Schlagwort: Bauland

  • Glarus Nord mobilisiert Bauland – Chancen für Investoren und Entwickler

    Glarus Nord mobilisiert Bauland – Chancen für Investoren und Entwickler

    Die Gemeinde Glarus Nord hat den Startschuss für eine umfassende Mobilisierung gemeindeeigener Flächen gegeben. Im Fokus stehen dabei Areale in Filzbach und Oberurnen. Diese Initiative folgt den neu definierten Richtlinien zur Vergabe von Bauland und Liegenschaften und unterstreicht das Engagement der Gemeinde für eine nachhaltige und bedarfsgerechte Entwicklung.

    Attraktive Flächen im Angebot
    Konkret werden in Filzbach drei Baulandparzellen in der Wohnzone zum Verkauf ausgeschrieben. In Oberurnen wird die 5’084 m² grosse Schranerwiese in der Arbeitszone im Baurecht vergeben. Diese Flächen bieten vielfältige Möglichkeiten für Wohnbauprojekte sowie gewerbliche Nutzungen und sind somit für ein breites Spektrum an Investoren und Entwicklern von Interesse.

    Transparenter und strukturierter Prozess
    Das Ausschreibungsverfahren ist klar definiert und transparent. Interessenten finden alle relevanten Unterlagen auf der Gemeindehomepage (www.glarus-nord.ch) sowie im Amtsblatt des Kantons Glarus. Für die Bewerbung steht ein Anmeldeformular zur Verfügung, welches eine faire und objektive Auswertung anhand der festgelegten Vergabekriterien gewährleistet.
    Der Anmeldeschluss ist der 30. Mai um 16.00 Uhr.

    Zukunftsorientierte Entwicklung im Fokus
    Die Mobilisierung der Bauzonenflächen ist ein zentraler Baustein der neuen Nutzungsplanung von Glarus Nord. Die Gemeinde setzt damit die Vorgaben des Raumplanungsgesetzes konsequent um und schafft die Voraussetzungen für eine geordnete und zukunftsorientierte Entwicklung. Durch die kontinuierliche Ausschreibung gemeindeeigener Flächen wird ein wichtiger Beitrag zur Stärkung des Standorts und zur Schaffung von attraktivem Wohn- und Arbeitsraum geleistet.

  • Wohnungen und Bauland zu knapp – Städte wollen Vorkaufsrecht

    Wohnungen und Bauland zu knapp – Städte wollen Vorkaufsrecht

    Ziel der Umfrage war es, die Wohnungssituation in den Städten und städtischen Gemeinden zu verstehen und aktuelle Erkenntnisse über die wohnungspolitischen Aktivitäten zu gewinnen. Das Beratungsbüro Wüest Partner hatte dafür von November bis Dezember 2022 die 130 Mitglieder des Städteverbandes angefragt. 59 Städte nahmen an der Umfrage teil. 

    Zu wenig günstige Wohnungen – auch in kleineren Städten 
    Die Befragung bestätigt zum einen, dass preisgünstiger Wohnraum ein wichtiges wohnungspolitisches Anliegen der Städte ist. Zum anderen unterstreicht sie das Problem, welches zurzeit die öffentliche Debatte prägt: Das Angebot an verfügbaren Wohnungen ist sehr knapp. Rund zwei Drittel der Städte beziffern es als «viel zu klein» oder «etwas zu klein». Neben Wohnungsangeboten im unteren Preissegment fehlt es ebenfalls an Möglichkeiten, Wohneigentum zu erwerben. 

    Der Mangel an preisgünstigen Wohnungen betrifft vor allem Haushalte mit Kindern und dabei insbesondere Eineltern-Haushalte. Die Situation in den grossen Städten mit mehr als 50’000 Einwohnerinnen und Einwohnern wird als besonders angespannt wahrgenommen. Aber auch kleinere Städte erachten das Wohnangebot in diesem Segment als ungenügend. 

    Bauland fehlt und ist zu teuer 
    68 Prozent der befragten Städte geben an, Land im Baurecht abzugeben, das sie dabei an Bedingungen wie günstige Mietpreise knüpfen. Dabei wird das Ziel verfolgt, mehr preisgünstigen Wohnraum zu schaffen. 

    Über 80 Prozent der Städte geben weiter an, dass sie über zu wenig Baulandreserven verfügen. Viele würden gerne mehr Land aufkaufen. Dies ist aber aufgrund der hohen Marktpreise oft unrealistisch. Gut die Hälfte nennen die langen und oft komplizierten Verfahren sowie mangelndes Interesse von privaten Investoren als Faktoren, die das Schaffen von günstigem Wohnraum erschweren.  

    Es besteht Handlungsbedarf 
    60 Prozent aller befragten Städte sehen «hohen» oder «sehr hohen Handlungsbedarf» auf Ebene der Bundespolitik. Bei den mittleren und grossen Städten teilen sogar je rund 70 Prozent diese Einschätzung. Als mögliche Lösung nannten die Befragten am häufigsten ein Vorkaufsrecht von Bauland und Liegenschaften (80 Prozent). 

    Fast 70 Prozent der Befragten sind ausserdem der Ansicht, dass die Mietpreise gedämpft werden können, wenn bei einem Mieterinnen- oder Mieterwechsel die vorherige Miete transparent gemacht werde. Die Städte schätzen die eigenen Möglichkeiten, selbst Einfluss auf den Wohnungsmarkt zu nehmen, als eher gering ein. Die grössten Einflussmöglichkeiten sehen die Städte bei der Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus. 

    Der Städteverband wird die Befunde des Berichts zum Anlass nehmen, Massnahmen und Forderungen zu formulieren. Weiter wird sich am 12. Mai ein Runder Tisch unter der Leitung von Bundesrat Guy Parmelin mit dem Thema Wohnungsknappheit befassen. Dazu eingeladen sind u.a. Vertreterinnen und Vertreter der Kantone, Städte und Gemeinden sowie der Bau- und Immobilienbranche.