Schlagwort: Altstadt

  • Luzern wird zur schönsten Altstadt der Schweiz gekürt

    Luzern wird zur schönsten Altstadt der Schweiz gekürt

    Luzern hat den TRAVELBOOK AWARD 2025 für die schönste Altstadt der Schweiz für sich entschieden. Bei der Preisverleihung am 23. September in Berlin wurden laut Mitteilung zum vierten Mal Trendreiseziele verschiedener Kategorien ausgezeichnet. Dahinter steht das nach eigenen Angaben grösste Online-Reisemagazin TRAVELBOOK, das zur BOOK Family des Berliner Axel-Springer-Verlags gehört. Erstmalig hätten 2025 hauptsächlich die Lesenden von TRAVELBOOK die Gewinnerdestinationen bestimmt, heisst es. Bei einem Online-Voting seien über alle Kategorien hinweg 150’000 Stimmen abgegeben worden.

    Im Begleittext zu Luzern wird hervorgehoben, dass die Luzerner Innenstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten und ihrem beeindruckendem Bergpanorama entspannt zu Fuss zu erkunden sei. Höhepunkt eines Besuchs sei nicht nur die weltberühmte Kapellbrücke, die Alt- und Neustadt miteinander verbinde. Besuchende könnten gleich mehrere grosszügige Plätze wie den Weinmarkt mit Brunnen oder historische Malereien an Hausfassaden entdecken.

    Als schönste Altstadt Deutschlands wurde Bad Wimpfen in Baden-Württemberg ausgewählt, für Österreich darf Salzburg den Titel für sich beanspruchen. Griechenland ist gemäss der Wahl 2025 das gastfreundlichste Land der Welt. Weitere Preise gingen an die Auvergne in Frankreich als beste Camping-Region Europas und an das Okavango-Delta in Botswana als bestes Reiseziel für eine nachhaltige Safari. Die Geheimtipp-Region Europas ist in diesem Jahr die Hohe Tatra im polnisch-slowakischen Grenzgebiet.

    „Die Ergebnisse spiegeln nicht nur das Wissen und die Sehnsüchte unserer Leser wider, sondern geben zugleich auch interessante Impulse für die Branche“, wird BOOK-Family-Chefredakteur Nuno Alves zitiert. TRAVELBOOK inspiriere seit Jahren Millionen Menschen, neue Orte zu entdecken.

  • Neugestaltung im Herzen von Thun

    Neugestaltung im Herzen von Thun

    Das Bälliz, gelegen am südwestlichen Rand der Altstadt von Thun, birgt vier Liegenschaften im Besitz der Frutiger Pensionskasse. Diese historischen Gebäude sind trotz ihres schlechten Zustands erhaltenswert und teilweise noch vermietet. Die besondere Bedeutung des Gebietes Bälliz spiegelt sich in seiner Aufnahme ins Bundesinventar ISOS wider, welches es als ein Ortsbild von nationaler Relevanz kennzeichnet. Demzufolge muss seine charakteristische Struktur weitestgehend bewahrt werden.

    Vorherige Herausforderungen
    Eine 2015 durchgeführte Machbarkeitsstudie stiess auf Ablehnung von verschiedenen eidgenössischen Kommissionen. Vor allem ein fünfgeschossiger Neubau war umstritten. Als Reaktion darauf wurde ein Workshop organisiert, um neue Richtlinien für die Entwicklung des Gebietes zu definieren und einen Projektwettbewerb vorzubereiten.

    Ein Siegerkonzept tritt hervor
    Im Rahmen eines Studienauftrags 2022 wurden mehrere Entwürfe eingereicht. Das Team von Baumann Lukas Architektur überzeugte das Beurteilungsgremium mit einem Entwurf, der städtische und atmosphärische Aspekte ideal miteinander verband. Dieser Entwurf würdigt die historische Struktur der Region und zeigt eine Respektierung der typischen Riemenparzellierung. Er integriert Haupthäuser und Nebengebäude auf eine Weise, die der Bedeutung des Ortes entspricht. Das Erdgeschoss wird weiterhin für das Publikum zugängliche Nutzungsbereiche bieten, während die oberen Etagen überwiegend Wohnungen enthalten werden.

    Vielfalt gegen Eintönigkeit
    Der Entwurf von Baumann Lukas Architektur hebt sich durch seine Diversität ab. Das Design nimmt Bezug auf die charakteristischen Strukturen des Mittelalters und sieht innovative Entwicklungen vor, wie den öffentlichen «Gässlihof», der seine Authentizität durch die Erhaltung eines historischen Bauwerks bewahrt. Im Gegensatz dazu waren andere eingereichte Entwürfe in ihren Vorschlägen nicht so differenziert und konnten das Beurteilungsgremium nicht in gleichem Masse überzeugen.

  • Hauptpost Basel erhält Baubewilligung

    Hauptpost Basel erhält Baubewilligung

    Das rund 140-jährige Gebäude der ehemaligen Hauptpost inmitten der Basler Altstadt muss umfassend saniert werden. Jetzt hat die AXA Anlagestiftung als Eigentümerin die Baubewilligung für das eingereichte Baugesuch erhalten.

    Passage erhält Öffentlichkeitscharakter
    Mit der Sanierung der Basler Hauptpost soll der Charakter des Gebäudes hervorgehoben werden. So ist vorgesehen, das gesamte Erdgeschoss offener und heller zu gestalten. Das Herzstück bildet neu ein lichtdurchfluteter, überdachter Innenhof. Zudem soll aus dem Durchgang zwischen Gerbergasse und Freie Strasse, der bis letzten Herbst als private Anlieferungsstelle für die Post diente, eine öffentlich zugängliche Passage entstehen mit direktem Zugang zu den Läden im Erdgeschoss sowie zu den oberen Etagen. Die Passage soll jedoch nicht nur geöffnet, sondern auch belebt werden: «Der wettergeschützte Durchgang soll auch für ein Verkaufs- und Gastroangebot genutzt werden und damit eine attraktive Ergänzung an der Freien Strasse bieten», so Pascal Messmer, Asset Manager bei den AXA Investment Managers.

    Mittelalterliche Bauelemente lassen Vergangenheit aufleben
    Im Rahmen der Neukonzeption wies das beauftragte Basler Architekturbüro Herzog & de Meuron im engen Dialog mit dem Denkmalschutz auf die vorhandenen Originalpläne sowie eingelagerten, mittelalterlichen Bauelemente im Archiv der Hauptpost hin. Dazu zählen unter anderem sechs antike Steinbögen, die einst Teil einer Arkade waren. Die Originale stammen aus dem 14. Jahrhundert und die Replika von einem Umbau aus dem 19. Jahrhundert. Jetzt wird der Einbau der historischen Bögen in enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz behutsam vorgenommen. «Damit finden sie an ihren ursprünglichen Ort zurück. Wir lassen das geschichtsträchtige Gebäude in seiner einstigen Form wieder aufleben. Dass man auf solche Schätze der Vergangenheit stösst, ist eine Seltenheit und macht diese Sanierung für uns einmalig», so Marco Streuli, Bauprojektleiter bei den AXA Investment Managers. Die sechs wieder eingebauten Steinbögen vervollständigen die Passage zusammen mit dem noch vor Ort befindlichen gotischen Portal im Vorbereich des existierenden Durchgangs.

    Ebenfalls wieder eingesetzt werden historische Fensterlaibungen, die im Vorraum der Passage auf Seite der Gerbergasse als Teil eines Schaufensters für viel Tageslicht im Inneren sorgen sollen.

    Neues Rooftop mit Rundumsicht über die Altstadt 
    Die Geschosse fünf und sechs der Hauptpost werden zurückgebaut, wodurch die Gebäudehöhe im Vergleich zu heute leicht tiefer ausfällt. Das neue Satteldach fügt sich auch in seiner Materialität behutsam in die umliegende Dachlandschaft ein und besticht durch eine umlaufende Terrasse mit Verglasung, die eine Rundumsicht über die Altstadt ermöglicht.

    Wie der lichtdurchflutete Raum zukünftig genutzt wird, ist noch offen. «Wir können uns zahlreiche Nutzungen vorstellen. Diese sind auch abhängig vom allgemeinen Mietermix im Gebäude», so Pascal Messmer. Im Erdgeschoss der Hauptpost entstehen insgesamt 1’500m2 Verkaufsflächen mit teils 9m hohen Räumen. Die fünf Obergeschosse mit Aussichts-Rooftop bieten zusätzliche 5’000m2 für moderne Büros und weitere Dienstleistungsflächen. Es ist geplant, das Gebäude per Frühjahr 2025 an die neuen Mieter zu übergeben und die Tore der Hauptpost wieder für die Bevölkerung zu öffnen.

  • Neue Nutzung für ehemalige Strafanstalt

    Neue Nutzung für ehemalige Strafanstalt

    Auf dem Areal Sennhof wird ein offener Stadtteil von Chur realisiert. Die Stadt erhalte mit dem neuen Sennhof eine Altstadterweiterung mit einem breiten Nutzungsmix, schreibt das Hochbaudepartement des Kantons Graubünden in einer Mitteilung. Mit anderen Worten: Nach zweihundert Jahren wird die Gefängnisanstalt Sennhof für alle wieder frei zugänglich. Die Umnutzung beinhaltet Wohnen, Gewerbe, Gastro und ein Hostel.

    Neues Leben in alten Mauern
    Rund um den neu zugänglichen Innenhof soll künftig gearbeitet und gelebt werden, betonen die Projektverantwortlichen. Im geplanten Neubau auf dem Sennhof-Gelände werden 29 moderne Altstadt-Wohnungen realisiert. Das Herzstück der Anlage bleibt der eigentliche Sennhof, der mit dem Turm aus dem 13. Jahrhundert ein markantes Identifikationsmerkmal darstellt. Dabei bleiben nebst dem Turm, der Bogentrakt und die Gebäude entlang der Sennhofstrasse erhalten. Das vorgesehene Projekt fügt die bestehende Gebäudestruktur harmonisch in die Altstadt ein, so das Fazit des Hochbauamtes. Durch die Abwinklung des Neubauteils wird der Innenhof neu gefasst, öffnet sich gegen den Rebberg und wirkt gesamthaft grosszügiger, so das Architektenteam. Die Gesamtidee werde durch den vielseitigen und gut strukturierten Nutzungsmix mit Restaurant, Gewerbe, Wohnen, Kultur und Raum für Studenten unterstützt. Das Areal soll ausser für Anlieferungen autofrei und nur für den Langsamverkehr freigegeben werden.

    Baubeginn ist voraussichtlich im Herbst 2020. Die Baueingabe zum Projekt hat die Projektentwicklungsgesellschaft Sennhof Mitte Februar 2020 eingereicht. Die Gesellschaft besteht aus der Brandis Investment AG und der Miro Immo AG. Für die Architektur ist das Churer Büro Ritter Schumacher zuständig. Einen Einblick in das geplante Projekt ermöglichen die Projektentwickler im Rahmen der Zwischennutzung bis Oktober 2020 auf dem Areal Sennhof in Chur. Läuft alles nach Plan, soll mit den Bauarbeiten im Herbst dieses Jahres begonnen werden. ■