Schlagwort: Ateliers

  • Projekt Interim sucht Zwischennutzer in Chur

    Projekt Interim sucht Zwischennutzer in Chur

    Das Geschäftsmodell von Projekt Interim ist die Vermietung temporär leerstehender Räume zu günstigen Konditionen an Kulturschaffende und junge Unternehmen. Neu steht dabei ein Objekt in Chur zur Verfügung, informiert Projekt Interim in einer Mitteilung. Konkret werden Zwischennutzende für Büros, Ateliers, Lagerräume und eine Gemeinschaftsküche an der Loëstrasse 37 gesucht. Der Bahnhof Chur ist vom Objekt aus in fünf Minuten zu Fuss erreichbar. Die Räumlichkeiten können bis zum 15. Juli 2023 genutzt werden.

    „Wir von Projekt Interim sind glücklich, dass wir mit diesem schönen Projekt in Chur nun in der ganzen Schweiz die günstigsten Räume für innovative Menschen mit grossen Ideen zur Verfügung stellen können“, wird Corinne Walker in der Mitteilung zitiert. „Das Projekt an der Loëstrasse mit den wunderschönen und grossen Räumen mit Parkett ist ab sofort mein Liebling“, so die Projektverantwortliche. Interessierte können Walker per Mail erreichen.

    Am 7. Juli lädt Projekt Interim zudem zu einer öffentlichen Besichtigung des Gebäudes an der Loëstrasse 37 ein. Sie findet von 10 bis 14 Uhr statt. Weitere Informationen und Photos stellt Projekt Interim im Internet zur Verfügung.

  • Hardau I wird für 71 Millionen Franken neu gebaut

    Hardau I wird für 71 Millionen Franken neu gebaut

    Zwischen der Hardstrasse und den markanten Wohntürmen der Hardau II liegt die in die Jahre gekommene Wohnsiedlung Hardau I. Sie besteht seit 1964 und stammt aus der Feder des Architekten Eberhard Eidenbenz. Die heute 80 Wohnungen sind kleinräumig mit einem bescheidenen Ausbaustandard. Lärmschutz, Energieeffizienz und Barrierefreiheit lassen zu wünschen übrig. Da das Areal Ausnutzungspotenzial besitzt und dadurch mehr Familienwohnungen entstehen können, hat sich die Stadt Zürich für einen Ersatzbau entschieden.

    Das Amt für Hochbauten der Stadt Zürich hat 2018 mittels eines Architekturwettbewerbs das Siegerprojekt auserkoren: Graber Pulver Architekten AG haben die Jury mit ihrem Projekt «Laurel & Hardy» überzeugt. Vorgesehen sind zwei Baukörper von unterschiedlicher Form und Bauhöhe. Der sechs Stockwerke umfassende Hofbau grenzt sich klar vom Hardaupark ab. Entlang der Hardstrasse ergänzt ein siebengeschossiger Gebäuderiegel den bestehenden Blockrand. Die Wohnungen im Hofbau sind grösstenteils zu drei Seiten ausgerichtet.

    Geplant sind 122 überwiegend grossräumige Mietwohnungen für Bewohnende mit tiefen bis mittleren Einkommen. Einzelzimmer, Ateliers und Musikübungsräume können individuell angemietet werden. Entlang der Hardstrasse entstehen im Erdgeschoss zudem Flächen für Dienstleistungen sowie ein Personenmeldeamt. Ausserdem sind am Hardaupark ein Kindergarten, Ateliers und ein Jugendladen der Offenen Jugendarbeit Zürich (OJA) geplant. So soll gemeinsam mit den bestehenden Hardau-Hochhäusern, die mehrheitlich kleinere Wohnungen umfassen, ein gut durchmischtes, städtisches Wohnungsangebot entstehen.

    Bei Hardau I haben Energiekennwerte des Minergie-P-Standards im Sinne der 2000-Watt-Gesellschaft oberste Priorität: Dennoch wird nur der Bau an der lärmbelasteten Hardstrasse nach Minergie-P-Eco-Standard zertifiziert. Denn im ruhiger gelegenen Hofgebäude werden keine kontrollierten Lüftungen eingebaut. Das Mobilitätskonzept sieht ein autoarmes Quartier vor: Die Anzahl Parkplätze wird mit zukünftig 31 statt den früheren 249 deutlich reduziert. Energie wird direkt auf dem Grundstück durch eine vom Elektrizitätswerk der Stadt Zürich geplante und finanzierte Photovoltaik-Anlage erzeugt. Damit der auf den Dächern der Liegenschaft produzierte Strom vor Ort genutzt werden kann, bilden Mieterschaft und Bauträgerinnen eine Eigenverbrauchsgemeinschaft.

  • Alte Spinnerei in Turgi wird gewerblich-industrielles Zentrum

    Alte Spinnerei in Turgi wird gewerblich-industrielles Zentrum

    Die Limmatkraftwerke AG will mit der Vermietung von 7000 Quadratmetern Fläche für Büros, Ateliers, Produktion oder Lager im mittleren und westlichen Gebäudeteil aus der denkmalgeschützten alten Baumwollspinnerei im Zentrum von Turgi einen modernen Gewerbekomplex machen. Ab dem 1. April sind die Räumlichkeiten zu mieten. In einer Medienmitteilung der Eigentümerin Limmatkraftwerke AG, einer Tochter der Regionalwerke AG Baden, heisst es, die Mieter und Mieterinnen könnten die Räume nach ihren Bedürfnissen gestalten und ausbauen, soweit dies bauseits möglich ist.

    „Wir wünschen uns, dass in der Spinnerei Turgi ein lebendiger und inspirierender Mix aus verschiedenen Gewerbe- und Industriebereichen entsteht“, wird Verwaltungsratspräsident Martin Schoop zitiert, der selber in Turgi lebt. Den Charakter eines modernen Wirtschaftszentrums in Turgi will er durch Abtretung eines Teils der Einnahmen für die Förderung von Turgi fördern. Schoop: „Mit einem Teil des Mietzinses wird ein Fonds gespeist, der diesen Gemeinschaftssinn fördern soll.“

    Die Spinnerei, die 1826 erbaut wurde und bis 1858 der grösste Spinnereibetrieb der Schweiz war, liegt im Zentrum von Turgi und ist gut erschlossen. Es stehen laut der Mitteilung genügend Parkplätze zur Verfügung und die Spinnerei liegt in Gehdistanz zum Bahnhof Turgi.

    Bei der Neugestaltung wird auch auf Nachhaltigkeit geachtet. so sollen zwei Parkplätze mit Ladestationen für Elektrofahrzeuge ausgerüstet werden. Das Gebäude soll mit Fernwärme aus der KVA Turgi versorgt werden und zukünftig wieder Strom aus dem benachbarten Wasserkraftwerk der Limmatkraftwerke AG beziehen.

    Die Limmatkraftwerke AG sehen den Kauf als strategischen Entscheid. Schoop: „Wir betreiben gleich neben dem Spinnereigebäude eines unserer Kraftwerke. Dank dem Kauf der Spinnerei können wir den Betrieb dieses Kraftwerks auch längerfristig sicherstellen.“ Denn als Eigentümerin könne man die Nutzung des Gebäudes optimal auf den Kraftwerksbetrieb abstimmen.