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  • «Einem guten Bewirtschafter stehen alle Türen offen»

    «Einem guten Bewirtschafter stehen alle Türen offen»

    Eidgenössisch diplomierte Immobilientreuhänder:innen sind Experten, wenn es um das Immobilienmanagement geht. Die Jobmöglichkeiten sind breit gefächert: Strategische Aufgaben, Beratung, entwickeln von Konzepten für die Unternehmungsführung, analysieren und bewerten verschiedener Immobilienportfolios oder auch das Gestalten von Führungsprozessen gehören zum Berufsalltag. Diese Fachleute verantworten Immobilien im strategischen und im operativen Bereich und sind in der Lage, optimale Vermarktungsstrategien auszuarbeiten und ihre Kunden auch in rechtlichen und finanziellen Fragen zu unterstützen. Die Ausbildung eignet sich ebenfalls für eine spätere selbständige Tätigkeit oder für eine Führungsposition.

    Zur Person
    Moritz Rolf ist seit 2010 in der Immobilienbranche tätig. Nach Abschluss des berufsbegleitenden Studiums im Jahr 2013 hat Rolf zunächst bei einem Facility Management-Dienstleister in der Projektentwicklung und Beratung in Berlin gearbeitet. 2017 ist er in die Schweiz ausgewandert und arbeitet seitdem bei SBB Immobilien – erst als Key Account Manager und seit 2021 als Projektleiter im Bereich Nutzung und Akquisition. Er macht derzeit berufsbegleitend die Weiterbildung zum Immobilientreuhänder.

    Moritz Rolf, Projektleiter im Bereich Nutzung und Akquisition SBB Immobilien und in Ausbildung zum Immobilientreuhänder:

    Welche Grundausbildung bringen Sie mit?
    Nach dem Gymnasium habe ich in meinem Geburtsland Deutschland ein duales Bachelor-Studium im Bereich Betriebswirtschaftslehre mit Fachrichtung Facility Management absolviert. Dank wechselnden Theorie- und Praxisphasen konnte ich mir währenddessen fundierte Grundkenntnisse der Immobilienbranche aneignen.

    Sie sind in der Ausbildung zum eidgenössisch Dipl. Immobilientreuhänder. Weshalb haben Sie sich für diese Weiterbildung entschieden?
    Mir war es wichtig, dass die Weiterbildung zum einen sehr praxisorientiert ist und zum anderen den Fokus klar auf den Schweizer Markt legt. Da mein Studium auf die deutsche Branche ausgerichtet war, kann ich mit dieser Weiterbildung mein Profil zielgerichtet abrunden.

    Es gibt verschiedene Anbieter dieser Ausbildung. Welchen haben Sie gewählt und was waren die Gründe?
    Ich habe mich für die WISS Schulen für Wirtschaft-Informatik-Immobilien entsch-ieden. Dies vor allem dank positiven Erfahrungen aus meinem Umfeld. Da ich mich recht kurzfristig für die Weiterbildung entschieden habe, war ich sehr froh, dass die WISS auch einen Online-Studiengang anbietet. Dadurch kann ich mich problemlos von überall zu den Lehrveranstaltungen dazuschalten und erhalte mir somit eine gewisse Flexibilität.

    Wie erleben Sie die Weiterbildung?
    Natürlich sprechen einem nicht alle Themen gleich an. Aber im Grossen und Ganzen macht die Weiterbildung sehr viel Spass, und ich lerne ungemein viel Neues sowie spannende Menschen und andere Perspektiven kennen.

    Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen?
    Im zeitlichen Aufwand und bei der Selbstdisziplin. Zweimal die Woche zusätzlich zum «normalen» Berufsalltag jeweils weitere vier Stunden an einer Online-Vorlesung teilzunehmen, ist für mich schon eine gewisse Herausforderung.

    Was reizt Sie an diesem Bereich besonders?
    Berufsbilder, in denen es viele Schnittstellen zu anderen Bereichen gibt, fand ich schon immer reizvoll. Ich denke, dass man als Immobilientreuhänder eine Scharnierfunktion wahrnimmt und als Bindeglied zwischen verschiedenen Interessengruppen fungiert.
    Welche Talente und Eigenschaften sind für diese Weiterbildung wichtig?
    Eine gewisse Affinität zu Immobilien muss auf jeden Fall vorhanden sein. Als Immobilientreuhänder bist du Generalist und musst imstande sein, über den Tellerrand hinaus zu blicken. Es ist zentral, unternehmerisch und vernetzt zu denken.

    Eignet sich die Weiterbildung für junge Berufseinsteiger?
    Da als Zulassungsvoraussetzung einige Jahre hauptberufliche Praxiserfahrung notwendig sind, eignet sie sich eher weniger. Allerdings braucht man nicht zwangsläufig einen klassischen Immobilienhintergrund, sondern kann auch als Quereinsteiger beginnen. Entscheidend ist, dass Immobilien den beruflichen Alltag definieren.

    Zur Person
    Adrian Müller Er ist gelernter Metallbauer und technischer Kaufmann mit eidg. Fachausweis und startete seine Immobilien-Karriere 1999 als Bewirtschafter bei der Gribi Theurillat AG. 2001 schloss Müller den Immobilienbewirtschafter mit eidg. Fachausweis und 2004 die Ausbildung zum eidgenössisch diplomierten Immobilientreuhänder ab. Danach war er während vier Jahren als Geschäftsführer der Trimag AG tätig. Seit 2009 ist er mit seinem eigenen Unternehmen selbständig. Müller ist zudem Vorstandsmitglied im SVIT beider Basel und Präsident des Hauseigentümerverbands Therwil-Ettingen-Biel-Benken. Zudem agiert er als Vermietervertreter bei der Schlichtungsstelle Basel-Land.

    Adrian Müller, eidg. Dipl. Immobilientreuhänder und Geschäftsführer von ADRIAN MUELLER IMMO-TREUHAND:

    Wie sieht Ihr Berufsalltag in maximal fünf Sätzen beschrieben aus?
    Als Inhaber eines Immobilienunternehmens mit zehn Mitarbeitenden und einer Auszubildenden ist mein Alltag sehr vielseitig und abwechslungsreich. Ich pflege einen engen Kontakt zu meinen Kunden und meinem Netzwerk und bin Ansprechpartner für jegliche Probleme in sämtlichen Immobilienfragen. Nebst der Personalführung verantworte ich den Immobilienhandel und stelle sicher, dass die Qualität unserer Dienstleistungen stimmt.

    Welche Grundausbildung eignet sich für die Weiterbildung zum Immobilientreuhänder?
    Ich bin der Meinung, dass das Immobiliengeschäft von der Pike auf gelernt werden muss. Der Einstieg erfolgt idealerweise über eine Stelle als Assistent in der Immobilienbewirtschaftung. Nachdem man genügend Erfahrung in der Funktion als Assistent gesammelt hat, ist man bereit für die Weiterbildung. Als langjähriges SVIT- und Vorstandsmitglied empfehle ich als ersten Schritt den Lehrgang zum Immobilienbewirtschafter mit eidgenössischem Fachausweis an der SVIT Real Estate School. Einem guten Bewirtschafter stehen in unserer Branche alle Türen offen.

    Welche Talente und Eigenschaften sind wichtig?
    Man muss gerne organisieren, vernetzt denken, belastbar sein sowie ein umfangreiches kaufmännisches und sachspezifisches Wissen mitbringen. Für mich ist ein Immobilienfachmann einer, der alle Stufen des Immobilienbewirtschaftens durchlebt hat.

    Was schätzen Sie an Ihrem Beruf besonders?
    Die Vielseitigkeit und den Kontakt mit Menschen. Die Immobilienwirtschaft hat sich als sehr krisenresistent erwiesen. Spannend finde ich auch Beratungen im Rechtsbereich sowie Hilfestellung bei Kauf- oder Sanierungsentscheiden.

    Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen?
    Die Immobilienbranche boomt zwar, aber gerade in der Bewirtschaftung, die zum Grundgeschäft gehört, mangelt es an guten Fachkräften. Viele Berufseinsteiger sind sich nicht bewusst, wie anspruchsvoll dieser Job ist. Die Arbeit ist sehr komplex, und durch die vielerorts voranschreitende Digitalisierung läuft derzeit vieles doppelspurig.

    Wie wird sich das Berufsbild des Immobilientreuhänders Ihrer Meinung nach entwickeln?
    Vor zwanzig Jahren war der eidg. Dipl. Immobilientreuhänder die höchste Ausbildung, die man absolvieren konnte. Nach der breitgefächerten Ausbildung war man als sogenannter Generalist befähigt, ein KMU zu führen. Heute ist die höchste Ausbildung der Master in Real Estate, und die Absolventen arbeiten nach der Ausbildung oft in grösseren Firmen. Die fortschreitende Digitalisierung wird unsere Tätigkeit hinsichtlich Prozesse und Abläufe sicher verändern. Die Immobilienbranche bleibt aber ein People-Business – die persönliche und individuelle Beratung wird nicht an Bedeutung verlieren. Künftig dürften Immobilientreuhänder eher als Spezialisten und weniger als Generalisten tätig sein.

    Was raten Sie Berufseinsteigern, um erfolgreich im Beruf Fuss fassen zu können?
    Eine gute Grundausbildung ist die Voraussetzung – dazu gehören ein grosses Engagement und etwas Glück.

    Welche Meilensteine und Highlights haben Sie in Ihrem Berufsleben bis-lang erreicht und erlebt?
    Es gibt viele Meilensteine in meiner beruflichen Karriere. Nebst meiner selbständigen Tätigkeit war ein Highlight im 2020: Damals durften wir für die Helvetia 30 Wohnungen einer Bestandesliegenschaft in Stockwerkeigentum umwandeln und konnten diese Eigenheime erfolgreich innert kurzer Frist verkaufen.

  • Suisse Romande ist wieder in der Geschäftsleitung vertreten

    Suisse Romande ist wieder in der Geschäftsleitung vertreten

    Mit Christophe Chatelet wird die Bereichsleitung im Construction Management von einem ausgewiesenen Experten übernommen. Er verantwortete seit Anfang dieses Jahres das Bauherrentreuhand und Baumanagement in der Suisse Romande als Regionalleiter. Seit April 2018 war er in diversen Funktionen für Wincasa tätig – unter anderem als Projekt- und Teamleiter BHT Ost Mitte sowie als KAM Bau. Davor arbeitete er unter anderem als Projekt-manager in der Immobilienabteilung der SRG und zwischen 2000 und 2002 als Planungsarchitekt des Kongresshauses Biel für die Expo02. Christophe Chatelet ist diplomierter Architekt ETH und verfügt über ein Diplom of Advanced Studies in Baumanagement der Hoch- schule für Technik + Architektur in Luzern.

    «Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung. Dass ich das Team bereits gut kenne und aktiv mit den Mitarbeiter:innen zusammengearbeitet habe, ist ein grosser Vorteil. Ich bin überzeugt, dass wir im Baumanagement noch sehr viel Potential haben», sagt Chatelet zu seiner neuen Aufgabe.

    Bereich wird neu strukturiert
    Gleichzeitig wird mit dieser Personalentscheidung der Bereich CFM neu strukturiert. Die Abteilungen Strategie & Nachhaltigkeit, CAFM und strategisches Facility Management werden künftig in der Bewirtschaftung bei der Abteilung Solutions & Innovation von Jörg Engeler angesiedelt. Grund dafür sind die unterschiedlichen Ausrichtungen der beiden Spezialgebiete. Construction Management fokussiert mit dem Bauherrentreuhand und dem Baumanagement stark auf den eigentlichen Bau einer Liegenschaft – während das Facility Management sowie Strategie und Nachhaltigkeit näher am Betrieb sind. Daher wird der neue Be- reich zu einer reinen Bauabteilung und heisst neu Construction Management. Mit dieser Anpassung wird eine noch stärkere Customer Centricity angestrebt. «Dass wir mit Christophe Chatelet einen Romand und erfahrenen Experten für die Bereichsleitung des Construction Management gewinnen konnten, freut mich sehr. Da er sowohl die Kunden als auch das Unternehmen bereits kennt, ist eine nahtlose Übernahme der Abteilung gewährleistet», so CEO Oliver Hofmann.

  • Uri positioniert sich als Standort der Alpintechnik

    Uri positioniert sich als Standort der Alpintechnik

    Der Kanton Uri sieht sich mit seinen 37 Seilbahnen und sieben Skigebieten als ein Bergbahnparadies. Dies spiegelt sich auch im Branchenmix des Wirtschaftsstandorts wider: Alpintechnik bildet einer Mitteilung des Kantons Uri zufolge „eine starke Nische mit mehreren national und international bekannten Spezialfirmen”.

    Nun will sich der Kanton als Standort für Alpintechnik weiter stärken. Dafür hat er unter anderem die Internetseite alpintechnik.ch ins Leben gerufen. Sie soll vorhandene Kompetenzen sichtbar machen, Synergien schaffen und Arbeitskräfte sowie Firmen in diesem Bereich ansprechen.

    In seiner Mitteilung hebt der Kanton Uri mehrere erfolgreiche Unternehmen aus dem Bereich Alpintechnik hervor, die auch auf der neuen Internetseite abgebildet sind. Zu diesen gehört etwa die Kässbohrer Schweiz AG aus Altdorf, die auf Pistenfahrzeuge spezialisiert ist. Die Remec AG aus Schattdorf bietet derweil Lösungen für den Betrieb und die Wartung von Seilbahnen und anderen Systemen an. Die Wipfli AG aus Flüelen ist auf Dienstleistungen rund um Baustellenlogistik, Drahtseiltransporte oder Kranarbeiten spezialisiert. Mit der SkiArena Andermatt-Sedrun beheimatet der Kanton zudem nicht nur das grösste Wintersportgebiet der Gotthardregion, sondern zugleich auch eine Plattform für Produkttests.

    Neben der Lancierung der neuen Internetseite will der Kanton gemeinsam mit Unternehmen auch weitere Massnahmen zur Stärkung des Alpintechnikstandorts erarbeiten. Die Wirtschaftsförderung Uri hat die Vorzüge des Standorts Mitte Oktober auch an der D-A-CH Seilbahntagung in Innsbruck vorgestellt.