Die Messe Luzern AG lanciert mit Terra Solid eine Fachmesse, die sich ganz dem komplexen Zusammenspiel von Grundbau, Infrastruktur und Naturgefahren widmet. In einer Zeit, in der Tiefbauprojekte zunehmen und klimabedingte Risiken wachsen, reagiert die Messe auf ein dringendes Bedürfnis der Branche, Austausch, Orientierung und konkrete Lösungen in einem spezialisierten Format. Messeleiter Elio Cavazzutti betont: «Die Terra Solid ist mehr als eine Produktschau, sie ist Plattform, Wissenszentrum und Treffpunkt für Fachleute mit Verantwortung.»
Zukunftsthemen im Zentrum Die B2B-Plattform richtet sich an Fachpersonen aus Planung, Wissenschaft, Behörden und Bauwirtschaft. Im Fokus stehen Innovationen zu Baustoffen, digitalen Lösungen im Risikomanagement, nachhaltigen Bauverfahren sowie Schutzsystemen gegen Naturgefahren. Die Aussteller sind in zwei klar strukturierten Segmenten organisiert. Einerseits in Planungs- und Dienstleistungsanbieter und Hersteller und Ausführende andererseits.
Ein Fachforum mit Expertenreferaten, Diskussionsrunden und Networking-Zonen ergänzt das Angebot. Der Austausch soll Impulse für nachhaltige, resiliente und technisch fortschrittliche Lösungen liefern und dies von der Siedlungsplanung bis zur Hangsicherung.
Starke Partnerschaften – hohe Glaubwürdigkeit Mit dem Bundesamt für Umwelt BAFU als Patronatspartner sowie weiteren Organisationen wie InfraSuisse erhält die Terra Solid starke Unterstützung aus Forschung, Praxis und Politik. Der direkte Zugang zu Fachwissen und aktuellem Forschungsstand macht die Messe auch für strategisch denkende Investoren und Standortentwickler attraktiv.
Hybrid gedacht und 365 Tage im Jahr aktiv Dank des Content-Live-Marketing-Konzepts agiert Terra Solid nicht nur während der Messetage, Aussteller können ihre Expertise, Projekte und Veranstaltungen auch online präsentieren. Damit entsteht eine digitale Plattform, die Vernetzung, Wissenstransfer und Sichtbarkeit über das ganze Jahr hinweg ermöglicht, eine moderne Antwort auf die Anforderungen des Marktes.
Daten sind eine zentrale Ressource für wirtschaftliche Entwicklung, Forschung und gesellschaftlichen Fortschritt. Um zu verhindern, dass Daten in isolierten Silos verbleiben, setzt der Bund auf ein nationales Datenökosystem. Dieses umfasst themenspezifische Datenräume, in denen Unternehmen, Hochschulen, Behörden und Organisationen sicher und kontrolliert Daten austauschen können.
Der Bundesrat hat die Bundeskanzlei beauftragt, eine zentrale Anlaufstelle zur Koordination dieser Datenräume zu schaffen. Die Anlaufstelle Datenökosystem Schweiz, die am 15. Januar 2025 ihren Betrieb aufgenommen hat, wird von der Bundeskanzlei in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Kommunikation, dem Bundesamt für Statistik und der Direktion für Völkerrecht betrieben.
Koordination, Beratung und internationale Vernetzung Die Hauptaufgabe der Anlaufstelle besteht darin, Grundlagen für ein interoperables Datenökosystem zu schaffen. Dazu gehören Regelwerke, technische Standards und organisatorische Strukturen. Gleichzeitig unterstützt sie laufende Datenraumprojekte mit konzeptioneller, organisatorischer und rechtlicher Beratung.
Ein zentrales Element ist die Vernetzung der relevanten Akteure. In sogenannten Communities of Practice können Fachleute Wissen und Erfahrungen austauschen, um die Entwicklung gemeinsamer Datenlösungen zu beschleunigen. Darüber hinaus arbeitet die Anlaufstelle mit internationalen Partnern wie dem Fraunhofer-Institut zusammen, um die Kompatibilität schweizerischer Datenräume mit europäischen und globalen Initiativen sicherzustellen.
Daten für Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft nutzbar machen Mehrere Datenraumprojekte befinden sich bereits im Aufbau, etwa in den Bereichen Gesundheit («DigiSanté»), Tourismus («Nationale Dateninfrastruktur für den Tourismus») und Landwirtschaft («agridata.ch»). Ein weiteres Beispiel ist der geplante Mobilitätsdatenraum, in dem Akteure des öffentlichen Verkehrs, der Logistik und der Behörden Mobilitätsdaten austauschen. Dies ermöglicht effizientere Verkehrssteuerung, optimierte Routenplanung für Spediteure und schnellere Reaktionszeiten für Blaulichtorganisationen.
Mit der neuen Anlaufstelle setzt die Schweiz einen wichtigen Schritt, um das Potenzial von Daten nachhaltig zu nutzen und digitale Innovationen über Branchen- und Verwaltungsgrenzen hinweg zu fördern.
Vögel schützen, Kollisionen verhindern Der Umweltschutz steht im Fokus dieses neuen Gesetzes, das dem Schutz der avianen Fauna dienen soll. Schätzungen zufolge verlieren in der Schweiz jährlich über drei Millionen Vögel ihr Leben infolge von Kollisionen mit verspiegelten Fassaden und Fensterscheiben. Künftig sollen Neubauten hier eine Vorreiterrolle einnehmen und Massnahmen ergreifen, um solche Tragödien zu vermeiden. Der Kantonsrat hat heute in erster Lesung entschieden, dass die Planung künftig auf die Sicherheit für Vögel Rücksicht nehmen muss. Nach dem erfolgreichen Abstimmungsergebnis von 147 zu 30 Stimmen wird die Vorlage nun in die Redaktionskommission übergeben, und die formale Verankerung im Gesetz wird in etwa vier Wochen erwartet.
Gestaltungsspielraum für nachhaltige Lösungen Die Diskussion über die genaue Formulierung führte jedoch zu kontroversen Debatten. Während die SP eine umfassendere Regelung forderte, die auch bestehende Gebäude einbeziehen sollte, einigte sich das Parlament auf den aktuellen Kompromiss. «Es ist entscheidend, dass wir den Vogelschutz jetzt umsetzen, auch wenn wir uns mehr gewünscht hätten», betonte Theres Agosti von der SP. Auch Thomas Forrer von den Grünen äusserte den Wunsch, dass auch grössere Umbauten in den neuen Vogelschutzartikel aufgenommen werden sollten.
Herausforderungen für Bauherrschaften und Behörden Während einige Fraktionen die Initiative unterstützten, äusserte die FDP Bedenken und sah keinen akuten Handlungsbedarf. Sie argumentierten, dass der bestehende rechtliche Rahmen bereits ausreiche und dass Pläne, die Vögel gefährden, nicht genehmigt werden dürften. Dennoch betonte Agosti, dass das Problembewusstsein für den Vogelschutz oft unzureichend sei, und verwies auf Beispiele wie das Kantonsspital Winterthur, das durch transparente Glasgeländer für Gefahren sorgte.
Der Grüne Baudirektor Martin Neukom erkannte ebenfalls die Gefahren, die von Glas ausgehen, und betonte, dass ein umfassendes Gesetz wichtig wäre, um eine nachhaltige Zukunft zu sichern. Dennoch hatte der Regierungsrat Bedenken hinsichtlich des Mehraufwands für Bauherrschaften und Behörden geäussert und die Vorlage letztlich abgelehnt.
Mobimo hat mit Vertreterinnen und Vertretern von Behörden und seinen Projektpartnern laut einer Mitteilung den Grundstein für die beiden Gebäude Hof- und Hallenhaus im Aarauer Aeschbachquartier gelegt. Als Teil des Gesamtentwicklungsgebiets Torfeld Süd wird damit die nächste Ausbauetappe des 2019 neu belebten Stadtviertels realisiert.
Nach den Plänen von Baumberger Stegmeier Architekten aus Zürich entstehen dort 126 Mietwohnungen mit 1,5 bis 5,5 Zimmern. Das Hofhaus wird als Holzbau mit Gartenhof in zukunftsorientierter, ökologischer Bauweise umgesetzt. Das Hallenhaus steche in Sachen Nachhaltigkeit und grauer Energie positiv hervor, weil so viel Fassadenbestand der früheren Halle 5 wie möglich übernommen werde, so Mobimo. Sie dient als Erdgeschoss für die Aufstockung des historischen Gebäudes.
Die Fertigstellung ist für den Herbst 2026 vorgesehen, der Bezug für das 2. Quartal 2026. Die Vermarktung beginnt im dritten Quartal 2025. Insgesamt wird das Aeschbachquartier dann über rund 260 Miet- und Eigentumswohnungen verfügen. Zudem bietet es auf rund 4600 Quadratmetern Geschäftsfläche Raum für 1400 dort arbeitende Personen.
Im Rahmen des ambitionierten Gesamtverkehrskonzepts für den Raum Baden haben zehn beteiligte Gemeinden einen entscheidenden Schritt vollzogen. Diese Ziele, ausgerichtet bis zum Jahr 2040, zielen darauf ab, die Mobilität im Raum Baden effizienter, umweltschonender und zukunftsfähiger zu gestalten. Zu den Kernpunkten gehören die Förderung einer flächensparenden Mobilität, die Schaffung attraktiver Bedingungen für den Arbeits- und Bildungsverkehr und die Sicherstellung einer stabilen Erreichbarkeit für den Autoverkehr. Die Planungen unterstützen zudem eine Siedlungsentwicklung in gut mit dem öffentlichen Verkehr erschlossenen Gebieten.
Ein besonderes Augenmerk gilt dem Transit-Schwerverkehr, für welchen spezifische Erfolgskriterien hinzugefügt wurden, um die Siedlungsgebiete zu schonen. Dies folgt einem Antrag der Gemeinde Obersiggenthal, der eine Zunahme des Transitschwerverkehrs verhindern möchte.
Mit dem Abschluss der ersten beiden Planungsschritte hat die Behördendelegation eine solide Grundlage für die nachfolgenden Fachplanungen geschaffen. Abschließend ist es das Ziel des Kantons Aargau, in Kooperation mit den lokalen Akteuren, ein vorausschauendes und integriertes Mobilitätsangebot zu entwickeln. Die Ergebnisse der GVK-Planung sollen bis 2025 in den kantonalen Richtplan aufgenommen werden, um die Weichen für zukünftige Mobilitätsbedürfnisse rechtzeitig zu stellen.
Die Luucy AG mit Sitz in Luzern wurde 2019 vom Architekten und Unternehmer Mark Imhof gegründet. Er selber bezeichnet sich als Visionär, der sich schon länger mit der komplexen Thematik der Innenentwicklung von Dörfern und Städten beschäftigt. Dabei fiel ihm auf, dass er mit den gängigen Methoden und Vorgehensweisen immer wieder an Grenzen stiess. So beschloss Imhof, eine Lösung zu entwickeln, welche die Kommunikation und die Kooperation zwischen allen Beteiligten stärkt und vereinfacht: «Luucy vereint als Basis relevante Daten für die Raum- und Immobilienentwicklung aller Gemeinden der Schweiz an einem zentralen Ort. Die Planungs-Plattform stellt zudem intelligente Werkzeuge für die Entwicklung bereit und unterstützt durch die verständliche 3D-Visualisierung den Austausch mit allen Stakeholdern», erklärt Mark Imhof, CEO der Luucy AG.
Daten und Informationen aller Akteure liessen sich über die umfassende Plattform einfach finden, weiterentwickeln und zur Verfügung stellen. Um dies zu ermöglichen, wurde Luucy als digitaler Zwilling der gebauten Schweiz konstruiert. Imhof: «Die Topografie der Schweizer Landschaft mit allen bestehenden Gebäuden steht in 3D als Basis bereit. Dank der Web-Lösung muss für die Nutzung keine Software installiert werden. Erste Gebäudevolumen und Variantenstudien können direkt in Luucy modelliert und miteinander verglichen werden. Zusätzliche Apps von Drittanbietern, beispielsweise für die Berechnung der Investitionskosten, liefern wertvolle ergänzende Entscheidungsgrundlagen.»
Die Daten der amtlichen Vermessung, Karten und der Zugang zu den Baugesetzen seien ebenfalls direkt über die Plattform abrufbar. «Luucy ermöglicht allen interessierten Drittanbietern die Anbindung zusätzlicher Lösungen und bietet so Raum für neue Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsketten», sagt Imhof. Die Lösung stosse in der Immobilienbranche auf grosses Interesse: «Alle relevanten Daten und Werkzeuge für die Raum- und Immobilienentwicklung an einem Ort online zur Verfügung zu haben, steigert die Effizienz erheblich», führt Imhof aus.
Machbarkeitsstudien erheblich erleichtert Luucy ist nicht die einzige Plattform, die Daten in einem digitalen Zwilling zugänglich macht. «Die Spezialität unserer Lösung ist der Plattformgedanke. Wir erarbeiten nicht alles selbst – wir integrieren und arbeiten mit den Besten zusammen. Dadurch wächst die Plattform stetig», erläutert Imhof die Vorteile. Die interaktive Plattform unterscheide sich auch darüber hinaus von anderen Lösungen, denn sie fungiere als vermittelnder Brückenbauer zwischen den Behörden, die oft die Bedürfnisse der Privatwirtschaft zu wenig kennen, und der Privatwirtschaft, welche die übergeordneten Ziele der Raumentwicklung im Sinne eines nachhaltig und gesamtheitlich funktionierenden Organismus «Lebensraum» zu wenig berücksichtige.
«Für das Erstellen einer Machbarkeitsstudie sind heute zum Beispiel viele Schritte in unterschiedlichen Systemen nötig. Die Analyse der gesetzlichen Grundlagen in den Baugesetzen der 2172 Gemeinden der Schweiz und deren Interpretation ist oft eine Herausforderung. Hier geht viel Zeit verloren», weiss Imhof. Luucy halte all diese Grundlagen in einem einzigen System bereit. Die Plattform würde vor allem Fachpersonen aus der Architektur oder Arealentwicklung nutzen. So können diese in wenigen Stunden aussagekräftige Bebauungsszenarien prüfen. «Auch Behörden und Raumplanungsbüros stellen mit unserer Lösung Ortsplanungsrevisionen und potenzielle räumliche Entwicklungen grossflächig dar. Investoren können unkompliziert erste Potenzialeinschätzungen von Grundstücken und Arealen selbständig vornehmen», erklärt Imhof.
Derzeit am meisten nachgefragt seien das Modellieren eigener Gebäudevolumen sowie die schnelle Berechnung der entsprechenden Grobkosten. «Hierbei wird der gesamte Siedlungskontext berücksichtigt, und der Einfluss auf Nachbarsgebäude betreffend Schattenwurf und Aussicht kann schnell überprüft werden. Ausserdem wird Luucy gerne für digitale Wettbewerbe eingesetzt, bei denen die unterschiedlichen Projektideen einfach ausgewertet und miteinander verglichen werden», so Imhof.
In 10 Jahren zur meistgenutzten Planungs- und Koordinationsplattform für die Raum- und Immobilienwirtschaft Der Hauptfokus der Luucy AG liege vorerst auf der Schweiz. «Aber es ist durchaus denkbar, dass die Lösung in den nächsten Jahren auch im DACH-Raum und Europa angeboten wird», sagt Imhof. Die Grundkosten für die Plattform betragen 3000 Franken pro Jahr. Damit können drei Administratoren beliebig viele Projekte anlegen, und unlimitierte Nutzer können in diesen Projekten arbeiten.
In den kommenden Monaten will das Start-Up die Angebote laufend ausbauen: «In fünf Jahren wird Luucy so umfangreich sein, dass sämtliche raumrelevanten Daten und Funktionen über die Plattform abrufbar sein werden. Simulationen, beispielsweise zu Lärm, Mobilität und Klima, lassen sich darstellen», sagt Imhof. Und er ist überzeugt: «In zehn Jahren wird unsere Lösung die Planungs- und Koordinationsplattform für die Raum- und Immobilienwirtschaft sein. Und auch für die Behörden wird mit Luucy die Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft stark vereinfacht sein. Baugesuche können dann als 3D-Format publiziert werden.»
In Ergänzung eines weiterentwickelten Geometerwesens soll Luucy dereinst dafür sorgen, dass allen Planern täglich ein aktueller digitaler Zwilling zur Verfügung steht. Die räumlichen Strategien und die damit verbundene Entwicklung der Infrastruktur der Städte und Gemeinden sollen abrufbar sein. Dabei sei die Lösung disruptiv und dürfte massgeblich daran beteiligt sein, komplizierte und weniger dynamische Prozesse der Bauwirtschaft abzulösen, wie Imhof ausführt.
Mark Imhof, CEO Luucy.
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