Schlagwort: Bauzeit

  • Doppelspurausbaus Ligerz-Twann ein komplexes Bahninfrastrukturprojekt

    Doppelspurausbaus Ligerz-Twann ein komplexes Bahninfrastrukturprojekt

    Der Auftrag umfasst den 2,1 km langen Doppelspurtunnel – davon rund 1’850 m in bergmännischer Bauweise und rund 250 m im Tagbau – inklusive Betonverkleidung und Bahntechnik. Zudem werden vier Fluchtstollen erstellt, ein 114 m langes Viadukt für die Autobahnausfahrt der N5 sowie verschiedene Zusatzbauten. Der Transport des Aushub- und Ausbruchmaterials erfolgt per Schiff und die bestehende Bahnstrecke wird rückgebaut und umgestaltet.

    Ziel des Projekts ist die Beseitigung des letzten Bahnengpasses auf der Jurafusslinie zwischen Lausanne und Biel. Aufgrund der vorherrschenden engen Platzverhältnisse zwischen See und Hang, wo auch die Nationalstrasse N5 und die Kantonsstrasse verlaufen, wird ein neuer Doppelspurtunnel gebaut.

    Eine besondere Herausforderung ist die Lage des Projekts in geschützten Gebieten: Die Region ist im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler (BLN) aufgeführt. Die Dörfer La Neuveville, Chavannes, Ligerz und Twann sind Teil des Bundesinventars der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung (ISOS).

    Christian Späth, Head Division Civil Engineering bei Implenia: «Wir freuen uns darauf, dieses grosse und komplexe Bahninfrastrukturprojekt gemeinsam mit unseren ARGE-Partnern auszuführen und unsere langjährige Erfahrung und Expertise in diesem Bereich erneut unter Beweis zu stellen. Dem gesamten Projektteam wünschen wir eine unfallfreie Bauzeit.»

  • Implenia und Frutiger bauen zweite Röhre des Gotthardtunnels

    Implenia und Frutiger bauen zweite Röhre des Gotthardtunnels

    Kernstück der Arbeiten ist der 7.3 km lange Vortrieb mit einem Durchmesser von 12.3 m durch eine Tunnelbormaschine (TBM) mit Tübbingausbau. Dieses schliesst an eine 160 m lange, konventionell ausgebrochene Startstrecke an. Weitere Arbeiten des Auftrags sind dabei der 430 m lange, konventionelle Vortrieb durch die Störzone Nord, der vom in Ausführung befindlichen 4 km langen Zugangsstollen Nord aus

    ausgebrochen wird. Die TBM wird später durch diesen Abschnitt der Störzone hindurch gezogen und deren Bohrkopf vollständig revidiert. Dann wird die TBM den weiteren Vortrieb bis zur Losgrenze in Angriff nehmen. Ebenso wird die ARGE einen hochkomplexen Ausbruch zweier unterirdischer Lüftungszentralen erstellen sowie eine unterirdische Betonanlage und Produktionshallen für Tübbinge und Werkleitungskanäle in ehemaligen Militärkavernen.

    Das ASTRA begründet den Zuschlag wie folgt: «Die ARGE ‘secondo tubo’ hat ein qualitativ und preislich sehr gutes und damit insgesamt das vorteilhafteste Angebot eingereicht. Die Offerte des Zuschlagsempfängers überzeugt durchwegs mit gut bis sehr gut beurteilten Zuschlagskriterien. Der Anbieter hat das vorteilhafteste Angebot vorgelegt und kann sich auch qualitativ anhand der vorgelegten Angebotsunterlagen von den anderen Bietern hervorheben. Die für den Baustelleneinsatz vorgesehenen Schlüsselpersonen werden mit sehr gut beurteilt.»

    André Wyss, CEO von Implenia, zum gewonnenen Auftrag: «Die zweite Röhre des Gotthard Strassentunnels trägt wesentlich zur Verbesserung der Nord-Süd-Strassenverbindung in der Schweiz bei. Wir freuen uns sehr, dass wir dieses grosse und komplexe Infrastrukturprojekt, das ausgezeichnet zur Strategie von Implenia

    passt, planen und bauen dürfen. Wir können dabei unsere langjährige Erfahrung und bewährte Expertise im Tunnelbau sowie in weiteren Disziplinen des Tiefbaus optimal einsetzen.»

    Seitens Implenia werden nebst dem Tunnelbau auch der Spezialtiefbau sowie Tiefbaueinheiten der Zentralschweiz in die Ausführung involviert sein.

  • Neuer innovativer Gewerbepark in Altstetten

    Neuer innovativer Gewerbepark in Altstetten

    Glas, Metall und Sichtbeton – die neue Gewerbeliegenschaft Manufakt 8048 entstand als minimalistischer Rohling und zugleich Prototyp für zukunftsfähige Dienstleistungs- und Produktionsstätten.

    Mit dem Konzept und der Marke «Manufakt» will die Immobilienentwicklerin Steiner AG mit geringerem Ressourcenverbrauch mehr Nutzwert bieten. So gibt es im Manufakt 8048 diverse «Shared Spaces» – gemeinsame Flächen wie etwa Empfangsbereiche, Sitzungszimmer oder Begegnungszonen. Damit sinken die direkten Raumkosten sowie die Betriebskosten für Zusatzflächen. Das soll auch junge Unternehmen anziehen.

    Das Bürogebäude kommt ohne tragende Wände aus und bietet so ein flexibles Raumraster. Zudem hat die Steiner AG «Raumboxen» für Einzelarbeitsplätze entworfen, die sich auf Wunsch modular zusammenstellen lassen.
    Aktuell sind die neuen Mietparteien in Altstetten dabei, ihre Grundrisse im Rahmen des Mieterausbaus individuell zu gestalten und die bis zu 4,5 m hohen Räume in Produktions- und Büroflächen, Labore und Showrooms zu verwandeln.

    Der Entwurf des Gebäudes in Altstetten wurde von Theo Hotz Partner Architekten entwickelt und geplant. Obwohl Theo Hotz (1928–2018) zu Lebzeiten als einer der bekanntesten Hightech-Architekten der Schweiz galt, ist das Manufakt 8048 als «Lowtech»-Gebäude konzipiert: Die Gebäudetechnik und der Ausbaustandard sind minimal, die konstruktiven Details einfach. Die klare Formensprache des Gebäudes ergibt sich aus einem schlichten kubischen Aufriss mit sechs Geschossen. Diese sind aussen über durchlaufend verglaste Fensterbänder und horizontal durchlaufende Aluminiumbrüstungen erkennbar. Im Gebäude dominieren indust-
    rielle Materialien wie Stahl, Sichtbeton und fugenlose Industrieböden zusammen mit offenliegenden Installationen.

    Im Zentrum des Baus liegt ein luftiges Atrium, das als offener Innenhof der Erschliessung dient und zum Anziehungspunkt, Treffpunkt und Erholungsraum wird. Die Lebendigkeit im Innenhof wird unterstützt durch eine Begrünung, die zu einem positiven Klima beitragen soll. Vom Innenhof führen Lifte und auskragende Laubengänge in die Geschosse.

    In Wädenswil und Winterthur entstehen in den kommenden Jahren zwei weitere Gewerbeparks nach dem Manufakt-Konzept. Ein wichtiges Element sei die Vernetzung der verschiedenen Mietenden über die Standorte hinweg.