Schlagwort: Arbeitsplätze

  • 2000 Jobs stehen in Wettingen auf der Kippe

    2000 Jobs stehen in Wettingen auf der Kippe

    Wettingen ist ins Zentrum einer wirtschaftspolitischen Weichenstellung gerückt. Der Aargauer Regierungsrat will den Richtplan im Gebiet Tägerhardächer anpassen und so die planerischen Voraussetzungen für einen möglichen Campus von Hitachi Energy schaffen.

    Der Schritt ist gross. Denn es geht nicht nur um ein einzelnes Bauvorhaben. Es geht um die Frage, ob der Aargau seine industrielle Substanz halten und zugleich ausbauen kann. Im besten Fall bleiben rund 1000 bestehende Arbeitsplätze im Kanton, zusätzlich könnten bis zu 2000 neue Stellen entstehen.

    Warum gerade Tägerhardächer
    Der Standort ist kein Zufall. Hitachi Energy prüft mehrere Optionen für den Ausbau seiner Kapazitäten und den Zusammenzug heutiger Arbeitsplätze. Das Gebiet Tägerhardächer gilt dabei als eine bevorzugte Variante.

    Aus Sicht der Standortförderung spricht viel für Wettingen. Das Areal liegt im Raum Zürich, Limmattal und Baden, ist verkehrlich stark angebunden und ermöglicht eine zusammenhängende, ausbaufähige Campuslösung. Hinzu kommt die Nähe zu einem bestehenden Cluster von Unternehmen aus dem Energiesektor. Das erhöht die Strahlkraft des Standorts weit über die Gemeindegrenzen hinaus.

    Der Preis des Fortschritts
    Wo Entwicklung möglich wird, entstehen Konflikte. Für das Vorhaben müssten 10,7 Hektaren Siedlungsgebiet festgesetzt werden. Das Gebiet liegt heute im Landwirtschaftsraum und wird teilweise von einem Siedlungstrenngürtel überlagert.

    Genau hier entzündet sich die Kritik. Im Mitwirkungsverfahren wurden vor allem der Verlust von Kulturland, die Reduktion von Fruchtfolgeflächen, Eingriffe in den Siedlungstrenngürtel sowie Verkehrsfragen kritisch beurteilt. Der Regierungsrat hält dennoch fest, das Vorhaben sei aus kantonaler Sicht zweckmässig und räumlich abgestimmt. Parallel soll versucht werden, Landwirtschaftsflächen andernorts aufzuwerten, damit der Verlust begrenzt bleibt.

    Die Region denkt weiter als bis zur Werkhalle
    Entscheidend ist nun, ob Wachstum und Lebensqualität zusammenfinden. Denn ein Campus dieser Grössenordnung wirkt nicht nur auf den Arbeitsmarkt. Er verändert Verkehrsströme, Siedlungsräume und die Erwartungen an die Infrastruktur.

    Darum soll die Erschliessung nicht nur für das Auto funktionieren. Der öffentliche Verkehr sowie Fuss- und Veloverbindungen sollen so gestaltet werden, dass die Belastung für Nachbargemeinden möglichst tief bleibt. Das ist mehr als Begleitmusik. Es ist die Bedingung dafür, dass wirtschaftliche Dynamik regional akzeptiert wird.

    Noch ist nichts entschieden
    Der politische Wille ist sichtbar. Auch Wettingen und Baden Regio unterstützen die Richtplananpassung. Doch der definitive Standortentscheid des Unternehmens steht aus. Fällt er gegen Wettingen, werden die entsprechenden Beschlüsse hinfällig.

    Gerade darin liegt die eigentliche Botschaft dieses Dossiers. Zukunft fällt nicht einfach vom Himmel. Sie muss planerisch vorbereitet, politisch getragen und regional austariert werden. Wettingen hat nun die Chance, genau das zu beweisen.

  • Investitionen stärken Produktionskapazitäten im Medizintechniksektor

    Investitionen stärken Produktionskapazitäten im Medizintechniksektor

    Das in Burgdorf ansässige Medtech-Unternehmen Ypsomed hat 25 Millionen Franken in den Umbau und in einen neuen Werkzeugmaschinenpark in Solothurn investiert. Um der weltweit steigenden Nachfrage nach Injektionssystemen gerecht zu werden und den Kunden höchste Qualität zu bieten, will Ypsomed seine Position und Kapazität bei der Fertigung von Spritzgusswerkzeugen deutlich erweitern, heisst es in einer Mitteilung. Am Standort in Solothurn will sich das Unternehmen auf Konstruktion und Herstellung von Kunststoffspritzgusswerkzeugen für Pens und Autoinjektoren konzentrieren.

    Die Inbetriebnahme des Werkzeugbaus leite die Umsetzung eines 200 Millionen Schweizer Franken umfassenden Investitionspakets zur Standortentwicklung ein. In den kommenden Monaten sollen zwei neue hochvolumige Montageanlagen mit dazugehörenden Spritzgussanlagen für Autoinjektoren eröffnet werden. Zudem kündigt das Unternehmen für den Standort Solothurn bis Ende 2027 ein vollautomatisiertes Hochregallager an. Parallel soll dort ein Konferenzzentrum (Ypsomed Forum) entstehen, mit Platz für rund 300 Gäste. „Die Investition in den neuen Werkzeugbau in Solothurn ist ein klares Bekenntnis zur Entwicklung unserer Standorte in der Schweiz“, wird Simon Michel, CEO von Ypsomed, zitiert.

    Das Unternehmen will auch international weiter wachsen, um seine Position auf dem Markt der Medizinaltechnik zu festigen und der steigenden Nachfrage nach Injektionssystemen für die Selbstmedikation gerecht zu werden. 2025 hatte Ypsomed sein erstes eigenes Werk im chinesischen Changzhou in Betrieb genommen und die Erweiterung des Produktionsstandorts Schwerin (Deutschland) gestartet. Aktuell befindet sich ein neuer Standort in Holly Springs im US-Bundesstaat North Carolina im Aufbau.

    Die Investition diene auch der Verdopplung des Personals in diesem Bereich. Die aktuelle Zahl von 35 Mitarbeitenden zuzüglich Auszubildenden soll auf 100 Mitarbeitende und Lernende wachsen.

  • Investition in moderne Arbeitsplätze und Ausbildung

    Investition in moderne Arbeitsplätze und Ausbildung

    Die Ferrum Gruppe hat laut einer Mitteilung ihren neuen Erweiterungsbau ferruBase an ihrer Niederlassung in Schafisheim eingeweiht. Mit dem Neubau hat das Maschinenbauunternehmen eine vertikale Produktionsstruktur realisiert, die auf rund 14’000 Quadratfläche Nutzfläche Platz für 240 neue Büroarbeitsplätze, voll ausgestattete Produktionsräume und eine zukunftsorientierte Lehrwerkstatt schafft. Bei der Eröffnung konnten über 1000 Gäste teilnehmen und bei Expertenführungen Einblicke in das neue Gebäude erhalten.

    Das neue Gebäude verknüpft laut der Mitteilung moderne Produktionsprozesse mit ergonomischer Bürogestaltung und Lehrwerkstatt nahtlos miteinander. Bei den Führungen konnten Mitarbeitende, Angehörige und Gäste erste Einblicke in Architektur, Bauweise und den neuen Maschinenpark erhalten. Bei der Eröffnungsfeier stand zudem Verpflegung bereit und es wurde und ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm geboten.

    Der Neubau sei für Ferrum eine Investition in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens und soll langfristig Arbeitsplätze am Standort Aargau sichern. Gleichzeitig sei er auch ein Bekenntnis dafür, wie Tradition und moderne Technologie erfolgreich vereint werden können.

  • Investition stärkt Wirtschaftsstandort mit 60 neuen Arbeitsplätzen

    Investition stärkt Wirtschaftsstandort mit 60 neuen Arbeitsplätzen

    Die in Emmen ansässigen SME Technik AG hat den ersten Spatenstich zum Bau eines neuen Firmengebäudes gesetzt. Mit dem Bau der neuen Produktionsstätten will der Spezialist für CNC-Fertigung seinen Standort im Kanton Luzern stärken, heisst es in einer Mitteilung. Mit einer Investition von 7 Millionen Franken entsteht ein dreigeschossiges Arbeits- und Produktionsgebäude. Zudem werden 60 neue Arbeitsplätze geschaffen.

    Das Gebäude mit einer 1200 Quadratmeter grossen Produktionsfläche und mit 1100 Quadratmetern Bürofläche soll vor allem die CNC-Fertigung von kleinen Teilen oder Serie für die Aviatik und die Bahn optimieren. In einem ersten Schritt werden dazu zwei neue CNC-Maschinen aufgestellt. Der Bezug ist für Frühling 2026 vorgesehen.

    Der von der Cerutti Partner Architekten AG aus Rothenburg geplante und ausgeführte Bau ist auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz ausgelegt. Für einen ressourcenschonenden Betrieb wurden eine Solaranlage auf dem Dach sowie Luft-Wasserwärmepumpen installiert.

    „Mit dem neuen Gebäude schafft die SME Technik moderne Arbeitsplätze, die sowohl für bestehende als auch für zukünftige Mitarbeitende attraktiv sind“, wird Jan Kottucz, Investor, Inhaber und Verwaltungsratspräsident der SME Technik AG, in der Mitteilung zitiert. „Gleichzeitig können wir in den modernen Produktionshallen mit neuen Anlagen unseren Kunden CNC-Teile in höchster Präzision und nach Schweizer Qualitätsmassstäben anfertigen.“ Ramona Gut-Rogger, Gemeindepräsidentin von Emmen, sieht in der neuen Investition der SME Technik ein „starkes Signal für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts.“

  • Das Landolt-Areal im Wandel

    Das Landolt-Areal im Wandel

    Welche Bedeutung hat die Entwicklung des Landolt-Areals für den Wirtschaftsstandort Glarus? Welche Impulse erwarten Sie konkret für die lokale Wirtschaft und die Schaffung neuer Arbeitsplätze?
    Das Areal ist heute bereits gut ausgelastet mit vielen verschiedenen KMU. Mit dem mittelfristigen Wegzug der Firma Landolt wird der Altbestand frei. Besonders interessant dabei ist die Shedhalle, welche wir bereits saniert und das Dach mit einer grossen PV-Anlage ausgestattet haben. Wir sind dabei, neue Mieter anzusiedeln und bieten einen sehr attraktiven Standort mit optimaler Logistikanbindung. Hier entstehen neue attraktive Arbeitsplätze.

    Zwischennutzungen wie der geplante Mobility-Hub sind ein zentrales Element im Konzept. Welche Chancen sehen Sie in diesen temporären Nutzungen zur Belebung des Areals während der Entwicklungsphase?
    Dies ist einer der wichtigsten Teile der Transformation. Die bestehenden Mietenden möchten wir, wenn möglich, alle behalten. Wir pflegen einen direkten Kontakt zu ihnen, damit diese sich auch innerhalb des Areals weiterentwickeln können. Die Gebäude mit Zwischennutzungen werden günstig aber nicht lange vermietet, sei dies als Lager, Parking oder Hub, aber ohne grosse Investitionen von unserer Seite. Hier ist auch Platz für Kreativität.

    Wie sind der Kanton Glarus und die Standortförderung in das Projekt eingebunden? eingebunden? Gibt es eine strategische Abstimmung mit kantonalen Entwicklungszielen?
    Wir stehen in einem regelmässigen Austausch mit der Standortförderung und sind zuversichtlich aufgrund der guten Lage und der Grösse der angebotenen Fläche, auch grössere KMU für den Kanton Glarus gewinnen zu können. Bereits sind mehrere Betriebe interessiert, sich hier niederzulassen.

    Die partizipative Planung wird betont. Wie konnten sich Anwohnerinnen und Anwohner resp. Gewerbetreibende konkret einbringen und welche Erkenntnisse aus diesem Prozess fliessen in die nächsten Schritte ein?
    Mit gut abgestützter Behördenvertretung und einem Fachgremium aus Wirtschaft und Städtebau sowie einem internationalen Planerteam wurden der Städtebau, die Bezüge zu den Nachbarn sowie die Nutzung und Bebauungsverteilung des Areals neu bearbeitet. Viele der alten Spinnereigebäude sollen erhalten und mit neuem Leben erfüllt werden.

    Das heute reine Gewerbeareal wird mit verschieden gewerblichen Angeboten ergänzt, und auch ein kleiner Anteil Wohnen wird möglich. Die sehr attraktive Lage zwischen den Bachläufen Chli Linthli und dem Mühlibach lädt auch Spaziergänger und Anwohner ein, diesen schönen und idyllischen Ort zu erleben.

    Zusammen mit der Gestaltungskommission und der Denkmalpflege erarbeiten die Planenden zurzeit das Richtprojekt. Bis nach dem Sommer 2025 werden die zukünftige Gestalt des Areals, das erweiterte Gewerbeangebot und die Wohnungsvielfalt aufgezeigt werden können. Wir sind sehr froh über die sehr gute Zusammenarbeit und überzeugt, dass durch den sorgsamen Umgang mit dem Bestand und den neuen Gebäuden ein grosser Mehrwert für die Arealnutzenden, aber auch für die Anwohnenden entsteht.

    Die Entwicklung erfolgt in vier Etappen. Wie stellen Sie sicher, dass das Areal bereits in den Zwischenphasen lebendig, nutzbar und attraktiv bleibt und nicht zu einer langjährigen Baustelle wird?
    Wie bereits angesprochen wird ein Teil in den bestehenden Industriegebäuden neu genutzt. Die sehr alten Bestandsbauten, welche mittelfristig nach dem Auszug der Firma Landolt leer stehen, sollen nach einem Umbau oder einer Modernisierung rasch wieder vermietet werden. Dazu wurden die verschieden Talentzonen definiert, und diese bilden die Etappen. Mit der Fertigstellung der jeweiligen Zonen wird die Entwicklung sukzessiv abgeschlossen.

    Der Innovationscampus am Chli Linthli soll sich unabhängig und bedarfsorientiert entwickeln. Welche Zielgruppen möchten Sie hier ansprechen und welche Branchen könnten sich hier ansiedeln?
    Dieses Areal ist heute voll besetzt mit einem breiten Angebot an Gewerbe. Hier wird der Bedarf der Zukunft untergebracht werden. Die Idee ist, ein vielfältiges Angebot an Gewerbe entstehen zu lassen, welches eine gute Vernetzung innerhalb dieses Areals braucht und wie ein Campus funktioniert. Wir sind aber auch offen für andere Ideen. Welche das sind, wird die Zukunft zeigen.

    Wie schaffen Sie auf dem Areal langfristig Identität und Bindung? Welche Rolle spielen dabei soziale, kulturelle oder ökologische Angebote für die künftigen Nutzerinnen und Nutzer?
    Das Areal hat heute bereits eine reichhaltige Geschichte. Dies sieht man hier überall. Mit einer neuen Nutzung und dem richtigen Umgang wird die Kultur gewahrt aber auch neu definiert. Mit unserm Ziel der Nachhaltigkeit wird dieser Prozess auch Ressourcen schonen. Mit dem Einsatz von natürlichen Baustoffen und einer einfachen Architektur wird für die Nutzenden bezahlbarer Arbeits- und Wohnraum geschaffen, welcher gesund und lebenswert ist. Das Areal bietet mit seinen Wasserläufen, dem Grünraum, den neu geschaffen Quartierplätzen etc. viel Raumqualität, aber auch einen sehr attraktiven Ort zum Arbeiten, Wohnen und Bleiben.

  • Innovationscampus im Herzen des Engadins

    Innovationscampus im Herzen des Engadins

    Das Engadin ist bekannt für seine kulturelle Vielfalt und seine atemberaubende Natur. Gleichzeitig setzt die Region verstärkt auf Innovation und nachhaltige Entwicklung. Mit dem InnHub La Punt entsteht ein Ort, an dem Forschung, Unternehmertum und Bildung aufeinandertreffen.

    Das Zentrum bietet auf einer Fläche von 7’700 Quadratmetern eine breite Palette an Nutzungsmöglichkeiten. Dazu gehören Workshop- und Unterrichtsräume, Coworking-Arbeitsplätze, ein Auditorium mit 250 Sitzplätzen, eine sportliche Trainingsinfrastruktur, ein Spa, ein Restaurant mit Bar und Lounge, ein Sportgeschäft, eine Tourist-Info sowie 44 Hotelzimmer und 8 touristisch bewirtschaftete Wohnungen. Die multifunktionalen Räumlichkeiten schaffen ein dynamisches Umfeld für Innovation und interdisziplinären Austausch.

    Bau beginnt im Frühjahr 2025
    Nach einer umfassenden Planungsphase, in der das Konzept weiter verfeinert wurde, beginnt im Frühjahr 2025 der Bau des InnHub La Punt. Die Gemeinde erteilte die Baubewilligung im Herbst 2023. Zunächst erfolgt der Rückbau bestehender Gebäude, gefolgt vom Aushub und der Errichtung der Tiefgarage bis Sommer 2026. Mitte 2027 wird der Rohbau stehen, bevor der Innenausbau beginnt. Die Eröffnung ist für Ende 2028 vorgesehen.

    Parallel zu den Zukunftsprojekten der Gemeinde La Punt Chamues-ch, darunter die Strassenumfahrung und die Renaturierung des Chamuerabachs, wird mit dem InnHub ein neues Zentrum geschaffen, das den Ort belebt und neue Impulse setzt.

    Nachhaltigkeit als zentraler Baustein
    Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist sein nachhaltiger Ansatz. Das Gebäude wird aus lokalem Holz, Granit und Kalkmörtel gebaut und steht exemplarisch für Kreislaufwirtschaft und ökologisch verantwortliches Bauen. «Der InnHub ist für mich eine Herzensangelegenheit, da ich seit Jahren im Engadin lebe. Er ist ein Beispiel für Nachhaltigkeit und innovative Bauweise», betonte Architekt Norman Foster in einer Videobotschaft.

    Auch der Betrieb des Campus wird nachhaltig gestaltet. Die Initianten, darunter Caspar Copetti, legen den Fokus nicht auf kurzfristige Gewinne, sondern auf langfristige positive Effekte für die Region. Der InnHub soll neue Arbeitsplätze schaffen, den Ganzjahrestourismus fördern und ein Innovationsökosystem im Engadin etablieren.

    Neue Impulse für die Wirtschaft und die Gemeinschaft
    Der InnHub La Punt wird nicht nur Unternehmen, Start-ups und Fachkräfte anziehen, sondern auch eine starke Vernetzung mit der lokalen Bevölkerung ermöglichen. Die Gemeinde La Punt Chamues-ch sieht das Projekt als bedeutenden Schritt für die Weiterentwicklung der Region. «Der Campus schafft einen kulturellen und gesellschaftlichen Treffpunkt in unserem Dorf. Die Projekte, die hier entstehen, werden künftige Generationen für La Punt begeistern», so Gemeindepräsident Peter Tomaschett.

    Zusätzlich zu den langfristigen Effekten für die Region bietet der InnHub bereits vor seiner Fertigstellung einen InnHub PopUp, der bis zur Eröffnung als Co-Working- und Veranstaltungsort für Einheimische, Feriengäste und Fachkräfte genutzt werden kann.

    Ein Meilenstein für das Engadin
    Der InnHub La Punt vereint Innovation, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft auf einzigartige Weise. Mit einem klaren Fokus auf verantwortungsbewusste Entwicklung wird er weit über das Engadin hinausstrahlen und als Modell für nachhaltige Innovationszentren im Alpenraum dienen. Die Kombination aus modernster Architektur, innovativen Arbeitswelten und regionaler Verankerung macht den InnHub zu einem zukunftsweisenden Projekt, das neue Impulse für den Wirtschaftsstandort Graubünden setzt.

  • Standortförderung bringt über 700 neue Jobs im ersten Jahr

    Standortförderung bringt über 700 neue Jobs im ersten Jahr

    Die von den Standortförderern unterstützte Ansiedlung von insgesamt 231 internationalen Unternehmen im Jahr 2024 stärkt die Schweiz als Innovationsstandort, so die Konferenz Kantonaler Volkswirtschaftsdirektionen und Switzerland Global Enterprise, die nationale Schweizer Export- und Standortpromotion, in ihrer gleichlautenden Medienmitteilung. Besonders hebt das Gremium hervor, dass rund zwei Drittel dieser Firmen in den fünf Schlüsseltechnologien Gesundheit, Digitales, Automatisierung, Food und Finanz tätig sind. Sie waren von Bund, Kantonen und Regionen in ihrer gemeinsamen Strategie für die Jahre 2024 bis 2027 als besonders förderungswürdig definiert worden. 

    Mit dieser Strategie, so die Mitteilung, seien die Promotionsaktivitäten aller Akteure noch enger verzahnt worden. Dabei profitiere der Standort Schweiz davon, dass sich die unterschiedlichen Kompetenzen der Promotionspartner gegenseitig ergänzten und verstärkten.

    Im ersten Betriebsjahr haben diese 231 neu angesiedelten Unternehmen in der Schweiz 716 neue Arbeitsstellen geschaffen. Den Angaben zufolge planen sie, in den nächsten drei Jahren insgesamt 2135 Arbeitsplätze einzurichten.

    Von diesen Firmen stammt rund die Hälfte aus den USA, aus Deutschland, Frankreich und Grossbritannien. Wie Regierungsrat Walter Schönholzer, Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Thurgau und Co-Präsident des Steuerungsorgans für die nationale Standortpromotion, hervorhebt, tragen die angesiedelten Unternehmen „mit ihrem innovativen Knowhow und ihrem breiten Netzwerk auch zur kantonsübergreifenden Wertschöpfung sowie zur Stärkung der lokalen KMU-Landschaft bei“.

  • Roche eröffnet neues Zentrum für Pharmaforschung

    Roche eröffnet neues Zentrum für Pharmaforschung

    Am Hauptsitz von Roche in Basel wurde ein bedeutender Meilenstein erreicht. Die Einweihung des neuen Pharma Research and Early Development Centers (pRED). Das Zentrum, das 1.800 hochmoderne Arbeitsplätze für Labor- und Büroarbeiten bietet, bringt Expertinnen und Experten aus verschiedenen Forschungsfeldern zusammen. Ziel ist es, durch enge Zusammenarbeit die Effizienz der Forschung und Entwicklung zu steigern. An der feierlichen Eröffnung nahm auch Bundesrat Guy Parmelin teil, was die nationale Bedeutung dieses Projekts unterstreicht.

    Roche verfolgt mit dem neuen pRED Center eine klare Vision, die Bündelung von Expertise aus Bereichen wie Chemie, Biologie und Datenwissenschaft, um wegweisende Innovationen voranzutreiben. Thomas Schinecker, CEO der Roche-Gruppe, betonte die zentrale Rolle des Zentrums im globalen Innovationsnetzwerk des Unternehmens. «Dieses Zentrum wird nicht nur die Effizienz unserer Forschung verbessern, sondern auch dazu beitragen, den grösstmöglichen Nutzen für Patientinnen und Patienten weltweit zu erzielen.»

    Milliarden-Investitionen in die Zukunft
    Die Investition in das pRED Center ist Teil eines langfristigen Engagements von Roche am Standort Basel. Seit 2009 hat das Unternehmen 4,6 Milliarden Franken in den Ausbau des Standorts investiert. Mit den neuen vier Gebäuden – darunter zwei Laborhochhäuser, ein Bürokomplex und ein Kongresszentrum – setzt Roche ein weiteres starkes Zeichen für die Zukunft.

    Und das ist erst der Anfang: Weitere 1,2 Milliarden Franken fliessen in die Modernisierung und Erweiterung des Standorts, was die Rolle von Basel als globales Zentrum für pharmazeutische Forschung und Entwicklung nachhaltig stärkt.

    Mit der Eröffnung des neuen pRED Centers investiert Roche nicht nur in die eigene Innovationskraft, sondern auch in die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Basel. Diese Milliarden-Investitionen sind ein klares Signal dafür, dass der Pharmakonzern seine führende Rolle in der globalen Forschung und Entwicklung weiter ausbauen will – ein bedeutender Schritt sowohl für die Branche als auch für die Region.

  • Rolex investiert eine Milliarde Franken in neue Riesenfabrik in Bulle

    Rolex investiert eine Milliarde Franken in neue Riesenfabrik in Bulle

    Der weltbekannte Luxusuhrenhersteller Rolex plant eine massive Expansion in der Westschweiz. In Bulle, im Kanton Freiburg, soll bis 2029 eine gigantische Produktionsstätte entstehen. Auf einer Fläche von 104.000 Quadratmetern – das entspricht fast 15 Fussballfeldern – will Rolex ab 2029 Luxusuhren produzieren und damit die steigende Nachfrage nach seinen Produkten befriedigen. Die neue Fabrik wird voraussichtlich 2000 Arbeitsplätze schaffen und somit einen bedeutenden Beitrag zur regionalen Wirtschaft leisten.

    Landverkauf genehmigt
    Der Generalrat von Bulle hat den Verkauf des Baugeländes an die Rolex-Gruppe mit grosser Mehrheit genehmigt. Rolex investiert insgesamt eine Milliarde Franken in das Projekt und zahlte 31,4 Millionen Franken für das rund 100.000 Quadratmeter grosse Grundstück. Das Baugesuch wurde nun eingereicht, und die ersten Visualisierungen der geplanten Gebäude wurden veröffentlicht.

    Innovatives Baukonzept und Nachhaltigkeit
    Die neue Anlage wird aus vier Produktionsgebäuden bestehen, die durch ein zentrales Gebäude verbunden sind. In diesem zentralen Bereich befinden sich neben der Verwaltung auch gastronomische Einrichtungen sowie Begegnungs- und Ruhezonen. Ein markanter Kopfbau am Südende des Areals beherbergt den Haupteingang.

    Rolex legt besonderen Wert auf Umweltfreundlichkeit und eine nachhaltige Gestaltung. Die Fabrik soll das höchste Anforderungsniveau des britischen Gütesiegels Breeam erreichen – eine Premiere für ein Industriegebäude in der Schweiz. Die Gebäude werden so angeordnet, dass sie in einen Park integriert sind, der als Schutz vor den Emissionen der nahegelegenen Autobahn dient.

    Fünfter Produktionsstandort von Rolex
    Mit dem neuen Standort in Bulle erweitert Rolex seine bereits stark integrierte Produktionskette. Der Luxusuhrenhersteller betreibt bereits Produktionsstätten in Genf, Chêne-Bourg, Plan-les-Ouates und Biel. In diesen Standorten werden die meisten Komponenten der Uhren, von Uhrwerken über Gehäuse bis hin zu Zifferblättern und Armbändern, intern produziert.

    Übergangslösung in Romont
    Um die Produktionskapazitäten bereits vor 2029 zu erweitern, wird Rolex vorübergehend eine Fabrik in Romont errichten. Dort sollen ab Anfang 2025 etwa 250 bis 300 Mitarbeitende beschäftigt werden, die grösstenteils neu eingestellt und ausgebildet werden. Diese Mitarbeitenden werden nach der Fertigstellung des Werks in Bulle dorthin wechseln.

    Mit der neuen Fabrik in Bulle stärkt Rolex seine Position als einer der weltweit führenden Luxusuhrenhersteller und investiert in die Zukunft des Schweizer Produktionsstandorts.

  • Neue Büros und Sitzungsräume in Bern fertiggestellt

    Neue Büros und Sitzungsräume in Bern fertiggestellt

    Umbau und Renovation der Büros und Sitzungsräume am Berner Standort des Bauunternehmens Halter sind abgeschlossen. Sie wurden von der zur Halter Gruppe in Schlieren gehörenden Integral design-build AG innert sechs Monaten realisiert. In der vergangenen Woche seien die Schlüssel übergeben worden, heisst es auf der LinkedIn-Seite von Integral. «Durch die Verwendung von recycelbaren Materialien wie Holz, Glas und Metall haben wir einen Raum geschaffen, der nicht nur unseren ökologischen Fussabdruck minimiert, sondern auch unsere Werte von Nachhaltigkeit und Ästhetik widerspiegelt», heisst es weiter.

    Der Halter-Standort in Bern wachse und mit ihm die «Bedürfnisse an eine grössere und inspirierende Arbeitswelt», heisst es in einer Mitteilung von Halter. Seit Anfang März dieses Jahres habe man am Standort im von Halter realisierten Haus der Religionen zusätzliche 600 Quadratmeter des ehemaligen Denner-Standortes angemietet. Die Umbauphase, inklusive Rückbau, habe im November 2023 begonnen und sei im Juli 2024 erfolgreich abgeschlossen worden. Mit der Erweiterung wurden Kapazitäten von bisher 40 auf nun 58 Arbeitsplätze erhöht. Zudem gebe es nun zusätzliche Touchdown-Arbeitsplätze und modern ausgestattete Sitzungszimmer. Der Umzug sei erfolgreich abgeschlossen und die Räumlichkeiten bereits mit Leben gefüllt worden.

    Ein besonderer Höhepunkt des Umbaus sei die beeindruckende Treppe, die die beiden Stockwerke miteinander verbinde und eine offene sowie dynamische Arbeitsatmosphäre schaffe, heisst es in der Halter-Mitteilung.

    Die Halter Gruppe umfasst insgesamt zehn Unternehmen. Hauptsitz ist Schlieren, weitere Standorte sind Münchenstein BL, Bern, Kriens LU, Lausanne, St.Gallen und Genf.

  • Neue Kooperation des SVIT Zürich mit «immobilienjobs.ch»

    Neue Kooperation des SVIT Zürich mit «immobilienjobs.ch»

    Im Rahmen der Zusammenarbeit schafft «immobilienjobs.ch» spannende Karrieremöglichkeiten für Arbeitssuchende, indem sie Zugang zu Jobangeboten in der Immobilienbranche ermöglicht. Dies beinhaltet nicht nur traditionelle Stellen, sondern auch innovative Positionen, die durch den Wandel der Branchenanforderungen entstehen. Die Plattform stellt somit sicher, dass Arbeitssuchende und Unternehmen auf einem modernen, effizienten und zielgerichteten Weg zueinander finden.

    SVIT Zürich Mitglieder profitieren von dieser Kooperation. Das Jobportal ermöglicht es ihnen, qualifizierte Fachkräfte effizienter zu finden. So können Personalengpässe optimal und rasch beseitigt werden, was wiederum die Produktivität und Innovationskraft der Unternehmen fördert. Hervorzuheben ist, dass auch gut ausgebildete Quereinsteiger, die ihre Karriere mit fundierter Ausbildung und persönlichem Jobcoaching durch den SVIT Zürich starten möchten, auf «immobilienjobs.ch» eine ideale Plattform finden. Sie können so ihre Kompetenzen und Kenntnisse bestmöglich präsentieren und den Einstieg in die Branche erleichtern.

    Ein besonderes Angebot für alle SVIT Zürich Mitglieder – «immobilienjobs.ch» offeriert ihnen zwei Stellenausschreibungen zum Preis von einer. Diese exklusive Offerte stellt sicher, dass die Mitglieder des Verbandes maximale Sichtbarkeit und Reichweite für ihre Jobangebote erzielen, während zugleich die Kosten für die Rekrutierung gesenkt werden.

    Insgesamt bietet diese Partnerschaft also klare Vorteile: Sie schafft neue Karrieremöglichkeiten, fördert die Rekrutierung von qualifizierten Fachkräften und integriert effizient Quereinsteiger in die Immobilienbranche. Somit stellt die Kooperation zwischen dem SVIT Zürich und «immobilienjobs.ch» einen bedeutenden Schritt in Richtung einer effizienteren und innovativeren Personalentwicklung im Immobiliensektor dar.

  • Professionalisierung der Bewirtschaftung von Wohn- und Gewerbeimmobilien

    Professionalisierung der Bewirtschaftung von Wohn- und Gewerbeimmobilien

    Wincasa will neue Wege in der Immobilienbewirtschaftung gehen. Der zu Implenia gehörende Immobiliendienstleister spaltet seine entsprechenden Dienstleistungen in den Geschäftsbereich Wohnen und den Geschäftsbereich Gewerbe auf, informiert Wincasa in einer Mitteilung. Die Mitarbeitenden werden in neu geschaffenen Funktionen und Arbeitsplatzprofilen geschult.

    Das neue Target Operating Model (TOM) soll die beiden Bereiche professionalisieren und eine noch bedürfnisorientiertere und nutzungsgerechtere Bewirtschaftung unterschiedlicher Liegenschaften ermöglichen. «Ziel des TOM-Projekts ist es, ein Operating Model zu implementieren, das die heutigen Anforderungen an die Bewirtschaftung abdeckt», wird Philipp Schoch, Leiter Bewirtschaftung bei Wincasa, in der Mitteilung zitiert.

    Im Rahmen des Projekts wird Wincasa bis Ende 2025 schweizweit 18 physische Standorte für die Betreuung von Wohnungsmietenden sowie acht Standorte für die Betreuung von Gewerbemietenden einrichten. Die sogenannten Walk-In-Standorte im Wohnbereich können beispielsweise zur Klärung von Fragen zum Mietvertrag oder zur Meldung eines Schadens genutzt werden. Im Bereich Gewerbe ginge es dagegen «um komplexere Liegenschaften, um langjährige Mietverträge und um Leerstände, die stärker ins Gewicht fallen», erläutert Schoch. Hier will Wincasa ausgewiesene Fachkräfte einsetzen, «die Gewerbemietende in allen Phasen des Bewirtschaftungsprozesses hochprofessionell betreuen». Echtzeitüberwachungen wichtiger Kennzahlen wie die Leerstände an den Standorten sollen den Eigentümern der Liegenschaften messbare Erfolge des neuen Bewirtschaftungsmodells aufzeigen.

  • Ein visionäres Raumordnungskonzept für die Zukunft Metropolitanraum Zürich 2050

    Ein visionäres Raumordnungskonzept für die Zukunft Metropolitanraum Zürich 2050

    Mit fast 40 % der Schweizer Bevölkerung und einem Grossteil der Arbeitsplätze beheimatet der Metropolitanraum Zürich einen signifikanten Anteil des nationalen Lebens und Wirtschaftens. Das aktualisierte Raumordnungskonzept Metro-ROK 2050, eine Fortschreibung des ersten Metro-ROK von 2015, definiert ambitionierte, planerische Ziele für diesen bedeutenden Wirtschafts- und Lebensraum. Es zielt darauf ab, eine nachhaltige Entwicklung zu fördern, die sowohl den Bedürfnissen der Bevölkerung als auch dem Schutz der Umwelt gerecht wird.

    Das Konzept unterteilt den Raum in vier Handlungsräume: Stadtlandschaften mit städtischen Zentren, Übergangslandschaften mit regionalen Zentren, Kulturlandschaften und Naturlandschaften. Diese Einteilung ermöglicht es, zielgerichtete Massnahmen zu entwickeln, die eine hohe Lebensqualität gewährleisten und gleichzeitig den Raum ökologisch nachhaltig gestalten.

    Ein Kernanliegen des Metro-ROKs 2050 ist der Schutz von Grünflächen und die Förderung einer qualitätsvollen Innenentwicklung. Bis 2040 sind keine Erweiterungen des Siedlungsraumes vorgesehen, um die Zersiedelung zu stoppen und die vorhandenen Flächen besser zu nutzen. Dabei soll sich die Baukultur am Kreislaufprinzip orientieren, graue Energie berücksichtigen und die Biodiversität schützen.

    Weiterhin legt das Konzept einen starken Fokus auf die nachhaltige Nutzung von Ressourcen und die Förderung von Energieeffizienz. Innovative Technologien und ökologische Bauprojekte sollen dazu beitragen, die CO2-Bilanz zu verbessern und den Metropolitanraum widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen. Erneuerbare Energien und die Reduktion von Bodenversiegelungen stehen ebenso im Fokus wie die Förderung des öffentlichen Verkehrs und nachhaltiger Mobilitätslösungen. Ziel ist es, bis 2050 den Anteil umweltfreundlicher Fortbewegungsmittel signifikant zu erhöhen.

    Das Raumordnungskonzept Metropolitanraum Zürich 2050 stellt einen entscheidenden Schritt in Richtung einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Entwicklung dar. Mit der positiven Aufnahme der Handlungsempfehlungen durch den Metropolitanrat am 3. November wurde ein weiterer Meilenstein erreicht. Das Konzept spiegelt das Engagement der beteiligten Kantone wider, gemeinsam für einen lebenswerten und ökologisch nachhaltigen Metropolitanraum Zürich zu sorgen.

  • Wirtschaftsförderung Freiburg erfolgreich trotz Herausforderungen

    Wirtschaftsförderung Freiburg erfolgreich trotz Herausforderungen

    Die Wirtschaftsförderung des Kantons Freiburg, kurz WIF, unterstützt Unternehmen, die ihre Tätigkeiten im Kanton erweitern oder sich hier neu ansiedeln möchten. Zudem ist sie für die Umsetzung der Neuen Regionalpolitik (NRP) im Kanton zuständig. Im vergangenen Jahr hat die WIF insgesamt 40 Unternehmensprojekte und 23 NRP-Projekte begleitet. Von den Unternehmensprojekten waren 24 Erweiterungen und 16 Neuansiedlungen. Die Mehrheit der 16 Neuansiedlungen (10 Projekte) stammt aus der Schweiz. Ein Beispiel für eine schweizerische Neuansiedlung ist das Projekt der Algaltek GmbH, die sich auf dem AgriCo-Campus in St-Aubin niedergelassen hat. Algaltek ist ein Biotech-Spin-off der EPFL und hat sich auf die Produktion von Algen spezialisiert.

    Stärkung von 1000 Arbeitsplätzen in Freiburger Unternehmen
    Neben den Erweiterungen und Neuansiedlungen tragen auch Projekte dazu bei, die bestehenden Arbeitsplätze langfristig zu stärken. Im letzten Jahr konnten dank der Massnahmen der WIF rund 1000 Arbeitsplätze im Kanton gesichert werden. Ein Beispiel hierfür ist die SMG Swiss Marketplace Group AG in Flamatt. Die WIF unterstützte SMG bei der Suche nach einem neuen Standort, um die 160 Arbeitsplätze im Kanton Freiburg zu erhalten. Die Wahl fiel auf das bluefactory-Areal im Zentrum der Stadt Freiburg, ein attraktiver Standort, der für die Mitarbeiter aus der ganzen Schweiz und besonders aus der Westschweiz gut erreichbar ist. Der Umzug ist für die zweite Hälfte des Jahres 2024 geplant. «Die Arbeit der Wirtschaftsförderung ist langfristig ausgerichtet», sagte Staatsrat Olivier Curty, Direktor für Volkswirtschaft und Berufsbildung. «Jedes Jahr hat ihre Arbeit eine tiefgreifende Wirkung auf unsere Wirtschaft, sowohl quantitativ als auch qualitativ, das erfreut mich.» WIF-Direktor Jerry Krattiger betonte ebenfalls, dass die WIF zunehmend Forschungs- und Entwicklungsprojekte unterstützt. «Die Bedeutung von F&E-Projekten in den Freiburger Unternehmen nimmt zu. 2023 haben wir 13 solcher Projekte unterstützt, von denen 6 auf Bundesebene von Innosuisse mitfinanziert wurden.»

  • ABB modernisiert Standort Untersiggenthal

    ABB modernisiert Standort Untersiggenthal

    Das Technologieunternehmen ABB hat in Untersiggenthal ein neues Multifunktionsgebäude eröffnet. Laut einer Medienmitteilung gibt es dort 500 Arbeitsplätze für Mitarbeitende aus den Bereichen Forschung und Entwicklung, Verkauf und Service sowie Projektabwicklung und Engineering. Die Bauzeit des Gebäudes Emotion habe zwei Jahre betragen. Mit Kosten von rund 45 Millionen Franken sei das die grösste Investition seit über zehn Jahren von ABB in der Schweiz. Gebaut wurde es mit über 2200 Kubikmetern Zirkulit, einem Recycling-Beton, in dem zusätzlich CO2 gespeichert ist.

    „Mit dieser Investition stärken wir die Präsenz von ABB in der Schweiz und investieren in wachstumsstarke Zukunftstechnologien. Das neue Multifunktionsgebäude ist ein wichtiger Schritt, um uns als Arbeitgeberin erster Wahl zu positionieren und im Zeitalter des Fachkräftemangels die besten Talente und erfahrene Arbeitskräfte anzuziehen“, wird Nora Teuwsen zitiert, Vorsitzende der Geschäftsleitung ABB Schweiz.

    „Der ABB-Standort Untersiggenthal ist eine eindrückliche Erfolgsgeschichte des konstruktiven Zusammenspiels zwischen Politik, Wirtschaft, Bildung und Forschung“, wird Regierungsrat Stephan Attiger zitiert, Vorsteher Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau. Der Standort zeige auf, dass der Hightech-Kanton Aargau „besten Boden für Innovation und technologischen Fortschritt bietet, und wie aus regionalem Ursprung ein globaler Erfolg werden kann“.

    ABB entwickelt und fertigt in Untersiggenthal für Kunden weltweit effiziente und nachhaltige Technologielösungen für Antriebstechnik in den Bereichen Industrieprozesse, Infrastruktur und Bahnen, sowie für Anwendungen im Bereich der erneuerbaren Energieerzeugung.

  • KONE macht neuen Standort zum Labor für New Work

    KONE macht neuen Standort zum Labor für New Work

    Der finnische Spezialist für Gebäudemobilität KONE hat laut einer Medienmitteilung in Sitten eine neue Niederlassung für rund 70 Mitarbeitende eingeweiht. Im Beisein des finnischen Botschafters in der Schweiz, Valtteri Hirvonen, wurde sie offiziell ihrer Bestimmung übergeben. KONE ist seit 2001 in der Westschweiz präsent und beschäftigt dort 140 Mitarbeitende.

    Mit der Eröffnung seines jüngsten Standorts führt KONE gleichzeitig ein neues Arbeitsmodell ein. Unter anderem gehört hierzu eine täglich neue, computergesteuerte Zuteilung der Arbeitsplätze. Wer einen Arbeitsplatz besetzen möchte, stellt via eine App eine Anfrage und bekommt dann einen Platz zugewiesen. Dies erfolgt nach dem Zufallsprinzip und anders als am Vortag.

    Das Unternehmen verspricht sich davon eine stärkere Kommunikation der Mitarbeitenden, was Zusammenarbeit und Kreativität fördern soll. Zudem ist das Bürogebäude in Sitten den Angaben zufolge das erste von KONE weltweit, das vollständig in der neuen Markenidentität gestaltet ist. Dabei sei ein dynamischer und flexibler Raum geschaffen worden, der je nach Bedürfnissen verändert werden könne. Dieses Konzept sei mit einem Team aus lokalen Mitarbeitenden in einem partizipativen Prozess entstanden.

    „Wir sind stolz, am Standort Sitten eine Form der Zusammenarbeit einführen zu können, die den Anforderungen der Digitalisierung und Globalisierung gerecht wird und die Inklusion und Innovation in unserem Westschweizer Team fördert“, wird Christian Wukovits, Geschäftsführer KONE Schweiz und Österreich, in der Mitteilung zitiert, „Der Projektgruppe und allen anderen, die an diesem Prozess beteiligt waren, möchte ich herzlich danken. Sie haben hervorragende Arbeit geleistet, die für unser Unternehmen wegweisend sein wird“.

  • Veriset erneuert Küchenausstellung

    Veriset erneuert Küchenausstellung

    Die Veriset AG hat an ihrem Hauptsitz in Root in ihre Küchenausstellung investiert. Nach sechs Monaten Bauzeit zeigt sie sich nun in repräsentativen Räumlichkeiten runderneuert. Die Infrastruktur sei seit dem letzten grossen Umbau 2010 an ihre Grenzen gestossen, heisst es in einer Medienmitteilung. Neben deren Modernisierung sei das Ziel auch gewesen, die Ausstellungsküchen frischer zu präsentieren. Nun wirke die Ausstellung luftiger und grösser.

    Gleichzeitig würden viele neue Funktionen vorgestellt. Dazu gehört für Veriset etwa eine neuartige Gerätewand, wo sich neue Einbaugeräte schnell und einfach austauschen lassen oder ein Reduit mit Hauswirtschaftsraum, das „geschickt und wie heute üblich hinter einer Schranktüre verborgen ist“.

    Auch die beiden Partner Cozza Plättli und Textilwerke sind mit ihren Produkten vertreten. Für die Mitarbeitenden hat Veriset den Angaben zufolge mit neuen, modernen Büros attraktive Arbeitsplätze geschaffen.

    Den drei Küchenprofis stehen zwei Beratungsplätze mit zahlreichen Materialmustern und einem grossen Computerbildschirm für die Visualisierung und Planung zur Verfügung. Bei den Ausstellungsküchen ist laut Veriset sowohl die einfache Mietwohnungsküche als auch die luxuriöse schwarze Inselküche berücksichtigt worden. Ein virtueller Rundgang und Bilder sollen einen ersten Eindruck verschaffen.

  • LLB beginnt Bau ihres Campus Giessen in Vaduz

    LLB beginnt Bau ihres Campus Giessen in Vaduz

    Die LLB hat den Bau ihres neuen Bürogebäudes im Vaduzer Äuliviertel in Angriff genommen. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, will das Finanzinstitut dort auch Arbeitsplätze zentralisieren. Unter dem Namen Campus Giessen soll der Neubau Platz für 250 Mitarbeitende bieten. Fertigstellung und Bezug sind für das dritte Quartal 2025 geplant.

    Seine Leichtbauweise aus Holz und Beton soll im Äuliviertel „massgeblich zu einem attraktiveren Aussenraum“ beitragen, so die LLB. „Als traditionsreichste Bank in Liechtenstein ist es uns ein Anliegen, mit dem Neubau auch der Bevölkerung etwas zurückzugeben“, habe Patrick J. Fürer, Group Chief Digital & Operating Officer, am 24. August in seiner Rede zum Spatenstich betont.

    Arkaden werden das fünfstöckige Gebäude im Erdgeschoss umschliessen, was einen informellen, halböffentlichen Raum bieten soll. Mit einem Innenhof im Obergeschoss und einer Richtung Rhein offenen Westseite verspricht die LBB ein „Spiel von räumlicher Transparenz und Plastizität“. Als sogenanntes Green Building erhält der Campus Giessen eine LEED-Gold-Zertifizierung sowie den Minergie P Eco Standard.

  • Baumeisterverband begegnet Fachkräftemangel

    Baumeisterverband begegnet Fachkräftemangel

    Der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) geht von einem steigenden Fachkräftemangel in der Bauwirtschaft aus. Er hat daher vom Kompetenzzentrum Demografik eine „Studie zur langfristigen Entwicklung der Konjunktur und Fachkräfte im Bauhauptgewerbe“ anfertigen lassen, informiert der Verband in einer Mitteilung. Der Ende Juni am Tag der Bauwirtschaft in Lugano vorgestellten Studie zufolge könnte der am Bauvolumen gemessene Fachkräftemangel bis 2040 etwa 16 Prozent erreichen. Dies würde jährlich Umsatzeinbussen von bis zu 800 Millionen Franken verursachen und damit Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft gefährden.

    In Lugano zeigte SBV-Zentralpräsident Gian-Luca Lardi aber auch Lösungsansätze auf. „Wenn wir den Umsatz pro Kopf jährlich um 0,5 Prozent steigern, können wir 50 Prozent des Fachkräftemangels wettmachen“, wird Lardi in der Mitteilung aus seiner Ansprache an der traditionellen Netzwerk-Veranstaltung der Branche zitiert. Diese Produktivitätssteigerung soll nach Ansicht des Verbands hauptsächlich über Digitalisierung und Innovation erfolgen. Gleichzeitig schlug Lardi vor, „mehr Lernende auszubilden, die Fachkräfte länger im Beruf zu halten und letztlich auch mehr Quereinsteiger zu rekrutieren“. Damit könne die andere Hälfte der Lücke geschlossen werden, so der Zentralpräsident.

  • Regio Energie Solothurn vergibt 2023 zwei Preise

    Regio Energie Solothurn vergibt 2023 zwei Preise

    Regio Energie Solothurn hat im Rahmen des alljährlich stattfindenden Energieforums nicht wie üblich nur einen Preis für Energieeffizienz, Klimaschutz und Nachhaltigkeit verliehen. In diesem Jahr wurden stattdessen laut einer Mitteilung zwei Organisationen ausgezeichnet: der Verein Restessbar Solothurn und die Stiftung Discherheim Solothurn.

    Der Verein Restessbar rettet Lebensmittel. Seit 2017 sammeln seine Mitglieder ehrenamtlich bei Partnerfirmen Früchte, Gemüse, Gebäck und Getränke ein, die sonst im Abfall landen würden. Danach werden sie sortiert und auf zwölf Touren pro Woche an rund 300 Personen verteilt. Damit werden jährlich rund 26 Tonnen noch konsumierbare Lebensmittel vor der Entsorgung bewahrt. Ausserdem betreibt der Verein Aufklärungsarbeit gegen Food Waste und unterstützt Schüler bei der Erarbeitung eines Kochbuchs.

    Im Discherheim werde „darauf geachtet, dass alles, was man tut, eine möglichst lange Wirkung hat“, so Regio Energie Solothurn. An den drei Standorten der Stiftung, die Menschen mit Beeinträchtigungen Wohn- und Arbeitsplätze bietet, gelte dies auch hinsichtlich Energieeffizienz und Ressourcenschonung, sowohl bei der Umrüstung der Heizquelle als auch der Flotte von sechs Fahrzeugen auf elektrische Antriebe. Der Strom dafür kommt aus einer eigenen Photovoltaikanlage. Zudem leisten Biotop, Hecken, Naturwiese, Insektenhotels und Vogelhäuser einen Beitrag zur Biodiversität.

  • Schlieren meldet Rekord bei Firmenansiedlungen

    Schlieren meldet Rekord bei Firmenansiedlungen

    Die Standortförderung der Stadt Schlieren meldet für 2022 die höchste Zahl an Firmenzugängen in einem einzelnen Jahr. Laut einer Mitteilung gab es per 1. Januar 2023 genau 1300 Firmen in Schlieren. Das sind rund 100 mehr als ein Jahr zuvor. Nach Angaben des Leiters der Standortförderung, Albert Schweizer, kommen die neuen Firmen vorwiegend aus den Cluster-Bemühungen der Standortförderung wie Biotechnologie, Start-ups und Med- und Healthtech. „Eine meiner wichtigsten Aufgaben als Standortförderer ist die Vernetzung der neu und auch der seit Jahren in Schlieren ansässigen Firmen“, wird Standortförderer Schweizer zitiert.

    Beigetragen zu dem Erfolg bei den Neuansiedlungen haben aus seiner Sicht die Wirtschafts- und Gewerbeverbände und die Standortförderung Limmatstadt AG.  Mit dem in Schlieren ansässigen IFJ – Institut für Jungunternehmen könne die Stadt auf einen grossen und wichtigen Partner zählen. Man arbeite auch intensiv mit der Standortförderung des Kantons Zürich zusammen.

    Schweizer erinnert daran, dass es 1998 bei der Einführung der Schlieremer Standortförderung nur 655 Firmen in Schlieren gegeben habe. Heute seien es mit der grössten Jahreszunahme seit 1999 genau 1300. Die Anzahl der Arbeitsplätze sei von 12‘000 auf rund 19‘000 gestiegen.

    Schweizer geht davon aus, dass die Zahl der Arbeitsplätze weiter stark zunehmen werde, wovon auch der Detailhandel profitieren werde. Denn es kämen weitere forschende Institute nach Schlieren. Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich verstärkt ihre medizinische Forschung und baut einen neuen Standort in Schlieren auf. In unmittelbarer Nähe zum Bio-​Technopark Schlieren-Zürich entsteht ein neues Laborgebäude für Medizinforschung. Und der Pharmakonzern Roche richtet in Basel ein Institut für Humanbiologie (IHB) mit einem Satellitenlabor in Schlieren ein.

  • Hammerwald Sursee: Neuer Gewerbe- und Bürokomplex

    Hammerwald Sursee: Neuer Gewerbe- und Bürokomplex

    An der Allmendstrasse in Sursee erfolgt in wenigen Monaten der Spatenstich für das Gewerbeprojekt Hammerwald. Geplant sind zwei Gebäudekomplexe sowie ein dreigeschossiges Parkdeck mit 450 Autoabstell- sowie Veloparkplätzen. Der Neubau soll Platz für rund 600 Arbeitsplätze bieten. Die Flächen im Gebäude A1 werden vermietet, während diejenigen im Gebäude A2 zum Verkauf stehen. Die insgesamt 27’000 Quadratmeter umfassenden Flächen werden für eine flexible Nutzung konzipiert. Bis 2025/26 soll der Komplex fertiggestellt sein.

    Das Gebäude A1 erhält sieben Geschosse, deren Mietflächen sowohl vertikal als auch horizontal erschlossen werden können. Die Flächen im sechsgeschossigen Gebäude A2 werden im Stockwerkeigentum veräussert. Die Stadt Sursee ist in den letzten Jahren stark gewachsen – dadurch fehlt vielen lokalen Gewerblern der Platz, um sich weiterentwickeln zu können. Dieser Umstand war Paul Fuchs, Inhaber der Hoch- und Tiefbau AG, bewusst, weshalb er gemeinsam mit Alex und Jörg Lütolf von der Sustra AG sowie Urs Meyer und Christoph Geiser von der Cerutti Partner Architekten AG die Hammerwald AG gründete. Das Ziel: Ein umfassendes Gewerbegebäude für Sursee zu erschaffen. Die Inhaber sind sich einig: «Der Hammerwald soll für das lokale Gewerbe ein flexibles Flächenangebot zu attraktiven Konditionen bieten», so Paul Fuchs.

    Unter der architektonischen Leitung von Urs Meyer, Cerutti Partner AG, wird das Gebäude A1 mit Gewerbe-, Ausstellungs- und Büroflächen bestückt. Das Gebäude A2 erhält höhere Räume und wird für grössere Nutzlasten mit einem integrierten Autolift für Lieferwagen gebaut. Die im A2 entstehenden Einheiten sind speziell auf Handwerksbetriebe ausgelegt. Das Parkdeck ist für Lastwagen befahrbar und ermöglicht die ebenerdige Anlieferung in der Ebene 1. Dank Treppenhauskernen und Steigzonen sind flexible Unterteilungen der Flächen sowie vertikale Verbindungen über mehrere Ebenen möglich. Neben den Handwerksbetrieben soll der Hammerwald die unterschiedlichsten Unternehmen und Branchen ansprechen.

    Der Gebäudekomplex punktet mit seiner Nähe zum Autobahnzubringer sowie zum Bahnhof Sursee. Das Naherholungsgebiet Surseerwald liegt direkt angrenzend. Das nachhaltige Energiekonzept sieht die Energieerzeugung mittels Grundwassernutzung über Energiepfähle vor.

  • Pistor baut ihren Hauptsitz aus

    Pistor baut ihren Hauptsitz aus

    Die Pistor AG hat seit über 40 Jahren ihren Hauptsitz an der Hasenmoosstrasse – nahe des Bahnhofs Rothenburg Station. Das Unternehmen bietet über 25’000 Produkte sowie innovative Dienstleistungen an: «Als Grosshändlerin und Dienstleisterin beliefern wir seit längerem nicht nur Bäckereien und Confiserien, sondern auch Gastronomie- und Gesundheitsbetriebe wie beispielsweise Spitäler und Altersheime. Letztere wollen wir vermehrt mit Medizinalverbrauchsartikeln beliefern», erklärt der Pistor-CEO, Patrick Lobsiger. Er betont, dass das Unternehmen grundsätzlich auf Wachstumskurs sei, weshalb mehr Platz benötigt werde.

    Vorgesehen sind auf knapp 32’000 Quadratmetern vor allem Lager-, Warenumschlags- und Distributionsflächen. Hinzu kommen Auto-, LKW- und Veloparkplätze sowie neue Büroflächen. Diese sollen auf der Wiese zwischen dem Hauptsitz und dem ACE Café realisiert werden. Da das Grundstück in der Landwirtschaftszone liegt, ist eine Umzonung Voraussetzung. Diese erfüllt die Vorgaben des Teilrichtplans Siedlungslenkung 2030 von Luzern Plus. Die Rothenburger Stimmbevölkerung hat diesem Vorhaben am 12. März 2023 zugestimmt. Der Regierungsrat des Kantons Luzern muss den Entscheid der Stimmberechtitgen in einem Genehmigungsverfahren noch formell bestätigen. Lobsiger freut sich über das Vertrauen der Rothenburgerinnen und Rothenburger: «Mit der ausgebauten Infrastruktur und unseren hochautomatisierten Logistiklösungen wollen wir unseren Genossenschaftern und Kunden die effizienteste und zuverlässigste Lieferkette am Markt bieten», sagt Lobsiger.

    Der Neubau soll ab 2026 in drei Etappen in einer CO2-reduzierenden Bauweise erstellt werden. Für jede Etappe sind rund zwei Jahre eingeplant. Keines der Gebäude wird die Höhe von 30 Metern überschreiten. Eine ökologische Aufwertung der Neubauten durch eine Begrünung der Umgebung ist vorgesehen. Die Flachdächer sollen ebenfalls begrünt und mit sickerfähigem Belag sowie Photovoltaikanlagen ausgestattet werden. Der für den Ausbau des Hauptsitzes veranschlagte zweistellige Millionenbetrag soll auch den Erwerb von weiteren E-LKWS umfassen. Allein bis Ende 2023 will Pistor AG ihren Bestand von heute drei auf neu elf E-LKWs ausbauen.

    Das Unternehmen mit derzeit rund 616 Mitarbeitenden gilt als wichtiger Arbeitgeber in Rothenburg. Mit der Erweiterung könnten weitere Arbeitsplätze für die Zentralschweiz geschaffen werden.

  • Luzern Nord auf dem Weg zur Smart City

    Luzern Nord auf dem Weg zur Smart City

    Luzern Nord ist ein Entwicklungsschwerpunkt des Kantons Luzern. In den kommenden Jahren sollen hier schrittweise 1500 neue Wohnungen, 4000 zusätzliche Arbeitsplätze, 850 Studienplätze, zwei Erholungszonen und diverse kulturelle Einrichtungen entstehen.

    Um zu einem modernen, ökologischen und lebhaften Zentrum am Fluss zu werden, soll sich Luzern Nord als Smart City entwickeln. Eine Smart City nutzt Technologien, Innovationen und Daten, um die Lebensqualität der Menschen zu erhöhen, den Standort für Unternehmen attraktiver zu machen, die Infrastruktur effizienter zu nutzen und Ressourcen zu schonen.

    Bisher fehlten in der Zentralschweiz noch konkrete Beispiele für den Smart-City-Ansatz in einer Gebietsentwicklung. Luzern Nord soll ein erstes Praxisbeispiel mit wegweisendem Charakter werden – mit den gleichzeitigen Entwicklungen der Stadt Luzern zu einer Smart City wie auch möglichen Kooperationen auf dem Weg zu einer Smart Region Luzern. An diesem vernetzten Ansatz beteiligt sind die Gemeinde Emmen, die Stadt Luzern, der Kanton, der Verkehrsverbund, die Wirtschaftsförderung, Unternehmen, Arealentwickler und die Bevölkerung.

    Die beteiligten Partner sind überzeugt, dass sich das Gebiet Luzern Nord besonders als Smart City eignet, da überdurchschnittlich viele innovative Unternehmen, Investoren und Organisationen vor Ort sind und die Zusammenarbeit bereits gut funktioniert.

    Luzern Nord gliedert sich in sechs Teilgebiete. Die angrenzenden Gebiete Seetalstrasse und Littauerboden gehören ebenfalls zum Entwicklungsschwerpunkt.

    Smartness hat viele Dimensionen
    Der Smart-City-Ansatz ist geprägt von sechs Dimensionen: «Mobility», «Living», «Economy», «Environment», «Governance» und «People». In den Smart-City-Dimensionen «Living» und «People» war in Luzern Nord das partizipative Pilotprojekt «Quartiereffekt» ein Meilenstein. Es ermöglicht der Bevölkerung, eigene Ideen für die Quartiergestaltung zu finanzieren und umzusetzen. Aber auch im Kleinen entstanden spannende Projekte, etwa eine smarte Box, aus der die Bevölkerung via App Bälle, Badminton-Schläger und andere Spiele spontan kostenfrei ausleihen kann.

    Der Materialmarkt «Offcut» im Gebiet Reussbühl verfolgt mit der Wiederverwertung von Rest- und Gebrauchsmaterialien das Ziel der Kreislaufwirtschaft, passend zur Dimension «Environment».
    Die Überbauung «4VIERTEL» am Seetalplatz sorgt in der Dimension «Mobility» für neue Ansätze und stellt ihren Bewohnerinnen und Bewohnern eine Mobilitätstation mit Sharing-Fahrzeugen wie E-Autos, E-Roller, E-Cargobikes und E-Bikes bereit. Zudem erhalten alle autofreien Haushalte jährlich Gutscheine für den ÖV, einen Veloservice oder das hauseigene Sharing-Angebot.

    In der Dimension «Economy» entstand 2022 mit dem Viscosistadt Lab eine neue Forschungskooperation für nachhaltige Textilien. Es will damit die textilen Kompetenzen am Standort in Luzern Nord neu ausrichten.

    Die Viscosistadt entwickelt sich schrittweise zum kreativen Teil von Luzern Nord.

    Transformation in vollem Gange
    Die Transformation von Luzern Nord ist in vollem Gange. Während sich einige Projekte im Bau befinden, wurden bei anderen wichtige planerische Entscheide gefällt.

    In der Viscosistadt wird aktuell ein historisches Industriegebäude der ehemaligen Nylon-6-Fabrik umgebaut. So entstehen rund 20’000 Quadratmeter neue Flächen für Büro und Gewerbe. Gleich angrenzend befindet sich die Baustelle der Überbauung «4VIERTEL» in der Schlussphase. Ab Sommer 2023 ziehen hier die ersten Bewohnerinnen und Bewohner von Luzern Nord ein.

    In der Nähe des Bahnhofs Emmenbrücke entstehen bis 2024 im «Gerliswil Central» 42 neue Wohnungen. Dem Gebiet direkt um den Bahnhof Emmenbrücke sollen das Gebäude Emmenbaum Nord und das neu gestaltete Quartier Schützenmatt ein frisches Gesicht geben.

    Rund um den neuen Seetalplatz entsteht ein städtischer Ort mit hoher Dichte.

    Die Überbauung der Wohnbaugenossenschaft Rüüssegg am Seetalplatz befindet sich kurz vor Baueingabe für rund 380 Wohnungen. Gleich gegenüber der Kleinen Emme in Reussbühl entstehen ab 2024 ebenfalls 80 genossenschaftliche Wohnungen. Kurz vor Baustart stehen die Projekte «Metropool» der Luzerner Kantonalbank und die kantonale Verwaltung am Seetalplatz.

    Einen etwas längeren Zeithorizont hat das Gebiet Reussbühl West. Das gewerblich-industriell genutzte CKW-Areal soll in den kommenden Jahren zu einem attraktiven und lebendigen Stadtquartier werden.

    Auch wenn noch keine neuen Wohnungen bezogen wurden, lebt Luzern Nord bereits heute. Verschiedene Zwischennutzungen wie der kulturelle Treffpunkt «NF49» (bis November 2022) oder die «Garage Emma» mit Ateliers für Kreative, zahlreiche Veranstaltungen wie «Design Schenken» oder die Schweizermeisterschaft der Velokuriere, Kinos und Freizeitangebote wie der «Adventure Room» bescherten Luzern Nord im vergangenen Jahr rund 105’000 Besucherinnen und Besucher. Hinzu kommen tausende Gäste an der Sommerbar «Nordpol» an der Reuss.

  • Schlössli Schönegg wird zum Innovationscampus

    Schlössli Schönegg wird zum Innovationscampus

    Das historische Schlössli Schönegg mit dem dazugehörenden Chalet auf der Wilhelmshöhe in Luzern gehört seit 1998 Stefan Muff, dem Hauptaktionär der Axon-Active-Gruppe. Gemeinsam mit seinem Bruder Bruno renovierte Muff das damals stark sanierungsbedürftige Gebäude in enger Absprache mit der Denkmalpflege. Danach diente es als Hauptsitz der Endoxon AG, die Technologien für digitale Landkarten entwickelte und 2006 an Google verkauft wurde. Seit 2008 ist das «Schlössli» Hauptsitz der Axon Active Group, die sich strategisch im Bereich der digitalen Transformation positioniert. Axon befasst sich mit komplexen Big-Data-Lösungen für weltweit operierende Unternehmen wie auch mit digitalen Ökosystemen für diverse Branchen. Die Unternehmensgruppe zählt heute über 750 Mitarbeitende an 18 Standorten rund um den Globus. Am Hauptsitz arbeiten derzeit 50 Personen – Tendenz stark steigend.

    Mit dem Schlössli Schönegg hatte Muff von Anfang an grosse Visionen. Bereits beim Kauf plante er Erweiterungen ein. Stand heute kann das Gebäude die künftigen Anforderungen als Zentrum zum Erbringen digitaler Dienstleistungen sowie für die geplante Forschungstätigkeit und das neu entwickelte Betriebskonzept «DeepWorking» nicht mehr erfüllen. Deshalb sieht das neu aufgegleiste Projekt einen ergänzenden Neubau als «Axon Campus» vor, der als Innovations-Labor dienen soll. Dieses soll die interdisziplinäre Kooperation verschiedener Interessensgruppen und Ideen fördern. Der Campus führt Akteure aus Bildung, Politik, Behörden und Wirtschaft zusammen und lässt sie an zukunftsweisenden Gesellschafts- und Geschäftsformen teilhaben. Gleichzeitig können die Innovationen in digitalen Ökosystemen erlebt und getestet werden. Die Umgebung soll auch für Start-ups ideale Voraussetzungen bieten, weshalb über das Projekt auch als «Silicon Valley der Zentralschweiz» berichtet wurde.

    Skizze des geplanten Anbaus.

    Um den Ansprüchen eines modernen Campus gerecht zu werden, muss das künftige Raumangebot offen, flexibel und multifunktional gestaltet werden. Vorgesehen ist eine Bruttogeschossfläche von 1500 Quadratmetern mit rund 150 Arbeitsplätzen. Projektiert sind ausserdem eine Kantine von gehobener Qualität mit Produktionsküche sowie ein voll digitales und multifunktionelles Auditorium für 120 Personen mit angeschlossenem Bar-Bereich. Der Neubau wird den besonderen örtlichen Verhältnissen und der daraus resultierenden Gefahrenlage aufgrund möglicher Hangrutsche und Steinschläge angepasst. Eine umfassende Hangsicherung ist durch den Neubau gewährleistet. Den sich wandelnden Mobilitätsansprüchen wird ebenfalls Rechnung getragen: mittels angemieteter Parkplätze auf Niveau Gibraltarstrasse und der Einrichtung von e-mobilitätskonformen Park- und Veloplätzen in dem auf 15 Mio. Franken veranschlagten Neubau. Zurzeit läuft noch der Bewilligungsprozess. Mit dem Bezug wird frühestens 2025 gerechnet.

    Der Kraftort Wilhelmshöhe soll dank dem Projekt des renommierten Architekturbüros von Daniele Marques aus Luzern verstärkt zu einem Haus der Begegnung und der digitalen Transformation werden. Muff schwebt vor, dass sich der Ort zu einem gesamtheitlichen Innovationsstandort entwickelt. Eine mögliche Öffnung der Räume an den Wochenenden für Bildungsinstitutionen oder andere kuratierte Veranstaltungen sei denkbar.

  • In Uri entsteht ein multifunktionales Arbeits- und Kreativerlebnis: Baurechtsvergabe für die Baufelder 9 und 13 in der Werkmatt Uri ist erfolgt

    In Uri entsteht ein multifunktionales Arbeits- und Kreativerlebnis: Baurechtsvergabe für die Baufelder 9 und 13 in der Werkmatt Uri ist erfolgt

    Regierungsrat Urban Camenzind und die Werkmatt AG unterzeichnen Baurechtsvertrag

    Ein wichtiger Meilenstein wurde an der Medienorientierung vom 25. Januar 2023 auf der Werkmatt Uri erreicht. Am Medienanlass betonte Regierungsrat Urban Camenzind die Wichtigkeit des Projekts für den gesamten Kanton Uri und bekräftigte dies mit seiner Unterschrift im Baurechtsvertrag formell. Christoph Schoop, Investor und Mitglied des Verwaltungsrates der Werkmatt AG stellte im Anschluss die Projektvision vor. Mit Christoph Schoop steht ein ausgewiesener und erfolgreicher Investor hinter dem Projekt. Neben Immobilienprojekten in der ganzen Schweiz konnte die Christoph Schoop Gruppe bereits diverse Liegenschaften im Kanton Uri entwickeln und realisieren. Dazu zählen beispielsweise die Ferien- und Eigentumswohnungen beim Gasthaus St. Anton in Spiringen. Am Anlass wurde betont, dass das Projekt auf den Baufeldern 9 und 13 ein Begegnungsort für die gesamte Werkmatt Uri werden soll und ein ganzheitlicher Entwicklungsansatz im Zentrum steht. Die Architekten Galli & Rudolf aus Zürich zeichnen sich in dieser Phase für die Übersetzung der inhaltlichen Programmierung in die konkrete architektonische Umsetzung verantwortlich.

    Das multifunktionale Erlebnis Werkmatt in neun Bausteinen

    Unaufgeregt, auf das Wesentliche reduziert und mit feinen Details überraschend: So will das vorgestellte Projekt «Werkmatt» abseits des Mainstreams auf den Baufeldern 9 und 13 ein Ort für ungezwungene Begegnungen und echte, nicht alltägliche Arbeits- und Kreativ-Erlebnisse werden. Dazu sieht das integrale Konzept eine Kombination von Begegnungszonen, Werk-Hotel mit bis zu 80 Zimmern, Co-Working, Gewerbe- und Kulturräumen, Gastronomie und Shopping-Erlebnissen vor. Diese Elemente sollen sich nahtlos in das Umfeld integrieren und zur hohen Qualität des Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraums des Kantons Uri beitragen. Wo möglich werden bestehende Strukturen, wie beispielsweise die Flachlagerhalle, renoviert und nahtlos in den Neubau integriert. Die Entwicklung der Basisinfrastruktur erfolgt dabei in enger Partnerschaft in einem Co-Kreationsprozess zwischen dem Kanton Uri und der Werkmatt AG. Die Werkmatt AG ist bereit, sich als Unternehmung in der Werkmatt Uri als Entwicklungspartnerin und Investorin aktiv zu engagieren. Strategisch begleitet wird der Prozess von der Innovations-, Entwicklungs- und Umsetzungswerkstatt QUANT aus Flims.

    Entwicklungsfahrplan der Werkmatt AG

    Nach der Unterzeichnung des Baurechtsvertrags startet nun die Phase der Detailkonzeption und Planung der Infrastrukturen. Voraussichtlich im vierten Quartal 2023 werden die Gespräche für die unterschiedlichen Infrastrukturen mit den interessierten Betreibern vertieft. In der darauffolgenden Umsetzungsphase wird gemeinsam mit dem Kanton Uri und den Betreiberinnen die konkreten Nutzungsszenarien für die einzelnen Elemente detailliert. Der Projektfortschritt kann unter https://www.werkmatt-6460.ch/ verfolgt werden.

    Attraktives Bauprojekt mit Mehrwert für das Gesamtareal Werkmatt Uri

    Auf den Baufeldern 9 und 13 sollen dereinst auf rund 9 000 m zahlreiche neue Arbeitsplätze entstehen. Die Bereitstellung von Basisinfrastruktur mit Gastronomie, Coworking-Spaces und mehr bedeuten einen Mehrwert für das ganze Areal Werkmatt Uri. «Dass die Projektverantwortlichen eine Investition in diesem Umfang planen, ist erfreulich. Es ist auch Ausdruck der Attraktivität des Areals und nicht zuletzt des Standorts Uri», so Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind. Und weiter: «Es handelt sich um einen wichtigen Fortschritt in der Entwicklung des Areals Werkmatt Uri.»

    Weitere verfügbare Flächen an bester Lage auf Werkmatt Uri

    Das Areal «Werkmatt Uri» südwestlich des Kantonsbahnhofs in Altdorf ist mit zwölf Hektaren die letzte grosse Landreserve im Urner Talboden. Es liegt bestens erschlossen zwischen dem Kantonsbahnhof in Altdorf und dem künftigen Autobahnhalbanschluss A2. Weiterhin stehen rund acht Hektaren Land zum Verkauf oder zur Baurechtsvergabe zur Verfügung. Landverkauf oder Baurechtsvergabe erfolgen durch den Kanton Uri. Interessierte finden weitere Infos unter: https://www.werkmatt-uri.ch

    Volkswirtschaftsdirektion Uri

    Der Medienanlass vom 25. Januar 2023 fand in einer bestehenden Werkhalle statt.
    Nach der Vertragsunterzeichnung (von links): Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind, Investor Christoph Schoop und Duilio Belci, Verwaltungsrat der Werkmatt AG 

    Visualisierung Gastrobereich
    Visualisierung Fassadenansicht
    Visualisierung Gassenansicht
    Visualisierung: Galli Rudolf Architekten AG
  • VoltaNord wird grosszügiges Arbeits- und Wohnquartier

    VoltaNord wird grosszügiges Arbeits- und Wohnquartier

    Das Gewerbe- und Industrieareal VoltaNord, auch als Lysbüchel-Areal bekannt, wird attraktiver: Projektiert sind die Schaffung von 2000 – 2500 Arbeitsplätzen sowie Wohnraum für 1500 – 2000 Bewohner:innen, wovon midestens zwei Drittel preisgünstig sind. Die bisherigen Arbeitsflächen werden verdichtet und vergrössert, während im Süden das Wohnquartier erweitert wird.

    Ermöglicht wurde die breitflächigere Nutzung des Areals durch den Wegzug des Coop-Verteilzentrums im Sommer 2017 sowie der auslaufenden Baurechts- und Mietverträge auf der SBB-Parzelle. Die beiden Grundeigentümer, SBB Immobilien sowie Immobilien Basel-Stadt, agieren in Absprache auf den verschiedenen Baufeldern.

    VoltaNord soll eine klare Trennung zwischen lärmintensiven und lärmempfindlichen Nutzungen aufweisen: Emissionsintensives Gewerbe verbleibt im nördlichen Teil. Den Übergang zur Wohnnutzung im Süden schafft ein Bereich für ruhiges Gewerbe und Dienstleistungen. Die im Herbst 2020 eröffnete Primarschule «Lysbüchel» sowie das «Kultur- und Gewerbehaus ELYS» (Baufeld 3) liegen ebenfalls im Süden des Areals.

    Die Recycling-Firma Lottner AG plant auf dem Baufeld 1 – es ist im Besitz der SBB-Immobilien – eine neue Sortieranlage mit einem Schulungsraum, in dem Basler Schülerinnen und Schüler den nachhaltigen Umgang mit der Umwelt lernen. Auf dem Baufeld 2 – ebenfalls im Besitz der SBB – entsteht eine aufgebrochene Blockrandbebauung. Der nördliche Teil ist für stilles Gewerbe und Dienstleistungen vorgesehen. Der Fokus entlang der Lysbüchelstrasse liegt auf der Wohnnutzung. Ca. 30 Prozent der Wohnfläche werden von der Wohnbau-Genossenschaft Nordwest zusammen mit der Wohngenossenschaft Jurablick realisiert.

    Das Baufeld 4 der Immobilien Basel-Stadt soll ebenfalls primär als Wohnraum gestaltet werden, wobei im Erdgeschoss auch weitere quartierbezogene Nutzungen möglich sind. Der Kanton wird alle Bauten auf diesem Baufeld an gemeinnützige Wohnbauträger abgeben. Auf Baufeld 5 werden zwischen Lysbüchelplatz und Elsässerstrasse im Auftrag des Kantons Basel-Stadt 125 bis 140 preisgünstige Wohnungen realisiert. Die ARGE Jonger Waeger ArchitektInnen erhielten mit ihrem Projekt Vita Volta den Zuschlag.

    Das ehemalige Gewerbe- und Industrieareal VoltaNord wird zum Arbeits- und Wohnquartier.

    Nach der geplanten Fertigstellung im Jahr 2027 wird die Bruttogeschossfläche auf dem Areal von ca. 85‘000 m² auf ca. 206‘000 m2 erhöht sein. 40 Prozent davon sind jeweils für Arbeits- und Wohnnutzungen reserviert.

    Die künftigen Bewohner:innen dürfen sich auf Freiräume und Grünflächen freuen. Im Zentrum des Quartiers ist der von Bäumen gesäumte «Lysbüchelplatz» auf einer Fläche von 4000 Quadratmetern projektiert. Dieser umfasst einen Spielplatz, einen Pavillon und ein Wasserbecken. Im Westen entsteht der «Saint-Louis-Park» mit 22’000 Quadratmetern Natur- und Erholungsflächen.

    Das Areal wird von Norden und Osten für den motorisierten Verkehr erschlossen.

    Im Süden entsteht auf einer Parzelle der Stiftung Habitat «Lysbüchel Süd» günstiger Wohnraum mit einer attraktiven Umgebung. Die Stiftung gibt hierfür kleinteilige Baurechtsparzellen an Baugruppen für die Erstellung von Wohnraum und anderen quartierdienlichen Nutzungen ab.
    Der Bebauungsplan wurde im November 2018 von der Bevölkerung deutlich angenommen. Den städtebaulichen Studienauftrag konnten ARGE Studio DIA mit Johann Reble Architekt, Schläpfer Carstensen Landschaftsarchitekten, Basler & Hofmann Ingenieure, Bernhard Böhm und Dr. Nils Guettler (Nachwuchsteam) sowie Jessenvollenweider Architektur AG mit Stauffer Rösch Landschaftsarchitekten, Martin Frei und Cabane Partner für sich entscheiden.

    Der Startschuss für die Neubauten soll 2024 erfolgen. 2027 wird das Areal bezugsbereit sein.

  • BaseLink-Areal: Neues Zuhause für zukunftsorientierte Köpfe

    BaseLink-Areal: Neues Zuhause für zukunftsorientierte Köpfe

    Das BaseLink-Areal im Bachgrabengebiet von Allschwil nimmt Formen an. Das 75’000 Quadratmeter grosse Areal umfasst insgesamt 16 Baufelder. Vor allem Unternehmen und Institutionen der Life Science-Branche sollen sich hier ansiedeln. Einige sind schon eingezogen, weitere werden folgen. Bis 2040 werden auf dem Areal rund 10’000 Arbeitsplätze entstehen.

    Vogelperspektive vom Masterplan.

    Im Frühling 2022 hat das Schweizerische Tropen- und Public-Health-Institut Swiss TPH seinen Neubau auf dem BaseLink-Areal eröffnet. Das Gebäude namens «Belo Horizonte» wurde von den Basler Architekten Kunz und Mösch realisiert. Auf fünf Geschossen und einer Fläche von rund 13’000 Quadratmetern bietet es Arbeits- und Laborplätze. Bauherr des «Belo Horizonte» war das Swiss TPH.

    Direkt daneben wird der Entwickler Senn bis 2026 ein Zentrum für patientennahe Forschung und Behandlung in Zusammenarbeit mit der R.-Geigy-Stiftung realisieren, das vor allem Projekte des Swiss TPH unterstützen will, jedoch auch Büroflächen für Dritte anbieten wird.

    Das Bürogebäude Hortus – House of Research, Technology, Utopia and Sustainability – mit rund 10’000 Quadratmetern Nutzfläche soll einen neuen Standard für Nachhaltigkeit setzen. Das Gebäude ist ein Energielieferant – es wird die Energie, die seine Erstellung verbraucht hat, innerhalb von 30 Jahren «zurückzahlen». Dies wird einerseits dadurch erreicht, dass die verbaute Energie dank dem Einsatz von Materialien wie Holz, Lehm und Altpapier niedrig ist. Andererseits wird der Energiegewinn über Photovoltaik maximiert. Das Gebäude steht schräg gegenüber vom Swiss TPH und ist eine Entwicklung von Senn mit Herzog & de Meuron und ZPF Ingenieuren. Baustart wird im Frühling 2023 erfolgen, der Bezug ist bis 2025 geplant.

    Im Herbst 2022 wurde der Switzerland Innovation Park Basel Area Main Campus eröffnet. Er ist das grösste Gebäude auf dem BaseLink-Areal, mit einer Nutzfläche von rund 50’000 Quadratmetern und voraussichtlich bis zu 2000 Mitarbeitenden. Es wurde von den Architekten Herzog & de Meuron entworfen. Bauherr des Main Campus ist wiederum der Immobilienentwickler Senn. Neben der Namensgeberin, der Stiftung Switzerland Innovation, beherbergt der Main Campus weitere 38 Firmen und Institutionen, darunter das biopharmazeutische Unternehmen Basilea, das Schweizer Forschungs- und Entwicklungszentrum CSEM, das Department of Biomedical Engineering der Universität Basel und die US-Firma Johnson & Johnson. Im Untergeschoss des Gebäudes stehen rund 600 Veloparkplätze zur Verfügung.

    Das Bürogebäude Hortus soll die Energie, die seine Erstellung verbraucht hat, innerhalb von 30 Jahren «zurückzahlen».

    Rechts neben dem Main Campus entwickelt Senn mit Herzog & de Meuron Architekten und ZPF Ingenieuren bis 2026 das ALL – ein 20’000 m² grosses Labor-Büro-Hybridgebäude, das sich auf die Fahne geschrieben hat, die Flexibilität des Main Campus mit der Nachhaltigkeit des Hortus zu verbinden.

    Auf einem weiteren Baufeld soll Ende 2022 oder Anfang 2023 ein Businesshotel der deutschen Tristar-Gruppe seine Tore öffnen. Das siebenstöckige Hotel der Marke Holiday Inn Express wird über 220 Zimmer im Drei-Sterne-plus-Segment verfügen.

    Aktuell in Entstehung ist das Alba-Haus. Es soll ein Hub für Kreislaufwirtschaft und Innovation werden, in dem Startups und Unternehmen Flächen und Services nach Mass mieten können. Eigentümer, Architekten und Bauherren sind Herzog & de Meuron respektive ihre JP Bachgraben AG. Weil sie das Haus 40 statt 20 Meter hoch bauen wollen, wurde ein Quartierplan notwendig. Dagegen wurde 2020 das Referendum ergriffen. 2021 haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Allschwil den Quartierplan und somit die Gebäudehöhe von 40 Metern angenommen. Im Mai 2022 ist die definitive Baubewilligung eingetroffen. Die Parzelle neben dem Alba-Haus gehört ebenfalls Herzog & de Meuron. Was hier gebaut wird, ist noch unklar.

    Auf dem BaseLink-Areal befinden sich ausserdem zwei Parkhäuser mit insgesamt 1136 Parkplätzen sowie ein Veranstaltungsraum, die «Innovation Garage». Einige wenige Parzellen des BaseLink-Arels sind aktuell noch offen. Das Bürgerspital Basel BSB ist Grundstückeigentümer aller Parzellen ausser den beiden Parzellen des Alba-Areals. Bis 2030 soll das gesamte Areal vollständig bebaut und bezogen sein.

  • Frauenpower für die Energiewende

    Frauenpower für die Energiewende

    Im Energiesektor ist der Frauenanteil seit jeher gering, in Führungspositionen erst recht. Die Bedingungen sind für Frauen schwieriger als für Männer. Das beginnt schon bei der Ausbildung, denn Frauen trauen sich immer noch zu selten, mathematisch-naturwissenschaftliche oder technische Berufe zu ergreifen. Dabei bringen sie nicht weniger mathematisches oder technisches Verständnis mit, sind aber gleichzeitig stark am Gemeinwohl und an Innovationen interessiert.  

    Klimabewegung in weiblicher Hand 
    Eine gute Nachricht vorweg: Der Frauenanteil im Bereich der erneuerbaren Energien wächst stärker als im konventionellen Energiesektor. Ein möglicher Grund könnte das steigende Bewusstsein für den Klimawandel sein, denn schlussendlich ist weltweit die Klimabewegung weitgehend weiblich. Zudem geben Frauen als Grund für ihre Berufswahl häufig an, mit ihrer Tätigkeit etwas Sinnvolles tun zu wollen. Frauenpower ist also erwünscht: Denn es ist längst erwiesen, dass Unternehmen von einer vielfältigeren Belegschaft und einem gemischten Führungsteam nachhaltig profitieren.

    Doch wie sieht es eigentlich beim Energielösungsunternehmen Helion aus, dass in einer typischerweise Männer dominierten Branche tätig ist. Oder ist dem überhaupt so? Und wo genau sind die Frauen im Unternehmen zu finden? Wir haben nachgefragt: Derzeit machen Frauen nur 12 Prozent der Belegschaft aus und sind vor allem in den Bereichen Marketing, Öffentlichkeitsarbeit und Personalwesen anzutreffen. Aber nicht nur! Weitere Infos auf www.helion.ch News.

  • Dynamisches Wachstum ungebrochen

    Dynamisches Wachstum ungebrochen

    Ende 2021 zählten die 14 Städte und Gemeinden 189’000 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 8454 oder 4,7 Prozent mehr als Ende 2018. Dabei handelt es sich um das Kerngebiet der Flughafenregion. Die entsprechenden 14 Städte und Gemeinden sind Teil der FRZ Flughafenregion Zürich, Wirtschaftsnetzwerk & Standortentwicklung. Auch die Zahl der Beschäftigten hat sich erhöht: Sie wuchs seit 2018 um 5258 oder 3,6 Prozent, verglichen mit der letzten Erhebung Ende 2020. In der gleichen Zeitspanne stieg die Zahl der Wohneinheiten um 3,2 Prozent auf 88’541. Das bedeutet, dass die Flughafenregion auch als Wohnstandort attraktiv ist. In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner stärker gestiegen als die Zahl der Arbeitsplätze.

    Derzeit werden in der näheren Flughafenregion Zürich viele Bauprojekte von überregionaler Bedeutung realisiert, andere sind in Planung. In Dübendorf wurde Mitte 2019 das höchste Hochhaus für Mietwohnungen in der Schweiz bezogen (JaBee Tower). In den Jahren 2020 und 2021 entstand beim Flughafen Zürich eine moderne Destination mit über 6000 Arbeitsplätzen (The Circle). Zu den Mietern gehören unter anderem: Abraxas, Dufry, Edelweiss, Flughafen Zürich, Horváth, Hyatt, Inventx, Isolutions, Jelmoli, Kieser Training, Microsoft, MSD, Neuroth, Novo Nordisk, NTT Data, Omega, Raiffeisen Schweiz, Oracle, Raiffeisen, Sablier, SAP, Singapore Airlines, Totemo, Universitätsspital Zürich und Vebego.

    Der Bau von Rechenzentren beschleunigt sich. Zwischen 2019 und 2022 werden in der Flughafenregion Zürich Rechenzentren im Wert von über einer Milliarde Franken gebaut. Zu den Investoren gehören Green Datacenter AG, Interxion, NTT Data und Equinix. Ihre grössten Kunden sind Google, Microsoft und Amazon Web Services. Der Grossraum Zürich gehört mittlerweile europaweit zu den wichtigsten Datacenter-Hubs nach London, Frankfurt, Paris, Amsterdam, Dublin und Berlin. Die Forschung und Entwicklung soll mit dem geplanten Innovationsparks Zürich am Standort Dübendorf – Teil des Schweizerischen Innovationspark – vorangetrieben werden. Die Themenschwerpunkte für den Innovationspark Zürich sind wie folgt definiert: Life Science und Lebensqualität, Engineering und Umwelt, Digitale Technologien und Kommunikation. Der Park soll die Zusammenführung des Wissens der Zürcher Hoch- und Fachhochschulen mit der Praxis- und Markterfahrung führender Unternehmen fördern.

    USP
    Die Flughafenregion Zürich gehört zu den schnellstwachsenden Regionen der Schweiz. Die hervorragende verkehrstechnische Lage ist ein wichtiger Wettbewerbsvorteil. Hier haben viele internationale Konzerne ihren Sitz. Die Hochschulen und ihre Forschungseinrichtungen sind in unmittelbarer Nähe. Das gilt ebenso für Naherholungsgebiete und Shopping Centers. Seit einigen Jahren entwickelt sich erfolgreich ein ICT-Cluster – von Datacenter-Anbietern bis Kreativwirtschaft.

    Testimonials

    Remo Weibel
    Global Sana

    Der Richtsatz für 10-jährige Festhypotheken ist seit Anfang Jahr stark gestiegen. Grund dafür ist die Zinserhöhung der US-Notenbank. Wir gehen davon aus, dass die SARON-Hypothek nach wie vor attraktiv bleibt, da noch einige Zinsschritte der SNB nötig sind, bis die Zinssätze für SARON-Hypotheken steigen.

    Gregor Meili
    Kenny’s Auto-Center AG

    Die Flughafenregion zeichnet sich durch eine hohe Dynamik aus. Das ist der Verkehrsknotenpunkt der Schweiz und in der Mobilität spielt Kenny’s Auto-Center eine wichtige Rolle. Deshalb investieren wir hier und an weiteren Standorten. Wir bauen aus, um für die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet zu sein.

    Patrick Angioy
    Seitzmeir Immobilien AG

    «Die Flughafenregion erweist sich als leistungsfähiger Wirtschaftsstandort mit maximaler Verkehrsinfrastruktur und bietet Unternehmen jeglicher Grösse hervorragende Voraussetzungen für ein erfolgreiches Business – regional, national wie auch international. Dank eines attraktiven Steuerfusses, einer unkomplizierten Ansiedlungspraxis und innovativen Neubauprojekten wie z. B. dem WestGate (www.westgate-zurich.ch), gehört Kloten meines Erachtens bei jedem erfolgsorientierten Unternehmen auf die Watchlist bei der Suche nach einem neuen Standort.»