Schlagwort: Altstetten

  • Neues Quartier auf dem Koch-Areal

    Neues Quartier auf dem Koch-Areal

    Die Stadt Zürich kaufte 2013 das seit März desselben Jahres besetzte Koch-Areal an der Schnittstelle von Albisrieden und Altstetten. 2017 lancierte die Stadt zusammen mit der Zürcher Sektion des Verbands Wohnbaugenossenschaften Schweiz und dem Beratungsunternehmen Wüst Partner eine Konzeptausschreibung für das geplante Quartier. Den Zuschlag erhielt die Teambewerbung der Genossenschaften Allgemeine Baugenossenschaft Zürich (ABZ) und Kraftwerk1 zusammen mit der Immobilienentwicklerin SENN.

    Frühestens ab 2025 entstehen hier rund 330 gemeinnützige Wohnungen für etwa 900 Bewohnerinnen und Bewohner. Darüber hinaus sind grosszügige Gewerbeflächen und ein Quartierpark projektiert. Grün Stadt Zürich zeichnet für den Park verantwortlich, während die beiden Zürcher Genossenschaften ABZ und Kraftwerk1 sowie die Immobilienentwicklerin SENN das Land im Baurecht übernehmen. Im Koch-Quartier sollen neue Visionen des Zusammenlebens und Arbeitens umgesetzt und es soll ein wesentlicher Beitrag zur 2000-Watt-Gesellschaft geleistet werden.

    Das Familienunternehmen Senn plant das Gewerbehaus namens MACH, das von überhohen Räumen, hohen Nutzlasten und viel Gestaltungsspielraum geprägt ist. Der Einbau von Galeriegeschossen ist frei wählbar und sorgt für hohe Flexibilität. Im MACH sind auf 10’000 m2 meist doppelthoher Mietfläche nicht nur Gewerbe- und Produktionsbetriebe vorgesehen, sondern auch Handels- und Dienstleistungsunternehmen sowie Bildungs- und Freizeitangebote. Auf die Nachhaltigkeit wird durch die hohe Anpassbarkeit, die Holzelementfassade, PV-Anlage, Regenwassernutzung und die vertikale Begrünung besonders geachtet.

    Einen dreiteiligen Gebäudekomplex mit 204 Wohnungen lässt die Allgemeine Baugenossenschaft Zürich bauen. Dieser besteht aus einem rund 85 Meter hohen Hochhaus an der Flurstrasse sowie einem achtgeschossigen Zeilenbau am Quartierpark. Hier entsteht ein Mix aus 2- bis 5.5-Zimmer-Wohnungen. Im 1. Stock sind ein Garten mit 1830 m2 Fläche und ein Gemeinschaftspavillon geplant. Auf den Dächern werden Fotovoltaikanlagen installiert. Die Erdgeschossnutzung sieht verschiedene Gewerbe- und Gemeinschaftsräume sowie einen Supermarkt vor.

    Wohnen, Gewerbe und Kultur werden im kompakten Gebäude der Bau- und Wohngenossenschaft Kraftwerk1 vereint. Neben Wohnungen sollen Gastronomie, Kindergarten und Hort sowie das Zirkusquartier mit dem Zirkus Chnopf die Nachbarschaft zum Verweilen einladen. Vom Park her führt eine Freitreppe auf die 1650 m2 umfassende Terrasse im ersten Stock. Es sind 125 Wohnungen geplant, ein Drittel der Wohnfläche wird im subventionierten Wohnungsbau vermietet. Das intensiv begrünte Dach dient den Bewohnenden als Rückzugsort. Die Siedlung ist autofrei geplant und wird dank einem Holz-Beton-Hybridbau, Fotovoltaikanlagen sowie Regenwasserretention besonders nachhaltig.

    Der 12’000 m2 grosse Quartierpark wird die grüne Lunge des neuen Koch-Quartiers. Grün Stadt Zürich setzt mit dem Park die Wünsche der Bevölkerung um: viele Bäume, biodivers, verspielt – und für alle. Geplant sind eine offene grosszügige Wiese und ein naturnah gestalteter «jardin sauvage». Dank der ehemaligen 2700 m2 umfassenden Kohlenlagerhalle entsteht zudem ein Bereich, der den Aufenthalt auch bei schlechtem Wetter ermöglicht. Das bereits vor Ort vorhandene Material wird wo immer möglich umgenutzt: Aus alten Belagsplatten wird zum Beispiel ein Trockenbiotop für Eidechsen oder eine Sitzmöglichkeit für Gäste.

    Vielfältigste Kulturangebote und Wohnformen, Gewerbe und Dienstleistung finden im kompakten Gebäude von Kraftwerk1 ein neues Zuhause.
  • Zürich soll zur Solarstadt werden

    Zürich soll zur Solarstadt werden

    ewz baut sein Bürgerbeteiligungsmodell ewz.solarzüri aus. Wie der Energieversorger in einer Medienmitteilung bekanntgibt, stehen für seine Kundinnen und Kunden ab sofort rund 3300 weitere Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden der Stadt Zürich zur Verfügung. Damit können auch Mieterinnen und Mieter dazu beitragen, dass weitere Solarflächen zugebaut werden. Der Preis beträgt 250 Franken pro Quadratmeter, die Vergütung auf der Stromrechnung 80 Kilowattstunden pro Jahr für eine Laufzeit von 20 Jahren.

    Die grössten der geplanten neuen Solaranlagen liegen in Höngg: auf dem Schulhaus Lachenzelg Ost (1860 Quadratmeter) und auf dem Schulhaus am Wasser (1170 Quadratmeter). Auf dem Dach des Wohnhauses Dunkelhölzli in Altstetten sind 100 Quadratmeter geplant, auf der Haltestelle Bahnhof Altstetten 165 Quadratmeter. Sind jeweils 80 Prozent einer Fläche durch diese Art der Schwarmfinanzierung verkauft, wird die jeweilige Anlage durch ewz realisiert.

    In diesem Fall wird durch ewz.solarzüri ab Januar 2023 auf über 37’000 Quadratmetern sauberer Strom erzeugt. Weitere Standorte sind laut ewz in Arbeit.

    „Mit der Solarstrategie haben wir in der Stadt Zürich das ambitionierte Ziel, mehr Solarstrom zu produzieren“, wird Stadtrat Michael Baumer, Vorsteher der Industriellen Betriebe der Stadt Zürich, zu denen auch ewz gehört, in der Mitteilung zitiert. „Denn nur gemeinsam machen wir Zürich zur Solarstadt – jeder Quadratmeter zählt!“

  • Von A wie Altstetten bis W wie Wädenswil

    Von A wie Altstetten bis W wie Wädenswil

    Mit Manufakt entsteht eine Marke, die für modulare Gebäudekomplexe mit flexibler Nutzung durch wertschöpfungsstarke, produzierende Branchen steht. Manufakt zeichnet sich durch lokale Verankerung sowie regionale und nationale Vernetzung aus. Die kraftvollen und klaren Baukörper strahlen dabei grösstmögliche physische Präsenz aus. Neben einer prägnanten Aussenwirkung fokussiert Manufakt stets auch auf die entsprechende Innenwirkung und setzt gezielt auf modulare und vernetzende Freiräume und Atmosphäre. Am 1. Juli 2021 konnte die imposante Gewerbeliegenschaft Manufakt8048, die auf einem der letzten freien Industrieareale der Stadt Zürich errichtet wurde, nach rund anderthalbjähriger Bauzeit feierlich eröffnet werden. Der Bau, der direkt am Gleisfeld beim Bahnhof Zürich Altstetten liegt und für die Bauherrschaft Swisscanto Anlagestiftungen realisiert wurde, besitzt Vorbildcharakter. Denn mit dem innovativen Konzept und der Marke Manufakt bringt die Steiner AG Gewerbe- und Dienstleistungsbetreibe zurück in die Stadt.

    Das Manufakt-Konzept lässt sich auf mehrere Standorte übertragen.

    Kuratierte Vernetzung
    «Für uns steht Manufakt für qualitatives Handwerk der Zukunft, für die Industrie 4.0, die Digitalisierung der industriellen Produktion», sagt Peter Herzog, Head Real Estate Development für Zürich bei Steiner. Die «kuratierte Vernetzung» der Manufakt-Gebäude ist in doppeltem Sinne zu verstehen, neben der digitalen soll auch die analoge Vernetzung im Gebäude, die insbesondere über den offenen Hof erfolgt, gefördert werden. Und Othmar Ulrich, Head Real Estate Development Region East, ergänzt: «Wir bieten der Industrie und dem Gewerbe eine Umgebung, die den Mietern die Möglichkeit gibt, ihr Netzwerk weiter auszubauen. Wir stellen uns vor, dass die Gebäude mit einer Choreographie bespielt werden.» Aktuell kommt das Manufaktur-Konzept auch in Wädenswil und Winterthur zum Einsatz. In Wädenswil (Gebiet Appital) entsteht bis 2024 eine Überbauung für Gewerbe, Forschung und Büros. Der Name wurde hierbei in Anlehnung an die Postleitzahl von Wädenswil Au gewählt: Manufakt8804. Mehr Infos: www.manufakt8804.ch.

  • Letzibach D: Drei autonome Gebäudeteile von  drei verschiedenen Bauherrinnen

    Letzibach D: Drei autonome Gebäudeteile von drei verschiedenen Bauherrinnen

    Zwischen 2021 und 2025 wird in Zürich-Altstetten der Neubau Letzibach D realisiert. Die Stadt Zürich hat das 10’000 Quadratmeter grosse Areal im Jahr 2014 von den SBB erworben. Das Areal weist auf der Nordseite das offene Gleisfeld und auf der Südseite die stark befahrene Hohlstrasse auf. Unter der Bauherrschaft der Liegenschaftenverwaltung, der Stiftung Alterswohnungen sowie der Stiftung Wohnungen für kinderreiche Familien der Stadt Zürich sollen hier 250 gemeinnützige Wohnungen entstehen. Die drei Bauherrinnen planen jeweils ein Drittel des Bauvolumens. So entstehen drei autonome Gebäudeteile mit eigenen Eingängen.

    Die Arealüberbauung ist auf eine Ausnützung von 318 Prozent ausgelegt. Die erforderliche Dichte kann nur mittels Hochhauslösungen erreicht werden. Für die Pläne verantwortlich sind Gut & Schoep Architekten GmbH und Neuland Landschaft GmbH aus Zürich. Vorgesehen ist ein 60 Meter hohes Gebäude mit 24 Stockwerken und einer einprägsamen städtebaulichen Silhouette sowie ein achtgeschossiges, langgezogenes Gebäude, welches sich U-förmig gegen das Gleisfeld hin öffnet. An der Kreuzung Hohlstrasse/Flurstrasse entsteht zudem ein kleiner Stadtplatz.

    Der Baukörper ragt im Westen zur Hohlstrasse vor und führt den Strassenraum der angrenzenden Überbauung Letzibach C fort. Im Norden knickt er nochmals im rechten Winkel ab und bildet damit mit dem Hochhaus den Abschluss. Im niedrigen, zusammenhängenden und acht Stockwerke umfassenden Teil der Überbauung finden sich die 53 Wohnungen der Stiftung Wohnungen für kinderreiche Familien und die 81 Wohnungen der Liegenschaften Stadt Zürich. Die Wohnungen im flachen Gebäudeteil bieten südorientierte Essküchen sowie Richtung Norden ausgerichtete Wohnräume – teilweise mit inneren Rundläufen oder mit grosszügigen Entrées. Eingezogene Balkone zwischen Essküche und Wohnraum sind für die 131 Alterswohnungen vorgesehen. Diese Wohnungen der Stiftung Alterswohnungen Stadt Zürich sollen im sechzig Meter hohen Turm entstehen. Die Betonfassade der Gebäude soll Langlebigkeit und einen sparsamen Unterhalt sicherstellen. ■