Schlagwort: Bauprojekten

  • Fehlendes Verständnis für Projektdaten

    Fehlendes Verständnis für Projektdaten

    Das CDE ist der Ausgangspunkt für ein durchgängiges Datenmanagement. Es liegt im Interesse der Immobilieneigentümerin bzw. des Bestandhalters, jederzeit Zugriff auf die aktuellen Projektinformationen zu haben, Inkompatibilitäten zu vermeiden und Zugriffsrechte ändern zu können. Umso erstaunlicher ist es, dass der Wert von Daten noch immer nicht vollumfänglich verstanden wird. Zu oft werden sie einzig aus der IT-Perspektive betrachtet und auf die Funktion als Messinstrumente reduziert.

    Der Markt verändert sich rasch
    Der Markt an CDE-Lösungen ist schnelllebig und divers. Insgesamt ist ein Trend zur Spezialisierung erkennbar, was eine hohe Integrationsfähigkeit bedingt. Häufig werden unabhängige Tools von grossen Technologieanbietern aufgekauft oder in bestehende Lösungen eingebaut. Das führt zu Problemen bei der Übernahme von bereits abgeschlossenen Projekten. Um einen reibungslosen Datenaustausch zu gewährleisten, ist die möglichst konsistente Anwendung einer Plattform zu empfehlen.

    Innovation im Eiltempo verunsichert die Anwender
    Die Konkurrenz unter den Anbietern ist gross. Kontinuierlich drängen neue Tools auf den Markt, Funktionalitäten werden laufend weiterentwickelt. Die Folge ist eine grosse Verunsicherung bei vielen Bauherren und Betreiber sowohl bei der Auswahl als auch bei der Anwendung. Die eher langsame Bau- und Immobilienwirtschaft trifft hier auf die kurzen Innovationszyklen der Technologiebranche. Anwendungsfälle, Prozessabläufe und Verantwortlichkeiten müssen deshalb bereits vor der Systemauswahl klar definiert werden, um Enttäuschungen zu vermeiden.

    Und wem gehören die Daten?
    Zentral ist die Frage nach der Datenhoheit: Wem gehören die Daten im CDE und wer hat Anspruch darauf, wenn das Bauprojekt beendet ist und das Gebäude in den Betrieb übergeben wird? Die heutige Praxis zeigt, dass diese Frage häufig vernachlässigt wird. Es ist daher essenziell, dass die Bauherrschaft das Set-up vorgibt, das CDE nach den eigenen Vorstellungen bestellt und das Eigentum an den Daten frühzeitig regelt.

    Benutzungsfreundlichkeit lässt zu wünschen übrig
    Die von pom+ untersuchten Projekt-CDE-Lösungen lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen: Entweder handelt es sich um Expertentools mit umfangreichen Funktionen oder um einfache Anwendungen mit beschränkten Möglichkeiten. Beiden Gruppen gemeinsam ist die mangelnde Usability. Knapp 45 Prozent der untersuchten Tools wurden auf der Fünfpunkteskala mit drei oder weniger bewertet. Das Problem dabei: CDEs werden nicht nur von technologieaffinen Personen benutzt – sie müssen das ganze Team adressieren. Darauf sollten die Herstellerfirmen bei der Weiterentwicklung vermehrt achten. Joachim Baldegger, Studienleiter und Head of Service Unit Future Lab, fasst zusammen: «Modernes Bauen heisst bereits im Bauprojekt an den Betrieb zu denken und die richtigen Daten zu bestellen. Common Data Environments spielen dabei eine zentrale Rolle. Allerdings ist der Weg noch ein weiter, denn viele Tools haben Lücken im Funktionsumfang und können nur bedingt mit Daten umgehen bzw. diese strukturiert erfassen. Erst wenn dies sichergestellt ist, können Daten aus dem Projekt effizient in die Zielsysteme der Immobilieneigentümer übergeben und Mehrwerte generiert werden.»

  • Start-up smino übernimmt Wiener Bimspot

    Start-up smino übernimmt Wiener Bimspot

    Das Start-up smino mit Sitz in Jona übernimmt den Software-Hersteller Bimspot mit Sitz in Wien. Damit möchte smino zur Standardlösung für Projektmanagement und Kollaboration in der Bauindustrie der DACH-Region werden, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Das Start-up aus der St.GallenBodenseeArea bietet eine digitale Plattform für Planungs- und Bauprojekte in der Schweiz an. 8000 Firmen nutzen bereits die Anwendung von smino, die als Datendrehscheibe bei Bauprojekten fungiert.

    Die Technologie von Bimspot, mit der Gebäudeinformationen aus Modellen für digitale Bauplanung (Building Information Modeling/BIM) zusammengeführt, strukturiert und automatisch auf Fehler und Vollständigkeit geprüft werden, soll nach der Übernahme in die Plattform von smino integriert werden.

    Dadurch soll sich der Funktionsumfang für Anwender im Bereich BIM-Prozessabwicklung erweitern. Die Mitarbeitenden von Bimspot sollen das Team von smino ergänzen. Von einem neuen Standort in Wien aus sollen die BIM-Experten und Software-Entwickler die Weiterentwicklung der Technologie und deren Vertrieb vorantreiben.

     „Mit dieser Übernahme werden wir die Marktführerschaft im Bereich BIM übernehmen. Ich bin der festen Überzeugung, dass sich unsere beiden Angebote ideal ergänzen und wir den Kunden dadurch einen weiteren echten Mehrwert bieten können“, wird Silvio Bee, Mitbegründer und Managing Partner der smino AG, in der Medienmitteilung zitiert.