Schlagwort: Ausblick

  • Abflachung der Baupreisteuerung setzt sich fort

    Abflachung der Baupreisteuerung setzt sich fort

    Im Jahr 2022 erlebten die Baupreise im Hochbau einen starken Anstieg von über 8 Prozent. Im Gegensatz dazu zeigt der Baupreisindex für April 2024 eine moderate Steigerung von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Seit der letzten Veröffentlichung im Dezember 2023 sind die Preise im Hochbau um 0,4 Prozent gestiegen. Trotz dieser Verlangsamung bleiben die Baupreise auf einem hohen Niveau stabil. Im Vergleich zu vor drei Jahren haben sich die Hochbaupreise im April 2024 um 13 Prozent erhöht.

    Materialpreise als treibende Kraft
    Ein wesentlicher Faktor für die Abflachung der Baupreise ist die Entwicklung der Materialkosten. Der Materialpreisindex KBOB für den Hochbau zeigt, dass die Materialpreise zwischen Mai 2023 und Mai 2024 um 2,2 Prozent gesunken sind. Der grösste Teil dieses Rückgangs fand zwischen Mai und Oktober 2023 statt. Seit November 2023 hat sich der Materialpreisindex stabilisiert und sank nur noch leicht um 0,4 Prozent. Besonders deutlich fielen die Preise bei Armierungsstahl, der im Mai 2024 über 10 Prozent günstiger war als im Vorjahr.

    Energie- und Treibstoffpreise als Gegenpol
    Während die sinkenden Materialpreise zu einer Verlangsamung der Baupreisentwicklung beitragen, wirken gestiegene Energie- und Treibstoffpreise diesem Trend entgegen. Laut dem Landesindex für Konsumentenpreise lagen die Energie- und Treibstoffpreise im Mai 2024 6,6 Prozent über dem Vorjahresniveau, was einen Aufwärtsdruck auf die Baupreise ausübt.

    Ausblick auf zukünftige Entwicklungen
    Trotz der aktuellen Stabilisierung gibt es Faktoren, die auf eine mögliche erneute Erhöhung der Baupreise hinweisen. Die Lohnentwicklung und die weiterhin steigenden Energiekosten könnten zu einem Anstieg der Baupreise im Jahr 2024 um etwa 1 Prozent führen. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Faktoren langfristig auf den Baupreisindex auswirken werden.

    Fazit: Vielseitige Einflüsse auf die Baupreise
    Die aktuelle Entwicklung der Baupreise wird von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Während die sinkenden Materialpreise eine stagnierende oder rückläufige Tendenz suggerieren, sorgen gestiegene Energie- und Treibstoffpreise sowie die Lohnentwicklung für einen Aufwärtsdruck. Die Baupreise stabilisieren sich derzeit auf hohem Niveau, und eine moderate Steigerung ist für das Jahr 2024 zu erwarten.

  • Kanton Aargau behält bestes Rating

    Kanton Aargau behält bestes Rating

    Standard & Poor’s hatte den Kanton Aargau im letzten Dezember erstmals mit dem Rating AAA mit stabilem Ausblick bewertet. Nun hat die internationale Ratingagentur die Bestbewertung für den Kanton bestätigt, informiert das Departement Finanzen und Ressourcen des Kantons Aargau in einer Mitteilung. Ihr zufolge wird der Kantonsverwaltung ein umsichtiges Finanzmanagement attestiert.

    „Ich bin sehr erfreut, dass die Ratingagentur Standard & Poor’s die umsichtige Finanzpolitik und die hohe Haushaltsdisziplin der letzten Jahre honoriert und dem Kanton Aargau erneut das höchstmögliche Rating verleiht“, wird Finanzdirektor Markus Dieth in der Mitteilung zitiert. „Dies im Wissen um den hohen Finanzhilfebeitrag an die Kantonsspital Aarau AG und die unsichere Entwicklung der Ausschüttungen der Schweizerischen Nationalbank (SNB).“

    Bei ihrer Einschätzung stützt sich Standard & Poor’s auf die tiefe Verschuldung und die hohen Liquiditätsreserven des Kantons. Nach Ansicht der Ratingagentur wird die breit diversifizierte kantonale Wirtschaftsstruktur auch in den nächsten Jahren zu steigenden Steuererträgen führen. Die verfügbaren Liquiditätsreserven reichen zum Ausgleich absehbarer Defizite aus.

    Zu einer Abstufung könnte es kommen, wenn der Kanton in seiner Haushaltsdisziplin nachlässt und die Verschuldung ansteigt. „Wir wollen trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen das AAA-Rating bestätigen“, erklärt Dieth. Für den Finanzdirektor ist dafür eine Weiterführung der bisherigen Finanzpolitik Voraussetzung. „Das bedeutet auch, dass die politisch geplanten strategischen Vorhaben und die nötigen Investitionen zur Stärkung des Wohn- und Wirtschaftsstandorts Aargau vorangetrieben werden müssen“.