Schlagwort: Bauetappen

  • Areale im Kanton Zug

    Areale im Kanton Zug

    Der kantonale Richtplan regelt die Grundzüge der angestrebten räumlichen Entwicklungen. Dieser hält in Text und Karte fest, wie sich die Kantone und Gemeinden entwickeln sollen.

    Das Bedürfnis nach mehr bezahlbaren Wohnraum wird von der Politik und dem Kanton wahrgenommen: In den verschiedenen Arealen entstehen neben «herkömmlichen» Wohnungen auch Wohnungen für Familien, preisgünstige Wohnungen sowie Wohnungen für die ältere Bevölkerungsschicht.

    Nahezu auf dem ganzen Perimeter der «Talgemeinden» erstrecken sich verschiedenste Arealentwicklungen. Neben den Arealen wird auch die Verkehrslage weiterentwickelt und an die erhöhte Nutzung angepasst: Beispiele gehen vom Umbau der Bushaltestellen bis zur Umfahrung, um das Stadtzentrum Cham zu entlasten. Dazu zählen auch Car-Sharing Konzepte, wie zum Beispiel auf dem Areal Papieri in Zusammenarbeit mit der AMAG.

    Auch im öffentlichen Verkehr tut sich einiges. In Zukunft soll das Papieri Areal in Cham einen Schnellbus über die Schnellstrasse der Umfahrung erhalten und das Areal Unterfeld Süd eine Haltestelle im Quartier.

    Insbesondere bei neuen Projekten spielt die Nachhaltigkeit eine entscheidende Rolle. Der Raum Zug nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein. Das Papieri-Areal in Cham wurde mit dem renommierten Watt d’Or des Bundesamts für Energie ausgezeichnet. Dies unterstreicht die Initiative des Areals im Bereich erneuerbarer Energien. Hier wird ein klimaneutraler Stadtteil geschaffen, der vollständig auf erneuerbare Energiequellen setzt und 75% seines Energiebedarfs vor Ort deckt. Zu den innovativen Technologien, die zur hohen Energieautarkie beitragen, zählen Wasserkraftwerke und Photovoltaikanlagen. Geothermie wird für die Wärme- und Kälteversorgung genutzt.

    Das Nachhaltigkeitszertifikat, vergeben von der Schweizer Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft der Suurstoffi in Rotkreuz, würdigt die nachhaltige Bauweise und die ganzheitliche Planung des Projekts. Die Auszeichnung belegt, dass hier höchste Standards in Bezug auf Energieeffizienz, Mobilität und Biodiversität eingehalten werden. Die Projekte zeigen, dass Zug nicht nur ökologische Verantwortung übernimmt, sondern auch als Modell für zukunftsweisende Stadtentwicklung in der Schweiz dient. Durch den Einsatz innovativer Konzepte und Technologien positioniert sich der Kanton Zug als Vorreiter in der nachhaltigen Gestaltung urbaner Lebensräume.

    Auch die übrigen Areale wissen zu überzeugen. Auf dem Tech-Cluster-Areal ist der Bau eines Hochhauses in Holzbauweise vorgesehen. Das «Leuchtturmprojekt» mit dem Namen «Projekt Pi» sieht die Erstellung eines innovativen Wohnhochhauses vor. Mit einer Höhe von 80 Metern ist der Bau eines der höchsten Holzhochhäuser der Schweiz mit preisgünstigen Wohnungen geplant.

    Baar – Unterfeld Süd
    Im Gebiet Unterfeld Süd ist die Erstellung eines gemischt genutzten Quartiers mit rund 400 Wohneinheiten und zirka 1’000 Arbeitsplätzen vorgesehen. Die Grundstrukturen wurden von Vertreterinnen und Vertretern der Bevölkerung von Baar gemeinsam mit Expertinnen und Experten unter der Führung der Gemeinde festgelegt. Der Baarer Bevölkerung wurde am 22. September 2024 der Bebauungsplan der ersten von drei Bauetappen zur Abstimmung vorgelegt. Mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 74 Prozent wurde der Plan angenommen.

    Die Realisierung der ersten Etappe umfasst das Hochhaus bei der Stadtbahnhaltestelle Baar Lindenpark sowie das benachbarte Gewerbegebäude. Diese werden in einen gemeinsamen Bebauungsplan überführt. Der frühestmögliche Baubeginn der ersten Etappe ist für das Jahr 2025 vorgesehen. Die übrigen Baufelder werden parallel dazu entwickelt und in nachfolgenden Bauetappen realisiert. Das Projekt von Implenia wird nach derzeitigem Stand der Planung im Jahr 2029 vollendet sein, sofern die nachfolgenden Pläne von den zuständigen Stellen angenommen werden und der Bau nach Plan verläuft.

    Hinterberg Süd (Städtler Allmend)
    Auf dem Areal Hinterberg Süd im Chamer Arbeitsgebiet Städtler Allmend wird ein neuer, lebendiger und gut erschlossener Arbeits- und Einkaufsort für die Bevölkerung entstehen. Er bietet attraktiven Raum für die Ansiedlung neuer Unternehmen und in den Erdgeschossen Nutzungen fürs Quartier. Die Obergeschosse der Bürobauten bieten flexible und auf die individuellen Bedürfnisse zukünftiger Unternehmungen anpassbare Räume. In den Erdgeschossen sind öffentlich zugängliche Nutzungen wie zum Beispiel ein Restaurant, ein Café oder eine Bäckerei angeordnet. Sie bieten den Arbeitenden, Einkaufenden, Besucherinnen, Besuchern sowie Passantinnen und Passanten diverse Konsummöglichkeiten und tragen zur Belebung des Areals bzw. des gesamten Quartiers bei. Die vier Gebäude umfassen einen öffentlichen Platz – das eigentliche Herzstück des Areals, welcher der Allgemeinheit als Aufenthalts- und Begegnungsort offensteht.

    Bösch Hünenberg
    Um den Anforderungen eines wachsenden Dienstleistungs- und Gewerbegebietes gerecht zu werden, ist eine Anpassung der Infrastruktur notwendig. Das Gebiet Bösch soll für Arbeitskräfte und Unternehmen attraktiver werden und künftig Platz für 6000 Arbeitsplätze bieten. Diese Verdichtung ist im kantonalen Richtplan vorgesehen. Er ist für die Gemeinde Hünenberg behördenverbindlich. Die Vision sieht vor, dass sich das Gebiet Bösch zu einem modernen und urbanen Arbeitsort entwickelt, der für Investorinnen und Investoren attraktiv ist. Dafür soll durch bauliche Verdichtung Raum geschaffen werden, was auch zu einer Erhöhung der Arbeitsplätze führen kann. Eine ganzheitliche Landschaftsgestaltung und eine gut organisierte Mobilität sorgen dafür, dass mehr Lebensqualität im Bösch ermöglicht wird. Neue Freizeit-, Versorgungs- und Gastronomieangebote ergänzen den Arbeitsalltag im Bösch ideal.

    Am 9. Dezember 2024 entscheidet die Gemeindeversammlung über den Strassenkredit von 2,9 Millionen Franken für die Finanzierung der 1. Etappe zur Umsetzung des Betriebs- und Gestaltungskonzepts im Bösch.

    LG Zug
    Das LG-Areal hat aufgrund seiner Grösse und prominenten Lage eine zentrale Bedeutung für die städtebauliche Wahrnehmung und den urbanen Charakter von Zug. An der Stelle des ehemaligen Industrieareals soll ein lebendiger Stadtteil mit einer überzeugenden architektonischen Gestaltung entstehen. Mit dem erforderlichen Bebauungsplan stellt das Planungs- und Baugesetz des Kantons Zug eine qualitativ hochwertige Entwicklung und Realisierung sicher.

    Papieri Cham
    Auf dem Papieri-Areal entwickelt die Cham Group ein neues Wohn- und Arbeitsquartier mit industriellem Charme. Direkt an der Lorze werden die prägenden Bestandsbauten der ehemaligen Papierfabrik mit markanten Neubauten ergänzt und nachhaltig realisiert. Hier entsteht ein neuer Begegnungsort mit überregionaler Ausstrahlung, an dem sich Geschichte und Gegenwart die Hand reichen. Auf dem Areal der ehemaligen Papierfabrik entsteht in mehreren Etappen auf elf Hektaren ein neuer Stadtteil mit rund 1’000 Wohnungen und 1’000 Arbeitsplätzen. Er entsteht nicht auf der grünen Wiese, sondern inmitten geschichtsträchtiger Bauten: Mit der Umnutzung prägender Bestandesbauten wird der Bezug zur Vergangenheit gewahrt – die industriellen Wurzeln des Quartiers bleiben spürbar.

    Ergänzt werden sie durch markante Neubauten, darunter fünf Hochhäuser mit beeindruckender Fernsicht. Das neue Quartier direkt an der Lorze bietet einen attraktiven Mix aus Gewerbeflächen, Wohnungen, Lofts, Arbeitsplätzen, Ateliers, Freiräumen und publikumsorientierten Nutzungen. Dies alles auf einem nachhaltig und ausgewogen gestalteten Areal, das seine eigene Geschichte pflegt – und weiterschreibt.

    Das Papieri-Areal schafft neue Grundlagen für eine energieeffiziente, klimaneutrale und nachhaltige Gesellschaft. Es ist ein schweizweit wegweisendes Projekt.

    Spinnerei an der Lorze
    Einst liefen in der grössten Spinnerei der Schweiz viele Fäden zusammen. Der Bau der Spinnerei an der Lorze prägte zur Mitte des 19. Jahrhunderts die Entwicklung Baars. Rund um das historische Spinnereigebäude entsteht ein neues, lebendiges Quartier mit Läden, Cafés und anderem lokalem Gewerbe, welches die öffentliche Fussgängerzone prägt. Neben den Familienwohnungen und preisgünstigen Wohnungen entstehen zudem solche für die ältere Bevölkerung. Diese werden mit Gemüsegärten, begrünten Fassaden und schattenspendenden Bäumen ergänzt.

    Suurstoffi
    Das Suurstoffi-Areal wurde von der Schweizerischen Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (SGNI) als erstes Areal in der Schweiz mit dem DGNB-Zertifikat in Platin für nachhaltige Quartiere in Planung und Realisierung ausgezeichnet. Die DGNB-Zertifizierung bestätigt, dass Zug Estates mit dem Suurstoffi-Areal in Rotkreuz ein Musterbeispiel für nachhaltige Arealentwicklung realisiert hat. Es erfüllt die umfassenden Qualitätsanforderungen des DGNB-Zertifizierungssystems, das Kriterien wie Energieeffizienz, CO2-Emissionen, Ökobilanz, Graue Energie, Nutzungsflexibilität und Rezyklierbarkeit der eingesetzten Materialien umfasst. Das Suurstoffi-Areal ist eines der ersten Leuchtturmprojekte der letzten 10 Jahre. Dazu gehört auch das Gesundheitsbildungszentrum «XUND», für das derzeit eines der letzten Gebäude fertiggestellt wird.

    Tech Cluster
    Mit einer Gesamtleistungsstudie, an der fünf namhafte schweizer und ein österreichisches Team teilgenommen haben, wurde von Juni 2018 bis Mai 2019 ausgelotet, wie preisgünstiges Wohnen in einem Hochhaus mit modernsten Bauverfahren und nachhaltiger Materialisierung ermöglicht werden kann. Parallel dazu wurde ein Studienauftrag für ein städtebauliches Gesamtkonzept zum umliegenden Geviert der Stadt Zug zwischen Baarerstrasse, Göblistrasse, Industriestrasse und Mattenstrasse erarbeitet.

    Der Tech Cluster Zug baut auf den Vorinvestitionen von V-Zug und weiterer Firmen der Metall Zug Gruppe auf. Sein Potenzial liegt in den vielfältigen Beziehungen und Synergien zwischen den zukünftigen Nutzern. Diese verwandeln das heutige Werkgelände in einen innovativen und spannenden Teil der Stadt Zug.

  • Das Leuengarten-Quartier in Uitikon-Waldegg wächst weiter

    Das Leuengarten-Quartier in Uitikon-Waldegg wächst weiter

    Das in den letzten vier Jahren entwickelte Quartier «Leuengarten» in Uitikon-Waldegg erhält nochmals Zuwachs: Akara realisiert bis circa 2023 etappiert auf vier Baufeldern 17 drei- und vierstöckige Mehrfamilienhäuser. Die Überbauung liegt von der Birmensdorferstrasse zurückversetzt an ruhiger Lage zwischen Panoramaweg und Leuengasse. Die Baubewilligungen für die drei Bauetappen liegen vor, wobei die Bewilligung für das Baufeld der zweiten Etappe als erste rechtsgültig ist.

    Die Bauarbeiten sollen mit der zweiten Etappe Ende 2021 beginnen. Auf einem Areal von 19’303 Quadratmetern entstehen in den drei Bauphasen «Leo», «Lea» und «Leandro» 207 Wohneinheiten, ein kleiner Gewerbeteil sowie 207 Parkplätze. Für die erste Etappe «Leo» zeichnen Zanoni Architekten aus Zürich verantwortlich, während der Auftrag für die zweite Etappe «Lea» an Dachtler Partner AG, Zürich und für die dritte «Leandro» an Atelier ww Architekten SIA AG, Zürich gingen.

    Die 1,5- bis 5,5-Zimmer-Wohnungen mit Schwerpunkt auf 2 bis 4,5 Zimmern sind für Familien, Paare sowie Singles konzipiert und auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten. Die Grundrisskonzeptionen sowie die Materialisierung sind auf die verschiedenen Ansprechgruppen abgestimmt und unterstreichen die Vielfalt der differenzierenden Wohnräume. Jede Etappe wird so ein eigenes Lebensgefühl widerspiegeln.

    Bei der Verkörperung des Gefühls «Selbstverwirklichung» werden in der ersten Etappe mit den entsprechenden Grundrissen und Materialen vor allem Singles und Expats angesprochen. Die umliegende Landschaft wird von den Architekten in die Bauten miteinbezogen. So sind grosszügige Zwischenräume projektiert, die immer wieder den freien Blick in die Natur ermöglichen. Die optimale Einbettung der Gebäude in die bestehende Topografie soll allen Wohnungen eine maximale Besonnung gewährleisten. Die Wohnungen werden über die Leuengasse zugänglich sein. Für die erste Etappe ist eine Holzschalung vorgesehen, die sich an den lokalen Agrarbauten orientiert und diese neu interpretiert. Um das Gemeinschaftsgefühl unter den Bewohnern zu stärken, sind ein grosszügiger Waschsalon, ein Gemeinschaftsraum und zwei flexibel nutzbare Gewerbeeinheiten geplant.

    Im Zeichen des «Wohlbefindens» richten sich Konzept und Ausführungen der Gebäude der zweiten Etappe auf die Bedürfnisse von Familien und Gemeinschaften. Sechs Punktbauten fügen sich harmonisch in die Umgebung ein. Durch die vorgesehene dreispännige Bautypologie mit zwei verschiedenen Ausrichtungen sollen die städtebaulichen Bedürfnisse sowie die optimale Besonnung inklusive Ausblick ins Limmattal gewährleistet werden. Auf einer Grundstücksfläche von 6’059 Quadratmetern entstehen 62 Mietwohnungen.

    Die dritte Bauphase ist mit dem Lebensmotto «Selbstbestimmung» auf die Ansprüche von Zwei-Personen-Haushalten abgestimmt. In Ergänzung sind barrierefreie Wohnungen für Senioren oder Menschen mit Handicap projektiert. Hier sollen qualitativ hochwertige und moderne Wohneinheiten realisiert werden. Die Architekten Atelier ww konzentrieren sich dabei auf die Vorgaben des öffentlichen Gestaltungsplans sowie den Anspruch, die Kontinuität der benachbarten Baufelder typologisch und massstäblich fortzuführen.

    Auf Nachhaltigkeit wird grossen Wert gelegt: Für die Wohnungen werden die Labels SNBS-Gold- («Leo») bzw. SNBS-Platinstandard («Lea» und «Leandro») angestrebt. Sole-Wasser-Wärmepum-
    pen mit Erdsonden und Luft-Wasser-Wärmepumpen sorgen für eine umweltfreundliche Stromproduktion. Hinzu kommt die Eigenstromproduktion via Photovoltaikanlagen auf den Flachdächern, wobei der produzierte Strom direkt an die Mieter in Form eines Zusammenschlusses zum Eigenverbrauch vermarktet wird. Ladestationen für E-Fahrzeuge sind vorhanden. Im Leuengarten gibt es darüber hinaus Carsharing-Angebote von Mobility sowie diverse Gemeinschaftsräume.

    Das in der Entwicklung stehende Quartier punktet mit einem vielfältigen Dienstleistungsangebot wie beispielsweise Gastronomie, Vinothek, Coiffeur, Kindertagesstätte und einer Wellnessoase. Auch die ÖV-Anbindung ist dank der Haltestelle direkt vor der Tür gegeben. Der Autobahnanschluss zur A3 ist nur fünf Autominuten entfernt. Mit dem ÖV können die Bewohner innert 30 Minuten das Zentrum der Stadt Zürich erreichen.

    Die Visualisierung zeigt die Gebäude der zweiten Bauetappe «Lea», die sich das Lebensgefühl Wohlbefinden auf die Fahne geschrieben hat.
    Die dritte Bauphase «Leandro» widmet sich dem Lebensmotto Selbstbestimmung.