Schlagwort: Axpo

  • Wechsel an der Spitze des Energieunternehmens geplant

    Wechsel an der Spitze des Energieunternehmens geplant

    Roland Leuenberger wurde vom Verwaltungsrat des Energieproduzenten Axpo als neuer Verwaltungsratspräsident vorgeschlagen. Er soll den derzeitig amtierenden Thomas Sieber ablösen, der im Dezember 2024 seinen Rücktritt angekündigt hat. Leuenberger ist derzeit als CEO der Repower AG tätig. Seine aktuelle Tätigkeit wird er laut Medienmitteilung vor der Übernahme des neuen Mandats bei Axpo am 1. Juni 2026 abgeben.

    Roland Leuenberger amtiert seit 2019 als CEO der Repower AG. Zuvor war er in leitenden Funktionen sowie als Unternehmer bei international tätigen, grossen Organisationen an der Schnittstelle zwischen Energie- und Finanzwirtschaft tätig. Laut Axpo bringt er „ausgewiesene Führungsstärke, Fachkompetenz, strategische Weitsicht und ein ausgeprägtes politisches Gespür mit“ und sei damit bestens für die Leitung des Verwaltungsrats geeignet.

    Thomas Sieber ist bereits seit 2016 als Verwaltungsratspräsident der Axpo Holding AG tätig und führte das Unternehmen durch herausfordernde Zeiten, so die Mitteilung. Nach zehn Jahren Führung wird er im Juni 2026 nun das Amt an Leuenberger abgeben.

  • Alpines Solarprojekt über 2000 Meter gestartet

    Alpines Solarprojekt über 2000 Meter gestartet

    Die Axpo mit Sitz in Baden hat STRABAG mit der Umsetzung eines alpinen Solarprojekts neben dem Stausee Lai da Nalps oberhalb der Ortschaft Serdun in Graubünden beauftragt. Auf über 2000 Meter über Meer werden im Projekt NalpSolar rund 1500 Solartische und ein Technikzentrum installiert, informiert das Bauunternehmen aus Schlieren in einer Mitteilung. Die ersten 10 Prozent der Anlage sollen bereits in diesem Dezember in Betrieb gehen.

    „Die Bauarbeiten sind technisch anspruchsvoll, logistisch herausfordernd und ökologisch sensibel, aber vor allem ein Meilenstein für die Energiewende in der Schweiz“, schreibt STRABAG. So müssen die einzelnen Solartische und anderen Bauteile über eine schmale, einspurige Bergstrasse transportiert werden. Die normalerweise gesperrte Strasse wurde von der Axpo in den 1960er-Jahren als Zufahrtsstrasse für den Stausee eingerichtet.

    Da auf der Baustelle keine Lagermöglichkeiten bestehen, wird zudem jeweils nur das unmittelbar benötigte Material transportiert. „Die Logistik läuft inzwischen wie am Schnürchen“, erklärt Bauführer François Borner in der Mitteilung. „Statt stressig ist sie heute gut planbar.“ Als weitere Herausforderungen im Projekt führt STRABAG in der Mitteilung den unebenen Untergrund und die Achtung der Naturschutzzonen im Baugebiet an.

    Aufgrund der Höhenlage werde NalpSolar besonders im Winterhalbjahr viel Strom produzieren, erläutert STRABAG. Das Bauunternehmen strebt den Abschluss der Arbeiten für das Jahr 2028 an. Der Strom aus NalpSolar ist für die nächsten 20 Jahre für das Stromnetz der SBB reserviert.

  • Schaffhausen lehnt neuen Axpo-Vertrag ab

    Schaffhausen lehnt neuen Axpo-Vertrag ab

    Eine Mehrheit von 53,4 Prozent des Schaffhauser Stimmvolks hat am 18. August die Ablösung des alten Gründungsvertrages der Nordostschweizer Kraftwerke (NOK) durch einen neuen Axpo-Aktionärsbindungsvertrag abgelehnt. Die Vorlage scheiterte in 16 der 26 Gemeinden, darunter auch in der Stadt Schaffhausen, Neuhausen, Beringen und Stein am Rhein.

    Damit stellt sich das Stimmvolk gegen seine Regierung und den Kantonsrat, der dem neuen Vertrag gemäss dem Abstimmungsmagazin im Januar mit 52 zu einer Stimme zugestimmt hat. Sie argumentierten damit, dass der alte NOK-Vertrag von 1914 nicht mehr zeitgemäss sei für einen international tätigen Konzern mit rund 7000 Mitarbeitenden.

    Die Gegner warnten vor einer möglichen Privatisierung des Energieerzeugers. Eine Mehrheit von fünf Vertragsparteien könnte über den Verkauf des Unternehmens entscheiden, soweit sie auch über eine Mehrheit der Aktienstimmen verfügten. Der Kanton Schaffhausen hält derzeit 7,9 Prozent.

    Für die Annahme des neuen Aktionärsbindungsvertrages braucht es die Zustimmung aller Aktionäre. Die übrigen Anteilseigner haben dem Vertragswerk bereits zugestimmt. Der Kanton Zürich und sein Kantonswerk EKZ sind mit 18,3 und 18,4 Prozent die grössten Aktionäre, gefolgt vom Aargau und seinem Kantonswerk AEW mit je 14 Prozent. St.Gallen und die beiden Appenzell sind über die St.Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke (SAK) mit 12,5 Prozent beteiligt, der Thurgau mit der EKT mit 12,3 Prozent, Glarus mit 1,7 und Zug mit 0,9 Prozent.

  • Axpo will Wasserstoff produzieren

    Axpo will Wasserstoff produzieren

    Axpo will aus der Wasserkraft des Rheins künftig grünen Wasserstoff herstellen. Dafür soll bereits im Herbst 2022 eine Wasserstoffproduktionsanlage beim Kraftwerk Eglisau-Glattfelden in Betrieb genommen werden, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Diese soll jährlich 350 Tonnen Wasserstoff produzieren. Damit können den Angaben von Axpo zufolge über 1,5 Millionen Liter Diesel pro Jahr im Strassenverkehr eingespart werden.

    Die neue Wasserstoffproduktionsanlage wird eine Leistung von 2,5 Megawatt aufweisen. Sie kann aber auf 5 Megawatt erweitert werden. Ausserdem plant Axpo auch die Realisierung von weiteren Anlagen an anderen Standorten. Das Unternehmen hat für das Geschäftsfeld Wasserstoff bereits eine eigene Abteilung aufgebaut.

    Beim Transport des Wasserstoffs zu den Tankstellen arbeitet Axpo mit der in Opfikon ansässigen Hydrospider AG zusammen. Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsunternehmen von H2 EnergyAlpiq und der Linde GmbH. Sowohl Axpo als auch Hydrospider sehen grosses Potenzial für Wasserstoff im Bereich der Mobilität. Bereits heute würden mehr als 50 Lastwagen mit Brennstoffzellen in der Schweiz verkehren. Bis 2026 dürften es den Partnern zufolge mehr als 1600 sein.

    Axpo hatte bereits 2015 eine Wasserstoffproduktionsanlage beim gleichen Kraftwerk geplant. Damals wurde das Projekt aber nicht weiterverfolgt, weil das Absatzvolumen von Wasserstoff unter den Erwartungen des Unternehmens blieb. „Seither hat der Kampf gegen den Klimawandel deutlich an Bedeutung gewonnen und Wasserstoff hat sich als geeigneter Energieträger für die Dekarbonisierung von Mobilität und Industrie bestätigt“, wird Guy Bühler, Leiter des Bereichs Hydrogen bei Axpo, in der Mitteilung zitiert.

  • Axpo realisiert alpine Solaranlage mit Partnern

    Axpo realisiert alpine Solaranlage mit Partnern

    Die ursprünglich von Axpo initiierte Solar-Grossanlage auf der Muttsee-Staumauer wird zum Gemeinschaftsprojekt AlpinSolar von Denner, Axpo und IWB. Wie es in einer gleichlautenden Medienmitteilung aller heisst, werden die Energieversorgerinnen Axpo und IWB die grösste alpine Solaranlage der Schweiz im Sommer installieren und in Betrieb nehmen. Fast 5000 Solarmodule sollen an der nach Süden ausgerichteten Staumauer pro Jahr rund 3,3 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren. Discounter Denner wird ihn 20 Jahre lang abnehmen.

    Auf 2500 Metern über dem Meer könne auch in den Wintermonaten viel erneuerbare Energie gewonnen werden. Da die Anlage auf einer bestehenden Staumauer installiert wird, sei sie besonders umweltverträglich. Auch deshalb sei AlpinSolar „eine Anlage, wie sie die Energiewende braucht“.

    Trotzdem seien „solche Anlagen aufgrund der fehlenden Rahmenbedingungen heute noch kaum wirtschaftlich realisierbar“, bedauert Axpo-CEO Christoph Brand. „Wir haben uns dennoch mit starken Partnern dazu entschieden, dieses Leuchtturmprojekt zu realisieren“ und „ein Zeichen zu setzen“. „Wir sehen das Projekt auch als wichtigen Diskussionsbeitrag für die anstehenden Gesetzesrevisionen.“

    IWB, die Energieversorgerin des Kantons Basel-Stadt, beteiligt sich zu 49 Prozent an dem Projekt. Es passe gut zum Unternehmen, sagt IWB-CEO Claus Schmidt, weil „der Ausbau der Stromproduktion aus Solarenergie gezielt auch in der Schweiz“ zur eigenen Strategie gehöre.

  • Aarekraftwerk Klingnau erzeugt mehr Strom

    Aarekraftwerk Klingnau erzeugt mehr Strom

    Das Aarekraftwerk Klingnau hat im vergangenen Jahr insgesamt 202 Millionen Kilowattstunden Strom produziert, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Dies entspricht etwa dem Verbrauch von 45’000 Vierpersonenhaushalten. Die Produktion lag aufgrund leicht höherer Abflussmengen höher als im Vorjahr. Damals hatte das Kraftwerk 186 Millionen Kilowattstunden Strom produziert.

    Das Aarekraftwerk Klingnau befindet sich zu 60 Prozent im Besitz des Badener Energieunternehmens Axpo. Die restlichen Anteile gehören der AEW Energie AG mit Sitz in Aarau. Die Jahreskosten zu Lasten der Partner betrugen 2020 insgesamt 9,7 Millionen Franken, was leicht unter den Kosten des Vorjahres liegt (10 Millionen Franken). Die Produktionskosten betrugen damit rund 4,78 Rappen pro Kilowattstunde.

    Der Verwaltungsrat der Aarekraftwerk Klingnau AG hat den Jahresbericht und die Rechnung des Geschäftsjahres 2019/20 den Angaben zufolge Anfang Woche zu Handen der Generalversammlung genehmigt. Diese findet am 12. März statt.

  • Axpo geht nach Griechenland

    Axpo geht nach Griechenland

    Der Schweizer Energieproduzent Axpo ist künftig mit einer festen Niederlassung in Griechenland vertreten. Das Unternehmen will dort laut Medienmitteilung den griechischen Kunden und Partnerfirmen Dienstleistungen anbieten. Das reiche vom Risikomanagement bis zur Unterstützung beim Marktzugang. Axpo werde deshalb in Griechenland über die gesamte Energieversorgungskette hinweg tätig sein. Die Zweigstelle in Athen wird von Vasileios Machias, dem neu ernannten Country Manager, geleitet. Er verfüge über mehr als 16 Jahre Erfahrung im internationalen Energiehandel und sei für zahlreiche grosse Energiehandelsunternehmen wie EDF und Gasprom tätig gewesen, berichtet Axpo.

    Domenico De Luca, Head of Trading and Sales bei Axpo, wird in der Medienmitteilung zitiert: „Wir wissen, welchen Stellenwert lokale Marktkenntnis für unsere Kunden hat. Umso mehr freue ich mich, dass Vasileios Machias zu Axpo gestossen ist und die neu gegründete Niederlassung in Griechenland leiten wird.“ Axpo werde seine Kunden bei der Umstellung auf eine CO2-arme Wirtschaft mit massgeschneiderten Dienstleistungen unterstützen.

    Vorgesehen ist die Zusammenarbeit mit nicht-staatlichen Stromerzeugern bei der Nutzung von erneuerbaren Energien. Ausserdem, so die Mitteilung, werde Axpo lokalen Energieversorgern bei der Liquiditätsversorgung zur Absicherung ihrer Marktrisiken zur Seite stehen.

    Axpo ist nach eigenen Angaben mit 5000 Mitarbeitenden für Kunden in 40 Ländern in Europa, Nordamerika und Asien tätig, um innovative Energielösungen auf Basis modernster Technologie anzubieten.

  • Neuer Grossspeicher soll Netz stabilisieren helfen

    Neuer Grossspeicher soll Netz stabilisieren helfen

    CKW und Axpo reagieren auf den Ausbau volatiler erneuerbarer Energien. Sie realisieren 2021 in Rathausen ein Batteriespeichersystem, das laut einer CKW-Mitteilung erstmals gleichzeitig für drei verschiedene Märkte eingesetzt werden kann. Das System kann zum einen Strom dann zur Verfügung stellen, wenn er gebraucht wird, und damit die Lastspitzen brechen. Es soll zum anderen Swissgrid dabei unterstützen, die Spannung im Netz stabil zu halten. Schliesslich hilft es, Differenzen zwischen dem Angebot an Strom und der Nachfrage jederzeit rasch auszugleichen.

    Die Anlage besteht aus zwei Grossbatterien, die je 50 Tonnen schwer sind und je in einem 12 Meter langen Container untergebracht sind. Sie weist eine Leistung von 6,25 Megawatt auf. Das ist genug, um 15‘000 Haushalte eine Stunde lang mit Strom zu versorgen.

    Die Anlage wird ab Mitte 2021 installiert und in das Mittelspannungsnetz von CKW integriert.

  • Axpo-Präsident fordert gleitende Marktprämie

    Axpo-Präsident fordert gleitende Marktprämie

    Zwei führende Vertreter der Schweizer Energiewirtschaft gehen in einem gemeinsamen Gastkommentar für den „Tages-Anzeiger“ hart mit den Plänen des Bundesrates zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 ins Gericht. „Die Schweiz hat die falschen Instrumente für die Förderung der erneuerbaren Energien. Wir haben einen Vorschlag, wie man das ändern kann“, schreiben Thomas Sieber, Verwaltungsratspräsident des Energiekonzerns Axpo, und Gianni Operto, Präsident von AEE Suisse, der Dachorganisation der Wirtschaft für erneuerbare Energien und Energieeffizienz.

    Der angesprochene Vorschlag lässt sich in zwei Worten zusammenfassen: Gleitende Marktprämie. Der Bundesrat schlägt für die Energiegesetzrevision ein Modell mit Investitionsbeiträgen vor. Die Beträge werden im Vornherein fix festgelegt. Problematisch ist aus Sicht der Autoren, dass es kaum möglich sein werde, die volkswirtschaftlich effizienteste Beitragshöhe zu ermitteln. Entweder gebe es eine nicht notwendige Überförderung oder es würden zu wenig Mittel veranschlagt, was zur Stilllegung nicht mehr rentierlicher Anlagen führe. Die gleitende Marktprämie, für die sich eine „breite Allianz der Schweizer Energiewirtschaft“ einsetze, werde in anderen Ländern schon erfolgreich angewandt. Dabei würden Produktionskapazitäten in einem Wettbewerb ausgeschrieben. „Den Interessenten mit den tiefsten Angeboten wird darauf über eine gewisse Laufzeit eine minimale Vergütung für den produzierten Strom zugesichert – aber nur, falls der Marktpreis diesen nicht abdeckt.“ Die gleitende Marktprämie fördere genau und nur so viel wie nötig. Sie ist deshalb keine Subvention, sondern das faire Preisschild einer zentralen Dienstleistung.

    Da sich derzeit der Ausbau von erneuerbaren Kapazitäten in der Schweiz für Stromversorger nicht lohne, investierten Schweizer Energieversorger und institutionelle Investoren im Ausland. Zum Ende 2019 habe sich der so finanzierte Ausbau von erneuerbaren Kapazitäten auf 11,5 Terawattstunden erhöht, knapp ein Fünftel der gesamtschweizerischen Jahresproduktion.

  • Axpo platziert grüne Anleihe über Loanboox

    Axpo platziert grüne Anleihe über Loanboox

    Axpo hat einen sogenannten Green Bond über die digitale Kapitalmarktplattform des Zürcher Fintechs Loanboox platziert, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Die festverzinsliche Anleihe in Höhe von 133 Millionen Franken hat eine Laufzeit von sieben Jahren.

    Axpo will den Nettoerlös der Anleihe für Investitionen in erneuerbare Energien einsetzen. Das Unternehmen hebt dabei Windenergie- und Photovoltaikprojekte hervor. Insgesamt wolle Axpo mit dem Green Bond „ihre Stellung als grösste Schweizer Produzentin von erneuerbaren Energien“ stärken und den Kreis ihrer Investoren erweitern, heisst es.

    Den Angaben von Loanboox zufolge ist Axpo die erste Emittentin, die einen Green Bond vollständig digital über die Fremdkapitalmarktplattform platziert. „Diese erste Anleihe ist ein Beweis dafür, dass unser digitaler Prozess einen Mehrwert für alle Marktteilnehmer schafft“, sagt Philippe Cayrol, CEO von Loanboox. „Wir sind stolz und freuen uns, zusammen mit innovativen Kunden und Partnern neue Standards in Sachen Transparenz, Preisbildung und Zuteilung im Primärmarkt zu schaffen – in der Schweiz und Europa“, fügt er hinzu.

  • Schweizer Firma entwickelt Blockchain-Handelsplattform für Ökostrom

    Schweizer Firma entwickelt Blockchain-Handelsplattform für Ökostrom

    Strom aus der Region und dem Strommix dabei selber bestimmen: Dies ermöglicht die Blockchain-Plattform des Energieunternehmens Elblox AG mit Sitz in Olten. Die Grundidee kam den Betreibern bereits im Jahr 2015 bei einem Management-Workshop innerhalb des Schweizer Energiekonzerns «Axpo», wie die Wirtschaftsförderung des Kantons Solothurn berichtet.

    Solche Plattformen sind derzeit in Deutschland, Schweden und Finnland im Einsatz. Kunden können dabei die Stromproduzenten selber auswählen. Die Stromlieferung lässt sich in Echtzeit zurückverfolgen und bietet Anbietern und Nutzern neue Möglichkeiten, wie beispielsweise Strom von der Solaranlage des Nachbarn zu beziehen oder auch von einem Windrad in der Region. Wer beispielsweise selber eine Photovoltaikanlage betreibt, aber nicht allen Strom verbraucht, kann den Reststrom auf der Plattform anbieten. Im Idealfall kennen sich Kunde und Stromproduzent persönlich, wie Frédéric Maurer, Verkaufs- und Entwicklungschef von Elblox im Bericht zitiert wird.

    Das Problem für eine solche Plattform in der Schweiz nennt Maurer auch gleich: Die hierzulande fehlende Strommarktliberalisierung für Kleinkunden mit einem Verbrauch von bis zu 100’000 Kilowattstunden im Jahr. Für kleine Betreiber sei man mit der Plattform derzeit deshalb ausschliesslich im Ausland aktiv. Für die Schweiz arbeite man aber an entsprechenden Pilotprojekten und sei zuversichtlich, dass die vollständige Liberalisierung des Strommarktes voranschreite.