom Turmmattweg. Die Mehrfamilienhäuser sind direkt an die Tiefgaragen angeschlossen. In der Nähe der Überbauung gibt es Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs.

  • Ein modernes Spital am Fusse des Gotthards

    Ein modernes Spital am Fusse des Gotthards

    Der Kanton Uri baut ein neues Regionalspital mit Vorbildcharakter. Nach drei Jahren Bauzeit wird der Neubau Kantonsspital Uri (KSU) im Juni 2022 eröffnet. Uri verbucht damit einen Rekord: Das neue Spital ist das grösste Hochbauprojekt, das der Kanton als Bauherr je umgesetzt hat. Das Spital im Hauptort Altdorf ist ein Generationenwerk, das die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung auf Jahre sichern und verbessern wird. Von der Architektur über die Gestaltung bis zur Ausführung: Der Neubau des KSU ist auf die heutigen und künftigen Bedürfnisse im Kanton Uri ausgerichtet. «Mit dieser Investition sichern wir die medizinische Grundversorgung in Uri für die nächsten Generationen. Die Arbeiter auf der Baustelle waren mit grossem Einsatz dabei. Dank ihrem Engagement konnten auf der Baustelle Erschwernisse wie die Corona-Pandemie gemeistert werden. Zudem konnte der reguläre Spitalbetrieb ungehindert weiterlaufen», sagt Regierungsrat Roger Nager.

    Neue Hülle, neues Innenleben
    Dank der Investition kann das Kantonsspital Uri seine Rolle als medizinisches Kompetenzzentrum in Zukunft wahrnehmen. Bei der medizinischen Behandlung wird das KSU dazugewinnen: Der Patientin, dem Patienten stehen künftig kurze Wege, bequeme Zimmer, mehr Privatsphäre, moderne Untersuchungsräume und guter Service zur Verfügung. Dem Team der Darlington Meier Architekten, Zürich, ist ein kompakter, eigenständiger und stilvoller Bau gelungen. Das neue Gebäude ist von einem grossen Spitalpark umgeben. Das Bauwerk schafft auf behutsame Weise eine neue, starke Identität. So finden sich die Besucherinnen oder die Patienten schnell und einfach zurecht. Das gelingt durch den sorgfältigen Einsatz von Material, Licht und Farbe. So sieht man überall im Neubau das Tageslicht, sogar in den Operationssälen blickt man in die imposante Urner Bergwelt. Als wichtiger Stützpunkt sichert das KSU auch für Personen, die nicht in Uri leben, die Notfallversorgung entlang der Nord-Süd-Achse.

    Riesiger Rückhalt in der Bevölkerung
    Am 24. September 2017 haben 85,5 Prozent der Urner Stimmbevölkerung dem Baukredit für den Um- und Neubau des Kantonsspitals zugestimmt. Roger Nager ist überzeugt: «Die Patientinnen und Patienten sowie die rund 600 Mitarbeitenden des Kantonsspitals werden sich im Neubau wohlfühlen».

  • Forschung im Epizentrum der neuesten Entwicklungen

    Forschung im Epizentrum der neuesten Entwicklungen

    Kurz vor dem ersten Lockdown im Februar 2020 wurde das Institut Kulturen der Alpen offiziell eröffnet. Nach mehreren Jahren kompetitiver Auswahlverfahren begann ein wichtiger Leuchtturm der Urner Regierung zu leuchten. Mit dem neuen Institut hatte man erstmals in der Urner Geschichte Hochschulforschung im Kanton selber stationiert. Die Auswahl fiel bewusst auf eine universitäre Einrichtung, weil dadurch jede Stufe von Hochschulqualifikation bis hin zu Doktorat und Habilitation dank der Anbindung an die Universität Luzern garantiert ist.

    Thematisch konzentriert sich das Institut auf den ganzen Alpenbogen von Nizza über Innsbruck bis Ljubljana mit einer besonderen Verankerung in der Gotthardregion. So lassen sich ökonomische und gesellschaftliche Entwicklungen nicht nur als Sonderfall, sondern gerade im Vergleich beobachten. Ziel ist es, aus der Geschichte zu lernen, um die besten Zukunftsszenarien zu entwickeln. So geht es nicht einfach um Nabelschau, sondern um einen Rundumblick mitten in der Schweiz, mitten in Europa.

    Mit der kulturhistorischen Verankerung hat der Kanton die beste Wahl getroffen: Im Dialog mit der lokalen Bevölkerung, mit ökonomischen und politischen Entscheidungsträgern werden gezielt die Vorteile der Region eruiert und weiterentwickelt, welche mit dem Fokus auf die Alpen nicht mehr an der vermeintlichen Peripherie, sondern im Epizentrum neuer Entwicklungen steht. Angesichts der Herausforderungen in Tourismus, Alp- und Energiewirtschaft hat man im Institut inzwischen einen verlässlichen Partner gefunden, der Wissenschaftlichkeit und Objektivität garantiert.

    Es versteht sich von selbst, dass das Institut keinen Elfenbeinturm bildet. Im Gegenteil: Der Austausch zwischen Experten- und Erfahrungswissen bildet den eigentlichen Antrieb der Institutsarbeit. Dadurch stellen sich Kulturhistoriker, Rechtswissenschaftlerinnen, Energieökonomen, Politologinnen, Philosophen, Archäologinnen – die Liste ist nicht abschliessbar – nicht nur einem steten Austausch zwischen den Disziplinen, sondern revidieren und spezialisieren ihre Thesen dank der Zusammenarbeit vor Ort.

    Schaufenster zu dieser Arbeit bilden regelmässige Veranstaltungen und Exkursionen – sei es auf den Urner Boden oder an den Steingletscher – unter fachkundlicher Anleitung aus der ganzen Schweiz. Und vermehrt landen im Altdorfer Büro Auftragsstudien, welche dank dem einmaligen Netzwerk des Instituts von Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland den höchsten wissenschaftlichen Standards entsprechen. In der Forschungscommunity ist die Botschaft schon längst angekommen: Der Leuchtturm leuchtet.

  • Kunst im ehemaligen «Sackmagazin»

    Kunst im ehemaligen «Sackmagazin»

    2019 hat Christoph J. Hürlimann vom Kanton Uri das ehemalige «Sackmagazin» des Architekten Robert Maillart auf dem Werkmatt-Areal in Uri gekauft. Hürlimann, der zusammen mit seiner Familie die Stiftung «Kunstdepot» mit Sitz in Göschenen gründete, besass davor bereits das benachbarte «Silomagazin» des Architekten Eduard Züblin.

    An einer Medienorientierung zusammen mit dem Urner Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind gab
    Christoph Hürlimann 2019 nach seinem Kauf einen Einblick in seine Pläne: «Meine Vision ist die Errichtung eines Weges der Kunst in Uri. Dieser soll beim Haus für Kunst Uri in Altdorf beginnen, sich fortsetzen zum Kunstsilo und Kunstdepot Altdorf in der Werkmatt Uri, über das Kunstdepot Göschenen führen und den Abschluss im Museum Sasso San Gottardo auf dem Gotthardpass finden. Mit dem Kauf des ehemaligen Sackmagazins ist diese Vision ein Stück näher gerückt.» Auch Camenzind zeigte sich erfreut über den Verkauf: «Für den Kanton Uri ist der Kauf des Gebäudes durch Christoph Hürlimann ein Glücksfall.»

    Mittlerweile nutzt Hürlimann die beiden denkmalgeschützten Gebäude auf dem Werkmatt-Areal, um in ihnen verschiedene Sammlungen von Kunstobjekten aufzubewahren und auszustellen. Er hat die beiden historischen Gebäude in den vergangenen Jahren zu einem Treffpunkt für kulturelle, künstlerische und gesellschaftliche Nutzungsformen entwickelt. Diese Umnutzung wertet sowohl die beiden historisch bedeutsamen Gebäude als auch das gesamte Areal auf.
    Um das ehemalige Sackmagazin für die neue Nutzung aufzubereiten, war einige Arbeit notwendig: «Wir mussten diverse Arbeiten ausführen: Das Treppenhaus als Fluchtweg erweitern, elektrische Installationen nachrüsten, viele Stellwände einbauen, diverse Malerarbeiten erledigen, Sicherheitstechnische Installationen vornehmen, Einbruchsicherungen anbringen», sagt Hürlimann.

    Die Werkmatt Uri im Gebiet Eyschachen südwestlich des Bahnhofs Altdorf ist eine der letzten grossen Landreserven im Urner Talboden. Das 12 Hektaren umfassende Areal liegt zwischen den Bahngeleisen und der Gotthardautobahn A2. Bereits vor über 100 Jahren entstanden dort erste Nutzungen, die einen direkten Bahnanschluss benötigten: Die prominentesten Beispiele sind die beiden 1912 und 1913 entstandenen eidgenössischen Getreidemagazine der Architekten Eduard Züblin und Robert Maillart.

  • Die Aufbruchstimmung im Kanton Uri ist sichtbar

    Die Aufbruchstimmung im Kanton Uri ist sichtbar

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    Eröffnet wurde der Anlass von Landammann und Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind. In seinem Referat erläuterte er die positive Entwicklung der vergangenen Jahre: «Auf engstem Raum wird viel investiert und dabei befruchten sich private und öffentliche Investitionen gegenseitig. Exemplarisch dafür ist die Entwicklung rund um den neuen Kantonsbahnhof in Altdorf oder die Tourismusentwicklung Andermatt», so Camenzind.

    Im darauffolgenden Referat thematisierte Christoph Bugnon, Vorsitzender der Geschäftsleitung Urner Kantonalbank, den wichtigen Beitrag, den das Unternehmen mit dem neuen Dienstleistungsgebäude zur Entwicklung rund um den Kantonsbahnhof leistet. Raphael Krucker, CEO der Andermatt Swiss Alps, porträtierte in seinem Referat die Tourismusentwicklung in Andermatt.

    Abschliessend erläuterte Mario Epp, Standortförderung Uri, die Vorzüge des Wirtschaftsraums Uri: «Wir verfügen über ein optimales Kostenumfeld, kurze Wege zu den Entscheidungsträgern und sind hervorragend erschlossen, direkt an der europäischen Nord-Süd-Achse. Kurzum: Der Kanton Uri bietet beste Voraussetzungen für unternehmerische Erfolge.»

    Der darauffolgende Netzwerk-Apéro mit der Bau- und Immobilienbranche rundete den Anlass ab. Mit dem Anlass verknüpft ist die aktuelle Ausgabe von unserem Magazin «immo!nvest». Es zielt darauf ab, die positiven Entwicklungen im Kanton Uri aufzuzeigen und Interessenten für den Standort Uri zu begeistern.

    Wir blicken zufrieden auf den 92. immoTable Uri zurück. Es war ein erfolgreicher Anlass und wir möchten uns bei allen Teilnehmern ganz herzlich bedanken. Ebenfalls ein Dankeschön geht an Monika Schärer für die tolle Moderation und unsere Referenten Urban Camenzind, Christoph Bugnon, Raphael Krucker und Mario Epp für die interessanten und anregenden Referate. Ein grosses Danke auch an unsere Partner Kanton Uri, Urner Kantonalbank, eSMART und PropTechMarket.

    Am 16. Juni 2022 geht es mit dem 93. immoTable Flughafenregion Zürich in der Eventalm in Rümlang weiter. Darauf folgen der 94. immoTable Suisse Romandie am 06. Oktober 2022 in Lausanne und der 95. immoTable Basel am 24. November 2022.

  • Nachhaltige Urner Energielösungen

    Nachhaltige Urner Energielösungen

    Die Energiezukunft in der Schweiz ist ein Dauerthema. Ein Rezept für mehr Unabhängigkeit ohne Vernachlässigung der beschlossenen Klimaziele sind lokale, nachhaltige und CO2-freie Energielösungen. EWA-energieUri bietet mit ihren integrierten Gesamtenergielösungen, kurz SmartEnergy, eine clevere Lösung für die individuelle Energiewende. Konkret steckt folgendes hinter SmartEnergy: Strom mit einer Photovoltaik-Anlage selber produzieren und speichern, nachhaltige Wärme- und Kälteproduktion, Ladelösungen für die Elektromobilität, den Verbrauch von Strom, Wärme, Kälte und Wasser mit SmartMetern messen und visualisieren – alles vernetzt und optimiert mit einer intelligenten Steuerung.

    Grosser Mehrwehrt für Eigentümer
    Eine solche integrierte Gesamtenergielösung setzt EWA-energieUri aktuell bei der Überbauung «Plätzli» in Altdorf um. Das Projekt mitten im Altdorfer Dorfkern umfasst zwei Gebäudekörper mit insgesamt 24 Wohnungen. Ein Teil der in Zukunft benötigten Energie wird mit einer Photovoltaik-Anlage produziert. Davon profitieren alle Wohnungsbesitzer. Der mit Sonnenkraft produzierte Strom kann beispielsweise für das Aufladen des Elektroautos oder die Klimatisierung der Räumlichkeiten genutzt werden. Eine intelligente Steuerung verbindet zudem alle Systeme und optimiert diese. So ist der benötigte Strom sicher dann verfügbar, wenn er gebraucht wird. Da auch der Reststrom aus erneuerbarem, lokalem URstrom aus Urner Wasserkraft stammt, sind die integrierten Gesamtenergielösungen von EWA-energieUri zu 100 Prozent CO2-frei.

    Profitieren vom Nahwärmeverbund
    Das Projekt «Plätzli» in Altdorf zeigt noch einen weiteren grossen Vorteil von integrierten Gesamtenergielösungen gut auf: Die nachhaltigen Technologien können unkompliziert für weitere Liegenschaften erweitert werden. Von den zwei neu installierten Wärmepumpen im «Plätzli» profitieren im Rahmen des Nahwärmeverbunds auch fünf bereits bestehende Gebäude in der Nachbarschaft. Diese können sich von ihren bisherigen Öl-Heizungen verabschieden und die Energiebilanz ihrer Liegenschaften beträchtlich steigern. Gerade für Besitzerinnen und Besitzer älterer Liegenschaften stellt diese Möglichkeit einen grossen Mehrwert dar. So können sie einfach und unkompliziert von nachhaltigen Lösungen profitieren und gleichzeitig mithelfen, einen weiteren Schritt Richtung erneuerbare Energiezukunft zu machen.

  • Werkmatt Uri – Raum für Ideen

    Werkmatt Uri – Raum für Ideen

    Der Kanton Uri und die Gemeinde Altdorf erschliessen in der Werkmatt Uri Land für neue Business-Chancen für Unternehmerinnen und Investoren. Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe finden hier flexible Möglichkeiten. So sollen hier in Zukunft insgesamt über 1000 wertschöpfungsintensive Arbeitsplätze entstehen.

    Nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung
    Als Eigentümerin strebt der Kanton Uri eine Win-win-Situation mit zukünftigen Investoren, Besitzerinnen und Nutzern im Areal an. Die öffentliche Hand investierte darum in das Gebiet zwischen dem künftigen Kantonsbahnhof und dem neuen Autobahn-Halbanschluss Altdorf Süd einen zweistelligen Millionenbetrag. Die Grundstücke können im Kauf oder im Baurecht erworben werden.

    Erste Parzellen wurden bereits verkauft, und die erste Erschliessungsetappe ist fertig realisiert. In den nächsten Jahren sollen weitere Baufelder schrittweise verkauft und bebaut werden. Der Kanton entwickelt das Areal Werkmatt Uri koordiniert, so dass nachhaltige wirtschaftliche Nutzungen im regionalen Gesamtinteresse entstehen. Der Quartiergestaltungsplan dient bauwilligen Investoren und Firmen als eigentümerverbindliches, parzellenscharfes Planungsinstrument. Er setzt Leitplanken hinsichtlich Nutzung, Gestaltung, Infrastruktur und insbesondere Arbeitsplatzdichte.

    Zunehmendes Interesse spürbar
    Das Interesse an der Werkmatt Uri hat durch die Inbetriebnahme des Kantonsbahnhofs im Dezember 2021 noch einmal zugenommen. Bereits verkauft sind die beiden denkmalgeschützten Gebäude, das «Sackmagazin» des Architekten Robert Maillart und das «Silomagazin» des Architekten Eduard Züblin. Wo der Bund früher Getreidesäcke für den Notfall stapelte, finden sich heute spannende Sammlungen an Kunstobjekten. Mit der Kässbohrer Schweiz AG, einer Herstellerin von Geländefahrzeugen, hat bereits ein erstes Unternehmen als Käuferin eine Parzelle erworben und bebaut. Weitere spannende Projekte sind in Planung – wie die nachfolgenden Artikel in diesem Magazin illustrieren.

  • Standort Uri – den Stier bei den Hörnern packen

    Standort Uri – den Stier bei den Hörnern packen

    Beste Lage direkt an europäischer Nord-Süd-Achse
    Schon immer – aber spätestens mit dem Bau der sagenumwobenen Teufelsbrücke im Jahr 1230 – führt die direkteste Verbindung zwischen Europas Süden und Norden durch Uri. Seit der Eröffnung des Gotthard-Eisenbahntunnels im Jahr 1882 sind schnelle Personen- und Warentransporte auch auf der Schiene gewährleistet. Und 2016 ging mit dem Gotthard-Basistunnel ein neues Jahrhundertwerk in Betrieb: Seither ist Uri durch den längsten Eisenbahntunnel der Welt (57 km) mit dem Süden verbunden.

    Mit der Inbetriebnahme des Kantonsbahnhofs in Altdorf 2021 rückte der Süden und Norden noch näher an Uri: Neu sind Lugano in 50 Minuten, Mailand in zwei Stunden und Zürich in einer Stunde bequem mit Direktverbindungen erreichbar.

    Die zentrale Lage des Standorts Uri mit vorteilhaften Anbindungen auf einen Blick.

    Optimales Kostenumfeld
    Uri besticht nicht nur mit seiner vorteilhaften Lage, sondern auch mit einem attraktiven Kostenumfeld. Einerseits kombiniert der Gotthardkanton mehrere finanzielle Vorteile zugunsten der Wohnbevölkerung: Die Steuerbelastung, Krankenkassenprämien und Wohnkosten fallen verhältnismässig tief aus. Der Anteil der Eigentumsobjekte mit mindestens vier Zimmern, die man sich mit einem Haushaltseinkommen von CHF 134’000 leisten kann, liegt 2021 im schweizerischen Mittel bei 31 Prozent. In Uri liegt dieser Wert bei 40 bis 50 Prozent. Das unterstreicht die attraktiven Immobilienpreise in Uri. Gleichzeitig liegen die Steuerabzugsmöglichkeiten für Familien deutlich über dem Schweizer Durchschnitt. So verbleiben den Urnerinnen und Urnern von jedem Lohnfranken in Uri rund 50 Prozent zur freien Verfügung. Mit Blick auf das verfügbare Einkommen und die finanzielle Wohnattraktivität zählt der Kanton Uri zur klaren Schweizer Spitze.

    Genauso profitieren auch Unternehmen von verhältnismässig kostengünstigen Land- und Immobilienpreisen. Aber auch im Unternehmenssteuerwettbewerb sticht Uri viele Kantone aus. Denn der Gotthardkanton kennt seit Jahren eine Flat Rate Tax – sowohl für natürliche wie juristische Personen. Die tiefen Unternehmenssteuern kommen insbesondere den kleinen und mittleren Unternehmen entgegen. Die Gewinnsteuer beträgt rund 12,6 Prozent und die Kapitalsteuer 0,001 Prozent (Kantons- und Gemeindesteuern bei Sitzgemeinde Altdorf). Sowohl im schweizerischen als auch im internationalen Vergleich belegt Uri damit einen absoluten Spitzenplatz!

    Schnelle und verlässliche Realisierung von Geschäftsideen
    In Uri werden Entscheidungsträger und verlässliche Partner in Behörden, Wirtschaft und Gesellschaft schnell erreicht. Denn: Ein kleiner Kanton bedeutet auch kurze Wege. Die Kleinheit bedeutet auch massgeschneiderte Lösungen, so dass Geschäftsideen pragmatisch zur Umsetzung gelangen. Zusätzlich kann Uri mit engagierten und umsetzungsstarken Arbeitnehmern auftrumpfen, die sich durch Loyalität und hohe Identifikation mit dem Arbeitgeber auszeichnen.

    Einmalig einfache Kombination von Arbeit und Freizeit
    Kajakfahrt vor Arbeitsbeginn? Langlaufen während der Mittagspause? Kurzwanderung am Abend mit der Familie? Eingebettet in eine attraktive Berg- und Seelandschaft, ermöglicht der Kanton Uri mit seinen Naherholungsgebieten diese einmalige Kombination von Arbeit und Freizeit. In Uri steckt Energie und Lebensqualität – entdecken Sie diesen Mehrwert beim Arbeiten, nach Feierabend und an freien Tagen.

    Das Gute liegt so nah: Einzigartige Kombination von Freizeit und Arbeit im Kanton Uri. (Bild: Angel Sanchez)

    Zahlreiche Investitionen auf kleinstem Raum
    Im Kanton Uri entsteht gerade sehr viel. An kaum einem anderen Ort wird auf engstem Raum so viel investiert. Daraus resultieren bedeutende Impulse, die zur spürbaren Aufbruchstimmung im Kanton Uri beitragen. Exemplarisch dafür ist die Entwicklung des Urner Wohnungsmarktes. Er wuchs in den letzten 10 Jahren um fast 3000 neue Wohnungen – das bedeutet eine beachtliche Zunahme von 16 Prozent.

    Auch die in den vergangenen Jahrzenten stagnierende Urner Wohnbevölkerung wächst seit einigen Jahren wieder deutlich. All das unterstreicht die attraktiven Rahmenbedingungen, ist aber auch den namhaften Investitionen in den Standort Uri zu verdanken.

    Aufstieg in die touristische Champions League
    Zu diesem Wachstum beigetragen hat insbesondere auch die Tourismusentwicklung in Andermatt. Bedingt durch den Teilrückzug des Militärs, sah sich die Berggemeinde mit grossen Herausforderungen konfrontiert. Die Wende brachte der ägyptische Investor Samih Sawiris. Seit 2009 investierte er zusammen mit Mitinvestoren über CHF 1,3 Milliarden und katapultierte Andermatt dadurch in die touristische Champions League. CHF 130 Millionen flossen in die Modernisierung und den Ausbau der Winter- und Sommersportanlagen. Weitere Investitionen erfolgten in einen ökologisch betriebenen 18-Loch-Golfplatz und in eine multifunktionale Konzerthalle für fulminante Musikerlebnisse sowie Konferenzen und Ausstellungen. Mit Andermatt Reuss entstand ein komplett neuer Dorfteil mit Hotels, Apartmenthäusern, Gastro- und Gewerbebetrieben und einem eigenen Dorfplatz, der Piazza Gottardo.

    Mit mehr als 1000 Angestellten ist die Andermatt Swiss Alps AG, die Betreiberin des Tourismusresorts, heute die grösste Arbeitgeberin in Uri. Andermatt ist eine aufstrebende und attraktive Tourismusdestination. Weitere Investitionen sind bereits geplant: Einerseits wird der neue Dorfteil Andermatt Reuss etappenweise um nochmals 18’000 m2 erweitert. Andererseits wird Vail Ski Resorts die Mehrheit an der Bergbahninfrastruktur in Andermatt übernehmen und plant weitere Investitionen von über CHF 100 Millionen.

    Neu entstandener Dorfteil Andermatt Reuss mit Blick auf die «Piazza Gottardo». (Bild: Andermatt Swiss Alps)

    Mehr Mobilität und Attraktivität im Urner Talboden
    Trotz beeindruckender Entwicklung im Bergdorf Andermatt und deren Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Uri: Rund 80 Prozent der Urner Bevölkerung leben im Talboden, wo sich auch die meisten Dienstleistungs-, Industrie- und Gewerbebetriebe konzentrieren. Dieses Gebiet erfuhr in den vergangenen Jahren substanzielle Veränderungen. Mit dem Entwicklungsschwerpunkt Urner Talboden rund um den Kantonsbahnhof in Altdorf packt Uri ein Generationenprojekt an: Hier entstehen nachhaltige Nutzungen im regionalen Gesamtinteressen und die entsprechenden Wirtschafts-, Siedlungs- und Verkehrsinfrastrukturen werden sorgfältig aufeinander abgestimmt.

    Mit der Inbetriebnahme des neuen Kantonsbahnhofs in Altdorf konnte im Dezember 2021 ein wichtiger Meilenstein erreicht werden. Neu halten Intercity-Züge in Altdorf, wodurch der Bahnhof an die Gotthard-Basislinie angebunden wird. Auch das regionale und überregionale Buskonzept wird auf den neuen Knotenpunkt ausgerichtet. Aus der besseren Erreichbarkeit sollen Impulse für Wirtschafts- und Siedlungsprojekte entstehen. Erste Effekte sind bereits sichtbar: In unmittelbarer Umgebung zum Bahnhof sind mit «Vena» und «Cubo» bereits moderne Wohnbebauungen realisiert worden. Weitere, wie die Überbauung «Strickermatt» in unmittelbarer Lage zum Kantonsbahnhof, sind in Ausführung. Auch die Urner Kantonalbank gestaltet die Entwicklung rund um die neue Urner Verkehrsdrehscheibe aktiv mit. Mit ihrem neu errichteten Dienstleistungsgebäude am Bahnhofplatz 1 setzt sie sich für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung des Kantons und der Bank selber ein. Dort sind modernste Büroräumlichkeiten an bester Lage entstanden. Einen Drittel beansprucht die UKB selbst als neuen Hauptsitz, weitere 3100 m2 werden vermietet. Spannende neue Firmen aus dem In- und Ausland haben sich hier bereits angesiedelt.

    Werkmatt Uri – Raum für Geschäftsideen
    Zentrales Puzzleteil des Entwicklungsschwerpunktes bildet die Werkmatt Uri in Altdorf. Sie ist die grösste zusammenhängende Landreserve in Uri. Der Kanton Uri als Eigentümer investierte einen Millionenbetrag in das Gebiet zwischen dem neuen Kantonsbahnhof und dem künftigen Autobahn-Halbanschluss. Auf rund 120’000 m2 bietet das Areal Business-Chancen für zukunftsorientierte Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe. Künftig sollen auf dem Areal über 1000 Arbeitsplätze entstehen. Ziel ist es, das Areal koordiniert zu entwickeln, sodass nachhaltige wirtschaftliche Nutzungen entstehen können. Die öffentliche Hand als Anbieterin strebt eine Win-win-Situation mit Investoren und den zukünftigen Besitzern und Nutzern im Areal an.

    Wie die Werkmatt dereinst, inkl. Autobahn-Halbanschluss, aussehen könnte.

    Weitere zukunftsträchtige Entwicklungen stehen an
    Verschiedene Generationenprojekte konnte der Kanton Uri bereits realisieren, wie vorstehend bereits beschrieben. Weitere gewichtige Entwicklungsprojekte stehen an. Eine neue Verkehrsdrehscheibe in Göschenen ist in Planung. Neben Bahnhof für Bahn und Busse und einem Parkhaus ist eine Seilbahnverbindung vom Bahnhof Göschenen ins Skigebiet Andermatt angedacht.

    Dazu kommt die West-Ost-Umfahrung im Urner Talboden, welche die Siedlungsgebiete vom Strassenverkehr entlasten und damit aufwerten wird. In Altdorf wird ein neuer Autobahn-Halbanschluss realisiert, der den Urner Talboden noch besser erschliesst. Bereits heute arbeitet der Bund zudem am Bau des zweiten Gotthard-Strassentunnels. Schliesslich entstehen auch neue Velowege, welche Uri für den Langsamverkehr noch attraktiver machen sollen. Daneben gewinnen Investitionen in Bildung und Forschung noch stärker an Bedeutung. Erste Ansätze bestehen hier bereits: Einerseits mit dem Institut Kulturen der Alpen, das sich den Besonderheiten des alpinen Raums widmet – von den prähistorischen Zeugnissen über spezifische Traditionen bis hin zu den Herausforderungen der Gegenwart. Andererseits mit dem Logistikum Schweiz in Altdorf, einem Forschungs- und Innovationszentrum für Logistik und Supply Chain Management.

    Standortförderung Uri – Ihr umsetzungsstarker Partner
    Im Kanton Uri sind viele spannende Entwicklungen im Gange. Die Standortförderung arbeitet daran, diesen Schwung wirtschaftlich nachhaltig zu nutzen und in Arbeitsplätze und Mehrwert für den ganzen Kanton umzumünzen. Wie funktioniert die Standortförderung Uri?

    Zum einen machen wir die Vorzüge des Gotthardkantons und die spannenden Entwicklungen sichtbar. Standortkommunikation und -vermarktung erfolgt via Web, Print, Messeauftritte und über das persönliche Netzwerk. Insbesondere die Mitgliedschaft in der Greater Zürich Area soll dazu führen, dass der Standort Uri mit seinen Vorzügen noch besser wahrgenommen wird. Ansiedlungsinteressenten, wie auch bestehende Unternehmen und Startups, begleitet die Standortförderung in Beratungen oder bei Standortbesichtigungen oder Baulandsuche.
    Sie ist gleichzeitig auch die Informations- und Anlaufstelle der Verwaltung für die Urner Wirtschaft. Zusätzlich stellt sie den Kontakt mit den Schlüsselpersonen in Wirtschaft, Bildung, Innovationsförderung und Behörden her.

    Breites Instrumentarium
    Die Standortförderung Uri kann auf ein breites Instrumentarium zur Unterstützung von Unternehmen zurückgreifen. Für den Einzelfall werden sie massgeschneidert definiert. Davon profitieren zum Beispiel innovative Jungunternehmen in Form von Starthilfen. Eine weitere Möglichkeit ist die Unterstützung von überbetrieblichen Initiativen mit der Neuen Regionalpolitik (NRP), einem Förderinstrument für ländliche Räume und Berggebiete. Als Starthilfe oder Wegbereiterin kann sie unternehmerischen Initiativen zum Durchbruch verhelfen.

    Bei der Standortförderung Uri dürfen Sie mit schnellen, kompetenten und verbindlichen Reaktionen zu ihren Anliegen rechnen.

    Herzlich willkommen im Lebens- und Wirtschaftsstandort Uri. Packen Sie mit uns den Stier bei den Hörnern!

    Bild: Das Team der Standorförderung Uri.
  • «Die Aufbruchstimmung ist spürbar»

    «Die Aufbruchstimmung ist spürbar»

    Herr Camenzind, wie hat sich die Urner Standortentwicklung und Wirtschaftsförderung in den vergangenen Jahren verändert?
    Als ich 2012 ins Amt gekommen bin, haben wir die Ansiedlungsstrategie angepasst und sind eine Zusammenarbeit mit der Greater Zurich Area eingegangen. Das war ein wichtiger Schritt. Dann kam die Tourismusentwicklung in Andermatt dazu. Solche Entwicklungen sind wichtige Standortfaktoren und Verkaufsargumente. Man redet heute im Kanton Uri weniger über die Stausituation vor dem Gotthardtunnel sondern mehr über Andermatt. Die Entwicklung im Urner Talboden ist indes anders gelagert. Hier haben wir es in den letzten sechs, sieben Jahre vor allem mit Quartierentwicklungen zu tun gehabt. Wir als Kanton Uri besitzen im Urner Talboden auch Land, welches wir entwickeln möchten und das für Gewerbe und Industrie zum Verkauf steht. Ein weiterer wichtiger Standortfaktor ist der neue Kantonsbahnhof, an dem seit dem letzten Dezember internationale Züge halten. Bei uns ist in letzter Zeit sehr viel passiert. Diese Entwicklungen nehmen wir dankbar im Standortmarketing auf, damit wir spannende Geschichten erzählen können.

    Was sind die Vor- und Nachteile der neuen Destination Andermatt und des Kantons generell?
    Der Vorteil von Andermatt ist ganz klar: Wir sind als Kanton Uri positiv im Gespräch. Wir können unser Image verbessern und etwas für die Ausstrahlung des ganzen Kantons tun. Alleine in Andermatt sind 1000 Arbeitsplätze neu geschaffen worden. Und das nicht etwa durch Umlagerungen oder Umstrukturierungen. Es sind Arbeitsplätze, die wir in der Art und Vielzahl bislang nicht hatten. Das ist sicher sehr positiv. Und es hilft uns wiederum auch auf anderen Gebieten, wo wir vielleicht noch schwächer aufgestellt sind. Dieser Effekt strahlt mittlerweile in die umliegenden Gemeinden aus. All das wirkt sich positiv aus – bis hinunter in den Urner Talboden um Altdorf.
    Die Nachteile sind gestiegene Immobilienpreise – vor allem in Andermatt. Das ist teils schwierig für die lokale Bevölkerung. Ich bin aber überzeugt, dass Andermatt und seine Bevölkerung unter dem Strich von der Tourismusentwicklung profitieren.

    Wie sieht die Situation im Kantonshauptort Altdorf aus?
    Hier in Altdorf sind wir gut unterwegs – insbesondere dank dem neuen Verkehrsknotenpunkt in Altdorf. Dadurch ist der Kanton noch besser erschlossen. Wir haben hier gute Entwicklungen, etwa mit der Dätwyler in Schattdorf, welche unter anderem Kaffee-Kapseln für Nespresso herstellt. Die Perspektiven des Kantons Uri sind wesentlich besser als noch vor 20 Jahren. Vorher haben wir nur von Arbeitsplatzabbau der RUAG, SBB und beim Militär geredet. Das ist nicht mehr das Thema. Heute suchen
    die Firmen hier händeringend nach Arbeitskräften.

    Wie sehen Angebot und Nachfrage auf dem Urner Immobilienmarkt aus?
    In Altdorf und im Urner Talboden ist in den letzten zehn Jahren so viel gebaut worden wie noch nie. Die Befürchtungen, es gebe aufgrund der Neubauten irgendwann hohe Leerstände, haben sich glücklicherweise nicht bewahrheitet. Wir haben keine hohe Leerwohnungsziffer. Es sind in den vergangenen zehn Jahren etwa 3000 Wohnungen im Kanton neu gebaut worden. Das ist für Urner Verhältnisse viel. Die Preise sind hingegen stabil geblieben und nicht unter Druck geraten. Das hat vielleicht auch damit zu tun, dass wir im Verhältnis wenig Wohnfläche pro Einwohner hatten. Bis vor zehn Jahren waren wir noch bei etwa knapp 40 Quadratmeter pro Person. Im Schweizer Schnitt sind wir mittlerweile bei 50 Quadratmeter pro Person. Da haben wir jetzt ein wenig aufgeholt. In den letzten fünf, sechs Jahren ist darüber hinaus auch ein Bevölkerungswachstum im Kanton Uri festzustellen. Dies absorbiert die Wohnungen, die gebaut werden. Der Markt funktioniert.

    Wie geht es dem Gewerbestandort Uri?
    Eine der stärksten Branchen im Kanton Uri war schon immer die Baubranche. Das hat mit den grossen Infrastrukturprojekten zu tun: Kraftwerke, Bahngeleise, Autobahn, Tunnelbau. Das sind alles Baumeisteraufgaben. Da wird etwas gebaut, später stehen dann Sanierungen in regelmässigen Abständen an. Nehmen wir beispielsweise die Autobahn: Die Gotthardautobahn wird – mit der notwendigen Sanierung – jetzt quasi zum dritten Mal gebaut. In diesem Bereich tut sich also immer etwas. Dann ist Dätwyler mit seinen etwa 900 Angestellten in Uri ein sehr wichtiger Akteur. Die Metallverarbeitung war bei uns schon immer stark. Wir haben sehr viele mechanische Metallverarbeitungsbetriebe mit grossem Knowhow.

    Wir kommen auf den Neubau der Urner Kantonalbank zu sprechen: Welche Impulse gehen davon aus?
    Auf den entstandenen Büroflächen konnten bereits spannende Firmen eingemietet oder angesiedelt werden, unter anderem das norwegische Software-Unternehmen Crayon. Das ist eine internationale Firma, die auch weiterwächst und erst vor wenigen Jahren in den Kanton Uri gekommen ist. Das hilft uns und dem Standort. Auch ziehen solche Erfolgsgeschichten immer weitere Ansiedlungen an. Das hat Ausstrahlung über den Standort Altdorf hinaus. Zusätzlich entstehen noch weitere Bauwerke rund um den Kantonsbahnhof wie Wohnungen und Geschäfts- und Gewerbeflächen. Es ist wichtig, dass wir am verkehrsreichsten Punkt von Uri eine weitsichtige und ausgewogene Entwicklung haben, und der Neubau der Urner Kantonalbank ist hierfür ein guter Start.

    Alles in allem finden auf kleinstem Raum im Kanton Uri gerade sehr viele Investitionen statt. Die positive Aufbruchstimmung und Dynamik gilt es jetzt, gewinnbringend zugunsten des Kantons Uri zu verwenden.

  • Altdorf: Wasserkraftwerk trotz Unwetter erfolgreich

    Altdorf: Wasserkraftwerk trotz Unwetter erfolgreich

    Das Kraftwerk Gurtnellen blickt auf ein positives Geschäftsjahr zurück. Es hat im vergangenen Jahr 36.8 Millionen Kilowattstunden Strom aus Wasserkraft produziert, womit im vergleich zu einem Kohlekraftwerk 46’000 Tonnen CO2-Emissionen vermieden wurden.

    Somit habe das Kraftwerk Gurtnellen 2019 trotz des Unterbruchs eine hohe Anlagenverfügbarkeit von 99,7 Prozent erreicht. Mitte Juni 2019 hatten schwere den Bachrandbereich im Bereich der Kraftwerkszentrale beschädigt und Teile des Vorplatzes und des Schutzdamms unterspült. Das Kraftwerk konnte die Schäden rasch beheben, der Betrieb musste nur für einen Tag ausgesetzt werden.

  • Im Juni wird das Wasserkraftwerk Schächen eingeweiht

    Im Juni wird das Wasserkraftwerk Schächen eingeweiht

    Am 27. Juni 2020 soll die offizielle Einweihung des neuen Kraftwerks (KW) Schächen stattfinden. Trotz der aktuellen Corona-Krise verläuft der Abschluss des Baus nach Plan. Das Kraftwerk wurde acht Jahre lang aufwendig geplant. Dafür konnte es bereits nach einem Jahr Bauarbeiten in Betrieb genommen werden. Denn es ging am 20. November 2019 ans Netz und produziert seit dem Strom für das Verteilnetz der Elektrizitätswerk Altdorf AG (EWA). Mit einer Leistung von 16,4 Gigawattstunden versorgt es 3600 Haushalte.

    Die Herausforderungen beim Bau waren der Bau im dichtbesiedelten Wohn- und Wirtschaftsraum sei, auch die Verlegung der Druckleitung entlang der Klausenstrasse in Bürglen und Kirchenrütti und jetzt noch die Lieferungen mit der Corona-Krise. Doch aus heutiger Sicht kann man sagen, dass Termin- und Budgetplan eingehalten werden können. Insgesamt wurden 21.4 Millionen Franken investiert, dabei fliessen Aufträge in Höhe von 16 Millionen Franken in Unternehmen aus dem Kanton Uri.