Schlagwort: Berufsbildung

  • IWB-Lernende rezyklieren Strassenleuchten in eigenem Start-up

    IWB-Lernende rezyklieren Strassenleuchten in eigenem Start-up

    Eine Gruppe von Lernenden der IWB macht aus ausgedienten Metro 45-Strassenleuchten hochwertige Stehlampen. Aus Skizzen wurde ein Prototyp, und mittlerweile sind die ersten zehn Lampen gebaut worden. Unterstützung erhielt das Team von erfahrenen Mitarbeitenden.Insgesamt eignen sich laut einer Mitteilung der IWB rund 2400 alte Leuchten für eine Zweitverwertung. Für die Umsetzung ihres Projekts haben die Lernenden ein eigenes Start-up gegründet. Mit von der Partie sind ein Kaufmann, eine Betriebsinformatikerin, ein Fachmann für den Strassentransport, Netzelektriker und Metallbauer.

    Einer von ihnen sagt in einem zusammen mit der Mitteilung veröffentlichten Video, es sei „spannend, mit anderen Lernenden zusammenzuschaffen, das schweisst zusammen“. Ein Kollege findet es „cool, dass wir so viel Verantwortung übernehmen dürfen und dass sie uns das auch zutrauen, dass wir die richtigen Entscheidungen treffen“. Es sei zwar „schwer, alle Entscheidungen selber fällen zu müssen“, präzisiert ein weiterer Mitstreiter. „Aber irgendwie macht das auch Spass, vor allem, wenn man das Endprodukt des Prototyps sieht und weiss, so hat die Skizze mal ausgesehen.“

    Die Projektverantwortliche Saskia Damann erklärt das Ziel der IWB: „Wir möchten, dass unsere Lernenden möglichst viel mitnehmen, zum Beispiel so Sachen wie unternehmerisches Handeln, Kreislaufdenken oder Selbstverantwortung. Das sind Kompetenzen, die sie für ihre Zukunft brauchen.“

    Was als Idee begann, so die IWB in einer weiteren Mitteilung, „nimmt langsam Form an und zeigt, was möglich ist, wenn Lernende Verantwortung übernehmen und fachübergreifend zusammenarbeiten“. Als Partner habe der Basler Lampenbauer und -händler Regent Lighting den entscheidenden Schritt ermöglicht. Es führte die Sicherheits- und Qualitätsprüfungen durch. Aktuell läuft die Planung für die zweite Produktionsrunde.

  • Bildungscluster Polyfeld Muttenz

    Bildungscluster Polyfeld Muttenz

    Der Kanton Basel-Landschaft bündelt am Polyfeld das BBZ BL, das Gymnasium Muttenz und das Zentrum für Brückenangebote zu einem gemeinsamen Sek-II-Campus. In der Etappe 1 stehen der Rückbau und die Umnutzung des bestehenden Turms im Fokus, der von oben nach unten entkernt, schadstoffsaniert und im Kernbereich vollständig zurückgebaut wurde. Auf einer Grundfläche von rund 20 mal 20 Metern wurden Kernwände, Treppenanlagen, Bodenplatte und Fundamente kontrolliert entfernt.

    Damit der schlanke Turm während Umbau und Neubau stabil bleibt, wurde pro Geschoss eine temporäre Aussteifung mit schweren Stahlrahmen eingebaut. Parallel dazu starteten der Neubau des Gebäudekerns und die Ausführung der neuen Haupttreppe, die als freihängende Fertigteilkonstruktion in Sichtbeton zu einem gestalterischen Zentrum des BBZ werden soll.

    Sichtbeton, Werkstattgebäude und Dreifachsporthalle
    Alle Neubauten der Etappe 1 werden in hochwertigem Sichtbeton erstellt, mit einem projektbezogenen Schalungs- und Betonierkonzept für gleichmässige Oberflächen. Das rund 55 Meter lange und 26 Meter breite Werkstattgebäude entsteht in drei Etappen, sodass Wände, Stützen, Erdbebenwände und Decken geschossweise parallel bearbeitet werden können.

    Die neue Dreifachsporthalle erhält ein komplexes Tragwerk aus vorgespannten Spannbetonträgern, die schrittweise montiert, provisorisch abgestützt und nach dem Betonieren der Decke vorgespannt werden. Dadurch kann die Halle später flexibel in drei kleinere Einheiten unterteilt werden. Eine aussenliegende Wendeltreppe mit speziell entwickelter Schalung setzt einen architektonischen Akzent. Die angrenzende Aula-Mensa entsteht in Fertigteilbauweise, kombiniert Sichtbeton mit einer Holzverbunddecke und vernetzt die unterschiedlichen Gebäudeteile funktional.

    Life-Science-Ausbildungsbau im Polyfeld
    Parallel zum kantonalen Campusvorhaben erhält das Polyfeld mit einem neuen Life-Science-Ausbildungszentrum eine zusätzliche inhaltliche Schärfung. Der Baselbieter Landrat hat dafür einen Beitrag von rund zwei Millionen Franken gesprochen. Rund 1,7 Millionen für den Bau des neuen Ausbildungsstandorts an der Birsfelderstrasse 46 und rund 390’000 Franken für besondere Laborausstattungen. Der Neubau wird eine Nettogeschossfläche von etwa 19’500 Quadratmetern aufweisen. Kantonal gefördert wird eine anrechenbare Nutzfläche von rund 1’400 Quadratmetern.

    Trägerin des Projekts ist der Ausbildungsverbund Aprentas, der seine bisherigen Standorte an der Lachmattstrasse und in Schweizerhalle im neuen Gebäude bündeln will. Aprentas, ursprünglich aus dem Umfeld von Novartis entstanden, bietet überbetriebliche Kurse für EFZ-Ausbildungen in Chemie, Biologie sowie Chemie- und Pharmatechnologie. Die kantonale Förderung stärkt den Life-Science-Ausbildungsstandort Muttenz und ergänzt den Sek-II-Campus Polyfeld um eine klar profilierte, praxisorientierte Ausbildungsinfrastruktur für die regionale Industrie.

  • Die Schweizermeister 2025 an den SwissSkills

    Die Schweizermeister 2025 an den SwissSkills

    Vom 17. bis 21. September verwandelte sich das BERNEXPO-Areal zum Zentrum der Schweizer Gebäudetechnik. 62 Teilnehmende aus allen Landesteilen stellten sich anspruchsvollen Wettbewerbsaufgaben unter realistischen Bedingungen. Die jungen Fachkräfte traten in den Disziplinen Heizungsinstallateur/-in, Sanitärinstallateur/-in, Spengler/-in, Lüftungsanlagenbauer/-in sowie in den drei Spezialisierungen der Gebäudetechnikplanung gegeneinander an.

    Die neuen Schweizermeister sind

    • Timo Bruggmann, Heizungsinstallateur (Rorschach SG)
    • Oliver Ihringer, Sanitärinstallateur (Winterthur ZH)
    • Tino Zimmermann, Spengler (Oberbalm BE)
    • Armin Gaiser, Lüftungsanlagenbauer (Erstfeld UR)
    • Camille Svitek, Gebäudetechnikplanerin Sanitär (Limpach BE)
    • Kilian Gendroz, Gebäudetechnikplaner Heizung (Cuarny VD)
    • Mirco Burri, Gebäudetechnikplaner Lüftung (St. Gallen SG)

    Innovation und Praxisorientierung im Mittelpunkt
    Die 35. Schweizer Meisterschaften der Gebäudetechnik standen erneut für praxisnahe Herausforderungen. Auf knapp 1900 Quadratmetern hatten die jungen Berufsleute Gelegenheit, ihre Leistungen vor grossem Publikum und unter Zeitdruck zu demonstrieren. Technisches Können, Kreativität und Teamwork standen gleichermassen im Fokus.  Fähigkeiten, die in einer zunehmend digitalisierten und nachhaltigen Bauwirtschaft an Bedeutung gewinnen.

    Erlebniswelt Gebäudetechnik begeistert das Publikum
    Neben dem Wettkampfgeschehen boten die SwissSkills 2025 in der Halle 19 ein breites Rahmenprogramm. Interaktive Zonen wie die «Try-a-Skill»-Area luden Besucher dazu ein, Technik selbst zu erleben und Berufe mit eigenen Händen zu entdecken. Der Berufsmessestand, spezielle Foxtrails und Erlebnisstationen förderten den Dialog zwischen Nachwuchs, Ausbildnern und Branchenvertretern. Der direkte Austausch und die Möglichkeit, gemeinsam Herausforderungen zu meistern, machen die Gebäudetechnik zum modernen Innovationsfeld.

    Bedeutung für Nachwuchsförderung und Branche
    Die erfolgreichen Schweizermeisterschaften illustrieren eindrücklich, wie attraktiv und zukunftswirksam die Gebäudetechnik für motivierte Lernende ist. Die prämierten Nachwuchstalente blicken mit ihren Fähigkeiten und ihrem Berufsstolz über den Tellerrand hinaus und schlagen die Brücke zu einer nachhaltigen und lebendigen Branche. Für Unternehmen, Bildungsinstitutionen und die Öffentlichkeit sind die SwissSkills ein wichtiger Impuls, um die Gebäudetechnik weiter als Schlüsselbereich der Schweizer Bau- und Energiewende zu etablieren.

  • Zwei neue Ausbildungsberufe für die Solarbranche starten 2024

    Zwei neue Ausbildungsberufe für die Solarbranche starten 2024

    Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation hat gemäss einer Medienmitteilung des Fachverbands Swissolar den Weg für zwei neue Berufsbilder geebnet. Die zweijährige Lehre Solarmonteur:in EBA und die dreijährige Ausbildung Solarinstallateur:in EFZ bereiten laut dem Fachverband für Sonnenenergie auf eine berufliche Karriere in der Photovoltaiktechnik und Solarbranche vor.

    Die Bildungspläne wurden von Swissolar, dem Bildungszentrum Polybau sowie Vertreterinnen und Vertretern der Branche entwickelt, mit pädagogischer Unterstützung der Eidgenössischen Hochschule für Berufsbildung. Die neuen Berufe seien „ein wichtiger und dringlicher Schritt, um dem Fachkräftebedarf in der rasch wachsenden Schweizer Solarwirtschaft zu begegnen und um die Branche weiter zu professionalisieren“, wird Rita Hidalgo, Leiterin Bildung und Wissensmanagement bei Swissolar, zitiert. Aktuell zähle die Solarwirtschaft 10’000 Vollzeitstellen, die sich bis 2050 verdoppeln können, so der Verband.

    Für Betriebe bietet Swissolar ab Frühjahr 2023 Vorbereitungsseminare an. Berufsinteressentinnen und -interessenten können bei Informationsveranstaltungen ab Herbst 2023 erfahren, welche Herausforderungen und Betätigungsfelder im Bereich der regenerativen Energien auf sie warten. Mit Beginn des Schuljahres 2024/2025 sollen die ersten Auszubildenden starten können. Als Schulungsstandorte sind die Polybau-Bildungszentren in Uzwil SG und Les Paccots FR vorgesehen.