Schlagwort: Attisholz-Areal

  • Pläne für das Attisholz-Areal werden ausgestellt  

    Pläne für das Attisholz-Areal werden ausgestellt  

    Für die Gestaltung des Attisholz-Areal in Riedholz ist ein Wettbewerbsverfahren für Landschaftsarchitekten durchgeführt worden. Laut Medienmitteilung der Halter AG sind aus den sechs eingereichten Projekten jene ausgesucht worden, die weiterverfolgt werden sollen. Der Schlieremer Baukonzern ist Grundeigentümerin des Areals. Die Projekte werden nun dem Publikum vorgestellt. Die Ausstellung öffnete am Donnerstag, 19. Mai, um 17 Uhr im Gebäude der Eindampfanlage. Die Ausstellung bleibt geöffnet bis zum 2. Juni.

    Der Regierungsrat des Kantons Solothurn hatte die Nutzungsplanung für das Attisholz-Areal in Riedholz im Dezember genehmigt. Auf der Projektseite von Halter heisst es zu dem Projekt, während 130 Jahren sei auf dem Areal industriell Zellulose produziert worden. Seit Ende 2016 arbeite die Halter AG mit der Standortgemeinde Riedholz und dem Kanton Solothurn daran, das Areal einer neuen Nutzung zuzuführen.

    An dem jetzt durchgeführten Wettbewerb nahmen sechs Teams unter der Leitung von Landschaftsarchitekturbüros teil. Im Programm wurde das Schaffen einer zukunftsfähigen und wandelbaren Grundlage für die Entwicklung eines Lebensraums für alle Nutzer als Kernaufgabe formuliert. Ziel war es, die grösstenteils öffentlichen Freiräume auf dem Arealteil Ost detailliert zu gestalten.

    Das Beurteilungsgremium bestand aus Expertinnen und Experten für Landschaftsarchitektur und Städtebau, Vertreterinnen und Vertretern der Gemeinde Riedholz, dem Amt für Raumplanung des Kantons Solothurn und der Grundeigentümerin Halter AG. Das Gremium hat einstimmig die Studie von DnD Landschaftsplanung ZT Wien und Freimüller-Söllinger Städtebau ZT Wien zur Weiterbearbeitung empfohlen.

  • Neuen Lebensraum schaffen

    Neuen Lebensraum schaffen

    Das Attisholz-Nord-Areal ist sehr gross und verfügt über wuchtige Industriebauten aus vergangen Zeiten. Während 130 Jahren wurde auf dem Attisholz-Areal industriell Cellulose produziert. In den kommenden 20 Jahren soll aus dem Gebiet ein lebendiger Ort für Wohnen, Arbeiten, Gewerbe, Bildung, Forschung, Leben, Erleben und Geniessen entstehen. «Es werden sich Angebote für sämtliche Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlichsten Bedürfnissen in
    allen Lebensphasen finden», sagt Andreas Campi von der Immobilienentwicklerin Halter AG. «Das Areal birgt ein riesiges Entwicklungspotenzial für die Realisierung eines neuen Lebensraums in einer intakten Landschaft mit vielfältigen Typologien, sanierten Fabrikgebäuden und Neubauten. Zudem ist die Stadt Solothurn mit ihrer hohen kulturellen Angebotsdichte in kurzer Distanz gelegen.»

    Die einstigen Fabrikhallen können als Event-Location genutzt werden.

    Baustart im Herbst 2023
    Gerade eben wurde die öffentliche Auflage der Nutzungsplanung abgeschlossen. Als nächster Planungsschritt werden Studienaufträge durchgeführt, welche die Grundlage für den nachfolgenden Gestaltungsplan sowie das Baubewilligungsverfahren bilden. Faktisch hatte die Pandemie keine Auswirkungen auf die Planung: «Da wir entsprechende Informationen digital und online zur Verfügung gestellt haben, konnte die Planauflage wie ursprünglich terminiert stattfinden. Video-Präsentationen haben eine umfassende Information möglich gemacht. Dies war auch dank der guten Zusammenarbeit mit der Gemeinde Riedholz möglich.» Geplanter Baustart für die erste Etappe ist nun im Herbst 2023.

  • Attisholz-Areal:  Eine der grössten Industriebrachen der Schweiz

    Attisholz-Areal: Eine der grössten Industriebrachen der Schweiz

    Die ehemalige Fabrik liegt am Aare­ufer, und die imposanten Hallen befinden sich direkt am Fluss. Heute gilt das Attisholz-Areal als eine der grössten Indust­riebrachen, respektive Entwicklungsgebiete, in der Schweiz. Mit seinen 110 Hektaren entspricht es einer Fläche von rund 150 Fussballfeldern.

    Die durch die Grösse und Wucht der Bauten beeindruckende Erscheinung der Industrieanlage soll bewahrt und in die Zukunft übertragen werden, denn sie zeuge von einer wichtigen, wenn auch vergangenen Epoche, ist auf der Projektseite der Halter AG zu lesen. Das Konzept Tabula rasa funktioniere hier nicht – die Mauern, Gassen und Plätze bergen zu viel an Geschichte und Erinnerungen, betonen die Projektinvolvierten. Deshalb werde das Areal im Laufe der kommenden Jahre langsam, aber stetig belebt.

    Und so sieht die Zukunft aus: Auf dem Areal sind bis 2045 1200 Wohnungen für 2400 Personen und 1500 Arbeitsplätze in Bereichen wie Dienstleistungen, Gewerbe und Gastronomie geplant. Dieses Areal sei einzigartig, und dank der Insellage habe man Freiheiten, die in einer Stadt unmöglich wären, wird Andreas Campi, Leiter Entwicklungen bei Halter, in der Neuen Zürcher Zeitung zitiert.

    Bevor tatsächlich mit dem Bau begonnen werden kann, muss die Nutzungsplanung bewilligt werden. Geplant ist, dass Halter im Kern des Areals bauen wird mit dem Ziel, dieses in den nächsten zwanzig bis dreissig Jahren sanft zu öffnen, aber stetig zu beleben und umzunutzen. Halter geht davon aus, dass ab 2024 die ersten Bewohner auf dem Attisholz-Areal ihre Wohnungen beziehen können.

    Die Entwicklung des Areals erfolgt in Etappen. Auf der gegenüberliegenden Flussseite, wo früher das Holzlager war, hat der Kanton diesen Sommer einen Uferpark eröffnet. Kostenpunkt: Rund sechs Millionen Franken. Der industrielle Teil wurde nicht abgerissen sondern in einen Spielplatz, einen begehbaren Teich sowie ein Partylokal im Untergrund der Halle umgewandelt, um nur einige Beispiele zu nennen. Eine Halle dient den Junioren des nahen Golfclubs als Trainingslokal, in einer anderen Halle lagern Requisiten des Theaters Biel Solothurn. Bis der Vorhang für die neue Stadt im Grünen fällt, stehen noch viele Entscheide an. ■