Auf einer Fläche von rund 40 000 Quadratmetern – das entspricht etwa der Grösse der Luzerner Altstadt – wird ein neues Stadtquartier unter den Zielvorgaben der 2000-Watt-Areale realisiert, schreiben die SBB in einer Mitteilung. Entwicklerin des neuen Quartiers «Rösslimatt» – dieses liegt zentral direkt neben dem Bahnhof Luzern – ist die SBB. Die Projektverantwortlichen nennen das entstehende Quartier einen neuen und identitätsstiftenden Stadtbaustein.
Neben dem neuen Standort der Hochschule Luzern entstehen in den nächsten rund zwanzig Jahren auf fünf weiteren Baufeldern Gebäude mit Wohn-, Büro-, Dienstleistungs- und Gastronomieflächen. Ausserdem sollen neue Aussenräume und Grünflächen geschaffen und bestehende aufgewertet werden. Diese grosse Zeitspanne für die Entwicklung des Areals liegt daran, weil die späteren Etappen erst nach dem Bau des Durchgangsbahnhofs und der Freistellung der weiteren Arealflächen umgesetzt werden können, wenn das gesamte Areal umgezont wird und die Nutzungsbestimmungen angepasst werden.
Vielseitige Geschäftszone
«perron» ist das erste Gebäude, welches auf dem Areal «Rösslimatt» realisiert wird. Die erste Bauetappe sieht neben der Hochschule eine Geschäftszone für Dienstleistungsbetriebe sowie Gastronomie und Retail vor. Als Witterungsschutz dienen beim Geschäftshaus «perron» umlaufende Veranden. Gemeinsam mit den die Höhe betonenden vertikalen Elementen verleihen sie der Fassade Struktur. Im Erdgeschoss mit zweigeschossiger Arkade sollen Verkaufs-, Gastronomie und Schulnutzungen das Quartier beleben. Mit diesem Bürokomplex und den folgenden Bauetappen B und C komme die SBB der aktuellen und künftigen Nachfrage nach zusammenhängenden Dienstleistungsflächen in Luzern nach.
Nachhaltiger Umgang mit Ressourcen
Zudem würden die Anforderungen der 2000-Watt-Gesellschaft erfüllt. Das Zertifikat für «2000-Watt-Areale» zeichnet Siedlungsgebiete aus, die einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen für die Erstellung der Gebäude, deren Betrieb und Erneuerung sowie die durch den Betrieb verursachte Mobilität nachweisen können. Die Auszeichnung wird durch das Bundesamt für Energie (BFE) übergeben. ■


