Schlagwort: Aufenthaltsort

  • Grüner Freiraum im Papierwerd-Areal Zürich

    Grüner Freiraum im Papierwerd-Areal Zürich

    Auf dem kleinen Platz zwischen dem Globusprovisorium und dem Mühlesteg ist ein vielseitig nutzbarer Freiraum entstanden. Dieser grüne Raum lädt mit verschiedenen Sitzelementen und einem Blick auf die Limmat zum Verweilen ein. Neue Bäume sorgen an sonnigen Tagen für Schatten und angenehme Aufenthaltsorte. Für diesen neuen Freiraum wurden bestehende Parkplätze auf dem Vorplatz des Globusprovisoriums aufgehoben, der Boden entsiegelt und ein innovatives Grünkonzept etabliert. Provisorisch platzierte Bäume in sogenannten «Airpots» spenden bereits heute Schatten und Kühlung und können später auch wieder verpflanzt werden, was das neue Grün doppelt sinnvoll macht.

    Entwicklungsrichtung und weitere Massnahmen
    Dieser Meilenstein ist Teil der vom Stadtrat verabschiedeten Entwicklungsrichtung für das Papierwerd-Areal (STRB Nr. 2722/2023). Die Entwicklungsrichtung basiert auf dem Strategieprozess und Dialogverfahren «Forum Papierwerd». Der Wunsch nach einem Freiraum wurde dabei in den elf zentralen Aussagen für das Papierwerd-Areal festgehalten.

    Für 2025 sind weitere Sofortmassnahmen vorgesehen. Parallel dazu werden im Rahmen der angelaufenen Vertiefungsphase die baulichen Abklärungen zum Globusprovisorium weiter vorangetrieben, der Umgang mit der Schutzwürdigkeit und dem Gewässerschutz diskutiert sowie ein grobes Nutzungs- und Betriebskonzept erarbeitet.

    Integration in den Masterplan HB/Central
    Die Entwicklung des Papierwerd-Areals erfolgt in enger Abstimmung mit dem übergeordneten «Masterplan HB/Central» und fliesst in diesen mit ein. Übereinstimmende Erkenntnisse beider Planungen, wie die Vergrösserung des Freiraums, die Verbesserung der Aufenthaltsqualität, der Zugang zur Limmat und die Hitzeminderung, werden weiterverfolgt. Mit dem Masterplan entwickelt die Stadt Zürich ein Zukunftsbild für den Raum HB/Central mit einem Zeithorizont bis 2050 für verkehrliche und stadträumliche Planungen in diesem Gebiet. Interessierte sind eingeladen, das Papierwerd-Areal persönlich zu besuchen und die Qualitäten des neu entstandenen Aufenthaltsortes im Herzen der Stadt zu entdecken. Weitere Informationen zur Geschichte und Entwicklung des Areals finden Sie vor Ort oder auf der städtischen Projektwebseite.

  • Neuer Re-Use-Pavillon am FHNW Campus Muttenz

    Neuer Re-Use-Pavillon am FHNW Campus Muttenz

    Ganz im Sinne des Jahresthemas «Constructive Futures – Beyond Concrete» haben sich die Studierenden des dritten Jahreskurses des Bachelor-Studiengangs Architektur unter der Leitung der Professorinnen Ursula Hürzeler und Shadi Rahbaran mit der Wiederverwendung von Bauteilen auseinandergesetzt. Ausganslage dafür war die geschosshohe Holzrampe, welche als urbane Intervention im Zuge der Ausstellung «Access for All – Architektonische Infrastrukturbauten São Paulo» 2021 an der Frontfassade des Schweizerischen Architekturmuseums S AM angebracht war. Diese Rampe wurde nach Ende der Ausstellung wieder abgebaut, und die Bauteile sollten nun einem neuen Verwendungszweck zugeführt werden.

    Architekturwettbewerb für Studierende
    Hierfür wurde im Herbstsemester 2021 ein Architekturwettbewerb unter den Studierenden veranstaltet. Die Aufgabe bestand darin, einen vor Wind und Sonne geschützten Aufenthaltsort im Park zu entwerfen, zur Nutzung und freien Bespielung für Hochschule und Quartier. Das aus dem Wettbewerb hervorgegangene Gewinnerprojekt «Silvestris» wurde zur Weiterentwicklung und Umsetzung ausgewählt. In der Folge haben die Studierenden die Entwurfsidee gemeinsam weiterentwickelt und im Frühlingssemester 2022 die Details innerhalb eines fachübergreifenden Wahlpflichtfachkurs weiter vertieft. Parallel dazu erfolgte der strukturelle Entwurf, die statische Dimensionierung, die Entwicklung der Knotenanschlüsse sowie die Ausführungsplanung durch das Institut Bauingenieurwesen unter der Leitung von Prof. Dr. Simon Zweidler, Leiter des Baulabors. Dabei kam vom Konstruieren bis zur Fertigung aller Stahlknoten zukunftsweisend die digitale Fabrikation zum Einsatz: Nach der vollständigen 3D-Modellierung sind die für die Abkantung benötigten Flächen per Software berechnet worden und die abgewickelte Fläche wurde per Laser aus dem Vollblech geschnitten; die nachgelagerte dreidimensionale Abkantung erfolgte ebenfalls vollautomatisch.

    Statische Herausforderungen
    Im Verlauf dieser detaillierten Planung galt es verschiedene konstruktive und statische Herausforderungen zu meistern. Auch zeigten sich die Grenzen der Wiederverwendbarkeit von Bauteilen; in diesem konkreten Fall hatte das Altholz nicht die notwendige Festigkeit, welche für die neue Arena und die geplante intensive Nutzung und Dauer erforderlich war. Dies führte zum Entscheid, die statisch relevanten Bauteile mit dafür vorgesehenem Konstruktionsholz mit entsprechender Festigkeit auszuführen und das Altholz teilweise für sekundäre Bauteile zu verwenden. Daraus resultierte ein wertvoller Lernprozess in Hinblick auf die Komplexität und Herausforderungen der Wiederverwendung von Bauteilen. Die ursprüngliche Struktur der Rampe widerspiegelt sich jedoch nach wie vor in den Abmessungen der Elemente und der Gestalt der neuen Arena.
    Die so geschaffene Arena soll diverse Nutzungsmöglichkeiten bieten. Durch das Dach aus leichtem Gewebe entsteht ein schattiger Aufenthaltsort, welcher nicht nur der Lehre und dem Unterricht der Hochschule dienen kann, sondern auch Platz für Darbietungen gibt und auch die Anwohnenden im Quartier zur Nutzung und Mitgestaltung einlädt. Das Siegerprojekt sowie alle anderen durch die Studierenden entwickelten Projektvorschläge sind zudem in einer Ausstellung im Windfang des Campusgebäudes öffentlich ausgestellt.