Schlagwort: ASTRA

  • Zweite Röhre Gotthard-Tunnel: erste Tunnelbohrmaschine «Carla» am Ziel

    Zweite Röhre Gotthard-Tunnel: erste Tunnelbohrmaschine «Carla» am Ziel

    Mal kam die mit ihren Nachläufern mehr als 200 m lange Carla langsam, mal wesentlich schneller als geplant, je nach Beschaffenheit des Gesteins. Im Schnitt legte Carla rund 17 m pro Tag zurück. Ihre Rekordleistung liegt bei 45,4 m pro Tag, das gelang in eher weichem Gneis.

    TUNNELBAU IST TEAMARBEIT
    «Es ist schön, dass wir termingerecht und vor allem auch ohne nennenswerte Unfälle den nördlichen Zugangsstollen ausbrechen konnten», sagt Jacopo Cheda, Oberbauleiter Nord beim ASTRA. Xavier von Mandach, der zuständige Baustellenchef von Implenia, unterstreicht die gute Zusammenarbeit: «Tunnelbau ist immer Teamarbeit. Unser Team bestehend aus mehreren Unternehmen und Kolleginnen und Kollegen aus vielen Nationen hat grosse Erfahrung und arbeitet höchst professionell. Gemeinsam konnten wir die technischen Herausforderungen erfolgreich meistern und dieses wichtige Etappenziel ohne Zwischenfälle erreichen. Das Team hat eine tolle Leistung erbracht.»

    WIE ES JETZT WEITERGEHT
    Mit dem Ausbruch des Zugangsstollens, der parallel zur künftigen zweiten Tunnelröhre verläuft, konnten auch wichtige Erkenntnisse für die weiteren in Zukunft anstehenden Bauarbeiten gewonnen werden, die wichtig sind für Carlas «grosse Schwester», die ab 2025 den nördlichen Teil der Hauptröhre ausbrechen wird.

    Im August 2022 hatte das ASTRA der ARGE «secondo tubo» mit Implenia (60%) und Frutiger (40%) den Auftrag für das Hauptlos Nord (Los 241) der zweiten Röhre des Gotthard Strassentunnels vergeben. Die Bauzeit für den 7.9 km langen Tunnelabschnitt bis zur Losgrenze in der Tunnelmitte ist bis 2029 angesetzt.

    Der Bau der zweiten Röhre wird simultan von Norden und von Süden her vorangetrieben. Dafür kommen insgesamt vier TBM zum Einsatz: Zwei kleinere (Carla und Delia) für die beiden Zugangsstollen sowie die beiden grossen mit einem Schilddurchmesser von über zwölf Metern für den Hauptstollen.

    Quelle: implenia.com

  • Implenia und Frutiger bauen zweite Röhre des Gotthardtunnels

    Implenia und Frutiger bauen zweite Röhre des Gotthardtunnels

    Kernstück der Arbeiten ist der 7.3 km lange Vortrieb mit einem Durchmesser von 12.3 m durch eine Tunnelbormaschine (TBM) mit Tübbingausbau. Dieses schliesst an eine 160 m lange, konventionell ausgebrochene Startstrecke an. Weitere Arbeiten des Auftrags sind dabei der 430 m lange, konventionelle Vortrieb durch die Störzone Nord, der vom in Ausführung befindlichen 4 km langen Zugangsstollen Nord aus

    ausgebrochen wird. Die TBM wird später durch diesen Abschnitt der Störzone hindurch gezogen und deren Bohrkopf vollständig revidiert. Dann wird die TBM den weiteren Vortrieb bis zur Losgrenze in Angriff nehmen. Ebenso wird die ARGE einen hochkomplexen Ausbruch zweier unterirdischer Lüftungszentralen erstellen sowie eine unterirdische Betonanlage und Produktionshallen für Tübbinge und Werkleitungskanäle in ehemaligen Militärkavernen.

    Das ASTRA begründet den Zuschlag wie folgt: «Die ARGE ‘secondo tubo’ hat ein qualitativ und preislich sehr gutes und damit insgesamt das vorteilhafteste Angebot eingereicht. Die Offerte des Zuschlagsempfängers überzeugt durchwegs mit gut bis sehr gut beurteilten Zuschlagskriterien. Der Anbieter hat das vorteilhafteste Angebot vorgelegt und kann sich auch qualitativ anhand der vorgelegten Angebotsunterlagen von den anderen Bietern hervorheben. Die für den Baustelleneinsatz vorgesehenen Schlüsselpersonen werden mit sehr gut beurteilt.»

    André Wyss, CEO von Implenia, zum gewonnenen Auftrag: «Die zweite Röhre des Gotthard Strassentunnels trägt wesentlich zur Verbesserung der Nord-Süd-Strassenverbindung in der Schweiz bei. Wir freuen uns sehr, dass wir dieses grosse und komplexe Infrastrukturprojekt, das ausgezeichnet zur Strategie von Implenia

    passt, planen und bauen dürfen. Wir können dabei unsere langjährige Erfahrung und bewährte Expertise im Tunnelbau sowie in weiteren Disziplinen des Tiefbaus optimal einsetzen.»

    Seitens Implenia werden nebst dem Tunnelbau auch der Spezialtiefbau sowie Tiefbaueinheiten der Zentralschweiz in die Ausführung involviert sein.

  • Bundesamt für Strassen setzt mobile Brücke ein

    Bundesamt für Strassen setzt mobile Brücke ein

    Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) hat das Pilotprojekt ASTRA Bridge lanciert. Laut Medienmitteilung handelt es sich dabei um eine mobile Brücke zum Einsatz bei Unterhaltsarbeiten an Autobahnen. Der Verkehr wird verlangsamt mit 60 Kilometern pro Stunde über die knapp 240 Meter lange Brücke geleitet. Darunter gibt es einen Raum von rund 100 Metern, auf dem ungestört vom Strassenverkehr die Arbeiten vollzogen werden können. Ist der Bauabschnitt fertig, wird die mobile Brücke hundert Meter weitergeschoben und die Arbeiten gegen weiter.

    Damit entfallen die sonst für die Arbeitssicherheit notwendigen Absperrungen und Stilllegungen von Teilstücken der Fahrbahn. Auch kann ungehindert tagsüber gearbeitet werden. Spurabbauten für Unterhaltsarbeiten sind beim heutigen Verkehrsaufkommen auf vielen Autobahnabschnitten tagsüber schon länger nicht mehr möglich, heisst es in der Mitteilung des Bundesamtes. Entsprechend müssen immer mehr Bauarbeiten auf den Nationalstrassen in Nachtarbeit ausgeführt werden. ASTRA halte einen Spurabbau ohne Stau auf den Hauptachsen wie A1 und A2 erst nach 23 Uhr für möglich. Wegen der tieferen Lärmgrenzwerte seien zudem nachts manche Arbeiten wie  lärmintensiver Abbruch nicht möglich.

    Das Bundesamt habe sich deshalb für die Entwicklung und den Bau der ASTRA Bridge entschieden. Im Faktenblatt zur der mobilen Brücke wird die Länge mit genau 236 Metern angegeben, die Breite mit 7,30 Metern und die Höhe mit 4,32 Metern. Darunter seien auf hundert Metern Arbeiten auf 5,20 Meter Breite und 3,10 Metern Höhe möglich.

    Die ASTRA Bridge ist mit einem Fahrwerk ausgerüstet. Hydraulisch um 10 Zentimeter angehoben kann sie in Längs- und Querrichtung fahren. Sind die Arbeiten unter der Brücke abgeschlossen, fährt sie ferngesteuert 100 Meter weiter für den nächsten Bauabschnitt, heisst es im Faktenblatt. Zum Zusammenbau der Brücke vor dem Einsatz sind zum Antransport 18 Tieflader und zum Aufbau vier Kräne notwendig.

    Die einzelnen Elemente für die ASTRA Bridge werden nach Angaben des Bundesamtes im Moment gebaut und dann zum Lagerplatz der Brücke in Rothrist TG  transportiert. Im Spätherbst soll die Brücke zum ersten Mal zusammengebaut und getestet werden. Fallen diese Tests zufriedenstellend aus, wird die ASTRA Bridge im Frühling 2022 als Pilotprojekt bei Belagssanierungen auf dem A1-Abschnitt zwischen Recherswil SO und Kriegstetten SO zum Einsatz kommen. Der ASTRA Bridge-Prototyp kostet laut der Medienmitteilung rund 20 Millionen Franken. Er könne nach Abschluss eines Bauprojekts und einer Wartungsphase bei einem nächsten Bauvorhaben wieder eingesetzt werden.

  • Baselbiet will Velohochbahn testen

    Baselbiet will Velohochbahn testen

    Der Kanton Basel-Landschaft will seine Infrastruktur für Velos ausbauen. Gemeinsam mit dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) startet er nun das Projekt einer Velohochbahn, schreibt er in einer Mitteilung. Dabei wird der Veloweg als eigener Bau neben vorhandenen Strassen geführt. Die Anlage wird aus Holz in Modulbauweise errichtet. Sie wird zudem mit Photovoltaikmodulen ausgestattet.

    Das ASTRA hat dafür eine Studie für die Linienführung im Raum Basel in Auftrag gegeben. Es will mit diesem Projekt prüfen, wie ein übergeordnetes Velobahnnetz entlang bestehender Autobahnen in die kantonalen Radroutennetze integriert werden kann.

    Der Baselbieter Regierungsrat will dem Landrat im vierten Quartal eine entsprechende Vorlage unterbreiten. Wenn das kantonale Parlament zustimmt, soll die Velohochbahn zwischen Mitte 2021 und Mitte 2022 errichtet werden. Sie soll vor der Eröffnung des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfestes 2022 in Pratteln in Betrieb genommen werden.

  • Neubau für ASTRA und BFE ist bezugsfertig

    Neubau für ASTRA und BFE ist bezugsfertig

    Rund 600 Mitarbeitende von ASTRA und BFE können den siebengeschossigen Neubau in Ittigen noch in diesem Monat beziehen. Das Verwaltungszentrum des Bundes auf dem UVEK-Campus beherbergt seit 2006 verschiedene Ämter des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK). Das neue Gebäude trägt dem seither gestiegenen Platzbedarf Rechnung und führt bisher verstreute Abteilungen zusammen.

    Laut einer Medienmitteilung setzt der nach dem Standard für Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) zertifizierte Holz-Beton-Hybridbau des Zürcher Architektenbüros Berrel Berrel Kräutler auf vor Ort vorhandene Potenziale. So wird etwa die Abwärme aus einem nahegelegenen Rechenzentrum für die Gebäudeheizung eingesetzt, Quellwasser für die Kühlung. Das von den Architekten ursprünglich „Fitzcarraldo“ getaufte Projekt nutzt zu 100 Prozent erneuerbare Energien und verursacht keine CO2-Emissionen.

    Auf dem UVEK-Campus können wir in diesem modernen Verwaltungsgebäude Abteilungen zusammenführen, die bisher an zwei Orten in Bern verteilt waren“, so ASTRA-Direktor Jürg Röthlisberger. „Das wird die Zusammenarbeit vereinfachen, den Teamspirit verbessern und es kann Prozesse beschleunigen.“

    Die Gemeinde Ittigen wolle auch in Zukunft alles daransetzen, dass sich der Bund dort zuhause fühle, betont Gemeindepräsident Marco Rupp. In Ittigen sei man stolz, Gastgeberin für einen Grossteil der UVEK-Ämter sein zu dürfen.