Schlagwort: Anstieg

  • Preise für Einfamilienhäuser steigen, Eigentumswohnungen stagnieren

    Preise für Einfamilienhäuser steigen, Eigentumswohnungen stagnieren

    Die Preise für Einfamilienhäuser in der Schweiz sind im dritten Quartal 2023 im Vergleich zum Vorquartal um durchschnittlich 2,4 Prozent gestiegen, wie Analysen zeigen. Besonders das mittlere Segment verzeichnete einen starken Anstieg von 2,9 Prozent, gefolgt von Anstiegen im unteren und gehobenen Segment, jeweils mit 2,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stiegen die Preise für Einfamilienhäuser insgesamt um 4,3 Prozent.

    Eigentumswohnungen zeigten im dritten Quartal 2023 einen leichten Preisanstieg, sowohl im Vergleich zum Vorquartal (+0,7%) als auch im Vergleich zum Vorjahresquartal (+4,5%). Dieser Anstieg konzentrierte sich jedoch auf das gehobene Segment, das im Vergleich zum Vorquartal um 1,9 Prozent zulegte. Im unteren und mittleren Segment wurden hingegen rückläufige Werte verzeichnet, mit Abnahmen von -0,9 Prozent bzw. -0,5 Prozent.

    Insbesondere im mittleren Segment der Einfamilienhäuser verzeichneten die Regionen Ostschweiz (+4,1%) sowie Basel und Zürich (jeweils +3,8%) deutliche Preisanstiege im Vergleich zum Vorquartal. Bei den Eigentumswohnungen gab es keine vergleichbaren Zuwächse, und regionale Unterschiede waren zu beobachten. Die Region Jura verzeichnete den stärksten Anstieg (+1,1%), während die Südschweiz (-3,3%), der Alpenraum (-1,7%) sowie die Ostschweiz (-1,0%) rückläufige Preise verzeichneten. Kommentierend zu diesen Entwicklungen erklärte Stefan Fahrländer: „Die gesunkene Konsumentenstimmung und das höhere Zinsniveau haben zu einer nachlassenden Nachfrage nach Wohneigentum geführt. Während zuvor zahlreiche Interessenten Schlange standen, ist das Interesse derzeit deutlich gesunken. Die anhaltenden Krisen und Konflikte tragen nicht zur Verbesserung der Stimmung bei.“

  • Wie entwickelt man klimaneutrale Immobilien?

    Wie entwickelt man klimaneutrale Immobilien?

    Die Division Implenia Real Estate hat 36 eigene Entwicklungsprojekte in der Schweiz untersucht, um der Frage auf den Grund zu gehen, wie klimaneutrale Gebäude realisiert werden können. Aus dieser Studie lassen sich die wichtigsten Hebel zur Dekarbonisierung von Gebäuden über ihren gesamten Lebenszyklus ableiten, hinsichtlich der Emissionen während der Erstellung sowie im Betrieb. Diese Einflussfaktoren sind in ein White Paper eingeflossen.

    Die Immobilienbranche ist für rund 36 % des Primärenergieverbrauchs und 37 % der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Um das im Pariser Abkommen festgelegte 1,5-Grad-Ziel bis 2050 zu erreichen und die globalen Treibhausgasemissionen zu reduzieren, muss Dekarbonisierung bei der Entwicklung wie beim Bau von Immobilien gleichermassen in den Mittelpunkt rücken.

    Die Analyse der Immobilien-Entwicklungsprojekte hat gezeigt, dass die wirksamsten Hebel zur Dekarbonisierung in der frühen Planungsphase zu finden sind, beginnend mit der Standortwahl. Wenn die Standortbedingungen aus Sicht der erneuerbaren Energien ungünstig sind, ist es viel schwieriger, eine Netto-Nullnutzung zu erreichen. Frühzeitig festgelegte Gebäudeparameter wie Form, Kompaktheit, Ausrichtung, Unterkellerung und Tragstruktur haben ebenfalls einen erheblichen Einfluss auf die Emissionsziele.

    «Mit der richtigen Kombination aus Standort, Design, dem Einsatz erneuerbarer Energien, intelligenten Systemen und ökologischen Materialien entwickeln wir Gebäude, in denen künftige Generationen nachhaltig wohnen und arbeiten können», sagt Marc Lyon, Head Real Estate Development Schweiz bei Implenia.

    Weitere Infos unter implenia.com/net-zero/

  • Anstieg der Schweizer Angebotsmieten setzt sich fort

    Anstieg der Schweizer Angebotsmieten setzt sich fort

    Der Homegate-Mietindex für Angebotsmieten wird vom Immobilienmarktplatz Homegate in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank (ZKB) erhoben. Er misst die monatliche, qualitätsbereinigte Veränderung der Mietpreise für neue und wieder zu vermietende Wohnungen anhand der aktuellen Marktangebote. Gegenüber dem Vormonat hat sich der Index im Mai um 0.5 Punkte erhöht und steht nun bei 121.2 Punkten (plus 0.4 Prozent). Gegenüber dem Vorjahr sind die Angebotsmieten schweizweit um 3.1 Prozent gestiegen.

    Veränderung in den Kantonen
    Mit Ausnahme des Kantons Freiburg (minus 0.2 Prozent) sind die Angebotsmieten auch auf der Ebene der Kantone überall angestiegen. Allerdings verzeichnete der Kanton Freiburg in den Monaten April und März dieses Jahres einen neuen Höchstwert, was den leichten Rückgang im Mai relativiert. Bei den restlichen Kantonen sind die Angebotsmieten um bis zu 3.6 Prozent im Kanton Schwyz, welcher damit deutlich eine neue Höchstmarke erreicht. Die kommenden Monate werden zeigen, inwiefern es sich dabei um einen zeitlich befristeten Effekt handelt. Auch in den Kantonen Uri (2.6 Prozent), Nidwalden (2 Prozent) sowie Zug (1.9 Prozent) sind die Angebotsmieten im vergangenen Monat deutlich gestiegen. Gleichzeitig verzeichnet der Kanton Zug gegenüber dem Vorjahr als einziger Kanton eine negative Entwicklung (minus 1 Prozent), was in erster Linie mit den vergleichsweise starken Schwankungen der Angebotsmieten in diesem Kanton begründet werden kann. Am stärksten gestiegen in den letzten zwölf Monaten sind die Angebotsmieten derweil in Uri (7.8 Prozent) und Schwyz (6.9 Prozent). Dies bei ebenfalls schwankenden, aber dennoch steigenden Preisen.

    Veränderung in den Städten
    Ein ähnliches Bild zeigt sich auf der Ebene der untersuchten Städte. Mit Ausnahme der Stadt Bern (minus 0.3 Prozent) sind die Preise für ausgeschriebene Mietwohnungen zwischen 0.5 Prozent (Basel) und 1.6 Prozent (Zürich) gestiegen. Gegenüber Mai letzten Jahres sind die Angebotsmieten in allen acht untersuchten Städten um über ein Prozent gestiegen, allen voran in Zürich (10 Prozent) und Lugano (7.7 Prozent). Bei der Betrachtung der Angebotsmieten in den Städten fällt zudem auf, dass diese im Mai mehrheitlich stärker gestiegen sind, als dies in den dazugehörigen Kantonen der Fall war. Einzige Ausnahmen bilden Bern (bei sinkenden Angebotsmieten im Mai auf Ebene Stadt) sowie Luzern (kantonale Preise stiegen um rund das doppelte der städtischen Preise). Dies deutet auf eine nach wie vor hohe urbane Nachfrage hin.

    Methode der Qualitätsbereinigung
    Die Entwicklung der Angebotsmieten in der Schweiz wird um die unterschiedliche Qualität, Lage und Grösse der Wohnungen bereinigt. Der Vorteil dieser sogenannten hedonischen Methode liegt darin, dass die wirkliche Mietpreisentwicklung für neue und wieder zu vermietende Wohnungen auf Homegate abgebildet wird. Der Homegate-Mietindex ist der älteste qualitätsbereinigte Mietpreisindex der Schweiz und gilt als Referenzquelle für Immobilienprofis für die Preisbestimmung von Mietobjekten.

    Die Daten für alle Kantone und Städte seit Erhebungsbeginn finden Sie in der neuesten Meldung im News-Bereich der SMG Swiss Marketplace Group AG. Der nächste Homegate-Mietindex erscheint voraussichtlich am 18. Juli 2023.

  • Beschäftigungswachstum im 1. Quartal 2023 auf hohem Niveau stabil

    Beschäftigungswachstum im 1. Quartal 2023 auf hohem Niveau stabil

    Die Unternehmen in der Schweiz (ohne die Landwirtschaft) wiesen im 1. Quartal 2023 insgesamt 5,389 Millionen Beschäftigte aus. Dies entspricht einer Zunahme von 2,2% (+115 700 Stellen) innert Jahresfrist. Dabei stieg die Beschäftigung im sekundären Sektor (Industrie und Baugewerbe) um 2,1% (+22 700 Stellen) und die im tertiären Sektor (Dienstleistungen) um 2,2% (+93 000 Stellen).  

    Auf Vollzeitstellen (Vollzeitäquivalente VZÄ) gerechnet erreichte das Beschäftigungsvolumen 4,206 Millionen Stellen (+2,4% gegenüber dem Vorjahresquartal). Das sind 98 100 Vollzeitäquivalente mehr als vor einem Jahr. Von diesem Anstieg profitierten sowohl der Industriesektor (+20 800 VZÄ; +2,1%) als auch der Dienstleistungssektor (+77 300 VZÄ; +2,5%).  

    Saisonbereinigt und im Vergleich zum Vorquartal stieg der Personalbestand in den Unternehmen um 0,6% (+32 100 Stellen). Damit hat der Beschäftigungsstand innerhalb eines Quartals sowohl im Industrie- und Baugewerbe (+7600 Stellen; +0,7%) wie auch im Dienstleistungsgewerbe (+23 800 Stellen; +0,6%) zugenommen.  

    Wieder höchster Beschäftigungsanstieg im Gastgewerbe
    Im Jahresvergleich wiesen alle Wirtschaftsabschnitte Zunahmen der Beschäftigtenzahl aus. Das stärkste prozentuale Wachstum wurde, wie in allen Quartalen nach der Coronakrise, im «Gastgewerbe» verzeichnet (+16 500; +6,8%). Ebenfalls sehr positiv entwickelte sich der Abschnitt «Verkehr und Nachrichtenübermittlung» (+18 500; +4,2%). Weitere robuste Werte wurden im «Unterrichtswesen» (+11 200; +2,8%) und «Gesundheits- und Sozialwesen» (+21 500; +2,7%) erzielt.  

    Deutliche Zunahme an Beschäftigten in der Grossregion Zürich 
    Im 1. Quartal 2023 nahm die Beschäftigung in allen Grossregionen der Schweiz zu, zwischen 1,3% (+3200 Stellen) im Tessin und 3,2% (+34 100 Stellen) in Zürich. Im sekundären Sektor verzeichnete die Grossregion Nordwestschweiz (+3,6%) und im tertiären Sektor die Grossregionen Zürich und Zentralschweiz (je +3,4%) die höchsten prozentualen Zunahmen.  

    Erneut mehr offene Stellen  
    Die Unternehmen meldeten im 1. Quartal 2023 insgesamt 126 600 offene Stellen (+5,9% zum Vorjahr). Im Vergleich zu vor einem Jahr ist dies ein Plus von 7100 Stellen. Nach den Sektoren betrachtet, stieg die Anzahl an offenen Stellen sowohl im sekundären als auch im tertiären um 14,8% respektive 3,2% an. Gemessen an allen Stellen (besetzte plus offene) entsprach die Quote im Total 2,3%, im sekundären Sektor 2,8% und im tertiären Sektor 2,2%.  

    Beschäftigungsaussichten immer noch gut
    Der Anteil der Unternehmen, die kurzfristig eine Erhöhung der Belegschaft planen, lag bei 15,2% (15,7% im Vorjahresquartal) der Gesamtbeschäftigung; der Anteil jener, die einen Abbau beabsichtigen, bei 3,6% (2,7% im Vorjahresquartal). Die übrigen der 18 000 befragten Unternehmen wollen den Personalbestand beibehalten (67,8% bzw.65,9% im Vorjahresquartal) oder haben sich dazu nicht geäussert (13,3% bzw.15,6% im Vorjahresquartal). 

    Der Indikator der Beschäftigungsaussichten, der aus diesen Angaben berechnet wird, ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken (1,07; -1%). Diese etwas weniger optimistische Einschätzung zeigt sich in allen Grossregionen der Schweiz.  

    Je nach Branche bleibt die Suche nach Fachkräften weiterhin schwierig 
    Die Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von gelernten Arbeitskräften haben im Vergleich zum Vorjahresquartal insgesamt zugenommen (41%; +2,3 Prozentpunkte). Besonders betroffen waren Unternehmen im «Maschinenbau» (75,8%; +8,4 Prozentpunkte). Dagegen hat sich die Personalrekrutierung im «Gastgewerbe» (39,6%; -5,8 Prozentpunkte) etwas entspannt.

  • Peach Property verzeichnet Rekordstand an Neuvermietungen

    Peach Property verzeichnet Rekordstand an Neuvermietungen

    Die Peach Property Group hat gemäss einer Medienmitteilung einen neuen Höchststand an Neuvermietungen in Deutschland erreicht. Durch den Vermietungserfolg sei die Zahl der Leerstände gesunken, zugleich hätten die Mieterträge zugelegt. So seien für neu vermietete Wohnungen mehr als 15 Prozent Zuwachs gegenüber dem durchschnittlichen Quadratmeterpreis der Gruppe Ende 2021 verzeichnet worden. Beim Mietzins für Bestandsimmobilien bewegt sich die Peach Property Group laut der Mitteilung weiterhin unterhalb der durchschnittlichen Marktmiete. Zur soliden Finanzstruktur der Gruppe hat demnach auch die Fortsetzung des Sanierungsprogramms beigetragen. So seien rund 1400 Einheiten modernisiert worden, 15 Prozent davon seien energetisch auf den neuesten Stand gebracht worden.

    Die positive Halbjahresbilanz spiegele „die Effizienz und Skalierbarkeit der digitalen Vermietungsplattform der Gruppe“ wider und unterstreiche „das Mietsteigerungspotenzial des Portfolios“, heisst es. „Noch nie haben wir so viele Wohnungen saniert und vermietet“, wird Dr. Thomas Wolfensberger, CEO der Peach Property Group AG, zitiert.

    Den Verkauf von zwölf der geplanten 56 Wohneinheiten im Neubauprojekt Peninsula in Wädenswil am Zürichsee bezeichnet Peach Property als ein starkes Signal für das Schweizer Portfolio. Neben der Portfoliooptimierung nehme infolge eines erfolgreichen Kapitalmanagements die Finanzierungsstruktur eine positive Entwicklung. So sei ein vorzeitiger Rückkauf einer im Februar 2023 fälligen Anleihe zu einem Preis von 94 Prozent erfolgt.

    Für das zweite Halbjahr erwartet die Gruppe Nettomieteinnahmen in einer Höhe von 113 bis 118 Millionen Franken sowie ein operatives Ergebnis von 18 bis 21 Millionen Franken.

  • Bundesamt für Energie fördert deutlich mehr Projekte

    Bundesamt für Energie fördert deutlich mehr Projekte

    Das Bundesamt für Energie hat 2021 insgesamt 79 neue Projekte sowie 13 neue Programme im Rahmen der Wettbewerblichen Ausschreibungen zum Stromsparen im Industrie- und Dienstleistungsbereich und in Haushalten gefördert. Damit lag die Zahl der bezuschussten Projekte deutlich über der von 2020, heisst es in einer Medienmitteilung. 2020 lag die Zahl der geförderten Projekte bei 39, die Zahl der bezuschussten Programme bei 15.

    Dieser Anstieg bei den Projekten ist dem Bundesamt für Energie zufolge „zumindest teilweise auf das abgemilderte Auswahlverfahren im Jahr 2021 zurückzuführen“. Es war als „Sofortmassnahme für Projekte aufgrund der Covid-19-Pandemie“ eingeführt worden. Die Begünstigten erhielten 2021 insgesamt 40 Millionen Franken.

    Die Zuschüsse wurden unter anderem dafür eingesetzt, um Schachtheizungen für Beschneiungsanlagen energetisch zu optimieren, eine Produktionsanlage für Schubladen bei einem Möbelhersteller sowie Vakuumpumpen in einer Papierproduktionsmaschine zu ersetzen.

    Zusammengenommen kommen die geförderten Projekte und Programme auf eine Stromersparnis von 90 Gigawattstunden pro Jahr. „Das entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von 16’000 Haushalten“, heisst es in der Medienmitteilung.

    Die Wettbewerblichen Ausschreibungen 2022 haben unterdessen bereits begonnen. Interessierte können Programme bis zum 2. Mai einreichen. Bewerbungen für Projekte können sie das ganze Jahr über zu einem beliebigen Zeitpunkt abschicken. Die Eingabe erfolgt online. Zu- und Absagen über eine Förderung erhalten die Teilnehmenden nach spätestens vier Wochen.