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  • Zinsupdate Juni 2023

    Zinsupdate Juni 2023

    Nach turbulenten Zeiten im Bankensektor, die eine aussergewöhnliche Volatilität bei den Hypothekarzinsen mit sich brachten, zeigen sich die vergangenen Monate als eine relativ ruhige Periode. Inzwischen hat sich die Kurve der Hypothekarzinsen gänzlich abgeflacht, wobei die SARON-Hypothek immer noch günstiger ausfällt als eine Festhypothek. Die Hypothekarzinsen bleiben gegenüber dem jeweiligen Referenzzinssatz weiterhin hoch. Das liegt am erhöhten Risiko am Finanzmarkt und an der restriktiven Kreditvergabe der Banken.

    Entwicklung der Hypothekarzinsen
    Nach den turbulenten Zeiten im Bankensektor, die eine aussergewöhnliche Volatilität mit sich brachten, haben wir in den vergangenen Monaten eine Periode relativer Ruhe erlebt. Inzwischen hat sich die Kurve der Hypothekenzinsen gänzlich abgeflacht, wobei eine SARON-Hypothek immer noch günstiger ausfällt als eine Festhypothek. Des Weiteren bleiben die Hypothekarzinsen gegenüber dem jeweiligen Referenzzinssatz weiterhin hoch, was auf das erhöhte Risiko am Finanzmarkt und auf die restriktive Kreditvergabe der Banken zurückzuführen ist.

    Prognose SARON-Hypothek
    Wir verorten weiterhin einen Höhepunkt für den Leitzins bei 2.0% und erwarten eine weitere Erhöhung um 25 Bps in der nächsten Sitzung im September. Dies hätte zur Folge, dass eine SARON-Hypothek temporär kostspieliger als eine Festhypothek sein könnte. Zudem schliessen wir jegliche Zinssenkungen bis ins erste Quartal des kommenden Jahres aus.

    Prognose langfristige Festhypotheken
    Der Entscheid der SNB, nur um 25 Bps zu erhöhen, wirkt entgegen der marktimplizierten Entwicklung am Zinsmarkt wie auch den Erwartungen – was einen leichten Anstieg der langfristigen Zinsen zur Folge haben könnte, da der Markt auf ein energischeres Vorgehen der SNB gesetzt hatte. Dennoch dürften sich mit der abnehmenden Inflation auch die langfristigen Referenzzinssätze umkehren. Allerdings ist zu beachten, dass sich diese Entwicklung nicht zwangsläufig auf die festen Zinssätze längerfristiger Festhypotheken auswirkt, da die Risikoprämien aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit höher ausfallen. Daher rechnen wir damit, dass die langfristigen Festhypothekenzinssätze auf dem derzeitigen Niveau verbleiben werden.

    Empfehlungen von Property Captain
    Die Sitzung hat einmal mehr verdeutlicht, dass die SNB mit stoischer Haltung ihrem Kampf gegen die Inflation nachgeht und nicht zögert, weiter an den geldpolitischen Stellschrauben zu drehen. Die Folgen der Bankenkrise lassen sich weiterhin auf dem Zinsmarkt ausmachen und manifestieren sich in hohen Margen bei Hypothekarkrediten. In dieser Situation ist es von entscheidender Bedeutung, die eigenen Optionen und Risiken genau zu kennen. Property Captain kann Ihnen dabei zur Seite stehen, eine umfassende und transparente Grundlage für Ihre Finanzierungsentscheidungen zu erstellen. Wir helfen Ihnen dabei, den Überblick zu behalten und die richtigen Entscheidungen zu treffen.

  • Entwicklung des Zinsumfeldes

    Entwicklung des Zinsumfeldes

    Die beispielslosen Umstände, welche die Weltwirtschaft plagen, belasten auch die Schweizer Haushalte, die im Monat August im Vergleich zum Vorjahresmonat eine durchschnittliche Teuerung von 3.5% hinnehmen mussten. Mit einer Teuerung um 0.10 Prozentpunkte mehr als im Vormonat ergibt sich aus der Datengrundlage immer mehr Evidenz für eine Teuerung in den restlichen Segmenten, die nicht direkt von den steigenden Rohstoffpreisen betroffen waren. Durch diesen ungewollten Umschlag verschärft sich hierzulande für die Produzenten wie auch für die Konsumenten nun die wahrgenommene Inflation. Diese Wahrnehmung fliesst selbstverständlich bei den Preis- und Lohnverhandlungen mit ein und giesst im Falle einer deutlichen Abweichung zum Inflationsziel der SNB weiteres, und zwar teures Öl ins Feuer.

    Aus geldpolitischer Sicht ist es daher essentiell, einen Brand zu verhindern. Die SNB wird deshalb in der Ausübung ihres Hauptmandats – nämlich der Gewährleistung der Preisstabilität – nicht zögern, die Zinsschraube weiter anzuziehen und auch so lange festzuhalten, bis das Inflationsziel von langfristig maximal 2% erreicht wird. Daher ist es naheliegend, dass eine Anhebung in gleicher Höhe für die kommende Sitzung im Dezember ganz bestimmt nicht auszuschliessen ist

    Entwicklung der Hypothekarzinsen
    Zwangsläufig wird der zukünftige geldpolitische Kurs der Not gehorchend die Hypothekarmärkte und letztlich auch die Kreditnehmer belasten. Die Nulluntergrenze bei SARON-Hypotheken ist nun redundant und die Zinskosten für dieses Kreditprodukt erhöhen sich erheblich. Die Festhypotheken sind ebenfalls teurer, denn die Zinssätze bewegen sich über alle Laufzeiten hinweg auf ihrem Höchststand. Zusätzlich unterliegen die Zinssätze für Kreditprodukte aufgrund der herrschenden Unsicherheit starken Schwankungen.

    Prognose SARON-Hypothek
    Ab heute ist das Tiefzinsniveau für unbestimmte Zeit nur noch im Rückspiegel zu betrachten. Weitere Leitzinsanhebungen stehen bevor, wobei wir per Jahresende einen Leitzins bei 1.00% als wahrscheinlichstes Szenario einstufen. Sicher ist, dass der Leitzins nächstes Jahr höher liegen wird als heute. Solange die Unsicherheiten an den Zinsmärkten dominieren, werden Hypotheken höheren und volatilen Zinssätzen unterliegen. Wenn der Leitzins und somit auch der SARON-Satz auf 1.00% per Ende Jahr ansteigt, verteuern sich auch die SARON-Hypotheken entsprechend. Wir erwarten, dass Hypothekarnehmende – abhängig von der festgelegten Marge – für eine SARON-Hypothek per Ende Jahr zwischen 1.60% und 2.00% bezahlen müssen.

    Prognose langfristige Festhypotheken
    Auf Seiten der langfristigen Festhypotheken dürfte der Zinsanstieg bis Ende Jahr bescheidener sein, da dieser vom Markt erwartet und somit in den letzten Monaten bereits eingepreist wurde. Während der 10-jährige Referenzzinssatz noch vor einem Jahr unter der Nullgrenze lag, ist er in kurzer Zeit auf über 2% gestiegen. Ein merklicher Anstieg bis Ende Jahr ist nicht zu erwarten, sollten sich die Eindämmungsmassnahmen für die Inflation als wirkungsvoll erweisen. Wir rechnen für die zehnjährige Festhypothek mit eher seitlich tendierenden Hypothekarzinsen, die per Ende Jahr bei zwischen 2.80% bis 3.20% zu liegen kommen dürften.

    Empfehlungen
    Die rasche Entwicklung am Hypothekarmarkt zeigt, wie schnell und verheerend sich das Zinsumfeld in unruhige Gewässer umschlagen kann. Daher ist es wärmstens zu empfehlen, seine Optionen sowie Risiken zu kennen und einen breiten Marktvergleich vorzunehmen. Abschliessend kann eine vollständige und saubere Vergleichsgrundlage von Property Captain bei Ihren Finanzierungsentscheidungen als notwendige Stütze dienen. Gerne stehen wir Ihnen bei Property Captain für eine professionelle Beratung zur Seite und vergleichen für Sie die Angebote von zahlreichen Finanzierungspartnern.