Schlagwort: Baugewerbe

  • Treuhandunternehmen erweitert Angebot mit Branchensoftware für Bau-KMU

    Treuhandunternehmen erweitert Angebot mit Branchensoftware für Bau-KMU

    Die Gewerbe-Treuhand AG mit Sitz in Luzern erweitert ihr Angebot von Branchensoftware. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, bietet das Unternehmen für KMU aus dem Baunebengewerbe die Software AbaBau von Abacus Business Solutions AG an.

    Das Unternehmen in Thalwil ZH ist eine Tochter der Abacus Research AG. Es entwickelt diese Spezialsoftware mit einem Expertenteam von 80 Mitarbeitenden.

    Die Gewerbe-Treuhand als Abacus-Partner organisiert nicht nur den Vertrieb der Bausoftware, sondern begleitet die nutzenden KMU auch bei der praxisorientierten und prozessoptimierenden Einführung und Umsetzung in der Praxis.

    Nutzende Unternehmen erhalten zudem die Möglichkeit, bei personellen Engpässen oder temporären Stellvertretungen für administrative Aufgaben ihren Treuhandpartner beizuziehen, heisst es in der Mitteilung.

    Die Gewerbe-Treuhand ist bereits 2019 Vertriebspartnerin der Abacus Research AG. Die neue Partnerschaft mit der Abacus Business Solutions baut auf dieser Zusammenarbeit auf.

  • Bautätigkeit bleibt stabil

    Bautätigkeit bleibt stabil

    Die Bautätigkeit hat im ersten Quartal 2025 im Jahresvergleich ein kleines Plus von 0,4 Prozent auf 4,7 Milliarden Franken realisiert, informiert der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) in einer Mitteilung. Er schätzt die Bautätigkeit trotz der internationalen Handelskonflikte als stabil ein. Für das Gesamtjahr geht der Verband von einem Wachstum der Bautätigkeit um 1,1 Prozent im Jahresvergleich aus.

    Bei den einzelnen Sektoren im Baugewerbe haben die Fachleute des SBV im Berichtsquartal unterschiedliche Entwicklungen beobachtet. So fiel der Wirtschaftsbau gegenüber dem ersten Quartal 2024 um 7 Prozent schwächer aus. Die Bautätigkeit im öffentlichen Hochbau legte hingegen gleichzeitig um 23 Prozent zu. Beim Tiefbau wurde ein Rückgang der privaten Bautätigkeit von einem Wachstum des wesentlich stärkeren öffentlichen Tiefbaus um 2,8 Prozent weitgehend ausgeglichen. Unterm Strich verbleibt ein Rückgang der Bautätigkeit im Tiefbau um rund 2 Prozent.

    In der Mitteilung streicht der SBV die «überraschend» positive Entwicklung im Wohnungsbau heraus. Hier lag der Umsatz mit 1,7 Milliarden Franken um 2,4 Prozent über dem Wert des Vorjahresquartals. Als «besonders erfreulich» schätzen die Fachleute des SBV das gleichzeitig beobachtete Wachstum der Neuaufträge um 11 Prozent im Jahresvergleich ein. Sie führen dies auf die erhöhte Anzahl Baugesuche im Vorjahr zurück, die sich nun «allmählich in den Auftragsbüchern» niederschlage.

  • Raiffeisen analysiert Wegfall des Eigenmietwerts

    Raiffeisen analysiert Wegfall des Eigenmietwerts

    Raiffeisen hat die geplante Abschaffung der Besteuerung des Eigenmietwerts bei selbstgenutztem Wohneigentum analysiert.  Das Bundesparlament hat in der Wintersession im Dezember den Systemwechsel bei der Wohneigentumsbesteuerung beschlossen. Nun hat das Volk an der Urne das letzte Wort, heisst es in einer Medienmitteilung der zweitgrössten Schweizer Bankengruppe.

    Sollte die Vorlage angenommen werden, würden Wohneigentümerinnen und -eigentümer beim vorherrschenden tiefen Zinsniveau je nach Haushaltstyp zum Teil erhebliche Steuerersparnisse erzielen, heisst es weiter. Der Wohnkostenvorteil von Wohneigentum gegenüber der Miete wachse stetig und könnte im Jahresverlauf auf bis zu 30 Prozent steigen.

    Bei einer Abschaffung des Eigenmietwerts würde Wohneigentum im aktuellen Marktumfeld insgesamt spürbar an finanzieller Attraktivität und folglich auch an Wert gewinnen, so Raiffeisen. Eigenheime in sanierungsbedürftigem Zustand dürften allerdings aufgrund der durch die Reform wegfallenden latenten Steuerabzüge an Wert einbüssen.

    «Zu den potenziellen Verlierern der Reform zählt auch unter anderem das Baugewerbe. Dieses dürfte zwar in der Übergangsphase bis zum Inkrafttreten der Reform kurzfristig von vielen Last-Minute-Aufträgen profitieren, doch langfristig werden wegen des Wegfalls eines Grossteils der steuerlichen Unterhaltsabzüge weniger Mittel in die Sanierung von Wohngebäuden fliessen», wird Fredy Hasenmaile zitiert, Chefökonom von Raiffeisen Schweiz.

    Bleibe das vorherrschende Zinsumfeld bestehen, hätte im Zuge der Reform auch der Fiskus auf Jahre hinaus mit Mindereinnahmen in Milliardenhöhe zu rechnen.

  • Baugewerbe bekommt weniger Aufträge

    Baugewerbe bekommt weniger Aufträge

    Der Auftragseingang im Baugewerbe ist im ersten Quartal 2023 um 8,1 Prozent geringer als im Vorjahresquartal ausgefallen, informiert der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) in einer Mitteilung. Er geht davon aus, dass sich dieser Rückgang in den nächsten ein bis zwei Jahren nachteilig auf die Bautätigkeit auswirkt. Der SBV führt den Schwund bei den Auftragseingängen auf gestiegene Zinsen und Baukosten sowie eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums zurück.

    Beim Wohnungsbau könnte die geringere Bautätigkeit nach Ansicht des SBVs zu einer Verlagerung vom Wohnungsüberschuss zum Wohnungsmangel führen. Als Gegenmassnahmen fordert der Verband „ein Bündel von praxisorientierten Massnahmen“. Konkret werden in der Mitteilung unter anderem die Eindämmung von Einsprachen und kürzere Einsprachefristen sowie der Abbau von „Überregulierungen“ in Richtplänen und Gesetzen genannt. Wohnbauförderung solle nach marktwirtschaftlichen Kriterien und nicht durch staatliche Intervention erfolgen.

    Kurzfristig sieht der SBV die Aussichten im Baugewerbe positiv. Zwar sind die Umsätze im Bauhauptgewerbe im ersten Quartal um 150 Millionen Franken oder 3,1 Prozent geringer als im Vorjahresquartal ausgefallen. Für das zweite Quartal prognostiziert der vom SBV in Zusammenarbeit mit der Credit Suisse erhobene Bauindex jedoch ein Umsatzwachstum von 1,1 Prozent.

    Der Fachkräftemangel gehört nach wie vor zu den grössten Herausforderungen der Branche. Am Tag der Bauwirtschaft am 30. Juni in Lugano will der SBV hier Lösungen aufzeigen.

  • Empa erforscht klimafreundlichen Beton

    Empa erforscht klimafreundlichen Beton

    Der Schweizerische Nationalfonds (SNSF) fördert ein auf fünf Jahre angelegtes Projekt der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) zur Erforschung von CO2-Bindung in Zement. Im Rahmen des SNSF Advanced Grant erhalten die Wissenschaftler rund um Projektleiterin Barbara Lothenbach 2,2 Millionen Franken für ihr Forschungsprojekt, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Der Zuschuss ersetzt demnach Gelder des European Research Council der Europäischen Kommission, zu denen Schweizer Forschende derzeit keinen Zugang haben.

    Mit Hilfe des Fördergeldes sollen die Empa-Experten zusammen mit Partnern der finnischen Universität Oulu Grundlagenforschung im Bereich CO2-Bindung in Zement durchführen.

    Hintergrund des Projektes namens Low Carbon Magnesium-Based Binders ist, dass die Zementindustrie grosse Mengen Kohlenstoffdioxid freisetzt. Gleichzeitig gilt Beton als Hoffnungsträger für die Bindung von CO2 und damit als potenzieller Senker des klimaschädlichem Treibhausgases, wenn er auf Magnesium basiert und nicht wie normalerweise auf Kalk.

    Wie stabil Magnesium-Beton auf lange Sicht ist, wie er sich auf Baustellen am besten herstellen lässt und wie sich Temperatur, pH-Wert und andere Faktoren auf molekularer Ebene auswirken, sollen die Forschenden ab 2023 herausfinden.

  • Nachfrage nach grösseren Wohnungen treibt Bauwirtschaft

    Nachfrage nach grösseren Wohnungen treibt Bauwirtschaft

    Das Baugewerbe hat sich während der Corona-Pandemie als krisenresistent erwiesen. Das Wirtschaftsforschungs- und Beratungsinstitut BAK Economics erwartet laut einer Mitteilung ein Wachstum im Hochbau im laufenden Jahr um 0,4 Prozent. Für 2022 zeichne sich ein Plus von 0,6 Prozent ab.

    Die Perspektiven für die Bautätigkeit variieren dabei zwischen Wohnbau, Betriebsbau und Infrastrukturbau. Während der Wohnungsbau zulegt, verzeichnen der Gewerbebau und öffentliche Bauvorhaben leichte Verluste. Wegen der vermehrten Heimarbeit wächst die Nachfrage nach grösseren Wohnungen. Zudem treiben die energetischen Sanierungen und die zu erwartenden Zinswende das Wachstum.

    Beim Infrastrukturbau wirkt sich dagegen die pandemiebedingt rückläufige Zahl an Bauvorhaben der öffentlichen Hand aus. Ebenso sinkt die Zahl gewerblicher Bauprojekte, da viele Betriebe geplante Bauvorhaben verschieben oder stoppen. Dank der aktuelle Belebung der Wirtschaft ist laut BAK Economics 2022 auch mit einer Belebung für beide Bereiche zu rechnen.

    Für die Jahre 2023 bis 2027 sind positive Ergebnisse im Hochbau zu erwarten. Im Gewerbe- und Infrastrukturbau dürfte die mittelfristige Auftragslage konstant bleiben.

    Bei der Bautätigeit insgesamt zeigen sich regionale Unterschiede: Die besten Prognosen weisen laut BAK Economics die Regionen Zürich/Aargau, der Genferseeraum sowie die Zentralschweiz auf. Für die Region Basel erwartet das Institut mittelfristig eine Stagnation.