Schlagwort: Bern

  • Zukunft des Wohnens

    Zukunft des Wohnens

    Die zentrale Fachtagung am 7. November in Bern zieht Bilanz aus fünf Jahrzehnten Wohnpolitik und fokussiert auf die Herausforderungen der kommenden Jahre. Expertinnen und Experten aus Umwelt, Energie, Raumplanung und Immobilien diskutieren, welche Steuerungsinstrumente künftig nötig sind, um Klimaziele, Wohnungsknappheit und gesellschaftlichen Wandel miteinander zu vereinbaren.

    Im Fokus stehen Fragen zu ressourcenschonendem Bauen, sozial durchmischten Quartieren und dem Umgang mit begrenzten Bodenflächen. Ein öffentlicher Auftakt am 21. Oktober unter dem Titel «Schöner wohnen – Wohnbauförderung» greift diese Themen auf. Im Kornhausforum Bern diskutieren Fachpersonen aus Architektur, Soziologie und Stadtentwicklung über Wege zu lebenswerten, dichten Wohnquartieren und über die Rolle von Genossenschaften und Kommunen.

    Berggebiete unter Druck
    Am 10. November folgt in Interlaken die zweite Fachtagung in Kooperation mit dem Bundesamt für Raumentwicklung und dem Staatssekretariat für Wirtschaft. Sie beleuchtet die angespannte Wohnraumsituation in touristischen Bergregionen, wo steigende Nachfrage nach Zweitwohnungen und fehlende Erstwohnungen lokale Bevölkerung und Arbeitskräfte zunehmend verdrängen.

    Workshops und Praxisbeispiele zeigen, wie Gemeinden neue Instrumente für bezahlbaren Wohnraum entwickeln können, von Zweckbindungsstrategien bis zu regionalen Wohnraumfonds. Ziel ist es, Ansätze zu stärken, die langfristige Nutzung sichern und gleichzeitig die Standortattraktivität erhalten.

    Stadtentwicklung neu denken
    Parallel präsentiert das Rahmenprogramm innovative Perspektiven auf Wohnen und Stadtstruktur. Die Fachtagung «Die Stadt der kurzen Wege», organisiert von EspaceSuisse und dem Schweizerischen Städteverband, behandelt das Zusammenwirken von Wohnen, Mobilität und Arbeit.

    Geführte Rundgänge durch nachhaltige Siedlungen in Bern zeigen reale Umsetzungsbeispiele mit Fokus auf Partizipation und gemeinschaftliches Wohnen. Der Kinoabend mit dem Film White Building führt globale Herausforderungen wie Gentrifizierung und Verdrängung zurück auf lokale Fragen der Stadtentwicklung. Ergänzend veranschaulicht die Wanderausstellung «10-Minuten-Nachbarschaften» vom 3. bis 17. November auf dem Waisenhausplatz, wie urbane Distanzen im Alltag verkürzt und Lebensqualität gestärkt werden können.

    Gemeinsame Zukunftsagenda
    Die Schweizer Wohntage sind längst mehr als ein Fachkongress. Sie sind Plattform, Diskussionsraum und Labor für die Gestaltung der Wohnungspolitik von morgen. Das BWO nutzt das Jubiläum, um Politik, Wirtschaft und Gesellschaft enger zu vernetzen. Mit dem Ziel, Wohnraum als soziale und ökologische Ressource neu zu denken.

  • Die Schweizermeister 2025 an den SwissSkills

    Die Schweizermeister 2025 an den SwissSkills

    Vom 17. bis 21. September verwandelte sich das BERNEXPO-Areal zum Zentrum der Schweizer Gebäudetechnik. 62 Teilnehmende aus allen Landesteilen stellten sich anspruchsvollen Wettbewerbsaufgaben unter realistischen Bedingungen. Die jungen Fachkräfte traten in den Disziplinen Heizungsinstallateur/-in, Sanitärinstallateur/-in, Spengler/-in, Lüftungsanlagenbauer/-in sowie in den drei Spezialisierungen der Gebäudetechnikplanung gegeneinander an.

    Die neuen Schweizermeister sind

    • Timo Bruggmann, Heizungsinstallateur (Rorschach SG)
    • Oliver Ihringer, Sanitärinstallateur (Winterthur ZH)
    • Tino Zimmermann, Spengler (Oberbalm BE)
    • Armin Gaiser, Lüftungsanlagenbauer (Erstfeld UR)
    • Camille Svitek, Gebäudetechnikplanerin Sanitär (Limpach BE)
    • Kilian Gendroz, Gebäudetechnikplaner Heizung (Cuarny VD)
    • Mirco Burri, Gebäudetechnikplaner Lüftung (St. Gallen SG)

    Innovation und Praxisorientierung im Mittelpunkt
    Die 35. Schweizer Meisterschaften der Gebäudetechnik standen erneut für praxisnahe Herausforderungen. Auf knapp 1900 Quadratmetern hatten die jungen Berufsleute Gelegenheit, ihre Leistungen vor grossem Publikum und unter Zeitdruck zu demonstrieren. Technisches Können, Kreativität und Teamwork standen gleichermassen im Fokus.  Fähigkeiten, die in einer zunehmend digitalisierten und nachhaltigen Bauwirtschaft an Bedeutung gewinnen.

    Erlebniswelt Gebäudetechnik begeistert das Publikum
    Neben dem Wettkampfgeschehen boten die SwissSkills 2025 in der Halle 19 ein breites Rahmenprogramm. Interaktive Zonen wie die «Try-a-Skill»-Area luden Besucher dazu ein, Technik selbst zu erleben und Berufe mit eigenen Händen zu entdecken. Der Berufsmessestand, spezielle Foxtrails und Erlebnisstationen förderten den Dialog zwischen Nachwuchs, Ausbildnern und Branchenvertretern. Der direkte Austausch und die Möglichkeit, gemeinsam Herausforderungen zu meistern, machen die Gebäudetechnik zum modernen Innovationsfeld.

    Bedeutung für Nachwuchsförderung und Branche
    Die erfolgreichen Schweizermeisterschaften illustrieren eindrücklich, wie attraktiv und zukunftswirksam die Gebäudetechnik für motivierte Lernende ist. Die prämierten Nachwuchstalente blicken mit ihren Fähigkeiten und ihrem Berufsstolz über den Tellerrand hinaus und schlagen die Brücke zu einer nachhaltigen und lebendigen Branche. Für Unternehmen, Bildungsinstitutionen und die Öffentlichkeit sind die SwissSkills ein wichtiger Impuls, um die Gebäudetechnik weiter als Schlüsselbereich der Schweizer Bau- und Energiewende zu etablieren.

  • Baustart für die Leistungssteigerung Bern West

    Baustart für die Leistungssteigerung Bern West

    Die SBB, in Kooperation mit der Stadt Bern und der BLS, startet eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte der Region, die «Leistungssteigerung Bern West». Ziel ist es, den Bahnknoten Bern flexibler, stabiler und leistungsfähiger zu machen. Das Grossprojekt umfasst fünf Teilprojekte, darunter den neuen Holligentunnel, den Bahnhof Europaplatz Nord und die Passerelle Steigerhubel.

    Ein Meilenstein für den Bahnknoten Bern
    Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung des Regionalverkehrs. Durch den neuen Holligentunnel können Regionalzüge kreuzungsfrei verkehren, wodurch stabile und häufigere Verbindungen ermöglicht werden, wie der Viertelstundentakt zwischen Münsingen und Flamatt. Auch das urbane Quartier Europaplatz erhält durch den neuen Bahnhof und eine grössere Unterführung direkten Anschluss an den öffentlichen Verkehr.

    Herausforderungen für Reisende und Anwohnende
    Während der Bauzeit, die bis mindestens 2036 dauern wird, bleibt der Bahnbetrieb aufrechterhalten. Dennoch müssen sich Reisende auf Fahrplanänderungen und Ersatzbusse einstellen. Der Bahnhof Stöckacker wird im Dezember 2025 geschlossen und bis zur Eröffnung des Europaplatz Nord im Jahr 2027 durch die Tramlinie 8 kompensiert.

    Für Anwohnende bringen die Arbeiten Einschränkungen durch Baulärm, Staub und Logistikverkehr mit sich. Die Bauherren versichern jedoch, Emissionen so gering wie möglich zu halten und Ersatzpflanzungen für gefällte Bäume durchzuführen.

    Nachhaltige Zukunft und Finanzierung
    Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 900 Millionen Franken und werden durch den Ausbauschritt 2025 des Bundes finanziert. Die neue Personenunterführung am Europaplatz Nord, ein Beitrag der Stadt Bern, wird durch einen Rahmenkredit von 60 Millionen Franken gedeckt.

    Mit der Fertigstellung der «Leistungssteigerung Bern West» wird Berns Bahninfrastruktur den Anforderungen einer modernen, nachhaltigen Mobilität gerecht – ein Gewinn für die gesamte Region.

  • Fernwärmeprojekt in Bern nutzt Aare als Energiequelle

    Fernwärmeprojekt in Bern nutzt Aare als Energiequelle

    Energie Wasser Bern will den Nordosten von Bern mit klimafreundlicher Wärme versorgen. Dafür plant der Berner Energieversorger den Aufbau einer entsprechenden Wärmeproduktionsinfrastruktur, informiert ewb in einer Mitteilung. Als Wärmequelle soll dabei unter anderem das Wasser der Aare dienen.

    Konkret will ewb der Aare am westlichen Ufer auf Höhe der Engehalde Wasser entnehmen und in eine bereits bestehende Kaverne leiten. Hier soll dem Wasser Wärme entzogen werden, die im Anschluss zu einer neu zu bauenden Energiezentrale Aare Wyler auf der östlichen Seite des Flusses transportiert wird. Liegenschaften in an die Energiezentrale angrenzenden Quartieren könnten dann mit Fernwärme aus den Wärmepumpen der Energiezentrale beheizt werden. Darüber hinaus denkt ewb die Einrichtung einer zweiten, kleineren Energiezentrale Aare Engehalde auf der Westseite des Flusses an. Sie könnte das Gebiet Tiefenau mit Fernwärme versorgen.

    Das Unternehmen hat bereits ein Konzessionsgesuch für den Bau eines Fassungsbauwerks sowie die Entnahme und Rückgabe des Wassers aus der Aare beim Amt für Wasser und Abfall des Kantons Bern eingereicht, erläutert ewb. Das Unternehmen rechnet mit einem Entscheid im Frühjahr 2026. In der Zwischenzeit soll ein genauer Standort für die geplante Energiezentrale Aare Wyler gefunden werden.

  • Nachhaltige Bauprojekte im In- und Ausland gestartet

    Nachhaltige Bauprojekte im In- und Ausland gestartet

    Die im Opfiker Stadtquartier Glattpark ansässige Bau- und Immobiliengesellschaft Implenia konnte sich bei mehreren Ausschreibungen für Hochbauaufträge durchsetzen. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, umfassen die Aufträge ein Gesamtvolumen von 160 Millionen Franken.

    In Bern wird das Unternehmen das neue Geschäftsgebäude des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) errichten. Der nachhaltige Bau wird aus einheimischen Hölzern und rezyklierten Beton gemäss der Standards für Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) realisiert. Zudem hat Implenia mehrere Aufträge in Deutschland erhalten.

    In Mainz erhielt Implenia federführend gemeinsam mit den Partnern Gemünden und Apleona den Auftrag, ein neues, 10‘000 Quadratmeter umfassendes Forschungsgebäude für TRON zu errichten. Das Forschungsinstitut entwickelt neue Diagnostika und Wirkstoffe für immuntherapeutische Behandlungen.

    In Leipzig baut Implenia gemeinsam mit dem Partner GP Günter Papenburg AG eine sieben- bis achtgeschossige Wohnbausiedlung auf neun zusammenhängenden Liegenschaften. Neben 202 Wohneinheiten sollen viele Gewerbe- und Nebenräume entstehen. Die Gebäude werden als Niedrigstenergiebauten entsprechend dem Effizienzhaus-55-Standard errichtet, die gesamte Anlage wird schlüsselfertig übergeben.

    Drei Wohngebäude mit 101 Einheiten werden in München errichtet, die bis 2026 übergabefertig sein sollen. Darüber hinaus wird Implenia bei einem bereits laufenden Projekt in Heilbronn eine weitere Etappe realisieren und ist mit einer Pre-Construction-Phase in Siegburg beauftragt worden.

  • Zukunftsorientierte Stadtentwicklung in Bern

    Zukunftsorientierte Stadtentwicklung in Bern

    Wankdorfcity 3 befindet sich auf einem 34’000 Quadratmeter großen Areal im Norden Berns. Hier entsteht ein urbaner Lebensraum, der über die bloße Wohnnutzung hinausgeht. Der Immobilienentwickler IMMOFONDS realisiert mit diesem Projekt einen dichten Quartierteil, der sowohl Wohnraum als auch Anlaufstellen für Gewerbe und Freizeitaktivitäten bietet. Durch die direkte Anbindung an den öffentlichen Verkehr entsteht ein lebendiges Ökosystem, das von Interaktion und Austausch geprägt ist.

    Effiziente Planung und schnelle Genehmigung
    Die Komplexität der Planung dieses Projektes erforderte innovative Herangehensweisen und eine enge Zusammenarbeit zwischen den verantwortlichen Architekten, Stadtplanern und Behörden. Gabriela Theus, Geschäftsführerin der Immofonds Asset Management AG, erläutert: „Die effiziente Bearbeitung durch die Stadt Bern und die partnerschaftliche Zusammenarbeit aller Beteiligten führten zu einer baurechtskonformen Genehmigung ohne Einsprachen – ein schweizweit rekordverdächtiger Erfolg.“

    Soziale und ökologische Nachhaltigkeit
    Ein zentraler Bestandteil ist die soziale Nachhaltigkeit. Durch die Schaffung von Begegnungsstätten, Gemeinschaftsräumen und Außenbereichen wird der Austausch zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern gefördert. Der geplante Stadtgarten und die abwechslungsreichen Freiflächen zeichnen einen Ort des Miteinanders aus.

    Vielfalt im Wohnraum
    Um unterschiedlichen Lebensmodellen Rechnung zu tragen, bietet das Projekt eine Vielfalt an Wohnformen. Von Kleinwohnungen und Tiny Houses über familienfreundliche Townhouses bis hin zu multifunktionalen Gemeinschaftsflächen – für jede Zielgruppe ist etwas dabei. Diese Diversität sorgt für einen lebendigen Stadtteil, der den Bedürfnissen der Nutzer gerecht wird.

    Innovationskraft in der Stadtentwicklung
    Wankdorfcity 3 setzt auf das innovative Konzept der Schwammstadt, das eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung in urbanen Räumen fördert. Der Landschaftsarchitekt Maurus Schifferli erklärt, dass Regenwasser in speziellen Systemen gespeichert wird, um es gezielt wieder abzugeben. Dieses Prinzip trägt zur Regulierung des lokalen Klimas bei und zeigt, wie moderne Stadtplanung Ressourcenschonung mit Ästhetik vereinen kann.

    Ausblick auf die nächsten Schritte
    Mit der finalen Baubewilligung beginnt die Realisierungsphase. Etappenweise werden ab 2027 die Wohnungen sowie die dazugehörigen Dienstleistungen und Gewerbeflächen bezugsbereit sein. In den kommenden Jahren wird Wankdorfcity 3 nicht nur zur Lebensqualität in Bern beitragen, sondern auch als innovatives Beispiel für moderne Stadtentwicklung in der ganzen Schweiz dienen.

    Dieses zukunftsweisende Projekt signalisiert eine neue Ära urbanen Wohnens, die Generationsübergreifendes, Inklusivität und Nachhaltigkeit vereint.

  • Zukunftsorientierte Stadtentwicklung in Bern

    Zukunftsorientierte Stadtentwicklung in Bern

    Wankdorfcity 3 befindet sich auf einem 34’000 Quadratmeter großen Areal im Norden Berns. Hier entsteht ein urbaner Lebensraum, der über die bloße Wohnnutzung hinausgeht. Der Immobilienentwickler IMMOFONDS realisiert mit diesem Projekt einen dichten Quartierteil, der sowohl Wohnraum als auch Anlaufstellen für Gewerbe und Freizeitaktivitäten bietet. Durch die direkte Anbindung an den öffentlichen Verkehr entsteht ein lebendiges Ökosystem, das von Interaktion und Austausch geprägt ist.

    Effiziente Planung und schnelle Genehmigung
    Die Komplexität der Planung dieses Projektes erforderte innovative Herangehensweisen und eine enge Zusammenarbeit zwischen den verantwortlichen Architekten, Stadtplanern und Behörden. Gabriela Theus, Geschäftsführerin der Immofonds Asset Management AG, erläutert: „Die effiziente Bearbeitung durch die Stadt Bern und die partnerschaftliche Zusammenarbeit aller Beteiligten führten zu einer baurechtskonformen Genehmigung ohne Einsprachen – ein schweizweit rekordverdächtiger Erfolg.“

    Soziale und ökologische Nachhaltigkeit
    Ein zentraler Bestandteil ist die soziale Nachhaltigkeit. Durch die Schaffung von Begegnungsstätten, Gemeinschaftsräumen und Außenbereichen wird der Austausch zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern gefördert. Der geplante Stadtgarten und die abwechslungsreichen Freiflächen zeichnen einen Ort des Miteinanders aus.

    Vielfalt im Wohnraum
    Um unterschiedlichen Lebensmodellen Rechnung zu tragen, bietet das Projekt eine Vielfalt an Wohnformen. Von Kleinwohnungen und Tiny Houses über familienfreundliche Townhouses bis hin zu multifunktionalen Gemeinschaftsflächen – für jede Zielgruppe ist etwas dabei. Diese Diversität sorgt für einen lebendigen Stadtteil, der den Bedürfnissen der Nutzer gerecht wird.

    Innovationskraft in der Stadtentwicklung
    Wankdorfcity 3 setzt auf das innovative Konzept der Schwammstadt, das eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung in urbanen Räumen fördert. Der Landschaftsarchitekt Maurus Schifferli erklärt, dass Regenwasser in speziellen Systemen gespeichert wird, um es gezielt wieder abzugeben. Dieses Prinzip trägt zur Regulierung des lokalen Klimas bei und zeigt, wie moderne Stadtplanung Ressourcenschonung mit Ästhetik vereinen kann.

    Ausblick auf die nächsten Schritte
    Mit der finalen Baubewilligung beginnt die Realisierungsphase. Etappenweise werden ab 2027 die Wohnungen sowie die dazugehörigen Dienstleistungen und Gewerbeflächen bezugsbereit sein. In den kommenden Jahren wird Wankdorfcity 3 nicht nur zur Lebensqualität in Bern beitragen, sondern auch als innovatives Beispiel für moderne Stadtentwicklung in der ganzen Schweiz dienen. Dieses zukunftsweisende Projekt signalisiert eine neue Ära urbanen Wohnens, die Generationsübergreifendes, Inklusivität und Nachhaltigkeit vereint.

  • Neue Büros und Sitzungsräume in Bern fertiggestellt

    Neue Büros und Sitzungsräume in Bern fertiggestellt

    Umbau und Renovation der Büros und Sitzungsräume am Berner Standort des Bauunternehmens Halter sind abgeschlossen. Sie wurden von der zur Halter Gruppe in Schlieren gehörenden Integral design-build AG innert sechs Monaten realisiert. In der vergangenen Woche seien die Schlüssel übergeben worden, heisst es auf der LinkedIn-Seite von Integral. «Durch die Verwendung von recycelbaren Materialien wie Holz, Glas und Metall haben wir einen Raum geschaffen, der nicht nur unseren ökologischen Fussabdruck minimiert, sondern auch unsere Werte von Nachhaltigkeit und Ästhetik widerspiegelt», heisst es weiter.

    Der Halter-Standort in Bern wachse und mit ihm die «Bedürfnisse an eine grössere und inspirierende Arbeitswelt», heisst es in einer Mitteilung von Halter. Seit Anfang März dieses Jahres habe man am Standort im von Halter realisierten Haus der Religionen zusätzliche 600 Quadratmeter des ehemaligen Denner-Standortes angemietet. Die Umbauphase, inklusive Rückbau, habe im November 2023 begonnen und sei im Juli 2024 erfolgreich abgeschlossen worden. Mit der Erweiterung wurden Kapazitäten von bisher 40 auf nun 58 Arbeitsplätze erhöht. Zudem gebe es nun zusätzliche Touchdown-Arbeitsplätze und modern ausgestattete Sitzungszimmer. Der Umzug sei erfolgreich abgeschlossen und die Räumlichkeiten bereits mit Leben gefüllt worden.

    Ein besonderer Höhepunkt des Umbaus sei die beeindruckende Treppe, die die beiden Stockwerke miteinander verbinde und eine offene sowie dynamische Arbeitsatmosphäre schaffe, heisst es in der Halter-Mitteilung.

    Die Halter Gruppe umfasst insgesamt zehn Unternehmen. Hauptsitz ist Schlieren, weitere Standorte sind Münchenstein BL, Bern, Kriens LU, Lausanne, St.Gallen und Genf.

  • Energie Wasser Bern plant Ausbau der Wärmeverbünde in Köniz

    Energie Wasser Bern plant Ausbau der Wärmeverbünde in Köniz

    Energie Wasser Bern plant, sein bestehendes Netz an Wärmeverbünden in der Gemeinde Köniz auszubauen. Die beiden neuen thermischen Netze in den Könizer Ortsteilen Niederwangen und Wabern bei Bern sollen dabei auch Teile der Stadt Bern mit klimaschonender Wärme versorgen. Aktuell werden die Voraussetzungen für die Umsetzung geprüft. Ein definitiver Realisierungsentscheid wird voraussichtlich im kommenden Jahr getroffen werden, informiert ewb in einer Mitteilung.

    Das neue Wärmenetz Niederwangen soll von den bereits bestehenden Energiezentralen der ewb Forsthaus und Rehhag in Bern versorgt werden. Für den Wärmeverbund Bern-Wabern ist eine eigenständige Wärmeerzeugung über Energie aus überschüssigem Wasser angedacht. Der Ausbau der klimaschonenden Wärmeversorgung unterstützt die Pläne der Stadt Bern und der Gemeinde Köniz, die eigenen Treibhausgasemissionen bis spätestens 2045 auf Netto Null zu senken.

    Der Berner Energieversorger übernimmt die operative und finanzielle Verantwortung für das Projekt. Die Gemeinde Köniz unterstützt das Vorhaben durch die Schaffung der bestmöglichen Voraussetzungen. Insbesondere obliegt der Gemeindeverwaltung die Koordination der bau- und raumplanerischen Aktivitäten sowie die Information der Einwohnenden von Köniz. Ein entsprechender Kooperationsvertrag soll Ende dieses Jahres unterzeichnet werden.

  • Kostenlose Stahlhalle steht zur Abholung bereit

    Kostenlose Stahlhalle steht zur Abholung bereit

    In Bern wird eine vom Beachcenter Bern nicht mehr benötigte Stahlhalle verschenkt, informiert Luna Sonia Sagasser von öbu in einem Beitrag auf LinkedIn. Die 29,2 Meter breite und 32,4 Meter lange Halle steht an der Goumoënsstrasse 50 in Bern. Sie kann „kostenfrei abgeholt und an einem anderen Standort aufgestellt werden“, schreibt Sagasser.

    Die Fassade der Halle ist aus Sandwichelementen der Montana Bausysteme gestaltet, das Dach besteht aus einer isolierten Bleckkassette derselben Firma. Die Raumhöhe variiert zwischen 6 und 8 Metern. Als weitere Merkmale werden im Beitrag zwei grosse Tore, eine innere Stahlkonstruktion mit Galerie und ein grosses Dachoberlicht angegeben.

    Interessierte müssten sich mit dem Architekten Michael Batt in Verbindung setzen. Im Beitrag sind dafür eine Telefonnummer und eineE-Mail-Adresse angegeben.

  • Neubau des Regionalgefängnisses Witzwil

    Neubau des Regionalgefängnisses Witzwil

    Die Pläne zur Erneuerung der Justizvollzugsinfrastruktur im Kanton Bern nehmen konkrete Formen an. Mit einem Gesamtbudget von 13,5 Millionen Franken, welches der Regierungsrat nun dem Grossen Rat vorgelegt hat, soll der Neubau finanziert werden. Dieser Schritt ist Teil einer umfassenden Strategie zur Modernisierung des Justizvollzugs, die durch den Masterplan des Kantons Bern vorgegeben wird.

    Für den Wettbewerb, der die bestmögliche Umsetzung des Neubauvorhabens sichern soll, sind 12 Millionen Franken eingeplant. Die Notwendigkeit dieses Neubaus ergibt sich aus dem Zustand des bisherigen Regionalgefängnisses Biel/Bienne sowie aus der Anforderung, den geschlossenen Strafvollzug adäquat zu unterstützen. Die im Vorfeld vom Grossen Rat eingeforderten Klärungen zu Haftplatzbedarf und Betriebskosten wurden zwischenzeitlich erbracht, wodurch das Projekt auf einer soliden Datenbasis steht.

    Darüber hinaus erfordert die Realisierung des Neubaus die Verlegung einiger landwirtschaftlicher Gebäude, die für den Vollzugsbetrieb in Witzwil unerlässlich sind. Um teure Zwischenlösungen zu vermeiden, wird vorgeschlagen, diese Gebäude neu zu errichten, wofür zusätzliche 1,5 Millionen Franken veranschlagt sind.

    Die Abstimmung über diese Finanzierungsvorschläge ist für die Sommersession 2024 im Grossen Rat angesetzt. Die Genehmigung dieser Kredite wird nicht nur die dringend benötigte Modernisierung der Justizvollzugseinrichtungen im Kanton Bern voranbringen, sondern auch eine effiziente und nachhaltige Lösung für die Unterbringung von Straftätern sicherstellen.

  • Raumplanung moderiert Immobilienmarkt

    Raumplanung moderiert Immobilienmarkt

    Das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) sowie die Kantonsplanerinnen und -planer des Metropolitanraums Zürich haben das Center for Regional Economic Development der Universität Bern beauftragt, in Zusammenarbeit mit IAZI den Beitrag der Raumplanung zu steigenden Wohnkosten zu untersuchen. Den Ergebnissen der Studie zufolge nimmt die Raumplanung eine moderierende Rolle am Immobilienmarkt ein. Sie habe Auswirkungen auf die Bautätigkeit und beeinflusse damit die Wohnkosten, schreibt das BWO in einer Mitteilung zur Studie.

    Über die Begrenzung von Baulandverfügbarkeit und Bauzonenkapazitäten steuert die Raumplanung, wie flexibel sich das Angebot an die Entwicklung der Nachfrage nach Wohnraum anpassen kann. Eine zu strikte Raumplanung könne dabei langfristig zu höheren Wohnkosten führen, konstatieren die Verfassenden der Studie. Gleichzeitig hat die Raumplanung jedoch auch die Aufgabe, die Landschaft zu schützen und die Zersiedelung zu begrenzen.

    Als Lösung dieses Dilemmas wird in der Studie die Innenentwicklung erkannt. Sie biete ein Instrument, „das es erlaubt, sowohl den Schutz der Landschaft zu gewährleisten, als auch das Wohnraumangebot zu erhöhen“. Als weiteres Instrument schlägt die Studie Aufzonungen vor, also die Ausweitung der Nutzungsmöglichkeiten in einer Bauzone. Zudem werden „langwierige Bewilligungs- und Einsprachverfahren als preistreibend für die Wohnkosten bezeichnet.

    Vom 3. bis 7. November finden in Biel BE die Schweizer Wohntage 2023 statt. Am 6. November steht dabei eine Diskussion von Fachleuten auf dem Programm, die sich mit der Frage nach einer Innenentwicklung beschäftigt, welche zu mehr bezahlbarem Wohnraum führt.

  • Pläne für Berner Bahnausbauprojekt West liegen auf

    Pläne für Berner Bahnausbauprojekt West liegen auf

    Im Bahnknoten Bern kommt es immer wieder zu Engpässen, welche Auswirkungen auf den gesamten Fernverkehr der Schweiz haben. Mit dem Ausbauschritt 2025 (AS25) des Bundes werden solche Engpässe behoben, und der Bahnbetrieb in der Schweiz wird weiter optimiert: So gibt es stabilere und mehr Verbindungen zwischen Bern und Zürich, einen Halbstundentakt nach Luzern und Neuenburg sowie mehr Züge auf der Strecke Bern–Thun. Zwischen Bern und Münsingen soll künftig jede Viertelstunde eine S-Bahn fahren und auch zwischen Bern und Burgdorf gibt es mehr Verbindungen.  

    Verschiedene Projekte geplant  
    Für das AS25-Gesamtprojekt «Leistungssteigerung Bern West» sind fünf Teilprojekte vorgesehen:  
    • die Entflechtung Holligen mit dem 1.7 km langen neuen Holligentunnel  
    • die Abstellanlage Aebimatt  
    • der Westkopf Bahnhof Bern  
    • die Haltestelle Europaplatz Nord  
    • die Passerelle Steigerhubel für den Fuss- und Veloverkehr 

    Die neue Haltestelle Europaplatz Nord beinhaltet auch eine neue Personenunterführung der Stadt Bern. Für den Westkopf Bahnhof Bern wird später ein separates Plangenehmigungsverfahren beim Bundesamt für Verkehr (BAV) nachgereicht.  

    Bauarbeiten dauern zwölf Jahre  
    Der Baubeginn ist im Frühjahr 2025 geplant. Der neue Bahnhof mit Projektnamen Europaplatz Nord geht 2028 in Betrieb und wird damit die bestehende, wenige hundert Meter westlich gelegene Haltestelle Stöckacker ersetzen. Reisende fahren voraussichtlich erstmals 2034 durch den Holligentunnel. Bis zur Fertigstellung des Gesamtprojektes dauert es nach heutigem Stand bis 2036.  

    Im Februar 2023 hat die SBB das Dossier zum Plangenehmigungsverfahren beim Bundesamt für Verkehr eingereicht. Die öffentliche Auflage wird vom 15. Mai 2023 bis 13. Juni 2023 in Bern stattfinden.   

    Die geschätzten Kosten für die «Leistungssteigerung Bern West» belaufen sich nach heutigem Stand auf rund 750 Millionen Franken (+/- 10%). Das Projekt wird über den Ausbauschritt 2025 (AS25) des Bundes finanziert.   

    Inforaum öffnet seine Türen  
    Damit sich Anwohnende und Interessierte umfassend über das Projekt informieren können, wird während der Planauflage ein Inforaum geöffnet. Dieser befindet sich im BLS-Gebäude an der Stöckackerstrasse 25 in 3018 Bern.  

    Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter sbb.ch/bernwest 

  • Halter startet den Bau der Siedlung Toffematt

    Halter startet den Bau der Siedlung Toffematt

    Mit dem ersten Spatenstich hat in der Berner Gemeinde Toffen der Bau der Siedlung Toffematt mit 30 Eigentumswohnungen begonnen. Mit der Entwicklung des Projekts mit drei Neubauten ist laut Medienmitteilung die Halter AG befasst. Durch eine neuartige Form der genossenschaftlichen Trägerschaft sei das Stockwerkeigentum für Menschen mit unterschiedlicher Kaufkraft finanzierbar und bleibe langfristig kostengünstig, heisst es in der detaillierten Halter-Mitteilung.

    Beim Spatenstich, am Donnerstag, 16. März, waren Gemeindepräsident Carl Bütler, Pfarrerin Nadja Heimlicher und Kirchgemeinderat Reto Casty zugegen. Im Oktober 2019 hatte die Halter AG von der Einwohnergemeinde Toffen und der Kirchgemeinde Belp-Belpberg-Toffen das Kaufrecht für die Parzellen erworben. Der nachhaltig tragbare Preis des Grundstücks war an die Bedingung geknüpft, den entstehenden Wohnraum im moderaten Preisumfeld anzubieten. 2021 erwarb die neu gegründete Wohnbaugenossenschaft Toffematt die Parzellen und die Halter AG entwickelte die Bebauung als Wohneigentumsprojekt im Baurecht.

    Das Trägermodell der Wohnbaugenossenschaft (WBG) ermöglicht laut der Mitteilung in der Toffematt nicht nur Stockwerkeigentum mit Kaufpreisen von 10 bis 20 Prozent unter den Marktpreisen. Es soll auch Spekulation verhindern.

    Mit dem Kauf einer Wohnung treten die Eigentümerinnen und Eigentümer der WBG Toffematt bei. Laut Baurechtsvertrag kommen zukünftige Gewinne beim Verkauf der Wohnung der Genossenschaft zugute. Deshalb lohne sich ein kurzfristiger Wiederverkauf nicht, heisst es in der Mitteilung. Und die Wohnungen bleiben langfristig kostengünstig.

  • Sanierung Kunstmuseum Bern und Zentrum Paul Klee

    Sanierung Kunstmuseum Bern und Zentrum Paul Klee

    Das Projekt «Zukunft Kunstmuseum Bern» sieht die Schaffung eines modernen und attraktiven Kunstmuseums vor. Gleichzeitig sollen die Hodlerstrasse sowie der Bären- und der Waisenhausplatz aufgewertet werden. Damit wird nicht nur der Stadtraum mit dem neuen Kunstmuseum in Verbindung gesetzt – auch die gesamte Obere Alt-
    stadt soll in neuem Glanz erstrahlen. Die Stiftung Kunstmuseum Bern arbeitet hierfür eng mit der Stadtregierung zusammen.

    Hier entsteht der Neubau des Kunstmuseums Bern.

    Der Stiftungsrat der Dachstiftung Kunstmuseum Bern -Zentrum Paul Klee hat beschlossen, den Atelier-5-Anbau aus den 1980er-Jahren aus wirtschaftlichen und ökologischen Gründen abzubrechen und einen Ersatzneubau mit einem Kostendach von 80 Millionen Franken plus 10 Mio. Franken Risikoabdeckung zu realisieren. Darüber hinaus hat der Gemeinderat entschieden, das Gebäude an der Hodlerstrasse 6 dem Kunstmuseum kostenlos im Baurecht zu übergeben. So ist eine neue städtebauliche Einbettung möglich. Damit können die Ausstellungsflächen aufgewertet und massvoll erweitert werden. Zudem ist die Schaffung neuer Räume für die Kunstvermittlung vorgesehen. Der Eingangsbereich aus Richtung Stadt sowie ein gastronomisches Angebot mit Multifunktionsflächen sind ebenfalls projektiert. Für die Umsetzung dieser Pläne sind Parlaments- sowie Volksentscheide Voraussetzung.

    Im Juli wurde ein internationaler Architekturwettbewerb für den Ersatzneubau gestartet. Geplant ist ein zweistufiges Verfahren mit vorgängiger Präqualifikation. Der Abschluss des Wettbewerbs ist auf Anfang 2024 vorgesehen. Zwischen 2027 und 2030 soll die Realisierung erfolgen – diese ist auf die Bedürfnisse der Kantonspolizei abgestimmt: Bis zu ihrem Umzug nach Niederwangen hat die Kantonspolizei ihren Sitz im Gebäude an der Hodlerstrasse 6.

    Der Kanton Bern soll nur mit den ohnehin für die Sanierung anfallenden Kosten in Höhe von 40 Millionen Franken belastet werden. Kunstmäzen Hansjörg Wyss hat mindestens 20 Millionen Franken zugesichert sowie weitere 5 Millionen, wenn sich andere Private mit insgesamt 7,5 Millionen beteiligen. Der restliche Betrag soll durch Beiträge von Stiftungen und der Wirtschaft gedeckt werden.

    Die Aufwertung des Bären- und des Waisenhausplatzes durch die Stadt Bern sieht auch in Zukunft eine breite Nutzung mit Aufenthalts- und Gastronomieflächen sowie Platz für Veranstaltungen und Märkte vor. Geplant ist die grossflächige Pflasterung des Platzes. Ausserdem sollen Massnahmen zur Verbesserung des Stadtklimas getroffen werden.
    Für die Hodlerstrasse sieht der Gemeinderat eine eine flexible Verkehrslösung vor. Mit Ausnahme der Verkehrsspitzenzeiten am Morgen und am frühen Abend soll künftig tagsüber nur noch Zubringerdienst gestattet sein.

    Sieben Millionen Franken Sanierungs-kredit für Zentrum Paul Klee
    Der Neubau bietet auch dem Zentrum Paul Klee (ZPK) Entwicklungschancen: So entsteht an der Hodlerstrasse 6 Raum für die ortsungebundene Administration sowie ein Servicecenter. Der ZPK wurde 2005 eröffnet und gilt als eines der Wahrzeichen der Bundesstadt. Für die wellenartige Konstruktion aus Glas und Stahl zeichnet der italienische Architekt Renzo Piano verantwortlich.

    Der Architekt wollte ein Wechselspiel zwischen Begegnung, Erholung und Vergnügen schaffen. Deshalb entschied er sich für Aufteilung des Zentrums auf die drei Hügel. So dient der nördliche Hügel der praktischen Kunstvermittlung sowie der Musik, den Konferenzen und den Werkstätten. Im mittleren Hügel befinden sich die Ausstellungsräume für Sammlungspräsentationen und Wechselausstellungen, während der südliche Hügel die Forschung und Verwaltung beherbergt.

    110 Millionen Franken kostete der Bau damals. Dieser wurde von der Maurice E. and Martha Müller Foundation privat finanziert. Das mittlerweile 17 Jahre alte Bauwerk hat nun aber Instandsetzungsbedarf. Vor allem bei der Gebäude- und Sicherheitstechnik sind Erneuerungen erforderlich. Im Juni 2022 bewilligte der Grosse Rat den beantragten Sanierungskredit von sieben Millionen Franken. Ausserdem wurde entschieden, dass das ZPK weiterhin die jährliche Subvention von 600’000 Franken erhält. Damit soll das Museum für die Zukunft gestärkt werden. Dafür werden mit dem nächsten Leistungsvertrag die jährlichen Betriebsbeiträge des Kantons um die Summe gekürzt, die das ZPK mit den geplanten Optimierungen im Energiebereich einsparen kann.

    Die Arbeiten werden der Dringlichkeit entsprechend zwischen 2022 und 2026 ausgeführt. Das ZPK bleibt dank dieser Etappierung der Arbeiten während der gesamten Zeit ohne wesentliche Einschränkungen für die Öffentlichkeit zugänglich, wie das Zentrum Paul Klee auf Anfrage bekannt gab.

    Das Kunstmuseum wird bis 2030 fit für die Zukunft gemacht.
  • Gemächlichkeit als Erfolgsfaktor

    Gemächlichkeit als Erfolgsfaktor

    Misstrauisch blicken viele Menschen auf die Gemächlichkeit – insbesondere, wenn es um die Wirtschaft geht. Der Wirtschaftsleistung wird Tempo zugeschrieben. Behäbigkeit ist verantwortlich für Stagnation – wenn nicht sogar Rückschritt.

    Nun wird den Bernerinnen und Bernern genau diese Gemächlichkeit nachgesagt. Die Wissenschaft hat tatsächlich belegt, dass in Bern langsamer gesprochen und gelaufen wird. Na und? Offenbar begünstigt die Gemächlichkeit in Bern Wachstum. Punkto Wirtschaftsleistung pro Kopf liegt der Wirtschaftsraum Bern nämlich mit rund 120’000 Franken hinter dem Raum Zürich und Basel an dritter Stelle. Vor dem Raum Genf, Lausanne und über dem Schweizer Durchschnitt – trotz aller Berner Gemächlichkeit. Oder gerade deswegen?

    Natürlich wird in Bern viel für die Wirtschaft getan: Ortskerne werden belebt, um den Detailhandel zu stützen; es gibt unzählige Netzwerk-Veranstaltungen; Startup-Förderung wird grossgeschrieben; im Medtech-Bereich gehört der Kanton Bern zur internationalen Spitze; Bern verfügt über sehr gut qualifizierte Arbeitskräfte. Die gute Stimmung wirkt sich in der jährlich steigenden Anzahl Firmen aus. Im Jahr 2021 resultierte ein Plus von knapp 100 Firmen.

    Was, bitte, ist das Erfolgsrezept der Wirtschaftsregion Bern? Das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» titelte im Juli: «Langsam ist besser.» Die Hirnforschung hat die hohe Bedeutung von Bremserzellen im menschlichen Gehirn nachgewiesen. Die Hemmung spiele bei Hirnprozessen eine sehr wichtige Rolle. Ob die Region Bern diese Hemmung bewirkt? Sie fördert? Es gibt keinen Grund, misstrauisch auf die Gemächlichkeit zu blicken. Die Gemächlichkeit ist in Bern gar Erfolgsrezept. Und das Beste kommt zum Schluss: Sie wirkt ansteckend. Wer in Bern seine Geschäfte betreibt, wird unweigerlich mit dem Erfolgsrezept infiziert.

    Testimonials

    Pascal Bärtschi
    CEO Losinger
    Marazzi AG

    Wenn die Kund:innen und Mitarbeitenden einer Unternehmung aus verschiedenen Kulturen stammen und geographisch verstreut sind, dann hat der Standort ihres Hauptsitzes eine symbolische Wirkung. Sie brauchen u.a. einen Standort, welcher es bereits aufgrund seiner DNA gewohnt ist, kulturübergreifende Akzeptanz und Einigung zu ermöglichen. Welche Stadt kann das besser als die Hauptstadt unseres Landes?

    Prof. Dr. Kim Oliver Tokarski
    Leiter Weiterbildung
    Berner Fachhochschule Wirtschaft

    Durch die Zusammenarbeit mit dem WIRTSCHAFTSRAUM BERN können wir unsere Arbeit besser auf die Bedürfnisse der Wirtschaft ausrichten und unseren Kund:innen marktgerechte Lösungen anbieten.

    Kontaktstelle

    Der WIRTSCHAFTSRAUM BERN
    Nägeligasse 2
    3011 Bern
    wirtschaftsraum@bern.ch
    Tel: +41 31 321 77 00

  • Bern hat klimafreundlichsten Gebäudepark

    Bern hat klimafreundlichsten Gebäudepark

    Navitas Consilium hat ein interaktives Werkzeug entwickelt, mit dem sich der Anteil an erneuerbarer oder importierter Energie für die Gebäudeparks jeder Gemeinde der Schweiz darstellen lässt, informiert das Energie- und Klimaberatungsbüro aus Martigny in einer Mitteilung. Auch die von den Gebäudeparks erzeugte Menge an Treibhausgasen ist über das Werkzeug abrufbar. Mit seiner Entwicklung will Navitas Consilium dazu beitragen, den Bedarf an Dekarbonisierung von Gebäudeparks für die Umsetzung der Schweizer Klimastrategie zu ermitteln.

    Über eine interaktive Karte kann gezeigt werden, dass die am dichtesten besiedelten Gebiete des Landes im Vergleich zum ländlichen Raum einen niedrigen Anteil an erneuerbaren Energien einsetzen. Lausanne steht mit einem Anteil von 28 Prozent unter zehn Metropolen noch am besten dar. Gesamtschweizerisch schwanken die Werte zwischen 2 und 84 Prozent.

    Heizen und Warmwasser in Gebäuden kommt mit knapp 40 Prozent ein sehr hoher Anteil am Energieverbrauch insgesamt zu. Für die Umsetzung der Klimastrategie hält Navitas Consilium daher eine Verringerung des Energieverbrauchs im Zusammenspiel mit dem Einsatz von emissionsarmen erneuerbaren Energien für unumgänglich.

    Derzeit hat die Stadt Bern bei der Klimafreundlichkeit ihres Gebäudeparks die Nase vorn. Mit jährlich 23 Kilogramm CO2-Äquivalent pro Quadratmeter weist Bern die geringsten Emissionen unter den zehn grössten Städten der Schweiz auf. Zürich und Basel folgen mit jeweils 24 Kilogramm CO2-Äquivalent pro Quadratmeter. Allgemein haben Städte mit einem Anteil von weniger als 10 Prozent Energie aus erneuerbaren Quellen einen vergleichsweise hohen Ausstoss an Treibhausgasen.

  • EPFL-Studentin macht aus Plastikabfall Steine für das Bauen

    EPFL-Studentin macht aus Plastikabfall Steine für das Bauen

    Für ihre Masterarbeit im Bauingenieurwesen hat Selina Heiniger eine Methode zur nachhaltigeren Herstellung von Baumaterial entwickelt. Dazu benutzt sie laut Medienmitteilung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) Plastikabfälle, schon einmal verwendeten Beton und klein gemachte Terrakotta-Ziegel.

    In ihrer Masterarbeit wollte Heiniger laut der Mitteilung der EPFL zwei miteinander verbundene Herausforderungen angehen: die Verringerung der Umweltverschmutzung durch Plastikabfälle und die Entwicklung von Bauweisen, die weniger Rohstoffe verbrauchen.

    Sie entwickelte Ziegel aus wiederverwertetem Kunststoff – Polypropylen (PP), Polyvinylchlorid (PVC) und Polyethylen hoher Dichte (HDPE) – sowie aus zerkleinerten Terrakotta-Ziegeln und wiederverwertetem Beton. Ihre Ziegel seien so konzipiert, dass sie ineinander greifen, so dass kein Mörtel erforderlich ist, heisst es weiter. Erste Tests seien ermutigend, aber die Erfindung befinde sich noch im Prototypenstadium. Bei Erfolg könne Heinigers Arbeit einen erheblichen Beitrag zur Verringerung des CO2-Fussabdrucks der Bauindustrie leisten.

    Heiniger hat im Kanton Bern die Matura gemacht und sich anschliessend an der EPFL für das Studium des Bauingenieurwesens eingeschrieben. Sie studierte zunächst nur in Teilzeit, da sie zusätzlich in einem Lausanner Tiefbauunternehmen arbeitete.

    Die Masterarbeit von Selina Heiniger wurde gemeinsam von Corentin Fivet, dem Leiter des EPFL-Labors für Strukturexploration in der Fakultät für Architektur, Bau- und Umweltingenieurwesen, und Yves Leterrier, einem leitenden Wissenschaftler des EPFL-Labors für die Verarbeitung fortgeschrittener Verbundwerkstoffe in der Fakultät für Ingenieurwissenschaften, betreut.

  • Swiss Prime Site wählt vier Start-up-Ideen aus

    Swiss Prime Site wählt vier Start-up-Ideen aus

    Swiss Prime Site, börsenkotierte Immobiliengesellschaft mit Sitz in Zug, hat in ihrem Beschleunigerprogramm vier Start-ups identifiziert und gefördert, die bestehende Geschäftsmodelle der Branche neu denken: DuraMon aus Zürich, Novalytica mit Büros in Bern und Zürich sowie Proximi aus Helsinki und Spotr aus Den Haag.

    Die Teilnehmenden hatten für die Immobiliengesellschaft und ihre Tochterfirmen laut einer Medienmitteilung des Schlieremer Start-up-Förderers Venturelab, dessen Industriepartner Swiss Prime Site ist, relevante Use Cases zu entwickeln, die zu nachhaltigen Prozessen, verbesserter Effizienz und nachhaltigem Wachstum führen. Schliesslich wählte die Jury diese vier Start-ups aus, die sich vor dem Verwaltungsrat präsentieren konnten. Ziel ist eine nachhaltige Zusammenarbeit.

    DuraMon setzt auf sicherere, erschwinglichere und nachhaltige Bau- und Reparaturlösungen, die die Unterhaltskosten für Betoninfrastrukturen und die CO2-Emissionen verringern. Novalytica unterstützt Unternehmen bei der Entwicklung klar definierter Datenstrategien, um geschäftsrelevante Erkenntnisse und Werkzeuge zu generieren.

    Die Plattform von Proximi kann jede Anwendung auf einen konkreten Ort beziehen und bietet Werkzeuge für Geofencing, stellt mobile Inhalte bereit, automatisiert Geräte im Internet der Dinge und integriert Schnittstellen von Drittanbietern. Das Start-up Spotr nutzt zahlreiche Bildquellen von Menschen bis zu Satelliten, um ganze Gebäudeportfolios in Minutenschnelle zu analysieren.

    „Der Swiss Prime Site Accelerator ist sehr gut konzipiert“, wird Yurena Seguí Femenias von DuraMon zitiert. Die Fachleute hätten die richtigen Fragen gestellt sowie „aufschlussreiche und massgeschneiderte Ratschläge“ gegeben.

  • Stadt will Synergien mit dem Fernwärmeausbau nutzen

    Stadt will Synergien mit dem Fernwärmeausbau nutzen

    Seit 2020 ist Energie Wasser Bern daran, das Fernwärmenetz ab der Energiezentrale im Forsthaus auszubauen. Bis 2035 sollen 36 Kilometer Hauptleitungen in die bestehenden Strassen verlegt werden. Das Fernwärmeprojekt ist für die Erreichung der Ziele des städtischen Energierichtplans von zentraler Bedeutung und eines der grössten Infrastrukturprojekte der letzten Jahrzehnte. 

    Gestützt auf erste Erfahrungen im Länggasse-Quartier will der Gemeinderat das Fernwärme-Projekt künftig konsequent für Verbesserungen im Interesse der Bevölkerung nutzen. Wenn der Strassenraum für die Verlegung der Leitungen aufgebrochen wird, sollen zum Beispiel stadtklimatische Massnahmen wie die Entsiegelung und Bepflanzung von Strassen- und Platzoberflächen, Verbesserungen für die Biodiversität, Wasserrückhalt oder Versickerung umgesetzt werden. Gleichzeitig will der Gemeinderat die Sicherheit für den Fuss- und Veloverkehr und die Schulkinder erhöhen. Zudem sollen im Untergrund Massnahmen der Siedlungsentwässerung umgesetzt und wo sinnvoll Lichtsignalanlagen optimiert werden. 

    Kreditvorlage wird erarbeitet 

    Zur Umsetzung dieser Massnahmen plant der Gemeinderat einen Investitionskredit von 35 Millionen Franken. Über diesen Kredit sollen auch die dafür erforderlichen Stellen in der Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün finanziert werden (insgesamt zusätzliche 5 Projektleiter*innenstellen). Nach Abschluss des Fernwärmeprojekts wird der zusätzliche Stellenetat über die natürliche Fluktuation wieder abgebaut. Angesichts des hart umkämpften Fachkräftemarkts, dem bereits angelaufenen Fernwärmeausbau und der langen Vorlaufzeiten von Bauvorhaben hat der Gemeinderat die zuständige Direktion ermächtigt, die Stellen bereits jetzt auszuschreiben.   

    Die entsprechende Kreditvorlage wird nun ausgearbeitet und soll den Stimmberechtigten der Stadt Bern voraussichtlich im Juni 2023 unterbreitet werden.

  • Architekturwettbewerb für Museumserneuerung des Kunstmuseum Bern

    Architekturwettbewerb für Museumserneuerung des Kunstmuseum Bern

    Mit dem Projekt «Zukunft Kunstmuseum Bern» soll Bern ein modernes und attraktives Kunstmuseum erhalten. Die darauf abgestimmten Projekte der Stadt Bern zur Neugestaltung der Hodlerstrasse und zur Aufwertung des Bären- und Waisenhausplatzes bieten die Chance, den Stadtraum mit dem neuen Kunstmuseum in Verbindung zu setzen und damit der gesamten Oberen Altstadt zu neuer Anziehungskraft zu verhelfen. 

    Der nun startende Architekturwettbewerb für die Museumserneuerung fusst auf dem Grundkonzept «Zukunft Kunstmuseum Bern», das 2021 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die wesentlichen Elemente sind das Gebäudeensemble mit dem Stettlerbau (als Hauptgebäude), einem Ersatzneubau (für den Atelier 5-Bau) und dem Gebäude Hodlerstrasse 6 (heute von der Kantonspolizei genutzt) sowie die Aufwertung der Hodlerstrasse mit neuem Verkehrsregime und Verschiebung der Ausfahrt des Metro-Parking. Ein Neubau anstelle der aufwändigen und ökologisch nicht sinnvollen Sanierung des Ateliers 5-Baus stellt die beste Lösung dar – diese neue Perspektive hatte eine Machbarkeitsstudie 2018 nach drei gescheiterten Projekten eröffnet. Das erneuerte Gebäudeensemble ermöglicht dank effizientem und ressourcenschonendem Betrieb eine Vergrösserung der Fläche für die Kultur bei stabilen Bewirtschaftungskosten. 

     
    Internationaler Wettbewerb 
    Der Architekturwettbewerb wird nach den Regeln des schweizerischen Ingenieur- und Architekturvereins SIA durchgeführt; vorgesehen ist ein zweistufiges Verfahren mit vorgängiger Präqualifikation. Davon verspricht sich das Preisgericht ein vielfältiges internationales Teilnehmer:innenfeld, das neben etablierten Büros auch Nachwuchsteams umfasst.
     
    In der Präqualifikation weisen die interessierten Architekt:innenteams ihre Eignung für die Aufgabe nach. Gestützt darauf wählt das Preisgericht die bestgeeigneten Büros für den eigentlichen Projektwettbewerb aus. Diese setzen sich zunächst mit dem Städtebau auseinander, zeigen einen Ansatz für den architektonischen Ausdruck auf und erbringen den Nachweis der Grobfunktionalität (Stufe 1). Die am besten geeigneten Beiträge werden anschliessend weiterbearbeitet und präzisiert (Stufe 2). Am Schluss erfolgt die Wahl des Siegerprojektes. 


    Expertise und regionale Verankerung 
    Das Preisgericht setzt sich aus Fachexpert:innen zusammen, die in verschiedenen Städten im In- und Ausland Erfahrungen in der Konzeption von Neubauten in einem sensiblen historischen Umfeld und in den Bereichen Nachhaltigkeit und Stadtklima gesammelt haben. Dieses Wissen soll für Bern nutzbar gemacht werden. Gleichzeitig ist die Jury regional verankert: Die Vertreter:innen der städtischen und kantonalen Politik sowie des Kunstmuseums kennen die lokalspezifischen Gegebenheiten und Notwendigkeiten und bringen damit eine zusätzliche Sicht ein. 

    «Es freut mich sehr, dass die Grundlagen geschaffen wurden, um für das Projekt ‹Zukunft Kunstmuseum Bern› die nächste Stufe, den Architekturwettbewerb, starten zu können. Der Kanton Bern ist in der Wettbewerbsjury mit zwei politischen Vertretern und zwei Vertretern aus dem Stiftungsrat der Dachstiftung sehr gut vertreten. Die ausgewogene Zusammenstellung der Jury gewährleistet die für ein Bauprojekt dieser Grössenordnung und Relevanz notwendige fachliche und politische Begleitung», sagt Christine Häsler, Regierungspräsidentin Kanton Bern. 

    Präsidiert wird das Gremium von Thomas Hasler, ordentlicher Professor am Institut für Architektur und Entwerfen der TU Wien und geschäftsführender Partner des Büros Staufer & Hasler Architekten in Frauenfeld (CH). 2015 wurde das Büro für seine Arbeiten mit dem Prix Meret Oppenheim ausgezeichnet. Als Fachexperte und Jurymitglied hat Thomas Hasler bereits zahlreiche Architekturwettbewerbe, Studienaufträge und Testplanungen begleitet. 

    «Mit dem zweistufigen Verfahren wollen wir sowohl arrivierte Architekturbüros wie auch junge Teams ansprechen», so Thomas Hasler, «Mit dem grösseren Betrachtungsperimeter bis hin zum Waisenhausplatz wollen wir eine dem UNESCO-Welterbestatus ensprechende Einbettung des Bauprojekts in den Stadtraum sicherstellen.» 


    Fokus auf Nachhaltigkeit 
    Die Museumserneuerung soll in allen Dimensionen in Einklang mit den Nachhaltigkeitsstrategien von Kanton und Stadt Bern stehen und deren Ziele erreichen. Ein ausführlicher Kriterienkatalog mit allen relevanten Aspekten der Nachhaltigkeit dient als Richtschnur für die Jury und fliesst in den Wettbewerb ein. 

    Damit diese Zielvorgaben eingehalten werden, ist an verschiedenen Stellen anzusetzen: Gebäudeform, Energieversorgung, Baustoffe, Klima- und Lichttechnik. Mit Blick auf den geplanten Abriss des Atelier 5-Baus wird zu prüfen sein, ob Strukturen stehen gelassen werden können und sich damit graue Energie sparen lässt. 

    Für Jonathan Gimmel, Präsident der Dachstiftung Kunstmuseum Bern – Zentrum Paul Klee ist klar: «Der Wettbewerb soll architektonische Antworten liefern auf die drängenden Fragen der Zeit: Kunst und Begegnung in Einklang mit Klimaschutz und Energieeffizienz.» 

     
    Gründe für neues Museum 
    Mit der geplanten Erneuerung soll das Kunstmuseum Bern besucher:innenfreundliche Ausstellungs- und Depoträume nach modernen Standards erhalten, sich zur Stadt und zum Aarehang öffnen und einem erweiterten und diverseren Publikum neue Kunsterlebnisse bieten. Museen stehen im Konkurrenzkampf um attraktive Leihgaben und die Aufmerksamkeit der Besucher:innen. Zürich, Basel und Lausanne haben mit attraktiven Neubauten grosse Investitionen getätigt. Bern kann ohne Verbesserung der Infrastruktur mit diesen Städten nicht mehr konkurrieren. 

    «Die Besucherinnen und Besucher können sich auf ein Kunstmuseum der Zukunft freuen, das durch offene und lichte Räumlichkeiten neue Kunsterlebnisse ermöglichen wird», sagt Nina Zimmer, Direktorin des Kunstmuseum Bern und Zentrum Paul Klee. 


    Gemeinderat genehmigt Baurechtsvertrag 
    Um die geplante Erneuerung des Museums zu ermöglichen, hat der Gemeinderat der Stadt Bern an seiner Sitzung vom 29. Juni einen Baurechtsvertrag verabschiedet, der die kostenlose Abgabe des Gebäudeteils Hodlerstrasse 6 an die Stiftung Kunstmuseum Bern regelt. Die Liegenschaft spielt beim Erneuerungsprojekt eine Schlüsselrolle: Das Kunstmuseum erhält in direkter Nachbarschaft ein Gebäude für die Administration und muss so im geplanten Ersatzneubau keine neuen teuren Büroflächen bauen. 

    Deshalb soll nun die Hodlerstrasse 6 betrieblich aus der bestehenden Gebäudegruppe – heute durch die Kantonspolizei genutzt und im Inventar der städtischen Denkmalpflege als schützenswert eingestuft – abgetrennt und in den künftigen Museumskomplex integriert werden. Gleichzeitig hat der Gemeinderat die Eckwerte des Projektwettbewerbs inklusive Aufwertung der Hodlerstrasse genehmigt. Dem Baurechtsvertrag muss noch der Stadtrat zustimmen, der sich voraussichtlich im Herbst mit dem Geschäft befasst. 

    Der Start der ersten Stufe des Projektwettbewerbs ist im Frühjahr 2023 vorgesehen. Aufgrund des teilweise schlechten baulichen Zustands der Gebäude ist eine möglichst frühzeitige Realisierung zwingend. Im Sinne einer Optimierung des Gesamtzeitbedarfs erfolgt die Präqualifikation parallel zum Stadtratsgeschäft. Der Aufwand der Teams für die Präqualifikation ist verhältnismässig gering. Die Hauptarbeiten werden somit erst nach dem Stadtratsbeschluss anfallen. 

     
    Aufwertung der Hodlerstrasse 
    Die Hodlerstrasse erhält nach den Vorstellungen der Stadt ein völlig neues Gesicht durch eine Pflästerung und Begrünung mit einer Baumreihe. Dank reduzierter Strassenfläche und Verschiebung der Metro-Parking-Ausfahrt können sich das Kunstmuseum und der Progr bzw. der Gastrobetrieb Turnhalle nach aussen öffnen. Mit Ausnahme der Verkehrsspitzenzeiten am Morgen und am frühen Abend soll künftig nur noch Zubringerdienst gestattet sein für Anlieferungen, Notfalldienste und die Strassenreinigung. Die Stadt Bern erarbeitet das Detailprojekt zusammen mit dem Kunstmuseum, dem Metro-Parking, den Anrainer:innen und den Wirtschaftsverbänden. 

    Die von der Stadt parallel zur Museumserneuerung verfolgten und aufeinander abgestimmten Projekte zur Aufwertung der Hodlerstrasse und zur Neugestaltung des Bären- und Waisenhausplatzes ermöglichen die gesamtheitliche Aufwertung eines zentralen, für die Innenstadt wichtigen Perimeters. Entsprechend fliesst das Ziel einer aufgewerteten Hodlerstrasse in den Projektwettbewerb für den Neubau Kunstmuseum ein. 

     
    Partnerschaftliche Finanzierung 
    Die Finanzierung der Museumserneuerung soll durch die öffentliche Hand, private Sponsor:innen und die Wirtschaft erfolgen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 80 Mio. Franken (plus 10. Mio. Franken Risikoabdeckung). Laut Finanzierungsplan wird der Kanton Bern für den Neubau nur in der Höhe der ohnehin für die Sanierung des Atelier 5-Baus anfallenden Kosten belastet, also mit 40 Mio. Franken. Mäzen Hansjörg Wyss trägt mit seinem grosszügigen Engagement 25 Mio. zum Projekt bei: 20 Mio. für den Neubau und 5 Mio. für die Neugestaltung der Hodlerstrasse. Weitere 5 Mio. leistet er unter der Bedingung, dass für die Erneuerung des Museums weitere Privatmittel in der 
    Höhe von mindestens 7,5 Mio. zusammenkommen. 

    Insgesamt rechnet der Finanzierungsplan mit Beiträgen von Privaten, Stiftungen und der Wirtschaft in der Höhe von 15 Mio. Franken. Die Vorgespräche mit privaten Sponsor:innen laufen gut. Die eigentlichen Verhandlungen mit den möglichen Geldgeber:innen (Stiftungen, Burgergemeinde Bern etc.) können erst nach Abschluss des Wettbewerbs stattfinden, wenn das definitive Projekt vorliegt. Zusagen gibt es bereits von Einzelpersonen. Noch in Abklärung sind die Kosten für die Neugestaltung der Hodlerstrasse und die Verlegung der Ausfahrt des Metro-Parking. Dazu werden nach Vorliegen des Wettbewerbsergebnisses Aussagen möglich sein. 

     
    Vertrag mit Hansjörg Wyss unterzeichnet 
    Der Vertrag zwischen der Wyss Foundation und der Stiftung Kunstmuseum Bern wurde im April 2022 unterzeichnet. Hansjörg Wyss ist vom Projekt für die Erweiterung des Kunstmuseums ebenso überzeugt wie von der geplanten Neugestaltung der Hodlerstrasse: «Mit der Aufwertung der Hodlerstrasse sind wichtige Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Architekturwettbewerb geschaffen worden. Ich freue mich, dass ich einen Beitrag zu einer nachhaltigen, zeitgemässen Weiterentwicklung des Kunstmuseums Bern leisten kann.» Wyss will sich als Mitglied des Sachpreisgerichts weiterhin für eine ambitionierte Berner Lösung engagieren. 

    Der Vertrag der Wyss Foundation mit der Stiftung Kunstmuseum Bern basiert auf dem Grundkonzept «Zukunft Kunstmuseum Bern» von 2021, das partnerschaftlich entwickelt wurde. Dabei übernehmen die jeweiligen Bauträger bestimmte Kosten: Die Stiftung Kunstmuseum Bern finanziert mit einem kantonalen Beitrag und der Unterstützung von Mäzen Wyss die Museumsbauten.Die Stadt übernimmt die Kosten für die öffentlichen Plätze und Strassen. Ausnahme bildet die Hodlerstrasse 6, welche die Stadt als Mitstifterin dem Kunstmuseum kostenlos im Baurecht zur Nutzung übergibt. Für die Kosten zur Anpassung des Metro-Parking bzw. die Aufwertung der Hodlerstrasse entschädigt das Kunstmuseum die Stadt Bern über einen öffentlichen Infrastrukturvertrag. Realisierbar ist das Projekt nur, wenn alle Partner ihre Beiträge leisten. 

     
    Synergien dank gleichzeitiger Sanierung des Stettlerbaus 
    Unabhängig vom Neubauprojekt ist die Sanierung des Stettlerbaus nötig. Die Abklärungen zur Vorbereitung des Projektwettbewerbs haben aber gezeigt, dass bei einer gleichzeitigen Sanierung des Stettlerbaus die grössten Synergien zu erwarten sind und die Belastungen für die Anrainer:innen am geringsten ausfallen. 

    Die bisherige Kostenschätzung für die Sanierung beruhte auf einer Zustandsanalyse und Investitionskostenrechnung aus dem Jahre 2012. Seither hat der Unterhaltsstau weiter zugenommen, da viele der damals vorgesehenen Massnahmen nicht ausgeführt wurden. Die integrale Sanierung des Stettlerbaus zeitgleich mit dem Neubau ermöglicht, nachhaltige Mehrwerte zu schaffen. Damit das letztmals 1999 sanierte Gebäude auch energetisch auf dem neuesten Stand ist und wieder eine möglichst lange und ungestörte Betriebsdauer möglich wird, sind umfassendere Eingriffe nötig. Dadurch müssen die 2012 tiefer geschätzten Sanierungskosten auf 18,5 Mio. Franken angepasst werden. Der Kanton Bern ermöglicht gemäss Kulturfördergesetz den Erhalt und die Entwicklung bedeutender Kulturinstitutionen, dies beinhaltet auch den Unterhalt der Immobilien des Kunstmuseums Bern. 

  • Zürich bleibt Spitze im Schweizer Städteranking

    Zürich bleibt Spitze im Schweizer Städteranking

    Das Magazin „Bilanz“ hat das diesjährige Ranking der Lebensqualität Schweizer Städten publiziert. Dabei hat Zürich wieder den Platz eins bekommen und steht damit laut dem Bericht seit elf Jahren praktisch unangefochten an der Spitze. Auf den Plätzen zwei und drei stehen die Städte Zug und Bern, gefolgt von Winterthur, Basel und Genf.

    Das Städteranking ist von den Immobilienexperten von Wüest Partner für das Wirtschaftsmagazin „Bilanz“ anhand mehrerer Indikatoren für die Lebensqualität der Städte erstellt worden, etwa in den Bereichen Arbeitsmarkt, Bildung, Freizeiterholung und Einkaufen. Insgesamt sind 162 Städte so bewertet worden.

    Es erscheint für andere Städte kaum möglich, in die absolute Spitzengruppe vorzudringen, heisst es in dem Artikel von „Bilanz“. In den Top 10 hat einzig die Kantonshauptstadt Aarau zwei Ränge verloren und steigt ab von Platz 6 auf Platz 8. Auf die Frage, ob andere Städte überhaupt eine Chance hätten, in die Spitzengruppe hineinzukommen, wird Patrick Schnorf von Wüest Partner zitiert: „Unmöglich ist es nicht.“ So habe etwa St.Gallen, das derzeit Platz 11 hält, eine Chance, wenn die Stadt im Bildungs- und Kulturangebot zulegen könnte ebenso wie beim Bevölkerungswachstum.

    Gegenbeispiel ist laut Schnorf Bassersdorf ZH, das elf Plätze nach hinten gerutscht sei. „Im Vergleich zu anderen Städten hat sich Bassersdorf nicht so schnell entwickelt, etwa was Bildung und Kultur betrifft“, wird Schnorf zitiert. Am lebenswertesten seien laut dem Ranking die beiden Wirtschaftsregionen Zürich und Genfersee.

    Da es unter den Top 30 nur vier Städte aus der Westschweiz und mit Lugano eine im Tessin gebe, müsse man feststelle, dass die Lebensqualität in der Deutschschweiz insgesamt höher sei.

  • Konnex Baden gewinnt zwei weitere Mieter

    Konnex Baden gewinnt zwei weitere Mieter

    Die SPGI Zurich AG hat im Auftrag der Miteigentümerschaft zwei weitere Flächen im Konnex Baden vermietet. Der Gebäudekomplex Konnex im Zentrum von Baden wird derzeit gesamtsaniert. Bis Mitte 2023 entsteht dort laut Medienmitteilung ein „Stadt in Stadt“-Angebot. Dafür werden insgesamt rund 35’000 Quadratmeter Fläche vermietet.

    Laut der Medienmitteilung sind die neuen Mieter die Casino Davos AG und SkySale. Casino Davos ist bereits als Zwischenmieter eingezogen und wird seine neuen, insgesamt 495 Quadratmeter grossen Flächen nach Fertigstellung der Sanierung beziehen. Neue Mieterin ist auch die SkySale Schweiz GmbH, die unter ihrer Marke Apfelkiste besser bekannt ist. Sie wird im Frühsommer 2023 rund 814 Quadratmeter Fläche beziehen.

    Das Interesse am innovativen Multi-Mieter-Konzept des Konnex sei gross und für viele weitere Flächen fänden zurzeit Verhandlungen statt, heisst es weiter. Das Stadt-in-Stadt-Konzept sehe eine Reihe von Dienstleistungen und Annehmlichkeiten vor, darunter Gastronomie, Läden des täglichen Bedarfs, Fitness, Kinderbetreuung und Co-Working.

    Die SPGI Zurich AG mit Sitz in Zollikon ist ein Tochterunternehmen der Intercity Group, einem unabhängigen Immobiliendienstleister mit Gruppengesellschaften in Zürich, Luzern, Bern, Basel, St.Gallen, Olten SO und Zug. Die SPGI Zurich AG ist seit 1993 Allianzpartner von Cushman & Wakefield, einem weltweit führender Anbieter von Immobiliendienstleistungen mit Hauptsitz in Chicago und 53’000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 60 Ländern weltweit.

  • Zürich ist zweitbeste Stadt Europas für Immobilienanlagen

    Zürich ist zweitbeste Stadt Europas für Immobilienanlagen

    Zürich gewinnt im European Thematic Cities Index (TCI) gegenüber dem Vorjahr zwei Plätze und liegt damit auf Rang 2. Platz 1 hat London inne, Platz 3 Stockholm. Dieser Index von Swiss Life Asset Managers misst laut einer Medienmitteilung 135 europäische Städte in 28 Ländern. Er bewertet sie bezüglich fünf Kernthemen, die den Immobilienmarkt einer Stadt prägen: Veränderung und Disruption, Klima und Umwelt, Gemeinden und Cluster, Konsumenten und Lifestyle sowie Konnektivität. Damit will er eine Vergleichbarkeit für Immobilieninvestitionen bieten.

    Die sechs Schweizer Städte in der Rangliste liegen alle in den Top 50 des TCI. Unter ihnen bleibt Zürich „die dynamischste und gesündeste Stadt mit den besten Netzwerken“. Trotz eines fehlenden internationalen Flughafens ist Bern mit Rang 9 nun „die am drittbesten zugängliche Stadt im gesamten Ranking“. Basel gewinnt gegenüber dem Vorjahr einen Platz und liegt auf Rang 7, Lausanne auf Rang 15. Genf legt mit 16 Plätzen am meisten zu und wird auf Platz 31 geführt. Luzern verliert wegen seines „weniger umweltfreundlichen Branchenmixes und einer überdurchschnittlichen Autonutzung“ neun Ränge und landet auf Platz 41.

    Alle sechs Schweizer Städte versprechen dem TCI zufolge bei aller Stabilität und Attraktivität ein geringes Wachstumspotenzial. Bezüglich dieses Kriteriums befinden sie sich laut dieser Analyse sämtlich unter den elf schlechtesten europäischen Städten. Und wie bereits im TCI 2021 bewertet die diesjährige Analyse die Gesundheit als das schwächste Thema der Schweizer Städte.

  • Wohnsiedlung erhält autarke Beleuchtung

    Wohnsiedlung erhält autarke Beleuchtung

    Die Aussenbeleuchtung der Siedlung Moosbühlstrasse in Moosseedorf bei Bern ist nicht mehr vom Stromnetz abhängig, informiert die BKW in einer Mitteilung. Das Berner Energie- und Infrastrukturunternehmen hat hier 27 solarbetriebene LED-Leuchten installiert, die ausreichend Licht auf Treppen und in Hauseingänge werfen, aber möglichst wenig Mensch und Umwelt irritierende Lichtemissionen abgeben. Mit dem von der Gemeinde finanziell unterstützten Projekt statte die BKW „zum ersten Mal eine ganze Siedlung mit nachhaltigen Solarleuchten aus“, wird Projektleiter Simon Jakob von der BKW in der Mitteilung zitiert.

    Die innovative Beleuchtung weise gegenüber herkömmlichen Aussenbeleuchtungen gleich eine ganze Reihe von Vorteilen auf, wird in der Mitteilung weiter erläutert. So können die Lampen nicht nur unabhängig vom Stromnetz betrieben werden, bei Einrichtung und Erneuerung entfällt auch der Aufwand für das Ziehen von Leitungen. Die auf allen vier Seiten der Lampenmasten angebrachten Solarpanele erzeugen auch an lichtarmen Wintertagen genug Energie für den Betrieb der Leuchten. Eine bewegungsabhängige Steuerung hilft zusätzlich beim Einsparen von Energie. „Der Trend hin zu so wenig Licht wie nötig und das höhere Umweltbewusstsein der Bevölkerung machen solare Aussenbeleuchtungen für Siedlungsbewohnerinnen und Eigentümer interessant“, meint Jakob.

  • Wald dominiert Bodennutzung in Städten

    Wald dominiert Bodennutzung in Städten

    Die aktuelle Studie zur Nutzung der Bodenfläche in Schweizer Städten brächte Erstaunliches zutage, schreibt der Schweizerische Städteverband in einer Mitteilung zur gemeinsam mit dem Bundesamt für Statistik erarbeiteten „Statistik der Schweizer Städte 2022“. Den Erhebungen der Analysten zufolge machten Siedlungsflächen 2018 gerade einmal 23,5 Prozent oder 95’000 Hektare der Gesamtfläche der insgesamt untersuchten 170 Schweizer Städte aus. Der grösste Teil städtischen Bodens, konkret 32,3 Prozent, war zum Ende des Untersuchungszeitraums 1985 bis 2018 mit Wald bedeckt. Auch der Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche fiel 2018 mit 30,9 Prozent deutlich grösser als die Siedlungsfläche aus.

    In den sechs grössten Städten der Schweiz (Basel, Bern, Genf, Lausanne, Winterthur und Zürich) lag der Anteil der Siedlungsfläche 2018 mit 54,2 Prozent allerdings deutlich höher als in der Gesamtrechnung, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Wald und landwirtschaftlich genutzter Boden brachten es hier auf 29,6 beziehungsweise 14,3 Prozent.

    Wachstum haben die Analysten im Berichtszeitraum vor allem beim Wohnareal beobachtet. Es habe zwischen 1985 und 2018 um fast 10’000 Hektare auf 35’000 Hektare zugelegt. Auch die für den Verkehr genutzten und mit Erholungs- und Grünanlagen bebauten Flächen sind im Berichtszeitraum gewachsen. Die von der Industrie genutzten Flächen in den Städten mit mehr als 100’000 Einwohnenden gingen zwischen 1985 und 2018 dagegen um 26 Prozent zurück.

  • Stadtansicht von Bern ist in 3D zugänglich

    Stadtansicht von Bern ist in 3D zugänglich

    Bern stellt die dreidimensionale Ansicht der gesamten Stadt öffentlich zur Verfügung. Bisher war sie ausschliesslich städtischen Dienststellen und weiteren Interessierten zugänglich. Für den Zugriff genügt ein Internet-Browser oder ein neueres Smartphone.

    Wie die Stadt Bern mitteilt, umfasst das Stadtmodell alle bestehenden und projektierten Gebäude der Stadt. Ausserdem stellt es die wichtigsten Brücken in detaillierter Ausgestaltung dar. Ebenso kann die Vegetation als 3D-Objekt oder als Punktwolke dazugeschaltet werden. Über frei verfügbare Daten des Bundesamts für Landestopografie wurden auch die Aussengemeinden ergänzt.

    Wie ein Video zeigt, lässt sich mit Zoomen, Schieben und Drehen etwa herausfinden, wie hoch das Berner Münster ist. Zudem wird sichtbar, welchen Schattenverlauf ein Gebäude an einem wolkenlosen Tag zeigt. Mit dem Bedienelement Messwerkzeuge lassen sich Distanzen und Gebäudehöhen aus dem Modell abgreifen. So ist etwa auch die Länge der Luftlinie zwischen zwei Ortsmarken bestimmbar. Über einen Link zum Stadtplan sind ausserdem viele weitere Informationen abrufbar.

    Fachleute aus Stadtplanung, Architektur und Landschaftsgestaltung können zudem Daten der amtlichen Vermessung für ihre Projekte zuschalten. Gegen eine Bearbeitungsgebühr bietet die Stadt Bern darüber hinaus an, die Daten nach Kundenwunsch aufzubereiten und abzugeben.

  • Schweizer Bahnhöfe schneiden mässig ab

    Schweizer Bahnhöfe schneiden mässig ab

    Von 50 untersuchten Bahnhöfen in Europa schneiden die Bahnhöfe Bern und Zürich bei der Passagierfreundlichkeit mässig bis schlecht ab. So landete der Bahnhof Bern laut Medienmitteilung im European Railway Index 2021 auf Platz 40, der Zürcher Bahnhof immerhin auf Rang 21.

    Die Verbraucherschutzgruppe Consumer Choice Center mit Sitz in Washington hat in ihrem Index unter anderem das Einkaufserlebnis, die Barrierefreiheit, das WLAN-Netz, die Anzahl der nationalen und internationalen Ziele sowie die Auswahlmöglichkeiten an Reiseanbietern untersucht.

    So hat der Hauptbahnhof in Bern zwar Toiletten für Rollstuhlfahrende, mit sechs Geschäften und acht Restaurants aber nur ein sehr eingeschränktes Angebot zum Essen und Einkaufen. Der Hauptbahnhof Zürich bietet dafür mehr als 53 Shops und 39 Restaurants, stellt aber keine barrierefreien Toiletten für Rollstuhlfahrende zur Verfügung.

    Am besten schnitt der Leipziger Hauptbahnhof vor dem Wiener Hauptbahnhof und St.Pancras in London ab. Der Bahnhof im deutschen Bundesland Sachsen bietet laut Medienmitteilung die meisten inländischen Zielen, viele Geschäfte und Restaurants sowie mehrere Eisenbahnunternehmen.

  • Bern testet Strassenlaternen als Stromtankstellen

    Bern testet Strassenlaternen als Stromtankstellen

    Der städtische Energieversorger Energie Wasser Bern (ewb) will Strassenlampen in zwei Berner Quartieren zu Ladestationen für Elektrofahrzeuge umbauen. Ende März nimmt die ewb laut einer Medienmitteilung zwei aufgerüstete Laternen an der Thormannstrasse 62 und 64 sowie an der Huberstrasse 16 in Betrieb. Die beiden Masten werden mit Typ2-Steckdosen, dem europäischen Standard für das Laden von E-Autos, ausgestattet.

    ewb reagiert damit auf die wachsende Nachfrage nach E-Autos und damit auch nach Ladepunkten in Bern. Die Teststationen befinden sich jeweils auf blau markierten Anwohnerparkflächen. Damit eignen sie sich laut der Medienmitteilung insbesondere für Anwohner der Thormannstrasse und der Huberstrasse, die über ein E-Auto und eine Anwohnerparkkarte verfügen.

    ewb will die E-Ladestationen gezielt in den blauen Zonen ausbauen, weil dort die meisten Berner parkieren. Der Energieversorger wird für das Projekt technisch von Siemens und ubitricity sowie MOVE als E-Mobility Service Provider unterstützt. Des Weiteren sind die Stadt Bern und EnergieSchweiz beteiligt.

    Für Halter von Diesel- und Benzinautos sowie E-Fahrzeugen, die nicht geladen werden sollen, stehen die Flächen bis zum Ende der Pilotphase im Frühjahr 2022 nicht mehr Verfügung. Das sollen sie an entsprechenden Schildern erkennen können. Nach Ablauf der Testphase wollen die ewb und ihre Projektpartner die Daten auswerten und über eine flächendeckende Einführung solcher Lade-Laternen entscheiden.

  • Bern bekommt neue Festhalle

    Bern bekommt neue Festhalle

    Die Stimmberechtigten aus Bern haben nicht nur dem Bau der neuen Festhalle, sondern auch dem Investitionsbetrag der Stadt von 15 Millionen Franken zugestimmt, wie aus einer Medienmitteilung der Messebetreiberin Bernexpo AG hervorgeht. Damit sollen künftig Veranstaltungen mit bis zu 9000 Besuchern ermöglicht werden. Neben Messen und Kongressen sind auch Konzerte und Kulturanlässe vorgesehen.

    „Wir werden mit der Neuen Festhalle den Berner Veranstaltungs- und Messeplatz aufwerten und damit einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung eines vielfältigen Kultur- und Unterhaltungsangebots mit Strahlkraft über die Stadt hinaus in die Region und in die ganze Schweiz leisten können“, wird Franziska von Weissenfluh in der Mitteilung zitiert, Co-Verwaltungsratspräsidentin der Bernexpo AG.

    Die alte Festhalle wird nun abgerissen. Im ersten Quartal 2022 soll mit den Arbeiten an der neuen Festhalle begonnen werden, die bis 2024 abgeschlossen sein sollen.