Schlagwort: Bauplan

  • Innovatives Ausbildungszentrum für den Bevölkerungsschutz Chur

    Innovatives Ausbildungszentrum für den Bevölkerungsschutz Chur

    Das neue Ausbildungszentrum in Meiersboda, gelegen in der Gemeinde Churwalden nahe Chur, markiert einen entscheidenden Schritt in der Entwicklung des Bevölkerungsschutzes in der Region. Angesichts des schlechten Zustands des bisherigen, rund 50 Jahre alten Gebäudes, hat die Regierung beschlossen, einen vollständigen Neubau zu errichten. Dieser Entschluss folgte nach eingehenden Analysen und Nachhaltigkeitsberechnungen, die einen Neubau gegenüber einer Renovierung als deutlich effizienter und kosteneffektiver auswiesen.

    Der Projektvorschlag «ZicZAC», der aus einem Wettbewerb als Sieger hervorging, sieht einen dreigeschossigen Holzbau vor, der sich nahtlos in die natürliche Umgebung einfügt. Das Design überzeugt durch seine klare Struktur, natürliche Baumaterialien und ein zentrales Atrium, das für Lichtdurchflutung und Übersichtlichkeit sorgt. Der Bau entspricht dem Minergie-P-Eco® Standard und integriert eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 100 Kilowatt Peak auf dem Dach.

    Das neue Zentrum wird nicht nur als Ausbildungsstätte dienen, sondern im Notfall auch als Einsatz- und Führungsstandort für den Kantonalen Führungsstab fungieren. Es bietet optimale Bedingungen für die Ausbildung und den Einsatz des Zivilschutzes sowie der Partnerorganisationen und trägt dazu bei, die Einsatzbereitschaft und Durchhaltefähigkeit in Krisensituationen sicherzustellen.

    Die Finanzierung des Projekts wird dem Grossen Rat zur Beratung vorgelegt und im Anschluss der Bündner Stimmbevölkerung zur Genehmigung präsentiert. Bei Zustimmung beginnen die Ausführungsplanungen im Herbst 2024, mit dem Baubeginn im Frühjahr 2025 und der geplanten Inbetriebnahme im Sommer 2027. Das Projekt unterstreicht das Engagement für einen effizienten, nachhaltigen Bevölkerungsschutz und setzt neue Maßstäbe für Ausbildungsinfrastrukturen in der Region.

  • Wandel auf dem Wellisareal

    Wandel auf dem Wellisareal

    Das Wellisareal liegt am nördlichen Ortseingang von Willisau, neben dem historischen Stadtkern, direkt an der Hauptverkehrsachse und in der Nähe des Bahnhofs. Es umfasst eine Fläche von 30’000 Quadratmetern.

    1927 siedelte sich mit der Orgelbau AG eine auf die Herstellung von Kirchenorgeln spezialisierte Unternehmung in der damals noch weitgehend unbebauten «Grundmatt» vor den Toren der Altstadt Willisau an. Mit der Gründung der Wellis AG im Jahr 1931 als Tochtergesellschaft der Orgelfabrik nahm die bewegte Geschichte der Möbelproduktion ihren Lauf. Die Wellis AG war spezialisiert auf Designermöbel und international bekannt unter dem Label «Team by Wellis».

    Mit dem Wachstum der Firma entwickelte sich das Fabrikareal bis in die 1980er- Jahre zu seiner jetzigen Grösse. Bis heute sind auf dem Areal Möbelfirmen beheimatet.

    Der nördliche Teil des Wellisareals gehört der Foroom Immobilien AG. Sie hat mit der GKA Immobilien AG ein langfristiges Kaufrecht abgeschlossen. Der südliche Teil ist im Besitz der Familie Tolusso. Hier befindet sich auch die Steinindustrie Tolusso AG. Gemeinsam wollen die Eigentümer das Areal in den kommenden Jahren zu einem Wohn- und Gewerbequartier weiterentwickeln. Aufgrund der zentralen und verkehrstechnisch günstigen Lage sowie der Arealgrösse ist die Entwicklung und zukünftige Nutzung des Areals von hohem öffentlichem Interesse.

    Für die Testplanung wurden drei renommierte Planungsteams aus Luzern, Zürich und Basel zugezogen. Am meisten überzeugt hat das Konzept des Basler Architekturbüros Herzog & de Meuron. Es sieht vor, das Areal zu einem «offenen, lebendigen Wohn- und Werkraum» umzugestalten. Das Areal soll auf Bestehendem aufbauend in einzelnen Etappen weiterentwickelt werden und so organisch und nachfragegerecht wachsen. Einzelne Industriebauten sollen erhalten bleiben.

    Das Projekt von Herzog & de Meuron wurde weiterbearbeitet und soll den Weg ebnen für die Teilzonenplanänderung und den Bebauungsplan, die für eine Transformation des Areals nötig wäre. Nach der Planung und einer öffentlichen Auflage sollen die Stimmberechtigten im Herbst 2024 über die Teilzonenplanänderung entscheiden. Läuft alles nach Plan, ist der früheste Baustart im Jahr 2025 möglich.