Schlagwort: Ansiedlung

  • Luzerner Wirtschaftsförderung Wermelinger übernimmt

    Luzerner Wirtschaftsförderung Wermelinger übernimmt

    Der Stiftungsrat der Wirtschaftsförderung Luzern hat den 54-jährigen Luzerner Patrik Wermelinger zum neuen Direktor gewählt. Er stammt aus dem Kanton Luzern, lebt mit seiner Frau in Meierskappel und kennt die regionale Wirtschaft seit vielen Jahren aus nächster Nähe. Fachlich bringt er ein betriebswirtschaftliches Studium sowie einen Executive MBA in General Management mit, den er an der Hochschule Luzern abgeschlossen hat.

    Aktuell wirkt Wermelinger als Chief Investment Promotion Officer und Mitglied der Geschäftsleitung bei Switzerland Global Enterprise. In dieser Funktion begleitet er internationale Unternehmen bei der Ansiedlung in der Schweiz und bewegt sich an der Schnittstelle von Standortmarketing, Investitionsentscheidungen und globaler Konkurrenz um Projekte. Dieses Profil prädestiniert ihn dafür, Luzern im Wettbewerb der Wirtschaftsstandorte sichtbar zu positionieren. Mit einem klaren Verständnis für die Anforderungen internationaler Investoren.

    Vertrauter Kopf mit Rückkehrerbonus
    Für Luzern ist Patrik Wermelinger kein Unbekannter. Bereits von 2006 bis 2016 leitete er bei der Wirtschaftsförderung Luzern die Bereiche Standortpromotion und Marketing. In dieser Zeit knüpfte er ein breites Netzwerk zu Unternehmen, Gemeinden, Institutionen und Partnern im In- und Ausland. Er kennt die Stärken, aber auch die Herausforderungen des Wirtschaftsraums aus der Praxis. Von der Industrie über den Tourismus bis zu wissensintensiven Dienstleistungen.

    Diese Rückkehr mit zusätzlicher internationaler Erfahrung ist für die Organisation ein strategischer Vorteil. Wermelinger bringt vertiefte Ansiedlungs- und Promotionserfahrung aus der Schweiz als Ganzes mit, kombiniert mit einem klaren Blick auf Luzern als eigenständige Marke im Standortwettbewerb. Das schafft gute Voraussetzungen, um bestehende Beziehungen zu pflegen und neue Unternehmen anzuziehen. Gerade in einem Umfeld, in dem Standortentscheide stärker umkämpft sind.

    Geordneter Übergang an der Spitze
    Patrik Wermelinger übernimmt die Direktion per 1. Juni 2026. Bis Ende Februar 2026 bleibt der bisherige Direktor, Ivan Buck, in der operativen Verantwortung. Er wird sich anschliessend mit einer eigenen Firma im Bereich Relationship Management selbständig machen. Für die Übergangsphase zwischen März und Ende Mai 2026 übernimmt der stellvertretende Direktor Andreas Zettel ad interim die Führung und stellt einen reibungslosen Übergang sicher.

    Damit setzt die Wirtschaftsförderung Luzern auf Kontinuität im laufenden Betrieb und eine klare Staffelübergabe. Die Kombination aus zeitlicher Überlappung, interner Interimslösung und früh kommunizierter Nachfolge stärkt die Planungssicherheit für Partner, Gemeinden und Unternehmen, die mit der Organisation zusammenarbeiten.

    Vertrauen in Kompetenz und Persönlichkeit
    Der Stiftungsrat zeigt sich überzeugt, mit Patrik Wermelinger die richtige Wahl getroffen zu haben. Präsident Erwin Steiger betont sowohl die hohe Fachkompetenz wie auch die internationale Erfahrung des designierten Direktors. Gleichzeitig hebt er dessen vertrauenswürdige und gewinnende Art hervor. Eine Kombination, die für die Arbeit an der Schnittstelle von Politik, Verwaltung und Wirtschaft zentral ist.

    Mit dieser Personalentscheidung positioniert sich die Wirtschaftsförderung Luzern für die kommenden Jahre regional verankert, international vernetzt und mit einem Direktor an der Spitze, der den Standort Luzern bereits kennt.

  • Begleitung von 91 ausländischer Firmen bei Ansiedlung

    Begleitung von 91 ausländischer Firmen bei Ansiedlung

    Das Jahr 2024 übertrifft hinsichtlich des Standortmarketings die Vorjahre in Qualität, Grösse und Exzellenz. So lautet die Bilanz der GZA bezüglich ihrer Aktivitäten des vergangenen Jahres. Wie der Standortförderer in einer Medienmitteilung darlegt, unterstützte die GZA in diesem «Jahrgang mit Spitzenqualität» gemeinsam mit den öffentlichen Standort- und Wirtschaftsförderungen des gemeinsamen Wirtschaftsraums insgesamt 91 internationale Unternehmen bei ihren Expansionsprojekten.

    Dabei bezeichnet die GZA als «besonders erfreulich», dass vier von fünf dieser Ansiedlungen aus den aktiv vermarkteten Schlüsseltechnologien Cleantech und Künstliche Intelligenz stammen, dem strategischen Fokus für 2024. «Im Jahr 2025 rücken Nachhaltigkeit und Innovation noch stärker in den strategischen Fokus der GZA», wird Geschäftsführer Lukas Huber zitiert. «Seit Anfang 2024 evaluieren wir Projekte nicht nur nach wirtschaftlichen Aspekten, sondern auch unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten.»

    Zu den bedeutendsten Neuzugängen zählen laut GZA Unternehmen wie Revolut, Anthropic, OpenAI, das Robotics and AI Institute, BYD und Estun Automation. Die starke internationale Ausrichtung dieser Ansiedlungen bestätige die Attraktivität des Wirtschaftsraums Zürich für Firmen aus Fintech, Robotik, Elektromobilität und Künstliche Intelligenz.

    Besonders hervorzuheben sei zudem das Projekt Starlab Space. Damit positioniere sich die Greater Zurich Area auch im Zukunftssektor der New Space Economy als zentraler Innovationsstandort. «Die Standortfaktoren, die den Erfolg der Greater Zurich Area ausmachen – von Lebensqualität und Sicherheit über Steuerattraktivität, unternehmerisch denkenden Verwaltungen bis hin zu Infrastruktur und Talentpool – müssen weiterhin aktiv gepflegt werden», resümiert GZA-Verwaltungsratspräsident Dr. Balz Hösly.

  • Zürich kauft Areal für städtische Siedlung in Witikon

    Zürich kauft Areal für städtische Siedlung in Witikon

    Die Stadt Zürich konnte im Quartier Witikon ein Areal für sozialen Wohnungsbau erwerben. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, kaufte die Stadt das Areal Harsplen für eine Summe von 210 Millionen Franken von der Swisscanto Anlagestiftung. Mit dem 30‘300 Quadratmeter grossen Landstück erwarb Zürich Bebauungspläne für ein Wohngebiet mit 370 Einheiten. Insgesamt beliefen sich die Kosten auf 211,28 Millionen Franken.

    Mit der Akquisition wird die erste städtische Ansiedlung am östlichen Rand von Witikon entstehen. Der Wohnungsbau entspricht dem Ziel, bis 2050 den gemeinnützigen Teil des Mietwohnungsbestandes auf einen Drittel zu heben. Das Bauprojekt entspricht den Anforderungen für städtischen Wohnungsbau und entsprechender Nachhaltigkeitsauflagen. Gemäss den Bebauungsplänen für kommunalen Wohnungsbau kann hier Wohnraum für etwa 700 Menschen geschaffen werden. Der Stadtrat regelt die zugehörigen Bau- und Zonenverordnungen, um eine optimale Verkehrserschliessung des Areals zu gewährleisten.

  • Wirtschaftsförderung Luzern begleitet 25 Firmen bei Ansiedlung

    Wirtschaftsförderung Luzern begleitet 25 Firmen bei Ansiedlung

    Die Wirtschaftsförderung Luzern hat im vergangenen Jahr 25 Firmen bei der Ansiedlung im Kanton begleitet, davon 17 aus dem Ausland. Je vier der neuen Firmen kamen aus den USA und Deutschland. Insgesamt wurden 338 neue Stellen im Kanton geschaffen. Künftig wird sich die Wirtschaftsförderung bei Ansiedlungen verstärkt auf europäische Länder konzentrieren, namentlich Deutschland, Frankreich, Italien, Grossbritannien und die Beneluxländer, schreibt sie in einer Mitteilung.

    Die Wirtschaftsförderung hat zudem 17 lokale Projekte zur Unternehmensentwicklung abschliessen können. Damit wurden rund 130 Arbeitsplätze geschaffen. Zudem konnte sie sechs Finanzierungsprojekte abschliessen und als Ombudsstelle sechs anspruchsvolle Fälle lösen.

    Ende 2022 waren im Handelsregister des Kantons insgesamt 32‘600 Unternehmen eingetragen, 3 Prozent mehr als im Vorjahr und ein neuer Rekord. „Das beeindruckende Wachstum von über 10’000 Firmen in zehn Jahren zeigt die Standortattraktivität des Kantons Luzern eindrücklich auf“, wird Ivan Buck, Direktor der Wirtschaftsförderung Luzern, in der Mitteilung zitiert.

  • Urban Manufacturing!

    Urban Manufacturing!

    Vor über zehn Jahren erstellten wir für eine Wirtschaftsregion eine interne Studie zur nutzerzentrierten Standortentwicklung. Im Kernfokus standen Hightech-Unternehmen, deren Bedürfnisse in Ansiedlungsprozessen berücksichtigt werden sollten. Mit Hightech-Unternehmen waren nicht bloss die «Googles» und «Facebooks» der heutigen Wirtschaft gemeint, sondern allgemein Firmen, die mit modernsten Mitteln wirtschaften, also auch produzierendes Gewerbe. Grössere Firmen, die einen neuen Standort suchten, waren interessiert, eine ihnen thematisch nahestehende Hochschule in geografischer Nähe zu haben. Dies, um den Austausch mit Wissenschaft und Lehre sicherstellen zu können und um in relativer Nähe um Studienabgänger:innen mit attraktiven Angeboten buhlen zu können. Google macht es vor: 2004 startete das amerikanische Unternehmen in Zürich mit zwei Mitarbeitenden. Heute bietet die Hightech-Firma in Zürich rund 5’000 Arbeitsplätze an. Dies nicht bloss, weil Zürich eine schöne Stadt ist, sondern vor allem weil die renommierte «Eidgenössische Technische Hochschule» (ETH) in Zürich zu Hause ist. Die Studie ergab auch, dass Mitarbeitende solcher Firmen ein grosses Freizeit- und Kulturangebot vor Ort, also kurze Wege, suchen. Auch wenn Landpreise in der Stadt höher liegen als auf dem Land: Viele Unternehmen legen Wert auf «spannende» Gebäude für ihre Unternehmensbasis (siehe beispielhaftes Artikelbild). Die Stadt bietet oft interessante Brachen, in denen früher Industriefirmen angesiedelt waren. Als PR-Effekt und aus Sicht eines guten Employer Brandings ist dies nicht zu unterschätzen.

    Warum also sollten sich urbane Standorte überlegen, künftig wieder vermehrt Angebote für produzierendes Gewerbe zu schaffen? Die Antwort: Mindergenutzte Flächen werden funktional durchmischt und damit aufgewertet. Die Kommune trägt zu kürzeren Wegen bei, entlastet den teilweise überlasteten Nahverkehr, das Pendleraufkommen vermindert sich, was zu einer erhöhten Nachhaltigkeit eines Standorts führt. Indem Arbeitsplätze in der Kommune geschaffen werden, wird die Kaufkraft gesteigert und damit einhergehend auch die Gewerbesteuereinnahmen. Urban Manufacturing ist ein Megatrend, bei dem man zwischen «urbaner Industrie», «urbanen Manufakturen» (Handwerk) und «urbaner Landwirtschaft» (Urban Farming) unterscheidet. Ein Zukunftsthema, das für jede Stadt und urbane Region sehr interessant ist und als Thema in der Standortentwicklung im Auge behalten werden sollte. Warum nicht einmal ein Zukunftsbild erstellen, das zeigt, wie ein nachhaltiger Standort künftig mit einer gesunden Durchmischung von produzierendem Gewerbe, Freizeit und Wohnen aussehen könnte?


    Schweizerische Vereinigung für Standortmanagement SVSM –  der Dachverband für Standort- und Wirtschaftsförderung
    Die SVSM ist eine praxisorientierte und unabhängige Anlaufstelle für Fragen rund um das Thema Standortmanagement und Wirtschaftsförderung. Als Dachverband zählt sie rund 80 Mitglieder aus den Bereichen Standortmanagement, Regionenmarketing, Wirtschaftsförderung und Immobilien. Die Vereinigung fördert den interdisziplinären Erfahrungsaustausch und das Networking und setzt sich für die Professionalität im Standortmanagement ein. Mit der Veranstaltungsreihe «SVSM Dialog» organisiert die SVSM halbjährlich eine hybride Fachtagung mit wechselndem Fokus auf dem Standortmanagement bzw. der Wirtschaftsförderung. Seit 2007 vergibt die Organisation die SVSM Awards für innovative Projekte in der Standort- und Wirtschaftsförderung und wählt eine verdiente Persönlichkeit zur/zum Standortmanager:in des Jahres.

    www.svsm-standortmanagement.ch
    info@svsm-standortmanagement.ch

  • Zentralschweiz bleibt attraktiver Firmenstandort

    Zentralschweiz bleibt attraktiver Firmenstandort

    Die Zentralschweizer Kantone haben auch während der Pandemie viele neue Unternehmen angezogen, wie aus einem Artikel der „Luzerner Zeitung“ hervorgeht. So hat Uri 16 Unternehmen bei der Gründung im Kanton begleitet. Wie Stefan Büeler, Vorsteher des Amts für Wirtschaft und öffentlichen Verkehr beim Kanton Uri, im Artikel erklärt, sieht er den Kanton auf Kurs, 2021 wieder eine ähnlich hohe Zahl erreichen zu können. Der Kanton profitiere unter anderem von Grossprojekten wie dem Kantonsbahnhof Altdorf, dem Kantonsspital, dem Bau der zweiten Gotthardröhre und der touristischen Entwicklung in Andermatt.

    Derweil verzeichnete der Kanton Schwyz im vergangenen Jahr einen Rekordwert bei den Neugründungen. Urs Durrer, Leiter des Amtes für Wirtschaft des Kantons Schwyz, führt dies im Artikel auch auf erfolgreiche Ansiedlungen zurück. Ein grosser Erfolg war dabei etwa die Ansiedlung des amerikanischen Softwareunternehmens Palantir. Insgesamt seien derzeit mehr Ansiedlungsprojekte zu betreuen als vor der Pandemie, so Durrer.

    Der Kanton Luzern hat im vergangenen Jahr 19 Firmen angesiedelt. Der Kanton Zug sieht sich bei den Ansiedlungen wieder auf Vorkrisenniveau. Der Kanton Nidwalden habe während der Pandemie gar keinen Einbruch erlebt.

    Während der Pandemie konnten auch zahlreiche Ansiedlungsprojekte vorbereitet werden, die nun umgesetzt werden, wie mehrere Wirtschaftsförderer im Artikel betonen. So hätten etwa viele international tätige Unternehmen ihre Ansiedlungsprojekte, die sie wegen der Pandemie zurückstellen mussten, im ersten Halbjahr 2021 realisiert, sagt Reto Sidler, Mediensprecher der Greater Zurich Area. Die Standortmarketingorganisation und ihre Mitgliedkantone – Schwyz, Zug, Uri sowie sechs weitere Kantone –  konnten im vergangenen Jahr 55 Unternehmen aus dem Ausland ansiedeln.