Schlagwort: Arbeiten

  • Energiestandort mit Zukunftspotenzial

    Energiestandort mit Zukunftspotenzial

    Mit dem Kauf des ehemaligen Legler-Areals durch die Hochdruckkraftwerk Diesbach AG und der gleichzeitigen Beteiligung der Gemeinde Glarus Süd beginnt ein neues Kapitel für das traditionsreiche Fabrikareal im Glarnerland. Die Betreiberin des lokalen Wasserkraftwerks hat sich das Areal inklusive Kraftwerkzentrale gesichert. Die Gemeinde erwirbt gleichzeitig landwirtschaftliche Flächen von der bisherigen Eigentümerin und wird mit einem Aktienanteil von 40 % zur grössten Aktionärin.

    Energie trifft Standortentwicklung
    Der Erwerb dient nicht nur dem Erhalt des historischen Kraftwerks, sondern eröffnet auch neue Möglichkeiten für eine langfristige Arealentwicklung. «Wir können Flächen von 50 bis zu mehreren 1’000 Quadratmetern anbieten», sagt Verwaltungsratspräsident Weber-Thedy.

    Die Gemeinde Glarus Süd sichert zwei Sitze im Verwaltungsrat und eine wichtige Bodenreserve von fast 30’000 Quadratmetern Landwirtschaftsland, die für Ersatzmassnahmen oder ökologische Ausgleichsflächen vorgesehen sind. Damit schafft die Gemeinde Raum für zukünftige Entwicklungen.

    Langfristige Perspektive mit Zwischennutzung
    Das Potenzial des Legler-Areals ist unbestritten, doch eine neue Nutzung braucht Zeit und setzt auf sorgfältige Planung. Ziel ist eine Mischnutzung mit Wohnen und Arbeiten, die zur Landschaft und zur Gemeinde passt. Erste Umsetzungsschritte werden nicht vor den nächsten zehn Jahren erwartet.
    Bis dahin wird das Areal sinnvoll zwischengenutzt. Die grossen Hallen werden als Lagerräume vermietet. Die flexibel aufteilbar, wenn auch aufgrund baulicher Einschränkungen nur für bestimmte Zwecke geeignet sind.

    Nachhaltigkeit als Leitmotiv
    Das Hochdruckkraftwerk fokussiert sich auf eine umweltfreundliche Energieproduktion und wird das Werk 2025 nach modernsten Standards erneuern. Frühere Diskussionen über den Ausbau wurden zugunsten eines sensiblen Umgangs mit dem Landschaftsbild vertagt, aber das Rauschen des Diesbachfalls soll erhalten bleiben.

    Ein Impuls für das Glarnerland
    Der Erwerb des Legler-Areals ist mehr als ein Eigentümerwechsel. Er ist ein Beispiel für vorausschauende Standortentwicklung, getragen von lokaler Energieproduktion, öffentlicher Beteiligung und einer langfristigen Perspektive. Die Gemeinde Glarus Süd bekennt sich aktiv zur Entwicklung des Areals und minimiert gleichzeitig das Risiko des Verfalls einer markanten Liegenschaft.

    Die Verbindung von Energieinfrastruktur, Immobilienentwicklung und öffentlichem Engagement macht das Projekt zu einem Leuchtturm für die Region. mit Vorbildcharakter für vergleichbare Standorte in der Schweiz.

  • Erste Bauetappe im Unterfeld Süd in Baar startet 2025

    Erste Bauetappe im Unterfeld Süd in Baar startet 2025

    Die Eigentümerinnen Ina Invest und Estella Invest sowie die Entwicklerin Implenia entschieden sich für einen digitalen Projektwettbewerb, bei dem statt physischer Modelle ein digitales 3D-Modell eingereicht wurde. Dies erleichterte den Juryprozess erheblich, da verschiedene Ebenen und Elemente flexibel kombiniert und analysiert werden konnten. Der Siegerentwurf der ersten Bauetappe, eine Kombination aus den Vorschlägen von Enzmann Fischer Partner AG und ORT AG, überzeugte durch innovative Grundrisse und eine durchdachte Gestaltung des Freiraums, die das Wohnen und Arbeiten harmonisch miteinander verbindet.

    Freiraumgestaltung als Schlüssel zur Attraktivität des Quartiers
    Das Quartier Unterfeld Süd wird durch grosszügige Freiräume aufgewertet, die
    sich entlang des Stampfibachs erstrecken. Hier entsteht ein ökologisch wertvoller Grünraum, die vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten bietet. Der zentrale Ankunftsplatz bei der S-Bahn-Station wird durch hohe Bäume und begrünte Inseln zu einem einladenden Ort für Begegnungen und Verweilen.

    Hochhaus mit Blick in die Zukunft
    Das 60 Meter hohe Wohnhochhaus der ersten Etappe besticht nicht nur durch seine Höhe, sondern vor allem durch seine gut durchdachten Grundrisse und flexiblen Raumanordnungen. Die grosszügigen Fenster bieten von jeder Wohnung aus, eine eindrucksvolle Aussicht, während die Erker der Fassade den Bewohnern die Möglichkeit bieten, sowohl den Aussenbereich als auch das Innenleben der eigenen Wohnung zu geniessen.

    Gewerbegebäude als Zentrum für dynamische Unternehmen
    Das angrenzende Gewerbegebäude setzt ebenfalls auf Flexibilität. Zwei verglaste Innenhöfe schaffen Lichtinseln, die als Pausenflächen genutzt werden können. Mit seiner flexiblen Raumstruktur bietet das Gebäude Raum für verschiedenste Nutzungen – von kleinen Büros bis hin zu grösseren Mietflächen für Ankermieter.

    Zweite Etappe bringt preisgünstigen Wohnraum und flexible Gewerbeflächen
    In der zweiten Bauetappe, deren Planungen bereits weit fortgeschritten sind, stehen preisgünstige Mietwohnungen sowie Eigentumswohnungen im Mittelpunkt. Der Innenhof der geplanten Blockrand-Bebauung der zweiten Etappe schafft Rückzugsmöglichkeiten und öffentliche Begegnungsräume gleichermassen. Die Gebäude entlang der Nordstrasse sind bewusst so gestaltet, dass Lärmbelastungen minimiert werden. Über die zweite Etappe findet 2025 ebenfalls eine Urnenabstimmung in Baar statt.

    Nachhaltige Architektur und flexible Nutzungskonzepte
    Die Architektur der Gebäude spiegelt die Vision eines zukunftsorientierten Quartiers wider. Die Kombination aus flexiblem Wohnen, vielseitig nutzbaren Gewerbeflächen und durchdachten Freiräumen sorgt für ein lebendiges und attraktives Stadtbild. Besonders hervorzuheben ist die Verbindung von Wohnen und Arbeiten, die durch durchdachte Raumkonzepte und attraktive Aussenbereiche unterstützt wird.

  • «Vision 2040»AROVA HALLEN in Flurlingen

    «Vision 2040»AROVA HALLEN in Flurlingen

    Ein Schritt auf einem längeren Weg ist getan, alle Beteiligten des Mitwirkungsverfahrens haben das Nutzungs- und Entwicklungskonzept (NEK) für das AROVA HALLEN Areal unterzeichnet. Das kantonale Amt für Raumentwicklung ARE hat den vorgelagerten informellen Prozess mit beratender Stimme ohne Unterschrift begleitet. Damit kann die planerische Umsetzung thematisiert und diskutiert werden.

    Kulturell einzigartig und wirtschaftlich tragfähig
    Das Areal AROVA HALLEN ist heute im regionalen Richtplan als Arbeitsplatzgebiet eingetragen und unterscheidet sich durch seine historische Bausubstanz deutlich von anderen. Dies stellt sowohl eine Verpflichtung als auch eine Chance dar. Das NEK verfolgt das Ziel, das Areal auf eine nachhaltige und wirtschaftlich tragfähige Basis zu stellen und somit eine zukunftsorientierte Antwort auf die Herausforderungen in der räumlichen Entwicklung des Weinlandes zu geben.

    Ziele und Visionen für ein gemischtes Quartier
    Das Hauptziel des NEK ist die Erhaltung und Stärkung des Standortes als Arbeitsort sowie die Wertschätzung des baukulturellen Erbes. Geplant ist eine qualitätsvolle Innenentwicklung, die Wohnen und Arbeiten näher zusammenbringt. «Vision 2040» sieht vor, dass bis 2040 etwa 250 neue Wohnungen entstehen, ohne die bestehenden 400 Arbeitsplätze zu reduzieren. Moderne Wohn- und Arbeitsformen sowie ein lebendiges Quartier mit moderatem Verkehr, ergänzenden Fachgeschäften und Gastronomie stehen im Fokus.

    Arbeiten und Wohnen im Einklang
    Das NEK folgt damit dem Gedanken der Nutzungsmischung – Wohnen und Arbeiten rücken näher zusammen. Das Areal eignet sich, aufgrund der historischen Bausubstanz, besonders für mässig störendes Gewerbe und Dienstleistungen. Das Zielbild «Vision 2040» zeigt, wie das Areal zu einem modernen Gewerbepark entwickelt werden kann, der die gegenseitigen Immissionen reduziert und ein lebendiges Quartier schafft.

    Aktuelle Entwicklungen und Pläne
    Neben den langfristigen Zielen gibt es zahlreiche aktuelle Massnahmen, um das Image und die Identität des Standortes zu stärken. Durch Fokussierung auf die Präferenzen potenzieller Mietinteressenten konnten bereits weitere Flächen vermietet werden. Zukünftig sind auch Zwischennutzungen und temporäre Veranstaltungen geplant. Nach dem Brand in der schönsten WERKHALLE wurden die Schäden behoben und im Erdgeschoss soll ein Treffpunkt für Mietende und ihre Kunden geschaffen werden.

    Koordination und Information
    Das Nutzungs- und Entwicklungskonzept AROVA HALLEN wird eng mit der Siedlungsentwicklungsstrategie der Gemeinde Flurlingen abgestimmt. Weitere Informationen und der Schlussbericht können unter www.arovahallen.ch heruntergeladen werden.

  • Potenzial zur Transformation trotz Entwicklungsverzug in Basel

    Potenzial zur Transformation trotz Entwicklungsverzug in Basel

    Die von Sotomo durchgeführte Studie legt dar, dass Basel in den letzten zehn Jahren eine gedämpfte Wachstumsdynamik erlebt hat, insbesondere im Vergleich mit Städten wie Zürich, Genf und Bern. Mit nur sechs Prozent Zuwachs im Wohnungsbestand seit 2012 bildet Basel das Schlusslicht unter den acht grössten Schweizer Städten. Nur ein geringer Anteil der Wohnungen wurde nach 1990 erbaut, was auf eine verzögerte Entwicklungsdynamik schliessen lässt.

    Demografische Herausforderungen und Chancen
    Die Studie betont weiterhin, dass Basel als einzige der untersuchten Städte keinen Geburtenüberschuss aufweist, was auf eine schwache Bevölkerungsdynamik hinweist. Der vergleichsweise niedrige Anteil von jungen Erwachsenen und Familien sowie der hohe Anteil älterer Haushalte spiegelt eine demografische Herausforderung wider, die auch die Arbeitsplatzentwicklung beeinflusst.

    Trotz dieser Herausforderungen hebt die Studie hervor, dass Neubauwohnungen nicht zwangsläufig zu höheren Mieten in Bestandswohnungen führen. Im Gegenteil, sie könnten sogar den Markt für preisgünstige Altbauwohnungen beleben. Dies deutet auf ungenutzte Chancen in der städtischen Planung und Entwicklung hin.

    Das Potenzial von «Klybeck Plus»
    Ein besonders hervorstechendes Beispiel für ungenutztes Potenzial ist das geplante Stadtquartier «Klybeck Plus». Dieses Areal soll auf einem ehemaligen Industriegelände entstehen und bietet Platz für Wohnungen für 8500 Menschen und 7500 Arbeitsplätze. «Klybeck Plus» könnte, ähnlich wie das Basler Gundeli oder das Genfer Quartier Le Pâquis, eine lebendige Durchmischung aus Wohnen und Arbeiten bieten und gleichzeitig so grün wie das Basler Gellertquartier sein.

    Die Studie unterstreicht, dass Basel, trotz aktueller Herausforderungen, über beträchtliches Potenzial verfügt, das durch strategische Planung und innovative Entwicklungskonzepte genutzt werden kann. Die Ergebnisse sind ein Weckruf für Stadtplaner, Entwickler und politische Entscheidungsträger, die vorhandenen Ressourcen zu mobilisieren und Basel als dynamische und zukunftsorientierte Stadt neu zu positionieren.

  • «Graubünden ist ein idealer Ort zum Arbeiten, Leben und Investieren.»

    «Graubünden ist ein idealer Ort zum Arbeiten, Leben und Investieren.»

    Was gefällt Ihnen an Ihrem Amt, dem auch die kantonale Raumordnung sowie Landwirtschaftspolitik des Kantons Graubünden angegliedert ist?
    Mir gefällt die Vielfalt der Themen und Aufgaben. Als Regierungsrat bekommte ich Einblick in viele Bereiche des Kantons. Jeden Tag etwas Neues zu erleben und die Vielfalt des Kantons zu sehen, macht die Faszination des Amtes aus.

    Wie beschreiben Sie den Wirtschafts- und Lebensraum Graubünden?
    Graubünden ist ein idealer Ort zum Arbeiten, Leben und Investieren. Graubünden bietet vielfältige Möglichkeiten, sei es im Tourismus oder in anderen Wirtschaftszweigen. Die faszinierende Outdoor-Arena Graubünden bietet einen kaum zu übertreffenden Ausgleich für alle die hier wohnen und arbeiten.

    Welche Rahmenbedingungen sind notwendig, damit sich der Kanton Graubünden als Wirtschaftsstandort erfolgreich entwickeln kann und ein angemessenes Arbeitsplatzangebot im Kanton zur Verfügung steht?
    Ein grosser Pluspunkt sind die Industrieflächen, die wir für die Standortentwicklung zur Verfügung haben. Entlang der A13 auf der Nord-Süd-Achse steht viel Raum für unternehmerische Aktivitäten bereit. Zudem sind hohe Investitionen für die Fachhochschule Graubünden geplant, um die heutigen Ausbildungs-
    und Forschungsmöglichkeiten umfassend auszubauen. Unser hervorragendes Angebot an Freizeitmöglichkeiten dient nicht nur unseren Gästen, sondern allen, die hier leben und arbeiten. Zusammen mit den attraktiven Arbeitsplätzen resultiert die einzigartige Lebensqualität in Graubünden.

    Wo sehen Sie derzeit die
    grössten Herausforderungen?

    Eine der grössten Herausforderungen für den Kanton ist die demografische Entwicklung und die damit verbundenen Herausforderungen in der Altersvorsorge. Gemäss den Prognosen des Bundesamtes für Statistik schreitet die Alterung der Gesellschaft bei uns schneller voran als in anderen Kantonen. Die zweite Herausforderung ist der Mangel an Arbeitskräften, ich spreche bewusst nicht von Fachkräften. Auch in Graubünden haben viele Bereiche Schwierigkeiten, Personal zu finden. Ein drittes Beispiel: In der Raumplanung sind Kanton und Gemeinden mit der Umsetzung der Raumplanungsgesetzesrevision – insbesondere mit der Verdichtung der Bauzonen – gefordert. Das enge raumplanerische Korsett bremst ein Stück weit unser Wachstum.

    Wie abhängig ist der
    Kanton vom Tourismussektor?

    Der Tourismus ist nach wie vor die tragende Säule der Bündner Wirtschaft. Rund ein Drittel des BIP wird im Tourismus erwirtschaftet, 70% davon im Wintertourismus. In den letzten Jahren ist es gelungen, die Wirtschaft stark zu diversifizieren. Gerade im Bündner Rheintal entsteht ein Cluster mit Hightech-Unternehmen im Medizinalbereich wie Hamilton und Integra Biosciences und weiteren Industriebereichen. Mittlerweile haben wir rund 6000 Mitarbeitende in Hightech-Unternehmen in dieser Region.

    Was macht den Kanton Graubünden
    für Unternehmen attraktiv?

    Wir haben die Innovationsstrategie entwickelt, um Forschung, Entwicklung und Innovation näher an die Unternehmen zu bringen und die Gründung oder Ansiedlung von Start-ups in Graubünden zu fördern. Der Technopark Graubünden in Landquart bietet seit 2020 Raum und Dienstleistung damit sich Start-ups niederlassen, entwickeln und vernetzen können. Unser Trumpf sind, wie gesagt, die Industrieflächen. Auf dem Areal des «Industriepark Vial» in Domat/Ems konnten bestehende Firmen expandieren und neue Firmen angesiedelt werden und damit knapp 1000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Der Kanton besitzt auf dem Areal weitere 150’000 Quadratmeter sofort verfügbare Industriefläche. In San Vittore, im südlichen Teil von Graubünden angrenzend an den Wirtschaftsraum Bellinzona, gibt es weitere Flächen, die sich für Ansiedlungen eignen.

    Die Förderung von Start-ups ist ein wichtiges Anliegen der Politik. Wie gehen Sie diese Aufgabe an und welche Branchen oder Themen forciert der Kanton?
    Der Kanton hat mit dem Technopark Graubünden ein Angebot geschaffen, um Jungunternehmen im Technologiebereich zu fördern. Ein Raum, der ein Netzwerk und Know-how zur Verfügung stellt. Attraktive Angebote bestehen auch im Engadin und in der Surselva und weitere Projekte sind in Arbeit. Zur weiteren Unterstützung sind wir in das Ostschweizer Netzwerk INOS eingebunden und auch mit dem Innovationsökosystem Tessin aktiv vernetzt.
    Am Standort Davos entstehen in Zusammenarbeit mit den Zürcher Hochschulen zwei Forschungszentren mit Leuchtturmcharakter. Einerseits das bereits geschaffene Forschungszentrum zur Untersuchung von Klimawandel, Extremereignissen und Naturgefahren im alpinen Raum CERC sowie ein Forschungszentrum im Bereich Gesund und LifeSciences. Beide Institute sollen translationale Forschung betreiben und deren Erkenntnisse damit insbesondere auch durch Start-ups in anwendbare Massnahmen oder Therapien übersetzt werden können.

    Welches sind aus Ihrer Sicht die bedeutendsten Bauprojekte und Arealentwicklungen, die im Kanton Graubünden anstehen?
    Die Fachhochschule Graubünden in Chur wird von fünf auf einen Standort konzentriert. Damit entsteht für 151 Millionen Franken ein attraktiver Campus für Bildung, Forschung und Innovation.
    Aus meiner Sicht sind Arealentwicklungen im Kanton für die Ansiedlung von Industrieunternehmen von grosser Bedeutung. Deshalb unterstützen wir aktiv die Arealentwicklungen in Domat/Ems und hoffentlich bald auch im Misox, in San Vittore um dort in Zukunft auch mehrere hunderttausend Quadratmeter Fläche für die Ansiedlung von Unternehmen zur Verfügung stellen zu können.

    Welchen Stellenwert nimmt das Thema Nachhaltigkeit, sprich Kreislaufwirtschaft ein und wie wird
    sie investitionsmässig gefördert?

    Für Graubünden ist die Kreislauf-wirtschaft ein wichtiges Thema. Die Rückgewinnung von Materialien aus bestehenden Produkten ist eine Chance für die Wirtschaft. Natürlich sind auch klimaneutrales Bauen, Biodiversität und aus meiner Sicht auch klimaneutrale Landwirtschaft wichtige Themen. Mit dem «Aktionsplan Green Deal» verfügt der Kanton Graubünden über ein Impulsprogramm zur Förderung von Klimaschutz und -anpassung – mit dem Ziel bis 2050 klimaneutral zu werden. Jetzt starten wir in die zweite Phase, in der konkrete Maßnahmen definiert und hoffentlich auch mit finanziellen Mittel
    vom Grossen Rat bewilligt werden, damit wir ab 2025 in die Umsetzung gehen können.

    Wie steht es um die Zersiedlung
    im Kanton Graubünden und was wird dagegen unternommen?

    Die Zersiedelung und der damit verbundene Siedlungsbrei ist meines Erachtens nicht das Hauptproblem des Kantons Graubünden. Wir haben noch eine intakte Siedlungsstruktur und ein klar abgegrenztes Siedlungsgebiet. Die Herausforderung ist, dass für die ganze Schweiz das gleiche Raumplanungsgesetz gilt, obwohl die Herausforderungen völlig unterschiedlich sind. Hier wünsche ich mir, dass die nationale Politik den Kantonen und Gemeinden flexiblere Instrumente in die Hand gibt.

    Welche Strategie verfolgen Sie in Ihrem Departement in Sachen Digitalisierung?
    Wir fahren auf zwei Schienen. Um der Digitalisierung den nötigen Schub zu verleihen, hat der Kanton einerseits einen Verpflichtungskredit von 40 Millionen zur Verfügung gestellt, um innovative Digitalisierungsprojekte zu unterstützen. Die Projekte müssen einen Beitrag zur Digitalisierung leisten, von Projektträgern aus der Wirtschaft kommen, innovativ sein und zur Wertschöpfung des Kantons beitragen.
    Andererseits muss der Kanton selber die Digitalisierung vorantreiben, um Leistungen für die Bevölkerung und Unternehmen vermehrt digital anbieten zu können. Denn wir sind uns bewusst, dass wir bei der Verwaltung Nachholbedarf haben.

    Ist das Thema Wohnungsnot im Bündnerland gegenwärtig? Welche Massnahmen müssen getroffen werden, um die Situation zu entschärfen?
    Die Regionen sind unterschiedlich betroffen. Das Thema ist sehr präsent und politisch aktuell. In den Tourismusregionen ist die Wohnungsknappheit sehr akut. Beispielsweise finden Unternehmen keine bezahlbaren Wohnungen für ihre Mitarbeitende in zumutbarer Entfernung. Das Raumplanungsgesetz und das Zweitwohnungsgesetz tragen meines Erachtens nicht zur Lösung des Problems bei. Sie verschärfen das Problem noch.
    Die Erhöhung der Zinsen fördert die Investition in Wohneigentum nicht. Zudem haben wir die Situation, dass Investitionen in Immobilien in vielen peripheren Gemeinden für institutionelle Anleger wirtschaftlich uninteressant sind. Der Grosse Rat hat mein Departement beauftragt, eine Art Fonds de Roulement einzurichten, um preisgünstigen Wohnraum zu fördern. Der Kanton baut nicht selber. Wir unterstützen die Gemeinden mit verschiedenen Instrumenten und zeigen auf, was sie tun könnten.

    Schweizweit herrscht Fachkräftemangel, wie ist die Situation in Graubünden?
    Ich spreche nicht nur vom Fachkräftemangel, sondern vom Arbeitskräftemangel. Viele Handwerksbetriebe sagen mir: «Ich könnte noch viel mehr Arbeit annehmen, aber ich habe einfach nicht die Arbeitskräfte dazu.» Wir wissen, dass Hotels teilweise ihre Zimmer nicht öffnen, dass der Küchenbetrieb eingeschränkt wird, weil das Personal fehlt. Auch bei der kantonalen Verwaltung finden wir in gewissen Bereichen kein Personal.

    Welche Stärken haben die Regionen im Kanton?
    Die elf Regionen sind sehr unterschiedlich. Im Bündner Rheintal von Maienfeld bis Bonaduz boomen Hightech-Unternehmen. Diese haben in den letzten Jahren über eine halbe Milliarde Franken in dieser Region entlang der A13 investiert.
    Eine Stärke von Graubünden sind auch die touristischen Hotspots, sei es das Oberengadin, Davos-Klosters, Arosa-Lenzerheide oder Laax. In Davos ist auch die Forschung mit fast 400 Mitarbeitenden stark präsent und wird weiter gestärkt.
    Graubünden hat aber auch periphere Regionen, wo die Abwanderung überwiegt und es schwierig ist die Infrastruktur aufrechtzuerhalten.

    Welche Vorhaben und Geschäfte würden Sie in Ihrer bisherigen Laufbahn als Regierungsrat, als Ihre persönlichen Meilensteine bezeichnen?
    Mir ist wichtig, dass der Ausbau des Ultrahochbreitbands für Graubünden flächendeckend erfolgt. Wie vor 100 Jahren beim Bau der Kantonsstrassen, die abschnittsweise auch für 15 Einwohner gebaut wurden. Wohl wissend, dass das nie refinanziert werden kann. Die UHB-Erschliessung hat für mich die gleiche Bedeutung.
    Wenn wir von Arbeitskräftemangel sprechen, dann ist es wichtig, dass wir die vorhandenen Arbeitskräfte mobilisieren können, unter anderem auch mit dem Ausbau der familienergänzenden Kinderbetreuung. Das Bündner Kantonsparlament hat im Dezember 2022 ein Gesetz verabschiedet, das uns in der Schweiz ins vordere Drittel bezüglich der Bezahlbarkeit der familienergänzenden Kinderbetreuung katapultiert hat.
    Am Projekt «Klimaneutrale Landwirtschaft Graubünden» beteiligen sich 50 Bauernbetriebe in einem Pilotprojekt um Massnahmen zu testen, welche den Ausstoss von Treibhausgasen reduzieren. Ab 2025 sollen gewisse Massnahmen auf alle Bündner Landwirtschaftsbetriebe ausgedehnt werden. Graubünden ist bereits Vorreiter in Sachen Biolandwirtschaft: Zwei Drittel der Betriebe sind Biobetriebe – in Zukunft wird die Bündner Landwirtschaft klimaneutral sein.

  • Kraftwerk Palanggenbach feiert Eröffnung

    Kraftwerk Palanggenbach feiert Eröffnung

    Am 3. Juni hat die feierliche Einweihung des Kraftwerks Palanggenbach stattgefunden. Damit ist das jüngste Wasserkraftwerk in Uri rund sechs Monate nach Inbetriebnahme, abgeschlossenen Tests und einigen Optimierungsarbeiten auch offiziell eröffnet, informiert EWA-energieUri in einer Mitteilung. Der Energiedienstleister hat das Kraftwerk Palanggenbach gemeinsam mit der aventron AG, der Korporation Uri und der Gemeinde Seedorf realisiert.

    „Wir dürfen stolz auf das sein, was wir mit dem KW Palanggenbach realisiert haben“, wird Werner Jauch, Verwaltungsratspräsident der Kraftwerk Palanggenbach AG, in der Mitteilung aus seiner Ansprache an der Einweihung zitiert. „Das Kraftwerk Palanggenbach leistet mit seiner Jahresproduktion von 11,5 Gigawattstunden Strom zukünftig einen Beitrag an die Versorgungssicherheit und dies CO2-frei, nachhaltig und erneuerbar.“ Darüber hinaus wies Jauch darauf hin, dass über 85 Prozent oder rund 18 Millionen Franken der Investitionen in das Projekt dem Kanton Uri in Form von Aufträgen zugute kamen. Auch im laufenden Betrieb generiere das Kraftwerk „namhafte Abgaben an die Korporation Uri, den Kanton Uri und die Gemeinde Seedorf“.

    Zur offiziellen Einweihung standen die Türen des Kraftwerks der interessierten Bevölkerung offen. Exklusiv wurde dabei die Möglichkeit geboten, den 1,3 Kilometer langen Stollen bis zur Wassererfassung zu erkunden. Zudem konnten Kraftwerkszentrale und Turbine in Augenschein genommen werden.

  • Halter plant Hochhaus in St.Gallen

    Halter plant Hochhaus in St.Gallen

    Das Schlieremer Bauunternehmen Halter AG entwickelt die Pläne zur Neugestaltung eines Quartiers am Rand der Innenstadt von St.Gallen. Laut Medienmitteilung ist auf dem Areal Bogenstrasse neben der Kreuzbleiche ein neues Hochhaus mit hochwertiger Architektur geplant. Die Investitionskosten betragen rund 60 Millionen Franken.

    Der geplante Bau soll nachhaltig werden. So wird es nach Angaben von Halter einen unterdurchschnittlichen Flächenverbrauch pro Kopf und eine minimale Parkplatzzahl geben. Das Gebäude soll mit Fernwärme versorgt werden und produziert zusätzlich Energie über Photovoltaikanlagen. Das neue Hochhaus diene hauptsächlich dem Wohnen in Stockwerkeigentum und Miete. Im Erdgeschoss werde Gastronomie untergebracht. Im neuen Hochhaus sind auch Teambüros mit geteilten Bereichen, wie Sitzungszimmer und Co-Working-Zonen, vorgesehen.

    „Mit dem breiten Nutzungskonzept entsteht ein vielseitiger Ort für Arbeiten, Wohnen, Gastronomie und Kultur für ein durchmischtes Publikum“, wird Projektinitiant Rolf Geiger von der Halter AG zitiert. Zu den Mehrwerten für das Quartier und die Stadt zähle der neu geschaffene öffentliche Platz, der so weit wie möglich begrünt werde.

    Das Sondernutzungsplanverfahren soll 2024 durchgeführt werden und sieht eine öffentliche Mitwirkung vor. Ein weiteres Jahr ist für das Baubewilligungsverfahren eingeplant, gefolgt von der Realisierung.

    „Die bauliche Innenentwicklung bietet eine grosse Chance, unsere Stadt zukunftsfähig zu gestalten. Alle Projektbeteiligten wollen diese Chance mit einer hochwertigen, Bewährtes und Neues verbindenden Überbauung nutzen“, wird Stadtrat Markus Buschor von der Direktion Planung und Bau zitiert.

  • Neue Visitenkarte für Sursee

    Neue Visitenkarte für Sursee

    Die seit rund 60 Jahren in Sursee ansässigen Möbel Ulrich AG und Truvag AG planen gemeinsam auf dem Ulrich-Areal zwischen der Ringstrasse und der Pilatusstrasse ein Büro-, Gewerbe- und Wohnhaus, welches das bestehende Möbelhaus ergänzt und belebt. Das Projekt namens ALEA soll zur neuen Visitenkarte für den Ort werden: Vorgesehen sind 70 bezahlbare Mietwohnungen, die zwischen 2,5 und 4,5 Zimmer umfassen und im Holzbau erstellt werden. Hinzu kommen 2400 Quadratmeter Gewerbe- und 1600 Quadratmeter Verkaufs- und Gastroflächen. Das Projekt punktet nicht zuletzt mit seiner zentralen Lage direkt am Bahnhof.

    Der rund 49 Meter hohe CO2-neutrale Holzbau wurde von der Planergemeinschaft Leuenberger Architekten AG aus Sursee und Deon AG aus Luzern entwickelt. Die Wohnungen werden sichtbare Holzträger und teilweise auch Holzwände aufweisen. Das umweltfreundliche Material ist atmungsaktiv, isolierend, sehr stabil und tragfähig. ALEA bedeutet im Altgriechischen «Wärme und Schutz» – diese Merkmale sollen für die zukünftigen Bewohner und Arbeitnehmenden sicht- und spürbar werden. Aus Brandschutzgründen musste lediglich bei der Fassadengestaltung auf das heimische und nachhaltige Holz verzichtet werden.

    Aber auch seiner lateinischen Bedeutung wird ALEA mit seiner Würfelform gerecht. Der untere Teil des Gebäudes umfasst drei Etagen – dieser wird in den Hang integriert. Sichtbar wird somit die Silhouette mit rund 41 Metern Höhe. Während der obere Teil des Gebäudes für die Wohnnutzung vorgesehen ist, steht der Sockelbereich für Büros, Läden, Gewerbe und Gastronomie zur Verfügung. Eine Passerelle schafft eine sichere und schnelle Fussgängerverbindung zwischen dem Kotten-Quartier und dem Bahnhof. Alle Plätze und Verbindungen des Neubaus sind öffentlich zugänglich.

    Das sorgfältig durchdachte Verkehrskonzept soll den motorisierten Individualverkehr auf ein Minimum beschränken: Zu diesem Zweck sind Sharing-Angebote für Autos, Velos und E-Scooters geplant. Die Einstellhalle wird dementsprechend mit einer minimalen Anzahl an Parkplätzen bestückt. Die Mietpreisgestaltung soll darüber hinaus Anreize für ein Leben ohne Auto bieten. Um den Langsamverkehr zu fördern, sind grosszügige Abstellplätze für Velos konzipiert.

    ALEA vereint Wohnen und Arbeiten.

    Damit die Mieter nicht anonym leben, sollen das Miteinander und die Durchmischung gefördert werden: Ein öffentlicher Platz mit Restauration auf der Höhe des Bahnhofs schafft mit verschiedenen Sitzmöglichkeiten rund um das Gebäude Begegnungsmöglichkeiten. Den Bewohnern steht zudem eine begrünte Dachterrasse zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung. Des Weiteren sind mehrere begrünte Etagenterrassen geplant.

    Den regional stark verwurzelten Initianten ist es wichtig, dass «Surseer für Surseer» bauen:

    Nicht nur bei den ausführenden Partnern wurde auf eine regionale Verankerung geachtet, auch bei der Vermietung sollen bevorzugt Personen mit Wohn- oder Arbeitsort Sursee berücksichtigt werden. Ausserdem wird die Truvag AG mit rund 80 Mitarbeitenden ihren Hauptsitz in den Neubau verlegen. Mit dem von der Möbel Ulrich AG und der Truvag AG geplanten Gebäude wollen die beiden traditionsreichen Unternehmen einen Mehrwert für Sursee schaffen und das Areal bereichern. Die Baukosten sollen sich auf einen zweistelligen Millionenbetrag belaufen.

  • Le mur de soutènement de la plate-forme de la cathédrale sera rénové

    Le mur de soutènement de la plate-forme de la cathédrale sera rénové

    La construction des premiers murs de soutènement près de l’actuelle plate-forme de la cathédrale a commencé dès le 14e siècle. Entre 1479 et 1531, les murs ont été agrandis et ont pris leur aspect actuel. Les derniers travaux de rénovation importants ont eu lieu à la fin des années 1980. Aujourd’hui, le mur de soutènement de trente mètres de haut présente des dommages à différents endroits en raison des intempéries et doit donc être rénové. Les travaux de rénovation seront réalisés en plusieurs étapes jusqu’en 2026.

    Nettoyage et application de mortier
    Début février, les travaux d’assainissement commenceront par la mise en place de l’échafaudage à l’angle est du mur de soutènement. Les interventions sur la maçonnerie seront plus ou moins profondes : Certaines surfaces de mur plus importantes devront simplement être nettoyées et débarrassées de la végétation. Sur d’autres parties du mur, il sera nécessaire d’appliquer du mortier ou de combler les fissures et les joints. La structure d’origine est conservée dans la mesure du possible. Dans le cadre de la rénovation, Energie Wasser Bern (ewb) remplace l’éclairage existant sur le mur par des projecteurs à LED plus économiques. Tous les travaux de rénovation ont été planifiés en collaboration avec le service de conservation des monuments historiques.

    Laplate-forme reste ouverte
    La plate-forme reste ouverte pendant les travaux de rénovation. Les zones de travaux respectives seront fermées au public par des barrières. Dans la Badgasse, qui se trouve au pied du mur, une partie des places de stationnement doit être temporairement supprimée pour permettre la mise en place des échafaudages et des installations de chantier. Des places de stationnement de remplacement seront mises à disposition. Cependant, en raison de l’étroitesse de l’espace dans la Matte, seule une partie des places de stationnement pourra être remplacée.

    Conservation d’un monument historique
    L’assainissement des murs de soutènement permettra de conserver la plate-forme de la cathédrale en tant que monument historique marquant la vieille ville de Berne et de garantir la sécurité. Le Conseil de ville a approuvé en mars 2022 un crédit de construction de 3,32 millions de francs pour l’assainissement.

  • Das Nauentor-Areal wird zum Wohn- und Arbeitsgebiet

    Das Nauentor-Areal wird zum Wohn- und Arbeitsgebiet

    Wo sich heute das Postbetriebsgebäude an zentraler Lage am Bahnhof Basel SBB befindet, soll bis 2030 ein attraktiver Ort für Wohnen, Arbeiten und öffentlichkeitsorientierte Nutzungen entstehen. Die beiden Grundeigentümer, die Post und die SBB, planen auf einer Fläche von 12’000 Quadratmetern einen das Gleisfeld überspannenden Sockelbau sowie drei Hochbauten auf einer Geschossfläche von rund 130’000 Quadratmetern. Die Bauten sollen sich optimal in das bestehende Städtebild einfügen. Das Projekt namens Nauentor will die ans Gleisfeld angrenzenden Stadtteile miteinander verknüpfen und einen direkten Zugang zu den Bahnperrons bieten.

    Der Bebauungsplan wurde im März 2021 durch den Grossen Rat des Kantons Basel Stadt genehmigt. Das Areal befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Basel SBB und grenzt im Norden an die Nauenstrasse im St. Alban-Quartier sowie im Süden an die Hochstrasse und Meret- Oppenheim-Strasse im Gundeldingen-Quartier. Die Peter-Merian-Brücke befindet sich im Osten, während im Westen die sekundären Zugänge zu den Bahnperrons liegen.

    Illustration des überbauten Nauentor-Areals.

    In den oberen Geschossen sollen nebst Wohnungen im normalen Marktsegment auch auf einem Anteil von 12’000 Quadratmetern Wohnungen im preisgünstigen Segment gebaut werden. Die restlichen Flächen sind für Dienstleistungsbetriebe, Gastronomie und Büroräumlichkeiten vorgesehen. Rampen, Aufzüge sowie Treppen gleichen die Niveauunterschiede aus. Die Öffentlichkeit kann den Sockelbau komp-lett durchqueren. Die Fussgänger- und Veloverbindungen entlang der Postpassage (Ost-West) wie auch zwischen der Hochstrasse/Solothurnerstrasse und der Gartenstrasse (Nord-Süd) sollen darüber hinaus sicherer und attraktiver gestaltet werden.

    Das Areal ist in zwei Projektperimeter eingeteilt: Der Bereich der Post umfasst zwei Hochhäuser und eine Grundfläche von rund 20’000 Quadratmetern. Der andere Planungsperimeter obliegt der Hoheit der SBB. Zurzeit läuft das Dialogverfahren – die Realisierung ist ab 2024 vorgesehen.

  • WWZ geht Fernwärmenetz in Rotkreuz an

    WWZ geht Fernwärmenetz in Rotkreuz an

    WWZ leitet die Bauarbeiten für ein Fernwärmenetz im Zentrum von Rotkreuz ein, informiert der Zuger Energie-, Telekom- und Wasserversorger in einer Mitteilung. Dabei werden ab der bestehenden Fernwärmeleitung in der Waldetenstrasse weitere Quartiere im Gebiet Waldetenstrasse, Meierskappelerstrasse, Waldeggstrasse und Buonaserstrasse an den Wärmeverbund Ennetsee angeschlossen. Die Bauarbeiten sollen bis Sommer 2024 abgeschlossen sein.

    Im Wärmeverbund Ennetsee soll die gleichnamige Region im Kanton Zug mit Abwärme aus der Kehrichtverbrennungsanlage in Perlen versorgt werden. Damit könnten in den Gebieten Rotkreuz, Bösch, Hünenberg-See, Cham, Städtler Allmend und Äussere Lorzenallmend, Zug und Steinhausen jährlich rund 12’000 Tonnen CO2-Emissionen vermieden werden, erläutert WWZ in der Mitteilung. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, „möglichst schnell viele Haushaltungen, Büros und Geschäfte des Gebietes Ennetsee mit CO2-freier Fernwärme zu versorgen, um die Abhängigkeit von fossiler Primärenergie in der Region zu reduzieren“.

    Während der Bauarbeiten wird es im Zentrum von Rotkreuz zu Änderungen in der Verkehrsführung und punktuellen Behinderungen für Verkehrsteilnehmende kommen. In der Mitteilung werden die geplanten Massnahmen detailliert beschrieben.

  • Bahnhofsareal Wettingen wird Wohnquartier

    Bahnhofsareal Wettingen wird Wohnquartier

    Unter dem Aspekt Wohnen und Arbeiten direkt am Gleis hat die SBB einen Architekturwettbewerb zur Gestaltung ihres Areals am Bahnhof in Wettingen ausgeschrieben. Die Ergebnisse liegen laut Medienmitteilung jetzt vor. Sie können bis am Dienstag, 8. März, im Foyer des Tägi Wettingen in einer Ausstellung begutachtet werden.

    Das Siegerprojekt heisst Stadtlaube und sieht laut der SBB-Mitteilung am Bahnhof Wettingen zwei langgezogene, fünfstöckige Wohnbauten mit Dienstleistungs-, Handels- und Gastronomieflächen in den unteren Geschossen sowie ein viergeschossiges Dienstleistungsgebäude mit publikumsorientierten Nutzungen vor. Die historischen Bahnbauten bleiben erhalten.

    Die beiden Gebäude westlich des Bahnhofs bilden einen Abschluss gegenüber dem Gleisfeld und schaffen damit Wohn- und Aufenthaltsraum an zentraler Lage, heisst es in der Mitteilung zum Projekt. Die Eingangsbereiche und zum Teil offen gestalteten Treppenhäuser sollen den Blick auf die Gleisanlagen freigeben. Vor den Hauseingängen werde es kleine Plätze und eine Spielstrasse geben. Geplant sind flexibel nutzbare 2,5- bis 4,5-Zimmerwohnungen mit privaten Aussenbereichen und gemeinschaftliche Dachterrassen.

    Östlich der Wohnbauten und eingebettet in die historischen Bahnhofbauten ist ein viergeschossiges Dienstleistungsgebäude mit Ladengeschäften und Gastronomie vorgesehen. Die geschützten Einzelobjekte Lokremise, Güterschuppen, Bahnhofgebäude und Drehscheibe bleiben laut der Mitteilung erhalten.

    Das Gewinnerteam des Architektenwettbewerbs besteht aus Burkard Meyer Architekten aus Baden AG, ASP Landschaftsarchitekten aus Zürich, MWV Bauingenieure aus Baden, Leimgruber Fischer Schaub aus Ennetbaden AG, Mühlebach Partner aus Winterthur und der Scherler AG aus Luzern.

  • Swiss Prime Quartier Riverside ist bezugsfertig

    Swiss Prime Quartier Riverside ist bezugsfertig

    In Zuchwil ist das neue Wohn- und Arbeitsquartier Riverside jetzt bezugsfertig. Die ersten Mieter werden laut Medienmitteilung im Oktober ins Widi Huus und Sulzer Huus einziehen. Das Projekt der Swiss Prime Anlagestiftung zeichnet sich durch moderne Energieversorgung und Verkehrsführung sowie Erholungsmöglichkeiten aus. Es sei von der Swiss Prime Anlagestiftung in Olten als „Lebensraum“ entwickelt worden, heisst es weiter. Als ein Standort auf dem Land mit allen Annehmlichkeiten eines urbanen Ortes. Das neue Quartier Riverside verbinde Wohnen und Arbeiten. Die Aare wiederrum verbinde die Natur mit der Stadt. Das Quartier hat direkten Zugang zum Fluss.

    Nach Angaben von Jérôme Baumann, Präsident des Stiftungsrates der Swiss Prime Anlagestiftung, sind „120 Wohnungen bereits vermietet. Nur noch wenige sind zu haben.“ Die Wohnungen böten viel Lebensqualität. Bei der Auswahl der Materialen sei man mit „äusserster Sorgfalt“ vorgegangen, wird der Solothurner Architekt Benedikt Graf von gsj architekten und agps architecture zitiert. Die Wärmeerzeugung für Heizung und Wasser erfolge nachhaltig über eine Grundwasser-Wärmepumpe. Im Sommer sei eine natürliche Kühlung in Betrieb.

    Alle Wohnungen sind nach den Richtlinien von Procap Schweiz konzipiert und rollstuhlgängig. An den Besucherparkplätzen sind einzelne Ladestationen für E-Fahrzeuge vorhanden. Die Parkplätze in der Tiefgarage können ebenfalls mit einer Ladestation ausgerüstet werden. Bis Herbst 2022 sollen alle fünf Häuser der ersten Etappe bezogen sein.

  • Solar-Offensive soll tausende Arbeitsplätze schaffen

    Solar-Offensive soll tausende Arbeitsplätze schaffen

    Schweizweit sind durch die Corona-Krise schon viele Arbeitsplätze vernichtet worden, andere sind in Gefahr. Die Schweizerische Energie-Stiftung (SES) sieht die verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energien, insbesondere den Solarstrom als ein Mittel, hier gegenzusteuern. Die SES hat bei der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Wädenswil ZH eine Studie dazu in Auftrag gegeben. Laut der Medienmitteilung dazu kann eine „beherzte Solar-Offensive“ schon in kurzer Zeit tausende neue Arbeitsplätze schaffen. Jürg Rohrer, Studienautor und Leiter der Forschungsgruppe Erneuerbare Energien an der ZHAW, stellt fest: „Wenn wir die am einfachsten nutzbaren Flächen mit Solaranlagen bestücken, ergibt sich einen Bedarf von rund 14’000 zusätzlichen Arbeitsplätzen.“ Insgesamt 12‘000 davon lägen in der Montage von Photovoltaikanlagen, die von Mitarbeitenden nach nur kurzer Anlernzeit vollzogen werden kann. 2000 erforderten mehr Fachwissen bei Fachplanerinnen und Fachplanern, wofür je nach Vorbildung eine etwa halbjährige Weiterbildung nötig sei.

    Das Massnahmenpaket der Energiestrategie 2050, das im Mai 2017 in einer Volksabstimmung angenommen worden ist, sieht vor, bei der künftigen Energieversorgung auf mehr Energieeffizienz und erneuerbare Energien zu setzen. Die Umsetzung läuft allerdings bisher nur schleppend an. Der Vorschlag der SES, der auch in die Vernehmlassung zur Revision des Energiegesetzes, einfliessen soll, soll diesen Rückstand ausgleichen helfen. Felix Nipkow, Leiter Fachbereich erneuerbare Energien bei der SES, nennt einen gleich dreifachen Nutzen der Initiative: „Jetzt in die Solarenergie zu investieren hilft mit, die Klimaziele zu erreichen, schafft neue Stellen und stärkt erst noch die Versorgungssicherheit im Strombereich.“ Das neue Energiegesetz werde erst in einigen Jahren in Kraft treten können. Mit einer Solar-Offensive würden heute schon Investitionen ausgelöst und rasch neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Photovoltaik werde so zum Job-Motor.