Schlagwort: Baudenkmal

  • Ferien im Baudenkmal in den Naturpärken der Schweiz

    Ferien im Baudenkmal in den Naturpärken der Schweiz

    Die Schweizer Pärke schätzen und achten Natur und Landschaft als Lebensgrundlage. Sie engagieren sich für eine reiche Biodiversität, eine hohe Landschaftsqualität und die Energiewende. Gleichzeitig setzen sie sich für die Erhaltung des kulturellen Erbes ein und entwickeln touristische Angebote, welche die Wertschöpfung in den Regionen erhöhen. Die Stiftung Ferien im Baudenkmal setzt sich für den sinnvollen Fortbestand bestehender Bauten und Kulturlandschaften ein. Mit jedem geretteten Haus sensibilisiert sie ihre Feriengäste für Themen der nachhaltigen Baukultur.

    Die gemeinsamen Werte der Nachhaltigkeit sind der Grund, für die kommunikative Vernetzung der beiden Institutionen. Zurzeit befinden sich 22 Baudenkmäler der Stiftung in zwölf Schweizer Pärken. Dank der gegenseitigen Kommunikation finden sich Feriengäste vor Ort leichter zurecht und können ausgehend von den Baudenkmälern die regionale Baukultur und Natur hautnah erleben.

    Im Rahmen der Kooperation soll das Angebot der Stiftung Ferien im Baudenkmal in den Pärken aktiv erweitert werden. Sanfter Tourismus fördert das Bewusstsein und das Engagement für das kulturelle Erbe.

    Entdecken Sie alle Naturpärke, in denen Sie gleichzeitig auch Ferien im Baudenkmal verbringen können. Während dem Aufenthalt in den Baudenkmälern lassen sich Ausflüge zu allen Sehenswürdigkeiten der Pärke unternehmen. Erleben Sie die landschaftliche und kulturelle Vielfalt der Schweiz.

  • Vom ehemaligen Pfarrhaus zur sanft renovierten Ferienwohnung

    Vom ehemaligen Pfarrhaus zur sanft renovierten Ferienwohnung

    Baukultur erlebbar zu machen, heisst die Maxime der Stiftung für Ferien im Baudenkmal. Ab 2021 sollen beispielsweise die Renovationsarbeiten eines ehemaligen Pfarrhauses im Wallis beginnen, das zu einer Ferienwohnung umgebaut wird. Das ehemalige Pfarrhaus – «Kaplanei» genannt – steht im Walliser 400-Seelen-Dorf Ernen. Es wurde 1776 gebaut und bis 1952 als Pfarrhaus genutzt. Seither steht das Anwesen grösstenteils leer und verfällt zusehends. Das wird sich nun ändern, da die Stiftung Ferien im Baudenkmal das Gebäude Ende 2018 im Baurecht übernehmen konnte.

    Durch den langen Leerstand habe die «Kaplanei» gelitten, sagt Nancy Wolf, Verantwortlich für Marketing und Kommunikation bei der Stiftung. Obwohl die Eigentümerschaft, in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege, die Aussenfassade samt Fenster und dem Dach restauriert hat, sind weder moderne Kücheneinrichtungen noch zeitgemässe Sanitär- und Heizungsinstallationen vorhanden.

    Gebäude mit eigener Hauskapelle
    Vorgesehen ist, sich bei den umfangreichen Sanierungsarbeiten – dazu gehört hauptsächlich die Instandsetzung der Innenräume – auf den Erhalt der bestehenden Substanz zu konzentrieren. Einzig die Einbauten in Küche und Bad sollen in einer zeitgenössischen Formensprache zurückhaltend umgesetzt werden. Das wohlproportionierte Vorschutz-Haus besteche besonders durch den Wechsel von Holz und Stein an seinen Traufseiten und durch die mit rotem Tuffstein gerahmten Türen und Fenster. Sie würden Reichtum und Würde ausstrahlen, betonen die Projektverantwortlichen. Charakteristisch für diesen Bautyp wurde der hintere Hausteil mit Küche aus Stein erstellt. Im Innern befindet sich zudem eine eigene Hauskapelle. Beim Betreten des Empfangszimmers, der Pfründstube, fällt das sauber bearbeitete, stark geschweifte Täfer mit den tief gebuchten Fasen auf, von denen es heute nicht mehr viele gibt, ist im Projektbeschrieb zu lesen. Der würfelförmige Ofen zeigt den Heiligen Georg auf dem Ross, den Patron der Kirche und der Pfarrei, sowie die Heilige Katharina mit dem Rad.

    Haus mit herrschaftlichem Charakter
    Im ersten und im zweiten Stock findet man religiöse Inschriften auf Lateinisch, mit denen man Bewohnern wohl praktische Lebensanweisungen geben wollte, vermuten die Denkmalschützer. Ein Raum im oberen Stock ist mit einer gewölbten Gipsdecke versehen. In der Mitte trohnen ein Gemälde. Gemalte, tulpenförmige Blumen an den Konsolen und die rundbogenartigen Portale zum Keller verleihen dem Haus seinen herrschaftlichen Charakter. Künftige Ferienwohnungsbesitzer können diese Schätze bald bestaunen. ■