Der Bundesrat gleist den nächsten Ausbau von Bahn, Strasse und Agglomerationsverkehr auf. Er hat das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) beauftragt, bis Ende Juni 2026 eine Vernehmlassungsvorlage für einen ersten Ausbauschritt 2027 zu erarbeiten, informiert der Bundesrat in einer Mitteilung. Das UVEK wird sich dabei auf ein vom Bundesrat in Auftrag gegebenes Gutachten der ETH stützen. In diesem legt die Hochschule dar, welche Projekte in den kommenden 20 Jahren aus fachlicher Sicht vordringlich zu verwirklichen sind.
Bereits bis Ende Januar 2026 soll das UVEK zudem auf Grundlage des Gutachtens einen Vorschlag erarbeiten, welche Projekte für die Verkehrsinfrastruktur bis 2045 umgesetzt werden sollten. Im Bahnbereich müssen dabei zusätzliche Einnahmen generiert werden. Beim Ausbau der Strasse sowie im Programm Agglomerationsverkehr wird der bestehende finanzielle Rahmen beibehalten.
„Mit der Priorisierung durch die ETH Zürich und der anschliessenden politischen Entscheidung durch den Bundesrat soll eine geordnete, finanzierbare und gesamtheitlich abgestimmte Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur bis 2045 sichergestellt werden“, heisst es in der Mitteilung. Der Bundesrat hält bei der Festlegung der Ausbauschritte an einem gestaffelten Ausbau fest. Der Vernehmlassungsvorschlag für den ersten Ausbauschritt 2027 soll alle geplanten Massnahmen für Bahn, Strasse und Agglomerationsverkehr bündeln. Zeitgleich mit seiner Vorstellung will der Bundesrat einen Ausblick auf die weiteren Ausbauschritte 2031 und 2035 geben.
Im Rahmen seiner Local-for-Local-Strategie baut Sika seine Präsenz in China, Brasilien und Marokko aus. In China hat das das weltweit aktive Unternehmen der Spezialitätenchemie für Bau und Industrie seinen bestehenden Standort in der Metropolregion Suzhou ausgebaut, informiert Sika in einer entsprechenden Mitteilung. Hier werden Klebe- und Dichtungslösungen aus Polyurethan für den Automobil-, Bau- und Industriesektor hergestellt.
In Brasilien hat Sika seinen Standort in der Nähe von Belo Horizonte erweitert. In dieser laut Mitteilung strategisch wichtigen Industrieregion des Landes stellt Sika Zusatzmittel für Fertigbeton, Zement und Bergbau her. In der Nähe von Agadir hat das Unternehmen ein neues Werk für Mörtel und Zusatzmittel gebaut. Von hier aus will Sika den Süden von Marokko und angrenzende Märkte beliefern.
«Diese Standortinvestitionen spiegeln das Vertrauen unserer Kunden in uns und unser langfristiges Engagement in unseren Märkten wider», wird Sika-CEO Thomas Hasler in der Mitteilung zitiert. «Durch den Ausbau unserer lokalen Produktionskapazitäten verbessern wir nicht nur die Flexibilität, sondern schaffen auch eine resiliente, nachhaltige Grundlage für unser weiteres Wachstum an der Seite unserer langjährigen Kunden und Partner.» Sika rechnet damit, dass die Baubranche in den drei Ländern bis 2028 ein jährliches Wachstum von über 4 Prozent vorlegen wird.
Die Kraftwerke Mattmark AG haben laut einer Mitteilung die Machbarkeit der Erhöhung ihres Staudamms um 3 und 10 Meter prüfen lassen. Gemäss einer Vorstudie kann eine Erhöhung um 10 Meter die gesamte bisherige Stromproduktion von 60 Gigawattstunden in den Winter verlagern. Das Stauvolumen des Sees steigt dabei um 18 Prozent. Es braucht keine neuen Wasserfassungen oder Zuleitungen. Die Investitionen betragen 83 Millionen Franken. Die Arbeiten würden vier Jahre in Anspruch nehmen.
Mitaktionär Axpo aus Baden hat die Vorstudie im Auftrag des Betreiberunternehmens erarbeitet. Nun erarbeitet Axpo auch das technische Vorprojekt und den Umweltverträglichkeitsbericht. Parallel dazu sollen Vertreter von Anspruchsgruppen aus der Bevölkerung, dem Umweltschutz und dem Tourismus in Begleitgruppen einbezogen werden.
An der Kraftwerke Mattmark AG sind ausser Axpo mit 38,88 Prozent auch die Axpo-Tochter CKW mit 27,78 Prozent, die BKW und die Stadt Sitten mit je 11,11 Prozent sowie die ewl und die Stadt Siders mit je 5,56 Prozent beteiligt. Der vollständige Betrieb des ab 1958 errichteten Kraftwerks im Saastal wurde 1969 aufgenommen.
Derzeit werden rund 33 Gigawattstunden Strom im Winterhalbjahr und 28 Gigawattstunden im Sommerhalbjahr erzeugt.
Die AEW Energie AG erschliesst ihr Wärmeverbundnetz in Kaiseraugst für neue Kundschaft. Dazu wird sie laut einer Mitteilung am 4. November mit den Bauarbeiten für zwei Nebenstränge des Projekts «Ast Dorf» beginnen.
Diese beiden Nebenstränge befinden sich im Bereich Lindenweg 11 und 13 sowie zwischen der Dorfstrasse, bei der Liegenschaft Nr. 36 und dem Heidemurweg. Die Arbeiten hierfür werden einer Mitteilung zufolge voraussichtlich bis Weihnachten abgeschlossen sein.
Mit den Arbeiten am Hauptstrang der Fernwärme und den anderen Gewerken entlang der Dorfstrasse und dem Lindenweg wird im Januar 2025 begonnen. Abzüglich des Kostenbeitrags der Gemeinde investiert AEW insgesamt rund 3,2 Millionen in die Erweiterung des Wärmeverbunds Kaiseraugst.
Das Wärmeverbundnetz Kaiseraugst ist seit Oktober 2021 in Betrieb. Es ist eines der grösseren des Kantons Aargau. 2023 wurde im Industriegebiet, im Südosten und mit dem Ast zum Altersheim Rinau weitere Kundschaft erschlossen. Aktuell versorgt das Grossprojekt, dessen Erstellung über vier Jahre dauerte, über 1500 Haushalte und zahlreiche Industrie- und Gewerbekunden mit Wärme aus mindestens 80 Prozent erneuerbar erzeugter Energie.
Mobimo hat mit Vertreterinnen und Vertretern von Behörden und seinen Projektpartnern laut einer Mitteilung den Grundstein für die beiden Gebäude Hof- und Hallenhaus im Aarauer Aeschbachquartier gelegt. Als Teil des Gesamtentwicklungsgebiets Torfeld Süd wird damit die nächste Ausbauetappe des 2019 neu belebten Stadtviertels realisiert.
Nach den Plänen von Baumberger Stegmeier Architekten aus Zürich entstehen dort 126 Mietwohnungen mit 1,5 bis 5,5 Zimmern. Das Hofhaus wird als Holzbau mit Gartenhof in zukunftsorientierter, ökologischer Bauweise umgesetzt. Das Hallenhaus steche in Sachen Nachhaltigkeit und grauer Energie positiv hervor, weil so viel Fassadenbestand der früheren Halle 5 wie möglich übernommen werde, so Mobimo. Sie dient als Erdgeschoss für die Aufstockung des historischen Gebäudes.
Die Fertigstellung ist für den Herbst 2026 vorgesehen, der Bezug für das 2. Quartal 2026. Die Vermarktung beginnt im dritten Quartal 2025. Insgesamt wird das Aeschbachquartier dann über rund 260 Miet- und Eigentumswohnungen verfügen. Zudem bietet es auf rund 4600 Quadratmetern Geschäftsfläche Raum für 1400 dort arbeitende Personen.
In einem strategischen Vorstoss zur Dekarbonisierung der Energieversorgung identifiziert die Stadt Zürich Schlüsselquartiere, in denen die herkömmliche Wärmeversorgung durch nachhaltige Alternativen ersetzt werden soll. Trotz der Herausforderung, dass lokal verfügbare, erneuerbare Energiequellen wie Wärmepumpen nicht ausreichen, um den Bedarf zu decken, zeigt eine umfassende Studie Lösungswege auf.
Konzept für dicht bebaute Stadtgebiete Insbesondere die Quartiere Hard, Wiedikon und Sihlfeld-Werd stehen im Fokus der Energieplanung. Diese Gebiete, die etwa sieben Prozent der Siedlungsfläche der Stadt umfassen, erfordern aufgrund ihrer dichten Blockrandbebauung eine innovative Herangehensweise. Das entwickelte Versorgungskonzept sieht den Aufbau thermischer Netze vor, die bis 2040 etwa ein Viertel der städtischen Neuinstallationen ausmachen werden.
Neue Heizkraftwerke nötig Für die Deckung des ermittelten Wärmebedarfs von 282 GWh/Jahr sind leistungsfähige Heizwerke erforderlich, vergleichbar mit der Kapazität der bestehenden Kehrichtverwertungsanlage Hagenholz. Zusätzliche Heizkessel werden zur Abdeckung der Spitzenlast eingesetzt, die insbesondere an extrem kalten Tagen erforderlich ist.
Modularer Ausbau und innovative Wärmequellen Das Konzept beinhaltet die Nutzung diversifizierter Energiequellen wie Abwasserwärme, Flusswasser, Holzbiomasse und Abwärme von Rechenzentren, die ausserhalb des Versorgungsgebietes gewonnen und durch ein neu zu errichtendes Hauptnetz in die Quartiere geleitet werden. Die Implementierung erfolgt in modularen Schritten, wobei unabhängige Verteilzentralen zeitnah realisiert werden, um eine rasche Anbindung der Endverbraucher zu gewährleisten.
Die Planung und Umsetzung dieses zukunftsweisenden Projekts ist nun gefordert, um frühzeitig in den 2030er Jahren die ersten Liegenschaften ans Netz zu bringen. Der Ersatz von derzeit 1’500 fossilen Heizungen in diesen Gebieten leistet einen entscheidenden Beitrag zur Erreichung der Klimaziele Zürichs.
In einem dicht bebauten Stadtteil wie dem Kreis 2 erreicht der Rettungsdienst gegenwärtig nur in etwa 60% der Fälle den Einsatzort innerhalb der kritischen Zehn-Minuten-Marke. Die geplante Erweiterung und Neugestaltung der Wache Süd für Feuerwehr und Sanität adressiert diese Problematik mit einem umfassenden Ansatz, der darauf abzielt, die Einsatzzeiten zu verkürzen und die Effizienz der Dienste zu steigern. Zugleich soll durch das Projekt eine städtebauliche Aufwertung des Areals erreicht werden, was im Einklang mit der Neugestaltung des urbanen Raums durch den Rückbau der Weststrasse und den Neubau des «Hohen Haus West» steht.
Das Gewinnerprojekt aus dem Architekturwettbewerb, «FUCHS», schafft eine nahtlose Integration in die bestehende Struktur der Brandwache. Die Erweiterung fügt sich sowohl in Höhe als auch in der Fluchtlinie harmonisch an das bestehende Gebäude an und vollendet den Blockrand stimmig. Besonders hervorzuheben sind die hofseitigen Anbauten mit Sheddächern und Photovoltaik sowie ein Rücksprung ab dem zweiten Obergeschoss, die dem Neubau eine markante Eigenständigkeit verleihen. Diese architektonischen Merkmale ermöglichen es, den Spagat zwischen der Bewahrung des historischen Erbes und der Erfüllung modernster Betriebsanforderungen zu meistern.
Das Projekt «FUCHS» überzeugt nicht nur durch seine ästhetische und funktionale Integration in die bestehende Bausubstanz, sondern setzt auch ökologisch neue Akzente. Dank der umweltgerechten Energieversorgung, die zu 100 Prozent auf erneuerbaren Energien basiert, sowie der grosszügig dimensionierten Photovoltaik-Anlage auf den Sheddächern, wird ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Darüber hinaus optimiert das Design die Betriebsabläufe von Schutz & Rettung Zürich und schafft eine zusammenhängende Einheit von hoher räumlicher Qualität.
Das Projekt illustriert eindrucksvoll, wie durch kreative und innovative Lösungsansätze die Herausforderungen der modernen Notfallversorgung in einem historischen Kontext gemeistert werden können. Die sorgfältige Abwägung zwischen den Bedürfnissen des Rettungsdienstes und den Anforderungen des Denkmalschutzes mündet in einem Vorhaben, das sowohl funktional als auch ästhetisch neue Wege beschreitet. Das Ergebnis ist eine zukunftsfähige Infrastruktur, die den Anforderungen an moderne Notfalldienste gerecht wird und zugleich einen wertvollen Beitrag zur städtischen Qualität an dem Ort leistet.
Die Schweiz steht vor einer entscheidenden Weiche in ihrer Energiepolitik. Mit dem sogenannten «Mantelerlass» haben Regierung und Parlament die Weichen für eine verstärkte Nutzung von Solar-, Wind- und Wasserkraft gestellt. Ein entscheidender Schritt hierfür ist das «Stromgesetz», über das die Bevölkerung am 9. Juni 2024 abstimmen wird. Eine repräsentative Umfrage, durchgeführt von einem Marktforschungsinstitut, offenbart, dass eine überwältigende Mehrheit von 78 % der Bevölkerung den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen möchte.
Patrick Drack, Geschäftsführer von STIEBEL ELTRON Schweiz, unterstreicht die Bedeutung dieses Gesetzes für die Energiezukunft des Landes: «Das Stromgesetz ist ein fundamentaler Baustein für die Reduktion der Treibhausgasemissionen auf netto null bis 2050 und zielt darauf ab, unsere Energieversorgung nachhaltiger und sicherer zu gestalten.» Besonders die Vermeidung einer Energieknappheit im Winter steht im Fokus der politischen Bemühungen.
Die Umfrageergebnisse verdeutlichen zudem, dass die Schweizer Bevölkerung eine ausgewogene Berücksichtigung von Natur- und Landschaftsschutz neben der Stromproduktion fordert. Während 42 % gegen einen Vorrang der Stromproduktion vor dem Umweltschutz sind, befürworten 58 % eine solche Priorisierung, sofern sie sorgfältig abgewogen wird.
Parallel zur Energiewende wird ein Anstieg des Strombedarfs erwartet, insbesondere für das Heizen und Kühlen von Gebäuden. Hier bietet die Wärmepumpentechnologie eine effiziente Lösung, indem sie überwiegend Umweltenergie nutzt. Obwohl bereits ein hoher Anteil neuer Bauten auf Wärmepumpen setzt, basiert die Heizversorgung von über der Hälfte aller Wohngebäude immer noch auf fossilen Brennstoffen. Umweltfreundliche Alternativen werden durch umfangreiche Förderprogramme unterstützt, um den finanziellen Übergang zu erleichtern.
Die Ergebnisse des «Energie-Trendmonitor 2024» zeigen weiterhin eine starke Zustimmung von 84% der Bevölkerung für finanzielle Unterstützung bedürftiger Haushalte bei der Umrüstung auf umweltfreundliche Heizsysteme. Ebenso befürworten 79 % gezielte Massnahmen zur Senkung der Strompreise für klimafreundliche Heizungen, wie den Wärmepumpentarif.
Der Nationalrat hat am 26. September den Weg freigemacht für eine Einigung mit dem Ständerat über das Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien. Der sogenannte Energie-Mantelerlass setzt verbindliche Zielwerte für den Ausbau der erneuerbaren Energien und verlängert bisher befristete Förderinstrumente. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Sicherung der Stromversorgung nach dem Ausstieg aus der Kernkraft und namentlich auf der Stromversorgung im Winter.
Zuletzt hatte Kurt Egger (GP/TG) den Weg zur Einigung freigemacht. Er zog laut dem Wortprotokoll des Nationalrats einen Antrag der Minderheit zurück, der den Bau von Photovoltaikanlagen auf neuen Parkplätzen ab einer Grösse von 500 Quadratmetern ab 2030 vorgeschrieben hätte. Egger bedauerte auch, dass das neue Gesetz eine Solarpflicht bei Neubauten erst ab einer Grundfläche von 300 Quadratmetern vorschreibt.
Zuvor war der Ständerat der grossen Kammer entgegengekommen. So darf weniger Restwasser bei Wasserkraftwerken nur bei einer drohenden Strommangellage zugelassen werden. Die kleine Kammer stimmte auch der vom Nationalrat vorgeschlagenen Einführung eines Marktes für Massnahmen zur Energieeffizienz zu.
Bundesrat Albert Rösti dankte beiden Kammern für ihre Kompromissfähigkeit. Er hoffe, dass das Parlament damit eine „mittlere Zufriedenheit“ auf alle Seiten erreicht habe. Das Gesetz werde dazu führen, dass die Schweiz in den nächsten fünf bis zehn Jahren 3 bis 5 Terawattstunden mehr Winterstrom erzeuge. „Dann sind wir wieder auf der sicheren Seite“, so Rösti. Dazu brauche es aber neue Wasserkraftprojekte, namentlich Grimsel, Trift und Gorner, sowie alpine Solaranlagen.
Das neue Bundesgesetz soll auf den 1. Januar 2025 in Kraft treten. Die politische Debatte geht aber weiter. So verwies Kurt Egger darauf, dass die Grünen ihre Solar-Initiative für die Solarpflicht auf Dächern und an Fassaden von Neubauten lancieren würden.
Renato Piffaretti übernimmt am 1. Oktober sein Amt als einer von künftig zwei CEOs bei CSL Immobilien aus Zürich. Laut einer Medienmitteilung liegen seine Schwerpunkte in der Produktentwicklung und Produktvermarktung. Er war zuletzt als Head of Real Estate Switzerland bei der Swiss Life Asset Management AG tätig.
Das Unternehmen um Verwaltungsratspräsident Markus Schawalder hat sich für die Nachfolge des Ende September ausscheidenden Yonas Mulugeta für eine Co-CEO-Struktur entschieden. So sollen sich die Kompetenzen von Piffaretti mit denen von Thomas Walter ergänzen. Dieser wird seinen Posten als Co-CEO spätestens zum 1. März 2024 antreten und dann für die Bereiche Wirtschaft und Digitalisierung verantwortlich sein.
„Die Ernennung von Renato Piffaretti und Thomas Walter ist der richtige Schritt zur Stärkung und zum Ausbau der Dienstleistungen der CSL“, wird Schawalder in der Mitteilung zitiert. „Sie werden die Zukunft der CSL Immobilien erfolgreich gestalten, basierend auf den Grundpfeilern Innovation, Qualität und Verantwortung.“
Die Ortsbürgergemeinde Spreitenbach hat den Auftrag für den Einbau des zweiten Kessels der Holzschnitzelheizung Neumatt vergeben. Laut Medienmitteilung sind die Arbeiten erfolgreich gestartet. Dabei werden künftig weitere Fernwärmeleitungen für den Anschluss der privaten Liegenschaften verlegt, was zu Strassenaufbrüchen führt und zu teilweisen Verkehrsbehinderungen führen kann, heisst es in der Mitteilung. Dem Zusatzkredit von 3 Millionen Franken für die Realisierung der zweiten Ofenlinie hatte die Ortsbürgergemeindeversammlung am 22. November 2022 zugestimmt.
Die erste Stufe des Wärmeverbunds Neumatt war von der Amstutz Holzenergie AG als Gesamtplaner und Bauleiter realisiert worden. Die neue Heizzentrale in Spreitenbach liegt zentral auf dem Gemeindewerkhof neben dem Einkaufszentrum Shoppi Tivoli. Der längliche Ständerbau bietet Platz für zwei Holzschnitzelkessel mit 550 und 1600 Kilowatt Leistung, heisst es dazu in einer Mitteilung des Unternehmens aus Emmen LU. Der grosse Technikraum enthält zwei Pufferspeicher mit einem Gesamtvolumen von 57 Kubikmetern, die kurzfristige Spitzenlasten abdecken und einen kontinuierlichen Betrieb der Feuerungsanlage ermöglichen.
Das Fernleitungsnetz war in der ersten Ausbaustufe 380 Meter lang. Die Holzschnitzelheizung liefert seit Anfang Oktober 2022 Wärme und beheizt die bereits angeschlossenen Gebäude in der Umgebung, wie den Werkhof selber sowie das Altersheim Im Brühl und das neue Spreitenbacher Gemeindehaus.
Für die Heizung werden nach Angaben von Amstutz Holzenergie jährlich 1800 Kubikmeter Holzschnitzel aus dem lokalen Wald benötigt. Nach dem kompletten Endausbau steigt der Jahresbedarf auf 5400 Kubikmeter Holzschnitzel. Auch diese Menge soll ebenfalls mit Holz aus den lokalen Wäldern abgedeckt werden.
Als IT- und Digitalisierungspartnerin für Schweizer Banken und Versicherungen adressiert Inventx den stetig wachsenden Kundenbedarf an Security-Kompetenz mit einem umfassenden Lösungsportfolio. Das Unternehmen berät Kunden in den Bereichen Information Security, Cyber-Crime, Cyber-Risiken, sichere Enterprise-Architekturen und Zonenkonzepte sowie zukunftsgerechtes Risikomanagement. Dank ihrem unabhängigen Cyber Resilience Center mit bestausgebildeten Analysten bleibt diese rund um die Uhr am Puls der aktuellen Cyber-Crime-Trends.
Reto Zeidler stösst zu Inventx vom Prozess- und Digitalisierungsberater Pragmatica, wo er als Head of Information and Cyber Security die Beratungskompetenz des Unternehmens in diesen Bereichen verantwortete und als Principal Consultant Security-Projekte leitete. Davor war Reto Zeidler Chief Managed Services Officer und Mitglied der Geschäftsleitung beim IT-Sicherheitsdienstleister ISPIN. Weitere Stationen seiner Laufbahn waren unter anderem Associate Partner / Executive Advisor für IBM Security und Head of Cloud Security Services bei Swisscom.
Als aktives Mitglied der Cyber Security Community engagiert er sich in der Information Security Society Switzerland (ISSS) und in der Cloud Security Alliance. Er ist zudem Dozent und Experte für Informationssicherheit an der Hochschule Luzern.
Bei Inventx verantwortet Reto Zeidler den gesamten Cyber Security Cluster, stellt die Leistungserbringung nachhaltig und in hoher Qualität sicher und richtet diese strategisch auf Kundenbedürfnisse aus. Er entwickelt den Bereich laufend weiter und baut ihn personell und technologisch aus.
Fabio Cortesi, CTO und Mitglied der Geschäftsleitung der Inventx AG, begrüsst den neuen Head of Cyber Security: «Wir freuen uns, einen erfahrenen und hochkompetenten Security-Experten gewonnen zu haben. Reto verknüpft Fach- und Führungskompetenz auf höchstem Niveau, immer mit klarem Blick auf aktuelle und künftige Kundenbedürfnisse.»
Reto Zeidler zu seiner neuen Rolle: «Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit meinem Team den Cyber Security Cluster für unsere Kunden noch weiter nach vorne zu bringen. Wir können auf einer hervorragenden Basis aufbauen. Nun wollen wir den nächsten Entwicklungsschritt machen.»
Im Auftrag des Bundes plant die SBB eine neue Doppelspur durch den Brüttenertunnel, den Ausbau der Bahnhöfe Dietlikon, Bassersdorf, Wallisellen und Winterthur Töss sowie weitere bauliche Massnahmen an der Bahninfrastruktur zwischen Zürich und Winterthur. Die geplanten Infrastrukturausbauten des Grossprojektes MehrSpur Zürich–Winterthur beseitigen den heutigen Engpass im Bahnnetz. Dank der zweiten Doppelspur durch den Brüttenertunnel fahren zukünftig zwischen Zürich und Winterthur zwei Fernverkehrslinien im Viertelstundentakt. Im Zürcher S-Bahnnetz wird der Viertelstundentakt zum Grundtakt.
Das Projekt liegt vom 30. Mai bis 28. Juni 2023 in den betroffenen Gemeinden öffentlich auf. Die Unterlagen sind während den offiziellen Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltungen einsehbar. Während der öffentlichen Auflage sind zu bestimmten Zeiten SBB-Projektverantwortliche vor Ort und beantworten Fragen von Anwohnerinnen und Anwohnern im Projektperimeter. Informationen und Anmeldung zum Event auf der SBB-Webseite «MehrSpur Zürich-Winterthur».
Ausbau ermöglicht 30 Prozent mehr Kapazität Der Ausbau der Bahnstrecke Zürich–Winterthur umfasst folgende Vorhaben:
Rund neun Kilometer langer Brüttenertunnel zwischen Dietlikon / Bassersdorf und Winterthur
Ausbau der vier Bahnhöfe Dietlikon, Bassersdorf, Wallisellen, Winterthur Töss
Bau von zwei Brücken und zwei kurzen Tunneln. Mit diesen Bauwerken werden die neuen Gleise ans bestehende Bahnnetz angeschlossen und der Verkehr wird entflochten: Züge können sich kreuzen, ohne den Gegenverkehr zu behindern.
Im Projekt werden auch Vorhaben des Kantons Zürich (Veloverbindungen), von Städten und Gemeinden sowie Investitionen des Bundes zum Unterhalt der Bahninfrastruktur geplant und realisiert.
Mit dem Grossprojekt MehrSpur Zürich–Winterthur wird die Bahnkapazität zwischen Zürich und Winterthur um 30 Prozent ausgebaut: Pro Tag können 900 Züge rund 156 000 Reisende befördern. Damit wird Reisen schneller, einfacher und komfortabler.
Rund zehn Jahre Bauzeit Bei einem Projektverlauf ohne Beschwerdeverfahren ist ein Baustart aus heutiger Sicht ab Mitte der 2020er-Jahre und eine Inbetriebnahme des Angebotes ab Mitte der 2030er-Jahre möglich. Ein definitives Bauprogramm kann die SBB erstellen, sobald vom Bund die rechtskräftige Baubewilligung vorliegt und die Bauarbeiten vergeben sind.
Grösstes Projekt im Ausbauschritt 2035 des Bundes Die Kosten für die geplanten Ausbauten zwischen Zürich–Winterthur betragen rund 2,9 Milliarden Franken. Damit ist MehrSpur Zürich–Winterthur das grösste Projekt im Ausbauschritt 2035 des Bundes. Die Finanzierung läuft über den Bahninfrastrukturfond des Bundes, der sich unter anderem aus Beiträgen von Bund und Kantonen speist.
Im Bahnknoten Bern kommt es immer wieder zu Engpässen, welche Auswirkungen auf den gesamten Fernverkehr der Schweiz haben. Mit dem Ausbauschritt 2025 (AS25) des Bundes werden solche Engpässe behoben, und der Bahnbetrieb in der Schweiz wird weiter optimiert: So gibt es stabilere und mehr Verbindungen zwischen Bern und Zürich, einen Halbstundentakt nach Luzern und Neuenburg sowie mehr Züge auf der Strecke Bern–Thun. Zwischen Bern und Münsingen soll künftig jede Viertelstunde eine S-Bahn fahren und auch zwischen Bern und Burgdorf gibt es mehr Verbindungen.
Verschiedene Projekte geplant Für das AS25-Gesamtprojekt «Leistungssteigerung Bern West» sind fünf Teilprojekte vorgesehen: • die Entflechtung Holligen mit dem 1.7 km langen neuen Holligentunnel • die Abstellanlage Aebimatt • der Westkopf Bahnhof Bern • die Haltestelle Europaplatz Nord • die Passerelle Steigerhubel für den Fuss- und Veloverkehr
Die neue Haltestelle Europaplatz Nord beinhaltet auch eine neue Personenunterführung der Stadt Bern. Für den Westkopf Bahnhof Bern wird später ein separates Plangenehmigungsverfahren beim Bundesamt für Verkehr (BAV) nachgereicht.
Bauarbeiten dauern zwölf Jahre Der Baubeginn ist im Frühjahr 2025 geplant. Der neue Bahnhof mit Projektnamen Europaplatz Nord geht 2028 in Betrieb und wird damit die bestehende, wenige hundert Meter westlich gelegene Haltestelle Stöckacker ersetzen. Reisende fahren voraussichtlich erstmals 2034 durch den Holligentunnel. Bis zur Fertigstellung des Gesamtprojektes dauert es nach heutigem Stand bis 2036.
Im Februar 2023 hat die SBB das Dossier zum Plangenehmigungsverfahren beim Bundesamt für Verkehr eingereicht. Die öffentliche Auflage wird vom 15. Mai 2023 bis 13. Juni 2023 in Bern stattfinden.
Die geschätzten Kosten für die «Leistungssteigerung Bern West» belaufen sich nach heutigem Stand auf rund 750 Millionen Franken (+/- 10%). Das Projekt wird über den Ausbauschritt 2025 (AS25) des Bundes finanziert.
Inforaum öffnet seine Türen Damit sich Anwohnende und Interessierte umfassend über das Projekt informieren können, wird während der Planauflage ein Inforaum geöffnet. Dieser befindet sich im BLS-Gebäude an der Stöckackerstrasse 25 in 3018 Bern.
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter sbb.ch/bernwest
Die Kapitalerhöhung ermöglicht Investoren die Investition in den Wohnfonds mit einer der höchsten Ausschüttungsrenditen aller Schweizer Wohnfonds. Die Fondsleitung erachtet dies als ein äusserst attraktives Zeitfenster für den Einstieg in den unterbewerteten Schweizer Wohnungsmarkt.
Investiert wird in den attraktivsten Regionen Der HSL Fund investiert in gut erreichbaren regionalen Wirtschaftszentren mit einer stark wachsenden Bevölkerung und einer guten Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Gemäss der neuesten Studie «Transaktionsmarkt Schweiz, Ausblick 2023» von JLL erwarten 46 Prozent der befragten Anleger das beste Rendite-/Risikoverhältnis im Bereich Wohnen genau an diesen Lagen. Ziel ist es, mehrheitlich zu attraktiven Renditen zu investieren, welche die Portfoliokennzahlen verbessern. Ankaufskriterien sind prioritär Liegenschaften mit tiefen Mietzinsquantilen, idealerweise von rund 30 Prozent und mit Bruttorenditen von über 4 Prozent. Das grosse Netzwerk der Helvetica sichert den Zugang zu den besten Kaufgelegenheiten.
Marktmieten werden stark anziehen Rekordhohes Bevölkerungswachstum, Teuerung und die starke Wohnungsnachfrage werden zwangsläufig zu steigenden Mieten führen. Entsprechend ist der Helvetica Swiss Living Fund dank seines tiefen Mietzinsniveaus bestens für einen Anstieg der Marktmieten positioniert. Durch die natürliche Mieterfluktuation von rund 15 Prozent pro Jahr können die Bestandsmieten sukzessive an die Marktmieten und Teuerung angepasst werden. Mit einem Mietzinsquantil von aktuell 39 Prozent befindet sich das Niveau der Mietzinsen im tiefsten Preissegment und gewährleistet dadurch langfristig eine sehr hohe Ausschüttungsfähigkeit. Schweizer Wohnimmobilien sind somit sehr krisenresistent und bieten stabilen Cash-Flow und langfristige Wertsteigerungen.
Einer der ausschüttungsstärksten Wohnfonds Helvetica hat wiederholt unter Beweis gestellt, dass sie auch in einem schwierigen Marktumfeld nachhaltiges Wachstum generieren kann. Der Helvetica Swiss Living Fund ist im Geschäftsjahr 2022 um 63 Prozent gewachsen und gehört mit einem Immobilienportfolio von über CHF 818 Millionen und 1’850 erstklassigen Wohnungen zu einem der grössten nicht kotierten Wohnfonds der Schweiz. Für das Geschäftsjahr 2022 konnte eine Ausschüttung von CHF 3.45 pro Anteil vorgenommen werden, was eine Steigerung von 1.5 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet.
Ausblick Für das Geschäftsjahr 2023 ist die Fondsleitung bestrebt, die Ausschüttung gegenüber dem Vorjahr um weitere 5 Rappen zu erhöhen und visiert CHF 3.50 pro Fondsanteil an.
In den vergangenen zehn Jahren hat der Verkehr von und nach Luzern um rund 20 Prozent zugenommen. Prognostiziert ist ein weiteres Wachstum – die A2 und A14 stossen aber bereits jetzt an ihre Kapazitätsgrenzen. Bei der Verzweigung Rotsee vor Luzern treffen die Verkehrsströme der Nord-Süd-Achse A2 und der A14 von Zürich-Zug aufeinander. Auf der Stadtdurchfahrt kommen der regionale und lokale Ziel- und Quellverkehr hinzu. Um die Situation zu entspannen, will der Bund die Verkehrssituation auf den beiden Autobahnen mit dem Bypass Luzern massgebend verbessern. Ohne den Bypass würde der Ausweichverkehr auf das untergeordnete Strassennetz zunehmen und in der Folge auch den öffentlichen Verkehr behindern.
Das Kernelement des Bypasses besteht aus zwei zweispurigen Tunnels mit einer Länge von 3760 Metern Richtung Norden und 3850 Metern Richtung Süden, die die Stadt Luzern und die Reuss unterqueren. Im Norden liegen die Anschlusspunkte im Bereich Ibach und im Süden im Bereich Grosshof (Luzern-Kriens). Der projektierte Tunnel-Bypass soll primär den Transitverkehr aufnehmen.
Zudem ist ein Ausbau der A14 im Norden von heute vier auf künftig sechs Fahrstreifen ab der Verzweigung Rotsee bis Anschluss Buchrain geplant. Um dies zu bewerkstelligen, wird der Tunnel Rathausen mit einer dritten Röhre erweitert. Die Bauwerke werden an der Verzweigung Rotsee angepasst. Bei der Verzweigung Rotsee wird die Fahrspur A2/A14 Basel in Richtung Zug auf zwei Spuren ausgebaut, um den bestehenden Engpass zu eliminieren.
Neu wird die A2 zwischen der Verzweigung Rotsee und dem Anschluss Luzern-Kriens zur Stadtautobahn, die ausschliesslich dem Ziel-, Quell- und Binnenverkehr der engeren Agglomeration Luzern dient. Daran erschlossen sind Emmen Süd, Luzern-Zentrum und Luzern-Kriens. Bei Bedarf, also beispielsweise im Ereignisfall oder bei Unterhalts- und Instandsetzungsarbeiten, dient die Stadtautobahn als Ausweichroute zum Bypass und umgekehrt.
Die Grosshofbrücken als neues Eingangstor für die Stadt Kriens.
Im Süden ist im Tunnel Spier zwischen den Anschlüssen Luzern-Horw und Hergiswil eine Ummarkierung auf je drei Fahrstreifen in beide Richtungen geplant. Der dritte Fahrstreifen verlängert jeweils die Ein- und Ausfahrtsspur. Die Stadt Kriens erhält mit den neuen Grosshofbrücken ein neues Eingangstor: Auf dem Dach ist eine Parkanlage mit Wegen vom Sonnenberg nach Kriens, Horw und Luzern geplant. Unterhalb der Brücke soll ein vielfältiger Nutzungsmix aus Cafés, Läden und Gewerbeflächen entstehen.
Der Bypass Luzern sieht den Bau von drei neuen Strassenabwasserbehandlungsanlagen (SABA) in Rathausen, bei der Verzweigung Rotsee und bei Grosshof-Kriens vor. Dank diesen wird das Schmutzwasser der Autobahn auf ökologische Weise gereinigt, bevor es in die umliegenden Gewässer fliesst.
Das Entlastungsprojekt Bypass soll den Verkehrsfluss auf den Autobahnen verbessern und die Funktionalität der Nord-Süd-Achse sicherstellen. Zudem werden damit Ausweichrouten bei Unfällen oder Unterhaltsarbeiten geschaffen. Die Zentralschweiz und die Agglomeration Luzern profitieren von einer besseren Erreichbarkeit, und die Stadtautobahn wird vom Durchgangsverkehr entlastet. Nicht zuletzt wird die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer erhöht.
Der Tunnel Rathausen wird mit einer dritten Röhre erweitert.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,8 Mrd. Franken und werden vom Bund finanziert. Läuft alles nach Plan, soll der Bypass nach rund 12 Jahren Bauzeit – unter Vorbehalt der noch ausstehenden Plangenehmigungsverfügung – zirka 2035 befahrbar sein.
Die Bauarbeiten für den Ausbau des Bahnhofs Basel SBB sind auf Kurs. Am 14. Dezember 2022 erteilte der Bund der SBB die Baubewilligung für die beiden Projekte. Am 2. Januar 2023 starteten die Bauarbeiten. Das 210-Millionen-Franken-Projektpaket beinhaltet einerseits das Projekt Leistungssteigerung Basel SBB mit dem zusätzlichen 460 Meter langen Perron Gleis 19/20 und kapazitätssteigernden Massnahmen auf den Zulaufstrecken Richtung Basel St. Johann und Münchenstein. Andererseits enthält das Paket eine provisorische 147 Meter lange und rund 10 Meter breite Passerelle im Bereich zwischen der bestehenden Passerelle und der Margarethenbrücke.
Eine der Voraussetzung für die künftigen Angebotsausbauten An einer Medienkonferenz in Basel informierten Wolfgang Stolle, SBB Gesamtprojektleiter, und Thomas Staffelbach, SBB Gesamtkoordinator Basel, über den Stand der Arbeiten und die weiteren Ausbauprojekte in der Region. Marco Galli, Koordinator Bahnknoten Basel beim Kanton Basel Stadt, unterstrich die Bedeutung des Projektpakets für den Kanton. Denn ab Ende 2025 soll die Nordwestschweiz deutlich mehr Zug erhalten. Dies haben Bund, Parlament und Kantone beschlossen. Die S-Bahn-Züge zwischen Basel und Liestal sollen ab dann im Viertelstundentakt verkehren und die Fernverkehrszüge auf der Linie Basel–Delémont–Biel/Bienne im Halbstundentakt. Leistungssteigerung und provisorische Passerelle schaffen dafür im Bahnhof Basel SBB die nötigen Kapazitäten für mehr Zugshalte und mehr Reisende, insbesondere zur Hauptverkehrszeit.
Bohrmaschine erstellt Pfähle für 570 Meter lange Stützmauer Aktuell nimmt das Bauteam entlang der Meret Oppenheim-Strasse Arbeiten für die künftige Stützmauer vor. Das rund 570 Meter lange, zwischen vier bis sieben Meter hohe Bauwerk schliesst künftig das Gleisfeld gegen das Gundeldingerquartier hin ab. Das Gleisfeld muss gegen Süden hin verbreitert werden, um genügend Platz für die erweiterte Perron- und Gleisanlage zu schaffen. Seit Ende Januar bohrt dafür eine Bohrmaschine die Bohrpfähle für die Stützmauer. Die Maschine ist noch bis voraussichtlich Juni 2023 zwischen der Margarethenbrücke und der Peter Merian-Brücke im Einsatz. 119 der insgesamt 308 Bohrpfähle sind per Ende März erstellt. Die Bohrpfähle gehen unterschiedlich tief in den Boden, die längsten sind bis zu 14 Meter lang.
Abbruch der gleisnahen Häuser zwischen Passerelle und Hochstrasse Um die Stützmauer bauen zu können, brechen die Bauleute seit Januar 2023 die nahe gelegenen Häuser zwischen Postpasserelle und Hauptpasserelle ab. Ab April folgen die gleisseitigen Gebäude an der oberen Hochstrasse. Den südlichen Zugang zur Postpasserelle musste die SBB aus demselben Grund am 13. Februar 2023 sperren. Den betreffenden Abschnitt der Postpasserelle bricht das Bauteam ab Mitte Mai 2023 ab. Danach wird der Zugang rund 4,3 Meter weiter Richtung Süden neu gebaut. So reicht er künftig über das breitere Gleisfeld. Ende 2023 geht der neue Zugang wieder in Betrieb.
Das erste Joch für die neue Passerelle steht Auch die ersten Arbeiten für die provisorische Passerelle laufen. Von Mitte Januar bis Anfang April 2023 erstellte das Bauteam am westlichen Ende des Perrons Gleis 11/12 die dortigen Fundationen und Stützen der neuen Passerelle. Unterdessen sind das Joch und der Treppenaufgang zur Passerelle erstellt. Anfang April wechseln die Bauleute sodann zum westlichen Ende des Perrons Gleis 9/10 und machen dasselbe dort. Ende Juni folgt der Wechsel auf Perron Gleis 7/8. Während den Arbeiten ist die Länge des betreffenden Perrons jeweils eingeschränkt.
Umfangreiche Nachtarbeiten im Gleisbereich Nachts nehmen die Bauteams seit Januar Arbeiten an der Fahrleitung, den Gleisen und den Kabelanlagen vor. Diese Anpassungen sind für die Fundationen der Passerelle und die neuen Perronanlagen notwendig. Zudem erstellen die Bauteams Schutzgerüste. Sie sollen sicherstellen, dass bei den Abbrucharbeiten kein Bauschutt auf die in Betrieb stehenden Gleisanlagen gelangt. All diese Arbeiten können die Bauteams aus Sicherheitsgründen nur bei gesperrtem Gleis und ausgeschalteter Fahrleitung vornehmen. Sie müssen deshalb in der verkehrsärmeren Nachtzeit ausgeführt werden. Die SBB prüft laufend, wie sich je nach Bauphase der nächtliche Lärm reduzieren lässt. Sie ist sich aber bewusst, dass die Arbeiten trotzdem viel Geduld und Verständnis von den Anwohnenden abfordern.
Einschränkungen für Velos und motorisierten Verkehr Zu Einschränkungen kam und kommt es für Velos und motorisierten Verkehr. So ist beispielsweise die Zahl der Veloabstellplätze auf der Gundeldingerseite baubedingt reduziert, von zuvor 700 auf temporär 530 Plätze. Die SBB prüft deshalb zurzeit nochmals mit dem Kanton, wie und wo zusätzliche Abstellplätze möglich sind. Ziel ist, diese zusätzlichen Plätze noch im Frühling in Betrieb nehmen zu können. Zwischenzeitlich bittet die SBB die Velofahrerinnen und Velofahrer alle Provisorien zu nutzen, auch die auf Höhe des Meret Oppenheim Hochhauses. Dort sind vielfach noch Plätze frei, insbesondere in der oberen Etage der doppelstöckigen Abstellanlagen. 2025 wird die SBB die temporären Veloplätze wieder demontieren und auf der neugestalteten Südseite des Bahnhofs, entlang der Gleise, wieder aufstellen. Die Gesamtzahl wird dabei auf rund 1100 Veloplätze erhöht. Im Strassenverkehr sind aus Sicherheitsgründen seit Anfang Januar Einschränkungen auf der Meret-Oppenheim-Strasse nötig sowie ab 3. April bis 30. Juni auf der oberen Hochstrasse. Die Einschränkungen gibt die SBB jeweils vorgängig gemäss den geltenden kantonalen Prozessen und Vorgaben bei der Kantonspolizei ein und stimmt sie mit ihr ab.
Der Bahnhof Luzern ist der sechstgrösste Bahnhof der Schweiz: Hier steigen täglich rund 100’000 Passagiere ein und aus. Das Problem: Die zweigleisige Zufahrt hat ihre Kapazitätsgrenze erreicht und ist störungsanfällig. Das prognostizierte Wachstum in der öV-Mobilität des Kantons Luzern beträgt bis 2030 rund 40 Prozent. Die Schienenmobilität ist in den letzten zehn Jahren bereits um 50 bis 100 Prozent gestiegen – insbesondere auf den kantonalen Hauptentwicklungsachsen.
Das Bundesamt für Verkehr, die SBB, die Kantone Luzern, Nidwalden und Obwalden, die Stadt Luzern, der Regionale Entwicklungsträger LuzernPlus, der Verkehrsverbund Luzern und die Zentralbahn wollen darum mit dem Durchgangsbahnhof Luzern (DBL) das Bahnangebot ausbauen sowie verschiedene Infrastrukturprojekte realisieren. Der geplante Durchgangsbahnhof gilt als Generationenprojekt der Zentralschweiz.
Die Visualisierung zeigt die Seitenansicht des Durchgangsbahnhofs.
Geplant ist eine unterirdische Durchmesserlinie mit vier tiefergelegten Gleisen unter dem bestehenden Kopfbahnhof. Diese wird ergänzt durch eine 3.5 Kilometer lange unterirdische und doppelspurige Zu- und Wegfahrt ab Ebikon (Dreilindentunnel) sowie einer ebenfalls unterirdischen doppelspurigen Zu- und Wegfahrt in das Gebiet Heimbach (Neustadttunnel). Die bestehenden oberirdischen Abstellanlagen beim Bahnhof Luzern werden teils verschoben, da sie dann nicht mehr direkt mit dem unterirdischen Durchgangsbahnhof verbunden sind.
Der DBL schafft die Voraussetzungen für schnellere Verbindungen im S-Bahn-System der Region sowie eine schnellere Nord-Süd-Verbindung via Luzern. Damit werden nicht nur die Weichen für mehr Mobilität gestellt, sondern auch für das Erreichen der Klimaziele im Sinne einer nachhaltigen Mobilitätsentwicklung. Denn in den Agglomerationen sowie bei Verbindungen zwischen regionalen Zentren liegt das grösste Verlagerungspotenzial zum Umstieg auf den öffentlichen Verkehr.
Die vorgesehene Linienführung.
Doch auch die wirtschaftlichen und städtebaulichen Entwicklungsmöglichkeiten werden mit dem DBL optimiert: Die Bevölkerung wird mobiler, und im Zentrum der Stadt Luzern entsteht dank dem Freiwerden oberirdischer Gleisinfrastruktur neuer Raum für städtebauliche Entwicklungen. Die beliebten Tourismus-Kantone Ob- und Nidwalden profitieren ausserdem von einer besseren Erschliessung.
Von den Angebotsverbesserungen wird insbesondere die Achse Zürich–Zug–Luzern–Sursee–Olten profitieren. Gerade die Strecke Luzern–Zug–Zürich gilt als die meistbefahrene Bahnlinie im Raum Luzern. Der DBL verdichtet mit neu sechs Fernverkehrszügen von Luzern nach Zürich den Fahrplan, ermöglicht einen 30-Minuten-Takt als Basisangebot im Fernverkehr und den Viertelstundentakt im Regionalverkehr.
Der DBL bietet die Möglichkeit, die im NEAT-Konzept vorgesehene Fahrzeit zwischen Luzern und Mailand zu bewerkstelligen und lässt das Tessin näher an die Deutschschweiz rücken: 20 Minuten Fahrzeit kann dank dem DBL eingespart werden. Die Nord-Süd-Verbindung via Luzern wird somit schneller sein als diejenige via Zürich, die über den stark frequentierten Hauptbahnhof Zürich führt.
Das eidgenössische Parlament hat dem Ausbauschritt 2035 für die Bahninfrastruktur im Jahr 2019 zugestimmt. Die SBB arbeiten derzeit am Vorprojekt, dessen Abschluss in den ersten Monaten des Jahres 2023 erwartet wird. Darauf folgt die Prüfung der Resultate einer Studie zur Realisierungsabfolge, welche etwa weitere sechs Monate in Anspruch nehmen dürfte. 2027 wird das Bundesparlament darüber entscheiden, ob der DBL nach 2030 realisiert werden kann. Bei einem reibungslosen Ablauf könnte der Durchgangsbahnhof nach einer rund zehnjährigen Bauzeit frühestens im Jahr 2040 eröffnet werden.
Die Kosten werden mit Abschluss des Vorprojekts vorliegen. Das Projekt wird über den Bahninfrastrukturfonds (BIF) finanziert. Auftraggeberin des Projekts DBL ist das Bundesamt für Verkehr (BAV). Den Auftrag für die Planung und Umsetzung haben die SBB. Die Bahninfrastruktur wird schrittweise ausgebaut – die Ausbauschritte werden alle vier Jahre vom National- und Ständerat festgelegt.
Die Churer Energieversorgerin Energie Wasser Chur (IBC) kann ihr Fernwärmenetz massiv ausbauen. Die Stimmbevölkerung hat einer entsprechenden kommunalen Vorlage zu 60,85 Prozent zugestimmt. Sie besagt, dass die Stadt sich über einen Zeitraum von zwölf Jahren mit 80 Millionen Franken an den Gesamtkosten für den Ausbau des Wärmenetzes beteiligt. Diese belaufen sich auf 314 Millionen Franken.
Der Gemeinderat unterstützt die Vorlage laut seiner Urnenbotschaft vom 12. März mit 17 Ja- zu 4 Nein-Stimmen. Nun fördert Chur das Generationenprojekt der IBC, die eine selbstständige öffentlich-rechtliche Anstalt im alleinigen Eigentum der Stadt ist, mit 60 Millionen Franken zur Erhöhung des Dotationskapitals und in Form eines Darlehens. Weitere 20 Millionen hält die Stadt für eine allenfalls zu beanspruchende Bürgschaft vor.
Die Investition ist aus Sicht des Gemeinderates notwendig, um den Umbau in eine erneuerbare Wärmeversorgung innerhalb der Stadt gewährleisten zu können. „Gleichzeitig kann damit auch der Wegfall der bisherigen Wertschöpfung aus dem Gasverkauf aufgefangen und die Erlöse anderweitig gesteigert werden“, heisst es in der Botschaft weiter. „Die heute für den Kauf von Erdöl und Erdgas abfliessenden Gelder verbleiben zukünftig in der Region.“
Den Angaben zufolge will IBC bei Finanzinstituten Kredite von insgesamt 160 Millionen Franken aufnehmen. Weiters werde mit einem Beitrag von Bund und Kanton von 56 Millionen Franken gerechnet. Aus Eigenmitteln wolle das Unternehmen 38 Millionen Franken investieren.
Die Stadt Zug, die Kunsteisbahn Zug AG (KEB) und der EV Zug haben sich darauf geeinigt, die Erweiterung der Bossard Arena im Mietermodel umzusetzen. „Der Stadtrat anerkennt die Notwendigkeit einer Weiterentwicklung der Bossard Arena“, wird Urs Raschle, Vorsteher des Finanzdepartements, in einer entsprechenden Mitteilung der Zuger Stadtverwaltung zitiert. „Mit dem vorliegenden Memorandum of Understanding haben wir nun gemeinsam mit dem EVZ und der KEB die notwendigen Voraussetzungen geschaffen.“
In der Absichtserklärung wird festgelegt, dass die Bossard Arena auch nach dem Ausbau im Eigentum der Stadt Zug verbleibt. Die KEB wird Mieterin der Stadt und soll in deren Auftrag die Bossard Arena betreiben. KEB-Untermieter EVZ wird als Hauptnutzer der Arena deren Erweiterung realisieren und finanzieren. Die dafür notwendigen Investitionen werden in einer Machbarkeitsstudie auf rund 36 Millionen Franken beziffert.
Das Projekt Keep Building sieht die Erweiterung der Hallenkapazität von 7200 auf 9000 Plätze und den Ausbau des Gastronomieangebots vor. Dazu soll unter anderem das nördliche Stadiondach steiler gesetzt und über ein darunter entstehendes Erweiterungsmodul geführt werden. Die Erteilung der Baugenehmigung wird für 2024 angenommen, die Bauarbeiten sollen 2027 abgeschlossen werden.
Der Eissportverein Zug gehört in diesem Jahr zu den Finalisten für den Prix SVC Zentralschweiz, der am 2. Mai verliehen wird. Mit diesem zeichnet das Unternehmernetzwerk Swiss Venture Club Unternehmen für ihre innovativen Produkte und Dienstleistungen, für ihre Firmenkultur und für ihren nachhaltigen Erfolgsausweis aus.
Besonders wichtige Beschlüsse der Kommissionssitzung vom 20.-23.2.2023Eine Regelung für Solaranlagen im nationalen Interesse: Dadurch wird es auch nach Ablauf des dringlichen Bundesbeschlusses («Solar-Express») möglich sein, alpine Solarkraftwerke zu bauen.
Die Verpflichtung der Betreiber von grösseren Speicherwasserkraftwerken, sich an der Energiereserve zu beteiligen: Photovoltaik (PV) in Kombination mit Wasserkraft ermöglicht eine sichere Stromversorgung im Winter, sofern die Speicher nicht aus wirtschaftlichen Interessen vorzeitig geleert werden.
Die Möglichkeit von Darlehen für den Fall, dass die Mittel des Netzzuschlagfonds für die vorgesehene Förderung der erneuerbaren Energieproduktion nicht ausreichen: Damit kann ein «Stop-and-Go» vermieden werden.
Daten aus intelligenten Messsystemen sollen in Echtzeit den Endverbrauchern zugänglich gemacht werden: Dies fördert die optimale Abstimmung der Stromproduktion (z.B. aus PV-Anlagen) und des Verbrauchs auf lokaler Ebene, wodurch Investitionen in Stromnetze reduziert werden können.
Speicheranlagen ohne Endverbrauch sollen unbefristet vom Netzentgelt befreit werden. Und auch Speicheranlagen mit Endverbrauch sollen von einer Rückerstattung des Netzentgeltes für die aus diesen Speichern ins Netz zurückgespeiste Energie profitieren können: Dies fördert den netzdienlichen Einsatz von stationären Speichern sowie des bidirektionalen Ladens von Elektrofahrzeugen.
Die Rahmenbedingungen für lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) wurden gegenüber dem Ständeratsbeschluss deutlich verbessert: Auch dies ist ein wesentlicher Beitrag zur intelligenten Nutzung der Netze.
Im ländlichen Raum führen hohe Kosten für Netzverstärkungen oft dazu, dass PV-Projekte sistiert werden. Mit einer Kostenüberwälzung soll hier für Entlastung gesorgt werden.
Einstimmig angenommen wurde die parl. Initiative von Swissolar-Präsident Jürg Grossen zur Harmonisierung der Besteuerung des Verkaufs von Solarstrom. Dies ist ein wesentlicher Beitrag für die Bereinigung des «Flickenteppichs» bei den Rahmenbedingungen für Solaranlagen.
Die Stiftung Greater Zurich Area Standortmarketing (GZA) hat in den vergangenen Jahren positiv zur Entwicklung des Wirtschaftsraums Zürich beigetragen, erläutert die Staatskanzlei des Kantons Zürich in einer Mitteilung. Sie stützt sich dabei auf einen Bericht des Beratungsunternehmens EY, wonach zwischen 2018 und 2021 insgesamt 445 Unternehmen im Wirtschaftsraum angesiedelt werden konnten.
Zwischen 2009 und 2021 haben die angesiedelten Unternehmen dem Wirtschaftsraum über 647 Millionen Franken Steuereinnahmen eingespielt. Der Kanton Zürich profitiere von diesen Einnahmen und von den durch die Firmen geschaffenen Arbeitsplätze überdurchschnittlich, heisst es in der Mitteilung. Die Kantonsregierung spricht sich daher dafür aus, die kantonalen Beiträge für die GZA von jährlich 2,1 Millionen Franken auch für die Jahre 2024 bis 2027 zu leisten. Dementsprechend hat er dem Kantonsrat insgesamt 8,4 Millionen Franken beantragt.
Die 1998 gegründete GZA ist in neun Kantonen, der Stadt Zürich und der Region Winterthur aktiv. „Die Zusammenarbeit innerhalb unseres Metropolitanraums ist wichtig, um international wettbewerbsfähig zu bleiben“, wird Regierungsrätin Carmen Walker Späh, Stiftungsratspräsidentin der GZA, zitiert. „Ein Wirtschaftsraum endet nicht an einer Stadt- oder Kantonsgrenze.“
Die St.Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (SAK) und die Heizplan AG aus Gams gründen laut einer Medienmitteilung ein Gemeinschaftsunternehmen zur Fachkräfteausbildung. Hintergrund ist die steigende Auftragslage bei Photovoltaikanlagen, für die zusätzliches Fachpersonal benötigt wird.
Infolge der hohen Nachfrage nach Solardachanlagen für Ein- und Mehrfamilienhäuser wie auch für Gewerbeobjekte müssen Kunden länger auf den Handwerker warten. SAK und Heizplan wollen unter einem gemeinsamen Firmendach den wachsenden Bedarf nach zusätzlichen Fachkräften angehen. Die ersten Stellen sollen im Laufe der Woche ausgeschrieben werden.
Laut dem in der Medienmitteilung zitierten Leiter der Geschäftsbereiche Energielösungen und Produktion bei der SAK, Adriano Tramèr, könne gemeinsam der Photovoltaikzubau beschleunigt werden. „Mit der Firmengründung bündeln wir unsere Kräfte und unterstützen die Energiewende in der Ostschweiz – und somit die energiepolitischen Bestrebungen der Ostschweizer Kantone.“
Vor 12 Jahren baute CKW-Tochter Steiner Energie in Malters das letzte Wasserkraftwerk im Kanton Luzern. Schon damals war CKW intensiv mit der Planung des Kraftwerks Waldemme beschäftigt. Bis nun endlich die Bagger auffahren und ihre Schaufeln in die Erde treiben konnten, floss viel Wasser die Waldemme herunter.
Bis in einem Jahr wird aus einem Teil dieses Wassers nun sauberer, erneuerbarer Strom produziert. Am heutigen Spatenstich in Flühli drückte Regierungsrat Fabian Peter, Vorsteher des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartementes, seine Freude aus: «CKW leistet mit dem Neubau dieses Kraftwerkes einen weiteren wichtigen Beitrag, um die energie- und klimapolitischen Ziele im Kanton Luzern zu erreichen.»
Ausbau von erneuerbaren Energien ist dringend nötig CKW-CEO Martin Schwab freute sich in seiner Rede vor über 70 geladenen Gästen in erster Linie darüber, dass das Kraftwerk nun endlich gebaut wird. Denn es war ein langer und steiniger Weg. Positiv hob Schwab das grosse Engagement im Entlebuch hervor. «Die Region ist Pionierin bei der Nutzung der eigenen einheimischen Energien.» Gleichzeitig mahnte Schwab: «Wir müssen in der Schweiz dringend die Produktion von erneuerbarer Energie ausbauen. Die Coronapandemie wie auch der Krieg in der Ukraine zeigen deutlich, wie gefährlich starke Abhängigkeiten vom Ausland sein können,» sagte Schwab. Heute gehe es in der Schweiz viel zu langsam vorwärts. «Das liegt in erster Linie an den langen Bewilligungsverfahren. Das Kraftwerk Waldemme ist hierfür bestes Beispiel: Von den ersten Plänen bis zum Spatenstich dauerte es über 17 Jahre.»
«Wir wollen vorwärts machen und einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende in der Schweiz leisten – sowohl bei der Wasserkraft wie auch bei der Windkraft, der Solarenergie und anderen erneuerbaren Technologien. Aber die Widerstände sind oftmals gross. Dies ist paradox, da wir alle die Energiewende möchten und dafür mehr erneuerbare Energien brauchen.»
Strom für 1500 Haushalte Mit dem Spatenstich beginnt die rund einjährige Bauphase. Die Wasserfassung entsteht beim Weiler Matzenbach in Flühli. Ab diesem Standort wird ein Teil des Wassers der Waldemme in einer 2,1 Kilometer langen erdverlegten Druckleitung zur Kraftwerkszentrale geführt, wo ökologischer Strom produziert wird. Die Kraftwerkzentrale kommt direkt vor der Lammschlucht bei der Chrutacherbrücke zu stehen. Unmittelbar danach wird das Wasser wieder dem natürlichen Lauf der Waldemme zugeführt und fliesst durch die Lammschlucht. Das Kraftwerk hat eine Leistung von 1,4 Megawatt und produziert durchschnittlich 6,5 GWh Strom. Damit kann ab Mitte 2023 sauberer Strom erzeugt werden, der den Jahresbedarf von rund 1’500 durchschnittlichen Vierpersonen-Haushalten deckt. CKW investiert in das Kraftwerk 12,4 Millionen Franken.
Im Weiler Matzenbach wird mit der Wasserfassung (1) ein Teil des Wassers der Waldemme entnommen. In der rund zwei Kilometer langen erdverlegten Druckleitung (2) wird das Wasser zur Kraftwerkszentrale (3) bei der Chrutacherbrücke (4) geführt, wo es eine Turbine antreibt und Strom erzeugt. Unmittelbar bei der Zentrale wird das Wasser wieder dem natürlichen Lauf der Waldemme zugeführt und fliesst durch dievom Projekt unberührte Lammschlucht (5).Setzen an der Waldemme zum Spatenstich an: (v.l.) Hans Lipp, Gemeindeammann Flühli, Fabian Peter, Regierungsrat und Vorsteher des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartementes des Kantons Luzern, Martin Schwab, CEO CKW und Hella Schnider-Kretzmähr, Gemeindepräsidentin Flühli.Freuen sich über den Baustart: Fabian Peter, Regierungsrat und Vorsteher des Bau-, Umwelt- und Wirtschafts-departementes des Kantons Luzern und Martin Schwab, CEO CKW.
Über CKW: Die CKW-Gruppe ist ein führender Schweizer Anbieter von integrierten Energie- und Gebäudetechniklösungen. Seit über 125 Jahren versorgt das Unternehmen seine mittlerweile über 200’000 Endkunden aus den Kantonen Luzern, Schwyz und Uri mit Strom. Hinzu kommen schweizweit innovative Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Connectivity & IT-Infrastruktur, Elektro, Energietechnik, IT & Communication sowie Security. Die CKW-Gruppe beschäftigt über 2’100 Mitarbeitende. Mit rund 350 Lernenden in 14 Berufen ist sie der grösste privatwirtschaftliche Lehrbetrieb der Zentralschweiz. Im Geschäftsjahr 2020/21 erwirtschaftete CKW einen Umsatz von CHF 916 Mio. Mit 81 Prozent der Aktien ist die Axpo Holding AG Mehrheitsaktionärin von CKW. Weitere Informationen unter www.ckw.ch
Rund 5 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs in der Schweiz werden derzeit durch im Inland produzierten Solarstrom gedeckt, erläutert Swissolar in einer Mitteilung. In den Standard-Stromprodukten der Energieversorger betrage der Anteil an Solarstrom jedoch durchschnittlich nur 1,85 Prozent, heisst es dort weiter. Der Verband der Schweizer Solarenergiebranche setzt sich gemeinsam mit dem Stromvergleichsdienst myNewEnergy dafür ein, den Solaranteil der Standardprodukte in einem ersten Schritt auf diese 5 Prozent zu erhöhen.
„Dieser Wert sollte jährlich mindestens um die jeweilige Zubaumenge erhört werden“, wird Swissolar-Geschäftsleiter David Stickelberger in der Mitteilung zitiert. „Rund 1 Prozent würde dem notwendigen Zubau von Photovoltaik-Anlagen entsprechen.“
Die Mehrheit der Haushalte wähle kein spezielles Stromprodukt und erhalte daher das Standardangebot des jeweiligen Energieversorgers, erläutert Swissolar in der Mitteilung weiter. Bei einem auf den Anteil am Stromverbrauch aufgestockter Solarstromanteil im Standardprodukt werde der vergleichsweise teure Strom auf eine grosse Anzahl Abnehmende aufgeteilt, argumentiert Swissolar. Dies halte den Produktpreis niedrig und erschliesse neue Absatzmärkte für Anbietende von Solarstrom, die bisher „auf ihrem sauberen Strom sitzen“ blieben.
„Wichtig ist dabei, dass diese Zertifikate ausschliesslich aus Schweizer Solaranlagen stammen, denn nur solche leisten einen effektiven Beitrag an eine sichere und saubere Stromversorgung in unserem Land“, erklärt Stickelberger. „Allein um die AKW zu ersetzen, brauchen wir 20 Terawattstunden Solarstrom.“
Der Ausbau der inländischen Sonnenenergie auf Dächern und Fassaden kommt derzeit nicht schnell genug voran, um die klima- und energiepolitischen Ziele der Schweiz zu erreichen. Weil in der Schweiz zudem wenig Platz für grosse Photovoltaikanlagen auf Freiflächen ist, müsse Sonnenergie auch ausserhalb von Siedlungen geerntet werden, schreiben der Schweizerische Fachverband für Sonnenergie, Swissolar, und die Schweizerische Energiestiftung (SES) in einer gleichlautenden Medienmitteilung.
„Das grösste Potenzial liegt auf Gebäuden“, wird David Stickelberger, Geschäftsleiter von Swissolar, dort zitiert. „Auf geeigneten Dächern und Fassaden könnten gemäss sonnendach.ch pro Jahr 10 Prozent mehr Strom produziert werden, als die Schweiz derzeit verbraucht.“ Dieses Potenzial angesichts des dringlichen Handlungsbedarfs rechtzeitig zu erschliessen, sei jedoch schwierig.
Deshalb beleuchten die beiden Organisationen in Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) drei Bereiche ausserhalb von Siedlungen, wo Photovoltaikinstallationen zwar möglich wären, doch durch raumplanerische Hindernisse häufig nicht realisiert werden können: auf Lärmschutzwänden, in der Landwirtschaftszone und im alpinen Raum.
Diese Hindernisse müssten aus dem Weg geräumt werden, mahnt Felix Nipkow von der SES. Deshalb haben seine Stiftung und Swissolar die ZHAW beauftragt, mit juristischen Fachleuten Zielkonflikte bezüglich dieser drei Installationsräume exemplarisch abzuklären und Lösungen aufzuzeigen. Alle drei Berichte sind im Dike Verlag erschienen. Bei der SES können sie heruntergeladen oder in gedruckter Form bestellt werden.
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