Schlagwort: Bauprojekt

  • Neue Bahnlinie in Schweden nimmt Form an

    Neue Bahnlinie in Schweden nimmt Form an

    Die Baudienstleisterin Implenia hat von der schwedischen Behörde für Verkehrsinfrastruktur (Trafikverket) den Auftrag für den ersten Bauabschnitt der neuen Bahnlinie East Link erhalten. Das Projekt hat laut einer Medienmitteilung einen Auftragswert von 130 Millionen Franken. Implenia wird bis 2031 den 8 Kilometer langen Streckenabschnitt Bibana Nyköping realisieren.

    Dabei handelt es sich um einen Abschnitt, welcher die Zentren Skavsta und Nyköping mit der Haupttrasse von East Link verbindet. East Link dient der Verbindung mehrere Küstenstädte in Ostschweden mit Stockholm. Zu dem Auftrag von Implenia gehören Brücken, Bahngleise, Sanierungen von Bestandsbauten sowie weitere Arbeiten.

    Nach den Worten von Erwin Scherer, Head Division Civil Engineering, leistet Implenia einen Beitrag, um «die Mobilitätsinfrastruktur in Ostschweden auf ein neues Level zu heben».

  • Projektierungskredit für Luzerner Theater abgelehnt

    Projektierungskredit für Luzerner Theater abgelehnt

    Mit 15’033 Nein-Stimmen gegenüber 10’914 Ja-Stimmen wurde der Projektierungskredit für das geplante Luzerner Theater am 9. Februar 2025 deutlich abgelehnt. Die Stimmbeteiligung lag bei 49,67 Prozent. Das Ergebnis bedeutet das Ende für das Projekt «überall» von Ilg Santer Architekten, das als neue Bühne für Musik-, Sprech- und Tanztheater vorgesehen war.

    Stadtrat zeigt sich enttäuscht
    Der Stadtrat nimmt die Abstimmung mit grossem Bedauern zur Kenntnis. Die geplante Weiterentwicklung des Luzerner Theaters kann mit diesem Entscheid nicht umgesetzt werden. Stadtpräsident Beat Züsli betont: „Wir haben immer gesagt, dass es keinen Plan B gibt. Wie es weitergeht, ist völlig offen. Dieses Ergebnis ist eine grosse Enttäuschung für die Luzerner Kultur.“

    Besonders der Standort und das Bauvolumen des geplanten Theaters standen in der öffentlichen Diskussion immer wieder in der Kritik. Dennoch sei es noch zu früh, um definitive Schlussfolgerungen zu ziehen. Der Stadtrat will die Abstimmungsergebnisse gemeinsam mit den involvierten Partnerorganisationen sorgfältig auswerten.

    Konsequenzen für die Kulturpolitik
    Die Ablehnung des Kredits stellt die Stadt Luzern vor neue Herausforderungen. Die bisherigen Planungen werden gestoppt und es bleibt unklar, wie die Zukunft des Luzerner Theaters gestaltet werden kann. Dennoch betont der Stadtrat die Wichtigkeit eines konstruktiven Umgangs mit dem Votum: „Es ist nun unsere gemeinsame Aufgabe als Stadtgemeinschaft, eine neue Lösung für die Theaterkultur in Luzern zu finden.“

    Trotz der Niederlage bedankt sich der Stadtrat bei allen, die sich für das Projekt engagiert haben. Die bestehenden Partnerschaften sollen weiterhin gepflegt und die Auswirkungen des Abstimmungsergebnisses auf die Kulturpolitik sorgfältig geprüft werden.

  • Spatenstich für neue Produktionshalle in Birr

    Spatenstich für neue Produktionshalle in Birr

    BRUGG Lifting, Teil der BRUGG Group aus Brugg AG, nimmt im Januar die zweite Ausbaustufe seines Industrieparks 2025 am Standort in Birr in Angriff. Für die neue Produktionshalle 6 wurde jetzt mit einem feierlichen Spatenstich vor Gästen aus Lokalpolitik, Wirtschaft und Medien der symbolische Grundstein gelegt. «Mit diesem Projekt setzen wir ein starkes Zeichen für unsere Innovationskraft und unser Engagement für die Region», wird CEO Markus Grüter in einer Mitteilung zitiert.

    Die Produktionshalle 6 wird mit zwei automatisierten Kleinteilregalen ausgestattet und dient gleichzeitig als Standort für die Logistik. Zudem werden drei Verladerampen integriert. Die Investitionssumme beträgt 9,5 Millionen Franken. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im Februar 2026 abgeschlossen sein.

    In einem ersten Schritt war die neue Beltmantelanlage – die Produktionsmaschine für die Flachriemen des Aufzugsystems BRUbelt – in der bestehenden Produktionshalle errichtet worden. Dafür betrugen die Kosten 3,5 Millionen Franken. Gleichzeitig wurde zur Unterstützung der Produktion ein neues Schieberegal errichtet, das Lagerplatz für über 1600 Paletten für Fertigprodukte, Rohmaterialien und Halbfabrikate bietet. Die Leichtbauhalle wurde zusammen mit dem Schieberegal am 6. Dezember 2024 in Betrieb genommen.

    «Die neue Produktionshalle ermöglicht eine optimale Integration der neuen Beltmantelanlage und schafft mit einem modernen Logistikkonzept einen effizienten Warenfluss», so Grüter. «Zudem wird der Bereich Maintenance modern gestaltet, um unsere Lernenden noch besser einbinden zu können.»

  • Neue Schulinfrastruktur in Zofingen nimmt Gestalt an

    Neue Schulinfrastruktur in Zofingen nimmt Gestalt an

    In Zofingen entsteht seit Juni 2024 der Hochbau für das neue Oberstufenzentrum. Wie das verantwortliche Bauunternehmen STRABAG jetzt mitteilt, stehen das Untergeschoss und das erste Geschoss mit Schulzimmern bereits. In der Baugrube neben der Turnhalle hat der Spezialtiefbau mit dem Einbringen der Bohrpfähle und der Erstellung der Rühlwände dafür die Grundarbeiten geleistet.

    Parallel dazu verlegten Mitarbeitende des Verkehrswegebaus Obergösgen die Werkleitungen. Bis Ende Juni 2025 sollen die Hochbauarbeiten abgeschlossen sein. Danach beginnen den Angaben zufolge die Ausbauarbeiten. Zu Beginn des Schuljahres 2027/2028 wird das Gebäude in Betrieb genommen.

    Als «spektakuläres Highlight» bezeichnet STRABAG die zehn Betonträger für die Turnhallendecke, die Mitte November eingehoben wurden. Jeder von ihnen war 29 Meter lang und 60 Tonnen schwer. Ausserdem wurden noch weitere Fertigelemente eingebaut. Sie sind den Angaben zufolge unmittelbar nach Auftragsvergabe geplant worden, um rechtzeitig einsatzbereit zu sein.

    Nach dem Versetzen der Träger für die neue Dreifachturnhalle sind die Mitarbeitenden des Hochbaus unter der Leitung von Bauführerin Daniela Huonder und Polier Vincenzo Tafaro derzeit mit dem Schalen, Armieren und den Mauerarbeiten an den weiteren Stockwerken beschäftigt.

  • Abschiedsfeier für das Raben-Bad in Baden geplant

    Abschiedsfeier für das Raben-Bad in Baden geplant

    Bagni Popolari läutet das Ende der Zwischennutzung im Bad zum Raben ein. Am 25. Januar soll im Thermalbad am Kurplatz in Baden Abschied gefeiert und das Ende der Ausstellung «Acts of Attention» begangen werden, informiert der Verein in einer Mitteilung. An der Limmatpromenade wird gleichzeitig ein temporäres Aussenbecken mit naturbelassenem Thermalwasser zum Baden einladen.

    Bagni Popolari habe das vormals stillgelegte Raben-Bad seit 2017 mit Ausstellungen, Performances, Musik, Lesungen, Vorträgen, Animationsfilmen wieder belebt und dabei tausende Besuchende gezählt, heisst es in der Mitteilung. Für einen Weiterbetrieb müsse das Thermalbad nun aber gründlich renoviert werden. Unter anderem brauche es eine solide Bädertechnik, eine Lüftung, neue elektrische Installationen und rollstuhlgängige WCs.

    Für den Umbau ist die aus Bagni Popolari hervorgegangene Raben-Genossenschaft zuständig. Sie hat sich 2022 zum Erwerb des Badegeschosses im ehemaligen Badegasthof zum Raben gegründet. Nach Einschätzung der Raben-Genossenschaft werden die nötigen Umbauten rund 4,5 Millionen Franken kosten.

    1,5 Millionen davon sollen durch den Verkauf neuer Genossenschaftsanteile und Spenden zusammenkommen. Die übrigen 3 Millionen Franken will die Raben-Genossenschaft über Zuwendungen der öffentlichen Hand, von Stiftungen und Sponsoren sowie durch Darlehen aufbringen. «Wenn alles gut läuft, kann Bagni Popolari 2027 die erste Vernissage im erneuerten Bad zum Raben feiern», hofft der Verein.

  • Ausbau der Fernwärme in Münchenbuchsee

    Ausbau der Fernwärme in Münchenbuchsee

    Das Schlieremer Bauunternehmen STRABAG schafft mit Fernwärmeleitungen eine moderne Energieversorgung für die Gemeinde Münchenbuchsee. Laut einer Mitteilung verlegt STRABAG rund drei Kilometer neue Fernwärmeleitungen, um das Fernwärmenetz in der Gemeinde in Bern-Mittelland auszubauen. Die Arbeiten haben am 9. September begonnen und die erste von etwa 15 Etappen ist nach Angaben von STRABAG bereits abgeschlossen. Bis Ende Jahr werden zwei weitere Etappen folgen, heisst es in der Firmenmitteilung.

    Zum Ablauf der Arbeiten heisst es, da die Anwohnenden weiterhin Zugang zu ihren Wohnungen und Garagen benötigen, könne die Strasse nicht vollständig für die Bauarbeiten gesperrt werden. Für den Einbau der Fernwärmeleitungen werde knapp ein Viertel der Strasse geöffnet und die Leitungen verlegt. Nach jedem Bauabschnitt würden die Gräben vorübergehend wieder mit Erdmaterial aufgefüllt und ein provisorischer Belag aufgetragen. Im Laufe der nächsten Monate setze sich das Erdmaterial. Deshalb werde nach der Ausführung aller 15 Etappen der provisorische Belag erneut abgefräst und eine neue Asphaltschicht aufgebracht.

    Die Bauarbeiten werden vom STRABAG-Team des Verkehrswegebaus (VWB) in Bern voraussichtlich bis Dezember 2025 abgeschlossen, heisst es von STRABAG. «Wir liegen bisher gut in der Planung und sollten das Projekt rechtzeitig abschliessen», wird Lena Wagner zitiert, Bauführerin des VWB Bern.

  • Massgeschneiderte Verfahren unterstützen Brückensanierung in Chur

    Massgeschneiderte Verfahren unterstützen Brückensanierung in Chur

    Die ARGE AS Chur Süd, bestehend aus METTLER PRADER AG und Cellere Bau AG, hat STRABAG im Rahmen der Sanierung der Unterführung Sommerau in Chur mit dem Austausch der Brückenrandträger beauftragt. Die Abteilung Holzbau des Schlieremer Bauunternehmens sollte ein massgeschneidertes Verfahren für die Schalung entwickeln, erläutert STRABAG in einer entsprechenden Mitteilung. „Mit unserer Erfahrung fanden wir die passende Lösung“, wird Dominic Graf, Bauführer Holzbau bei der STRABAG AG, dort zitiert.

    Konkret wurden die Arbeiten durch die knappen Platzverhältnisse erschwert, die unter anderem keine herkömmliche Unterkonstruktion für die Schalung erlaubte. Das Holzbau-Team von STRABAG löste dieses Probleme durch eine Verstärkung der Schalhautplatten mit Flachstahl. In die Zwischenräume wurden Feuerwehrschläuche eingebracht. Die mit Druckluft gefüllten Schläuche halten die Platten während des Betonierens stabil in Position.

    Erste Brückenränder seien inzwischen zur vollen Zufriedenheit der Baumeister vor Ort fertiggestellt worden, heisst es in der Mitteilung. Die weiteren Bauabschnitte werden mit Hilfe der laut STRABAG technisch anspruchsvollen, aber für die Gelegenheit optimal geeigneten Lösung derzeit planmässig umgesetzt.

  • Museum Langmatt in Baden wird bis 2026 gesamtsaniert

    Museum Langmatt in Baden wird bis 2026 gesamtsaniert

    ERNE ist an der Gesamtsanierung des Badener Museums Langmatt beteiligt. Konkret soll die Baufirma aus Laufenburg einen Teil des Umbaus der Villa übernehmen. «Die Arbeiten umfassen den Rückbau von ganzen Räumen im Gebäudeinneren und den anschliessenden Wiederaufbau von Bodenplatten, Wänden und Decken, die Erneuerung der Kanalisation sowie den Teilabbruch der Aussenfassade inklusive Fassadensanierung», erläutert ERNE in einer Beitrag auf LinkedIn. Zudem hat ERNE Sitzbänke und Stahlstützen für den Neubau eines gläsernen Pavillons versetzt.

    Die Gesamtsanierung betrifft die Villa sowie den umliegenden öffentlichen Park und wird sich über dieses und das nächste Jahr erstrecken. Die im Museum beheimatete Privatsammlung des französischen Impressionismus in Europa wird währenddessen auf Europatournee geschickt. Im Frühling 2026 soll das Museum Langmatt wieder eröffnet werden.

  • Vision für nachhaltiges Technologiezentrum nimmt Form an

    Vision für nachhaltiges Technologiezentrum nimmt Form an

    FlexBase will gemäss bereits vorgestellter Pläne sein neues Technologiezentrum zeitgetreu realisieren. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, konnte das Technologieunternehmen dafür die ebenfalls in Laufenburg ansässige ERNE Gruppe als Generalauftragnehmer gewinnen. Der Bau soll den Plänen nach 2025 beginnen. Ein entsprechendes aktualisiertes Baugesuch ist bei den zuständigen Behörden eingereicht worden.

    Das Technologiezentrum soll auf den ehemaligen Swissgrid-Gelände errichtet werden. Kernstück soll ein Neubau gegenüber dem existierenden Gebäude sein. Nebst vielen Forschungseinrichtungen soll dort ein Rechenzentrum mit Kapazitäten für die Nutzung von Künstlicher Intelligenz entstehen. Des Weiteren will FlexBase auf dem Gelände einen 20‘000 Quadratmeter grossen Batteriespeicher mit einer Leistung von mehr als 500 Megawatt errichten. Bei dem laut der Mitteilung nicht brennbaren und nicht explosiven Speicher handelt es sich um den «weltweit grössten und modernsten Batteriespeicher seiner Art». Mit dem Bau des neuen Technologiezentrums sollen mehrere hundert Arbeitsplätze für Fachkräfte sowie Ausbildungsplätze entstehen.

    Wie es in der Mitteilung heisst, rechnet Marcel Aumer, CEO der FlexBase Group, trotz der Neuauflage des Projekts nicht mit einer Bauverzögerung. Er begründet die Auffassung mit der engen Zusammenarbeit mit ERNE: «In diesem Projekt habe ich von Anfang an nicht nur die Kompetenz von ERNE, sondern auch die volle Aufmerksamkeit des Top-Managements erfahren.» Auch der CEO von ERNE, Giuseppe Santagada, zeigt sich optimistisch: «Mein persönliches Commitment geht weit über die Realisierung dieses Projektes hinaus; es umfasst auch die Förderung neuer technologischer Kompetenzen und die Steigerung der Standortattraktivität von Laufenburg für die Vision einer prosperierenden Region».

  • Geistlich lädt zum Spatenstich am Lymhof ein  

    Geistlich lädt zum Spatenstich am Lymhof ein  

    Geistlich Immobilia AG lädt am 20. September zum ersten Spatenstich für das Bauprojekt Lymhof in Schlieren ein. Der Anlass beginnt um 16 Uhr mit Infostationen und Festbetrieb auf der Baustelle. Um 17 Uhr erfolgt der offizielle Spatenstich und dann gibt es von 18.30 Uhr bis 20 Uhr einen Ausklang bei der Buvette.

    Der Lymhof wird Teil des Schlieremer Quartiers Am Rietpark. Der Lymhof schafft laut Projektbeschrieb nicht nur ein attraktives Wohnangebot für eine Bewohnerschaft mit verschiedenen Generationen und Lebensmodellen. Er soll auch ein Treffpunkt für das Quartier werden, mit Bistro und Hotel, einer multifunktionalen Halle, zwei grünen Innenhöfen sowie Räumen für kleine Geschäfte und Quartierangebote.

    Die Aushubarbeiten beginnen jetzt, nachdem der Rückbau des Vitis Sport Centers mit Tennishalle abgeschlossen wurde. Im Februar 2024 hatte der Stadtrat von Schlieren die Baubewilligung für den Lymhof erteilt. Die rund 350 Mietwohnungen werden zwar erst 2027 bezugsbereit sein, doch kann ein Mietinteresse schon jetzt angemeldet werden.

  • Parlament beschränkt das Verbandsbeschwerderecht bei Wohnbauprojekten

    Parlament beschränkt das Verbandsbeschwerderecht bei Wohnbauprojekten

    Am 11. September hat der Ständerat eine weitreichende Entscheidung getroffen: Verbände dürfen künftig keine Beschwerden mehr gegen kleinere Wohnbauprojekte im Baugebiet einreichen. Diese Neuregelung betrifft Wohnbauvorhaben mit einer Geschossfläche von bis zu 400 Quadratmetern. Mit einer deutlichen Mehrheit von 30 zu 14 Stimmen sprach sich das Parlament für diese Massnahme aus, die in der Bauwirtschaft eine Welle der Erleichterung, aber auch Kritik ausgelöst hat.

    Die Neuregelung, die als «moderate Einschränkung» des Verbandsbeschwerderechts bezeichnet wird, zielt darauf ab, Verzögerungen bei der Realisierung von Bauprojekten zu reduzieren. Vor allem in Zeiten zunehmender Wohnraumknappheit ist diese Entwicklung für Bauherren von grosser Bedeutung. «Das heutige Beschwerderecht wirkt oft wie eine Bremse für die Schaffung von neuem Wohnraum», erklärte Fabio Regazzi (Mitte/TI). «Mit dieser Anpassung reduzieren wir das Machtgefälle zwischen kleinen Bauherren und nationalen Verbänden.»

    Weniger Einsprüche gegen Einfamilienhäuser
    Kleinere Bauvorhaben, wie etwa Einfamilienhäuser, können durch das neue Gesetz künftig schneller und ohne aufwendige Einsprachen realisiert werden. Dies gilt insbesondere für Projekte innerhalb ausgewiesener Bauzonen. Für viele Bauherren bedeutet dies einen Abbau bürokratischer Hürden und mehr Planungssicherheit.

    Beat Rieder (Mitte/VS), Präsident der Kommission für Umwelt und Raumplanung, betonte die Dringlichkeit dieser Anpassung: «Es kann nicht sein, dass selbst kleinste Bauvorhaben über Jahre hinweg durch Beschwerden blockiert werden.» Die Mehrheit im Parlament sieht die Neuerung als dringend notwendige Massnahme, um den Wohnungsbau in der Schweiz zu beschleunigen und den wachsenden Bedarf an Wohnraum zu decken.

    Kritiker warnen vor Fehlentwicklungen
    Nicht alle Parlamentarier waren jedoch mit der Entscheidung zufrieden. Simon Stocker (SP/SH) warnte davor, dass das neue Gesetz die falschen Ziele trifft. «Es sind in vielen Fällen nicht die Verbände, sondern Nachbarn, die Einsprüche gegen kleine Bauvorhaben einreichen», so Stocker. Die Regelung treffe daher nicht immer die richtigen Akteure.

    Auch Umweltverbände äusserten ihre Bedenken. Heidi Z’graggen (Mitte/UR) verwies darauf, dass die bisherigen Regelungen des Natur- und Heimatschutzgesetzes (NHG) eine wichtige präventive Wirkung hatten. Sie warnte davor, dass durch die Neuregelung unerwünschte Schlupflöcher entstehen könnten, die die Bauqualität beeinträchtigen.

    Der zentrale Streitpunkt
    Ein weiterer Diskussionspunkt war die Obergrenze der Geschossfläche. Während die Mehrheit die vom Nationalrat vorgeschlagene Grenze von 400 Quadratmetern unterstützte, forderte eine Minderheit, diese auf 250 Quadratmeter zu senken. Diese Fläche entspreche eher der eines durchschnittlichen Einfamilienhauses, so Simon Stocker. Doch der Antrag fand keine Mehrheit.

    Der Bundesrat befürwortete ebenfalls die 400-Quadratmeter-Regelung. Umweltminister Albert Rösti erklärte, dass diese Grösse auch ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung ermögliche und somit den Bedürfnissen der Bauherren gerecht werde.

    Beschränkung auf bedeutende Ortsbilder und Gewässerräume
    Ein weiterer strittiger Punkt in der Vorlage betraf die Ausnahmefälle, in denen Verbandsbeschwerden weiterhin möglich sind. Der Ständerat entschied, dass diese nur bei Bauvorhaben in Gebieten von nationaler Bedeutung zulässig sind. Der Nationalrat hatte ursprünglich «bedeutende Ortsbilder» als Massstab definiert. Die striktere Regelung des Ständerats wurde jedoch mehrheitlich angenommen, ebenso wie die Streichung der Möglichkeit von Verbandsbeschwerden im Gewässerraum, was zu weiterem Widerstand führte.

    Céline Vara (Grüne/NE) kritisierte die Entscheidung scharf und warnte vor den ökologischen Risiken: «Bauen in der Nähe von Gewässern kann fatale Folgen haben. Fachleute raten dringend davon ab, und doch wird dieser Schutz durch die neue Regelung gefährlich aufgeweicht.»

    Angleichung an das Umweltschutzgesetz
    Die Anpassung des Verbandsbeschwerderechts erfolgt auch im Kontext einer Angleichung an das Umweltschutzgesetz (USG). Während das USG bereits Beschränkungen für Beschwerden bei Grossprojekten kennt, war das Natur- und Heimatschutzgesetz bislang in dieser Hinsicht uneingeschränkt. Mit der neuen Regelung wird diese Diskrepanz behoben und eine einheitliche Handhabung von Beschwerden angestrebt.

    Ein umstrittener, aber entscheidender Schritt
    Die Beschränkung des Verbandsbeschwerderechts bei kleineren Wohnbauprojekten ist ein bedeutender Schritt, der sowohl Bauherren als auch die Immobilienbranche nachhaltig beeinflussen wird. Während die einen von einem dringend notwendigen Abbau bürokratischer Hürden sprechen, warnen Kritiker vor möglichen Fehlentwicklungen und ökologischen Risiken. Die Vorlage wird nun erneut im Nationalrat behandelt – und der Ausgang der finalen Abstimmung bleibt weiterhin spannend.

  • Großprojekt für darstellende Kunst und studentisches Wohnen in Vernier

    Großprojekt für darstellende Kunst und studentisches Wohnen in Vernier

    Die Fondation pour le Développement des Arts et de la Cultur aus Vernier hat HRS mit dem Bau von zwei Gebäuden in Vernier beauftragt. Der entsprechende Totalunternehmervertrag ist bereits unterzeichnet worden, informiert der Immobiliendienstleister mit Sitz in Frauenfeld in einer Mitteilung. Über den finanziellen Umfang des der darstellenden Kunst gewidmeten Grossprojekts werden dort keine Angaben gemacht.

    Das erste Gebäude soll als Kulturzentrum dienen. Es wird einen Veranstaltungssaal mit 492 Sitz- und 920 Stehplätzen bekommen, erläutert HRS. Im zweiten Gebäude sind 220 Wohnungen für Studierende geplant. Die beiden Gebäude sollen über eine Fussgängerbrücke miteinander verbunden werden.

    Der Komplex wird durch ein Hotel, eine Co-Working-Bereich, eine Brasserie und einen Catering-Service ergänzt. Sie sollen „das Angebot des Standorts bereichern und ihn zu einem dynamischen Ort des Lebens machen“, schreibt HRS. Ein Zeitplan für die Projektumsetzung wird in der Mitteilung nicht kommuniziert.

  • Kirche Wipkingen wird zum Bildungsraum

    Kirche Wipkingen wird zum Bildungsraum

    Mit der Kirche Wipkingen steht ein bemerkenswertes Beispiel für adaptive Raumnutzung im Fokus. Seit 2019 nicht mehr für Gottesdienste genutzt, soll sie nun den Raumbedarf der benachbarten Schulanlage Waidhalde stillen. Ein von Vécsey Schmidt Architekten BSA SIA in Zusammenarbeit mit Anderegg Partner AG entwickeltes Konzept hat sich im Architekturwettbewerb durchgesetzt und verspricht eine behutsame, jedoch zukunftsorientierte Transformation. Eine neu eingezogene Decke ermöglicht die Schaffung eines Mehrzweckraums, einer Bibliothek und Verpflegungsmöglichkeiten auf Erdgeschossniveau, während das Obergeschoss flexible Nutzungsoptionen unter dem historischen Kirchengewölbe bietet.

    André Odermatt, Hochbauvorsteher, betont die Bedeutung dieser Initiative: «Die intelligente Umnutzung bestehender Bauten ist essentiell, um aktuellen Herausforderungen im städtischen Raum zu begegnen.» Das Projekt liefert nicht nur Lösungen für den drängenden Schulraumbedarf, sondern stärkt auch die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kirche.
    Dank dieser Umnutzung werden bis zum Schuljahr 2031/32 die erforderlichen Räume für sechs bis acht weitere Klassen geschaffen. Filippo Leutenegger, Schulvorsteher, sieht darin ein Beispiel für die effektive Nutzung kreativer Lösungsansätze.

    Die Kooperation mit der reformierten Kirchgemeinde Zürich hat bereits Früchte getragen und plant, weitere kirchliche Gebäude für gemeinnützige Zwecke zu öffnen. Das Projekt in Wipkingen ist nur der Anfang einer Reihe von Initiativen, die den gemeinschaftlichen Nutzen in den Vordergrund stellen.

    Die geschätzten Baukosten belaufen sich auf 7,5 Millionen Franken, mit einer geplanten Fertigstellung im Jahr 2026, rechtzeitig zum Schulbeginn 2026/27. Dieses Vorhaben markiert einen wichtigen Schritt in der evolutionären Stadtentwicklung Zürichs, indem es zeigt, wie historische Substanz sinnvoll in die Zukunft geführt werden kann.

  • Der Rolf-Liebermann-Weg am Rande von Zürich

    Der Rolf-Liebermann-Weg am Rande von Zürich

    Das Projekt «Rolf-Liebermann-Weg» entwickelt von Mettler Entwickler AG mit der Bauherrschaft Asga Pensionskasse, profitiert von seiner einmaligen Lage am Stadtrand von Zürich, zwischen dem Schulhaus Staudenbühl und den idyllischen Grünflächen des Hürst-Gebiets. Die Hanglage eröffnet spektakuläre Ausblicke auf den Zürichberg und die Alpen, während die gute Anbindung an das Verkehrsnetz und die Nähe zu Einkaufs- und Dienstleistungszentren urbanen Komfort bieten.

    Die geplante Wohnsiedlung zeichnet sich durch ihre L-förmige Anordnung aus, die grosszügige Freiräume für Gemeinschaftsaktivitäten und individuelle Entfaltung lässt. Der vielfältige Wohnungsmix reicht von kompakten 1½-Zimmer-Wohnungen bis zu geräumigen 5½-Zimmer-Wohnungen, um ein breites Spektrum an Bewohnerinnen und Bewohnern anzusprechen – von Singles über Senioren bis hin zu Familien.

    Architektonisch setzt das Projekt auf einen innovativen Hybridbau. Eine Kombination aus tragendem Mauerwerk im Inneren und einer ästhetisch ansprechenden, hinterlüfteten Holzfassade. Betonelemente in den Untergeschossen und den Erschliessungskernen sowie die Wohnungstrennwände garantieren Stabilität und Privatsphäre. Die begrünten Dächer fördern die Biodiversität und das Mikroklima der Siedlung und werden durch die Integration von Photovoltaikanlagen ergänzt, die nachhaltige Energiegewinnung unterstützen.

    Mit der geplanten Fertigstellung Ende 2027 setzt der «Rolf-Liebermann-Weg» neue Massstäbe für modernes, nachhaltiges Wohnen in Zürich, indem er die Balance zwischen Natur und städtischem Leben meisterhaft gestaltet.

  • Das Bauprojekt «ALTO»

    Das Bauprojekt «ALTO»

    Das Projekt «ALTO», initiiert vom Immobilienunternehmen HIAG, fügt sich nahtlos in die städtebauliche Transformation Zürichs Altstetten ein, einem Stadtteil, der sich von einem industriellen zu einem lebendigen Wohn- und Arbeitsgebiet wandelt. Geplant ist ein 80 Meter hohes Wohnhaus, das sich durch seine Integration in bestehende Strukturen und seine nachhaltige Bauweise auszeichnet.

    Im Erdgeschoss des neuen Gebäudes ist eine öffentlich zugängliche Gewerbenutzung geplant, während das erste Obergeschoss mit Gemeinschaftsräumen, einem Dachgarten und Ateliers als soziales Zentrum für die Bewohnerinnen und Bewohner dient. Darüber hinaus werden in den 25 Stockwerken darüber moderne Wohnungen realisiert, die den neuen urbanen Lebensstil in Altstetten widerspiegeln.

    Neben der wohnlichen Nutzung wird das Quartier durch das Projekt weiter aufgewertet. Die Shedhalle, ehemals Teil der Fiat-Garage, wird zu einem Lebensmittelmarkt mit einem attraktiven Frischesortiment umgestaltet und wird die Funktion als Nahversorger übernehmen. Des Weiteren ist die Errichtung einer Stadtloggia geplant, die als öffentlicher Treffpunkt dient , der den Community-Gedanken aufnimmt, und die urbane Qualität des Areals betont.

    Nachhaltigkeit spielt bei der Entwicklung des Bauprojekts «ALTO» eine zentrale Rolle. Die Verwendung von ressourcenschonenden Materialien und die Gestaltung durchlässiger Freiflächen unterstreichen das Engagement für eine umweltfreundliche Stadtentwicklung. Als erstes Wohnhochhaus im Kanton Zürich, wird die Fassade durchgängig mit Photovoltaikpanels ausgestattet, womit die Mieter vom eigens produzierten Strom profitieren können. Ein innovatives Mobilitätskonzept, das eine deutliche Reduktion der Parkplätze vorsieht, rundet das zukunftsorientierte Gesamtkonzept ab.

    Mit der geplanten Fertigstellung im Frühjahr 2026 wird das Bauprojekt «ALTO» nicht nur neuen Wohnraum in Zürich Altstetten bieten, sondern auch als Vorzeigeprojekt für nachhaltige Stadtentwicklung und soziales Zusammenleben dienen.

  • Wettbewerb für Bauprojekt in Riedholz ist abgeschlossen

    Wettbewerb für Bauprojekt in Riedholz ist abgeschlossen

    Die Halter AG entwickelt in der Gemeinde Riedholz das Attisholz-Areal. Mit der seit Januar 2022 rechtskräftigen Nutzungsplanung wurde die planungsrechtliche Grundlage geschaffen, um das Areal in den nächsten 25 Jahren zu einem lebendigen und nachhaltigen Lebensraum zu entwickeln, heisst es in einer Medienmitteilung des Immobilienentwicklers aus Schlieren. Für das Gebäude Lagerhaus wurde ein Wettbewerbsverfahren ausgeschrieben. Dieser Wettbewerb sei nun abgeschlossen.

    Aufgabenstellung war, das bestehende Gebäude mit neuen Aufstockungen für attraktive Eigentumswohnungen zu versehen. Das Lagerhaus wurde in der Vergangenheit zur Lagerung von Stoffen für die Cellulose-Produktion auf dem Attisholz-Areal genutzt. Während der Entwicklung des Areals wurde es in den letzten Jahren intensiv als Veranstaltungsort für vielfältige Anlässe genutzt, heisst es weiter.

    Fünf Teams, sogenannte Werkgruppen, wurden nach Angaben der Grundeigentümerin Halter eingeladen, in Zusammenarbeit mit Architekturbüros einen Vorschlag für die Aufstockungen auszuarbeiten. Begleitet wurde das Verfahren durch ein Beurteilungsgremium aus Experten in den Bereichen Architektur und Städtebau, Vertretern der Gemeinde Riedholz und des Amtes für Raumplanung des Kantons Solothurn sowie der Halter AG.

    Das Gremium entschied einstimmig, die Gestaltung und Konstruktion der Gebäudehülle von Blumer Lehmann Holzbau in Gossau SG, zusammen mit Stücheli Architekten in Zürich, und das Tragwerk von Anliker AG in Emmenbrücke LU für die Weiterbearbeitung zu empfehlen.

    Die Projekte für das Attisholz-Areal können ab Donnerstag, 21. März, in einer öffentlichen Ausstellung auf dem Areal in der sogenannten Eindampfanlage besichtigt werden.

  • Bebauungsplan für das ZVB-Areal wurde eindeutig angenommen

    Bebauungsplan für das ZVB-Areal wurde eindeutig angenommen

    Die ZVB agiert als Mobilitätsdienstleisterin im Dienste der Bevölkerung. Um ihren Auftrag auch zukünftig erfüllen zu können, ist eine dringend benötigte neue Infrastruktur erforderlich, die im Bebauungsplan Areal An der Aa festgelegt ist. Der heutige Abstimmungssonntag markiert einen historischen Moment für die ZVB: Das Stimmvolk hat mit 81,3 % Ja-Stimmen klar für die Zukunft der ZVB gestimmt und sich hinter dem Unternehmen positioniert.

    Cyrill Weber, Geschäftsführer der ZVB, ist über das klare Ergebnis sehr erfreut und betont in seiner Rede: «Wir haben immer daran gearbeitet, alle Anliegen unseres Projekts zu berücksichtigen und das bestmögliche Ergebnis für alle zu erzielen. Das heutige Abstimmungsergebnis zeigt mir, dass unsere Bemühungen von der Bevölkerung anerkannt und geschätzt werden.»

    Dank dem positiven Entscheid kann das Bauprojekt voranschreiten. Mit dem neuen Hauptstützpunkt wird die ZVB das Wachstum der Mobilität fördern und die Elektrifizierung der Flotte vorantreiben können. Die Mitarbeitenden der ZVB, die derzeit in veralteten Infrastrukturen arbeiten, erhalten moderne Arbeitsplätze, um ihr Bestes zu geben.

    Durch die Annahme des Bebauungsplans werden auf dem Betriebsareal zusätzliche Nutzungen ermöglicht und das Gebiet wird durchlässiger und grüner. Die ZVB ist sehr dankbar für die grosse Unterstützung, die sie in den vergangenen Wochen und Monaten erhalten hat.

  • «Resort Dieni in Sedrun − Eine Revolution im Alpentourismus»

    «Resort Dieni in Sedrun − Eine Revolution im Alpentourismus»

    Das Resort Dieni in Sedrun, ein ehrgeiziges Projekt der Andermatt Swiss Alps AG, steht kurz vor einer revolutionären Veränderung der touristischen Landschaft im Kanton Graubünden. Mit einer Investition von 170 Millionen Franken plant das Unternehmen, bis 2027 ein umfangreiches Resort mit 13 Gebäuden und 410 Hotelzimmern zu errichten. Das Angebot reicht von 204 Hostelzimmern bis zu 206 Doppel- und Dreibettzimmern, ergänzt durch 119 Wohneinheiten, die zum Verkauf stehen und touristisch genutzt werden.

    Das Resort wird nicht nur die Anzahl der Hotelbetten in der Region Surselva um mehr als 20% erhöhen, sondern auch eine breite Palette an Freizeitmöglichkeiten bieten. Dazu gehören drei Restaurants, zwei Bars, ein Spa, Bowlingbahnen, ein Boulderbereich, ein Kino, ein Fitnesscenter und Gaming-Einrichtungen. Die strategische Lage des Resorts, direkt an der Bahnverbindung Chur-Andermatt und in der Nähe des grössten Skigebiets im Gotthardgebiet, macht es zu einem einzigartigen Reiseziel.

    Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Nachhaltigkeit des Projekts. Geplant ist ein CO2-neutrale Wärmeversorgung durch eine Holzpellet-Heizung und eine Photovoltaikanlage, die 50% der Dachfläche bedeckt. Die Resort Dieni Development AG, eine Tochtergesellschaft der Andermatt Swiss Alps AG, wird als Bauherr fungieren, während der Betrieb von der Orascom Hotel Management, einem Partnerunternehmen der Orascom Gruppe, übernommen wird.

    Gemeindepräsident Martin Cavegn sieht in dem Projekt einen «Meilenstein für die Gemeinde Tujetsch und die ganze Surselva». Es wird erwartet, dass das Resort vor allem junge Familien und Gruppen anziehen wird, mit besonderen Angeboten wie Ski-in/Ski-out und anderen alpinen Erlebnissen.

    Die Gesamtinvestition der Andermatt Swiss Alps AG in Immobilien und touristische Infrastruktur beträgt in den nächsten Jahren rund 350 Millionen Franken. Zusätzlich werden 149 Millionen Franken aus der Partnerschaft mit Vail Resorts, Inc. investiert, um das Skierlebnis durch neue Bahnen, zusätzliche Beschneiung und neue Restaurants zu verbessern.

    Insgesamt stellt das Resort Dieni-Projekt eine beispiellose Gelegenheit dar, Sedrun als ein führendes touristisches Zentrum in der Schweiz zu etablieren. Es kombiniert Superior-Standard, Nachhaltigkeit und vielfältige Freizeitmöglichkeiten, um ein ganzheitliches Urlaubserlebnis zu bieten.

  • Neue Schultoiletten sollen Sri Lankas Bauindustrie verändern

    Neue Schultoiletten sollen Sri Lankas Bauindustrie verändern

    Paolo Tombesi, der Direktor des Labors für Bau und Architektur (FAR) an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL), und der Gastwissenschaftler Milinda Pathiraja haben ein wegweisendes Bauprojekt an dessen alter High School in Kandy im Zentrum Sri Lankas abgeschlossen: Der Bau zweier Toilettenanlagen soll das industrielle Entwicklungspotenzial durch architektonisches Design zeigen. Ihr Prototyp fusst auf 20 Jahren gemeinsamer Forschung.

    Bei strategischer Planung könne die Gestaltung solcher Infrastrukturen, „als Chance genutzt werden, um Innovationen zu präsentieren und zu verbreiten und praxisbezogene Auslöser für eine dringend benötigte Wiederbelebung der lokalen Baukultur einzuführen“, wird Pathiraja in einem Bericht der EPFL zitiert. Es sei auch darum gegangen, „neue, wirtschaftlich nachhaltige und ökologisch orientierte Bau-‚Traditionen‘ für Länder zu kultivieren, die unter Urbanisierungsdruck, begrenzten Rohstoffen und finanziellen Zwängen stehen“.

    So wurden etwa nicht-nachhaltige Baumaterialien vermieden, die funktionierender Lieferketten bedürfen wie Glas und Aluminium oder im Land nicht verfügbar sind wie Klinker. Die beiden Forscher wollten zudem verdeutlichen, wie Baupolitik und Nachhaltigkeit an unterschiedlichen Stellen zu Wertschöpfung führen, etwa anhand der gewölbten Dächer aus Ferrozement.

    Für all dies benötige die Branche konkrete Beispiele und Prototypen, „die sowohl den technischen Wert als auch die wirtschaftliche Machbarkeit solcher Ideen zeigen“, so Tombesi. Diese Toiletten senken gleichzeitig die Gesamtkosten auf 400 Dollar pro Quadratmeter, einschliesslich der Sanitäreinrichtungen. „Und angesichts des landesweiten Bedarfs an dieser Art von Programmen werden die von uns gewonnenen Erkenntnisse wahrscheinlich von anderen aufgegriffen werden.“

  • ewz plant hochalpine Solar-Grossanlagen im Bündnerland

    ewz plant hochalpine Solar-Grossanlagen im Bündnerland

    ewz kann im Kanton Graubünden weitere hochalpine Solar-Grossanlagen planen. Mit einer jährlichen Produktion von rund 93 Gigawattstunden (GWh) sollen künftig bis zu 58’000 Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgt werden können. Damit leistet ewz einen wichtigen Beitrag, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen und die Netto-Null-Ziele zu erreichen.

    Auch zur Erreichung der Ziele der Energiestrategie 2050 des Bundes sind diese Projekte wichtig. Dank des «Bundesgesetzes über dringliche Massnahmen zur kurzfristigen Bereitstellung einer sicheren Stromversorgung im Winter» (Änderung des Energiegesetzes) wurden erst die Voraussetzungen für den raschen Ausbau solcher PV-Freiflächenanlagen mit hoher Winterproduktion geschaffen.

    Gemeinde Surses, Standort Savognin
    Der Stadtrat hat neue einmalige Ausgaben von 1,7 Millionen Franken bewilligt für ein Vor- und Bau-projekt einer hochalpinen Photovoltaikanlage (PV-Anlage) im Val Nandro oberhalb von Savognin. Auf mehreren Flächen, angrenzend an das Skigebiet Savognin, kann ewz nun eine PV-Grossanlage planen. Die Ergebnisse des Vor- und Bauprojekts dienen dann als Grundlage für den Investitionsentscheid seitens ewz, der voraussichtlich in der Zuständigkeit des Stadtrats liegen wird.

    Auch auf Flächen westlich des Piz Curvér sind PV-Module geplant. Die Bewilligung der Projektierungskosten für diese Flächen liegen in der Kompetenz des Vorstehers des Departements der Industrielle Betriebe.

    Insgesamt könnte auf den genannten Flächen in der Gemeinde Surses, je nach Umsetzungsvariante, jährlich bis zu 80 GWh Sonnenstrom für rund 50’000 Haushalte produziert werden. Die Bauprojekte werden der Gemeinde Surses und den Grundeigentümer*innen zur Abstimmung vorgelegt. Die Gemeinde, die Grundeigentümer*innen und die Savognin Bergbahnen stehen hinter den Vorhaben.

    Gemeinde Rheinwald, Standort Splügen-Tambo
    Unabhängig von den Plänen in der Gemeinde Surses treibt ewz den Ausbau hochalpiner Solaranlagen weiter voran. Auch auf der Tanatzhöhi im Wintersportgebiet Splügen-Tambo in der Gemeinde Rheinwald startet ewz ein Vor- und Bauprojekt für eine hochalpine PV-Anlage. Je nach Umsetzungsvariante könnte sie jährlich bis zu 13 GWh Sonnenstrom für rund 8’000 Haushalte produzieren. Die Bewilligungen der Projektierungskosten liegen dabei in der Kompetenz des Vorstehers des Departements der Industrielle Betriebe.

    Stadtrat Baumer: «Eigenproduktion im Inland ausbauen»
    Die Solar-Grossanlagen in den Gemeinden Surses und Rheinwald sind in Gegenden geplant, die bereits infrastrukturell erschlossen sind. Die betroffenen Flächen befinden sich in keinem nationalen oder lokalen Schutzgebiet. Es wird eine Doppelnutzung mit Alpwirtschaft und Stromerzeugung angestrebt.

    Michael Baumer, Stadtrat und Vorsteher des Departements der Industriellen Betriebe erklärt: «Um die Energiesicherheit zu erhöhen und gleichzeitig die Netto-Null-Ziele zu erreichen, ist der Ausbau der nachhaltigen Stromproduktion zentral.» Neben Wasser- und Windkraft sei die Sonnenenergie ein wichtiger Pfeiler der nachhaltigen Stromerzeugung. Stadtrat Baumer: «Beim PV-Ausbau konzentrieren wir uns auf Immobilien auf Stadtgebiet, schweizweite Areale sowie hochalpine Standorte. Die Projekte in den Gemeinden Surses und Rheinwald sind wichtige Bausteine, um die erneuerbare Energieproduktion im Inland auszubauen und die Versorgungssicherheit im Winter weiter zu erhöhen».

    Hochalpine Pionier-Anlagen laufen bereits auf Hochtouren
    ewz hat bereits zwei hochalpine Solar-Grossanlagen in Betrieb. An der Albigna-Staumauer im Bergell und an der Staumauer am Lago di Lei produzieren sie Sonnenstrom. Beide Anlagen erfüllen die Erwartungen insbesondere in Bezug auf die hohe Stromproduktion im Winter. Rund 50% des Stroms wird im Winterhalbjahr produziert. Zudem bestätigt sich, dass an hochalpiner Lage im Jahresdurchschnitt 25% mehr Energie produziert werden kann als im Mittelland.

  • JED-Neubau in Schlieren wird mit Zirkulit gebaut

    JED-Neubau in Schlieren wird mit Zirkulit gebaut

    Bereits im Oktober 2020 hat sich Swiss Prime Site beim Neubau des JED in Schlieren für den zirkulit® Beton entschieden. Mit dem Einbau von 8300 Kubikmeter Beton wurden gesamthaft über 10’000 Tonnen Primärressourcen eingespart und 83 Tonnen CO2 im Material gebunden. Der Einsatz bekräftigt die Transformation zur Kreislaufwirtschaft und setzt ein Zeichen für zukünftige Generationen. Mit diesem Konzept will Swiss Prime Site flexible und nachhaltige Flächen für diverse Mieter schaffen.

    Gemeinsam handeln
    Zirkularität ist ein wichtiges Element in der Ökologie. Der Bau spielt hier eine entscheidende Rolle. Kreislaufwirtschaft benötigt alle Akteure, die sich für zirkuläres Bauen entscheiden.

    Die neuste Generation Beton
    Dank einer speziellen Rezeptur übertrifft der alternative Beton bezüglich Nachhaltigkeit alle bisher bekannten Betonarten. Zirkulärer Beton kombiniert erstmals die Ressourcenschonung mit einem minimalen CO2-Fussabdruck und ist im ganzen Haus einsetzbar. Die Umwelteigenschaften werden transparent und fremdüberwacht ausgewiesen. Um die Transformation zur Kreislaufwirtschaft zu erreichen, braucht es Bauherrschaft wie Swiss Prime Site, die sich für den alternativen Beton entscheiden.

  • Aufrichtefest Rägipark: Die Arbeiten schreiten planmässig voran

    Aufrichtefest Rägipark: Die Arbeiten schreiten planmässig voran

    Nach mehrjähriger Planungs- und Vorbereitungszeit und Erhalt der Baubewilligung konnten ab Mai 2021 die Rückbauarbeiten des bestehenden „Revox-Gebäudes“ durchgeführt werden. Der Rohbau mit Aushub startete im August 2021. Inzwischen sind die Ausbauarbeiten bereits weit fortgeschritten. Grund genug, den rund 150 versammelten Handwerkerinnen und Handwerkern sowie den Projektbeteiligten mit einem Aufrichtefest für ihren unermüdlichen Einsatz zu danken. Für Christoph Keller von HRS Real wurde ein „Etappenerfolg auf dem Weg in die Zukunft“ erzielt. Er zeigte eindrückliche Dimensionen des Bauprojekts auf: So wurden rund 2’500 Tonnen Stahl und rund 20’000m3 Beton verbaut. „Das entspricht rund 2 Millionen Giesskannen“, wie er in seiner Ansprache augenzwinkernd hinzufügte. „Auch von der ästhetischen Qualität und der Nachhaltigkeit her ist mit dem Rägipark etwas entstanden, worauf wir stolz sein dürfen.“

    Grosse Nachfrage dank erfolgreicher Vermarktung
    Auf dem Weg zum Ziel gab es zahlreiche Hindernisse wie die Coronapandemie, den Ukrainekrieg, Lieferverzögerungen bei Baumaterialien und Baustoffen sowie die allgemeinen Teuerung zu überwinden, die den Bau erschwerten, wie der Gesamtprojektleiter der Allianz

    Suisse Immobilien AG, Kurt Hadorn, betonte: „Dass die Vorgaben der Bauherrschaft bezüglich Qualität, Termine und Baukosten weitestgehend eingehalten werden, ist nicht selbstverständlich“, lobte der Bauprofi die Projektbeteiligten und Handwerksbetriebe. „Das Resultat

    kann sich sehen lassen, die Nachfrage nach den Mietwohnungen und Gewerbeflächen ist

    gross. Ich freue mich, dass der Rägipark schon bald mit Leben gefüllt wird.“ Die Fertigstellung der Arbeiten mit Übergabe an die Bauherrschaften erfolgt in zwei Etappen per Ende November 2023 und Ende Dezember 2023. Die Vermarktung der Wohnungen ist bereits weit

    fortgeschritten. So sind von total 204 Wohnungen bereits 200 vermietet. Die Vermarktung der Gewerbe- und Büroflächen verläuft ebenfalls erfolgreich, für rund 70% sind bereits Mietverträge unterschrieben. Für die Allianz Suisse ist das zusammen mit HRS als Totalunternehmerin realisierte Projekt mit einem Gesamt-Investitionsvolumen von rund 120 Millionen Franken eines der grössten Bauprojekte in der Unternehmensgeschichte.

  • Neue Visitenkarte für Sursee

    Neue Visitenkarte für Sursee

    Die seit rund 60 Jahren in Sursee ansässigen Möbel Ulrich AG und Truvag AG planen gemeinsam auf dem Ulrich-Areal zwischen der Ringstrasse und der Pilatusstrasse ein Büro-, Gewerbe- und Wohnhaus, welches das bestehende Möbelhaus ergänzt und belebt. Das Projekt namens ALEA soll zur neuen Visitenkarte für den Ort werden: Vorgesehen sind 70 bezahlbare Mietwohnungen, die zwischen 2,5 und 4,5 Zimmer umfassen und im Holzbau erstellt werden. Hinzu kommen 2400 Quadratmeter Gewerbe- und 1600 Quadratmeter Verkaufs- und Gastroflächen. Das Projekt punktet nicht zuletzt mit seiner zentralen Lage direkt am Bahnhof.

    Der rund 49 Meter hohe CO2-neutrale Holzbau wurde von der Planergemeinschaft Leuenberger Architekten AG aus Sursee und Deon AG aus Luzern entwickelt. Die Wohnungen werden sichtbare Holzträger und teilweise auch Holzwände aufweisen. Das umweltfreundliche Material ist atmungsaktiv, isolierend, sehr stabil und tragfähig. ALEA bedeutet im Altgriechischen «Wärme und Schutz» – diese Merkmale sollen für die zukünftigen Bewohner und Arbeitnehmenden sicht- und spürbar werden. Aus Brandschutzgründen musste lediglich bei der Fassadengestaltung auf das heimische und nachhaltige Holz verzichtet werden.

    Aber auch seiner lateinischen Bedeutung wird ALEA mit seiner Würfelform gerecht. Der untere Teil des Gebäudes umfasst drei Etagen – dieser wird in den Hang integriert. Sichtbar wird somit die Silhouette mit rund 41 Metern Höhe. Während der obere Teil des Gebäudes für die Wohnnutzung vorgesehen ist, steht der Sockelbereich für Büros, Läden, Gewerbe und Gastronomie zur Verfügung. Eine Passerelle schafft eine sichere und schnelle Fussgängerverbindung zwischen dem Kotten-Quartier und dem Bahnhof. Alle Plätze und Verbindungen des Neubaus sind öffentlich zugänglich.

    Das sorgfältig durchdachte Verkehrskonzept soll den motorisierten Individualverkehr auf ein Minimum beschränken: Zu diesem Zweck sind Sharing-Angebote für Autos, Velos und E-Scooters geplant. Die Einstellhalle wird dementsprechend mit einer minimalen Anzahl an Parkplätzen bestückt. Die Mietpreisgestaltung soll darüber hinaus Anreize für ein Leben ohne Auto bieten. Um den Langsamverkehr zu fördern, sind grosszügige Abstellplätze für Velos konzipiert.

    ALEA vereint Wohnen und Arbeiten.

    Damit die Mieter nicht anonym leben, sollen das Miteinander und die Durchmischung gefördert werden: Ein öffentlicher Platz mit Restauration auf der Höhe des Bahnhofs schafft mit verschiedenen Sitzmöglichkeiten rund um das Gebäude Begegnungsmöglichkeiten. Den Bewohnern steht zudem eine begrünte Dachterrasse zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung. Des Weiteren sind mehrere begrünte Etagenterrassen geplant.

    Den regional stark verwurzelten Initianten ist es wichtig, dass «Surseer für Surseer» bauen:

    Nicht nur bei den ausführenden Partnern wurde auf eine regionale Verankerung geachtet, auch bei der Vermietung sollen bevorzugt Personen mit Wohn- oder Arbeitsort Sursee berücksichtigt werden. Ausserdem wird die Truvag AG mit rund 80 Mitarbeitenden ihren Hauptsitz in den Neubau verlegen. Mit dem von der Möbel Ulrich AG und der Truvag AG geplanten Gebäude wollen die beiden traditionsreichen Unternehmen einen Mehrwert für Sursee schaffen und das Areal bereichern. Die Baukosten sollen sich auf einen zweistelligen Millionenbetrag belaufen.

  • Bauprojekt LIMMIviva schliesst mit Einsparung ab

    Bauprojekt LIMMIviva schliesst mit Einsparung ab

    Der Spitalverband Limmattal schliesst das Neubauprojekt LIMMIviva des Akutspitals ab. Der Bau wurde zwischen 2014 und September 2018 realisiert. Danach kamen Neubezug und Inbetriebnahme. Inzwischen kann das Projekt als abgeschlossen gelten. Bei den Kosten wurde laut Medienmitteilung weniger aufgewandt als veranschlagt. Der bewilligte Verpflichtungskredit von 275,7 Millionen Franken wurde inklusive zweier Nachtragskredite um rund 0,8 Millionen Franken unterschritten.

    In einem über mehrere Jahre dauernden Bauvorhaben seien Anpassungen des ursprünglichen Projekts durchaus üblich, heisst es in der Mitteilung des Spitalverbands. Das galt auch beim Neubauprojekt des Spitals Limmattal. Die hohe Dynamik des Gesundheitswesens hatte zur Folge, dass das Projekt in über 100 Nachträgen laufend den ändernden Anforderungen angepasst wurde. Meist führen solche Nachträge zu wesentlichen Mehrkosten. Beim Neubau des Spitals Limmattal wurde gemeinsam mit dem als Totalunternehmer beauftragten Berner Bauunternehmen Losinger Marazzi AG  Mehrkosten verursachende Nachträge durch Optimierungen an anderen Stellen kompensiert.

    Mit der 2012 neu eingeführten Spitalfinanzierung und einer Anpassung des Gemeindegesetzes konnte der Spitalverband Limmattal die Investitionen von rund 270 Millionen Franken selber, ohne Mithilfe der Gemeinden und somit ohne Belastung der Steuerzahler, finanzieren. Es wurden 220 Millionen Franken Fremdkapital über die Emission von zwei Anleihen beschafft.

  • Vier Trends für die Immobilien­wirtschaft 2022

    Vier Trends für die Immobilien­wirtschaft 2022

    Weltweite Ressourcenknappheit 
    Aktuell schnellen die Preise für viele Baumaterialien in die Höhe. Das wird sich auch in diesem Jahr nicht ändern – Dämmstoffe, Stahl, alles wird teurer und knapper. Entsprechend steigen auch die Baupreise und drohen, viele Projekt unrentabel werden zu lassen. Zusätzlich fragen gerade die Schwellenländer derzeit viel Material nach und kaufen den Markt leer. Die Situation wird sich also weiter verschärfen. Langfristig kann nur eine verbesserte Projektplanung mit mehr Fokus auf Wiederverwertbarkeit helfen, denn Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschutz beginnen bereits in der Planungsphase. Wenn ganze Gebäude, Gebäudeteile und Baumaterialien recycelbar sind oder eine Anschlussverwendung finden, senkt das nicht nur den Materialbedarf, sondern trägt gleichzeitig auch zu mehr Nachhaltigkeit bei. Es gilt, Cradle to Cradle in Zukunft groß zu denken.

    Nachhaltigkeit nicht nur durch Energieeinsparung in der Nutzungsphase
    Gerade die deutsche Baubranche hat dringenden Nachholbedarf in Sachen Nachhaltigkeit. In den Niederlanden gibt es bereits eine CO2-Deckelung pro Quadratmeter Neubau. Mit der neuen Regierung unter grüner Beteiligung ist es durchaus vorstellbar, dass eine solche Deckelung auch in Deutschland zur neuen Richtlinie wird. Zudem werden die Entsorgungskosten ein großes Thema bleiben und anteilig in die Höhe schnellen. Aufgrund der noch unausgereiften Rahmenbedingungen für Recyclingverfahren und der geringen Deponiekapazitäten werden Abfälle zu weiteren Baukostentreibern. Hier zeigt sich, wie wichtig es in Zukunft sein wird, Baumaterialien und Gebäudeteile lange zu nutzen und später wiederzuverwenden – wie es bereits im Modulbau durch das Refurbishen nachgenutzter Module möglich ist. Die Kreislaufwirtschaft sollte daher schon früh in der Planung im Fokus des Projekts stehen. 

    Digitalisierung und KI auch beim Bauen
    Um die Nachhaltigkeit über die gesamte Branche hinweg zu steigern und der Ressourcenknappheit entgegenzuwirken, braucht es sowohl eine Optimierung der Planung als auch der Fertigung. Beides muss insgesamt intelligenter werden und sich vernetzen. Hierfür eignet sich der Einsatz „Künstlicher Intelligenz“ optimal. Sie unterstützt Bauprojekte beispielsweise durch generatives Design, vorausschauende Problemerkennung sowie bei der Vermeidung von Verzögerungen und Kostenüberschreitungen. Sie muss aber eben auch in der Produktion ihren Einsatz finden. Ein Beispiel: Die Digitalisierung des Zuschnittes führt zu weniger Verschnitt und Abfall. Dank guter Vorausplanung und des Einsatzes einer KI lässt sich das Restmaterial aus einem Zuschnitt für den weiteren Einsatz bei anderen zukünftigen Projekten verwenden. Das spart nicht nur Material, sondern auch zusätzliche Arbeitsschritte und erhöht so die Effizienz im gesamten Produktionsprozess. Denn auch Restmaterialien sind Ressourcen.

    Industrialisierte Fertigung wie in der Automobilindustrie
    Das Voranschreiten der Digitalisierung innerhalb der Baubranche ermöglicht zudem den Einsatz von halb- oder vollautomatisierten Prozessen. Sie reduzieren Fehlerquellen und machen die Fertigung effizienter. Denn bezahlbarer Wohnraum lässt sich mit robotergestützten Bauverfahren, in Verbindung mit einem erforderlichen digitalen Management der Baudaten – von der Planung bis zur Baustelle – optimal verwirklichen. Mit Blick auf den akuten Fachkräftemangel, der auch in den nächsten Jahren nicht zu lösen sein wird, ist diese Entwicklung die logische Konsequenz. Auch Daiwa House Modular Europe wird in der bereits geplanten deutschen Gigafactory auf automatisierte Prozesse setzen.

    Diese vier Trends sollten die Baubranche zum Umdenken animieren. Dazu kommen eine Reihe weitere Veränderungen wie ein Generationenwechsel in den Reihen der Führungskräfte sowie der politische und gesellschaftliche Wandel. Bauherren sind mittlerweile offen für standardisierte Gebäudelösungen. Modular geplante und gebaute Gebäude bieten eine kurze Bauzeit sowie hohe Qualität durch eine Vorfertigung von ungefähr 90 Prozent im Werk. Gerade in den Segmenten Wohnen, Pflege, Hotels und Bildung sind trotz unterschiedlicher Standorte ähnliche Bedürfnisse gegeben – daher muss nicht jedes Gebäude ein Prototyp sein.

  • «Das Energiegesetz bringt uns beim Klimaschutz einen entscheidenden Schritt weiter»

    «Das Energiegesetz bringt uns beim Klimaschutz einen entscheidenden Schritt weiter»

    Mit welchen Themen befassen Sie sich als Vorsteher der Baudirektion des Kantons Zürich?
    Martin Neukom: Als Regierungsrat habe ich viele unterschiedliche Aufgaben. Einerseits führe ich die Baudirektion mit ihren rund 1800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Andererseits bin ich Mitglied der siebenköpfigen Regierung, welche sich mit den wichtigen politischen Geschäften aus allen Direktionen befasst. Als Baudirektor bin ich mit sehr unterschiedlichen Themen beschäftigt, vom Lärmschutz über die Landwirtschaft bis hin zum Abfallwesen. Es ist unter anderem diese Vielfalt an Themen, die meine Arbeit spannend macht.

    Wie viele Bauprojekte bearbeiten Sie zurzeit?
    Das sind rund 700 Bauprojekte – von der Dachsanierung eines Schulhauses bis zum Polizei- und Justizzentrum PJZ, das aktuell eine der grössten Baustellen der Schweiz ist. Wir machen Naturschutz- und Gewässerschutzprojekte genauso wie den Unterhalt der 1500 Kilometer Staatsstrassen im Kanton. Über die Raumplanung beeinflussen wir die Entwicklung, schützen das Kulturland und prägen das Aussehen des Kantons.

    Inwiefern profitieren Sie von Ihrem Ingenieurstudium sowie Ihrem Masterabschluss in solaren Energiesystemen für Ihre Tätigkeit als Vorsteher der Baudirektion des Kantons?
    Der Austausch mit den Fachleuten in der Baudirektion ist spannend und bereichernd. Mein naturwissenschaftlicher Hintergrund hilft mir beim Verständnis zahlreicher Themen und Projekte, beispielsweise im Energie- oder Umweltschutzbereich, aber auch im Baubereich.

    Welches sind die bedeutendsten Bauprojekte, die derzeit kantonal laufen oder in naher Zukunft anlaufen werden?
    Dazu gehören etwa das Polizei- und Justizzentrum sowie das Hochschulgebiet Zürich Zentrum mit seinen Neubauten für die Universität und der Aufwertung des öffentlichen Raums. Für die Bezirksanlage Winterthur ist die Grundsteinlegung in diesem November geplant.

    Bei der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) laufen gleich mehrere Bauprojekte. Wo sehen Sie hier die grössten Herausforderungen und Fortschritte?
    Hier ist das Bauen im Bestand eine grosse Herausforderung. Zudem muss die Fläche im dicht überbauten Winterthur optimal genutzt werden. Diverse Projekte sind bereits erfolgreich abgeschlossen, so zum Beispiel die Hochschulbibliothek.

    Laut einer Umfrage hat sich weniger als die Hälfte der Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer beim Heizungsersatz mit Alternativen zu Öl und Gas befasst
    Das Thema Energie liegt Ihnen sehr am Herzen. Das CO2-Gesetz ist bei der letzten Abstimmung an der Urne gescheitert. Im Herbst stimmt der Kanton Zürich über das Energiegesetz ab. Welche Ziele wollen Sie mit diesem neuen Gesetz erreichen? Was sind die Kernpunkte für Besitzer von Wohn- und Geschäftsliegenschaften?
    Mit der Änderung des Energiegesetzes schafft der Kanton Zürich eine wichtige Grundlage für wirksamen Klimaschutz im Gebäudebereich. Öl- und Gasheizungen müssen künftig am Ende ihrer Lebensdauer durch klimaneutrale Heizungen ersetzt werden. Um hohe Kosten und Härtefälle zu vermeiden, gibt es Ausnahmeregelungen. Die finanziellen Beiträge des Kantons an klimaneutrale Heizungen werden erhöht, um den Umstieg zu erleichtern.

    Der Hauseigentümerverband des Kantons Zürich hat das Referendum ergriffen. Der HEV plädiert für Freiwilligkeit und Eigenverantwortung statt für Zwang und Vorschriften. Zudem sagt der HEV, dass die Hausbesitzerinnen und -besitzer ihre Verantwortung längst wahrnehmen würden. Wie reagieren Sie auf diese Argumente?
    Heute wird immer noch mehr als jede zweite Öl- oder Gasheizung am Ende ihrer Lebensdauer durch eine neue Öl- oder Gasheizung ersetzt. Damit erreicht der Kanton seine Klimaziele nicht. Laut einer Umfrage in der Stadt Zürich hat sich weniger als die Hälfte der Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer beim Heizungsersatz mit Alternativen zu Öl und Gas befasst. Um die Klimaziele zu erreichen, braucht es daher verbindliche Regeln für den Ersatz von Heizungen. Das Energiegesetz bringt uns beim Klimaschutz einen entscheidenden Schritt weiter.

    Wie zuversichtlich sind Sie, dass es dieses Mal ein JA gibt?
    Soeben hat die Bevölkerung im Kanton Glarus ein noch ambitionierteres Energiegesetz gutgeheissen, als wir es im Kanton Zürich zur Abstimmung bringen. Zudem hat der Kanton Zürich dem CO2-Gesetz mit über 55 Prozent zugestimmt. Ich bin zuversichtlich. Aber es wird auf keinen Fall ein Spaziergang, ganz im Gegenteil.

    Die Stadt Zürich scheint klimatechnisch auf Kurs zu sein. Kantonal zeigt sich ein anderes Bild. Wie sensibilisieren Sie den restlichen Kanton Zürich auf das Energiethema?
    Es geht mittlerweile mehr ums Handeln als ums Sensibilisieren. Hier würde uns das Energiegesetz enorm weiterbringen.

    Bei der finanziellen Förderung von Solaranlagen schneidet der Kanton Zürich im schweizerischen Vergleich schlecht ab. Wann und wie gedenken Sie das zu ändern?
    Hier besteht tatsächlich Handlungsbedarf, und wir arbeiten intensiv daran. Zudem hat der Kantonsrat den Regierungsrat beauftragt, bis 2022 eine entsprechende Vorlage auszuarbeiten.

    Wie sieht Ihre Lösung im Mobilitätsbereich aus?
    Auch hier muss Netto Null das Ziel sein. Das heisst, es dürfen keine umweltschädlichen Emissionen entstehen. Die Zeit der fossilen Verbrennungsmotoren ist abgelaufen. Je schneller sie ersetzt werden, desto besser für das Klima und somit für uns und die nachkommenden Generationen. Hier ist für mich auch eine gute Zusammenarbeit mit der Volkswirtschaftsdirektion wichtig, die in der Mobilität im Lead ist.

    Die meisten Kantone setzen bei den Kantonsbaumeistern auf Architekten. Sie haben Beat Pahud per 1. August 2021 zum neuen Kantonsbaumeister ernannt. Kritiker monieren, dass er kein Architekturstudium absolviert hat. Was entgegnen Sie diesen?
    Die Leitung des Hochbauamts mit seinen über 150 Mitarbeitenden setzt kein Architekturstudium voraus. Was es dafür braucht: eine starke Führungspersönlichkeit mit viel Know-how im Baubereich. Beat Pahud ist dafür die ideale Besetzung.

  • «Das Potenzial ist enorm»

    «Das Potenzial ist enorm»

    Im Herzen der Stadt Zürich befindet sich das Hochschulgebiet mit dem Wissens- und Gesundheitscluster des Universitätsspitals Zürich (USZ), der Universität Zürich (UZH) und der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich – drei erfolgreichen Institutionen mit hohem internationalem Ansehen. Die räumliche Nähe der drei Institutionen bietet einmalige Chancen für eine intensive Zusammenarbeit, welche Innovationen in Forschung, Lehre und medizinischer Versorgung hervorbringt. Zahlreiche Gebäude im Hochschulgebiet Zürich Zentrum erfüllen allerdings die Anforderungen an den modernen Spital-, Forschungs- und Lehrbetrieb nicht mehr. Die Infrastruktur hat ihre Kapazitätsgrenzen erreicht. Mit dem Generationenprojekt Hochschulgebiet Zürich Zentrum (HGZZ) wird die Infrastruktur von USZ, UZH und ETH Zürich verbessert und die führende Position der Institutionen gesichert.

    Gemeinsame Vision
    Das Bauprojekt «Hochschulgebiet Zürich Zentrum» ist eine Herkulesaufgabe: «Es sind drei Staatsebenen (Bund, Kanton und Stadt) und drei Institutionen (Universität, Universitätsspital, ETH) beteiligt», sagt Roman Bächtold, Leiter der Geschäftsstelle HGZZ, welche die verschiedenen Vorhaben im Hochschulgebiet koordiniert. «Die Interessen und Bedürfnisse all dieser Player unter einen Hut zu bekommen, und das mitten im Zentrum von Zürich, das war und ist eine besondere Herausforderung. Das Potenzial ist enorm. Wenn es gelingt, profitiert die Bevölkerung weit über Zürich hinaus davon, und das nicht nur heute und morgen, sondern über Generationen hinweg.» Zürich verfügt über einen einzigartigen Wissens- und Gesundheitscluster, welcher Forschung, Lehre und Gesundheitsversorgung auf engstem Raum integral vereint. Diesen Vorteil gilt es zu sichern und zu stärken. Diese gemeinsame Vision hat es ermöglicht, die Parteien zu einen. Das war und bleibt anspruchsvoll und zeitintensiv.

    Aufwertung des Quartiers
    Die Planung geht weit zurück. Wesentliche Milestones waren der Standortentscheid im September 2011, die Ausarbeitung eines Masterplans (2012/2013), dessen Genehmigung im August 2014, die Ausschreibung und Durchführung des Studienauftrags Stadtraumkonzept HGZZ (2016/2017). Aber auch die Verabschiedung eines gemeinsamen Weissbuchs im März 2018 war ein wichtiger Zwischenstopp unterwegs ans Ziel. Die Universität Zürich ist schon von weitem an ihrer grünen Kuppel zu erkennen. Wird dies so bleiben? – «Die grüne Kuppel bleibt. Aber das Quartier wird massiv aufgewertet, grüner, zugänglicher, lebenswerter», so Bächtold. Und er ergänzt: «Es gibt schweizweit kaum Projekte, die derart komplex und abwechslungsreich sind. Man kommt mit unzähligen Stakeholdern aus Politik, Wirtschaft, Bevölkerung und Medien in Kontakt. Diese grosse Herausforderung ist reizvoll und spannend».

  • Neuer Platz und Trinkbrunnen am JED eingeweiht

    Neuer Platz und Trinkbrunnen am JED eingeweiht

    Der neue Platz am JED in Schlieren ist eingeweiht worden. Laut Mitteilung von Gianfranco​ Basso von der Swiss Prime Site Immobilien AG sind nach einer dreijährigen, intensiven Bauphase und einer gestaffelten Inbetriebnahme des neuen Zentrums die wesentlichen Umgebungsarbeiten abgeschlossen worden. Die Bauzäune seien verschwunden und das umgebaute ehemalige Druckzentrum der NZZ sei nun zum offenen Areal und damit Teil des öffentlichen Raums geworden.

    Der neue Platz ist am Donnerstag offiziell eröffnet und der Trinkbrunnen eingeweiht worden. Die Eröffnung begann mit einer Ansprache von Basso. Danach folgte ein Grusswort von Stefano Kunz, Stadtrat und Ressortvorsteher Bau und Planung. Danach hiess es „Wasser Marsch“ für den Trinkbrunnen und es gab am Brunnen einen Apéro. Es folgte ein gemeinsames Mittagessen der Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Behörden, von den Projektbeteiligten und JED-Verantwortlichen im Restaurant eve’s kitchen, direkt am Platz.

    Die Bezeichnung JED für das alte und für die heutige Verwendung umgebaute Druckzentrum hat die Eigentümerin Swiss Prime Site gefunden. Es steht für Join. Explore. Dare – verbinden, entdecken, wagen. Das JED hat eine gute Anbindung unmittelbar vor den Toren Zürichs. Mit direktem Anschluss an die Limmattalbahn und 500 Meter entfernt vom Bahnhof Schlieren ist der Standort gut an das öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen.

  • Ein Meilenstein für die Kapo Aarau

    Ein Meilenstein für die Kapo Aarau

    Das Bauprojekt und der Kostenvoranschlag fürs neue Polizeigebäude liegen vor. Die gesetzlich vorgeschriebene öffentliche Anhörung wurde bereits durchgeführt und auch die Baubewilligung ist vorhanden. Im 3. Quartal 2021 entscheidet der Grosse Rat über den Baukredit und die Umsetzung. «Ein Polizeigebäude ist nicht ein Gebäude wie jeder andere kantonale Zweckbau», sagt Markus Richner vom Departement Volkswirtschaft und Inneres des Kantons Aargau. «Einerseits gibt es spezielle Anforderungen bezüglich der Sicherheit, andererseits müssen verschiedene Spezialnutzungen wie ein Labor, Schiessräume oder ein Raum für Nahkampf-Trainings – auch Dojo genannt – gewährleistet sein.» Das Bauvorhaben ist grundsätzlich unbestritten. Aber wie bei jedem anderen grossen und komplexen Vorhaben sei die Einhaltung des Kostenrahmens die grösste Herausforderung gewesen. «Wir gehen davon aus, dass der Grosse Rat dem Vorhaben und dem beantragten Kredit zustimmen wird, um für die Weiterentwicklung der Kantonspolizei gute Rahmenbedingungen zu schaffen», so Richner.

    Das Polizeigebäude ist definitiv.

    Zusätzliche Gesamtsanierung
    Nach 30 Jahren Betrieb im 7×24-Stunden-Modus steht eine Gesamtsanierung des Polizeikommando-Gebäudes an. Diese betrifft insbesondere die Lüftungs- und Sanitäranlagen inklusive Leitungen sowie diejenigen für Stark- und Schwachstrom. Zudem sind bauliche Anpassungen wegen Nutzungsänderungen notwendig. Wesentlich sind auch die Verbesserungen im energetischen Bereich – insbesondere der Fassade. Die Planungsarbeiten wurden laut Richner durch die Coronapandemie nicht gross beeinflusst: «Sämtliche Termine konnten wie geplant eingehalten werden. Viele Sitzungen fanden coronabedingt nicht vor Ort, sondern virtuell statt. Ich freue mich riesig auf den Moment, an dem wir den fertigen Neubau der Kantonspolizei übergeben können. Das ist ein Meilenstein für die Kantonspolizei.»

  • Implenia übergibt Dialogplatz in Winterthur

    Implenia übergibt Dialogplatz in Winterthur

    Implenia habe den bereits im Frühling fertiggestellten Dialogplatz am 8. Juni feierlich an die Stadt Winterthur übergeben, informiert die Immobiliengesellschaft in einer Mitteilung. Der Name des rund 5800 Quadratmeter grossen Freiraums im Winterthurer Stadtteil Lokstadt geht auf einen 1937 beigelegten Lohnkonflikt bei Sulzer zurück. In Zukunft solle der Dialogplatz für einen zentralen Ort der Begegnung und des Austauschs stehen, schreibt Implenia. „Wir freuen uns sehr darüber, mit dem Dialogplatz den Bewohnern der Lokstadt sowie allen Winterthurern einen tollen Stadtplatz und vielfältig nutzbaren Begegnungsort übergeben zu dürfen“, wird Adrian Wyss, Head Division Real Estate von Implenia, in der Mitteilung zitiert.

    Implenia hat den zum insgesamt 21’000 Quadratmeter grossen Freiraum des Stadtteils Lokstadt gehörenden Dialogplatz in Zusammenarbeit mit der Stadt Winterthur entwickelt. Im Zuge der Übernahme wird die Stadt nun schrittweise für den Betrieb und Unterhalt des Platzes zuständig sein. Implenia steuert dabei 6 Millionen Franken für künftige Kosten bei Unterhalt und Erneuerung bei.

    Der in einer neuen Fussgängerzone gelegene Platz biete vielfältige Möglichkeiten für Aufenthalt, Begegnung und Spiel an, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Konkret zählt Implenia dort einen Spielplatz, schattenspendende Bäume, eine Anlage für Rollsportgeräte (Pumptrack), einen Trinkbrunnen, Sitzgelegenheiten und einen Gastronomiebereich auf.