Schlagwort: Bahn

  • Regierungsrat plant Infrastruktur-Schub im Glattal

    Regierungsrat plant Infrastruktur-Schub im Glattal

    Das Glattal zählt zu den dynamischsten Entwicklungsregionen im Kanton Zürich, strategisch gelegen zwischen Zürich, Winterthur und dem internationalen Flughafen. Der Regierungsrat beantragt nun dem Kantonsrat ein Gesamtpaket in Höhe von 543 Millionen Franken, um die Infrastruktur gezielt zu stärken. Geplant sind die Verlängerung der Glattalbahn ins Steinackergebiet, eine Velohauptverbindung Richtung Bassersdorf sowie Hochwasserschutzmassnahmen am Altbach.

    Mobilitäts- und Umweltschub für die Flughafenregion
    Die Kombination aus Bahnausbau, Veloinfrastruktur und Gewässerschutz adressiert gleich mehrere zentrale Ziele des kantonalen Richtplans. Die verlängerte Glattalbahn soll das Industriegebiet von Kloten besser anbinden, während die Velohauptverbindung eine umweltfreundliche Alternative für Pendler schafft. Zugleich schützt der geplante Hochwasserschutz die Bevölkerung und kritische Infrastrukturen wie den Flughafen vor Naturgefahren.

    Effiziente Umsetzung durch Synergien
    Die räumliche Nähe der drei Teilprojekte erfordert eine gemeinsame Planung und bietet damit ideale Voraussetzungen für eine effiziente Umsetzung. Durch gebündelte Bauphasen können Bauzeit, Kosten und Beeinträchtigungen reduziert werden. Der Baustart ist ab Mitte 2027 vorgesehen, die Bauzeit beträgt rund fünf Jahre.

    Kostenbeteiligung durch Bund und Gemeinden
    Obwohl das Projektvolumen 543 Millionen Franken umfasst, wird der Kanton voraussichtlich nur rund 290 Millionen Franken selbst tragen. Der Bund beteiligt sich mit bis zu 40 % an Bahn und Veloweg, beim Hochwasserschutz liegt die Beteiligung zwischen 35 und 45 %. Auch Mehrwertbeiträge der Stadt Kloten und privater Investoren sind eingeplant.

    Klarer Entscheid trotz kommunaler Ablehnung
    Zwar wurden 2024 zwei kommunale Vorlagen zur Gebietsentwicklung im Steinackergebiet von der Klotener Bevölkerung abgelehnt, doch die Glattalbahn selbst war nicht Teil dieser Abstimmung. Nach einer umfassenden Überprüfung sieht der Regierungsrat das bestehende Projekt dennoch als die zweckmässigste Lösung, sowohl wirtschaftlich als auch verkehrs- und raumplanerisch.

  • Implenia baut Bahnstrecke in Norditalien

    Implenia baut Bahnstrecke in Norditalien

    Die Implenia AG hat zusammen mit dem italienischen Bauunternehmen Webuild den Zuschlag für die Planung und den Bau einer Hochleistungsbahnstrecke zwischen Fortezza und Ponte Gardena in Norditalien erhalten. Der Bau- und Immobiliendienstleister mit Sitz in Dietlikon entwickelt und realisiert das Projekt zu 49 Prozent im Auftrag der Rete Ferroviaria Italiana S.p.A., der Eigentümerin des italienischen Eisenbahnnetzes, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Der Projektanteil von Webuild liegt bei 51 Prozent. Der Auftrag hat ein Gesamtvolumen von 1,07 Milliarden Euro.

    Die 22,5 Kilometer lange Strecke schliesst an den Brenner Eisenbahntunnel auf der italienischen Seite der Alpen an. Die grösstenteils unterirdische Erweiterung soll künftig schnellere Verbindungen und höhere Kapazitäten zwischen München und Verona ermöglichen. Die Personen- und Güterzüge sollen auf der neuen Strecke wesentlich schneller fahren können. Bisher sind sie aufgrund von Steigungen verhältnismässig langsam unterwegs, heisst es weiter in der Medienmitteilung.

    Neben der Verbesserung der Mobilität sowie der Modernisierung der Infrastruktur in Norditalien dienen die bereitgestellten Mittel auch der Schaffung von Arbeitsplätzen. So wird das Projekt laut Medienmitteilung direkt und indirekt etwa 15‘000 neue Jobs in den kommenden Jahren schaffen.

    „Implenia ist stolz, einen so wichtigen Teil des künftigen europäischen Schienennetzes zu planen und bauen“, wird Christian Späth, Leiter des Bereichs Bauingenieurwesen bei Implenia, in der Medienmitteling zitiert.