Schlagwort: Anforderungen

  • Kollaborative Projektabwicklungsmodelle (IPA, Design Build usw.)

    Kollaborative Projektabwicklungsmodelle (IPA, Design Build usw.)

    SIA-Phasenmodell
    Die gängige Projektabwicklung in der Schweiz ist auf das Phasenmodell der SIA (Norm 102/112) ausgerichtet. Dieses hierarchische Ablaufprinzip schafft Anreize für den Bauherrn, die Konkretisierung seiner Planung auf mehrere Planungsabschnitte zu verteilen. Planungsaufträge werden dadurch isoliert in Teilphasen betrachtet, Knowhow der Unternehmer erst in der Phase «Ausführung» abgeholt und Risiken auf den letzten Unternehmer in der Kette überwälzt. Anliegen des späteren Betriebs fliessen oft nur in Form von Benchmarks oder schriftlichen Berichten ein.

    Silodenken vs. Kooperation
    Im SIA-Phasenmodell verteidigen die Beteiligten ihre Interessen gegenüber dem Besteller, Architekten oder einem Generalunternehmer. Das Ziel jedes Beauftragten ist es, einen möglichst hohen Gewinn zu erzielen und möglichst wenig Risiken einzugehen. Der Fokus liegt also nicht auf einer gemeinsamen Problemlösung und schon gar nicht auf einem Erfolg des Projekts.

    Lösungsweg kollaborative Projektabwicklungsmethodik
    Die Lösung liegt in einem Kulturwandel, in veränderten Prozessen und in einer auf Anreize und Motivation ausgelegten Vertragsregelbildung.

    Sogenannte kollaborative bzw. integrierte Projektabwicklungsmethoden (IPA) setzen auf eine partnerschaftliche Abwicklung des Projekts und auf einen frühzeitigen Einbezug des Knowhows für alle Schlüsselgewerke. Teams aus Planung, Engineering, Ausführung und Betrieb entwickeln gemeinsam Lösungsansätze und suchen den geeignetsten Weg zur Erfüllung der Zielvorgaben. Gleichzeitig werden die Projektrisiken gesamthaft evaluiert und aktiv gemanagt. Gearbeitet wird nach dem Prinzip «best for project», und alle partizipieren an Gewinn und Verlust. Dadurch erhöht sich die Sicherheit in Bezug auf die Umsetzbarkeit und die Wirtschaftlichkeit, und es stellt sich gegenseitiges Vertrauen ein. Dieses Vertrauen ist wiederum die Grundlage für Kreativität und gegenseitige Motivation.

    Schlussgedanken
    Der beschriebene Kulturwandel führt zu einer veränderten Streitkultur. Es geht nicht mehr darum, Risiken auf andere abzuschieben und isolierte Parteiinteressen durchzusetzen. Vielmehr besteht ein anreizgetriebenes Interesse aller Parteien an einer raschen, einvernehmlichen Problemlösung. Damit ändert sich auc

    h die Rolle der involvierten Anwälte. Durchdachte und konfliktvermeidende Verträge sind genauso gefragt wie vorausschauende Einflussnahme auf den Prozess und interessenbezogene Lösungsbeiträge. Für kosten- und zeitintensive Gerichtsverfahren bleibt damit kaum noch Raum.

    Denn am Schluss zählt nur der Erfolg des Projekts und damit des gesamten Teams. Ein Misserfolg innerhalb des Projekts wird so letztlich zum Misserfolg aller und nicht des Letzen, den der Hund resp. der Gegenanwalt beisst.

  • Ausgezeichnetes Lieferkettenmanagement befähigt Belimo zu zweistelligem Umsatzwachstum

    Ausgezeichnetes Lieferkettenmanagement befähigt Belimo zu zweistelligem Umsatzwachstum

    In Summe steigerte Belimo ihren Nettoumsatz in Lokalwährungen um 16.6 Prozent. In Schweizer Franken stieg der Nettoumsatz um 15.7 Prozent auf CHF 765.3 Millionen. Die positive Marktentwicklung sorgte vor allem in Europa und Amerika für eine verstärkte Nachfrage. Für die Marktregion Europa betrug das Umsatzwachstum in Lokalwährungen 15.9 Prozent, für Amerika 18.1 Prozent. In der Marktregion Asien Pazifik betrug der Anstieg 14.4 Prozent. Die Nettoumsätze der Luftanwendungen wuchsen in Lokalwährungen um 15.5 Prozent, diejenigen der Wasseranwendungen um 17.9 Prozent.

    Kapazitätserweiterungen
    Das starke Wachstum im Jahr 2021 beschleunigt den im Rahmen der Belimo Wachstumsstrategie geplanten Kapazitätsausbau. Die Gruppe wird ihre Kapazitäten in der Produktion, Logistik und Customization über die nächsten Jahre mit höheren Investitionen in allen Marktregionen erweitern. Entsprechende Projekte wurden 2021 bereits eingeleitet:

    • In der Marktregion Europa hat Belimo einen Vertrag zum Kauf eines Grundstücks neben dem bestehenden Gebäude in Hinwil (Schweiz) unterzeichnet, um Erweiterungen in Logistik und Customizing Rechnung zu tragen.
    • In der Marktregion Amerika wurden am Standort Danbury (USA) die Kapazitäten in der Logistik erweitert, um Platz für künftiges Wachstum zu schaffen und weiterhin eine hohe Liefertermintreue zu gewährleisten.
    • In der Marktregion Asien Pazifik hat Belimo ihren bestehenden Standort in Schanghai (China) gekauft, um zusätzliche Kapazitäten und Flächen für Lagerung, Customizing, Logistik und Büros bereitzustellen
  • Die Symbiose von Stahl- und Trockenbau

    Die Symbiose von Stahl- und Trockenbau

    Begehbare Raum-in-Raum-Lösung
    Coop hatte sich schon länger mit dem Gedanken befasst, einen komfortablen Aufenthaltsraum für seine Mitarbeitenden zu bauen. Dafür bot sich ein zum Regallager hin offener, gut 5 Meter hoher Raum an, eine Art Galerie, wo sich angrenzend auch andere Räume befinden. Er wäre aber viel zu gross gewesen, mit seinen Mauern aus Kalksandstein nicht behaglich und nicht geheizt. Eine Raum-in-Raum-Lösung bot sich also an, die schnell, ohne viel Dreck, aber unter Einhaltung aller Statik- und Brandschutzanforderungen realisiert werden konnte. Weil die Montage bei laufendem Betrieb des Hochregallagers erfolgte, musste alles gut vorbereitet sein und schnell gehen.

    Nur einen halben Tag für die Unterkonstruktion
    Wie bei allen Bausystemen mit hohem Vorfertigungsgrad waren genaue Plandaten und die fehlerfreie Übermittlung an den Hersteller entscheidend. Sämtliche Stahlprofile wurden auf Mass geschnitten und bereits mit den Schraub- und Stanzlöchern versehen, zur Erleichterung der Vor-Ort-Montage. Die einzelnen Profile konnten anhand von Nummern und einem Montageplan effizient zusammengeschraubt werden. Die ganze Konstruktion bringt dank der entsprechenden Beplankung eine Brandschutzleistung von REI60. Gipserunternehmer Hansjörg Alder: «In nur einem halben Tag stand die Stahlkonstruktion im Verteilzentrum, und innerhalb von drei Tagen war sie beplankt und ausbaufähig.» Dem stilvollen Raum und seiner Aufenthaltsqualität merkt man nicht an, dass er quasi als Bausatz angeliefert und innert kürzester Zeit aufgebaut wurde.

    Wie Leichtbau, einfach viel stabiler
    RiModul® ist eigentlich nichts anderes als Leichtbau mit stärkeren Profilen. Sie erzielen ein bestmögliches Verhältnis der Festigkeit zum Gewicht, was unter anderem zu formstabilen Konstruktionen – sprich begeh- und belastbaren Decken mit zusätzlicher Nutzfläche – und erhöhtem seismischen Widerstand (Erdbebensicherheit) führt. Und das System basiert auf dem Prinzip der Vorfertigung, wodurch sich die gesamte Bauzeit um bis zu 60% verkürzen lässt. RiModul® Stahl-Leichtbausysteme haben auch erheblich geringere Lasten auf den Fundamenten zur Folge als herkömmliche Bauweisen. Komplexe Objekte im Neu- und Umbau lassen sich damit sicher, wirtschaftlich und mit beinahe unbegrenzter gestalterischer Flexibilität realisieren. Besonders geeignet sind die RiModul® Stahl-Leichtbausysteme für Aufstockungen, Erweiterungsbauten und, wie im Fall von Coop, Raum-in-Raum-Konstruktionen. Sinnvoll ist ihr Einsatz auch als Aussenwandsystem zur Ausfachung in Hybridbauten.

  • Ein Meilenstein für die Kapo Aarau

    Ein Meilenstein für die Kapo Aarau

    Das Bauprojekt und der Kostenvoranschlag fürs neue Polizeigebäude liegen vor. Die gesetzlich vorgeschriebene öffentliche Anhörung wurde bereits durchgeführt und auch die Baubewilligung ist vorhanden. Im 3. Quartal 2021 entscheidet der Grosse Rat über den Baukredit und die Umsetzung. «Ein Polizeigebäude ist nicht ein Gebäude wie jeder andere kantonale Zweckbau», sagt Markus Richner vom Departement Volkswirtschaft und Inneres des Kantons Aargau. «Einerseits gibt es spezielle Anforderungen bezüglich der Sicherheit, andererseits müssen verschiedene Spezialnutzungen wie ein Labor, Schiessräume oder ein Raum für Nahkampf-Trainings – auch Dojo genannt – gewährleistet sein.» Das Bauvorhaben ist grundsätzlich unbestritten. Aber wie bei jedem anderen grossen und komplexen Vorhaben sei die Einhaltung des Kostenrahmens die grösste Herausforderung gewesen. «Wir gehen davon aus, dass der Grosse Rat dem Vorhaben und dem beantragten Kredit zustimmen wird, um für die Weiterentwicklung der Kantonspolizei gute Rahmenbedingungen zu schaffen», so Richner.

    Das Polizeigebäude ist definitiv.

    Zusätzliche Gesamtsanierung
    Nach 30 Jahren Betrieb im 7×24-Stunden-Modus steht eine Gesamtsanierung des Polizeikommando-Gebäudes an. Diese betrifft insbesondere die Lüftungs- und Sanitäranlagen inklusive Leitungen sowie diejenigen für Stark- und Schwachstrom. Zudem sind bauliche Anpassungen wegen Nutzungsänderungen notwendig. Wesentlich sind auch die Verbesserungen im energetischen Bereich – insbesondere der Fassade. Die Planungsarbeiten wurden laut Richner durch die Coronapandemie nicht gross beeinflusst: «Sämtliche Termine konnten wie geplant eingehalten werden. Viele Sitzungen fanden coronabedingt nicht vor Ort, sondern virtuell statt. Ich freue mich riesig auf den Moment, an dem wir den fertigen Neubau der Kantonspolizei übergeben können. Das ist ein Meilenstein für die Kantonspolizei.»