Schlagwort: Arbeitssicherheit

  • Plattformstrategie stärkt Bau- und Umweltkompetenzen

    Plattformstrategie stärkt Bau- und Umweltkompetenzen

    Die TIC Holding Schweiz AG mit Sitz in Baar hat die HSE Conseils aus Laténa übernommen. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, soll deren Geschäftsführer Marc Dutoit weiter in seinem Amt fungieren. Die TIC Holding ist eine von der Winterberg Investment X finanzierte und von der Winterberg Advisory GmbH aus München verwaltete Bau- und Technologieplattform.

    Die HSE Conseils ist die führende Spezialistin in den Sektoren Industrie, Baustoffe sowie Bau-, Umwelt und Arbeitssicherung im Kanton Neuenburg und an sechs weiteren Standorten in den Kantonen Waadt, Wallis, Genf, Freiburg und Jura, heisst es in der Mitteilung weiter. Sie bietet ein umfassendes Leistungsportfolio für Baufirmen, Immobilienverantwortliche, Planer, Unternehmen und öffentliche Institutionen. Dazu zählen nach Schweizerischer Akkreditierungsstelle (SAS) akkreditierte Schadstoffdiagnostik und -analysen (unter anderem nach Asbest, Polychlorierte Biphenylen und Blei), Umwelt- und Abfallmanagement, Sicherheits- und Gesundheitskonzepte sowie Messungen der Innenraumluftqualität. Zum Aufgabengebiet gehören ferner Sicherheitsberatungen sowie Schulungen und Beratungen zur Bausicherheit von der Risikobewertung bis hin zum Sanierungskonzept.

    „Mit HSE decken wir jetzt die Sektoren Industrie, Baustoffe sowie Bau-, Umwelt und Arbeitssicherung ab“, wird Ralph Nowak, Verwaltungsrat der TIC Holding Schweiz und Partner bei Winterberg, in der Mitteilung zitiert. „Dies ist ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung unserer TIC Holding Schweiz – die drei Plattformen unterstreichen unsere Position als führende unabhängige Gruppe dieser Bereiche in der gesamten Schweiz.“ Marc Dutoit setzt durch den Zusammenschluss auf starkes Wachstum für HSE Conseils und viele Synergien mit anderen Gruppenmitgliedern. „Unsere Struktur, das gesamte Team und alle Ansprechpartner für unsere Kunden bleiben bestehen und wir liefern höchste Qualität und Verlässlichkeit“, so Dutoit.

  • Hitzeschutz auf Baustellen wird zur Gemeinschaftsaufgabe

    Hitzeschutz auf Baustellen wird zur Gemeinschaftsaufgabe

    Die Schweiz ist topografisch vielfältig, von innerstädtischen Baustellen über alpine Lagen bis hin zu grossflächigen Infrastrukturprojekten. Einheitliche Massnahmen greifen daher zu kurz. Während in gewissen Gemeinden frühere Arbeitszeiten ermöglicht werden, setzen andere Projekte auf mobile Beschattungssysteme oder angepasste Pausenregelungen. Entscheidend ist die Abstimmung auf die jeweilige Region, das Umfeld und den Projekttyp.

    Mitverantwortung der Bauherrschaft
    Walz betont, dass es nicht nur Aufgabe der Bauunternehmen sei, für Hitzeschutz zu sorgen. Auch Bauherren und Projektverfasser könnten durch vorausschauende Planung und Ausschreibung wirkungsvolle Massnahmen verankern. Damit übernehmen sie Verantwortung für die Arbeitssicherheit und verhindern Diskussionen über Mehrkosten. «Wer frühzeitig auf die Thematik eingeht, schafft Klarheit und Verbindlichkeit für alle Beteiligten», so Walz.

    Zusammenarbeit auf allen Ebenen
    Ein wesentlicher Faktor ist die enge Abstimmung zwischen Bauleitung, Polieren und Arbeitnehmenden. Zwar tragen Arbeitgeber die gesetzliche Pflicht, den Gesundheitsschutz zu gewährleisten, doch auch Mitarbeitende sind gefordert. Sie müssen Schutzmassnahmen aktiv nutzen, Schattenplätze aufsuchen und die zur Verfügung gestellten Hilfsmittel einsetzen. Die Verordnung über die Unfallverhütung (VUV, Art. 11) verpflichtet alle Parteien zur Umsetzung.

    Rechtliche Rahmenbedingungen und Herausforderungen
    Gesetzlich sind Arbeitgeber bereits heute verpflichtet, Schutzmassnahmen umzusetzen. Unterstützung bieten Richtlinien von Suva und SBV. Dennoch bestehen strukturelle Probleme. Wird aufgrund einer Hitzewelle der Arbeitsrhythmus angepasst, entstehen Verzögerungen, die in Werkverträgen nicht immer abgedeckt sind. Häufig werden die Bestimmungen der SIA-Norm 118, die Fristverlängerungen bei wetterbedingten Unterbrüchen vorsehen, wegbedungen. Damit landen die Risiken bei den Bauunternehmen und deren Mitarbeitenden. Eine Praxis, die der SBV klar kritisiert.

    Runder Tisch als Signalgeber
    Um tragfähige Lösungen zu entwickeln, hat sich der SBV gemeinsam mit Gewerkschaften, Bauherrenvertretungen wie KBOB, SBB, Astra und IPB sowie Behörden und Suva am «Runden Tisch Hitze» zusammengeschlossen. Mitte Mai 2025 wurde in einem Konsultativentscheid festgelegt, Hitzeschutz künftig in der Baustellenverordnung (BauAV), in Empfehlungen von KBOB und IPB sowie in der SIA-118-Vertragsnorm zu verankern. Damit verpflichten sich Bauherren und Sozialpartner, Gesundheitsschutz verbindlich zu berücksichtigen. Nun liegt es an der Politik, ein klares Signal in dieselbe Richtung zu senden.

    Hitzeschutz auf Baustellen ist keine reine Chefsache, er verlangt die Mitverantwortung aller Beteiligten, vom  Bauherren, Unternehmen, Bauleitungen und Mitarbeitende. Nur wenn alle an einem Strang ziehen, lassen sich die wachsenden Risiken durch steigende Temperaturen wirkungsvoll bewältigen. In Zeiten des Klimawandels wird Hitzeschutz so zu einem festen Bestandteil moderner Baukultur und zu einem entscheidenden Faktor für Arbeitssicherheit und faire Rahmenbedingungen.

  • Digitalisiertes Strassennetz für den Bezirk Horgen

    Digitalisiertes Strassennetz für den Bezirk Horgen

    Ab Mitte Juli 2025 erfasst iNovitas aus Baden die Strassenräume des Bezirks Horgen. Das Unternehmen erstellt ein dreidimensionales digitales Abbild des öffentlichen Strassennetzes, heisst es in einer Mitteilung. Die aus dem Modell bezogenen Daten sollen eine Grundlage für die Bereiche Verwaltung, Versorgungswirtschaft und Planung bilden. Das digitale Abbild reduziert den Aufwand für Kontrollfahrten und Begehungen und soll damit eine effiziente Organisation für Unterhalt und Planung direkt aus dem Büro liefern.

    Digitalisiert werden die Gemeinde- und Kantonsstrassen von Adliswil, Kilchberg, Langnau am Albis, Rüschlikon, Thalwil und Oberrieden. Die Gemeinde Horgen hatte iNovitas bereits zu einem früheren Zeitpunkt mit entsprechenden Arbeiten beauftragt. Die Erfassung erfolgt ausschliesslich auf öffentlichen Strassen. Dabei werden Personen und Autokennzeichen anonymisiert und somit die Persönlichkeitsrechte geschützt, heisst es in der Mitteilung. Die erfassten Bild- und Geodaten werden über die webbasierte infra3D Plattform bereitgestellt und stehen ausschliesslich autorisierten Fachpersonen oder Verwaltungsstellen mit entsprechender Berechtigung zur Verfügung.

  • Roboterplattform gibt Sicherheit und Effizienz auf Baustellen

    Roboterplattform gibt Sicherheit und Effizienz auf Baustellen

    Arbeiten wie Bohren, Schleifen, das Sprühen von Dämmstoffen oder das Heben schwerer Materialien bergen hohe Risiken. Laut aktuellen Zahlen kam es 2024 allein in Europa zu 30 Todesfällen auf Baustellen innerhalb von vier Monaten.

    Mit Unterstützung des EU-finanzierten Projekts CONCERT hat das IIT eine innovative, modulare Roboterplattform entwickelt. «Unser Ziel war es, eine flexible und anpassbare Lösung zu schaffen, die Bauprozesse optimiert, Menschen entlastet und die Sicherheit verbessert», erklärt Nikolaos Tsagarakis, Projektkoordinator am IIT.

    Roboter als Unterstützung – nicht als Ersatz
    Der CONCERT-Roboter kann zwar autonom arbeiten, wurde aber primär als Assistenzsystem für Bauarbeiter konzipiert. Während die Maschine wiederholende oder gefährliche Aufgaben übernimmt, können sich Fachkräfte auf komplexere Tätigkeiten konzentrieren. Das steigert nicht nur die Arbeitssicherheit, sondern auch die Effizienz auf Baustellen.

    «Anstatt für jede Aufgabe einen eigenen Roboter einzusetzen, haben wir eine vollständig rekonfigurierbare Lösung entwickelt, die sich direkt auf der Baustelle anpassen lässt», so Tsagarakis weiter.

    Nahtlose Integration in die digitale Baustelle
    Der Roboter wurde erfolgreich unter realen Baustellenbedingungen getestet. Dabei zeigte er nicht nur seine Leistungsfähigkeit, sondern auch seine Flexibilität, indem er sich spontanen Anforderungen des Bauteams anpassen konnte.

    Ein großer Vorteil ist die Verknüpfung mit digitalen Gebäudedatenmodellen (BIM). Dadurch kann der Roboter direkt über ein Tablet gesteuert werden, ohne dass Arbeiter schwere Elektrowerkzeuge bedienen müssen.

    Ein Durchbruch für die Baurobotik
    Mit der ersten rekonfigurierbaren Mehrzweck-Bauroboterplattform hat CONCERT eine neue Ära in der digitalen Baustellenautomatisierung eingeläutet.

    Die Lösung hat nicht nur das Potenzial für eine breite industrielle Anwendung, sondern übertrifft auch den üblichen Technologie-Reifegrad in Forschungsprojekten. «Die Flexibilität der Plattform macht sie für viele weitere Bauaufgaben nutzbar», so Tsagarakis. Zukünftige Entwicklungen werden die Anwendungsbereiche noch weiter ausbauen.

  • HighStep tritt Branchenverband Swiss Safety bei

    HighStep tritt Branchenverband Swiss Safety bei

    Die HighStep Systems AG ist laut einer Mitteilung dem Schweizer Branchenverband der Hersteller und Importeure von Persönlichen Schutzausrüstungen (PSA) beigetreten. Swiss Safety setze sich für die Verbesserung der Sicherheitsstandards in der Industrie ein und bietet seinen Mitgliedern Zugang zu einer Vielzahl von Ressourcen, Schulungen und Netzwerken, heisst es weiter.

    Als neuer Partner im Verband wolle die HighStep Systems AG aktiv an der Förderung von Arbeitssicherheit und Effizienz mitwirken, heisst es in der Mitteilung. Die Absturzsicherungssysteme und ergonomischen Lösungen für das Arbeiten in der Höhe und Tiefe von HighStep seien speziell darauf ausgelegt, Arbeitsplätze sicherer und produktiver zu gestalten.

    Die HighStep Systems AG wurde 2007 gegründet und hat ihren Sitz in Dietikon. Sie entwickelt und vertreibt Steigschutzsysteme als Alternative zu konventionellen Steigmethoden wie zum Beispiel Steigleitern. Dadurch werden Arbeitsplätze in grosser Höhe sicher und komfortabel erreichbar, was in Bezug auf Mitarbeitende die Sicherheit und Produktivität erhöht. Das Steigschutzsystem HighStep besteht aus zwei Komponenten: einer Aluminiumschiene als Systemträger und einem wählbaren Steiggerät, dem HighStep Easy und dem portablen HighStep Lift.

    In der Anwendung liegt der Fokus auf Strommasten, Windkraftanlagen, Sendetürmen wie auch Industrieanlagen. Weltweit sind mehrere tausend Installationen in Betrieb – vornehmlich in Europa und auch in asiatischen Ländern wie China und Indien. Zu den Kunden zählen der Schweizer Übertragungsnetzbetreiber Swissgrid, der europäische Hochspannungsnetzbetreiber TenneT oder auch das chinesische Energieunternehmen State Grid Corporation of China.